Thema: [iNFO]Blu-Ray Basics
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23. 09. 2008, 18:03 #1
[iNFO]Blu-Ray Basics
Blu-Ray Basics
Um was geht's?
Spoiler:
Flat-TVs sind nicht nur schick, sondern bringen auch neue Technik ins Wohnzimmer. User werden mehr und mehr mit Begriffen wie HD ready, HDTV, BD-J konfrontiert und bringen Fragen wie Welche Blu-Ray-Hardware ist optimal…zu Tage. Die Blu-Ray Basics sollen einen groben Überblick über die wichtigsten Techniken gewähren und die schwerwiegendsten Fakten verständlich erklären.
Was ist Blu-Ray?
Spoiler:
Die Blu-Ray-Disc (Abk.: BD) ist der Nachfolger der DVD und der Datenträger schlechthin auf dem hochauflösendes Filmmaterial ausgeliefert wird. Die BD bietet Full-HD-Auflösung und enthält Videomaterial mit bis zu 1920x1080 Pixeln. Lediglich Bonusfeatures weisen häufig noch SD-Auflösung auf (720x576) die dann vom Flat-TV auf bis zu 1920x1080 hochskaliert werden müssen. Dieses so genannte Upscaling ist in vielen Fällen u.a. der Grund für Artefaktbildung und schlechte(re) Bildqualität. Bei der neuen Technik schaffen hier neue Bitraten und Videokomprimierungen Abhilfe. Während die Gesamtbitrate der DVD bei 10,08 MBit/s liegt, sind es bei der BD bis zu 54 MBit/s. Bei der DVD kommt MPEG-1/-2 als Video-Codec zum Einsatz, bei der Blu-Ray ist das hingegen anders. Während die ersten Discs aus produktionstechnischen Gründen noch mit MPEG-2 setzt man aktuell auf das WMV ähnliche VC-1 von Microsoft. State-of-the-Art-Codec bleibt jedoch weiterhin der, unter dem MPEG-4-AVC-Standard stehende und sehr effiziente H.264 Codec. AVC benötigt bei gleicher Qualität nur die halbe Bitrate von MPEG-2.
Ein Beispiel: Das Video-on-Demand-Portal maxdome streamt derzeit für eine Bitrate von 6 MBit/s im WMV-Format, PremiereHD benötigt max. 18 MBit/s mit AVC, wobei noch mit Artefakten zu rechnen ist. Bei der BD sind bis zu 40 MBit/s , bei DVD 9,8 MBit/s erlaubt.
Auch in Sachen Interaktivität bietet die BD einige interessante Funktionen: Pop-Up Menüs, freipositionierbare Buttons, Klick-Geräusche usw. sind im Standard-Modus HDMV bzw. BDMV (‚High Definition Movie Mode’ / ‚Blu-Ray-Disc Movie Mode’) vorgesehen. Der Modus der noch mehr Flexibilität und Innovation verspricht und leider so manche‚ Anfangsmodelle’ von BD-SAPs den Gar ausmacht nennt sich Blu-Ray Disc Java (BD-J) basierend auf Suns Java-Version 1.3. Selbstentwickelte Anwendungen, HTML, XML sowie SVG sind damit realisierbar, solange sie sich an die vorgeschriebenen Blu-Ray-Spezifikationen halten. Jede Menge Potential, das sich in Zukunft bestimmt noch weiter ausschöpfen lässt.
- Blu-Ray-Disc-Profiles
- Übersicht: HDTV, HD ready, 1080p und Co.
- Kopierschutz AACS
- HD-DVD/BD Hacker-History
- Wiedergabe: Was brauche ich?
- ATI oder Nvidia/XP oder Vista?
- PowerDVD oder WinDVD?
- BD-Live
- FAQ: HDTV
.:Blu-Ray Basics v1.0:. 25.September.2008
Würde mich über Feedback etc. sehr freuen!
