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Lemmy
Niedlich & Kuschelig
 
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Brauchen wir die Grünen noch?

So, seit dem Wochenende ist es klar: Auf dem Parteitag der Grünen haben 2/3 bis 3/4 (je nach politischer Ausrichtung der Printmedien) der Delegierten dem vorgegebenen Kurs der Parteiführung zugestimmt. Stroebele und andere "Linke" sind von Freund Fischer und Anhang bzw. deren Polemik geradezu überrollt worden, der "Machterhaltungsinstinkt" hat gesiegt.

Wenn man diesen Parteitag Revue passieren lässt drängt sich doch geradezu die Frage auf: Brauchen wir die Günen noch?

Die Themen Umweltschutz sind mittlerweile von den anderen Parteien mit Beschlag belegt. Der Herr Umweltminister musste seinem Amt Tribut zollen und Castortrasnporten zustimmen, bei der Hatz gegen "Kampf"hunde fand man so manchen Grünen in forderster Front, der größte Teil der Grünen opferte seine Grundprinzipen auf dem Altar des Machterhalts.

Was ist aus der Umwelt- und Tierschutzpartei geworden? Ein Wurmfortsatz der SPD?

Warum sollte man diese Partei noch wählen? Ist die PDS eine Alternative?

Fragen über Fragen. Wer weiß eine Antwort?

Lemmy
Alt 26. 11. 2001, 20:12 Lemmy is offline Mit Zitat antworten #1
HEROEN
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Eigentlich denke ich das nicht, die Grünen haben meiner Meinung nach ihre Ideale schon längst verloren! Also ich sehe es so das die Grünen "IHRE" Selle verkauft haben aber ganz einfach nur für MACHT & EINFLUSS im Lande!

Es ist ja bekannst das ich ein Kiffer bin, nehm ich einfach mal dieses Beispiel, früher wollten sie es legalisieren und was is drauss geworden? EIn Haufen leerer Versprechung wie eigentlich bei jeder Partei! Am Anfang versprechen sie dies und jenes aber im Nachhinein kommt immer das raus was die Partei davor auch gemacht hat...


bis denne...
Alt 26. 11. 2001, 21:01 HEROEN is offline Mit Zitat antworten #2
hansano
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meiner meinung nach brauchen wir die grünen schon noch, aber in einer viel konsequenteren rolle, die reformen in gang bringt, wie zb die abschaffung der wehrpflicht, bildungsreform, tobinsteuer, förderung des öffentlichen verkehrs usw.
es ist nun aber zu hoffen, dass die grünen nicht genau so ihre standpunkte aufgeben wie beim pazifismus, weil sie dann überhaupt nicht mehr glaubwürdig sind.
ich bin der meinung, dass die grünen die meisten der reformen von rot-grün vorangetrieben haben, beispiel: atomausstieg, zuwanderungsgesetz, ökosteuer, minimierung der bundeswehr usw.
sicherlich ist die pds schon jetzt eine große alternative zu den grünen, erstrecht zu westdeutschen landtags- und kommunalwahlen, weil dort nicht die alten kader der sed am werke sind, sondern junge, tatkräftige linke alternos.

oke, ich hoffe das hat es auf den punkt gebracht.
Alt 26. 11. 2001, 21:07 hansano is offline Mit Zitat antworten #3
Lemmy
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Ich darf, nein ich muss mit einer Wissenslücke glänzen: Was ist den eine Tobinsteuer?

Bitte, mach mich schlau


Lemmy
Alt 26. 11. 2001, 21:30 Lemmy is offline Mit Zitat antworten #4
bertolt
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1972 machte der (amerikanische) Nobelpreisträger James Tobin den Vorschlag, Devisengeschäfte an der Börse mit einer 1%igen Steuer zu belegen.

