Wine 1.0 nach fünfzehnjähriger Betaphase veröffentlicht
Für Linux-Anwender wie auch Entwickler dürfte der heutige Tag gleichsam ein Grund zum Feiern sein: Nach einer ungewöhnlich langen, fünfzehn Jahre andauernden Reihe von Testversionen hat das Wine-Team endlich Version 1.0 der Software freigegeben. Die Entwicklung von Wine begann bereits im Jahr 1993, um Windows 3.1-Programme auf Linux ausführen zu können.
Damit ist die Entwicklung von Wine aber noch keineswegs am Ende angelangt. Die letzten Wochen wurden verstärkt der Fehlerkorrektur gewidmet, um eine möglichst zuverlässige Version der Windows-API-Nachbildung zu erstellen. Mit einer neuen Version und neuen Funktionen darf schon in Kürze gerechnet werden, denn noch immer laufen lange nicht alle Windows-Programme mithilfe von Wine.
Die Entwickler hatten sich zum Ziel gesetzt, in der ersten offiziellen Version besonders die Programme Photoshop CS2, Microsoft Powerpoint Viewer 97 und 2003, Word Viewer 97 und 2003 sowie Excel Viewer 97 und 2003 so gut wie möglich zu unterstützen. Diese Auswahl beruht auf der Tatsache, dass diese Anwendungen kostenlos verfügbar und auf der Windows-Plattform sehr populär sind. Von daher sind sie auch für Linux-Anwender sehr interessant. In der Datenbank des Projektes werden rund zehntausend Anwendungen aufgeführt, die alle mehr oder weniger gut laufen. Unter den aktuell gefixten Spielen auch Games wie Counter Strike, Starlancer, Robot Wars, Call of Duty, Dance Praise 2, Warcraft 3, Moto Racer 2, etc.
Seit dem Start des Projektes im Jahr 1993 hat sich viel getan. Der damalige Leiter Bob Amstadt übergab Wine in der ersten Phase der Entwicklung an Alexandre Julliard, der das Projekt bis heute betreut. Beeindruckend: Knapp zehn Jahre nach der Gründung bestand Wine aus mehr als einer Million Zeilen C-Code und vereinigt die Arbeit von über 300 Programmierern in sich. Mittlerweile unterstützt die Win32-API-Nachbildung die meisten Windows- Systemaufrufe. Trotzdem ist das Programm kein Emulator, Wine stellt Windows-Programmen lediglich die Windows-Systemaufrufe unter Unix zur Verfügung. So können mittels Wine Anwendungen und Spiele für DOS, Windows 3.1, Windows 95, Windows 98, Windows Me, Windows NT, Windows 2000, Windows XP und Windows Vista unter allen von Wine unterstützten Linux-Derivaten ausgeführt werden. Version 1.0 kann ab sofort von der offiziellen Homepage heruntergeladen werden.
(via pro-linux, thx!)
Re: Wine 1.0 nach fünfzehnjähriger Betaphase veröffentlicht
Lol 15 jahre? Das ist übel
Das erinnert mich an die SuSe 10.1-zeit ohne internet mit mitgeliefertem Wine... Es liefen 1 Spiel und 1 Emulator: Irgend son Moorhuhn schrott und n SNES-Emu , musste allerdings dafür mit den Fenstern tricksen, damit der Bildschirm nicht schwarz blieb...
Jetzt soll man ja schon Gothic (@~20FPS) und Dungeon Siege 1 (mit Grafikfehlern) zocken können; respekt
Re: Wine 1.0 nach fünfzehnjähriger Betaphase veröffentlicht
Zitat:
Zitat von shawn737
windowsfrei mit programmen für windows, genau
Genau das denke ich auch. Wine schön und gut, aber wenn ich massig WIndows Software auf meinem Linux Rechner brauche um damit arbeiten zu können kann ich mir genau so gut Windows installieren. Und nein, auch wenn es oft behauptet wird. Nicht jede Software hat eine ebenso gute Linuxvariante. Beispielsweise kann man Photoshop und Gimp NICHT vergleichen.
Zitat:
Photoshop CS2 Microsoft Powerpoint Viewer 97 und 2003, Word Viewer 97 und 2003 sowie Excel Viewer 97 und 2003 so gut wie möglich zu unterstützen. Diese Auswahl beruht auf der Tatsache, dass diese Anwendungen kostenlos verfügbar und auf der Windows-Plattform sehr populär sind.
Re: Wine 1.0 nach fünfzehnjähriger Betaphase veröffentlicht
Ein Kollege von mir meinte Dark Messiah of Might and Magic läuft mit Wine unter Xubuntu auch Assrein und das dürfte dann auch für alle Spiele auf Source-Engine stimmen... aber schön wenn sowas weiter entwickelt wird!