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23. 09. 2008, 18:08 #2
Re: [iNFO]Blu-Ray Basics
Blu-Ray-Disc-Profiles
Zwischen den ersten Blu-Ray-Discs und aktuellen BDs kamen immer wieder neue Funktionen und Features im Rahmen der Spezifikationen hinzu; Anlass dafür uns die einzelnen Profile anhand einer kleinen Übersicht zu veranschaulichen. Alle derzeit erhältlichen Blu-Ray-Player sind abwärtskompatibel mit den Profil; jedoch kommen ältere Standalone-Player nicht damit zurecht, was zu Fehlbedienung und Abstürze führen kann. Lediglich die einige Monate alte PS3 kommt neben dem PC und aktuellen SAPs Dank Updates auch mit dem neuesten Profile 2.0 zurecht.
Blu-Ray-Disc-Profile 1.0
- erstes Blu-Ray-Profile
Blu-Ray-Disc-Profile 1.1
- Bild-in-Bild (PiP) Unterstützung + Audio Decoder
- mind. 256 MByte lokaler Speicher
Blu-Ray-Disc-Profile 2.0
- zwei sekundäre Dekoder
- 1 GByte lokaler Speicher
- Internet-Anbindung (BD-Live)
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23. 09. 2008, 18:31 #3
Re: [iNFO]Blu-Ray Basics
Übersicht: HDTV, HD ready, 1080p und Co.
1) Verschiedene HD-Logos
In einer kleinen Übersicht halten wir uns die wichtigsten Unterschiede zwischen den einzelnen HD-Logos bzw. Bezeichnungen vor Augen und erhalten einen Überblick welche Kriterien das Gerät dafür erfüllen muss.
a) HD ready
Spoiler:

TV-Geräte mit diesem Logo müssen folgende Kriterien erfüllen:
- Die Mindestauflösung des Displays muss 720 physikalische Zeilen betragen, also mindestens eine Auflösung von 1024x720 Pixeln aufweisen.
- Das Gerät muss den Eingang eines HD-Signals über einen analogen Komponenteneingang und eine digitale DVI- oder HDMI-Schnittstelle gewährleisten.
- Die HD-Eingänge müssen die Videoformate 1280x720 bei 50 und 60 Hertz progressive (Vollbilder) und 1920x1080 bei 50 und 60 Hertz interlaced unterstützen.
- Die DVI- bzw. HDMI-Schnittstelle muss den Kopierschutz HDCP unterstützen.
b) HDTV
Spoiler:
http://canal-hd.com/images/HD_hdtv_logo.jpg
Zusatzgeräte wie Receiver/Settop-Boxen bekommen dieses Logo. Dafür müssen sie HDTV-Signale empfangen können, die von Antenne, Kabel oder Satellit übertragen werden. Das mit HDTV zertifizierte Gerät muss ein echtes HD-Signal über eine kompatible Schnittstelle zu einem HD ready Display übertragen können. Zusätzlich müssen folgende Kriterien zutreffen:
- Der HD-Receiver muss DVB-T, DVB-C bzw. DVB-S verarbeiten können.
- HD-Settop-Boxen müssen die Kompressionsstandards MPEG-2 bzw. MPEG-4/H.264 unterstützen.
- Der Videorekorder des zertifizierten Geräts kann Bilddaten bis zur Auflösung 1280x720p und 1920x1080i verarbeiten und im Format 16:9 darstellen.
- Es ist außerdem erforderlich, dass die Settop-Boxen die Möglichkeit bietet, Daten im Frequenzbereich 50 Hz wiederzugeben.
