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29. 07. 2008, 11:15 #1
UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
Vor wenigen Tagen hatten wir über einige interessante wie auch umstrittene Online-Projekte berichtet, welche dem User beispielsweise die Möglichkeit bieten, seine Nachbarschaft zu bewerten. Ein entsprechendes Projekt soll jetzt die britische Polizei umsetzen.
Dass die britische Regierung keine Ahnung hat, was sie mit ihren Daten machen soll, ist inzwischen ausreichend bekannt. Umsonst hat man keinen Wettbewerb ausgeschrieben, welcher entsprechende Verwendungsvorschläge mit Preisgeldern belohnt.
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29. 07. 2008, 15:15 #2
Re: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
Wenn sie das wirklich wollten, könnten sie dem Bürger doch einfach gestatten, den Polizeifunk legal mitzuhören.Auch Sir Norman Bettison, Vorsitzender der Association of Chief Police Officers (ACPO) sieht in dieser Entwicklung die Zukunft der Polizei: "Das erfüllt die Schlüsselaufgabe, die Bevölkerung zu informieren, so dass diese sich ein wahres Bild von der Kriminalität machen kann, um somit der Polizei zu helfen, dies zu verändern."
(In NL und USA übrigens zulässig.)
Dann kann er sich wenigstens ein authentisches, unbeeinflusstes und ungefiltertes Bild der Kriminalitäts-Lage in seinem Wohn-Bereich machen.
hehehe^^
MfG Andy
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29. 07. 2008, 15:20 #3
Re: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
Das hätte immerhin den für manche tollen Nebeneffekt, daß die Immobilien- und Grundstückspreise in den "gefährdeten" Gebieten in den Keller gehen. Dafür kann man dann endlich schon im Voraus seine Reiseroute planen, um sich unterwegs mit Drogen und Waffen zu versorgen.
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MfG, MSX
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29. 07. 2008, 15:23 #4
Re: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
Eher nicht, wenn diese Gebiete doch polizeibekannt sind, bedeutet das doch, dass da auch vermehrt kontrolliert wird, schreckt also die potentielle Klientel eher ab.
Zitat von MSX
MfG Andy
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29. 07. 2008, 15:44 #5
Re: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
Von wegen. Folgendes könnte passieren:um somit der Polizei zu helfen, dies zu verändern."
Diejenigen, die eh ein kriminelles Umfeld haben werden sich konzentriert dort zusammenfinden. "Normale" Bürger siedeln in "gute" Bezirke um. Es bilden sich also erstmal richtige kriminelle Gettos, die dann später zur "no go area" erklärt werden.
Na ja, und da dann dort je eh nur kriminelles Gesindel haust, kann man in absehbarer Zeit einfach die Gettos mit massiver Polizeigewalt plattmachen. Schon ist die "Säuberungsaktion" perfekt und die Regierung kann sich selbst loben, wie toll sie doch Kriminalität bekämpfen. Gefickt eingeschädelt...
Loddafnir
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29. 07. 2008, 17:09 #6
Re: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
Genau das hab ich mir auch gedacht, Loddafnir. Helfen wird dieser Dienst übrigens keinem, man wird höchstens paranoid, was soll man auch mit der Information anfangen, dass vor einer Woche einer Oma die Handtasche in der Straße geklaut wurde, in der man lebt? Schürt doch nur unnötig Angst.

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29. 07. 2008, 17:34 #7
Re: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
Zitat von DrYes
Natürlich "hilft" es jemandem, wenn beim Bürger tüchtig Ängste geschürt werden.
Nämlich denen, die diese Ängste als Rechtfertigung dazu nutzen, per Gesetz die Überwachung zu intensivieren und die Polizeibefugnisse zu erweitern.....
MfG Andy
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29. 07. 2008, 18:16 #8
Re: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
Zitat von titus_shg
schonmal in berlin nachts um 2:00 beobachtet wie in szene-gegenden glasflaschen auf polizeifahrzeugen zerplatzen?
kotrollieren tun die da sicher nix..nichtmal anhalten tun die...lol
wenn dann mit ner hundertschaft...was aber am zustand letztlich auch nichts ändert...ebensowenig wie diese bespitzelungskarten.
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29. 07. 2008, 18:57 #9
Re: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
na dann...
eher sollte das problem kriminalität an der wurzel gepackt werden und den jugendlichen eine alternative gebotenwerden, wie z b schulbildung, schaffung von arbeitsplätzen, finanzielle unterstützungen, freizeitmöglichkeiten etc pp
auch wenn dies ein weiter weg ist, kommt letztendlich jeder dabei gut weg - aber leider interessiert das die politik herzlich wenig - da werden ganz andere ziele verfolgt
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29. 07. 2008, 19:04 #10
Re: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
Ohja, das Szenario von Loddafnir und titus_shg ist auch sehr realistisch und nicht so weit hergeholt.
Echt? Die schmeißen da mit Flaschen auf Polizeiautos? Ich hab sowas ähnliches nur einmal in einer Doku über Berlin gesehen, aber hätte nicht gedacht, daß die das wirklich tun. Wenn man von Berliner Ghettos hört, kamen in den Diskussionen hier immer wieder Leute, die das bestritten haben. - Ich wollte mir das eh schon lange mal live anschauen.
Zitat von Todde
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MfG, MSX
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29. 07. 2008, 19:10 #11
Re: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
Warum das denn?
Zitat von 20hz
Man kann doch auch einfach Einhandmesser und Telestangen verbieten und Cannabiskonsumenten, die nicht mal bekifft gefahren sind, die Führerscheine wegnehmen, damit sie bloss keinen Job finden.