Gruß!

bert
Alt 26. 11. 2001, 21:49 bertolt is offline Mit Zitat antworten #5
peterpervers
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Ääh yo das würd ich auch gern wissen was das ist
Alt 26. 11. 2001, 21:49 peterpervers is offline Mit Zitat antworten #6
peterpervers
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Aaah

Danke für die info
Alt 26. 11. 2001, 21:51 peterpervers is offline Mit Zitat antworten #7
Stevano
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Zitat:
Original geschrieben von bertolt
1972 machte der (amerikanische) Nobelpreisträger James Tobin den Vorschlag, Devisengeschäfte an der Börse mit einer 1%igen Steuer zu belegen.

Gruß!

bert

Danke erstmal.....aber weist du auch ob dieser Vorschlag ihrgendwo angewandt wir?
Hört sich ja Gewinnbringend an.....

Gruß Stevano
Alt 26. 11. 2001, 22:42 Stevano is offline Mit Zitat antworten #8
bertolt
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Eben nicht. Warum nicht bzw. wer da wohl dagegen ist überlasse ich mal eurer Phantasie...
Von verschiedenen Seiten wurde der Vorschlag gemacht, das Geld aus solchen Einnahmen z.B. für den Schuldenabbau von Drittweltländern zu verwenden. Allerdings hat Mr. Tobin schon verlauten lassen, daß die Idee hinter der Tobin-Steuer nicht etwa hohe Einnahmen sondern die Drosselung von Spekulationen war. Das Totschlagargument gegen die Tobin-Steuer (und gegen alle anderen Vorschläge, die den internationalen Finanzmarkt betreffen) war bisher immer, daß ja alle Länder auf einmal dafür sein müßten - und da das nicht so ist bzw. nie so sein wird und sich immer ein Schlupflochstaat findet, der davon profitiert, Schlupfloch zu sein, lassen wir es lieber ganz...

Zurück zum Thema:
Natürlich brauchen wir die Grünen nicht. Und diese Erkenntnis ist keine neue. Wir leben in einer Epoche, in der es einer radikalen Opposition bedarf, um selbst das Geringste zu schützen. Der Grünen bedarf es nicht mehr. Angesichts des Krieges versuchen sie immernoch auf tragikomische Art und Weise, ihre Existenzberechtigung aus der möglichen Einführung einer Maut-Gebühr in Dtl. oder eben einer eventuellen Tobin-Steuer von nullkommairgendwas Prozent herzuleiten. Den ungetrübten Blick auf die Verhältnisse haben sie allerspätestens mit der Machtübernahme verloren. Auch das Gerede von der linken Basis nimmt keiner mehr für voll. »Und tschüß...« war auf einem Demoplakat in Rostock zu lesen...


bert
Alt 27. 11. 2001, 01:00 bertolt is offline Mit Zitat antworten #9
Stevano
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Ich denke wenn man die Grünen so abtut als wenn sie nur Umfaller sind und deshalb nicht mehr brauch, ist genauso falsch(wovon man viel Zeit verbracht hat mich zu überzeugen)wie die PDS zu verteufeln.
Insoweit sollte es sogar Bertolt anerkennen, das er dort oben Mist geredet hat......
Na da ich aber glaube das dieses Argument jetzt nur als Anmache gesehen wird,hat sich die Diskussion eigentlich erledigt,oder doch nicht?


Gruß Stevano
Alt 27. 11. 2001, 13:55 Stevano is offline Mit Zitat antworten #10
Korrupt
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Ich wuesste nicht, wozu man die Gruenen braucht. Alles, was sie repraesentieren, ist ein Stueck bundesrepublikanische Geschichte, einen Namen, der nicht "SPD" lautet und eine Politik, die jener der SPD entspricht. Nur weniger glaubwuerdig.

