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11. 11. 2008, 23:20 #1
Atomtechnik: Der Reaktor für den Hausgebrauch kommt!
Nein, das ist leider kein Aprilscherz: Der Miniatur-Kernreaktor wird innerhalb der nächsten 5 Jahre frei verkäuflich sein. Gleich mehrere Firmen, unter anderem der Branchenriese Toshiba, wollen es möglich machen: jedem seine ganz "persönliche" Atomkraft.
Vergegenwärtigen wir uns folgendes Schreckensszenario: In der Titelgeschichte des Spiegels "Macht das Internet doof" (Heft 33/2008) konnte man lesen, dass Google darüber nachdenkt, eigene Serverfarmen auf schwimmenden Untersätzen hinaus über die 7 Meilen Zone zu ziehen, um sie überall verfügbar zu haben, dort wo sie gerade gebraucht werden auf der Welt. Dank Toshiba und anderen Mini-Reaktor-Herstellern gibt es dann auch die nötige leistungsstarke Energieversorgung. Außer Rechenleistung und Energieversorgung braucht es nicht viel und fertig ist der eigene Staat. Auf offener See oder in der Abgeschiedenheit einer Wüste braucht man sich dann nur noch an die eigenen Gesetze zu halten.
weiterlesenGeändert von Ghandy (12. 11. 2008 um 10:49 Uhr)
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09. 10. 2011, 20:26 #141
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09. 10. 2011, 21:05 #142Mitglied
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09. 10. 2011, 21:11 #143
Re: Atomtechnik: Der Reaktor für den Hausgebrauch kommt!
Vor allem der Fukushima Todesblick.
Der kommt nämlich immer dann wenn dem Ökofritzen die Argumente ausgehen. Die Frage für den Heizreactor lautet doch letztendlich nur:
Wie klein kann man ihn bauen das er noch ein paar Räume beheizen kann ohne beim Stromausfall gleich zu schmelzen. Reines Designproblem. Also wie groß? Wie regelt man den Wärmetausch(Wobei man da eventuell schon das System der Siedewasser Reaktorkühlung 1:1 übernehmen kann.)? Was ist der beste Kompromiss aus Leistung und Sicherheit beim Pumpenausfall?(Aber wie oft geht die üblicherweise schon in Privathaushalten kaputt?)
Aber Prinzipell wären sie mit den verbauten Zentralheizsystemen kompatibel, man müsste am Grundsystem garnichts ändern.
Aber ich denke Passivkühlen könnte man die Teile auf jeden Fall indem man den Raum Wasserdicht macht und beim Ausfall einfach flutet. brächte man nur einen recht großen Notfalltank der gewährleistet das der Raum auch im worst case schnell gefüllt ist. Das ging in Fukushima lediglich nicht weil das Teil sowohl von einem Erdbeben als auch von einem Tsunami getroffen wurde und last but not least: wesentlich größer (und komplexer, denn eine Turbine etc sind hier nicht geplant, geschweige denn diese Leistung) war als das wovon hier die Rede ist.
Falls jemand technische Daten von einem Brennstab hat, ich wäre sehr interessiert mir das ganze mal nach zu rechnen, um mal eine bessere Vorstellung davon zu bekommen wie es mit der praktischen Eignung aussieht.Geändert von alter_Bekannter (09. 10. 2011 um 21:31 Uhr)
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09. 10. 2011, 21:32 #144
Re: Atomtechnik: Der Reaktor für den Hausgebrauch kommt!
Du scheinst zu denen zu gehören, die alles mit dem Label "Öko" für dummes Zeuch und insbesondere für Links halten und auch glauben, daß der Klimawandel ein Fake ist.
Richtig?
Der große Eimer der Vorurteile ist ja auch einfacher zu füllen als sich über jede einzelne Frage sachkundig zu machen, gelle?
Ogott ....
Zitat von alter_Bekannter
Hier sind ja sogar nobelpreisverdächtige Sonntagserfinder am Werk.
Geändert von simpliziss (09. 10. 2011 um 21:37 Uhr)
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09. 10. 2011, 23:04 #145Mitglied
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Re: Atomtechnik: Der Reaktor für den Hausgebrauch kommt!