- Geräte ohne Bildschirm (Settop-Boxen, HD-Rekorder mit integriertem Tuner) müssen einen Komponenten-, einen DVI- oder einen HDMI-Ausgang besitzen.
c) Full-HD
Spoiler:
http://www.hdplustv.de/hdtv/content/...a6bc985ff5.gif
Fernseher mit dem Full-HD-Logo stellen Fernseh- und Videobilder mit 1920x1080 Bildpunkten dar, also mit der derzeit höchsten Pixelzahl von HDTV-Übertragungen oder High-Definition-Zuspielung. Diese exzellente Bildqualität entspricht der fünffachen Auflösung herkömmlicher Fernsehbilder.
d) HD ready 1080p
Spoiler:
http://www.channelpartner.de/imgserv...16903/130x.jpg
Das HD ready 1080p-Logo ist für Fernseher bestimmt, die HD-1080p-Signale empfangen, verarbeiten und ausgeben können. Sie müssen im Vergleich zu Full-HD nicht nur eine Auflösung von 1920x1080 Pixeln verarbeiten können, sondern darüber hinaus alle relevanten 1080p-Signalvarianten – 24Hz, 50Hz und 60Hz – empfangen und in gleicher oder höherer Rate ausgeben können. Außerdem müssen sie einen analogen YUV- sowie einen digitalen DVI- oder HDMI-Eingang vorweisen.
e) HDTV 1080p
Spoiler:
http://www.sony.de/res/images/image/...5831228032.jpg
HDTV 1080p-Logos tragen nur Fernseher oder Projektoren, die einen internen HDTV-Tuner verbaut haben. Das Empfangsteil muss digitale Kabel- oder Satellitensignale verarbeiten können und die Kompressionsstandards MPEG-2 und MPEG-4/AVC unterstützen. Für die Wiedergabe von Tondateien müssen ein Stereo- sowie ein digitaler SPDIF-Ausgang vorhanden sein.
2) Die verschiedenen Fernsehformate
In Europa gab es bisher eine gültige Fernsehnorm: PAL bzw. Phase Alternating Line das mit Zeilensprungverfahren arbeitet. HDTV öffnet den Zuschauern eine Pforte für neue Bildformate. Sie unterschieden sich durch unterschiedliche Auflösungen und Bildwiederholungsraten und setzen sich entweder aus progressiven Vollbildern oder aus Halbbildern (Interlaced) zusammen. Nachteil des Halbbildverfahrens: Zwischen den Halbbildern kann es zu störenden Bewegungen kommen, auch bekannt aus Zeilenflimmern. Von den drei verfügbaren Formaten (1080p, 1080i und 720p) liefert 1080p durch die höchste Auflösung und Progressiv-Scan-Format in der Regel die beste Bildqualität.

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23. 09. 2008, 18:35 #4
Re: [iNFO]Blu-Ray Basics
Kopierschutz AACS
Damit alles weitere besser verständlich ist wenden wir uns kurz der Funktionsweise des AACS Kopierschutzes bei Blu-Ray und HD-DVD zu.

Device Key Block:
Jeder Player besitzt einen Satz von Device Keys. Mit diesem Schlüsselsatz scannt er den Media Key Block auf der Scheibe, um herauszufinden, welchen Device Key er benötigt.
Media Key Block:
Der Media Key Block besteht aus zwei Teilen: dem ‚Identification Part’ und dem ‚Key Data Part’, wobei jeder Teil des Identification Part mit 16 Bytes des Key Data Part verknüpft ist.
1. Der Player scannt nun die Einträge im Identification Part. Findet er einen Eintrag, der auf einen seiner Device Keys passt, weiß er erstens , welchen Device Key er als Grundlage nehmen muss, um die Scheibe zu entschlüsseln. Und zweitens, welche 16 Bytes er aus dem Key Data Part extrahieren muss.
2. Nun nutzt der Player die AES-Verschlüsselung, um mit dem Device Key den Processing Key zu generieren.
3. Der Player nimmt nun den Processing Key und die 16 Bytes aus dem Key Data Part. Beide Werte lässt er durch den AES-Algorithmus laufen, als Ergebnis wird der Media Key berechnet.
4. Jetzt braucht er noch den Volume Identifier. Der steckt im vorproduzierten Teil der Scheibe, der sich nicht kopieren und auf einen Rohling brennen lässt. So soll die Bit-für-Bit-Kopie von einer geschützten Scheibe ausgeschlossen werden.
