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01. 11. 2008, 15:41 #1
Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
Gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) hat das Bundeskriminalamt die Empfehlung ausgesprochen, man solle für Onlinebanking-Geschäfte extra ein eigens dafür eingerichtetes Betriebssystem nutzen. Grund dafür sind die immer raffinierter werdenden Methoden der Datendiebe und Betrüger. Die Vorratsdatenspeicherung sei die einzige Möglichkeit, bei Delikten dieser Art zu ermitteln.
Der Chef des Bundeskriminalamts (BKA) Jörg Ziercke gab folgende Empfehlung: "Am besten benutzen Sie zwei voneinander getrennte Betriebssysteme - eines fürs Online-Banking und ein anderes fürs Surfen." Die Begründung sei, dass die Methoden der Verbrecher immer raffinierter werden, Schadsoftware auf fremden Rechnern einzubringen. In diesem Zusammenhang soll man auch darauf achten, dass man beim Geldabheben den Türöffner mit einer anderen Karte bedient, als derjenigen, mit welcher man tatsächlich Geld abhebt. Die Trennung von Betriebssystemen soll zusätzliche Sicherheit schaffen und das Risiko der Infizierung verringern (siehe hierzu zum Beispiel auch Konzepte wie den Banking Browser 2008). Nach der Aussage von Ziercke würde es schon genügen, wenn mutmaßliche Täter E-Mails mitlesen. Bei einer E-Mail-Bestätigung von einer Reisereservierung wüssten die Täter, wann eine gute Zeit zum Einbrechen sei.
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01. 11. 2008, 16:41 #2
Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
Der Ottonormal-Computernutzer wird vermutlich einen fertigen PC vom MediaMarkt bei sich zu Hause stehen haben und dementsprechend wenig Ahnung von der Einrichtung eines Betriebssystemes haben. Für den etwas geübten Betriebssystem-Installierer mag Partitionierung, Treiberinstallation und Netzwerkkonfiguration möglicherweise trivial erscheinen, die meisten Menschen werden damit jedoch nicht zurecht kommen.
Gerade für ältere Personen, die den Computer häufig ausschließlich für Onlinebanking und fürs Surfen im Web gebrauchen dürfte die Betriebssystem Thematik enorm abschreckend wirken.
Dazu kommt, dass der gemeine Computernutzer viel zu faul ist, ständig neu zu booten, nur weil er eben schnell eine E-Mail mit Rechnung bekommen hat.
Abgesehen von Spyware die man sich während des normalen Surfens zuziehen kann sind doch eine Hauptgefahren gefälschte Webseiten und Phishing-Emails. Davor hilft auch ein zweites Betriebssystem nicht.
Prinzipiell halte ich für Aufklärung über die Gefahren bei Geldgeschäften im Internet in Verbindung mit einem geeigneten, systemfremden Browser wesentlich effektiver, um die Sicherheit von Anwender zu verbessern.
Diesen Banking Browser hab ich noch nicht näher betrachtet, geht theoretisch aber sicherlich in die richtige Richtung.
Auf einem Infoflyer ist sicher auch weniger versierten Nutzern verständlich zu erklären, wie man beispielsweise einen Firefox mit Noscript einrichtet und bedient.
Darüber hinaus sollten Banken ihren Kunden bei der Einrichtung einer HBCI Verbindung unter die Arme greifen, denn momentan ist das noch eine ziemliche Rennerei bis man alles erledigt hat (wiederum ein unerwünschter Aufwand für den Nutzer). Das TAN System ist sicherheitstechnisch nicht mehr zeitgemäß.Geändert von Raycluster (01. 11. 2008 um 16:43 Uhr)
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01. 11. 2008, 16:43 #3
Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
Ihr Bundeskriminalamt empfiehlt ihnen den bundestrojaner zu installen so dassen wir bei einem einbruch in ihren PC denn täter auf die spur kommen können.

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01. 11. 2008, 16:46 #4
Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
Der Verweis auf den Nutzen der Onlinedurchsuchung unter dem Vorwand der Sicherheit ist natürlich eine Frechheit.
Kein Betrüger stellt sich so dumm an, sich von einem Bundestrojaner kompromittieren zu lassen.
Oha Bullshit#700 mittlerweile von mir in diesem Theater...
Geändert von Raycluster (01. 11. 2008 um 17:35 Uhr)
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01. 11. 2008, 16:47 #5Mitglied
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Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
@Raycluster
Ist das so schwer?
Schon mal etwas von
1,) Linux Live CDs gehört. CD rein, PC neustarten und von CD Banking machen. fertig
2.) Wem Linux zu schwer ist der nimmt eben eine Windows PE Version.
Da die CD schreibgeschützt ist, ist die sicherer als ein zweites OS auf dem PC.
