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12. 11. 2008, 01:18 #1Mitglied
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Buch schreiben. Story Inside.
Das Königreich ist gerade mitten in einer Schlacht gegen die dunkle Armee von Hexe Lyria.
Du bist der Anführer und der tapferste Held der königlichen Armee und führst deine Leute gerade zum Angriff gegen die Armee von Hexe Lyria.
Als ihr auf die Armee zureitet spricht Lyria einen Zauber aus womit sie DICH(einen der Hauptcharakter name noch unbekannt)in eine andere Zeit reisen lässt.Nun in der anderen Zeit angekommen versuchst du einen Zauber zu finden der dich zurück in deine Zeit reisen lässt.In der Zeit hat Hexe Lyria
mit ihrer Armee das Königreich übernommen und nur noch ein paar überlebende die geflüchtet sind kämpfen ums überleben.
Was haltet ihr von der Story ?
Wäre nett wenn ihr etwas dazu schreiben könnt.
Gruß Scherer
Geändert von coldneo (12. 11. 2008 um 01:23 Uhr)
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12. 11. 2008, 03:26 #2
Re: Buch schreiben. Story Inside.
Lieber Scherer,
ohne dir zu nahe treten zu wollen, deine Story klingt so nach einer 08/15-Fantasy Geschichte. Ich sehe keinen einzigen originellen Einfall. Überlege dir für deine Geschichte, falls du sie denn jemals verfassen wirst, wenigstens ein paar Twist (neudeutsch für Überraschungsmomente).
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12. 11. 2008, 08:12 #3Mitglied
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Re: Buch schreiben. Story Inside.
Ne ist schon ok

Das ist ja auch nur das Grundgerüst an dem ich mich orientiere
natürlich ist das nicht alles. Werden noch gute Überraschungsmomente vorkommen^^
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12. 11. 2008, 09:15 #4Mitglied
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Re: Buch schreiben. Story Inside.
Hier ist mal das PROLOG

Falls es jemand interessiert.
Der Held eines verlorenen Königreichs
Prolog
Es war dunkel an diesem Tag, der Himmel verfärbte sich rötlich, die Kriegstrommeln
wurden lauter. Ich wusste ganz genau, der Tag, an dem all meine schlimmsten Träume
war werden sollten, ist gekommen. Mein Leben von klein an, bis heute spielte sich
noch einmal in meinem Kopf ab, als ich die mindestens hunderttausend Mann große
Armee von Lyria, der Machtbesessenen Hexe, sah. Ich wusste es, eines Tages würde
es soweit sein, irgendwann würde es diese Hexe probieren den König zu enttrohnen.
Ich drehte mich zu meiner Armee, loyale, starke Krieger, die alles für ihren König tun
würden. Ich nahm meinen Helm ab, den der König für mich schmieden ließ, ein edler
Helm, geschmiedet vom besten Schmied der Stadt, mit den besten an Rohstoffen die
es auf unserem Kontinent in Avrisia gibt. „Meine tapferen, erbahmungslosen Krieger“,
sagte ich zu ihnen, „macht euch bereit für euren König, eure Familien, Frauen und
Kindern, bis zum letzten funken Hoffnung zu kämpfen. Lasst eure Familien nicht unter
dem Hass, dem Spot und der Qual der Hexe leben. Kämpft, wenn es sein muss bis zum
bitteren Ende.“ Das Heer, es sah mich an, bereit alles zu tun um genau das zu vermeiden.
Ich setzte meinen Helm wieder auf wandte mich meinem Heer ab und blickte auf Lyria,
die auf einem riesigen schwarzen großen Ungeheuer saß. Es sah aus wie eine Mischung
aus einem Greifen und einer etwas zu groß geratener Echse. Es hatte Flüge, lang und
schwarz wie die Nacht, lange Reißzähne, scharf wie die schärfsten Schwerter unserer
Schmiede, einen langen kräftigen, mit Stacheln umsähten Schwanz, mit dem einen das
Monster ohne Probleme die Rüstung durchdringen könnte. Ich betrachtete Lyria´s
Armee, dumme, übelriechende, blutrünstige Orks, riesige Trolle, zurückgebliebene
Tauren sowie Harpyien und andere geflügelte Ungeheuer, dessen Anblick mich
anwiderte. Genau in diesem Augenblick setzte sich die Armee in Gang. „Männer,
macht euch bereit diesen hässlichen, grauenvollen, übelriechenden Kreaturen ein Ende
zu setzen.“, rief ich lautstark vor mir her. Einige Wimpernschläge später war die Armee
von Hexe Lyria nur noch ein paar hundert Meter von uns entfernt. „Angriff“, schrie ich.