5. Mit Media Key und Volume Identifier generiert der Player den Volume Unique Key (VUK). Dieser hat Zugriff auf die Tabelle mit den Title Keys der Scheibe.
6. Die Title Keys öffnen den verschlüsselten Inhalt der Scheibe – der Film kann wiedergegeben werden.
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23. 09. 2008, 19:16 #5
Re: [iNFO]Blu-Ray Basics
HD-DVD/BD Hacker-History
Während der Kopierschutz CSS im Juni 1996 eingeführt und erst im Oktober 1999 geknackt wurde, ist die Zeitspanne bei AACS relativ überschaubar.
Eingeführt wurde der Kopierschutz für Blu-Ray und HD-DVD im April 2006 – geknackt im Dezember 2006. Anhand einer kleinen History können wir dieses ‚Rennen’ zwischen Hackern und Filmindustrie und deren Schützling AACS nachvollziehen.
Spoiler:
6.Dezember.2006: Ein nicht näher bekannter PC Anwender schließt sein XBOX-360-HD-DVD-Laufwerk über die USB-Schnittstelle an den PC an, installiert den benötigten UDF 2.50 Dateisystem-Treiber und wollte mit seiner PowerDVD bzw. WinDVD Version (meist OEM) und seinem HD-fähigen Monitor ins Zeitalter High Def einsteigen. Seine Vorfreude wurde schnell getrübt, da seine Grafikkarte die nötige HDCP-Verschlüsselung nicht unterstützte. Der Auslöser dafür, sich auf www.aacsla.com die frei verfügbaren Specs des Verschlüsselungsstandards zu besorgen, um den Film zu entschlüsseln und die HDCP-Restriktion zu umgehen.
13.Dezember.2006: Er findet einen der Schlüssel, den so genannten Title Key im Speicher. Nachdem er ein einfaches Java-Tool geschrieben hatte, hat er den Film noch am gleichen Tag entschlüsselt. Lediglich einige Wiedergabeprobleme treten auf.
15/16.Dezember.2006: Das Programm BackupHDDVD entsteht, dessen Funktionstüchtigkeit er mithilfe seines Videos AACS is unbreakable auf YouTube unter Beweis zu stellen versucht. Zu sehen ist die Entschlüsselung einer HD-DVD auf Platte und die anschließende Wiedergabe mit PowerDVD HD 6.5. (Bemerkung zu PowerDVD: Im Nachhinein sollte sich herausstellen, dass dies ein geschicktes Täuschungsmanöver war)
18.Dezember.2006: Besagtes Video ist öffentlich auf YouTube zugänglich wurde inzwischen jedoch auf Druck von Warner entfernt.
20.Dezember.2006: Der Source-Code der Version 0.99 ist auf RapidShare verfügbar.
27.Dezember.2006: Unter dem Pseudonym muslix64 eröffnet er einen Thread im doom9-Forum, der das ganze Geschehen zum Rollen brachte.
12.Januar.2007: Während zuvor die Echtheit seines Videos sowie die Funktionstüchtigkeit seines Tools, durch konkrete Aussagen bezweifelt wurde, gelingt am 12.Januar der Durchbruch. Der User mit dem Pseudonym LordSloth bestätigt die Funktionstüchtigkeit des Tools. Der gültige Key war in einem Rätsel zu finden (Google: 4TW!), wobei man mit Google nach dem Ausdruck suchen sollte. Gab man alle Zeichen in Google ein, entstand ein 16 Byte langer Code. Zu welchem Film der Code gehörte machte der Ausdruck 2/Reavers are bad klar. Reavers kommen im Film Serenity vor; die 2 weist auf den zweiten Title Key hin. Der Key im Speicher einer japanischen WinDVD Version sowie weitere Keys werden wenige Stunden später von ‚Janvitos’ gefunden.
Lord Sloth findet daraufhin den Unique Key der Disc. In dieser Minute fallen den Hackern auch King Kong und 12 Monkeys zum Opfer.