Und auch schwachsinnig da es auch aktuell sein muss, Virenscanner usw. Deshalb ist es von CD besserYour IP here
Errare humanum est. Duobus litigantibus tertius gaudet. Carpe diem.
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01. 11. 2008, 16:54 #6
Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
Wenn jemand genügend Kenntnisse hat um mit krimineller Energie einen Onlinebanking Kunden zu bestehlen, der wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht arglos mit seiner eigenen IP umgehen.
imho ist das mal wieder der Versuch, uns die Vorratsdatenspeicherung bekömmlich zu servieren.
Geändert von schmonses (01. 11. 2008 um 18:16 Uhr)
Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, was du verstehst!
..::..MEIN SYSTEM..::..
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01. 11. 2008, 16:54 #7
Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
... für dich und mich ist das vermutlich überhaupt kein Problem. Den meisten Benutzern von Onlinebanking sagt dieses "Linux" geschweige denn "Live CD" überhaupt nichts, da ist dann das darauf enthaltene Betriebssystem zweitrangig.
Zitat von ghosthunter
Und ja! Für Personen die sich wenig mit Computern beschäftigen ist sowas schwer.Wir leben in einer Lithium-Ionen Gesellschaft - Ohne Memory-Effekt!
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01. 11. 2008, 17:06 #8Mitglied
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Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
hieß es nicht am Anfang, dass die Vorratsdatenspeicherung sowieos nur für Schwere, terroristische Verbrechen benutzt werden darf. Das schließt doch Onlinebetrug von vorn herein sowieso aus. Also machts doch in der Richtung ohnehin keinen Unterschied ob man nun VDS hat und nicht drauf zugreifen darf oder ob mans gleich weglässt. Wenn sich das BKA an seine eigenen Vorgaben hält, dann DARF die VDS also garkeinen Sicherheitsgewinn für Onlinebanking bringen. Wenn sie es doch tut, verstößt man gegen die eigenen Vorgaben.
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01. 11. 2008, 17:10 #9
Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
Ein Betriebssystem fürs Online-Banking und eins fürs Surfen, ein anderes für E-Mail und noch eins zum Briefeschreiben, wiederum eins, um Bilder von der Kamera anzuschauen und vielleicht noch eins, mit dem man zocken kann.
Wie wäre es stattdessen mit einem "Bundeslinux"? Alle Betriebssysteme, die man den lieben langen Tag so braucht, in Einem - und dazu auch noch mit automatischer Datensicherung an einem entfernten Ort.
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01. 11. 2008, 17:12 #10
Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
@csLestard
So hieß es mal am Anfang der Debatte...hieß es nicht am Anfang, dass die Vorratsdatenspeicherung sowieos nur für Schwere, terroristische Verbrechen benutzt werden darf.Allgemeine Erklärung der Menschenrechte/Artikel 19
Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.
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01. 11. 2008, 17:29 #11
Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
Jap das ist zu schwer und viel zu aufwendig/unangenehm für wenig versierte Computernutzer.
Zitat von ghosthunter
Ich fahr meine Rechner selber mehrgleisig mit verschiedenen Betriebssystemen. Aber nur weil ich selber damit zurecht komme mach ich nicht den Fehler zu erwarten, dass ein Jeder damit zufrieden ist.
Erklär mal der 60 jährigen Omi, dass sie jetzt eine "LiveCD mit Linux" in ihren Laptop einlegen muss. Dann soll sie noch neustarten, Ewigkeiten warten bis das System gebootet ist, wo sie dann eine vollkommen ungewohnte Benutzeroberfläche vorfindet. Mit Glück läufts WLAN, wo sie dann den WPA Key eingeben soll.
Anschließend noch ein Homebanking Programm über einen Paketmanager installieren und die HBCI Konfiguration irgendwie dort einstellen, möglicherweise noch von einem USB Stick.
Und das nur, weil Omi sich schönes Geschirr für 29,90€ bei Amazon bestellt hat??
Das und Schlimmeres erwartet dich, wenn du jemandem mit einer LiveCd kommst.
Das ist ja fast als naiv zu bezeichnen
Zitat von csLestard

Warts nur ab... Die Pflicht, sämtliche Computeraktivitäten melden zu müssen (automatisiert versteht sich) wird auch noch kommen. Ganz so schnell wie man sich es wünschen würde (als übereifriger Innenminister) bekommt man es aber dann doch nicht durch.
Zitat von Wulk
Geändert von Raycluster (01. 11. 2008 um 17:34 Uhr)
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01. 11. 2008, 17:46 #12Mitglied
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Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
Der wird auch kein zweites OS helfen. Und geschweige dann das die ein AV auf dem PC haben.Erklär mal der 60 jährigen Omi, dass sie jetzt eine "LiveCD mit Linux"
Aber meistens reicht immer noch brain. Das sollte auch eine 60 jährige haben.
Soll heißen, nicht immer alles anklicken.
