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21. 08. 2008, 17:15 #1
DDV: Adressenhandel ist wichtiger als Verbraucherschutz
Der Deutsche Dialogmarketing Verband e. V. (DDV) erklärt heute, dass der Adresshandel nicht eingeschränkt werden dürfe, weil sonst die Werbefreiheit seiner Klientel auf unverhältnismäßige Weise beschnitten werde.
Nun ist es nicht erstaunlich, dass ein Verband, dessen Klientel von Werbung lebt, etwas dagegen hat, dass die Möglichkeiten dafür eingeschränkt werden. Mit den Argumenten, die er dafür einsetzt, lehnt er sich allerdings ziemlich weit aus dem Fenster.
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21. 08. 2008, 20:19 #2liest seit 2000 mit
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Re: DDV: Adressenhandel ist wichtiger als Verbraucherschutz
n bsichen sehr subjektiv und kurzsichtig betrachtet, hinter dem adresshandel steckt ne riesige branche der man vollständig das wasser abgraben würde. so ungerne auch jemand werbung erhält, man sollte es nicht unverhältnissmässig übertreiben mit dem schützen denn sonnst sind ne menge firmen in deutschland weg vom fenster.
letzendlich läufts ja so :
-ich bestell mir was bei quelle
-quelle evrkauft meine sammt 100.000 anderen daten weiter an einen adresshändler
- dieser bewirbt mich entweder oder verkauft sie widerum weiter
der punkt an dem quelle die daten "ohne die zustimmung" der knden verkauft ist der knackpunkt. sofern nicht sogar irgendwo in den agbs ein punkt dazu vergraben ist
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21. 08. 2008, 20:46 #3
Re: DDV: Adressenhandel ist wichtiger als Verbraucherschutz
Und? Hinterm Drogenhandel auch. Hinter der Tabak-Lobby übrigens auch, um mal eine "legale" Sache/Droge heranzuziehen. Auch die dürfen längst nicht alles, und längst nicht mehr so viel wie noch vor 20 Jahren. Und wat hammse gejammert. Und? Sie leben immer noch.
Zitat von SluGGer1
Also Du meinst, nur, weil vielleicht möglicherweise eventuell Firmen kaputt gehen könnten, muß man den Blödsinn dulden?
Fragt sich
Atari-Frosch -- die während des Artikelschreibens mal wieder von einem Telefonspammer belästigt wurde, diesmal Perversatelbut these are only boys and I will never know
how men can see the wisdom in a war
(Chris de Burgh -- Borderline)
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21. 08. 2008, 20:52 #4
Re: DDV: Adressenhandel ist wichtiger als Verbraucherschutz
Hier werden ja nicht nur Adressdaten weitergegeben. Der Kunde sollte übrigens selbst entscheiden dürfen, ob seine Daten weitergegeben werden oder nicht.
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21. 08. 2008, 21:37 #5
Re: DDV: Adressenhandel ist wichtiger als Verbraucherschutz
erinnert irgendwie an das gejammer der musik oder filmindustrie
nun, mal sehen wie weit deren lobbyismus geht
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22. 08. 2008, 04:45 #6
Re: DDV: Adressenhandel ist wichtiger als Verbraucherschutz
die regen sich bestimmt auch nicht auf wenn jeden tag bei ihnen das Telfeon klingelt
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22. 08. 2008, 22:52 #7
Re: DDV: Adressenhandel ist wichtiger als Verbraucherschutz
Ach naja.. Bei den freundlichen Leuten aus den Callcentern berufe ich mich einfach immer auf das Bundesdatenschutzsgesetz §34+§35 und verlange von ihnen, dass sie mir sagen, woher sie meine Daten haben (die haben nie eine Ahnung, seltsam, dass sie gerade das wohl nicht speichern, obwohl sie verpflichtet sind mir darüber Auskunft geben zu können) und verlange, dass sie mich nicht mehr anrufen, weil sie sonst von meinem Anwalt hören werden
Die Werbeanrufe haben echt abgenommen...
