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21. 11. 2008, 13:55 #1
Cognitive Computing: IBM und Unis sollen Rechner mit "Gehirn" entwickeln
Computer können mit Hochgeschwindigkeit rechnen und übertreffen bei weitem, was eine gewöhnliche Person leisten kann, dennoch ist deren Aufbau weit von der Komplexität des menschlichen Gehirns entfernt. IBM und fünf große Universitäten in den Staaten planen nun, das zu ändern. Durch Mittel einer staatlichen Agentur, soll die Initiative zum Bau eines Computers, der das menschliche Denken imitiert, finanziert werden.
"Kein Computer heute, kommt in die Nähe der robusten und vielseitigen Funktionalität des Gehirns", sagte Dharmendra Modha, Geschäftsführer von Cognitive Computing bei IBM Research. Mit dem Forschungsauftrag in der Tasche, sollen IBM und fünf Universitäten die Hardware und-Software eines neuen Superrechners dem menschlichen Gehirn nachempfinden.
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21. 11. 2008, 17:52 #2Todesengel
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Re: Cognitive Computing: IBM und Unis sollen Rechner mit "Gehirn" entwickeln
Naaaaja, nicht wirklich.Computer können mit Hochgeschwindigkeit rechnen und übertreffen bei weitem, was eine gewöhnliche Person leisten kann
Allein der Bewegungsapparat des Menschen würde einen Computer hoffnungslos überlasten.
Computer sind zwar ne tolle Sache,aber man neigt zur Übertreibung!
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21. 11. 2008, 21:20 #3
Re: Cognitive Computing: IBM und Unis sollen Rechner mit "Gehirn" entwickeln
das ist gruselig. mit sehr viel geduld und finanziellen mitteln kann man alles entwickeln.
Aber ich habe kein bock auf menschliche cyborgs! oder doch? da kann man ewig über die möglichen negativen oder positiven folgen philosophieren. was aber wirklich geschied, kann niemand voraussagen...
wir sollten das geld eher in unsere eigene entwicklung stecken!
oder is dies ein schritt in dieser richtung..?
einen gruß,
-mantorok-
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21. 11. 2008, 23:53 #4
Re: Cognitive Computing: IBM und Unis sollen Rechner mit "Gehirn" entwickeln
Man gucke sich doch nur mal Sci-Fi Filme aus den 80er Jahren an...
Dann bitte einmal die jetzige Zeit angucken.
Fällt euch was auf?
Mir schon. Wenn man als Beispiel die (sehr genialen!) Zurück in die Zukunft-Filme anguckt. Fast alles, was zu dieser Zeit unglaublich war, existiert heute fast genau so!
Zeitreisen und fliegende Autos gibt es zwar (noch) nicht, aber mal sehen wie es in 20-30 Jahren ist.
Diese Idee klingt jetzt vllt noch etwas zu seltsam, irgendwann wird es sowas aber trotzdem geben, man muss nur warten.
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21. 11. 2008, 23:55 #5
Re: Cognitive Computing: IBM und Unis sollen Rechner mit "Gehirn" entwickeln
Ich muss jetzt irgendwie an die Terminator Filme denken.

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21. 11. 2008, 23:56 #6
Re: Cognitive Computing: IBM und Unis sollen Rechner mit "Gehirn" entwickeln
Komm mit mir, wenn du Leben willst.
Zitat von Destiny666

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23. 11. 2008, 21:44 #7
Re: Cognitive Computing: IBM und Unis sollen Rechner mit "Gehirn" entwickeln
Um unser Gehirn besser verstehen zu können ist das sicher n interessanter Weg.
Aber generell denke ich, daß wir uns eher darauf konzentrieren sollten, die Fähigkeiten des menschl. Gehirns (z.B. in Bezug auf Kontextfindung, das in-Beziehung-setzen und vorallem Kreativität) mit denen der "eBrains" (was z.B. Genauigkeit bei Berechnungen und automatisierte Analyseabläufe anbelangt) zu kombinieren bzw. zu ergänzen.
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23. 11. 2008, 21:55 #8
Re: Cognitive Computing: IBM und Unis sollen Rechner mit "Gehirn" entwickeln
das dass es alles "fast genauso" hab is ja falsch.
denn lies halt mal romane oder so, wo ne exakte jahreszahl angegeben is.
jules verne z.B. hat sich total verschätzt, wir sind jetz immer noch nich da, wo wir den autoren nach vor 50 jahren sein sollten (oder 10, wie auch immer)
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23. 11. 2008, 21:56 #9
Re: Cognitive Computing: IBM und Unis sollen Rechner mit "Gehirn" entwickeln
"ghost in the shell" lässt grüßen.
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23. 11. 2008, 22:27 #10
Re: Cognitive Computing: IBM und Unis sollen Rechner mit "Gehirn" entwickeln
Oder n Deutschbuch …
Zitat von Redfly