20.Januar.2007: Mithilfe von Memory-Dumps von Janvitos war muslix64 daraufhin auch bei der Blu-Ray erfolgreich. Der Mann verfügt zu diesem Zeitpunkt über keinerlei Blu-Ray-Hardware. Anschließend folgt die Blu-Ray-Version des Tools BackupHDDVD: BackupBluRay.
5.Februar.2007: arnezami findet die Volume ID der HD-DVD King Kong.
9.Februar.2007: arnezami findet die Volume ID der BD Lord of War’. Außerdem wird bekannt, dass die Datenkommunikation durch den USB-Datenstrom zwischen USB-Laufwerk und Software unverschlüsselt geschieht.
ca. 1 Woche später: arnezami findet den Processing Key, der für HD-DVDs und BDs gleich ist.
18.Februar.2007: Das Auslesen der Volume IDs der Memory-Dumps ist weiterhin aufwändig. Bis der User KenD00 VIDs-Anfragen an das Laufwerk feuert und im Hintergrund eine Player-Software startet. Den richtigen Zeitpunkt zu
7.März.2007: Das Programm DumpHD von KenD00 erscheint, dass eine GUI-Oberfläche besitzt, in Java programmiert ist und die Prinzipen der beiden Ausgangs-Tools vereint.
Auch die Open-Source Gemeinde lieferte mit Swiss Army Knife ein Mini-Linux für die PS3. dass Images der PS3 HDD und eingelegten Discs erstellen konnte. (Im übrigen lassen sich damit auch Kopien von PS3-Games anfertigen: Flashes bzw. Modchips zum Abspielen fehlen jedoch noch). Die BD-Images lassen sich dann mit AnyDVDHD entschlüsseln.
Es gilt als sicher, dass AnyDVDHD auf eine interne VUK-Datenbank zugreift, jedoch soll es auch Aussagen geben, denen zufolge AnyDVDHD den Privat-Host Key von PowerDVD verwendet und nur dann zur internen Datenbank greift, wenn sich die VID nicht ermitteln lässt.
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23. 09. 2008, 19:18 #6
Re: [iNFO]Blu-Ray Basics
Wiedergabe: Was brauche ich?
Um auf dem Rechner BDs nutzen zu können, sollten wir uns kurz einen Überblick über die benötigten Komponenten und deren Anforderungen verschaffen:
- Laufwerk
Um BDs einlesen zu können, benötigen wir ein entsprechendes BD-Laufwerk. Die Preise liegen dort bei ca. 100€. Hierbei handelt es sich zumeist um Combo-Laufwerke, die auch CD/DVDs auslesen und beschreiben können. Teilweise unterstützen sie auch, die bereits 'ausgestorbenen' HD-DVDs, die nun sehr günstig zu erwerben sind und keine schlechtere Bildqualität bieten. BD-Brenner kosten zur Zeit rund das Doppelte und angesichts der aktuellen Rohlingpreise, sollte selbst Nutzern von HD-Camcordern eine Anschaffung fragwürdig erscheinen. Vor allem wenn einem Begriffe wie Smart Rendering von AVCHD noch Fremdbegriffe sind
. Der Anschluss erfolgt über IDE bzw. SATA, doch auch über einen IDE-USB-Adapter sollte ein Anschluss möglich sein.
- Systemanforderungen
Um auch 1080p/i Material ruckelfrei wiedergeben zu können, sollten wir uns an Rechner neueren Datums halten. Ein halbwegs aktueller Zwei-Kern-Prozessor und eine Nvidia-Grafikkarte der 8000-Reihe bzw. eine ATI-Grafikkarte der 2000-Reihe sollte es schon sein. Für die Wiedergabe von Blu-Rays, die eine Auflösung von 1920x1080 aufweisen, wäre ein Monitor mit eben dieser Auflösung sinnvoll, um durch etwaige Skalierungen Qualitätsverlust zu vermeiden. Für diese Auflösung muss es mindestens ein 24"-Gerät sein, dass die HDCP-Verschlüsselung unterstützt und einen HDMI-Eingang hat.
