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  1. #1
    gulli:News Redaktion Avatar von gullinews
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    Standard Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2

    Vorgestern brachten wir den ersten Teil des Interviews mit Dependent Chef Stefan Herwig, vor einer Weile berichteten wir über ein Streitgespräch zwischen Vertretern Abmahner und Abgemahnten. Dieser Austausch wurde als MP3 aufgezeichnet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Der Labelchef Herwig äußert nun weiterhin seine Eindrücke vom vierstündigen Gespräch.

    Fortsetzung des Interviews mit Stefan Herwig. Der erste Teil von gestern findet sich hier.

    Firebird77: Digitales Zeitalter, Herr Herwig. Eine MP3 mit/ohne DRM ab 0,99 Cent. Ein Preis für einen "Datenhaufen", der doch manchen nicht behagt. Wenn ich betrachte, das eine Maxi-CD ca. 5 - 6 Euro kostet mit einem Track plus vier Remixe, erscheint es wirklich etwas hoch gegriffen. Wie wirtschaftlich ist das Ganze, bei 0,99 Cent?


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  2. #2
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2

    nun wenn wirlich eine Qualitätskontrolle und Selektion stattfinden würde, dürfte doch sowas wie DSDS nicht existieren. Außerdem ist das doch die aufgabe des publikums zu entscheiden was sie mögen und was nicht.

    was spricht dagegen das alle "Künstler" ihr Werke Frei im internet veröffentlichen? die die Talent haben können auch mit einer Tour und den ganzen sachen drumherum gutes geld verdienen und die freie verteilung würde das begünstigen. die die nicht so gut sind würden nicht so viel geld verdienen bzw schnell merken das sie nicht geeinget sind. (Qualitätsicherung und Selektion finden autmatisch statt ohne das man jmd dafür bezahlen müsste)

    das jetztige system erlaubt es jeden, viel geld zu verdienen, selbst wenn man nicht singen kann der computer wirds schon richten. mehr als ne CD wird ja eh nicht benötigt.

    interessant wäre noch zu wissen wie man auf so utopische zahlen bei einer kulturflatrate kommt? das neue auto des plattenbosses sollte vlt aus der rechnung genommen werden.
    meiner meinung nach sollte das auch so gesehen werden: im moment bezahlt kein filesharer auch nur einen cent für die musik, mit der flatrate würde wenigstens etwas geld in eure kassen fließen, aber offentsichtlich geht es euch noch zu gut wenn ihr so was nicht annehmt.(wäre ja immerhin planbares geld gewesen was bei cd verkäufen ja nicht unbedingt der fall ist)

    selbst wenn es kein filesharing gäbe würden eure umsätze zurück gehen denn der ottonormalverbraucher hat auf grund der hohen benzin und lebensmittelpreise einfach zuwenig geld um sich noch 5-10 Alben im monat zu kaufen. dementsprechend würden niedrigere preise euren umsatz nur minimal (wenn überhaupt) erhöhen.

  3. #3
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2

    Ich denke mal, die Musikindustrie hat mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen:
    "Musik" wird nicht als klassisches Wirtschaftsgut betrachtet!
    Heutzutage ist unmöglich nicht mit Musik versorgt zu werden. Radio, TV, Webradio, Einkaufszentren, ja sogar in Fahrstühlen dudelt man einem die Ohren voll. Und das alles für "umsonst". Da fragt man sich doch zwangsläufig: wieso soll ich denn für etwas zahlen, nur weil ich das zu einem bestimmten Zeitpunkt hören möchte, wenn ich es überall für umsonst um die Ohren geschlagen bekomme?
    Und worin besteht dann der Unterschied, wenn ich etwas legal aus dem Radio mitschneide, oder mir direkt die gerippte mp3 aus dem Netz "besorge"?
    Ich denke mal jeder hätte Probleme damit in einen Laden zu gehen und eine CD zu stehlen. Aber "Musik" zu "stehlen" scheint irgendwie was anderes zu sein.