Als wir gerade Anfingen in Bewegung zu kommen betrachtete ich Hexe Lyria, die
irgendetwas im Schilde zu führen schien. nur noch wenige Meter trennten unsere
Heere. Ich verspürte ein ungutes Gefühl was sich von meinen Beinen bis in die letzte
Haarspitze zog. Langsam wurde es eng, aber dann stoppte die Armee von Hexe Lyria
urplötzlich, als wären sie durch irgendeinen Zauber paralysiert worden. Wenige Sekunden
später flog eine unbekannt Materie auf uns zu, es schien als hätte Lyria einen unbekannten
Zauber vorbereitet während dem wir uns fortbewegten und uns auf die Armee von ihr
fixierten. Der Zauber bewegte sich allmählich schneller auf uns zu. Noch ehe ich reagieren
konnte, hatte mich der Zauber schon erfasst und setze mich für wenige Minuten außer
Gefecht.
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12. 11. 2008, 16:39 #5
Re: Buch schreiben. Story Inside.
Also mir gefällt dieses Genre ganz besonders. Wenn du dein Buch fertig hast, lese ich es gerne und gebe auch gerne Kritik - sag mir einfach per PN Bescheid...

Der Prolog ist á la HdR - macht Lust auf mehr...
PS: die Rechtschreibung+Grammatik vielleicht noch mal überarbeiten - ist aber nix Wildes...
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12. 11. 2008, 17:52 #6Mitglied
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Re: Buch schreiben. Story Inside.
Den Prolog finde ich interessant
Wie ein prolog halt sein sollte macht er Lust auf mehr
Ich hätte auch Interesse daran
Hast du denn bis jetzt schon mehr vom Buch geschrieben, und wird es irgendwo richtig veröffentlicht, oder auf "Jung-Autor-Seiten" wo man seine Bücher via pdf o.ä. vorstellt?
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12. 11. 2008, 20:19 #7Mitglied
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Re: Buch schreiben. Story Inside.
Ja , habe schon einiges geschrieben.
Ich weiss nicht wo ich es veröffentliche
vllt. sogar hier im board ^^
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12. 11. 2008, 20:23 #8Mitglied
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Re: Buch schreiben. Story Inside.
also das Grobe klingt schon nicht schlecht^^
meine frage ist, was is denn dein spezialgebiet(also eher fantasy,roman,komödie usw.)???
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16. 11. 2008, 15:59 #9Mitglied
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Re: Buch schreiben. Story Inside.
Ok, dann überleg dir mal wo bzw. wie du es veröffentlichst.
Viel spaß beim Schreiben
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19. 11. 2008, 18:43 #10Mitglied
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Re: Buch schreiben. Story Inside.
Ich habe mal nen Tipp für Dich! Es gibt ein neues Literaturportal mit Namen www.triboox.de. Vielleicht hast du ja mal Lust da deine Geschichte vorzustellen.
Hier ist ne Meldung dazu: Presseportal.
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19. 11. 2008, 18:51 #11Mitglied
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Re: Buch schreiben. Story Inside.
machs doch ala day of the tentacle... mehrere helden, verschiedene zeiten.
Das bringt mehr tiefe weil verhalten von person a) in der vergangenheit die welt von person b) in der zukunft verändert.
Oder wo wir schon dabei sind, wieso wird sie nich besiegt und reist dann in der zeit zurück ala borg in diesem first contact mief von star dreck?
Held a und b halten sich an ihr fest oder folgen sonst wie und held a kann entkommen während sie held b in die feeeehrne zukunft schießt?
Durch mehrere zeit ebenen könnte man das ganze denke ich a) auffrischen und b) viel viel viel tiefer machen...?
Nur sone idee am rande.