Ach komm das es eine Klimaerwährmung gibt, ist meines Erachtens erwiesen.
Heisst aber nicht, dass die Ökolobby nicht sehr mächtig ist, schliesslich schaffen sie es sehr gut das Speicherproblem von Wind und Sonne zu verschleiern.
Derzeit wird es in Deutschland noch gelöst, indem man den Strom ans Ausland verschenkt und dabei noch bis zu 50 cent/kWh draufzahlt, naja unsere Schweizer Pumpspeicherkraftwerke freuts
und natürlich müssen noch Kohlekraftwerke im Teillastbetrieb gefahren werden, was deren Nutzungsgrad natürlich schadet(mehr CO2/kWh).
Für Solar und Wind werden seltene Erden verwendet, die normalerweise unter nicht so schönen Umständen gewonnen werden.
Viele wissen auch nicht dass durch das EEG ausländische Kohlekraftwerke subventioniert werden(CO2 Zertifikate)
Zudem frage ich mich, warum eine doppelt unsoziale Umlage(EEG) von den Linken widerstandslos akzeptiert wird(arm zahlt gleich viel wie reich, obere Mittelschicht und Chinesische PV-Hersteller profitieren.)
Es gab doch vor kurzem Proteste vor einer Chinesischen PV-Fabrik weil die Fabrik die Umwelt verschmutzte...
Von der Urwaldrodung für Biomasse und Biodiesel wollen wir gar nicht anfangen(Urwaldrodungen sollen rund 4% des gesamten CO2 in der Atmosphäre ausmachen).
Hier hab ich noch eine Interessante Studie zu der "Gefahr" jeder Energiequelle:
http://nextbigfuture.com/2011/03/dea...gy-source.html
Zum Vergleich, falls ein Biomassekraftwerk die gleiche Menge Energie erzeugt hat wie Fukushima währen statistisch rund 10 000 Menschen daran gestorben.
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09. 10. 2011, 23:15 #146
Re: Atomtechnik: Der Reaktor für den Hausgebrauch kommt!
Als ob die Photovoltaik-Technologie hilfreich im Kampf gegen den Klimawandel wäre. Das behaupten wohl wirklich nur Photovoltaik-Profiteure, von denen es hierzulande natürlich sehr viele gibt.
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09. 10. 2011, 23:25 #147
Re: Atomtechnik: Der Reaktor für den Hausgebrauch kommt!
Du kannst die gegenwärtigen Probleme des Umbruchs nicht als Argument für die tolle Atom-Energie verwenden.
Auch die Abholzung des Regenwaldes hat nichts damit zu tun. Dahinter stecken ganz andere kriminelle Aktivitäten aber sicher nicht die Öko-Lobby.
In welche Richtung die zukünftige Stromversorgung geht, magst Du am Kombikraftwerk sehen.
http://www.kombikraftwerk.de/ das ist übrigens kein Kraftwerk sondern eher eine intelligente Schaltzentrale zur Zusammenschaltung aller Stromproduzenten.
Es ist schlicht humane Hybris, daß man meint, man könnte Technik völlig risikolos betreiben. Wenn das so wäre, müßten alle Atomkraftwerke versichert sein. Das sind sie aber nicht. Wenn etwas schiefgeht, wird die Bevölkerung anlleingelassen wie man bei allen bisherigen Gaus sehen kann.
Man ist sich ja nichtmal einig darüber, wer die bisherigen Risiken wie Asse und Endlager finanzieren soll.
@ LordArion,
mit PV wird das Problem sowieso nicht gelöst. Derartige Subventionen laufen genauso wie in anderen Bereichen nach dem Motto "Wir tun ja was".
Das macht Poltik immer so, wenn sie zu feige für schmerzhafte aber richtige Lösungen ist; so wie jetzt mit den Rettungsschirmen.Geändert von simpliziss (09. 10. 2011 um 23:31 Uhr)
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09. 10. 2011, 23:54 #148Mitglied
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Re: Atomtechnik: Der Reaktor für den Hausgebrauch kommt!
Das stimmt schon, aber sie begünstigen es.
Oder wer kam auf die Idee, dass es bei Diesel einen Mindestprozentsatz Biodiesel dabei sein muss?
