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28. 06. 2008, 11:16 #1
Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2
Vorgestern brachten wir den ersten Teil des Interviews mit Dependent Chef Stefan Herwig, vor einer Weile berichteten wir über ein Streitgespräch zwischen Vertretern Abmahner und Abgemahnten. Dieser Austausch wurde als MP3 aufgezeichnet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Der Labelchef Herwig äußert nun weiterhin seine Eindrücke vom vierstündigen Gespräch.
Fortsetzung des Interviews mit Stefan Herwig. Der erste Teil von gestern findet sich hier.
Firebird77: Digitales Zeitalter, Herr Herwig. Eine MP3 mit/ohne DRM ab 0,99 Cent. Ein Preis für einen "Datenhaufen", der doch manchen nicht behagt. Wenn ich betrachte, das eine Maxi-CD ca. 5 - 6 Euro kostet mit einem Track plus vier Remixe, erscheint es wirklich etwas hoch gegriffen. Wie wirtschaftlich ist das Ganze, bei 0,99 Cent?
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06. 08. 2008, 12:55 #141Sternenkind
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Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte
Mit Provokation erreichst Du bei mir gar nichts. Ich bin nicht bereit auf diesem Kommunikationsniveau mit Dir zu diskutieren.
Zitat von nagini
Was das Thema Flat-Rate angeht: Wenn für Dich der uneingeschränkte Zugang zu Musik und Film die gleiche Priorität hat wie die Gesundheit und das Leben von Menschen, und Du dafür die Solidarität der gesamten Gesellschaft einforderst, …. Dann sind unsere Wertvorstellungen so verschieden, dass ich mir jeden weiteren Kommentar erspare!
Zitat von nagini
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06. 08. 2008, 14:09 #142
Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte
Bitte? Du hast mir Ahnungslosigkeit vorgeworfen und dabei nicht einmal deine eigenen Hausaufgaben gemacht! Wer im Glashaus sitzt, sollte eben nicht mit Steinen schmeissen.
Zitat von ako5
Oder mit anderen Worten: Du hast schlicht keine Argumente. Das Gesundheitssystem ist ein sehr treffendes Beispiel für eine effektive Solidargemeinschaft und auf diesem Prinzip basiert btw auch jede andere Versicherung, sowie auch die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Fernsehens. Und spätestens beim letzten Punkt wird es extrem OnTopic.
Zitat von ako5
Schaut man sich die WHO-Definition von Gesundheit an, wird auch schnell klar, dass hier wesentlich mehr inbegriffen ist, als nur die Abwesenheit von Krankheit:
"Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen."
Insofern ist nichtmal dieser Bezug völlig fern der Realität, denn jeder Mensch hat auch ein gewisses Anrecht auf die Befriedigung seiner kulturellen Bedürfnisse, weil das effektiv zu seiner Gesunderhaltung beiträgt. Also jede Menge gute Gründe, die eine solidarische Kultur-Flatrate durchaus rechtfertigen.
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06. 08. 2008, 15:28 #143Mitglied
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Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte
Du bist so naiv. Tatsächlich passiert es grade. Und rat mal, wer seine Finger im Spiel hat? Google!
Zitat von ako5
In China läuft genau so ein Projekt gerade an. Siehe auch eine aktuelle News.
Auch hier: Weit verfehlt. Ein Beispiel? Microsoft bietet Visual Studio Express (eine professionelle Programmiersoftware) kostenfrei zum Download an. Es ist zwar eine abgespeckte Version (für die Kostenpflichtigen zahlt man Vierstellige Beträge und sind in erster Linie für Unternehmen gedacht), aber vollkommen funktionstüchtig.Ein Gegenbeispiel ist Microsoft. Der macht laut Wikipedia 51 Milliarden Umsatz und verschenkt seine Software auch nicht, um sich über Werbeinnahmen zu finanzieren.
Du kannst Bill Gates ja mal Deinen Vorschlag unterbreiten. Ich bin gespannt, was er dazu sagt!
