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06. 09. 2008, 12:46 #1
GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
Das Three-Strikes-Gesetz ist eine der umstrittensten Gesetzesinitiativen, die in den vergangenen Jahren entworfen wurde. Während man in Frankreich dank Sarkozys Freundeskreis die zügige Einführung mithilfe einer allmächtigen Behörde plant, greifen in England bislang noch etwas schwächere Maßnahmen. Der Gedanke ist aber auch nach Deutschland gewandert und wird hier begierig von Vertretern der Rechteinhaber aufgenommen.
Insbesondere die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) e. V. stellt sich bei der Annahme des Three-Strikes-Modells in den Vordergrund. Die GVU regt im Gegensatz zum Ausland jedoch eine völlig andere Umsetzung an.
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06. 09. 2008, 16:38 #2
Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
Wir sollten uns vielleicht schon jetzt organisieren und jeder seinem Provider eine Warnung zukommen lassen, dass er seinen Vertrag fristlos kündigen wird, sobald sein Provider so eine Kooperation in irgendeiner Form eingeht.
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06. 09. 2008, 16:43 #3
Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
Das müsste aber dann nicht nur "Gulliweit" sondern Deutschlandweit passieren...
Zitat von swissarmyknife
§ 307 (2)
Wer durch Freisetzen von Kernenergie eine Explosion herbeiführt und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert fahrlässig gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft.
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06. 09. 2008, 17:09 #4
Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
Wie soll das gehen, weder Rechteinhaber noch Provider haben zu beurteilen ob der Grund für die Warnung illegal ist
Darüber haben immer noch Gerichte oder Staatsanwaltschaften zu entscheiden, da ist nichts mal mit eben ne Mail schicken weil man ein P2P-Programm nutzt. Es würden von empörten Usern nur Anzeigen wegen Verleumdung und falscher Verdächtigung hageln.
Also bis es überhaupt zu einer Strafanzeige oder Drosselung kommt müssten erstmal über den zivilen Wege die Rechtmäßigkeit für die Warnungen geklärt werden.
Viel Spass dabei tausende Euro Gebühren vorrauszustrecken, die meist arbeitslosen oder jugendlichen Filesharer zahlen das garantiert zurück
Also der übliche GVU Dünnschiss und das "franzöische Modell" hält auch nur so lange bis beim ersten unschuldigen Familienmitglied oder WG-Mitbewohner die Informationsfreiheit beschnitten wird weil der Mitnutzer des Anschlusses pornosüchtig ist.
Alles andere wäre Sippenhaftung (natürlich auch die gewünschte Drosselung hierzulande) und das zeigt wieder mal das wahre Gesicht der Wirtschaftsfaschisten die ihre Verbände am Beispiele der Phono-Industrie unter Mussolini gegründet haben.
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06. 09. 2008, 19:31 #5
Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
Doch genau darum geht es!
Zitat von Kabummski
Die GVU will mal wieder ein bisschen Privatpolizei der Industrie spielen!
Kennt man ja bereits:
Staatsanwaltschaft darf GVU nicht bei Urheberrechtsermittlungen beiziehen
Was meinst du was der feine Herr Dr. Leonardy mit "dass die Abschiebung an die Richter nicht die erwartete Entlastung der Justiz realisiere" meinte?
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06. 09. 2008, 20:51 #6
Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
Und wenn ich die E-Mails von denen durch meinen Spam-Blocker filtern lasse? Ich sehe da auch rechtliche Bedenken zur Informationsfreiheit. Wenn die mir meinen Anschluss sperren kann ich meinem im Grundgesetz verankerten Recht mich aus allen Quellen zu informieren nicht nachkommen. Desweiteren bezahle ich für DSL 16000 da werd ich dann die monatliche Rate im Verhältnis zur Bandbreitenverringerung reduzieren
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Shannon Hoon
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06. 09. 2008, 22:22 #7Mitglied
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Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
Komisch, dass die Content-Industrie es immer noch nicht schafft, die Mengen an Geld, die in solche Propaganda gesteckt wird, lieber in die Entwicklung von Wegen zu stecken, mit der man tatsächlich wieder Geld verdienen kann.