Oder wie der WWF den "nachhaltigen" Palmölplantagen hilft ihr Image grün zu waschen?
In welche Richtung die zukünftige Stromversorgung geht, magst Du am Kombikraftwerk sehen.
Das Kombikraftwerk löst leider immer noch nicht das Speicherproblem, oder wie sollen die 50-100 TWh hespeichert werden?
Akkus, zu teuer, Selbstentladung.
Pumpkraftwerke, zuviel Platz
Wasserstoff, hohe Verluste, teuer, unerprobt
Methan, sehr hohe verluste, teuer, unerprobt
Druckluft, beschränktes Potential, nur für wenige Wochen.
Natürlich, alles ist mit Risiken verbunden, aber man kann 2 Sachen unternehmen
- Risiko verkleinern
- Schaden verkleinern
Ein schönes Beispiel ist hier der LFTR:
Der Reaktor ist passiv Sicher, im schlimmsten Fall(Ausfall Kühlung) kommt die Kettenreaktion zum erliegen, da der Reaktor immer wärmer wird, zusätzlich schmilzt ein "Freeze Plug" durch, welcher im Normalfall aktiv gekühlt werden muss, und der Brennstoff fliesst durch die Schwerkraft in einen Behälter, der den flüssigen Brennstoff passiv abkühlt.
Der Reaktor ist auch so Gebaut, dass bei einem Loch im Reaktor der Brennstoff in den Behälter fliesst.
Zusätzlich erhöht der Betrieb bei Normaldruck die Sicherheit.
Nun Das Unwarscheinliche, irgendwie gelingt der Brennstoff in die Umwelt.
Da beim Reaktor die Spaltprodukte laufend entfernt werden, ist nur ein geringes Gefahrenpotential vorhanden.
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10. 10. 2011, 00:20 #149
Re: Atomtechnik: Der Reaktor für den Hausgebrauch kommt!
Das ist doch nichts Neues. Solche Mechanismen durchziehen die gesamte Wirtschaft. Irgendjemand beklagt sich fürchterlich über untragbare Kosten und bekommt von der Poltik Subventionen, weil er sonst das Land verlassen will. Nackte Erpressung ist das.
Zitat von moti92
Durch solche verfehlten Subventionen wird das gesamte System verzerrt und rationale Lösungen werden blockiert.
Hinzu kommt noch, daß ja immer gerne von der Globalisierung der Wirtschaft als tolle positive Entwicklung gefaselt wird, daß aber niemals betrachtet wird, daß in jedem Land die Bedingungen anders sind.
Das führt dann dazu, daß die Länder nicht in allen Breichen am Markt teilnehmen können, weil sie völlig unterlegen wären. Was soll also geschehen? Subventionen zum Ausgleich? Wohl kaum; und deswegen kann es auch keinen fairen globalen Wettbewerb geben.
Das ist auch im Bereich der Eneregieversorgung so. Während die Isländer sich über ihren Dampf aus der Erde freuen können müssen andere zusehen, wie sie das Problem geregelt bekommen.
Derartige Ungleichheiten führen zu "schmutzigen" Lösungen, die uns die Probleme bereiten.
Zum Thema "Speicherung" gibt es übrigens die Vision, daß diese von den zukünftigen Elektro-Autos übernommen werden könnten, wenn alle eins haben.
Für die nächsten 20 Jahre geht es auch nur um die Umsteuerung und das geschieht langsam genug, daß es keine Engpässe geben wird. Fortschritt muß ja nicht unbedingt nur ein neuer I-Pad sein sondern kann auch ein neues Energiekonzept sein.
Anhang zur Energieversorgung:
Man sollte auch mal eine ganz einfache Tatsache berücksichtigen: Regenerativer "Brennstoff" ist immer kostenlos während alle fossilen Brennstoffe inclusive Uran immer teurer werden.
Wenn man also der Technologie der Energieumwandlung (und das ist Stromerzeugung) eine Chance gibt, werden zukünftige regenerative Systeme immer preiswerter werden und fossile Systeme werden immer teurer.