- Software-Player
Die Software sollte das aktuelle BD Profil 2.0, sowie BD-J und somit Bonus View unterstützen. PowerDVD bzw. WinDVD wären hier ein Anlaufpunkt. Die beiden Player erfüllen beide das gleiche Prinzip - die Wiedergabe von BDs - jedoch kommen nicht beide Player mit allen Features der Disc zurecht (siehe 'PowerDVD oder WinDVD?'). Die Nutzer von Nero, erhalten bisweilen mit Nero-Show-Time eine eher schlechte Basis, da selbst mit HD-DVD/BD-PlugIn nur das BD-Profil 1.0 unterstützt wird. Auch in Sachen Grafikkartenunterstützung ist von dem Programm eher abzuraten. Besserungen sollten baldige Updates der Nero-Suite bewirken.
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23. 09. 2008, 19:19 #7
Re: [iNFO]Blu-Ray Basics
ATI oder Nvidia/XP oder Vista?
Generell kann man hier keine präzise Aussage treffen. Jede Kombination hat ihre Vor- und Nachteile. Daher habe ich die wichitgsten Fakten und Begebenheiten einfach mal grob zusammengefasst.
- Nvidia GeForce Grafikkarten der 7000-Reihe sind nicht Full-HD fähig und sollen laut PowerDVD - trotz HDCP-ready Logo auf der Verpackung - nicht für die Blu-Ray Wiedergabe geeignet sein.
- ATI X1300-Grafikkarten bieten keine ausreichende Beschleunigung; X1000-Grafikkarten sind hingegen zu 'schwach'.
- Als Betriebssystem wäre Vista (mit SP1) XP (mit SP2/3) vorzuziehen, da unter Vista die Hardware-unabhängige DXVA-2.0-Schnittstelle existiert und somit anders wie bei XP, die Software-Hersteller die Treiber nicht direkt ansprechen müssen.
- Generell sollte man immer die aktuellsten Treiber verwendet, wobei Nvidia's aktuellere Treiber (ForceWare) anscheinend Probleme mit der MPEG-2-Beschleunigung und ein Bildruckeln produzieren. Ein Umstieg auf ForceWare 174.53 behebt das Problem.
- WinDVD macht derzeit mit den aktuellen Treibern Probleme und erzeugt über 10% CPU-Last. Vor allem zwischen XP und Vista hat ist bei WinDVD mit CPU-Last-Schwankungen zu rechnen.
Grob können wir die Hersteller so sortieren
ATI liefert in Zusammenarbeit mit XP und WinDVD meist sehr gute Ergebnisse.
Unter Vista ist die GeForce 8600 mit WinDVD und die ATI mit PowerDVD eine gute Wahl. Die aktuelleste Grafikkarte muss es bei der Wiedergabe nicht sein. Viele Testergebnisse im Internet zeigen, dass die Werte 'kleinerer' Karten weitgehend den Werten der 'größeren' Karten entprechen.
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24. 09. 2008, 17:32 #8
Re: [iNFO]Blu-Ray Basics
PowerDVD oder WinDVD
Da der Funtkionsumfang der beiden Programme weitesgehend gleich ist, betrachten wir uns kurz die Mängel der beiden Software-Player:
PowerDVD - Contra:
- Probleme mit der Koordinatenberechnung von Pop-Up-Menüs. Kommentare werden oft falsch dargestellt bzw. abgeschnitten
- langsame Darstellung von Pop-Up-Menüs
- bleibt häufig beim Laden von BD-J Anwendungen hängen
WinDVD - Contra:
- Pop-up-Button fehlt; Filme, deren Menüs auf dieser Technik basiert, sind nur sehr schwer zu navigieren
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25. 09. 2008, 17:40 #9
Re: [iNFO]Blu-Ray Basics
BD-Live
Im Profil 2.0 wurde die Inline-Funktionalität BD-Live (auch DynamicHD genannt) zum Standard hinzugefügt. Die Funktion macht es dem Nutzer möglich, zusätzliches Content zum erworbenen Film anzuschauen und ggf. herunterzuladen.