Auch gibt es inzwischen Linux Live CDs fertig auf einem USB-Stick, bootfähig.
Stick rein und fertig. Die Linux Oberflächen sind Windows ähnlich.Your IP here
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01. 11. 2008, 17:55 #13
Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
Diese Einstellung ist genau das Problem, warum ein Kluft zwischen Leuten, die sich mim PC auskennen und jenen die es nicht tun herrscht.
Die einen haben eine Scheu vorm Rechner während die anderen einem noch sagen, dass das ganze doch total einfach ist und man sich nicht so blöd anstellen soll.
Glaub mir, es gibt haufenweise Menschen, die wesentlich intelligenter sind als du und ich, die nichtmal in die Nähe eines Computer kommen wollen!
Habs schon in irgend einem anderen Thread gepostet, es gibt kaum was nervigeres, als Leute, die einem Linux aufschwatzen wollen. Windows ist ein gutes Betriebssystem, viele Linuxdistris sind gute Betriebssysteme, Punkt und aus.Geändert von Raycluster (01. 11. 2008 um 17:58 Uhr)
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01. 11. 2008, 18:10 #14
Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
Wir sollten EEEs umrüsten auf Online-Banking only

Das wäre dann so wie mit diesen "Lerncomputern" dies früher mal gab
LateShow-Fan? lateshows.net :)
don't whine, be fine!
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01. 11. 2008, 18:17 #15
Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
Es geht doch um ein zweites Betriebssystem und nicht gleich um einen zweiten Rechner.
Wobei eigentlich gehts darum, eine Rechtfertigung für die Online Durchsuchung in Verbindung mit scheibar hilfreichen Tipps, die die Kompetenz der Regierung andeuten sollen in die Medien zu bekommen.
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01. 11. 2008, 18:32 #16Mitglied
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Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
@Raycluster
Es muss doch kein Linux sein, das war nur eine kostenlose Alternative, es geht auch eine Windows PE Version
Erstellen lassen, von der CD booten und fertig.
Ich bin in der Computerbranchse tätig. Unter anderem Admin Aufgaben und vieles mehr. Ich kenne viele "schlaue" Leute die Probleme mit PCs haben. Aber solche Leute wird es immer geben.Glaub mir, es gibt haufenweise Menschen, die wesentlich intelligenter sind als du und ich, die nichtmal in die Nähe eines Computer kommen wollen!
Die anderen die wissen was Windows PE ist oder eine Linux Live CD, die sollten sowas erstellen und nutzen. Die anderen die sich nicht trauen, deren Problem
Die können sich schlau lesen.Your IP here
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01. 11. 2008, 18:36 #17
Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
Na dann...
Zitat von ghosthunter
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01. 11. 2008, 18:47 #18Gesperrt
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Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
Und wer hat schon allein von Amts wegen Zugriff auf e-Mails und kann und darf daher mitlesen?Nach der Aussage von Ziercke würde es schon genügen, wenn mutmaßliche Täter E-Mails mitlesen. Bei einer E-Mail-Bestätigung von einer Reisereservierung wüssten die Täter, wann eine gute Zeit zum Einbrechen sei.
Ziercke - du hast nicht nur keine Ahnung, du schießt auch noch ein absolutes Eigentor.
Dafür gibts ja mittlerweile Weiterentwicklungen wie eTan. Damit dürfte sich eigentlich keine gültige TAN mehr verschicken lassen, da zur Berechnung ja auch die Kontonummer des Empfängers genutzt wird.Das TAN System ist sicherheitstechnisch nicht mehr zeitgemäß.
Ich lasse mich aber gerne aufklären.
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01. 11. 2008, 19:05 #19SurrenderGast
Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
Aha die Staatsicherheit (Stasi) empfiehlt... da rutscht mir vor lAchen die Wurst aus dem Schliessmuskel!
Was kommt als nächstes? BKA empfiehlt Vista und Norton Security?
Ich empfehle solange Banken die Beweisslast auf den Kunden abwälzen generell kein Onlinebanking!
Der Kunde muss der Bank beweisen das er nicht leichtfertig mit Zugangsdaten und Security war!!!
Wenn er es nicht kann darf er um Kulanz betteln!Geändert von Surrender (01. 11. 2008 um 19:07 Uhr)
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01. 11. 2008, 19:42 #20
Re: Bundeskriminalamt rät: eigenes Betriebssystem für Onlinebanking
Prinzipiell ist eTan natürlich nicht schlecht. Paypal hat ja auch ein vergleichbares Verfahren.
Zitat von wolfkid
Aber ganz ehrlich, HBCI ist mir da wesentlich lieber. Da ist das Verfahren bekannt, man weis eben was man hat. eTan ist immer so eine Geschichte. Vertraut man einem System, dessen Arbeitsweise nicht offengelegt wirklich mehr, als ein ordentliches Verschlüsselungssystem?
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