Wie hiess es auf dem Parteitag? "Und tschuess." Dass sie sich noch ne Friedenspartei schimpfen, ist ein Schlag ins Gesicht aller PazifistInnen, und dass sie so tun, als ob sie Politik gestalten wuerden, ist allenfalls amuesant.
Alt 27. 11. 2001, 14:02 Korrupt is offline Mit Zitat antworten #11
Stevano
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Tun sich die Moderatoren jetzt überbitten im gegenseitigen Wiederholen,auch ihrgendwie amüsant

Gruß Stevano
Alt 27. 11. 2001, 14:58 Stevano is offline Mit Zitat antworten #12
Korrupt
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Ich glaube, du hast mit den inhaltsleeren Postings angefangen. Aber du hast recht, in Zukunft sollte ich sie wirklich ignorieren.
Alt 27. 11. 2001, 15:28 Korrupt is offline Mit Zitat antworten #13
Lemmy
Niedlich & Kuschelig
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Könnte denn evtl. der Versuch unternommen werden eine Diskussion sachlich und ohne mehr oder minder persönliche Anfeindungen zu führen ?

So, zumindest ein Großteil ist der Ansicht, dass sich die Grünen aus verschiedenen Gründen überlebt haben, also die Partei nicht mehr gebraucht wird. Die Grünen fliegen bei der nächsten Bundestagswahl aus dem Bundestag, ob die PDS reinkommt dürfte fraglich sein. Wenn es die PDS nicht schaffen sollte, dann haben wir wieder nur die berühmten drei Parteien, die sich untereinander bis auf Kleinigkeiten nicht weiter voneinander unterscheiden.

Die FDP wird mit der SPD ins Bett gehen, bei Bedarf auch mit der CDU, vielleicht gibt´s auch eine große Koalitation, nur eine Opposition wird, von dem üblichen dämlichen Geplänkel für die Bevölkerung, nicht mehr stattfinden.

Also kann man doch nur hoffen, dass die PDS den Einzug in den Bundestag schafft, damit dem gequälten Wähler zumindest nicht die Hoffnung genommen wird, das es zu den "großen" Parteien eine Alternative gibt.

Für mich persönlich wäre es sehr interessant zu sehen, ob sich die PDS, wenn sie denn an einer Regierung beteiligt werden würde, auch als so biegsam erweißt, wie ist die Grünen sind.

Lemmy
Alt 27. 11. 2001, 16:06 Lemmy is offline Mit Zitat antworten #14
Stevano
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Lieber Korrupt

um nochmal darauf zurückzukommen was ich mit "Mist" meinte,da es für dich ja nicht so offensichtlich war,erklär ich dir hier und jetzt.

In den Threats :
http://board.gulli.com/showthread.ph...hreadid=118207
http://board.gulli.com/showthread.ph...hreadid=111817
hatten wir unterschiedliche Meinungen,was nach meinem Denken ok ist,bezogen auf Joschka und die PDS usw.
Darauf nahmen mein Einwand bezug, in dem jetzigen Threat.
Da ich in den vorangegangen Threats von meiner Position bezogen auf die PDS abweichen mußte und auch überzeugt wurde(nebenbei nicht nur von euch beiden,aber hauptverantwortlich schon)mir eine neue Meinung zu bilden,brachte ich diesen Einwand und dachte ihr könntet euch dran erinnern. Weil ich mag es nicht und ich denke da gehen wir konform,wenn Argumente sich wiederholen. Ich werde mich nicht für mein Elefantengedächtnis entschuldigen,sondern es als Stärke behalten
Danke für deine schnelle Reaktion.....und noch was kommt dabei für mich rum,das ist es was für die beständigen Missverständnisse zwischen uns sorgt.
Das ich mich an Threats erinner, die dir schon längst nicht mehr im Gedächtniss sind.
Hoffe damit mal wieder ein Missverständniss aus den Weg geräumt zu haben......obwohl langsam glaub ich an Persöhnlichkeitsmissachtung