MS gibt viel Geld für die Entwicklung von Software aus, die wiederum kostenlos verteilt wird. Ferner hängt MS auch sehr stark im Suchmaschinenmarkt, im Hardwaresektor und im Business-Bereich mit drin (z.B. professionelle Webserver usw). Das alles macht einen großen Teil der Umsätze von MS aus.
Wenn eine Kulturflatrate z.B. auf Internetzugänge eingeführt werden sollte, dann soll das selbstverständlich die gesetzlich erlaubte Privatkopie entsprechend ausweiten (z.B. Straffreiheit für private Filesharer). Wo ist also der Unterschied?Abgaben auf Speichermedien und Kopiergeräte (Brenner, Rohlinge, Festplatten usw) sind keine Kulturflatrate in dem Sinne sondern eine Entschädigung für die gesetzlich erlaubte Privatkopie.
Entweder sie tun es, oder ihre Umsätze sinken. Ach, Moment mal, die Umsätze sinken ja bereits... Dann haben sie sich offensichtlich nicht angepasst.Nur der Satz „. Aber die Unternehmen müssen sich dem Konsum des Kunden anpassen, nicht anders herum.“ bringt mich etwas ins Grübeln .Ich frage mich, ob sich die Unternehmen überhaupt noch so weit anpassen können, dass sie ihre Umsätze halten.
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06. 08. 2008, 16:58 #144Mitglied
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Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2
HALLO
ist euch schonmal aufgefallen, daß ihr immer das selbe sagt und keiner Recht hat.
Diese Diskussion ist leider im NICHTS zerronnen und kann getrost als Beendet befunden werden.
Fakt ist. Jeder der für die MI ist, der ist für die MI
Fakt ist. Jeder der Files shared geht nicht konform mit der MI
Das die MI jenseits jeglicher Realität waltet und schaltet ist allen Menschen bis auf den Befürwortern klar.
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06. 08. 2008, 17:35 #145Sternenkind
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Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte
Dann warten wir mal ab , wie es in China läuft.
Zitat von Malo_
Aber glsubst Du im Ernst, dass
Du chinesische Wirtschaftmodelle nach Europa importieren kannst. Vom einem kommunistischen Land, in dem der Staat die Produktion, die Preise und Löhne festlegt, bestimmte Güter sogar subventioniert in eine marktwirtschafliche Gesellschaftordnng übertragen?
Ich nicht!
Das Microsoft, abgespeckte Programmversionen kostenlos verteilt, um Kunden zu gewinnen,
Zitat von Malo_
ändert nichts ab der Richtigkeit meiner Aussage, das sie ihren Umsatz durch den Verkauf ihrer Prodkte machen, statt diese umsonst zu verteilen um sich en stattdessen durch Werbeeinnahmen finanzieren
Der Unterschied? Die Kulttrflatrate würde, falls sie je eingeführt würde, das Recht auf Privatkopie beinhalten und gleichzeitig das Recht, auf alle Musikstücke Filme etc im Netz zugreifen zu können.
Zitat von Malo_
Die Abgaben für CD usw. gelten jedoch nur für Werke, die Du bereits hast oder legal beschaffst. /durch Ausleihen Mitschneiden …) Sie gilt nicht für die Dateien, die illegal aus dem Netz gezogen werden
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06. 08. 2008, 17:56 #146Sternenkind
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Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte
Willst Du damit sagen, die MI ist nicht real und wir diskutiren hier über einen Geist????
Zitat von dadampa
Hiiilfe , gibt es hier sowas wie einen Forums-Psychiater?
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06. 08. 2008, 18:39 #147
Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2
Die Abgaben auf Rohlinge etc. sind also dazu da, um für erlaubte Privatkopien zu entschädigen. Nun ist es aber so, dass sämtliche Kauf DVDs und CDs mit Kopierschutz versehen sind und die Umgehung dieses Kopierschutzes nicht erlaubt ist.