  4. #4
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte

    da sieht man mal wie krank die Musikindustrie ist und vor allem wie Weltfremd.
    100-200 Euro pro Haushalt
    Hier werden tatsächlich immernoch alle Raubkopien pro Jahr genutzt um den Wert festzustellen
    Totaler Bullsh...
    Welcher Haushalt soll sich denn sowas leisten können ganz abgesehen ob Sie es dann auch zahlen würden.

    Ich bin für jedes neue System bei dem Dieter Bohlen mit irgendwelchen Gehirnamputierten Sängern kein Geld mehr verdient.
    Es wird nicht weniger Geld für Musik ausgegeben wie vor 10 Jahren es gibt nur immer mehr Künstler und Labels die mitverdienen wollen und jeder der vor 10-20 Jahren schon in der Branche war dem fehlts an Kohle.
    Tja, tut mir leid für euch.

    In Kroatien wurde noch nie richtig Geld mit verkauften CD's verdient (fast ausschließlich Raubkopien) und trotzdem gibt es Künstler denen es gut bis sehr gut geht und man muß sich halt auch was einfallen lassen.
    Allein schon der Vergleich mit Kroatien zeigt was für nen Bullsh... sich in D abspielt

  5. #5
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte

    Die Speichermedien werden immer billiger und durch Netzwerke und Verschlüsselung können immer schneller immer mehr Musik getauscht werden, und im Gegenzug steigen Hierzulande die Steuern, Benzin wird teuer, keiner hat mehr Geld und DAS hat die Musikindustrie schon längst kapiert und sieht, das sie langsam aber sicher verlieren wird.
    Deshalb versucht sie, durch Klagen und Politikerbestechung noch so viel Geld wie möglich rauszuholen, bevor die Einnahmequelle ganz versiegt weil keiner mehr dem Raubrittern Geld in den Rachen werden will oder KANN.
    Das Problem ist ähnlich mit dem Problem der Öl-Multis, die sie haben werden, wenn es kein Öl mehr gibt.

  6. #6
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte

    @Herr Herwig

    Nicht alle Punkte in ihrer Argumentation sind mir so unklar und falsch, wie sie hier von anderen Lesern polemisch kommentiert und aufgefasst werden. Ihre Skepsis gegenüber einer Kulturflatrate ist durchaus verständlich.
    Kleine Labels, die nur 3-5Künstler/Bands vertreten, promoten und vermarkten haben es schwer in einem Markt zu bestehen, welcher z.Z. von einer Zielgruppe dominiert wird, die ihr Geld nicht mehr für die musikalischen Erzeugnisse locker machen wollen. Ich spreche hier von 15-25Jahre alten Konsumenten. Trotzdem ist Musik immer noch ein Teil der Jugendkultur und wird reichlich genutzt und auch heruntergeladen.
    Wer sich ein wenig in der Welt des Filesharing auskennt weiß aber auch das gerade unbekannte Künstler/Bands schwer zu finden sind. Meist sterben die Dateien der nicht stark promoteten oder noch nicht bekannten Musiker schnell wieder weg.
    Jedoch bieten Netzwerke, wie z.B. geschlossene Tracker im Bittorrent-Netz oft die Möglichkeit der Nachfrage in Foren und gelegentlich findet sich auch mal ein Uploader für die gesuchte "seltene Perle"!
    Aber bei der derzeitigen Gesetzeslage machen sich beide Benutzer von Torrents strafbar. Es kann keine Lösung für eine liberale Gesellschaft sein dies unter Strafe zu stellen. Viele Erzeugnisse der Kulturlandschaft finden einfach eine bessere Verbreitung auf diesem Wege, durch das Filesharing nämlich, als wenn sie nur noch als Raritäten bei Ebay oder auf Messen zu horrenden Preisen gehandelt werden.
    Wie stehen sie zu diesem Vorteil des Filesharing?

