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  1. #1
    gulli:News Redaktion Avatar von gullinews
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    Standard Cybercrime: Universitätsprofessor findet Angst vor virtuellen Verbrechen übertrieben

    Der Universitätsprofessor David S. Wall von der britischen Universität Leeds hat eine wissenschaftliche Studie über den Beginn von Cybercrime verfasst. Dabei geht es weniger um das tatsächliche Auftreten von kriminellen Handlungen im Virtuellen, sondern eher um die kulturellen Ursprünge und Hintergründe des Begriffs. Diese kulturellen Bilder seien es, die unsere Angst vor virtuellem Verbrechen bestimmen. Das geht sogar bis hin zur Rechtsprechung. Dabei ist diese Angst im Grunde genommen unnötig und in Ansätzen kulturell überholt, folgert der Professor für Kriminalrecht und Informationstechnologie.

    Denn seit den achtziger Jahren ist das Bild des übermächtigen Hackers allgegenwärtig, der in der Lage ist, mit wenigen Handgriffen eine Existenz zu vernichten oder die globale Sicherheit zu gefährden. Im Wesentlichen entstammt dieses Bild, beziehungsweise diese kulturelle Erzählung aus dem Science Fiction Genre "Cyberpunk", beziehungsweise aus den sozialen technischen Visionen aus dieser Zeit.


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  2. #2
    Mitglied
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    Standard Re: Cybercrime: Universitätsprofessor findet Angst vor virtuellen Verbrechen übertrieben

    So ganz unrecht hat er nicht. Meiner Meinung nach ist das ein typisches Problem konservativer Weltbilder: Unter allen Umständen das Informationsmonopol behalten. Nur ein Nationalstaat der Informationsströme kontrolliert und beliebig zu seinen Gunsten steuern kann ist suverän. Diese Denkweise ist extrem nationalistisch und im globalen Weltgeschehen überholt. Diese Feststellung ist glaube ich nicht neu und solche Bestrebungen gab es immer (Bücherverbrennungen/Bilderstürme). Es ist sehr bedauerlich das die meisten Nutzer die Möglichkeiten unbegrenzter Kommunikation nicht nutzen können. Dabei hat das 21. Jahrhundert so vielversprechend angefangen...

  3. #3
    Erziehungsberechtigter Avatar von Schattenspieler
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    Standard Re: Cybercrime: Universitätsprofessor findet Angst vor virtuellen Verbrechen übertrieben

    Zitat Zitat von 020200
    Im Grunde genommen könnte man meinen, dass dieses eine nette akademische Abhandlung ist, die jeglicher Realität entbehrt.
    Wie das bei akademischen Abhandlungen wohl üblich ist?
    Zitat Zitat von 020200
    Wenn man jedoch einen Blick wirft auf diese Realität, so muss man feststellen, dass eine der größten Gefahren für die vernetzte Gesellschaft tatsächlich im Bereich der "Cyberkriminalität" vermutet werden muss.
    Ich würde eher sagen, daß die größte Gefahr für eine vernetzte Gesellschaft dort liegt, wo die Vernetzung nicht hinreicht und so gar keine Beobachtung möglich ist bzw. daß sich der Schwerpunkt zu sehr auf die virtuelle Welt verlagert.
    Zitat Zitat von 020200
    Ob das nun Spam oder Phishing ist, welches derzeitig immer aggressiver betrieben wird, oder aber Filesharing und die damit verbundenen massenhaft auftretenden "Urheberrechtsverletzungen", die in diesem Sinne auch als Cyberkriminalitätsdelikte bezeichnet werden könnten.
    Das sind doch keine wirklichen Gefahren. Das ist ärgerlich und ungesetzlich. Aber welche reale (oder virtuelle) Gefahr geht denn von Spam aus? Phishing stellt auch nur eine geringe Bedrohung finanzieller Art dar, gesamtwirtschaftlich ist es unrelevant - behaupte ich mal eingach, ohne Zahlen und Fakten zu kennen.
    Zitat Zitat von 020200
    Vielleicht ist es eine Überlegung wert, sich vorzustellen, wie eine vernetzte Gesellschaft aussehen könnte, die andere Werkzeuge entwickelt, um mit dem Problem umzugehen, […]
    Klar: "gute Hacker" - die gibt es zwar auch so genug, aber eine Art Freiwilligen Task Force der Hacker die atkiv gegen solche Figuren vorgeht, würde das Bild in ein besseres Licht rücken. Ungeachtet der derzeitigen Gesetzeslage.
    Zitat Zitat von 020200
    […] beziehungsweise wie eine Welt auszusehen hat, in dem "Cybercrime" weder existenzvernichtend, noch bedrohlich erscheint. Das größte Problem sind in diesem Fall nicht die schadhaft motivierten Hacker, sondern ein Mangel an technischem Sachverstand. So oder so ähnlich würde auch David Wall argumentieren.
    Also in der Sache stimmt das schon. Bei er Evolution der Beteiligten sind die Endnutzer auf der Strecke geblieben, während sich die "Hacker" (und was man so dafür hält) durchaus weiterentwickelt haben. Dieser Umstand muss beseitigt werden. Die Nutzer können sich nicht bedingungslos darauf verlassen, daß die Software, die sie einsetzen, oder andere Leute für sie ihre Sicherheit schützten.

    Ob D. Wall so oder so ähnlich argumentieren würde, kann ich nicht beurteilen. Aber ich denke, du kannst das ebenso wenig. Oder hast du schon so oftmit ihm zu tun gehabt?
    Verdächtige Datei? => Online-Virenscanner (Mitte) - Anfang vom Ende oder Ende vom Anfang?

    "Nich persönlich nehmen, ich wollte einfach mal wieder einen Wirrschreiberling zurechtstutzen.
    Das kommt vor." (
    ich) {-_-} Sig v1.60i

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