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19. 11. 2008, 19:30 #12Realist
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Re: Buch schreiben. Story Inside.
Ich würde die Storys von anderen nicht klauen...irgendwie blöd
Das Buch hört sich gut an, aber vielleicht liegt es daran das ich solche Bücher einfach mag...
Veröffentliche es bitte hier im g:b!
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10. 01. 2009, 13:44 #13
Re: Buch schreiben. Story Inside.
Day of the Tentacle ist ein Klassiker. Vielleicht kannst du die Toilette übernehmen, die die Zeitebenen verbindet...
Mal ernsthaft: Dein Prolog klingt nicht schlecht. Magst du ein paar mehr Auszüge posten? Wenn du weitere Kritik haben möchtest, ist ein Portal wie triboox.de, das whirlpool erwähnte, wirklich nicht schlecht. Da tummeln sich viele Nachwuchsautoren, die sich austauschen. Und deine Texte können auch nicht so leicht stibitzt werden, da sie in einem eReader zu lesen sind.
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12. 01. 2009, 21:23 #14
Re: Buch schreiben. Story Inside.
Ja wirklich, der Prolog ist nicht schlecht, auch wenn mir die formulierung nicht an allen stellen zusagt, aber jedem das seine
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12. 01. 2009, 22:42 #15
Re: Buch schreiben. Story Inside.
Zu dem Prolog hätte ich 2 Dinge zu sagen:
1. Das Heer wird sicherlich nicht komplett seinen Anführer ansehen können.
Wenn er klug ist, wird er sich auch nicht davor stellen, sondern die einzelnen Einheiten besuchen.
Vielleicht sogar die ein, oder andere, äh, spezielle Überraschung mit ihnen planen.
2. Eine, in dieser Beziehung, Hexe wird nicht in Sichtweite sein. Es sei denn, sie ist sich ihres Sieges sicher.
Und streich ihr Reittier etwas weniger heraus. Beschreib sie mehr, dann hast du später mehr zu erzählen.
Ist natürlich nur meine Meinung, also nimm es nicht als Kritik, sondern als Vorschlag.
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12. 01. 2009, 23:37 #16
Re: Buch schreiben. Story Inside.
Sorry, aber den Prolog find ich wirklich nicht gut. Du handelst alles viel zu schnell ab; Resultat => Spannung gleich Null. Allein eine bessere Rede des Protagonisten an sein Heer würde einiges raus reißen.
Geändert von Enormo (13. 01. 2009 um 01:33 Uhr)
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13. 01. 2009, 01:31 #17
Re: Buch schreiben. Story Inside.
Hier mal meine Version:
Spoiler:
Zeit der Dunkelheit
Warten.
Nichts ist schlimmer als das ewige Warten bevor die Schlacht beginnt. Ich saß im Sattel meines prächtigen, kampferprobten Streitrosses auf einer leichten Anhöhe, neben mir die besten Generäle des Königreichs. Ein eisiger Wind pfiff über das Land und zerrte an meinem Fellmantel, den ich über meiner gestärkten Rüstung trug. Mein Pferd schnaubte ungeduldig und scharrte mit dem Huf in der trockenen, staubigen Erde. Am Horizont türmten sich dunkle Gewitterwolken auf, die von dem Unheil kündeten, das uns erwartete. Mein Kämpferherz konnte es kaum erwarten, dass es seine Blitze auf uns schleudern würde, dass es dieses elendige Warten endlich beendete.
Doch mein anderes Herz, das Herz eines Vaters, das Herz eines fürsorglichen Ehemanns schlug auf eine andere Weise. Und ich spürte auch das Unbehagen der Männer in meinem Rücken. Ich drehte mich um und musterte sie. Die wenigsten von ihnen waren echte Soldaten, echte Kämpfer. Größtenteils standen da Bauern und Schmiede, denen man ein Schwert oder einen Speer in die Hände gedrückt und einen Helm auf den Kopf gesetzt hatte. Ich sah ihre verunsicherten und ängstlichen Gesichter. Auch ihnen machte das Warten zu schaffen.