  7. #7
    Soluna Avatar von nagini
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    Post Kostenrechnung für eine Kulturflatrate

    Wenn wie Hr. Herwig sagt, "noch nichtmal jeder Zweite" hierzulande einen Breitbandanschluss hat, dann meint das, die Zahl liegt irgendwo zw. einem Drittel und der Hälfte(!) der Bevölkerung dieses Landes. Wir haben hier etwa 82 Millionen, halten wir den Ball mal schön flach und rechnen mit nur 25 Mio Breitbandnutzern (nichtmal ein ganzes Drittel).

    Ausgehend von dieser Zahl mit einem realistischen, monatlichen Betrag von 5 Euro Kultur-Flat gerechnet, macht insgesamt 125.000.000 Euro als zu verteilende Menge.
    Wie gesagt monatlich 125 Millionen Euro.

    Im ganzen Jahr sind das stolze 1.500.000.000 (1,5 Milliarden!) Euro, die an die Werkschaffenden ausgeschüttet werden könnten. Ist das nicht genug? Zusätzlich kaufen ja immernoch jede Menge Leute CDs, DVDs, gehen in Kinos und Konzerte, bezahlen DLs....

    Als Gegenrechnung mit den von Hr. Herwig veranschlagten 100 Euro wären es im Monat:

    25.000.000 (Nutzer) x 100 (Euro) = 2.500.000.000 (2,5 Mrd)

    und im Jahr: 2.500.000.000 (Euro/Monat) x 12 (Monate) = 30.000.000.000 Euro!

    30 Milliarden Euro will er also im Jahr haben, wenn knapp jeder dritte(!) Deutsche nur einen Breitbandanschluss hätte, damit es sich für die "Rechteinhaber" rechnet. Ja gehts denn noch?

    Besser kann man wohl gar nicht zeigen, wie abgehoben die Vorstellungen dieser Content-Industrie sind.

    EDIT: Die 30 Mrd - nur zum Vergleich - das entspricht in etwa dem jährlichen Gesamtetat für das Verteidigungsministerium (29,4 Mrd).

  8. #8
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    Avatar von frogger9
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte

    erstaunlich, wenn man die Marktgesetze nimmt, Verkauft wird nur per Preis und oder Werbung.
    ....
    Installierst du noch, oder arbeitest du schon™
    Weltmeister 2007 Krieg spielen ist ein Spiel

  9. #9
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte

    /..

  10. #10
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2

    na davon rede ich doch.
    Die leben alle in einer eigenen Abgehobenen Welt. Am schlimmsten sind die, die einmal etwas mehr Erfolg hatten.
    Die denken, denen steht die Welt zu
    Und seine Berechnung stützt er auf die GEZ gebühren was ja wohl der größte Beschiss an der deutschen Gesellschaft ist.

  11. #11
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte

    es ist ja nicht so als würde sich niemand gedanken über die folgen machen.
    aber ich sehe eher die aktuellen probleme, leben im allgemeinen und auch das leben der jugendlichen hat sich extrem verteuert.
    meine älteren cousins haben papis wagen noch einfach so bekommen, 5 jahre später muss der kleinste schon für jeden liter blechen.
    Kinobesuch, Disco (z.b. 3,50€ und mehr für 0,33L Bier) usw.
    Unterm strich heisst das für mich : runterladen oder radio hören.
    bei Games genauso, für vollpreistitel bräucht ich nen lottogewinn.

    also gibt es von mir eh kein geld , egal ob filesharing oder nicht.

