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Mitglied
Registrierungsdatum: May 2000
Beiträge: 3.790
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Beamtenstatus aufgeben ???
Eine weibliche Person aus meinem Familienkreis würde gerne hier bei gulli selbst posten, was aber durch den Aufnahmestop nicht geht.
Ich weiche mal ausnahmsweise davon ab, für andere Leute hier zu posten und stelle mal ihre Frage hier zur Diskussion. Ich geb den Text weiter, den sie auf einem anderen board eingetragen hat um zu sehen, wie hier die Meinungen sind.
Zur Vorabinfo:
Es handelt sich um eine Polizeibeamten im gehobenen Dienst (A 11, wem das was sagt) die in Berlin Dienst schiebt, alleinerziehend mit 2 Kindern.
Aber lest selbst:
Gibt man einen sicheren Beamtenjob im gehobenen Dienst auf und wechselt in die freie Wirtschaft ?
Vor dieser Entscheidung stehe ich momentan, denn ich habe ein konkretes Angebot vorzuliegen und muss mich in wenigen Tagen entschieden haben.
Ich würde einen Posten in leitender Position in einem großen Wirtschaftsunternehmen antreten können.
Meine Aufgaben wären Personalführung, erstellen von Sicherheitskonzepten im Objekt- u. Personenschutz.
Geboten werden mir u.a. ein langfristiger Arbeitsvertrag auf Angestelltenbasis, ein wesentlich höheres Einkommen als ich momentan habe, ein Firmenwagen und Übernahme aller Handykosten.
Was würde ich aufgeben ?
Einen unkündbaren Beamtenstatus und Pensionsansprüche, mehr eigentlich nicht. Aber das wiegt bei den wirtschaftlichen Verhältnissen in unserem Land doch ziemlich viel.
Die Jüngste bin ich auch nicht mehr und es wäre wirklich meine allerletzte Chance.
Der einberufene Familienrat, außer Bruderherz Ogino, rät mir weiterhin nachts Besoffene aufzusammeln, Strafzettel zu verteilen und Eierdiebe zu fangen.
Ich werfe dieses Thema mal hier in die Runde und bin aufrichtig an Euren Meinungen interessiert.
Trulli
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23. 11. 2001, 11:20
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#1
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Mag Dosenbier..
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Pott
Beiträge: 2.612
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das ist echt mal wirklich schwierig. so schwierig dass ich mir nicht anmasse da ein urteil zu fällen. wenn deine schwester nicht gerade polizeibeamtin wäre, würde ich sagen : "Wechsel nicht ! Du hast einen sicheren Job auf Lebenszeit. Wirst zwar nie die grossen Unsummen verdienen, so richtig schlecht wird es dir aber auch nie gehen. " Jetzt ist sie aber Polizistin (und dann noch in Berlin..) und das der Job gewisse Gefahren und Risiken mitbringt muss ich Dir/bzw. Ihr nicht sagen.
Jetzt mal kurz die andere Seite : Ich habe selbst leidvoll mit erleben müssen, wie eine Firma im grossen Stil Hire&Fire betrieben hat. Sprich Sie hat mich angestellt (sogar ohne Probezeit, sonst hätte ich das Angebot nie angenommen) und mich dann vor Jobantritt wieder rausgeschmissen weil ein grosser Kunde weggebrochen ist. Und ist vor Gericht sogar damit durchgekommen.. na ja ist aber ne andere Geschichte. Was ich aber damit sagen will ist das man verdammt vorsichtig sein muss bei welcher Firma man unterschreibt. Weil wenn der Beamtenstatus einmal weg ist, ist er weg...
Andererseits hört sich die Sache natürlich gut an : Mehr Geld, wahrscheinlich bessere Arbeitszeiten, etc..
Na ja, wenn ich jetzt nochmal drüber nachdenke, wäre es das Risioko evtl. doch wert ?!
Ich weiss ich hab Euch damit wahrscheinlich nicht geholfen, aber die Sache ist nunmal eine Sache mit einer solchen Tragweite dass es wirklich sehr schwierig ist sich zu einem Urteil durchzuringen.
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23. 11. 2001, 11:40
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#2
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Sozialer Mensch
Registrierungsdatum: Jan 2001
Beiträge: 418
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Der Fall ist doch eigentlich klar...