Ich finde es auch erstaunlich, daß auf allen Gebieten auf Innovationen gesetzt wird nur bei der Energieversorung meint man, daß man schon das Optimum gefunden hätte und will die alten Systeme bewahren. Wer würde sich heute ein Auto mit dem Standard aus den 70-ern kaufen?
Geändert von simpliziss (10. 10. 2011 um 00:57 Uhr)
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10. 10. 2011, 21:32 #150
Re: Atomtechnik: Der Reaktor für den Hausgebrauch kommt!
Ökologische Auswirkungen des Abbaus fossiler Brennstoffe und Uran, und los.
Das Speicherproblem existiert bereits jetzt in Deutschland, weil man nur auf kalorische Kraftwerke gesetzt hat. Weshalb Deutschland nachts einfach mal Österreichs Stauseen vollpumpt (wovon nur mal so nebenbei allein Kaprun über 740TWh/a erzeugt, während die Pumpleistung durch die bald in Betrieb gehende Ausbaustufe Limberg 2 verdreifacht, sowie die Erzeugungsleistung mehr als verdoppelt wird (erhöhung um jeweils 480MW)), nur um tagsüber den Strom vier mal so teuer zurückzukaufen.
Leider ebenfalls ziemlicher Blödsinn. Deutschland muss bereits seit Jahren Grundlaststrom teuer gegen Spitzenstrom aus Österreich und der Schweiz eintauschen. Allein schon die Tatsache, dass der Überschuss nachts besteht, sollte es ja einleuchtend machen, dass er kaum von Solarstrom herrühren kann. Viel eher kommt er von großen kalorischen Kraftwerken (v.a. Kohle und eben AKW), welche sich nicht flexibel genug regeln lassen, um auf Verbrauchsspitzen zur Mittagszeit oder geringeren Verbrauch in Nacht vernünftig zu reagieren. Man speist einfach relativ konstant ein, und pumpt eben nachts Wasser in Stauseen, um tagsüber Lastspitzen ausgleichen zu können.
Österreich beispielsweise hat dieses Problem nicht, da ein großer Teil der Grundlast durch Laufkraftwerke gedeckt wird, welche zumindest schon etwas flexibler sind als die meisten kalorischen (Gas mal ausgenommen), und auch keine ausländischen Speicherseen befüllen muss, da wir eigene haben.
Nicht ohne Grund wurde dieses Argument meinerseits schon mehrmals gegen große kalorische Kraftwerke verwendet, weil die so ziemlich das unflexibelste sind, was es gibt.
50 Cent/kWh halte ich trotzdem für ein Gerücht, obwohl die Geldverschwendung durch unflexible Kraftwerke durchaus eines meiner Argumente ist, kann ich das nicht so stehen lassen. Man merkt, im Gegensatz zum Bauern habe ich genug Anstand, darauf hinzuweisen, wenn was unstimmig ist, selbst, wenn es mit zugute kommen würde.
Solar und seltene Erden? Wäre neu. Was wohl meinst ist Silizium, welches für Photovoltaik benötigt wird, was aber wieder ein völlig anderes Thema ist. Klar, für solarthermische Maschinensätze könnte man natürlich ebenfalls permanenterregte Asynchronmaschinen verwenden, wie sie in modernen Windkraftanlagen verwendet werden, wäre aber erstend völliger Schwachsinn zwecks rentabilität, und zweitens könnte man permanenterregte Generatoren theoretisch überall einsetzen (tut es aber praktisch nirgends außer in modernen, getriebelosen Windkraftanlagen, wo sie schon ihre berechtigung haben).
Welche Folgen der Abbau von Uran und Kohle hat, lassen wir lieber gleich weg.
Deinen komischen Link kannst du dir auch sonstwo hinstecken, anstatt auf irgendwelche wohl kaum objektive Privatpersonen verweise ich da einfach mal auf die originalfassung des vom Bauern manipuliert widergegebenen Wikiartikel.
Leider ziemlicher Blödfug. Letztenendes war es in Fukushima ein simpler Stromausfall, welcher zwar durch das Erdbeben verursacht wurde, in Deutschland aber ebenso vorkommen kann (und auch bereits vorkam). Das Erdbeben selbst bzw. den Tsunami hat das Kraftwerk recht gut weggesteckt, was man Kraftwerksbauern ja durchaus anrechnen muss.