Re: Wine 1.0 nach fünfzehnjähriger Betaphase veröffentlicht
Zitat:
Zitat von shawn737
windowsfrei mit programmen für windows, genau
haha der war gut,
habe ja nichts gegen linux finde es sogar gut,
doch ein nichtkommerzieller Gegner Windows wird sich nie durchsetzen können, da die Industrie überhaupt kein Interesse daran hat, denn ohne Geld wird es keine Programme geben die gekauft werden, und ohne Geld hockt sich keiner 10 Stunden am Tag hin und entwirft programmiert Software.
Spoiler:
Und open-source ist keine Alternative im Bussiness bereich, da man seine Anwendungen auch professionell supported haben möchte.
Und rund um die Uhr professioneller Service kostet.
Z.B wird keiner Blender benutzen im Gegensatz zu 3dsmax, das kostet vllt 5000€, doch dafür hat man auch einen Service den man in Anspruch nehmen kann.
Und wenn Linux so viel genutzt werden würde wie Windows, wer würde da jede Woche die Sicherheitslücken schliessen ?
Solange man da nicht mehrere bezahlten professionellen Leute hat wird sowas nie klappen.
Konkurrenz belebt das Geschäft, doch kostenlose konkurenz ist leider kein Geschäft.
15 jahre um windows Anwendungen halbwegs zum laufen zu kriegen, hätte man auch einfach allen raten können nebenbei windows installieren zu können :P
Aber nach mir gäbe es für alles eh nur einen Standard, nur leider denkt jeder seins wäre das beste, und somit werden wir bis in alle Ewigkeit alle verschiedene Sachen nutzen und uns jeden Tag darüber aufregen dass jeder eine andere Software benutzt und alles angepasst sein muss oder man aufgeschmissen ist.
Aber man will ja anders sein und braucht beschäftigung, und immer gegen den besten sein, gegen microsoft, google und all die die eigentlich tolle jobs machen
also weiterhin viel Spass mit Linux
Ich lach weiterhin über die Leute bei mir in der Uni die denke sie wären cool wenn sie über die Konsole in linux eine Anwendung starten, es gibt GUI's
its all about the money ,
darum wird Linux ein hobby bleiben und dafür angesehen ist es fein
Re: Wine 1.0 nach fünfzehnjähriger Betaphase veröffentlicht
Zitat:
Und wenn Linux so viel genutzt werden würde wie Windows, wer würde da jede Woche die Sicherheitslücken schliessen ?
Solange man da nicht mehrere bezahlten professionellen Leute hat wird sowas nie klappen.
Es arbeiten u.a. Leute von Red Hat, IBM, Intel, Oracle, Google und Novell am Kernel. Du denkst wohl, das Linux immer noch ein Projekt von paar pickeligen Computerfreaks ist
Re: Wine 1.0 nach fünfzehnjähriger Betaphase veröffentlicht
Zitat:
Zitat von djmj
Aber nach mir gäbe es für alles eh nur einen Standard
Selten so eine gequirlte Scheiße gelesen wie das. Ehrlich mal, hast du irgend eine blasse Ahnung von was du da redest? Schonmal was von Monopolstellung gehört? Überleg dir mal welche Macht Microsoft oder sonstige Firmen hätten/haben wenn die die einzigen Hersteller einer bestimmen Softwaresparte wären. Nicht nur dass die Preise der Software ins unerträgliche steigen würde. Nein, DU müsstest dir sogar alles gefallen lassen was man dir vorsetzt.
Zitat:
Zitat von djmj
Aber man will ja anders sein und braucht beschäftigung, und immer gegen den besten sein, gegen microsoft, google und all die die eigentlich tolle jobs machen
Du bist CDU Wähler, oder?
Zitat:
Zitat von djmj
also weiterhin viel Spass mit Linux
Danke, Den werde ich haben.
Zitat:
Zitat von djmj
darum wird Linux ein hobby bleiben und dafür angesehen ist es fein
Wieder einmal zeigst du uns dass du keinerlei Ahnung hast wovon du redest. Selbst in vielen Staatlichen Einrichtungen wird heute mit Open Source gearbeitet. Sei es Linux oder einfach nur Open Office. Und dank einer tollen Comunity ist der Support meist besser als dein kommerzieller Hotlinekram.
Re: Wine 1.0 nach fünfzehnjähriger Betaphase veröffentlicht
Zitat:
Zitat von djmj
Ich lach weiterhin über die Leute bei mir in der Uni die denke sie wären cool wenn sie über die Konsole in linux eine Anwendung starten, es gibt GUI's
Das ist nicht nur Geschmackssache, die Verwendung der Konsole hat viele Vorteile. Wenn man sich auch nur etwas damit auseinander gesetzt, hat kann man z.B. viele Aufgaben im Handumdrehen mit ein paar Tastendrücken erledigen. Das hier ist z.B. sehr lesenswert zu dem Thema
Re: Wine 1.0 nach fünfzehnjähriger Betaphase veröffentlicht
Zitat:
Zitat von djmj
...da man seine Anwendungen auch professionell supported haben möchte.