    EDIT

    mal nen bissl das internet durchforstet und auf folgendes gestoßen :
    "Das Konzept der Aufklärung, Abschreckung, Abmahnung zeigt Erfolge: So ist die Zahl illegaler Downloads von über 600 Millionen im Jahr 2003 auf 312 Millionen im Jahr 2007 zurückgegangen"

    quelle: http://www.musikindustrie.de/internetpiraterie.html

    Nen paar Klicks später hatte ich ne Grafik mit den Umsatzzahlen der Musikindustrie vor der Nase. Dort war zu sehen , dass der Umsatz weiter fällt. Aber warum, bei sinkender Anzahl von illegalen Downloads?
    Passt nicht ganz zu der starren Logik : Weniger DLs = mehr Umsatz.

    quelle: http://www.musikindustrie.de/jwb_umsatz07.html

  12. #12
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte

    Die Musikindustrie ist doch ignorant und dumm.
    Sie wollen wohl den Käufern klar machen, dass sie keineswegs die Dummen sind

    Übrigens, diese Provokationen die du gefunden hast, kommen mal wieder von?
    Der IFPI - genau wie in dem Video oben. Die sind immer so!

  13. #13
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2

    Allein schon die GEZ ist zu teuer. Theoretisch wird da schon alles mit bezahlt. Die Gema wird auch pro Rohling und pro Mp3 Player etc bereits mit einkassiert. Worüber sich die Kleinspurlabel beschweren ist eigentlich garnicht das Raubkopieren, in wirklichkeit nervt IndieLabels, daß sie nichts vom großen Kuchen abbekommen.

    Es ist auch fakt, daß gerade in den nicht kommerziellen Genres die Leute eher bereit sind für Musik zu zahlen -und es auch tun- und sogar eher auf Konzerte der Lieblingsgruppen gehen.

    Es ist Fakt, daß der Umsatz für Musik nicht mehr steigen wird, selbst wenn es keine Möglichkeit der Raubkopien mehr geben sollte. Die Leute haben nicht mehr und die dies es haben bezahlen auch jetzt für Musik.

    Die Musikbranche muß sich also auf ein neues gerechteres Geldverteilsystem einigen und nicht auf 12 oder 77 Jährige losgehen und Mahngebühren einfordern.

  14. #14
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte

    Wahrscheinlich ist schon der Gedanke "sein Geld mit Arbeit verdienen zu müssen" für Labels absurd,lieber mal schnell mit billigen Kopien (mehr sind CD´s und DVD´s nicht) Millionen machen und dabei mit $$ Zeichen in den Augen sich zurück lehen. Dabei ist die CD und DVD auch nur ein Produkt der Profitgier,da sie sich um ein vielfaches billiger kopieren lässt als z.B. ein Vinyl.
    Wie währ´s also mal mit ARBEITEN, für z.B. 2500 € im Monat ,wie es viele andere auch tuen ,ohne zu Prassen ???
    Aber das geht natürlich nicht ,da müssen schon Millionen her ,zur not dafür nen Parr Kiddis als Abschreckung verklagen (welche aber genau die Zielgruppe Ihrer Produkte sind).
    Ich habe meine letzte CD 1998 für 46 DM(Patriot Games Soundtrack) gekauft und mir danach geschworen das es die Letzte CD war von diesen Abzockern und bin mir treu geblieben,mittlerweile hab ich mit Hilfe einer Freundin 1,5 Tb MP3 gesammelt und tue alles dafür das die gut verteilt werden .
    Sorry ,aber Ihr Labels habt "Die Kuh gemolken ,bis Blut kam" und nun wundert Ihr euch ,das sie kränkelt.
    o
    L_/
    OL
    This is Schäuble. Copy Schäuble into your signature to help him on his way to Überwachungsstaat.

  15. #15
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2

    ich sehe das genau so und so nebenbei produziere ich auch Trax und weis genau wieviel dabei rum kommen kann.
    Mir tut kein Lable leid. Wir reden hier von 1,4 Mrd Euro Jahresumsatz. WEnn das einer Branche nicht reicht, was dann. Das ist Geld für imaterielle Ware. Die Autobranche muß das 10-fache umsetzen um das selbe zu verdienen.
    Wenn ich dann höre, ja wir verlangen eh nur 750,- und bei härtefällen lassen wir mit uns reden blabla.

  16. #16
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte

    Das Label dependent hat aufgehört.
    Viele gehen davon aus, dass die Indies in dieser Krise zuerst sterben.