Auch weitere Tonspuren lassen sich somit während der Fimwiedergabe hinzustreamen. Dank SSL-Verschlüsselung sind auch Chats und Online-Shopping realisierbar. Beispielsweise ist die 5.Staffel von CSI Miami mit BD-Live ausgestattet und ermöglicht beispielsweise das betrachten aktueller Bilder von Miami über eine Webcam, sowie das Abrufen von Wetterdaten.
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25. 09. 2008, 17:44 #10
Re: [iNFO]Blu-Ray Basics
FAQ: HDTV
1) Höhere Auflösung gleich bessere Qualität?
Spoiler:
Flat-TVs weisen eine höhere Auflösung als herkömmliche Röhrenfernseher auf. Diese liefern jedoch nur ein gestochen scharfes Bild, wenn ein hochwertiges Signal existiert.
Liegt eine niedrige Signalauflösung vor, muss der Flat-TV das Bild upscalen, was sich in einer schlechteren Bildqualität und möglicher Artefaktbildung niederschlägt. Dies kann unter Umständen auch dann zutreffen, wenn das Signal über den analogen Kabelanschluss bzw. DVB-T empfangen wird.
Besseres Bild bei Satelliten- und Kabelempfang
Kommt das Signal über DVB-S (Satellit) bzw. DVB-C (digitaler Kabelempfang) kann das Bild je nach Fernseher und Sender schomn sehr ordentlich aussehen. Einen weiteren Vorteil erhalten wir, wenn wir den Satelliten- bzw. Kabelreceiver über HDMI oder zumindest über ein Komponentenkabel mit dem Flat-TV verbinden. Das Ergebnis bei Verwenung eines SCART-Anschlusses dürfte eher entäuschen.
- Flat-TVs mit möglichst hochwertigen Signalen füttern (DVB-S/DVB-C)
- Hochwertigen Anschluss (HDMI/Komponentenkabel) verwenden
- je größer die Bilddiagonale desto schlechter das Ergebnis beim Upscaling
2) Können wir mit einem HD-Gerät hochauflösend fernsehen?
Spoiler:
So einfach haben wir es leider nicht. Je nach Art des Fernsehempfangs werden zusätzliche Geräte wie HD-Receiver bzw. Settop-Boxen benötigt, die das Komprimierungsverfahren MPEG-4 unterstützen.
Durch BD-Player und einem entsprechendem Medium kann unser Flat-TV auch mit hochauflösendem Material gefüttert werden.
Folgende Geräte, die an unseren HD ready Fernseher angeschlossen werden, liefern ebenfalls gute Ergebnisse:
- Digitalkameras mit über 2 Megapixel; Anschluss über HD-tauglichen Ausgang bzw. Kartenleser für Speicherkarten am Flat-TV erforderlich
- Spielekonsolen, wie die XBOX360 und Playstation 3
- HDTV-taugliche Camcorder
- Multimedia-PCs die hochauflösende Fotos oder Videos von Platte bzw. Speichermedium wiedergeben
3) Ist HDTV bereits überall verfügbar?
Spoiler:
ARD und ZDF planen den HDTV-Starttermin für 2010 ein; jedoch nur über Satellit. HDTV über Kabel soll es erst 2012 geben. Bis dahin lassen sich unter anderem folgende HD-Sender über Satellit empfangen:
- Premiere-HD: Der HD-Sender zeigt beipielsweise Film/Sport (Premiere HD), sowie einen Doku-Kanal (Discovery HD). Die Sender kosten jeweils 9.99€ pro Monat
- Anixe-HD: Der Privatsender strahlt ein kleines Angebot mit Filmen und Dokumentationen aus
Je nach Kabelnetz kann sich das HD-Sender-Angebot unterscheiden.