Nicht, dass sie die Datensätze gelöscht hätten, wahrscheinlich stehen da inzwischen einige Zusatznotizen "Achtung, kennt seine Rechte"
Wenn ich das nächste mal eine Supporthotline anrufe geht dann wahrscheinlich keiner ran, Callcentervernetzung sei Dank
Datenschutz muss in Zukunft groß geschrieben werden, oder wir sind, dank moderner Technik bald zentral in einem Maß erfasst, das den überlebenden Stasi-Funktionären die Freudentränen in die Augen treiben würde
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23. 08. 2008, 02:46 #8liest seit 2000 mit
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Re: DDV: Adressenhandel ist wichtiger als Verbraucherschutz
schwarze schafe gitbs überall.
die firmen die im ddv mitglied sind, sollten sich an opt-in/out richtlinien halten, sonnst sindses nicht lange.
und atari-frosch :
der springende punkt ist das sammeln der daten ohne die zustimmung.
wenn jemand so "blöde" war, irgendwo mal was bestätigt zuhaben ist es rechtens, und genau das sollte es auch in zukunft bleiben, denn wer lesen kann ist klar im vorteil.
und wer meint agbs ohne sie zu lesen überspringen zu müssen, sollte sich nicht wundern wenn ne woche später die ersten mails ankommen.
direktmarketing übers telefon ist so oder so verboten, dein anruf von "versatel" war n unseriöses callcenter das zu irgend nem super unseriösen vertragspartner von versatel gehört.
dein beispiel mit der tabackindustrie ist ein eher schlechter vergleich, genau so wie der mit nem drogen dealer.
da kannst du als junkie/raucher nach wie vor SELBST entscheiden ob du rauchen/drogen nehmen willst, die werden dir nicht heimlich im schlaf gesprizt ! das gleiche machen seriöse adresshändler ebenfalls, ohne opt-in wirste garnicht erst in deren datenbank erfasst.
daten die allerdigns ohne die zustimmung des betroffenen gesammelt werden, waren und sind ohnehin nicht legal.
da derzeit anscheinend nix spannendes deutschland los ist, stürzen sich die medien und politik auf ein "problemthema" das so wies ist, schon seit jahren existiert.
ich wollte nur anmerken das man es jetzt nicht übertreiben sollte, sonnst können nämlich auch firmen die sich an alles halten dichtmachen.
ohnehin finde ich diese datenschutzdebatte in der politik schon so paradox das sie einfach nur lächerlich ist.
auf der einen seite dürfen firmen nicht wie sie wollen daten sammeln (gutso). au der anderen seite macht es der staat dafür umso massiver (absolut daneben).
am besten geben alle adresshändler ihre daten direkt an die zuständigen behörden weiter, dann haben die gleich alles was sie brauchen ohne selbst sammeln zu müssen...
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23. 08. 2008, 05:04 #9Gesperrt
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Re: DDV: Adressenhandel ist wichtiger als Verbraucherschutz
@SluiGGer1.
Bitte Begründen! 3. Abschnitt BDSG hilft.daten die allerdigns ohne die zustimmung des betroffenen gesammelt werden, waren und sind ohnehin nicht legal.
Blödsinn! In AGB's stehen meist nur Sätze wie:wenn jemand so "blöde" war, irgendwo mal was bestätigt zuhaben ist es rechtens, und genau das sollte es auch in zukunft bleiben, denn wer lesen kann ist klar im vorteil.
"nach gesetzlichen Bestimmungen.." oder "Gemäß dem BDSG".
Einfaches Opt-in ist keine Hilfe. Wie du in die Datenbank kommst wirst du nie nachvollziehen können. Auf Anfrage (T5F) erhältst du eine IPadresse hinter der u.U nichtmal dein Provider sitzt und du bekommst erklärt, du hättest an irgendeinem Internet-Gewinnspiel teilgenommen.das gleiche machen seriöse adresshändler ebenfalls, ohne opt-in wirste garnicht erst in deren datenbank erfasst.
Wenn du dich beschwerst wird eben behauptet, es hätte sich jemand mit deinen Daten angeneldet.