    Wir reden hier von 1,4 Mrd Euro Jahresumsatz.
    Das gilt sicher nicht für das kleine Indie-Label dependent ;-)
    Für die Majors wird wahrscheinlich nie jemand Mitleid übrig haben.

    Aber eines stimmt schon, Abmahnungen sind der falsche Weg.
    Es sei denn man möchte einen letzten Rachezug vollstrecken, einen hinterhältigen natürlich.

    Zitat Zitat von Herwig
    Der von uns angemahnte Betrag [750€] deckt i. d. R. zu 90 Prozent
    die Kosten für den Rechtsanwalt und die ermittelnde Firma

    Quelle: http://www.gulli.com/news/stefan-her...ch-2008-06-26/
    Warum ist das denn so teuer?! Ihr ernährt damit Ungeziefer!

  17. #17

    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2

    Liebs Gulli-.forum,

    vielen Dank für die vielen Postings zu meinem Interview. Dank auch zu firebird der sich sehr viel Mühe gemacht hat, bei dem Thema eine gewisse Objektivität zu wharen (Bei Gulli nicht immer selbstverständlich).

    Leider kann ich nicht auf jeden Kommentar eingehen, ich hoffe ihr habt dafür verständnis. trotzdem bedanke ich mich für das Bemühen einiger Forumsteilnehmer die Situation auch durch Brille des Indielabels zu sehen. Ich bin mir sicher dass ihrbei Wwiederholung in kurzer Zeit hier als Maulwürfe und Speichellecker der MI bezeichnet. ;-)

    Im ernst, ich würde mich sehr über eine offene und konstruktive Diskussion vernab von Polemik und Verallgemeinerungen freuen. Schauen wir mal...

    @griever92:
    nun wenn wirlich eine Qualitätskontrolle und Selektion stattfinden würde, dürfte doch sowas wie DSDS nicht existieren. Außerdem ist das doch die aufgabe des publikums zu entscheiden was sie mögen und was nicht.
    Also erstmal bemisst sich qualität natürlich daran, was erfolgreich ist. DSDS ist mittlerweile in der vierten (oder fünften?) Staffel, und das wäre die Sendung sicherlich nicht, wenn es dafür keinen Markt gäbe. Aber wie gesagt, es ist eh ein TV-foprmat mit einer kleinen Zweitauswertung im Musikbereich, ähnlich weie ein Soundtrack zu einem film vielleicht. Die Kohle wird im TV gemacht,. über Anzeigenbudgets, etc. Leider bekommt die Musikindustrie regelmässigdie grobe Kelle dafür, dass RTL etwas als Musikformat verkauft, was es strenggenommen garnicht ist. Ich weise jede Verantwortung von mir.


    was spricht dagegen das alle "Künstler" ihr Werke Frei im internet veröffentlichen? die die Talent haben können auch mit einer Tour und den ganzen sachen drumherum gutes geld verdienen und die freie verteilung würde das begünstigen. die die nicht so gut sind würden nicht so viel geld verdienen bzw schnell merken das sie nicht geeinget sind. (Qualitätsicherung und Selektion finden autmatisch statt ohne das man jmd dafür bezahlen müsste)
    Dagegen spricht, dass es von den selbstgemachten Tracks am Laptop zur eigenen professionellen Tour leider doch ein ziemlich weiter Weg ist. Wir haben ja einen selbsternannten produzenten hier, Dadampa schriebt ja selbst Musik und kennt sich nach eigener Aussage ganz toll aus (Siehe dazu das Forum zum teil 1 des Gesrpäches). Dadampa, wann können dwir dich und deine Tracks denn "On The Road besichtigen? Wieviel Shows hast du dazu schon gefahren?