Wie wäre es mit einem DRM und Wasserzeichen MP3-Download-Shop, welcher einfach mal nen Preis von 15 ct/Stück verlangt...denn die Menge der Downloads macht dann den geringeren Preis wieder weg!
Aber bis die zu dieser Einsicht kommen, werden wir wohl schon gestorben sein...
Im übrigen finde ich die Einstellung von Frau Stone absolut richtig
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06. 09. 2008, 23:05 #8
Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
Selbst wenn die 1 ct pro download verlangen würden. Mit DRM und Wasserzeichen gegängelte Musik kommt mir nicht auf den Rechner.
Zitat von leogutmut
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06. 09. 2008, 23:18 #9littlemike1005Gast
Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
Ich möchte wissen wie die unterscheiden wollen ob ich illegal Musik sauge oder ob ich einfach so viel Bandbreite brauche.
Ich weiß nur eins sollte ich eine "WARNUNG" per eMail bekommen werte ich dieses als Unterstellung ein einer Straftat und werde selber Strafantrag gegen meinen Provider stellen.
Da ich keine Musik Share oder sonst was. Ich freue mich schon auf diese eMail.
Ich frage mich eh warum die Provider sich zum hampel der Musikindustrie macht. Die Musikindustrie will Internet Gott werden.
Alles und jeden kontrollieren. Das muss gestoppt werden.
Hungert sie aus, ich kaufe schon lange keine Musik mehr und ich benutze auch keine Filesharing oder Musikportale.
Auch wenn die Musik in einem Download Portal 1 Cent kostet ich werde mir keine Musik kaufen. Weil ich die Lobby nicht unterstütze.
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06. 09. 2008, 23:32 #10
Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
Legt euch einfach nen abgedrehten Musikgeschmack zu. ICh wüsste nicht das mal einer wegen Songs von Colour Haze ne Abmahnung bekommen hat. Das sind doch nur Kids die Tokio Hotel hören die denen in die Falle gehen.
Wenn die Musiker Geld verdienen wollen sollen sie auf Tour gehen und ihr musikalisches Können live unter Beweis stellen. Ich hab schon Bands gesehen die beim Konzert selbst gebrannte CDs von sich für nen 10er verkauft haben.I know we can't all stay here forever.
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07. 09. 2008, 00:43 #11Mitglied
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Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
ich findes eigentlich amüsant das sie denken das ohne raubkopien dann plötzlich die verkaufszahlen un kino gänge "explodieren" ändern würde sich da auch nich wirklich was.....un schluss endlich würde piraterie dann einen anderen weg gehen ... aber stoppen können sies sowieso nie
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07. 09. 2008, 01:01 #12Nihilist.
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Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
waren die kinobesucherzahlen eigentlich höher, als die raubmordkopiererei noch nicht anfing? :O
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07. 09. 2008, 01:06 #13
Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
Deine aussage bzw. frage trägt nichts zur positiven beeinflussung der machtposition der contentmafia bei. Somit ist sie rechtswidrig.

ABMAHNANWÄLTE SIND EIN VIRUS
1984 ist keine Betriebsanweisung
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07. 09. 2008, 07:25 #14Mitglied
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Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
Zitat von swissarmyknife
Genau!
..und obendrauf gehört noch eine totale Konsumverweigerung.
Ein paar Wochen würden schon genügen. Diese Jungs kriegt man nur über den Geldbeutel klein, (Funktioniert auch bestens in anderen Bereichen).
Leider ist man in Deutschland (und auch anderswo) zu dämlich.
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07. 09. 2008, 08:58 #15Mitglied
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Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
woher wissn die das?^^Eine aktuelle Pressemitteilung der GVU beginnt nunächst mit einem obligatorischen Zahlenspiel. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass aktuelle Blockbuster länger auf ihrem Weg vom Lichtspielhaus bis in die Tauschbörse brauchen. Während zwischen Januar und Dezember 2007 mit 1,3 Tagen bis zum Erscheinen in einer Tauschbörse gerechnet wurde, sind es im selben Zeitraum 2008 bereits 1,9 Tage. Diese Zunahme birgt aber auch ihre Tücken in sich. So spricht man bei 63 Prozent der erfassten Filme von einer guten Bildqualität, während der Ton bei lediglich 24 Prozent als gut bezeichnet wurde. Selbstredend bestätigen diese hohen Werte die GVU in ihrem Streben, weiterhin gegen die illegale Verbreitung von Filmen vorzugehen.
laden die sich das zeug auch illegal runter um zu überprüfen wie toll einige filmchen sind? o.O
naja, es wäre ganz schöner quark und ein weiterer tiefer einschnitt für die freiheit im internet...