Und Double-opt-in Verfahren (was wirkliche helfen würde) sind eher spärlich gesät. Ein einfacher Eintrag in eine Liste der ecircle-AG dürfte dir dir das klar machen.
Damit erhältst du Werbung bzw Newsletter von hunderten großer Deutscher Firmen. Ohne das je bestätigt oder gewollt zu haben.
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23. 08. 2008, 05:17 #10liest seit 2000 mit
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Re: DDV: Adressenhandel ist wichtiger als Verbraucherschutz
@chummer
klar man kann einem auch die worte im mund umdrehen und die sätze interpretieren wie man lustig ist ...
mit opt-in ist auschliesslich das doppel opt-in gemeint, einfaches gilt nirgends und ist darum auch nicht erwähnenswert !
ohne jetzt genauer drauf eingehen zu wollen. ich arbeite mit der branche zusammen und weiss daher wie sich seriöse adresshändler verhalten.diese haben auch eine unsub-db gegen die jede neue adresslieferung abgeglichen wird, adressen die dort drinne stehen werden auch nicht weiterverteilt !
alle meine ausführungen beziehen sich auf seriöse, in deutschland ansässige unternehmen (siehe ddv-mitgliedschaft !). das wovon du sprichst sind zumeist ausländische firmen ... und die scheren sich auch selten um deutsche gesetze ...
ich weiss ja nicht wo du dich rumtreibst, aber der "standard" sind aktzeptierte agb sowie datenschutzbestimmungen, mir ist noch keine untergekommen wo werbemassnahmen verschleiert beschrieben wurden... erklärung : siehe absatz über dem quoteBlödsinn! In AGB's stehen meist nur Sätze wie:
"nach gesetzlichen Bestimmungen.." oder "Gemäß dem BDSG".
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23. 08. 2008, 05:36 #11Gesperrt
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Re: DDV: Adressenhandel ist wichtiger als Verbraucherschutz
Double Opt in wird beim Erhalt der Daten für Email-Newsletter durch Adressensammler nie verwendet. Es wird grundsätzlich nur einfaches opt-in verwendet. Nur wenn du dich direkt auf der Internetseite dafür anmeldest wird vielleicht Double-opt-in verwendet. Der Daten-Sammler (z.B ecircle) geht davon aus, dass gemeldete Datensätze bereits bestätigt sind. Und der Daten-Käufer (irgendein Newsletter anbieter) geht davon aus, dass der Sammler sich dahingehend absichert. Am Schluss kommen die Daten von irgendwelchen kleinen Firmen die sich einen Dreck darum scheren ob die Datensätze legal weitergegeben werden oder nicht.mit opt-in ist auschliesslich das doppel opt-in gemeint, einfaches gilt nirgends und ist darum auch nicht erwähnenswert !
Die ecircle-ag ist das beste Beispiel. Dort sind hunderte Firmen gelistet, von denen du dann schön Werbung bekommst.
Plus z.B. Thomas Cook, Kochmedia uvm. Kein Double-opt-in. Eintragung ungefragt durch Fremdfirmen. Kein Abgleich mit Robinsonliste bzw I.D.I Verband EV usw usf.
Ein eindeutiges NEIN!Das wovon du sprichst sind zumeist ausländische firmen ...
Es sind auch nicht ein paar wenige schwarze Schafe sondern es ist die Regel. Es gab Zeiten da hatte ich auf einer bestimmten Emailadresse 60+ Spammails am Tag.. und nicht wenige davon von in D ansässigen Firmen.
Wie gesagt. Akzeptierte AGB und Datenschutzbestimmungen in denen einfach nur steht, dass sich an das Gesetz gehalten wird. Keine Erklärung was das bedeuten soll.ich weiss ja nicht wo du dich rumtreibst, aber der "standard" sind aktzeptierte agb sowie datenschutzbestimmungen, mir ist noch keine untergekommen wo werbemassnahmen verschleiert beschrieben wurden...
"verarbeiteung, nutzung, weitergabe nur im gesetzlich zugelassenen Rahmen".