Wenn du Kinder haben solltest und du auch nicht Risikobewusst bist vielleicht auch noch ein Haus abbezahlen musst usw. dann würde ich bei den Beamten bleiben....
Ansonsten! No Risk No Money!!! lol
MFG,
Fabse
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23. 11. 2001, 11:42
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#3
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Boardgrufty
Registrierungsdatum: Mar 2001
Beiträge: 2.577
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NIE UND NIMMER AUFGEBEN, DEN BEAMTENSTAUS NATÜRLICH!!!!!!!
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23. 11. 2001, 12:12
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#4
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Bald Papa...
Registrierungsdatum: Jul 2000
Beiträge: 985
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Endgehalt A13 ("locker" möglich vor der Pensionierung) bei Dienstaltersfstufe 12 =
z.Zt. 7200 DM Grundgehalt mtl.+ Familienzuschlag + Stellenzulage....sollte man nicht verachten..gibt ne schöne Pension...
Wer da kündigt muss eigentlich ******* sein...
Besser gesagt: jetzt schon A11 (>5000 Brutto Grundgehalt + Diverse Zulagen + Kinder..) und das sicher..
Ich kann mich da meinen Vorrednern nur anschließen...
Auf keinen Fall kündigen lassen...
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23. 11. 2001, 12:20
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#5
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Mitglied
Registrierungsdatum: Mar 2001
Beiträge: 130
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Die Entscheidung wird ihr eh keiner abnehmen können.
Trotzdem sollte Sie sich fragen ob ihr der jetzige Beruf auch noch in 10 Jahren so viel Spaß macht wie jetzt und welche Veränderungen (Beförderung, Versetzung zu anderen Tätigkeitsbereichen [sprich neue Herausforderungen] usw.) bis dahin stattfinden. Ebenso wichtig ist auch die Frage nach der Zukunft im neuen Job (wird es die neue Firma z.B. auch noch in 10 Jahren geben).
Ich könnte auch mit den Worten meiner Oma antworten: „Was nützt ein Leben in „Sicherheit“, wenn es nur noch „ertragen“ wird.“
Das heißt wenn es eine gute Chance ist, sollte man sie wahrnehmen, da man sich sonst sein Leben lang grämt.
Aber erkennen und beurteilen ob es die Chance ist… tja das muss man schon selbst.
mfg
-=XaNder=-
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23. 11. 2001, 12:50
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#6
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Boardgrufty
Registrierungsdatum: Mar 2001
Beiträge: 2.577
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wer in der heutigen zeit einen beamtenstatus aufgibt
gehört , um es milde auszudrücken, geprügelt.
ich habe auch mal vor der entscheidung gestanden
und habe den status aufgegeben, zwar nicht
beamter aber etliche jahre öffentlicher dienst.
mein spezl ist immer noch dabei. dem gehts aber
heute besser als mir in bezug arbeitsplatzsicherheit
und alles was dazu gehört. auch muß er nicht soviel
stunden schieben wie ich.
sicherlich habe ich in meinem berufsleben wesentlich
mehr erlebt, ich bin rumgekommen, habe zwischenzeitlich
auch viel mehr verdient, konnt mein hirn im beruf einsetzen,
sprich mitdenken.
und dann kommt der moment da sagt man dir: guter freund
die firma macht nicht genug umsatz wir müssen stellen
abbauen. mit einem mal stehst du da, guckst dumm aus
der wäsche und fragst dich:
wozu hab ich mir für diese firma jahrelang den ar****
aufgerissen?
wenn man dann noch ein gewisses alter, sprich über
vierzig oder gar über 50 erreicht hat, dann erkennt man
erst was man vor jahren aufgegebn hat, daß man im grunde
genommen absolut blödsinnig gehandelt hat nur wegen ein
paar mark, im moment, denn jetzt verdient der, der dabeigeblieben
ist nämlich wesentlich mehr.
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23. 11. 2001, 13:05
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#7
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Mitglied
Registrierungsdatum: Mar 2001
Beiträge: 130
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Zitat:
Original geschrieben von Rumpelstilz
wer in der heutigen zeit einen beamtenstatus aufgibt
gehört , um es milde auszudrücken, geprügelt.