Bis HDTV flächendeckend verfügbar ist müssen wir und noch einige Jahre gedulden. Bis dahin bleibt nur die kostenpflichtige Alternative der Pay-TV Sender bzw. zusätzlicher Geräte.
4) Verschwinden die Balken bei 16:9 Format?
Spoiler:
Dies ist leider nicht immer der Fall. Viele Spielfilme sind im 2,35:1 Seitenverhältnis gespeichert, was dem Cinemascope entpricht. Auch auf 16:9 Bildschirmen sind schwarze Balken zu sehen, da der Bildinhalt nicht aus 1280x720 Pixeln, sondern aus 1280x544 Pixeln besteht.
Die meisten frei erhältlich Sender strahlen sogar noch im 4:3 Format aus.
Also auch bei 16:9 Geräten müssen wir mit schwarzen Balken leben.
5) Sind integrierte DVB-T-Tuner ein Vorteil?
Spoiler:
Naja...ist es sinnvol in einem Luxusrestaurant ein Bauernfrühstück zu bestellen?
In erster Linie sind die niedrigen Bitraten, die bei knapp 3Mbps für unscharfe Bilder und Kompressionsartefakte verantwortlich. Da bei DVB-Übertragungen nicht immer mit PAL-Auflösung ausgestrahlt wird, sonder Auflösungen von 480x576 Pixeln keine Seltenheit sind, entspricht die Qualität etwa einer SVCD.
Vor allem bei großen Flat-TVs sollten wir die Finger von eingebauten DVB-T Receivern lassen. Hier müssen wir mit schlechter Bildqualität, Artefakten und Schlieren rechnen.
6) Ist Full HD besser als HD ready?
Spoiler:
Da alle Hersteller ihren Kunden 'ein noch nie dargewesenes Fernseherlebnis' dank Full HD Technik verprechen, sollte man meinen, dass die herkömmliche HD ready Auflösung von 1280x720 Pixeln nicht mehr ausreicht.
Die Wahrheit sieht jedoch anders aus
Bei einem 42"-Gerät ist der (geringe) Unterschied zwischen den beiden Aufösungen wenn überhaupt nur mit sehr guten Augen uns sehr geringem Abstand zum Flat-TV sichtbar.
Sinn macht das Ganze erst ab einer Größe von 47 Zoll und optimalem Zuspieler (z.B. BD-Player).
Auch bei PAL-Material sind Geräte mit großer Bilddiagonal durch mehr Upscaling deutlich im Nachteil.
Full-HD ist bei HD-Material erst ab einer Bilddiagonale von 119 Zentimetern (47 Zoll) sinnvoll. Erst dann werden (minimale) Bildvorteile für den herkömmlichen TV-Glotzer sichtbar
7) Ist HDMI-Anschluss gleich HDMI-Anschluss?
Spoiler:
...möchte man eigentlich meinen, nicht war? Größter Vorteil einer HDMI-Schnittstelle ist ersteinmal, dass sowohl Bild- als auch Tondateien in einem 19poligen Stecker ohne Qualitätsverlust übertragen werden.
HDMI ist kein fester Standard; er wird stänndig weiterentwickelt. Im Januar 2002 entstand HDMI 1.0; mittlerweile spricht man von 1.3b und höher. Mit jeder Zwischenstufe werden - wie bei den HD-Profiles auch - neue Funktionen hinzugefügt. Zwar sind die einzelnen Varianten abwärtskompatibel, jedoch sind die neuen Funtkionen nur neueren Geräten mit entprechender Zertifizierung vorbehalten. Neue Funtkionen können unter anderem eine höhere Taktung oder erweiterte Farbräume sein. Auch die Unterstützung weiterer Audio-Formate etc. ist möglich.
Wollen wir ein hochwertiges Filmerlebnis, sollten wir steht auf die Version des verwendeten HDMI-Kabels achten.
Geändert von PCFreakXtreme (11. 11. 2008 um 18:37 Uhr)
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