In Großbritannien gab es bisher, anders als beispielsweise in Deutschland, keine für die gesamte Bevölkerung verpflichtenden Ausweisdokumente. Das soll nach dem Willen der amtierenden Labour-Regierung nun anders werden. Dabei wollen sie die "National ID Card" direkt mit umfassenden biometrischen Merkmalen ausstatten. Nachdem Datenschützer bereits seit längerem gegen diese Pläne Sturm laufen, hat man nun offenbar auch handfeste praktische Probleme ausgemacht: Experten befürchten eine "Flut von falschen Zuordnungen".

Biometrie-Experte John Daugman, früheres Mitglied der mit der Überprüfung des Konzepts beauftragten Biometrics Assurance Group (BAG), kritisiert, durch die Verwendung von Fingerabdrücken und biometischen Gesichtsfotos zur Identitätsfeststellung würde es früher oder später zu so vielen Fehlern bei der Erkennung kommen, dass ein Zusammenbruch des Systems drohen könnte.

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