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...also arbeite ich in einem Job der mir keinen spaß macht, ärgere mich Tag ein Tag aus über verpasste Gelegenheiten (denn gibt es davon nicht schon viel zu viele?), bin unzufrieden mit mir und der Welt (dadurch depressiv, schell, lange und oft krank) usw.
Ach ja ich vergaß ich habe ja einen sicheren Job…. und dann gehe ich über die Straße und bin tot. Na toll, wäre ich im Bett geblieben, wäre das nicht passiert. Worauf ich hinaus will ist die Tatsache, das Leben mit Risiko verbunden ist und umgekehrt hieße es, ohne Risiko kein Leben. Denn ich will keinen Job den ich nur absitze (also montags genervt hingehen und sogleich mit dem warten auf Wochenende beginnen [ok, ein, zwei Wochen mag das recht entspannt sein aber was ist mit 10 Jahren?]). Aber mir scheint, dass unsere heutige Gesellschaft eh nur auf Sicherheit fixiert ist.
Denn wer seine eigene Ideen, Träume oder sonst was verwirklichen will, muss halt ein Risiko eingehen, was aber auch mit scheitern verbunden sein kann.
Aber ich würde es vorziehen es zu probieren, anstatt mir ein leben Lang vorzuwerfen ach hätte ich mal. Und zumal man sich eh nur dann Veränderungen wünscht, wenn man mit dem was man bis dahin erreicht hat nicht zufrieden ist.
cu
-=XaNder=-
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23. 11. 2001, 14:03
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#8
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Bald Papa...
Registrierungsdatum: Jul 2000
Beiträge: 985
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Ist es nicht so, dass sie innerhalb von 10 Jahren auf ihre "Stelle" zurück kann ?
In HH weiss ich das von einem Bekannten. Die Behörde wäre ja auch schön blöd, einen vollausgebildeten Beamten nicht wieder einzustellen.
Soll sich mal schlau machen und wenn es ihr nach ein paar Jahren nicht mehr gefällt, schwupps zurück...
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23. 11. 2001, 14:12
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#9
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Boardgrufty
Registrierungsdatum: Mar 2001
Beiträge: 2.577
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@xander
ich kann dich vollkommen verstehen, ehrlich.
so habe ich das auch mal erlebt und gefühlt
wie du.
aber heute weis ich es besser. nicht daß ich
meiner damaligen entscheidung nachjammere.
aber heute sieht es so aus, daß du in der freien
wirtschaft noch mehr ausgesaugt wirst als vor
sagen wir mal 20 jahren. und es wird noch schlimmer
werden.
dein vergleich mit dem sicheren ist ja wohl, mit
verlaub gesagt, quatsch. mit sicherem job ist
gemeint, daß dir als beamter, solange du dir
starfrechtlich nichts zu schulden kommen läßt,
nicht gekündigt werden kann. ob du krank bist
oder nicht, wenns dir nicht gut geht bleibst halt
im bett. basta.
dann geh mal in die freie wirtschaft. wenn du ausgelutscht
bist und auf dem zahnfleisch daher kriechst, also
WIRKLICH krank bist, überlegst du es dir immer
noch: kann ich es mir erlauben daheim zu bleiben?
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23. 11. 2001, 14:19
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#10
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Mitglied
Registrierungsdatum: Mar 2001
Beiträge: 130
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Krank werde ich auch, wenn der Job den ich mache sch** ist (mich absolut unterfordert, langweilig oder sonst was). Denn wenn ich etwas nicht gerne mache, sollte ich es ganz lassen bzw. wenn ich es schon machen muss, mich nach Veränderungen umzusehen.
Und das man nicht immer die richtige Entscheidung trifft ist klar, aber Hauptsache ist doch, das man sich Optionen sucht um angemessen reagieren zu können.
Und die Entscheidung zwischen freier Wirtschaft und Beamtentum sollte man nicht auf die Frage reduzieren „Wo ist mein Arbeitsplatz sicherer?“. Denn ebenso sollte man sich fragen: „Bin ich mit dem was ich tue zufrieden bzw. glücklich?“
Denn vielleicht hast nur du schlechte Erfahrungen gesammelt, die dann aber zu verallgemeinern halte ich für falsch.