    Ich behaupte: Keine, und so wird es ohne Label auch bleiben. Ich kenne kaum eine BANds, die Ohne Plattenfirma in derlage ist, gewinnbringende Touren zu fahren, es sei denn sie waren igrendwann mal richtig groß, und sahnen jetzt nur noch durch die Bedienung ihrer alten Zielgruppe anb. Aber gerade für Junge Bands wird genau das immer schwieriger.



    interessant wäre noch zu wissen wie man auf so utopische zahlen bei einer kulturflatrate kommt? das neue auto des plattenbosses sollte vlt aus der rechnung genommen werden.
    meiner meinung nach sollte das auch so gesehen werden: im moment bezahlt kein filesharer auch nur einen cent für die musik, mit der flatrate würde wenigstens etwas geld in eure kassen fließen, aber offentsichtlich geht es euch noch zu gut wenn ihr so was nicht annehmt.(wäre ja immerhin planbares geld gewesen was bei cd verkäufen ja nicht unbedingt der fall ist)
    Also das mit der flatratekalkulation bezog sich auf eine Flatrate für KULTUR, nicht für Musik. Soll heissen, film, software, buch, Musik, Porn, etc. So fordern es ja einige Filesharer, und da kommt man natürlich auf ganz andere Zahlen als für Musik alleine. Und wie gesagt, das problem ist, dass dort nicht alle mitmachen werden. es sei denn, man macht eine Zwangs-Flatrate draus, und die müsste man erst einmal durchstezen.


    selbst wenn es kein filesharing gäbe würden eure umsätze zurück gehen denn der ottonormalverbraucher hat auf grund der hohen benzin und lebensmittelpreise einfach zuwenig geld um sich noch 5-10 Alben im monat zu kaufen. dementsprechend würden niedrigere preise euren umsatz nur minimal (wenn überhaupt) erhöhen.
    Wenn das denn stimmte, dann erklärt es nicht, wieso gerade zum Beipsiel GTA IV zum bestverkaufendsten Entetainmentproduct aller Zeiten gekürt wurde. Wieso haben wir keine Kohle für Musik, können uns aber 3 JAhre WOW leisten, nebst Flatrate, Highend PC und terrabtye-Festplatte?

    Ich glaube, dass vor allem die Formate, die derzeit leicht kopiert werden können, Probleme haben. Die Formate und Medien die schwerer oder kaum kopiert werden können eilen von Umsatzrekord zu Umsatzrekord. In den aktuellen Gulli-news steht zum Beispiel dieses Interview mit dem Crytec Geschäftsführer(?), der meint auf 1 legale Kopie seines programmes kämmen 20 raubkopien.

    Der PC-MArkt hat derzeit ein ganz deutlich größeres Raubkopierproblem als PS3 und X-Box 360, und deswegen entwickeln sich die Märkte dort auch ganz anders (PC steil runter, Konsole steil rauf). Aber trotzdem werden die hohen benzin- Und Lebensmitteelpreise als Argument herangeführt, während andere Märkte boomen.

    Aber das Raubkopierproblem in der MI und im PC-Bereich bestand auch schon vor 3-5 Jahren und da hatten wir noch keinen Benzinpreis- oder kein Lebensmittelproblem. Insofern halte ich das Argument für vorgeschoben und falsch.

    @Dadampa
    ich sehe das genau so und so nebenbei produziere ich auch Trax und weis genau wieviel dabei rum kommen kann.
    Sorry, aber wegen solchen Schwallern wie Dir hat dieses Forum so einen schlechten Ruf. Wieviel kommt denn "dabei rum"? Gerade im Dancebereich und im HopHop-Bereich ist der Markt total zusammengebrochen. Ich lege meine Hand ins feuer, dass du noch nie professionell Musik produziert hast, aber nur weil du Fruity Loops auf dem Rechner installiert hast (Bezahlt?) bist du natürlich der Obverchecker der Musikkbranche.

    Mir tut kein Lable leid. Wir reden hier von 1,4 Mrd Euro Jahresumsatz. WEnn das einer Branche nicht reicht, was dann.
    Wieviele Plattenfirmen haben wir denn in deutschland, auf die sich die angeblichen 1,4 MRD verteilen, und wieviele Musiker, und Studios müssen davon leben? Dann relativieren sich diese Zahlen nämlich extrem schnell. Ausserdem leben wir nicht in einem gesellschaftssystem, indem eine Branche nix verdienen kann, nur weil ihr Umsatz eine vor DIR festgelegte Grenze überschreitet. ich würde dir gerne argumetnativ begegnen, aber du hast leider kein einziges belastbares Argument gebracht.