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07. 09. 2008, 09:18 #16Mitglied
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Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
Die GVU darf solche Filme runterladen, da sie die Erlaubnis von den Rechtevertreter haben.
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07. 09. 2008, 10:12 #17
Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
Anstatt die Symptome zu bekämpfen sollte die Industrie endlich kapieren,warum es soweit überhaupt kommt. Ein Künstler bekommt lange nicht mehr soviel Geld für seine Cd. Alles Livekonzerte und Merchandise!!!! Das Geld sackt die Industrie ein!!!
Musik CD`s sind zu teuer!!! Also kauft Sie keiner.
Kino....tja,ich finde diese übergrossen Vorfühfabriken furchtbar und zu teuer. Sitze sind unbequem, Rauchverbot,kein Service, Getränke und Speisen viel zu teuer.!!! Kein Wunder das keiner mehr geht.....
da Lobe ich mir unser Service Kino:
Bedienung auf Knopfdruck, zivile Preise,superbequeme Sitze und den Film an einer Bar Schauen (Die Ist auch im Vorführraum). Hier gehe ich dreimal im Monat ins Kino und bezahle hier gern,weils Spass macht!!!!
Solange das alles so bleibt,wird aich nicht viel ändern,es gibt immer Mittel und Wege.
Das sollten die Herren der Industrie einmal bedenken........No risk, no fun !!!!
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07. 09. 2008, 11:24 #18
Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
Radiohead haben ihr Album "In Rainbows" auf ihrer Seite zum Download angeboten. Als 160 Kbit mp3 und ohne DRM oder Wasserzeichen. Ich meine gelesen zu haben das der durchschnittliche Preis bei 2,50€ lag, das ist auch ungefähr das was ein Künstler von der Plattenindustrie bekommt, 65% der User haben nichts bezahlt.
Die 2,50€ könnte man als Beispiel nehmen was der Kunde bereit ist zu zahlen. Da kauf ich lieber die Platten bei der Band direkt anstatt die Plattenindustrie noch fetter zu machen. Die Plattenindustrie schein noch nicht begriffen zu haben das ihre Dienste nicht mehr benötigt werden. Die Künstler können ihre CDs selbst brennen, bei Konzerten verkaufen und ihre Tracks als mp3 im Internet zum Download anbieten. Bezahlt wird per PayPal oder Kreditkarte. Bequemer gehts nicht.
Musik hat einen ideellen Wert und keinen finanziellen.I know we can't all stay here forever.
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Shannon Hoon
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07. 09. 2008, 11:24 #19
Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
kino is ja noch gut besucht gibts ja ständig besucherrekorde.... solange ein musiker noch mehr verdient als ein arzt kann ja nix gutes bei rauskommen von den verdiensten der industrie mal ganz abgeshen!
Endlich wieder sicher Dateien tauschen, kostenlos und anonym: Retroshare, schreibt mich an und ich nehme euch in mein Netzwerk auf!
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07. 09. 2008, 11:36 #20
Re: GVU: Der deutsche Weg für eine Providerkooperation
tjo mindereinnahmen werden mit illegalen downloads begründet, da es auf keinen fall anders zu erklären wäre wie die verluste sonst entstehen könnten. schlechte spiele, filme und musik zu überteuerten preisen können jedenfalls nicht die ursache sein.
wie sollte man einem investor auch sonst den umstand erklären, dass der teuer produzierte artikel schrott ist und dem seine "schwerverdiente" kohle ne fehlinvestition war...ergo kanns nur an all den mafiösen raubmordkopierern liegen
gvu und konsorten haben ja nicht als zielsetzung die lizensträger über wahre tatsachen aufzuklären...und wer sägt sich schon einen solch gewinnbringenden ast ab?
das ist wie einer der versucht seine verluste bei nem hütchenspieler wieder wett zu machen...da sagt der typ der die murmel in der hand versteckt ja auch nicht dass er den spieler grad bescheißt
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