Und rund um die Uhr professioneller Service kostet.
Stimmt. Novell verlangt für den Support von Suse Linux Enterprise bis zu einigen tausend Euro. Nur um mal ein Beispiel zu nennen.
Zitat:
Z.B wird keiner Blender benutzen im Gegensatz zu 3dsmax
Blender wird im Moment zum Beispiel für das Spiel Apricot eingesetzt, das irgendwann 2008 erscheinen soll.
Zitat:
Und wenn Linux so viel genutzt werden würde wie Windows, wer würde da jede Woche die Sicherheitslücken schliessen ?
Solange man da nicht mehrere bezahlten professionellen Leute hat wird sowas nie klappen.
Die, die es jetzt auch schon machen? Die Entwickler, Distributoren usw wie Novell, Oracle, IBM, Intel, Mandriva usw.
Zitat:
Konkurrenz belebt das Geschäft, doch kostenlose konkurenz ist leider kein Geschäft.
OpenSource -> Free as in speech. Not as in free beer.
Zitat:
15 jahre um windows Anwendungen halbwegs zum laufen zu kriegen, hätte man auch einfach allen raten können nebenbei windows installieren zu können :P
Na wenigstens ist daraus etwas geworden. Im Gegensatz zu einem gewissen WinFS.
Zitat:
Aber nach mir gäbe es für alles eh nur einen Standard, nur leider denkt jeder seins wäre das beste, und somit werden wir bis in alle Ewigkeit alle verschiedene Sachen nutzen und uns jeden Tag darüber aufregen dass jeder eine andere Software benutzt und alles angepasst sein muss oder man aufgeschmissen ist.
Dann bist du doch sicher auch dafür, dass nur noch ein Auto einer bestimmten Marke verkauft wird. Oder dass nur noch eine bestimmt Bluejeans verkauft wird. Oder dass man nur noch eine Sorte Bananen kaufen kann. Oder?
Zitat:
Aber man will ja anders sein und braucht beschäftigung, und immer gegen den besten sein, gegen microsoft, google und all die die eigentlich tolle jobs machen
Wieso muss man gegen etwas sein, wenn man etwas anderes einsetzt? Ich bin ja zum Beispiel auch nicht gegen BMW nur weil ich Mitsubishi fahre. Und was ist wenn man beides einsetzt?
Zitat:
also weiterhin viel Spass mit Linux
Danke werde ich haben. Wie auch mit Windows.
Zitat:
Ich lach weiterhin über die Leute bei mir in der Uni die denke sie wären cool wenn sie über die Konsole in linux eine Anwendung starten, es gibt GUI's
Re: Wine 1.0 nach fünfzehnjähriger Betaphase veröffentlicht
Hier sollte man auch noch CrossOver(komerzielle Wine-Version) erwähnen, denn dort ist zeitgleich die Version 7 erschienen.
Ich hab eigendlich keine soo gute Meinung von wine, sie machen eine klasse Arbeit das sicher und viele Programme und Spiele laufen ja auch recht gut, aber bei der Arbeit mit Wine habe ich immer das Gefühl in einem zusammengeflickten, föllig durchlöcherten(bsp: "fixme:...") Auto zu sitzen, weches jeden Augenblick ausseinanderfallen kann und ich glaube das sich dieses Gefühl auch in weiteren 15 Jahren Wine-Entwicklung nicht verändern wird. Trotzdem: Ich benutze Wine jeden Tag und möchte es nicht mehr missen denn es ist ein grandioses Projekt zu dem es keine wirkliche Alternative gibt, wenn man Windows Programme laufen lassen will.
Für die Dinge die mit Wine nicht laufen, kann man eine VMWare VM empfehlen, darauf dann Windows installieren und dort läuft dann auch sicher jedes Windows-Programm. Auch bei VMWare gibt es bestrebungen 3D-Grafik zu unterstützen(siehe VMWare Fusion (vorerst?) nur für Mac), da kann man also auch in Zukunft hoffen.
Xen ist auch sehr intressant, mit entsprechender CPU kann man ein Windows parallel laufen lassen. 3D geht zwar leider noch nicht(Prinzipiell gehts mit 2 Grakas, aber da haben sie noch Probleme mit der Speicheradressierung (RAM<=>GFX)) aber vll wird das ja von NVidia oder ATI Treibern irgendwann unterstützt.