Tja, im Gegensatz zur Atomlobby bleibt es eben nicht nur bei Versprechungen. Während man bei der Fusion schon seit zwanzig Jahren "knapp vor dem Durchbruch steht", tut sich eben wirklich was. Vor allem aber steht man zu den Subventionen, im Gegensatz zur Atomlobby, welche sich das Geld eben hintenrum holt bzw spart. Vor allem auf Folgekosten wie der Entsorgung bleibt nach wie vor der Staat sitzen.
Allein die Sanierung von Asse kostet rein schätzungsweise jeden einzelnen Bundesbürger durchschnittlich bis zu 75€ in den nächsten Jahren (bis zu sechs Mrd. insgesamt, wobei ja solche Einschätzungen gern im nachhinein nach oben korrigiert werden, bei Asse glaubte man auch mal an zwei Mrd.). Laut Verbraucherschutz erspart Atomenergie dem Durchschnittshaushalt ganze 50 Cent im Monat. Weil wir großzügig sind, nehmen wir mal an, jeder Bundesbürger hätte einen eigenen Haushalt. Da reichen die 75€ eine ganze weile.
Schön. Ich sage, Erdbeerpudding schmeckt scheiße. Kann ich ähnlich gut begründen, wie du deine Aussage.
Nicht so wirklich. Dafür kommt von Seiten der Atomfritzen immer wieder das selbe "kann doch bei uns nicht passieren". Nach Tschernobyl hieß es eben "in Reaktoren westlicher Bauart passiert sowas nicht". Wahlweise fügt man auch ein "modern" ein, wenn auf Three Mile Island hingewiesen wird. Fukushima schiebt man einfach mal pauschal auf den Tsunami und das Erdbeben, ungeachtet der Tatsache, dass Tsunami und Erdbeben vorbildlich überstanden wurden (und Fukushima wesentlich moderner als die meisten europäischen Kraftwerke war), ungeachtet der Tatsache, dass die Notkühlung auch in Deutschland gern mal Störfällen unterliegt. Letztenendes beweis Fukushima nur, dass auch moderne westliche AKW nicht sicher sind. Stromausfälle kommen vor, dafür braucht man keinen Tsunami. Und nicht überall hat man das Meer zum kühlen nebenan.
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12. 10. 2011, 17:02 #151
Re: Atomtechnik: Der Reaktor für den Hausgebrauch kommt!
Haben wir auch noch Argumente? Denn ein paar Tausend Liter in ein Becken zu füllen ist siehe Schwimmbad alles andere als ein Problem und Wasser hat für seinen Preis sehr gute Kapazitäten was die Kühlleistung pro Liter angeht. Manchmal ist der einfachste Weg nunmal der beste.
In wie fern bezieht sich das überhaupt auf das was du zitiert hast, ich meine in meinem Beitrag ging es doch bereits darum das Ding im Notfall lange passiv kühlen zu können. Denn die Schwerkraft ist in letzter Zeit ja zumindest noch nicht so oft ausgefallen.
Zitat von LoL-O_Mat
Des weiteren habe ich nie gesagt das uns das nicht passieren kann, nur das man schaden durch moderne Bauweise massiv eindämmen könnte, ich habe sogar schon erwähnt das gerade unsere Kraftwerke eben leider keine Corecatcher haben der die Grundwassergefährdung massiv eindämmen würden.
Was ich unter anderem noch bemängele ist das AKW Besitzer voll kassieren dürfen aber praktisch überhaupt nicht haften.Geändert von alter_Bekannter (12. 10. 2011 um 17:08 Uhr)
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12. 10. 2011, 17:53 #152
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12. 10. 2011, 18:59 #153
Re: Atomtechnik: Der Reaktor für den Hausgebrauch kommt!
Ah, meine Fehler, es gab aber noch weitere relevante Inhalte und zweitens wurde die Stromausfall Problematik wohl meinen Informationen nach durch Erdbeben und Tsunami verursacht, die Sache ist jetzt allerdings auch schon eine Weile her und die Berichterstattung war alles andere als sachlich und informativ, die ging mehr in Richtung: "die Welt brennt und Japan liegt in Schutt und Asche" Angst, Hass, Titten und Wetterbericht halt (nur eben leider auf praktisch jedem Fernsehsender).