Gruß Stevano
Alt 27. 11. 2001, 20:55 Stevano is offline Mit Zitat antworten #15
Dexter
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Zitat:
Original geschrieben von bertolt
Natürlich brauchen wir die Grünen nicht. Und diese Erkenntnis ist keine neue. Wir leben in einer Epoche, in der es einer radikalen Opposition bedarf, um selbst das Geringste zu schützen. Der Grünen bedarf es nicht mehr.
Jein, im Nachhinein kann man sehen, dass die Grünen nur in der Opposition "stark" sind. Sie werden zwar 'ne ganze Weile brauchen um u.a. mein Vertrauen *lach* wiederzubekommen, aber ich denke, das ist alles ein wenig zu einfach, was Du (oder Ihr im restlichen Thread) sagst. Ich halte es für falsch, jetzt alles auf die PDS zu setzen. (Sieht man ja in Berlin, dass es nix taugt...) Also worauf ich mich eigentlich beziehe: die "radikale Opposition". Die Grünen sind mittlerweile nicht mehr wirklich grün oder links, insofern behaupte ich, brauchen wir trotzdem die Grünen (wen sonst noch? wenn jemand 'ne neue Partei gründet; meine Stimme ist Euch gewiss). Schon allein als eine Kraft jenseits der PDS, wo man dann Gegenstimmen/ Argumente gegen was auch immer eben nicht nur als Palaver der sogenannten/diffamierten Ex-Kommunisten abtun kann. Also ganz blumig: eine breitgefächerte Opposition brauchen wir. Und da gehören meiner Meinung nach die Grünen dazu (in ferner Zukunft mal wieder) wer sonst?
Alt 27. 11. 2001, 23:55 Dexter is offline Mit Zitat antworten #16
Stevano
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Mike genau so meinte ich es
Finde auch das man nicht einfach schwartz/weiß malen sollte.Verschärft könnte man auch fragen: Brauchen wir die CSU? Nach deiner Antwort,gibt es eigentlich nur ein unabdingbares ja
So ist doch unsere politische Landschaft: Wenn man niemanden mehr hat worüber man sich aufregen kann,dann wird es langweilig,oder?
Ich denke gerade für Langeweile haben die Grünen aber in letzter Zeit nicht gesorgt.
Deshalb werden sie auch vermutlich in ausreichender Zahl wiedergewählt. Frei nach dem Motto:Bad News,are good News-Böse Grüne,sind gute Grüne

Gruß Stevano
Alt 28. 11. 2001, 00:07 Stevano is offline Mit Zitat antworten #17
Korrupt
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Hm, MikeR, kann ich im Grunde beipflichten, aber ich glaub, wir ziehen unterschiedliche Schlussfolgerungen

Zitat:
Original geschrieben von Mike®
Jein, im Nachhinein kann man sehen, dass die Grünen nur in der Opposition "stark" sind. Sie werden zwar 'ne ganze Weile brauchen um u.a. mein Vertrauen *lach* wiederzubekommen, aber ich denke, das ist alles ein wenig zu einfach, was Du (oder Ihr im restlichen Thread) sagst.

Ich finde es leicht vermessen, mir drueber Gedanken zu machen, wie ich ne ehemals pazifistische Partei wieder ernstnehmen soll, die ... usw. -
Zitat:
Ich halte es für falsch, jetzt alles auf die PDS zu setzen. (Sieht man ja in Berlin, dass es nix taugt...) Also worauf ich mich eigentlich beziehe: die "radikale Opposition". Die Grünen sind mittlerweile nicht mehr wirklich grün oder links, insofern behaupte ich, brauchen wir trotzdem die Grünen


Versteh ich nicht. Wir brauchen doch ne gruene linke Partei und nicht ne zweite FDP, die sich gruen und links nennt.

Zitat:
(wen sonst noch? wenn jemand 'ne neue Partei gründet; meine Stimme ist Euch gewiss). Schon allein als eine Kraft jenseits der PDS, wo man dann Gegenstimmen/ Argumente gegen was auch immer eben nicht nur als Palaver der sogenannten/diffamierten Ex-Kommunisten abtun kann.