Das funktioniert doch perfekt und kostet die Politik nicht mal viel Geld, wie man sieht.
MfG Andy
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29. 07. 2008, 19:13 #12
Re: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
irgendwie scheinst du ghetto und szene zu verwechseln...in berlin gibt es keine ghettos...das ist reines klischee...verkauft sich aber scheinbar in rapmusik und tv besser
ansonsten könnt manch flasche die trifft größer sein

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29. 07. 2008, 19:55 #13
Re: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
Dann lies mal dieses..
Zitat von MSX
http://www.welt.de/politik/arti2259167/Die_Angst_der_Polizisten_in_deutschen_Staedten.html
Loddafnir
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29. 07. 2008, 20:30 #14
Re: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
Tja, das hat die Politik ja sauber hingekriegt....
Und ausbaden müssen es die Polizisten. Scheiss-Spiel.
MfG Andy
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29. 07. 2008, 21:07 #15
Re: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
Loddafnir, danke für den Link. Ja, sowas in der Art hieß es damals in der Doku glaub auch über Teile von Berlin. Da hat die Politik aus meiner Sicht wirklich versagt und es tut mir in der Tat für die Exekutive leid, die sich dann von denen eine aufs Maul hauen lassen muß, ebenso für die Menschen, die in solchen Vierteln hausen müssen und ihr Leben noch perspektivloser erscheinen lässt, als es eh schon ist.
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MfG, MSX
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30. 07. 2008, 18:04 #16
Re: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen
Interessanter Link. Wer dich mir gleich mal durchlesen. Aber erstmal etwas Kritik:
Da sind elf (11) Bilder eingebettet, wenn man sich nun das Sechste genauer ansieht, stellt man eines fest: Das ist nicht besonders aktuell.
http://www.welt.de/multimedia/archiv...DW_619094g.jpg
Grundsätzlich gibt es sicherlich ein "Problem", aber der Artikel ist nicht unbedingt sachlich geschrieben. Teilweise sind die Formulierungen abschätzig gehalten ("Doch bei der Berliner Polizei ist noch die traditionelle, abwiegelnde Sprache zu hören.").
Daß die andere Seite selbst nicht zu Wort kommt, ist auch bezeichnend.
Sicher, ich habe es in Berlin auch schon erlebt, daß man auf einmal mitten in einem Mob "mitlief". Erst ein paar laute Typen vor dir und hinter dir, dann alle hinter dir, "komprimiert". An der nächsten Straßenbiegung dann der erste Streifenwagen, der die einbiegende Straße absperrt und den Mob lenken soll.
Dann knallen hier und da Flaschen und tlw. größere Dinge gehen zu Bruch (Schaufenster?).
Eine Straße weiter aber wird die Situation schnell eine andere:
Zwei, drei Mannschaftswagen der Hundertschaften halten abrupt neben der Menge (in der man bisher zwar vorsichtig, aber friedlich seinen Asia-Snack weiteressen konnte) und – ich dachte ich wäre in einem schlechten Film – die grünen Jungs springen in voller "Schutzkleidung" gröhlend (!!), wie eine Bande wildgewordener Hooligans offensichtlich wahllos, ziellos in die Menge und man muss aufpassen, nicht selbst was abzukriegen. Einer unserer Begleiter stellt sich schützend vor ein mädchen, daß zu uns gehört, als so ein Berserker in die Menge haut und sie in seinem Weg steht. Das war echt knapp. Hätte ein anderer die beiden nich schnell weggerissen, hätte es sicher geklatscht. Dann wär mein Asia-Snack auch futsch gewesen. Übel. Zwei Ecken weiter ist der ganze Tumult auf einmal wie vom Erdboden verschwunden. Seltsame Szenerie.
Aber bei solchen Aktionen zeigt sich, wie sich die "bei etlichen Kollegen" angestaute "Wut und Enttäuschung" dann entlädt. Oder nennt man das im Polizeijargon "abbaut"? Hmm …
Ich will die Jungs vond er Polizei nicht schlecht machen. Brauch ich auch agr nicht, dafür sorgen zwielichtige typen in deren reihen von ganz alleine. Sicherlich muss die Politik für die großen Versäumnisse hinsichtlich der Integration (die waren doch abzusehen; wer das verneint, sollte lieber gar nichts sagen) und Kinder-/Jugendförderung zur Verantwortung gezogen und endlich "zielführende Maßnahmen" eingeleitet werden. Aber die Polizei sollte nicht nur bei anderen die Schuld suchen, sondern mal ind en eigenen reihen gründlicher aufräumen. Da schaut man nämlich gerne mal weg,w enn einer Scheiße baut. passieren tut dann meist nur auf öffentlichen Druck hin etwas.
Daß die "Jugend von heute" gewaltbereiter bzw. konfliktbereiter ist als früher, trifft auf einige Gruppen durchaus zu. Leider. Aber daran haben nicht nur Politiker Schuld. Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Da sind wir alle gefordert. Aber wir haben uns daran gewöhnt, Verantwortung gegen Geld oder Macht abzugeben. Und dann wundern wir uns darüber, daß sowas dabei herauskommt. Wer dabei jetzt im Endeffekt der Dumme ist, kann sich jeder selbst ausmalen. (langfristig halt alle, bis auf ein paar "Erlesene")
Aber es wird immer nur geredet, anstatt daß jeder tut, was in seiner Möglichkeit steht.Verdächtige Datei? => Online-Virenscanner (Mitte) - Anfang vom Ende oder Ende vom Anfang?
"Nich persönlich nehmen, ich wollte einfach mal wieder einen Wirrschreiberling zurechtstutzen.
Das kommt vor." (ich) {-_-} Sig v1.60i
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