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23. 10. 2008, 19:55 #1
EU: Öffentliche Ausschreibungen bevorzugen proprietäre Software
Einem aktuellen Bericht der EU-Stelle IDABC zufolge seien zahlreiche öffentliche Ausschreibungen für Softwareausstattung in Europa gesetzeswidrig, da sie proprietäre Anwendungen bevorzugen. Geht es nach der IDABC, sollten die ausschreibenden Behörden dafür juristisch belangt werden.
Die Abteilung IDABC der Europäischen Kommission ist zuständig für die Beschaffung von Software für den Behördeneinsatz in Europa. Im Auftrag der Behörde hat die Partnerorganisation UNU-Merit ein Dokument zu Beschaffungsrichtlinien für Software erstellt. Bei den Vorarbeiten zu der Studie stellten die Wissenschaftler fest, dass die Voreingenommenheit bei Behördenausschreibungen zugunsten proprietärer Software sehr weit verbreitet ist.
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24. 10. 2008, 12:06 #2Pädagogisch wertvoll!
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Re: EU: Öffentliche Ausschreibungen bevorzugen proprietäre Software
Aber für den Ausschreiber stellt es auch ein erhebliches Hindernis dar, wenn er zusätzlich zur neuen Software auch noch die bisherige Infrastruktur umstellen muss.
Wenn er also - um bei dem Beispiel mit den Autos zu bleiben - seine Firmenflotte mit Motor-Interfaces ausstatten will, soll er durchaus sagen können, dass er nur Angebote für VW-Motoren annimmt, weil er es sich nicht leisten kann, zu den möglicherweise billigeren BMW-Interfaces gleich noch einen Haufen BMW zu kaufen.
Und afaik gibt es auch Regelungen vom Anbieter der bisherigen Software, welche Software darauf aufsetzen kann. Wegen Garantie usw./\.....This is Hammer, the arch-nemesis of brick, the arch-nemesis of
II====.'Bunny'. Cut'n' Paste it into your signature to destroy the brick,
II.....squashing Bunny's plans for world domination.
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24. 10. 2008, 13:48 #3Mitglied
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Re: EU: Öffentliche Ausschreibungen bevorzugen proprietäre Software
Hier wurden klare Zahlen genannt.
Microsoft-Produkt:
Fast alle MS Produkte sind durch andere Software zu ersetzen.
Orakel:
Es gibt noch andere Anbieter von Datenbanken, die alle durch SQL zu 100% kompatibel sind.
Wir reden hier von der öffentlichen VERWALTUNG. Der Hauptgrund ist nämlich, die Mitarbeiter auf andere Produkte "umzuschulen", weil es in der öffentlichen Verwaltung schon damals schwer war ne EDV einzurichten ... Ich habe dort selbst sehr lang gearbeitet und ich weis wie schwer sich die Mitarbeiter mit neuer Software tun, die nicht aussieht wie MS Word oder Excel...
Sorry, aber ein riesigert Teil der öffentlichen Verwaltung könnte auf MS verzichten... wenn man es schaffen würde den Mitarbeitern in den "ARS..." zu treten.
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24. 10. 2008, 18:36 #4
Re: EU: Öffentliche Ausschreibungen bevorzugen proprietäre Software
Es ist doch eigentlich nur logisch OpenSource-Software zu benutzen in Unternehmen (und eigentlich generell).
1. Man hat den Quellcode und kann jemanden beschäftigen der diesen ggf. anpasst an eigene Bedürfnisse. Wenn man etwas eigenes entwickelt kann man es veröffentlichen und andere Leute werden es warten und perfektionieren (ganz wichtig meiner Meinung nach - Durch weite Verbreitung wird das Bedürfniss nach "guten Standards" größer und das ganze perfektioniert sich automatisch langfristig).
2. Die Software kann kostenlos genutzt werden - Es fallen keine Lizenskosten für diese an sich an (Nur für Beschaffung - Datenträger, Datentransfer etc.).
Ich finde außerdem das es Pflicht des Staates und der Länder ist (gerade auch wg. Staats haushalt) OSS zu benutzen, anstatt einem Oligopol (welches überwiegend im Ausland sitzt - sprich USA) Geld in den Rachen zu schmeißen. Desweiteren kann man mehr Programmierer und Admins in Deutschland beschäftigen und autonomer und zielgerichteter agieren/struktuieren."Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen." Evelyn Beatrice Hall
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