"Bei der Behandlung der Daten des Benutzers beachtet abcxyz die einschlägigen gesetzlichen Datenschutzvorschriften. abcxyz schützt die Daten des Nutzers unter Beachtung der Vorschriften des BDSG sowie des TDDSG durch technische und organisatorische Maßnahmen vor dem unbefugten Zugriff Dritter" blabl usw.
Da kam (nur mal so als Beispiel) auch das Missverständniss im StudiVZ her. Weil eben nur drinstand, dass man sich ans Gesetz hält.. und das Gesetz eben Möglichkeiten offen hält.
Das mag richtig sein (nach meiner Beschwerde gegen die Weitergabe meiner Daten durch die ecircle-ag habe ich von keinem deutschen Versender mehr Spam erhalten, der durch diese Firma die Adresse erhalten hätte. Selbst beim Direktanmeldetest kam sofort eine Fehlermeldung).diese haben auch eine unsub-db gegen die jede neue adresslieferung abgeglichen wird, adressen die dort drinne stehen werden auch nicht weiterverteilt !
Nur musst du eben in diese Liste rein. Und das passiert erst, wenn du auch Spam erhältst. In wievielen solcher Listen müsste man sich sonst vorsorglich eintragen lassen?
Eine allgemeine DB (außerhalb der I.D.I..) existiert ganz sicher nicht (ich erhalte weiterhin bzw inzwischen Spam von anderen deutschen Firmen).
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24. 08. 2008, 13:54 #12
Re: DDV: Adressenhandel ist wichtiger als Verbraucherschutz
Hi SluGGer1,
Anscheinend sind Versatel aber gar nicht großartig daran interessiert, diese auszumerzen. Sonst kämen ja nicht immer wieder Anrufe.
Zitat von SluGGer1
Mal sehen, vielleicht nehm ich mir die mal noch in einem eigenen Artikel vor. Aber ab morgen hab ich erstmal eine Woche Uuuuuurlaub.
Es ging mir um deren Werbemöglichkeiten, speziell beim Tabak. Ich kann mich noch sehr gut an das Geschrei erinnern, als die Tabak-Werbung im TV und an anderen Stellen verboten wurde. Darauf wollte ich eigentlich hinaus; OK, hätte ich vielleicht stärker betonen sollen.dein beispiel mit der tabackindustrie ist ein eher schlechter vergleich, genau so wie der mit nem drogen dealer.
Die Daten schon, nur deren Sammlung und Speicherung nicht. Oder sind Dein Name oder Dein Geburtstag plötzlich illegal, weil sie in der falschen Datenbank stehen?daten die allerdigns ohne die zustimmung des betroffenen gesammelt werden, waren und sind ohnehin nicht legal.
Wenn sich Gesetze ändern, müssen Firmen sich fristgerecht umstellen, oder sie gehen pleite. Dat is einfach so. Die Firmen hätten ja selbst mal auf die Idee kommen können, daß Adressenhandel irgendwie keine so wirklich gute und kundenfreundliche Idee ist.ich wollte nur anmerken das man es jetzt nicht übertreiben sollte, sonnst können nämlich auch firmen die sich an alles halten dichtmachen.
Oder meintest Du wegen der Aussage von Frau 'was-ist-nochmal-ein-Browser' Zypries, die sich plötzlich um Pizzadienste Sorgen machte? Bei Werbeanrufen geht es ganz klar darum, wer wen anruft. Insofern hat die Dame da einfach mal wieder Blödsinn erzählt.
Gruß, Atari-Froschbut these are only boys and I will never know
how men can see the wisdom in a war
(Chris de Burgh -- Borderline)
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24. 08. 2008, 19:39 #13:)
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Re: DDV: Adressenhandel ist wichtiger als Verbraucherschutz
Also wenn die DDV meint wir müssen uns erst wehren...
Ok, warum eigentlich nicht?
Ich kopier mir grad 780 E-Mail adressen, alles Mitglieder vom DDV
Einen Brief hab ich noch nicht geschrieben aber ich hab genug Vorlagen von E-Mail die ich schon an des ein oder andere Unternehmen versendet hab.
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