Ich wendete mein Pferd vollends und ritt ein Stück auf die Armee zu. Sofort richteten sich ihre Blicke auf mich. Das Licht der untergehenden, blutroten Abendsonne spiegelte sich auf meiner Rüstung und auf meinem Schild. Ich zog mein Schwert aus der Scheide und das helle Geräusch hallte auf der Ebene wider .
„Männer!“, rief ich mit voller Stimme und allein bei diesem Wort blitzten die Augen der Soldaten auf, „Eine erbitterte, harte Schlacht steht uns bevor! Das machtgierige Weib, diese widerwärtige Hexe Lyria, wird uns mit allem entgegen treten, was ihre finsteren Abgründe der Magie zu bieten hat. Welle um Welle an Ungeheuern wird sie uns entgegen werfen, um uns und unsere Moral zu mürben, um uns zu töten! Ich spüre eure Angst, Kameraden! Doch denkt nicht an euch. Denkt nicht daran, ob ihr dieses Schlachtfeld lebend verlassen werdet oder nicht.
Denkt an eure Familien! Sie haben Angst. Eure Frauen und Kinder sitzen in ihren Häusern, eng aneinander gedrängt, Schutz suchend. Ihr seit deren Schutz, Männer! Ihr seit das letzte Bollwerk gegen das Böse. Die Hoffnung des Landes, die Hoffnung eurer Töchter und Söhne, die Hoffnung aller ruht auf euch! Verzagt nicht, wenn euch die Dunkelheit des Bösen umhüllt! Kämpft! Kämpft mit allem, was ihr habt! Die Schrecken der Hexe werden auf uns hernieder gehen, werden uns von den Füßen reißen. Doch wir, Männer, wir werden immer wieder aufstehen! Wir werden ihnen stets aufs Neue die Stirn bieten, mit einem grimmigen Gesicht! Wir werden die Klinge in die Finsternis stoßen, immer und immer wieder! Sie werden an uns zerschellen wie Flutwellen an den Felsen unserer Küste! Denn wir sind Soldaten des Königreichs! Heute holen wir uns den Sieg, Männer! Und schon morgen werdet ihr bei euren Familien feiern, denn sie sind es, warum wir heute hier stehen! Lasst die Hoffnung nicht fallen, denn solange unsere Liebsten auf uns warten, wird es immer Hoffnung geben! Für Rogolan, für unseren König!“
Mit diesen Worten reckte ich mein Langschwert in die Höhe, als wollte ich es in die Wolken stoßen und tausende Männer taten es mir gleich. Ein mächtiger Schrei ging durch die Reihen und brachte die Erde unter unseren Füßen zum Zittern. Waffen und Schilde wurden aneinander geschlagen und die verängstigten Mienen wichen grimmiger Entschlossenheit. Selbst die Sonne schien noch einmal all ihre Kraft zusammen zu nehmen, denn in dem Moment riss die Wolkendecke für einen Moment auf und tauchte das Heer in weiches, warmes Licht.
Ich wendete mein Pferd und ritt zurück zu den Generälen, die nach wie vor die Ebene vor uns beobachteten.
„Was meint Ihr, wann die Hexe mit ihrem Gesindel auftaucht?“, fragte mich Sergio, einer von ihnen. Ich wollte gerade antworten, da ertönte ein mächtiger Trommelschlag. So laut, als stamme er aus der Schmiede der Hölle selbst. Und mit einem Schlag war die Welt wieder in Dunkelheit getaucht. Die Wolken schienen nun schwärzer und dichter als je zuvor. Dann noch ein Trommelschlag und ich hörte, wie das Heer hinter mir zusammen zuckte. Und plötzlich bebte die Erde. Doch es war kein gewöhnliches Beben, wie es in diesen Küstengebieten gelegentlich vorkam. Und bald wurde mir klar, welchen Ursprung dieses Grollen hatte. Ein langgezogener, gutturaler Schrei, der niemals menschlich sein konnte, ertönte und dann waren Schatten auszumachen, die aus der Dunkelheit am Horizont kamen. Noch konnte ich nichts Genaues erkennen, doch sie kamen immer näher. Und als ich erkannte, mit was für Wesen wir es zu tun hatten, verließ selbst mich die Hoffnung, die ich vor Kurzem erst noch meinen Mannen zugeredet hatte. Humpelnde, pelzige Wesen breiteten sich zu Tausenden über die Ebene aus wie Gift, das über den Boden schwappt. Sie hatten mächtige Hauer und ihre schmalen Augen leuchteten in dem schwachen Licht gelb auf. Sie waren mit krummen, schartigen Schwertern bewaffnet und aus ihren Mäulern troff weißlicher Schaum. Unter ihnen wurde ich auch noch anderer Wesen gewahr, die größer und stattlicher waren und sich gemächlicher bewegten. Sie waren mindestens zwei Schritt groß und breiter als der stärkste Mann, den ich in meinem Leben zu Gesicht bekommen hatte. Dahinter zogen Trolle, die so groß wie Häuser waren, riesige Katapulte. Am Himmel schwirrten Wesen, die mit nichts zu vergleichen waren, was mir jemals begegnet wäre. Die Flügel waren schwärzer als die heraufziehende Nacht und ein langer dünner Schwanz peitschte hinter ihnen durch die Luft. Riesige Klauen ließen keinen Zweifel darüber aufkommen, was mit den Unglücklichen geschah, die diese Wesen zu greifen bekämen.