Das Samba Projekt hat ja vor einiger Zeit aktiv Hilfe von Microsoft bei der Protokollumsetzung erhalten. (Wobei das glaub ich Gerichtlich erzwungen war?) Jedenfalls wäre es auch Wine eine gute sache.(Wobei MS wohl dazu erst von obersten Gerichtsinstanzen, ins Wine-Lager geschleift werden müsste.)
/edit Bzgl. Konsole vs. GUI: Der geübte Unix Shell-Benutzer steckt jeden GUI Benutze locker in die Tasche, er ist schon 5 mal fertig, wo sich der GUI-Benutzer noch durch krude Menüs klickt. Um so erfahrener ein Linux Anwender ist, umso mehr benutzt er die Konsole(im Vergleich zu einem Linux-Anfänger)
und das gilt teilweise seit der PowerShell auch für Windows.
Re: Wine 1.0 nach fünfzehnjähriger Betaphase veröffentlicht
Ist es nicht müßig so eine Diskussion?
Leute die solche Windowsfanatiker sind wie djmj, der ja eigentlich linux gut findet
werden auch bei Windows bleiben selbst wenn die Gängelung dort unerträglich wird. Z.b. wenn man für jedes Video oder Musikstück erst mit dem Internet verbunden werden muss und seinen Fingerabdruck scannen lassen oder Iris. Dahin geht die Reise.
Aber es gibt auch Leute die wollen ihren Computer benutzen und nicht von ihm benutzt werden.
Und zum Thema denke ich, Wine ist doch praktisch für diejenigen die z.B. ihren Rechner selber zusammengebaut haben und kein Windows haben (so wie ich) und nicht extra eins kaufen wollen oder aber gerade bewusst darauf geachtet haben es nicht mitzuerwerben. Wenn man jetzt doch irgendwie ein Windowsprogramm hat, was man ab und zu braucht kann man es trotzdem benutzen.
Anstatt auf umständliche Weise eine zweite Partition oder eine virtuelle Maschine für Linux einzurichten, können Sie auch ganz einfach das Programm andLinux installieren.
Das Programm integriert große Teile von Linux in Windows. Über einen kleinen Button in der Taskleiste öffnen Sie das Startmenü der Arbeitsumgebung KDE - mehr ist vom neuen Windows-Linux nicht zu sehen. Konqueror, Kmail, Kword und andere bekannte KDE-Programme sind dabei und integrieren sich nach dem Start nahtlos in die Windowsoberfläche ein.
Über den Paketmanager Synaptic können Sie sogar weitere Programme installieren. In der Regel nutzt andLinux die Netzwerkverbindung von Windows, so dass Sie etwa mit dem Browser Konquerer gleich online gehen können.
Re: Wine 1.0 nach fünfzehnjähriger Betaphase veröffentlicht
Zitat:
Zitat von toredo
gibts eigentlich auch ein tool um linux-software auf windows laufen zu lassen?
mfG toredo
Cygwin wäre noch so eins.
Zitat:
Zitat von djmj
Und open-source ist keine Alternative im Bussiness bereich, da man seine Anwendungen auch professionell supported haben möchte.
Und rund um die Uhr professioneller Service kostet
Pfff... Selten so eine scheiße gehört.
Du weißt gar nicht, in welchen Bereichen Linux besonders stark ist und, wie schon von anderen angemerkt, welche Firmen dahinter stehen.
Schau dir mal deinen Router an. Da wird Linux drauf laufen. Das Stichwort heißt embedded devices. Die Dinger sind nur für einen speziellen Zweck gedacht. Linux ist von oben bis unten KOMPLETT anpassbar. Der Linux Kernel ist auf zig Architekturen portiert worden. Von den großen wie x86, PowerPC usw. bis hin zu kleinen AVR32 oder ARM Mikrocontrollern.
Das System kann so angepasst werden, dass es nur ein Minimum an Resourcen benötigt. Die sind bei embedded Systemem grundsätzlich teuer. Wozu soll man Overhead, den man nicht mal selber erzeugt, bezahlen?
Dazu kommen die Lizenzkosten. Die Hersteller geben Ihre Anpassungen, gemäß der GPL der Community zurück. Dafür zahlen die keinerlei Lizenzkosten. Bei Microsoft ist pro verkauftem Gerät eine Abgabe fällig.
Und Firmen die dahinter stehen verdienen grade mit Support die Kohle. Nicht nur die Distributoren.
MySQL zum Beispiel hat eine Dual Lizenz. Eine freie und eine kommerzielle. Willst du Enterprise Support, musst du zahlen. So einfach ist das. Nutzen kann die Software jeder. Was meinst du, warum das die meist eingesetzte Datenbank für Webanwendungen geworden ist?
Und was meinst du, warum Hersteller wie Oracle, Microsoft oder IBM auf den Community Zug aufspringen? Die haben alle abgespeckte Express Versionen ihrer Datenbanken rausgegeben.