Freut mich, dass du das Problem eher bei den rechten Polemikern und nicht nur bei der PDS siehst.

Zitat:
Also ganz blumig: eine breitgefächerte Opposition brauchen wir. Und da gehören meiner Meinung nach die Grünen dazu (in ferner Zukunft mal wieder) wer sonst?


Nein, sicher nicht. Diese breite, bunte Opposition haben wir grade bereits in der globalisierungsskeptischen Bewegung, bei ATTAC, bei WTO- und Kapitalismuskritik, ob das jetzt Adbusters sind oder Oeko - NGOs, 3.Weltgruppen, Friedensaktivisten, gewerkschaftsnahe Bewegungen, Menschenrechtsgruppen etc. etc. - Da spielt der Widerstand, den wir brauchen, und dort kommen die Gruenen mit gutem Grund nicht mehr vor, weil sie dort schlicht nix mehr verloren haben, weil sie zum Teil des Problems geworden sind. Das sie einem dort "fehlen", kann ich hoechstens als Nostalgie deuten.

Geändert von Korrupt (28. 11. 2001 um 08:44 Uhr).
Alt 28. 11. 2001, 08:39 Korrupt is offline Mit Zitat antworten #18
Stevano
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Hm Korrupt du hast dich ja zur Ignoranz verpflichtet gegenüber mir,your Prob,betrifft ja nicht mich.
Zitat:
Original geschrieben von Korrupt
Ich finde es leicht vermessen, mir drueber Gedanken zu machen, wie ich ne ehemals pazifistische Partei wieder ernstnehmen soll, die ... usw. -
Ich finde es leicht vermessen,mir drueber Gedanken zu machen, wie ich eine ne ehemals komunistische Partei(PDS)wieder ernstnehmen soll,die ...usw.-

Der Satz ist genauso falsch wie deiner,mein ich

Genau das ist gemeint mit schwarz/weiß Malerei und nur deshalb weil eine Partei unter einem bestimmten Regierungsdruck mal nachgibt,das ist in etwa das gleiche wie Erwachsen werden.Dann macht man auch Dinge die einem unangenehm sind.
Zitat:
Original geschrieben von Korrupt
ob das jetzt Adbusters sind oder Oeko - NGOs, 3.Weltgruppen, Friedensaktivisten, gewerkschaftsnahe Bewegungen, Menschenrechtsgruppen etc. etc. - Da spielt der Widerstand, den wir brauchen [/b]
Die ersten drei sind mir überhaupt nicht geläufig und von Wiederstand zu sprechen,wenn sie kaum in den Medien auftauchen,halte ich für vermesssen.
Deshalb jetzt zu sagen,die Medien wären gleichgeschaltet?Welch ein flaues Argument!

Gruß Stevano
Alt 28. 11. 2001, 11:34 Stevano is offline Mit Zitat antworten #19
SnTnL
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Cool

Yo,
ich denke wir "brauchen" die Grünlis schon noch, zumindest erfüllen sie noch einen gewissen Zweck,bzw. haben einen spärlichen Nutzen (wenn auch geringen) als Dorn im SPD-Arsch. Ohne die Grünen mutierte die SPD doch innerhalb kürzester Zeit zur Ersatz-CDU oder zur CDU für arme oder wie auch immer...
Sicher sind unsere watteweichen Kuschel-Ökos nach 20-30 Jahren im Politbusiness genauso
a) desillusioniert (siehe Fischer, Trittin)
und b) korrumpiert (siehe den ganzen erbärmlichen Haufen) wie jeder Langzeit-Politiker.

Die PDS als Alternative in Betracht zu ziehen, kommt für mich persönlich noch nicht in Frage, weil ich 1. den Kadern im Osten unserer "Republik" noch immer nicht weiter traue, als ich sie werfen könnte und
2. weil ich die "jungen, tatkräftigen linken alternos"(Zitat hansano) im Westen nicht kenne (und daher auch nicht beurteilen will).