P.S. Was natürlich immer wichtig ist auf die Konsequenten der Entscheidung hinzuweisen.
mfg
-=XaNder=-
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23. 11. 2001, 14:39
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#11
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Mooooo!
Registrierungsdatum: Apr 2001
Ort: Underground
Beiträge: 992
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Villeicht sollte man vorher seine Familienpläne und Aufstiegschancen abwiegen.
Wenn man gte Chancen zum Aufstieg hat,kann man ja bleiben.
Gute Kollegen? Wenn ja,bleiben!
Wie oft war man krank? Man sollte bedenken,dass man in der freien Wirtschaft nicht einmal daran denken sollte,krank zu werden!
Auf jeden Fall sollte man es selbst entscheiden und ORDENTLICH vorher nachdenken.
Na,ja
viel Spass noch...
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23. 11. 2001, 15:34
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#12
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Mag Dosenbier..
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Pott
Beiträge: 2.612
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ich denke ihr habt alle recht, alle argumente sind nachvollziehbar. die einzige frage ist : kommt sie damit klar wenn sie ablehnt, oder macht sie sich für den rest ihres lebens vorwürfe -besonders wenn es dann mal probleme im alten job gibt - "ach hätte ich doch damals bloss gewechselt... !" oder umgekehrt "boah ist das mies hier, wäre ich bloss bei den alten kollegen geblieben...".
der einzige satz der mich gestört hat, ist folgender :
Zitat:
Wie oft war man krank? Man sollte bedenken,dass man in der freien Wirtschaft nicht einmal daran denken sollte,krank zu werden.
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das ist quatsch, jeder kann MAL krankwerden. ob in der freien wirtschaft oder woanders.
@Trulli: Egal wie du dich entscheidest, auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Glück !!!
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23. 11. 2001, 15:41
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#13
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Mitglied
Registrierungsdatum: Aug 2001
Beiträge: 14
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Ich war auch einmal Beamter und auch bei mir ergab sich die Situation zu Wählen zwischen einer relativ sicheren Laufbahn und dem Risiko mich selbständig zu machen und auszuwandern. Ich habe mich vor 5 Jahren für das Risiko entschieden und es nicht bereut. Es gab natürlich Situationen wo ich an meiner Entscheidung gezweifelt habe, aber in den letzten 2 Jahren hat sich alles sehr positiv entwickelt.
Am Lebensstandard mußte ich während der ganzen Zeit kaum Abstriche machen, ich habe jetzt sogar mehr Zeit für die Familie.
Da ich in Österreich Beamter war, gibt es im Beamtendienstrecht die Möglichkeit der Karenz (Freistellung vom Dienst ohne Bezüge mit der Möglichkeit wieder zurückzukommen), weiß nicht ob dies in Deutschland ähnlich ist. Meine Kollegen haben mir zu dieser Möglichkeit geraten, allerdings hat dies auch einen Nachteil: Wenn Probleme kommen, besteht die Gefahr zu bald aufzugeben und wieder den Sicheren Weg zu wählen. Daher habe ich diese Möglichkeit nicht genutzt und bin jetzt froh darüber.
Allerdings muß man dazu noch folgendes sagen: Ich bin mit 36 Jahren aus dem Dienst ausgetreten und habe das Ganze 5 Jahre lang vorbereiten können. Von Heute auf Morgen würde ich das Ganze nicht machen.
Ab einem Bestimmten Alter (ca. ab 40) lohnt sich der Umstieg nur mehr wenn man privat wesentlich besser verdient und man somit entsprechend für die Pension zur Seite bringen kann. Auch sollte man das Klima am Arbeitsplatz in sein Kalkül enfließen lassen. Wenn dieses stimmt und man schon im reiferen Alter ist würde ich vermutlich auch nicht gehen.
Bei einem Fall in meinem Bekanntenkreis habe ich das Beispiel gesehen, daß zwar der Verdienst stimmt, aber das Klima nicht und ein "Rückstieg" zum Beamten nicht mehr möglich ist. Dem Bekannten in diesem Fall ist es nur um den Besserverdienst gegangen und jetzt bedauert er, das er das Umfeld nicht mitberücksichtigt hat.
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23. 11. 2001, 19:01
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#14
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Alle Zeitangaben in UTC +1. Es ist jetzt 01:34 Uhr.
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