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13. 10. 2008, 18:14 #1
Musikmarkt: Mittelstand der Musik bricht weg, sagt Tim Renner
Tim Renner kann man mögen, muss man aber nicht. Zur Popkomm gab sich der Ex-Universal Deutschland Chef und Labelbetreiber von Motormusik die Ehre und dem Tagesspiegel ein längeres Interview. Interessant sind einige der Argumente, die er in die Diskussion um den Musikmarkt einbringt. Aus der aktuellen Situation schlussfolgert er, dass vor allem der "Mittelstand der Musik" am Tonträgerverkauf leidet. Dabei denkt er an Bands wie "Tocotronic" oder "Die Sterne".
Die fehlenden Einnahmen aus dem Tonträgerverkauf würde die Industrie kaum stören, da sie ohnehin schon seit längerer Zeit massive Einnahmen aus Liveauftritten und Merchandising hätten. Für die mittelgroßen Bands jedoch war und ist der Tonträgerverkauf nach wie vor eine wichtige Einnahmequelle, die aufgrund der aktuellen Entwicklung stagniert, so Tim Renner.
"Wir haben seit 1999 einen abfallenden Markt, was in erster Linie ein Absterben des Mittelstandes bedeutet. Durch die Digitalisierung entsteht sozusagen eine präindustrielle Gesellschaftsform: Es gibt ganz viele ganz unten und wenige ganz oben. Die, die unten sind, können gerade so überleben und denen oben geht es nach wie vor prächtig. Zerquetscht wurden alle, die dazwischen stehen."
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14. 10. 2008, 06:56 #2Chefredakteur
gulli:Redaktion
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Re: Musikmarkt: Mittelstand der Musik bricht weg, sagt Tim Renner
Der Mann ist durchaus streitbar, seine Aussagen klingen aber sehr fundiert!
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14. 10. 2008, 07:13 #3
Re: Musikmarkt: Mittelstand der Musik bricht weg, sagt Tim Renner
Tja, da der Mittelstand generell in der Wirtschaft stirbt, ist es nicht verwunderlich, dass es jetzt auch die Labels trifft.
Aber ich wette, die werden wie immer den bösen Raubmordkopiererterroristen die Schuld geben.
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14. 10. 2008, 07:29 #4Mitglied
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Re: Musikmarkt: Mittelstand der Musik bricht weg, sagt Tim Renner
Das was sich in der Finanzkrise derzeit darlegt kann genau so auf die Musikindustrie oder allen anderen Industriezweige umgelegt werden!
Wenn man ständig nur "think big" Geschäfte macht und auf faule Äpfel setzt bricht das Kartenhaus irgend wann zusammen.
Sich jetzt beschweren das Mikroökonomisch alles den Bach runter geht ist falsch, trotzdem ist es das Erkennen der Ursache und man könnte noch den Gaul rum reissen.
Ich bin jedenfalls froh darüber das in diesem Artikel mal NICHT über die Raubmordkopierer debattiert wurde.Einschlägig verurteilten "Rechts"anwälten Juristen gehört sofort Berufsverbot erteilt!
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14. 10. 2008, 07:39 #5
Re: Musikmarkt: Mittelstand der Musik bricht weg, sagt Tim Renner
Er könnt Recht behalten aus Gründen wie der Finanzkrise und der Tatsache das eine CD einfach viel zu teuer ist!!!
Mir ist schon klar das es zusammenhängt, aber vor der Krise gab es auch schon Maxis für 8 Euro und dafür kann ich mir dann im Netz 8 Songs runterladen???
\Gears of War 2<>Metal Gear Solid: Guns of the Patriots/
Mfg<>afk
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15. 10. 2008, 08:36 #6
Re: Musikmarkt: Mittelstand der Musik bricht weg, sagt Tim Renner
Wie Destiny666 das völlig richtig gesagt hat, ist das "Wegsterben" des Mittelstandes absolut keine Eigenerscheinung der Musikindustrie und seit längerem schon zu beobachten. Trotzdem ist es schön zu sehen, daß es Leute gibt, die das auch mal zur Sprache bringen.
Genauso hält es sich aber auch mit dem Thema Flexibilität. Wenn ich mir anschaue, was an Mobilität und Flexibilität so vom kleinen Arbeitnehmer gefordert wird und wie unflexibel sich im Gegensatz dazu oftmals die Positionen der Arbeitgeber darstellen, frage ich mich ernsthaft, wo da das Gleichgewicht aus Rechten und Pflichten geblieben ist.