Über eine mehr als 2 stellige Todesopfer Zahl hat nur die Bild berichtet und die ist ja auch dafür bekannt das die Dinge über die sie berichten zwar in der Regel wirklich (so oder so ähnlich) stattgefunden haben, allerdings werden die Tatsachen oftmals auch ein bischen mit Zufallszahlen dekoriert. Allerdings schweifen wir hier auch ganz gewaltig vom Thema ab(ok, zum Teil meine Schuld weil ich den Fukushima Vorfall überhaupt erwähnt habe, aber es ging mehr um das Beispiel mit der Größenproblematik), meinen Sie nicht?
Schließlich war mein Standpunkt:
Ein kleiner Reaktor der selbst in vollem Betrieb nicht annähernd eine solche Leistung haben soll, nach meinen bisherigen Informationen könnte man die Abfälle aus den Abklingbecken da ganz gut verwerten. (Und nein, nicht den gesamten Inhalt eines solchen Beckens pro Haushalt, wir reden hier nicht davon ein ganzes Stadtviertel in eine Dampfsauna(was auch nicht geschickt wäre, denn ich schätze selbst das Wasser aus dem Sekundärkreislauf sollte man nicht durch seine Schleimhäute pumpen) zu verwandeln sondern wirklich vom heizen.) Denn die Problematik entsteht ja nun definitiv aus dem zusammentreffen vieler Faktoren, wie Betriebstemperatur und Größe. Das aus dem Schornstein im Störfall ein fast 100Grad Celsius heißer Dampfstahl rauskommt wäre ja noch keine Weltuntergang.
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13. 10. 2011, 10:38 #154Mitglied
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Re: Atomtechnik: Der Reaktor für den Hausgebrauch kommt!
Noch kurz zur Speicherproblematik:
Das Problem ist nicht Tag/Nacht, sondern eher Sommer, Winter usw.
Um konventionelle Kraftwerke auszugleichen können Gas oder Pumpspeicherkraftwerke eingesetzt werden.
Diese können aber nur mit einer gewissen Leistung Pumpen, wenn jetzt die WKAs zu 80-90% ausgelastet sind und es gerade ein Sonntag im Sommer ist, wird viel zu viel Strom erzeugt welcher z.T. nicht gespeichert werden kann.
Also, kurz.
konventionell: Speicherbedarf ungefähr 500 GWh
EE: Speicherbedarf 50-100 TWh bei 500 TWh verbrauch, was ein kaum zu realisierendes Ziel ist.
Energieeffizients z.B. führt zu Umlagerung auf Elektrizität.
seltene Erden:
PV: Indium, Gallium: Reichweite bei steigendem Verbrauch: 5-20 Jahre
WKA: Neodym
Zum Abbau, natürlich ist Uranabbau auch nicht schön, aber die Welt ist nun mal so, ohne Abbau währe sie nicht besser.
Fukushima:
Das KKW entspricht sicher nicht den hohen Sicherheitsanforderungen.
zu kleines Containement,
keine gefilterte Druckentlastung
zu niedrige Tsunamischutzwälle
Nur 2 Notstromagregate für 6 Blöcke(z.B. das KKW 15 Km von mir entfernt hat 1 Block und 4 Notstromagregate)
Notstromagregate Tsunamiegefärdet
Gefälschte Dokumente
usw...
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkra...ushima-Daiichi
Aber die Sicherheit ist ja gerade der riesige Vorteil der kleinen KKWs, da die Nachzerfallswärme nicht ausreicht, um eune Kernschmelze zu verursachen.
Ein anderes sicheres Reaktorkonzept ist ja noch der LFTR, welcher zudem das "Problem" mit den seltenen Erden löst.
Zudem können rund 83% der 30 mal kleineren Abfälle spätestens nach 10 Jahren verwertet und teuer verkauft werden. Die Restlichen 17% müssten noch einige Jahrhunderte sicher gelagert werden.
http://www.final-frontier.ch/ThoriumEnergie


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