    Allein schon die GEZ ist zu teuer. Theoretisch wird da schon alles mit bezahlt. Die Gema wird auch pro Rohling und pro Mp3 Player etc bereits mit einkassiert. Worüber sich die Kleinspurlabel beschweren ist eigentlich garnicht das Raubkopieren, in wirklichkeit nervt IndieLabels, daß sie nichts vom großen Kuchen abbekommen.

    Nö, überhaupt nix.leider hast du NULL AHNUNG an wen und wofür die GEZ oder die GEMA kassiert. Ich will nix aus deren Budgets, ich würde nur grne wissen, dass auf 250 verkaufte CDs bei uns nicht auch mehr als 5000 digitale Albumkopien kommen. Indies werden online genauso kopiert wie Majors. Wenn dem nichtso wäre, würde ich dieses Gespräch nicht führen.


    Die Musikindustrie ist doch ignorant und dumm.
    Sie wollen wohl den Käufern klar machen, dass sie keineswegs die Dummen sind

    Übrigens, diese Provokationen die du gefunden hast, kommen mal wieder von?
    Der IFPI - genau wie in dem Video oben. Die sind immer so!

    Ja, möglichst Schwarz- und Weiss Unterscheidungen helfen bei einem so komplexen Thema immer ganz doll weiter, Sonnentier. IHR seid ja immer.

    @LePummel
    mal nen bissl das internet durchforstet und auf folgendes gestoßen :
    "Das Konzept der Aufklärung, Abschreckung, Abmahnung zeigt Erfolge: So ist die Zahl illegaler Downloads von über 600 Millionen im Jahr 2003 auf 312 Millionen im Jahr 2007 zurückgegangen"

    quelle: http://www.musikindustrie.de/internetpiraterie.html

    Nen paar Klicks später hatte ich ne Grafik mit den Umsatzzahlen der Musikindustrie vor der Nase. Dort war zu sehen , dass der Umsatz weiter fällt. Aber warum, bei sinkender Anzahl von illegalen Downloads?
    Passt nicht ganz zu der starren Logik : Weniger DLs = mehr Umsatz.

    quelle: http://www.musikindustrie.de/jwb_umsatz07.html
    Guter Punkt und gut recherchiert! Du hast damit ein essentielles Problem des Bundesverbandes aufgegriffen: Sie (oder meinertwegen auch: wir) schaffen es zwar die Downloader aus den klasssichen P2P Netzen tzu vertreiben, aber es ist noch nicht gesagt, dass alle Abgemahnten dadurch wieder zu legalen Käufern werden. Einige werden sicherlich zu den 1-click Webhostern oder in irgendwelche Darknets abwandern, und taauchen folgerichtig in DIESER Statistik kaum mehr auf. Ich finde auch, das es neben den Abmahnungen dahingehen sollte, dass die Leute wieder vertrauen zum geschäftsmodell haben müssten. weil niemand weiss, wie sehr wir Künstler unterstptzen und dem Prozess einer Band auf die Sprünge zu helfen vorantreiben, hällt uns jeder auch für überflüssig. CDs sind in großen teilen der Volksmentalität zu teuer, weil die Leute gar nicht wissen, was in dem Preis alles drin ist.
    Unsere Arbeit ist eben nicht nur, eine fertige Aufnahme auf eine CD für 1€ zu pressen, und die dann für 18€ zu verkaufen, sondern sie liegt zum großteil in bewerbung, MArketing, networking und Qualitätskontrolle.

    Gruß,

    Stefan
    Heute schon in Deinen toten Winkel geschaut?