Doch als ich das größte unter diesen Flugungeheuern erblickte, schien mein Herz zu gefrieren und setzte einen Schlag aus. Die Augen glommen rot wie das Feuer und aus dem Rücken ragten mehrere Hörner. Doch schlimmer noch als dieses Wesen war die Gestalt, die auf dessen Hals saß. So zierlich sie auch war, wusste ich doch, wie grausam und mächtig sie war.
„Lyria“, zischte ich und meine Stimme troff vor Verachtung und Hass. Meine Hand legte sich fester um den Schwertgriff.
Das dunkle Heer war nun schon auf etwa hundert Schritt herangekommen.
Das Warten war zu Ende.
„Bogenschützen! In Stellung!“ Einer der Generäle schrie den Befehl über die Schulter nach hinten zu unserem Heer. Sofort traten dreihundert Langbogenschützen vor und nahmen in zwei langen Reihen Aufstellung. „Schickt den Biestern einen gewaltigen Pfeilhagel!“, brüllte der General und kurz darauf war die Luft vom Zischen der Pfeile erfüllt. Die Geschosse flogen über uns hinweg und brachen über die Ungeheuer herein. Sofort gingen Dutzende der Gestalten zu Boden und ihre hässlichen Schreie hallten zu uns herüber. Doch die anderen antworteten mit einem wütenden Schrei und kein Feldherr der Welt hätte sie noch zurückhalten können. Geifernd liefen sie teils auf allen Vieren auf uns zu und ihr Bellen und Kreischen dröhnte in unseren Ohren. Und auch deren Geschosse verdunkelten den Himmel. Eine Wolke aus Pfeilen und Bolzen ging auf unsere Armee nieder und ich vernahm Schmerzens- und Todesschreie. Selbst ein Katapult feuerte schon einen riesigen Felsbrocken. Trügerisch langsam bewegte er sich erst durch die Luft, bevor er krachend hinter uns einschlug und ein halbes Dutzend Soldaten in den Tod riss.
Die pelzigen Ausgeburten der Hölle stürmten schon den Hang vor uns hinauf.
„Kavallerie, schützt die Flanken! Fußtruppen, Angriff!“, brüllte ich nun. Während die Bogenschützen weiter Pfeilhagel um Pfeilhagel auf die Gegner niederregnen ließen, stürmten die Truppen mit angelegten Speeren und Hellebarden den Ungeheuern entgegen. Auch ich ritt den Biestern in vollem Galopp entgegen, denn noch waren es nicht viele, mit denen wir uns konfrontiert sahen. Und mein Kämpferherz erlaubte es mir nicht länger zu warten, auch wenn mein Verstand etwas anderes rief. Die ersten der stinkenden und geifernden Wesen starben durch die mächtigen Hufe meines Streitrosses, weitere fanden den Tod durch meine grimmig geschwungene Klinge. Und auch die Fußtruppen des Königlichen Heeres warfen sich mit geeinter Kraft gegen die Biester und drängten sie zurück. Ich schlug und stieß vom Rücken meines Pferdes auf die Monster nieder und brachte eines nach dem anderen zu Fall. Schon lichteten sich ihre Reihen, doch neue strömten nach. Bald war es ein dichtes Getümmel und endlich behielt mein Verstand wieder Überhand und ich wendete mein Pferd. Immer noch kamen Soldaten des Königlichen Heeres die Anhöhe hinunter gestürmt. „Für Rogolan, für unseren König!“, brüllte ich abermals mit in die Höhe gestrecktem Schwert.