Über die Abhängigkeit vom Finanzmarkt, der meiner Meinung nach sowieso jeder Logik zuwider existiert *, möchte ich hier gar nicht soviel sagen, außer daß ich Renner da völlig zustimme. Die Firmen sehen nur das große Geld, daß sie mit dem Ausschütten von Aktien aquirieren können. Die wirklichen Gefahren dahinter sind nur solange kaum zu sehen bzw. irrelevant, solange man noch einer der Vorderen/Führenden ist bzw. solange man das unbeirrt propagierte ständige Wachstum schafft. (Was imo ebenso Schwachsinn ist und sowohl die Resourcen der Welt als auch die Wirtschaft gängelt und nur einer sehr begrenzten Personenmenge (finanzielle) Vorteile bringt.)
*Geld als Ware ist unsinnig, solange es Zahlungsmittel ist. Geld stellt eine Repräsentation eines (Waren-)Wertes dar, es hat im engeren Sinne selbst keinen Wert, der handelbar wäre/sein sollte.
Im gleichen Atemzug sind eigentlich auch Zinsen als toxisch für ein Finanzsystem zu nennen, wenn sie die Einlagerung von Geld stützen. Als Zahlungsmittel ist es für den Markt nicht verfügbar und kann somit seinen Zweck eigentlich nicht erfüllen. Da Zahlungseinheiten fehlen, werden neue nachgeschoben. Inflation ist vorprogrammiert. Oder? Naja, gehört wohl in ne andre Diskusion ...Verdächtige Datei? => Online-Virenscanner (Mitte) - Anfang vom Ende oder Ende vom Anfang?
"Nich persönlich nehmen, ich wollte einfach mal wieder einen Wirrschreiberling zurechtstutzen.
Das kommt vor." (ich) {-_-} Sig v1.60i
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15. 10. 2008, 09:22 #7Mitglied
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Re: Musikmarkt: Mittelstand der Musik bricht weg, sagt Tim Renner
Ebenso ist es vollkommen Unsinnig auf Verluste zu spekulieren!
Da könnte man auch gleich Optionsscheine ausstellen für eine
Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl!
Da gibt es dann Optionsscheine für:
- Der Deliquent überlebt.
und
- Der Deliquent überlebt nicht.
Die Bank die dann "beide" Optionsscheine verkauft gewinnt halt immer
TOLLES SYSTEM.Einschlägig verurteilten "Rechts"anwälten Juristen gehört sofort Berufsverbot erteilt!
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15. 10. 2008, 11:40 #8
Re: Musikmarkt: Mittelstand der Musik bricht weg, sagt Tim Renner
Du weißt doch: die Bank gewinnt immer.

(Selbst wenn sie jetzt - scheinbar - Verluste "einfährt". Aber da ist ja ganz schnell der Staat da. Nur wo war der Staat, als es an die Gewinne ging? *dumm*)Verdächtige Datei? => Online-Virenscanner (Mitte) - Anfang vom Ende oder Ende vom Anfang?
"Nich persönlich nehmen, ich wollte einfach mal wieder einen Wirrschreiberling zurechtstutzen.
Das kommt vor." (ich) {-_-} Sig v1.60i
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15. 10. 2008, 12:05 #9Mitglied
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Re: Musikmarkt: Mittelstand der Musik bricht weg, sagt Tim Renner
Wenn Du die DEPFA oder die dt. Bank meinst ... JA!
Zitat von Schattenspieler
Gerade die DEPFA, mit einem Sitz in Irland, hat fette Verluste!
Schön das die DEPFA in Irland KEINE Steuern zahlen muss,
und man in Irland kaum einer Bankenaufsicht unterliegt.
Jetzt aber, nachdem man tonnenweise Geld verzockt hat, vorher
aber für die Gewinne keine Steuer gezahlt, schreit man nach
Steuermillionen zur Rettung.
Ich frag mich was schlimmer ist:
- ein Mörder der offensichtlich jemanden das Leben nimmt
- ein Banker der klammheimlich anderen das Leben ruiniert und andere in den Freitod treibt
?
Aber wir schweifen ein "wenig" vom Thema ab.Einschlägig verurteilten "Rechts"anwälten Juristen gehört sofort Berufsverbot erteilt!
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15. 10. 2008, 12:14 #10
Re: Musikmarkt: Mittelstand der Musik bricht weg, sagt Tim Renner
Ich kann das nachvollziehen und habe es selbst schon erlebt. Viele Künstler die ich gerne höre (meist weniger bekannt), können finanziell keine neuen CD's mehr auf den Markt bringen und haben sich aus dem Musikgeschäft zurückgezogen, was ich natürlich sehr schade finde und langsam nicht mehr weiß was ich noch hören soll
pGtum
BLUT! BLUT! BLUT! BLUT!
"Ich musste jetzt wirklich grübeln, ob der TS unglaublich "unintelligent", Legastheniker oder tatsächlich geistig behindert ist." (k-p-o)
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