Es ist also unlogisch, diese zu erheben, wenn jegliche Privatkopien von kopiergeschützten CDs und DVDs untersagt sind.
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06. 08. 2008, 19:10 #148Sternenkind
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Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte
Meine Hörbücher kann ich,-da ohne Kopierschutz, alle auf DVD sichern, die neueren Musik.CD´s meistens auch. Radio- und Fernsehaufzeichnungen lassen sich problemlos digitalisieren und auf CD brennen. Internetradio kann man über Stream aufzeichnen und brennen....
Zitat von Destiny666
Möglchkeiten, eine legale Privatkopie anzufertigen gibt es genug.
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06. 08. 2008, 19:47 #149Mitglied
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Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte
Gibs zu, du hast keine Ahnung wovon du redest. Auch in Deutschland werden Güter subventioniert und wir sind keinesfalls kommunistisch.
Zitat von ako5
Der Markt in China ist weithin unabhängig, insbesondere z.B. der Musikmarkt (in einigen Segmenten mag es da anders aussehen - ist allerdings kein Unterschied zu Deutschland, hier steuern die staatlichen Behörden auch diverse Unternehmen, z.B. öffentliche Verkehrsmittel oder die Müllentsorgung). Ja, man kann das übernehmen. Wenn man es in China schafft, ein solches Portal mit Werbung zu finanzieren, dann wird man es in Deutschland auch schaffen. Gibt es überhaupt auch nur ein einziges Argument gegen diese Annahme?
Im Musikbusiness wäre es dann nicht anders: Es wird kostenlos Musik verteilt, um Kunden zu gewinnen.Das Microsoft, abgespeckte Programmversionen kostenlos verteilt, um Kunden zu gewinnen,
ändert nichts ab der Richtigkeit meiner Aussage, das sie ihren Umsatz durch den Verkauf ihrer Prodkte machen, statt diese umsonst zu verteilen um sich en stattdessen durch Werbeeinnahmen finanzieren
Das wäre dann die Definition von Privatkopie. Ich muss mir nicht "7 Freunde" aussuchen, denen ich eine Kopie gebe, sondern kann jedem eine geben.Der Unterschied? Die Kulttrflatrate würde, falls sie je eingeführt würde, das Recht auf Privatkopie beinhalten und gleichzeitig das Recht, auf alle Musikstücke Filme etc im Netz zugreifen zu können.
Man kann einen Film oder eine CD auch legal aus dem Internet herunterladen, auch wenn der Hersteller es nicht selbst anbietet. Wenn beispielsweise ein Freund von mir einen privaten FTP-Server hat, dann kann er dort alles hochladen und mir zur Verfügung stellen.Die Abgaben für CD usw. gelten jedoch nur für Werke, die Du bereits hast oder legal beschaffst. /durch Ausleihen Mitschneiden …) Sie gilt nicht für die Dateien, die illegal aus dem Netz gezogen werden
Man muss einfach nur "legal" und "illegal" juristisch definieren, ggf. die Definition anpassen.
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06. 08. 2008, 21:00 #150Sternenkind
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Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte
Dann haben wir in Deutschland Deiner Meinung nach die gleichen wirtschaflichen und politischen Verhältnisse wie in China?
Zitat von Malo_
Gibt es ja schon, Viele Labels bieten auf ihrer Web-Seite kostenlos Tracks zu Herunerladen an
Zitat von Malo_
Rchtig!
Zitat von Malo_
Ich habe nie behauptet , dass jeder Download illegal ist
Zitat von Malo_
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06. 08. 2008, 22:54 #151Mitglied
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Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte
Wer behauptet das?
Zitat von ako5
Allerdings hat China einen Markt, der mit dem europäischen oder amerikanischen kompatibel ist. Oder willst du mir erzählen, dass man in China überproportional mehr Einnahmen durch Werbung machen kann als hier? Das ist absurd. Wenn dann wäre das, aufgrund der tendenziell höheren Kaufkraft, umgekehrt. Aber du hast meine Frage nicht beantwortet: Gibt es irgendein sinnvolles Argument gegen die Annahme, dass das in Deutschland genauso funktionieren könnte?