In dem Moment spürte ich einen gewaltigen Luftstoß, der heißer war als der Sand der Brennenden Wüste, gefolgt von einem grellen Lichtblitz. Ein Einschlag erschütterte den Boden und eine gewaltige Explosion riss mein Pferd zu Boden. Es begrub mein Bein unter sich und ich spürte den Knochen brechen.
Als ich die Augen öffnete, wusste ich, dass ich allein war. Ich musste für einige Momente bewusstlos gewesen sein. Um mich herum lagen brennende und schwelende Leichen, sowohl Freund als auch Feind. Ein schwarz umrandeter Krater erinnerte an den Einschlag des Feuerballs.
Ich versuchte mein Bein unter dem Kadaver meines Rosses hervor zu ziehen, ließ es aber mit einem Aufschrei bleiben. Statt dessen blickte ich mich um. Meine Männer waren erschrocken zurückgewichen und ich lag nun zwischen den Fronten.
Gerade wollte ich noch einen Versuch unternehmen, mich zu befreien, als ein gewaltiger Schatten auf mich fiel. Langsam blickte ich nach oben und sah in etwa zwanzig Schritt Höhe das riesige Flugtier schweben. Mit einigen kräftigen Flügelschlägen, die wie Donner klangen blieb es auf der Stelle. Und zum ersten Mal blickte ich in das Angesicht der Hexe Lyria. Sie lächelte spöttisch zu mir hinab, ihr schwarzes gelocktes Haar fiel ihr über die Schultern und ihre dunklen Augen schienen mich bis auf meine Seele zu durchdringen. Die Frau – sofern man bei dieser Gestalt noch von einer Frau sprechen konnte – trug enge dunkle Kleidung und hohe Stiefel, die sie zwischen die Schuppen ihres Flugtiers getrieben hatte, um Halt zu finden. In der Hand hielt sie einen knorrigen, dünnen Stab aus einem Holz, das man in unseren Landen nicht finden konnte.
Sie öffnete den Mund und ich erwartete Worte, doch stattdessen schallte nur ihr schrilles Lachen über das Feld, das lauter war als der Schlachtlärm, der gerade noch getönt hatte.
„Komm und hol mich, du Hure!“, brüllte ich ihr entgegen und abrupt endete ihr Gelächter. Mit zornigen Augen blickte sie mich wieder an.
Aus den Augenwinkeln konnte ich erkennen, wie einer der Langbogenschützen aus der allgemeinen Trance erwachte, welche das Erscheinen der Hexe hervorgerufen hatte, und seinen Bogen spannte. Mit einem Zischen löste sich der Pfeil von der Sehne. Doch er verfehlte sein Ziel. Stattdessen schlug er im Hals des Flugungeheuers ein, das einen schrillen Schmerzensschrei von sich gab und mit zwei, drei Flügelschlägen in die Höhe stieg. Auch dessen Reiterin schrie auf als wäre sie selbst getroffen worden. Doch noch bevor auch die anderen Bogenschützen feuern konnten, deutete sie mit einem zornigen Funkeln der Augen ihren Stab auf mich und zischte eine kurze, lautlose Formel. Ein stechender Schmerz durchfuhr meinen Körper und mir wurde schwarz vor Augen.
Ich hörte nur noch das mächtige Schlagen der Schwingen, als sich das Ungeheuer zurückzog.
Und das schrille Lachen der Hexe.
Dann nichts mehr.
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13. 01. 2009, 12:34 #18
Re: Buch schreiben. Story Inside.
...
Geändert von kigollogik (18. 01. 2012 um 11:19 Uhr)
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18. 01. 2012, 10:10 #19
Re: Buch schreiben. Story Inside.
Was ist denn nun eigentlich aus dem Buch des TS geworden? Habe ich ihn etwa entmutigt?


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