Als "innerpalamentarische" Opposition taugen Grüne als Regierungspartei nicht mehr allzu viel, was die ausserparlamentarische O. angeht, auch hier hat sich die Welt gedreht. Denn durch das sog. Erwachsenwerden der Grünen als Partei haben sie die (früher sehr starke) Verbindung zur Basis in Form von Bürgerinitiativen, Vereinen, Aktionsgruppen etc. fast vollständig verloren.

Was bleibt also?
Wohl nur die Möglichkeit, für die SPD das zu sein, was für die CDU/CSU die FDP ist - ´ne Mehrheitshure eben.
...und ab und zu eben der Dorn im Anus der angeblich regierenden.

Nebenbemerkung zur THC-Legalisierung (@Heroen):
Klar wollten sie das legal´n...als sie noch jung und schwungvoll waren...und vor allem jede Stimme brauchten, die sie kriegen konnten...(meine hätten sie dafür auf JEDEN!!) :r
Da halte ich es mit Volker Pispers (Kabarettist):
"Ja, fordern...fordern muss man dass...aber das muss man doch trennen können!"
auf deutsch: Vergisses! Bevor das mal ernsthaftes Tagesthema wird, haben wir ´ne grüne BundespräsidenTIN, nen PDS-Verteidigungsminister und nen parteilosen Kanzler auf einmal...
plupp machte die Seifenblase...

greetz
SnTnL
Alt 28. 11. 2001, 13:21 SnTnL is offline Mit Zitat antworten #20
Dexter
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Nur soviel erstmal: opposition meinte ich als "innerparlamentarische" Opposition. Ziemlich genau das was SnTnl sagt. Halt ein, wenn auch ziemlich Zahnloser, Gegenpol im Parlament. Ohne die Grünen (und die PDS)als Opposition im Parlament würde nicht mehr debattiert über Vor- und Nachteile bestimmter evtl. auch erst zu treffender politischer Entscheidungen.
Das Beispiel mit der APO, welches Du anbringst, taugt im Parlament nicht viel, da die den entsprechenden Stellen weit mehr am Arsch vorbeigehen als z.B. die Grünen in der Opposition. Also "der Dorn im Arsch" Oder auch nur "Schwätzer" Wenn's der Wahrheitsfindung dient
Und: die Grünen ernstnehmen? Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich das (noch) tue. Wahrscheinlich bin ich aber zu optimitisch, zu glauben, dass in einer fernen Zukunft bei den Grünen, so sie denn über ihren Katzenjammer der Nichtregierungsbeteiligung hinweg sein sollten mal wieder ein Umdenken kommen könnte. Jedenfalls kann ich mir schlecht vorstellen, dass die Grünen genauso leise sein werden wie die CDU momentan...
Ich denke, dass die Grünen die einzige Partei sind, die eigene Fehler auch erkennen können. Naja, Abwarten....
Alt 28. 11. 2001, 14:54 Dexter is offline Mit Zitat antworten #21
Radi2000
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Meine Meinung zum Thema lautet: Geld versaut jeden Charakter, es kommt nur auf die Höhe der Beträge an.
Die Grünen haben ihre Ideale verkauft, etwas schlimmeres kann eine alternative Partei nicht machen.
Bei den Regierungsparteien sind wir das ja gewohnt!
Stellt sich die Frage: Was sollen wir wählen?
Ich weiß es nicht, aber Grün kommt bei mir nicht in die Tüte.
Alt 28. 11. 2001, 21:29 Radi2000 is offline Mit Zitat antworten #22
PeterPanter
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Ahoi,

ein Thema, das uns wahrscheinlich nur noch ein Jahr beschäftigen wird, deshalb will ich auch mal mittun und zwar als Replik auf jemanden, der anscheinend noch an das Gute im Grünen glaubt...