  18. #18
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2

    Zitat Zitat von StefanHerwig
    Guter Punkt und gut recherchiert! Du hast damit ein essentielles Problem des Bundesverbandes aufgegriffen: Sie (oder meinertwegen auch: wir) schaffen es zwar die Downloader aus den klasssichen P2P Netzen tzu vertreiben, aber es ist noch nicht gesagt, dass alle Abgemahnten dadurch wieder zu legalen Käufern werden. Einige werden sicherlich zu den 1-click Webhostern oder in irgendwelche Darknets abwandern, und taauchen folgerichtig in DIESER Statistik kaum mehr auf.
    Das hätte ich auch schon vor langer Zeit vorraus sagen können (und hab es sogar auch, wenn auch nur im Privaten). Euer Problem: Selbst wenn Filesharer Schuld an euren Einbußen WÄREN (was ich persönlich etwas differenzierter sehe), dann bringt es euch doch überhaupt nichts, Leute abzumahnen - außer, dass ihr dabei Geld abkassiert. Schwarzkopien werden dadurch nicht verhindert und das einzige was ihr am Ende erreicht habt, ist, dass ihr keine Kontrolle mehr über die Kopien habt, weil sie sich kaum noch über diese zentralen Netze verbreiten.
    Einen Denkansatz hab ich hier schonmal vorgeschlagen.
    Und vielleicht könnt ihr auch einfach euer Image wieder richten, wenn ihr den Abmahnwan endlich sein lasst - denn das hat in den letzten Jahren stark gelitten

  19. #19
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte - Teil 2

    Herwig: Also ich glaube die Musikindustrie braucht mehr Transparenz für ihre Tätigkeiten. Die Leute denken schlicht und einfach, dass wir fertige Aufnahmen nehmen, die auf CD pressen, und für 18 Euro unters Volk schmeißen. Das hat aber so gut wie nichts mit unserer eigentlichen Tätigkeit zu tun, die viel mehr mit Qualitätskontrolle, Selektion, Unterstützung des Künstlers und Networking zu tun hat - neben der Finanzierung des Ganzen. Ich glaube wenn man vielen Leuten erklären würde, wie wir unsere Künstler unterstützen würden mehr Leute dafür Verständnis haben warum wir auch bezahlt werden wollen.
    Nun ja. Aber dann wird ein so ausführliches Interview wie hier auf Gulli auch nicht dafür genutzt, um Licht in dieses Dunkel zu bringen. Anstelle dessen erfahren wir, wie das Abmahnverfahren funktioniert.

    Außerdem... Und das stört mich immer an dieser Diskussion... Es gibt die Musikindustrie(!) und den Musikmarkt. Und das ist keineswegs dasselbe. DSDS ist eigentlich das beste Beispiel für industriell produzierte Musik und offenbar sind sie damit auch sehr erfolgreich. Woran also hapert es bei den Indie-Labels, dass sie keinen Fuß bekommen in den Musikmarkt?

  20. #20
    23 items - 0,00 € Avatar von Sonnentier
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    Standard Re: Stefan Herwig im Gespräch: Eindrücke des Streitgesprächs Abmahner vs. Abgemahnte

    Zitat Zitat von StefanHerwig
    Ja, möglichst Schwarz- und Weiss Unterscheidungen helfen bei einem so komplexen Thema immer ganz doll weiter
    Ich habe von der IFPI bisher nichts als Ablehnung und Sanktionen erfahren. Große Plattenlabels neigen dazu, allein wegen dem Geld zu existieren, die Fans so richtig ausbeuten zu wollen. Ich denke dass die IFPI/RIAA zum schlechten Ruf der Musikschaffenen beigetragen haben.

    Ansonsten wurden von Ihnen hauptsächlich andere Aussagen bestritten, aber mich würde auch interessieren was Sie sich für die Zukunft vorstellen? Weiterhin eigene Fans mit Abmahnungen überziehen? Oder freiwillige Bezahlung über MP3-Stores? Oder doch Netnanny spielen und direkt beim ISP filtern?

  21.  
     
     
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