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07. 08. 2008, 08:18 #152Mitglied
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Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2
in china erreicht man rechnerisch immer mehr leute durch Werbung als in Bayern, das macht schon die Befölkerungsdichte aus.
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07. 08. 2008, 10:22 #153Mitglied
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Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2
Wir reden hier vom Internet.
Zitat von dadampa
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07. 08. 2008, 11:02 #154Mitglied
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Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2
es sind mehr leute in china im inet als in D. Also genau das selbe.
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07. 08. 2008, 11:36 #155
Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte
Kleiner Zwischenruf zu dieser interessanten Diskussion:
Das Internet in China ist nicht das Internet. Stichwort: "Great Firewall of China". Insofern bin ich mir nicht sicher, ob die Vergleiche des Internethandels in Deutschland mit dem in China überhaupt irgendeine verlässliche Aussagekraft haben.
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07. 08. 2008, 12:33 #156Mitglied
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Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2
Klar wird das Internet in China zensiert. Aber nur in sofern, dass bestimmte, unerwünschte Webseiten sich nicht aufrufen lassen. Das hat hiermit aber rein gar nichts zu tun, da Google.cn nicht zensiert wird. Im Gegenteil ist das eher ein Argument dafür, dass das in China eher schlechter läuft als woanders.
Und ja, in China nutzen mehr Leute das Internet als in Deutschland. Und? Nationale Grenzen müssen keine Rolle spielen, ein aus Deutschland gehostetes Portal kann auch in den USA, in Kanada, in Russland oder in Japan benutzt werden.
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07. 08. 2008, 13:10 #157Mitglied
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Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2
www.beatport.com klaut der deutschen MI Millionen im Jahr.
Da muß was dagegen getan werden.
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07. 08. 2008, 19:40 #158Sternenkind
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Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte
Na, dann versuch mal, chinesische Produkte (und ich meine damit einheimische, nicht solche die extra für den europäischen Markt produziert wurden), hier in Deutschland zu verkaufen. Wer kauft schon chinesische Lebensmittel, Kleidung, Möbel, … Der Markt für derartige Güter dürfte hier in Deutschland nicht all zu groß sein. Selbst chinesische Film- und Musikproduktionen sind hier nicht gerade der große Renner. Ich wette, für jeden erfolgreichen chinesischen Film-/oder Musik-Titel, den Du mir nennen kannst, finde ich mindestens 10 amerikanische oder europäische.
Zitat von Malo_
Ein anderer wichtiger Unterschied sind die niedrigen Löhne in China. Dadurch kann sehr viel billiger produziert werden, Der Absatzmarkt in China ist sehr viel größer (China 1,3 Milliarden Einwohner, Deutschland 80 Millionen). Wenn Du beides zusammen nimmst, die niedrigen Löhne und den großen Absatzmarkt, dann kann ein Unternehmen seine Fixkosten auf eine viel größere Stückzahl verteilen als in Deutschland, so dass trotz des niedrigen Preisniveaus eine größere Gewinnspanne bleibt.
JAAA!
Zitat von Malo_
Der Grund , dass dieses Projekt in China überhaupt ausprobiert wird ist der, dass dort die Urheberrechte völlig ausgehöhlt sind. Schätzungsweise zwischen 90 und 98 Prozent der Chinesen holen ihre Daten illegal aus dem Netz. Das bedeutet aber auch, dass die MI in China kaum Einnahmen hat, so dass dieses Werbefinanzierte Portal, so denn erfolgreich ist, eventuell zusätzliche Umsätze generieren wird.
Dieses Konzept kann aber nur dort funktionieren, wo das Gleichgewicht des Marktes total gestört ist und der Preis nicht mehr von Angebot und Nachfrage reguliert wird.


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