Zitat:
Original geschrieben von Mike®
Ohne die Grünen (und die PDS)als Opposition im Parlament würde nicht mehr debattiert über Vor- und Nachteile bestimmter evtl. auch erst zu treffender politischer Entscheidungen.
Mag ja sein, dass sich die Grünen in der Opposition anders gerieren als in der Regierung.
Aber eine Partei wählen, in der Hoffnung, sie möge nicht zuu stark weerden, damit sie nicht in die Verlegenheit kommt, (mit)regieren zu müssen...Sorry, aber das scheint mir doch absurd.
Zitat:
Das Beispiel mit der APO, welches Du anbringst, taugt im Parlament nicht viel, da die den entsprechenden Stellen weit mehr am Arsch vorbeigehen als z.B. die Grünen in der Opposition. Also "der Dorn im Arsch" Oder auch nur "Schwätzer" Wenn's der Wahrheitsfindung dient
APO = AusserParlamentarischeOpposition
Da war der Name auch Programm, weil im Parlament nur CDUSPDFDP vertreten waren und eine parlamentarische Opposition nicht stattfand.
Zur Zeit spielt imo die PDS die Rolle der Opposition im Parlament wirklich gut (wobei man sagen muss, die Regierung macht es ihnen auch nicht schwer), während die Grünen wegen der haarsträubenden Unterschiede zwischen ihrem Verbalradikalismus in der Opposition und ihrer Prinzipien-über-Bord-Werferei in der Regierung wohl endgültig unglaubwürdig geworden sind.
Zitat:
Und: die Grünen ernstnehmen? Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich das (noch) tue. Wahrscheinlich bin ich aber zu optimitisch, zu glauben, dass in einer fernen Zukunft bei den Grünen, so sie denn über ihren Katzenjammer der Nichtregierungsbeteiligung hinweg sein sollten mal wieder ein Umdenken kommen könnte. Jedenfalls kann ich mir schlecht vorstellen, dass die Grünen genauso leise sein werden wie die CDU momentan...
Wenn ihr Lautester es seinem Freund Otto gleichgetan und zur SPD konvertiert ist, werden sie gewiss etwas leiser werden und sollten sie noch einmal in den Bundestag gewählt werden, wird dies ihre letzte Legislaturperiode sein.
Zitat:
Ich denke, dass die Grünen die einzige Partei sind, die eigene Fehler auch erkennen können.
Upps, wirklich?
Sollte dem so sein, wäre Selbstauflösung die konsequenteste Fehlerbehebung.
Zitat:
Naja, Abwarten....

greetz

PeterPanter
Alt 29. 11. 2001, 10:14 PeterPanter is offline Mit Zitat antworten #23
saucer
Logiozomechanophobe
 
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Ob wir die Grünen brauchen?
So sicherlich nicht, als Partei die ihre Ideale verkauft(e) und dass obwohl wir den Grünen dankbar sein sollten. Sind sie nicht eher die Vorzeigepartei? Bei Grünis wird noch demokratisch abgestimmt, wie es sich in unserer Bundesrepublik eigentlich gehören sollte und nicht Parteiintern nachgeplappert was Anführerschröder oder -westerwelle Vormonologen dass sie es dann im Nachhinein dennoch tun kann ich verstehen - aus Angst eben, Gut heissen kann ich es dennoch nicht.

Lange Zeit war für mich klar wen ich nächstes Jahr wähle, in einer westlichen Republik gehört eher die FDP ins Parlament als die PDS auch wenn sich die SED-Jünger einen dicken Pluspunkt verdient haben - waren sie doch die einzige Partei die gegen den "Otto-katalog" stimmte.

...Da waren sie wieder, meine 3 Probleme: kein Geld, keine Frau, keine Partei

(war "vormonologen" noch ein neologismus schreibt man "Gut heissen" mittlerweile wirklich so )
Alt 29. 11. 2001, 11:11 saucer is offline Mit Zitat antworten #24
bertolt
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