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24. 11. 2008, 03:37 #11
Re: Cognitive Computing: IBM und Unis sollen Rechner mit "Gehirn" entwickeln
das versuchen die doch schon ewig und nix ist bei rausgekommen.. läuft auf ein paar patentierte analysealgorithmen hinaus, der rest klingt gut für die geldgeber, ist aber mit rechnerarchitekturen und "schaltlogik" nicht zu machen.. heutzutage simulierte neuronale netzwerke sind unglaublich primitiv, ein gehirn ist nunmal kein prozessor mit "schnittstellen"..
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24. 11. 2008, 16:35 #12
Re: Cognitive Computing: IBM und Unis sollen Rechner mit "Gehirn" entwickeln
An sich stimmt das. Andererseits aber auch wiedernicht. Ein Prozessor ist es wirklich nicht. Und zu versuchen mit einem, mehreren oder gar ein paar hundert oder auch tasend CPUs ein menschl. Gehorn zu simulieren, kann nur scheitern. Die Komplexitätsunterschiede sind zu gewaltig.
Außerdem ergibt sich die Komplexität des Gehirns ja nicht aus der Komplexität eines einzelnen "Kerns", sonern aus der gewaltigen Verknüpfungsleistung immenser Mengen primitiver Kerne. Ich würde fastbehaupten, ein 386er ist "schlauer" als jede Synapse.
Was jetzt allerdings die Schnittstllen angeht, kann man diese in Analgie zu denen eines Computers auch beim Gehirn feststellen.
Es gibt solche für die div. Sinnesreize in Form elektrischer Reize (was sich schonmal gut analogisiern lässt) und Schnitttellen für Hormone und andere stoffliche "Signale" bzw. Signalträger; man denke da nur an die div. Rezeptoren - sind das nicht auch Schnittstellen?
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24. 11. 2008, 18:03 #13
Re: Cognitive Computing: IBM und Unis sollen Rechner mit "Gehirn" entwickeln
Nicht nur die Komplexität ist ein Problem, eine wesentliche Eigenschaft des Gehirns ist auch seine Neuroplastizität. Die Struktur des Gehirns verändert sich abhängig von seiner Benutzung, Nervenbahnen entstehen neu, synaptische Verbindungen werden neu aufgebaut oder bestehende getrennt. Das Gehirn programmiert sich nicht nur selbst, es baut sich auch ständig um. Ich halte diese Plastizität für eine grundlegende Eigenschaft des Gehirns, welche gewisse Intelligenzleistungen überhaupt erst möglich macht.
Diese "Weichheit" fehlt aber einem Computer. Integrierte Schaltkreise sind starr und unveränderlich. Selbst die Simulation von neuronalen Netzen ist nicht wirklich plastisch. Ich glaube, dass deshalb solchen Versuchen, wie sie IBM da durchführt, natürliche Grenzen gesetzt sind. Das ist aber eigentlich nichts Neues, der Boom der starken KI ("wir simulieren Geist und Seele") ist längst vorüber und einer gewissen Ernüchterung gewichen. Insofern erscheint mir dieses Cognitive Computing wie eine Idee aus längst vergangener Zeit.
Ist ja auch eine Frage, was man tatsächlich erreichen will. Denn wenn es zum Beispiel "nur" darum geht, die gewaltige Informationsflut der Finanzwelt zu verarbeiten und daraus regelbasierte Antworten zu konstruieren, dann mal los. Das sollte schon irgendwie gehen. Die Algorithmensammlung und Hardwarestruktur nennen wir dann halt "Cognitive Computing".
Aber einem Menschen mit Hilfe maschinell generierter Ratschläge klar zu machen, weshalb er nicht sein gesamtes Geld abheben und in einem Strumpf verstecken sollte, dürfte schon kniffliger sein. Aber das will man hier wohl auch nicht erreichen.
Das Gehirn: Eine unglaublich komplexe Maschine, die nicht mehr macht, als aufgrund eines bestimmten Inputs (über die Sinnesorgane) einen bestimmten Output zu liefern? Wir brauchen also einen Computer nur so zu programmieren, dass er aufgrund eines bestimmten Inputs ähnliche Outputs liefert, wie ein Gehirn und - schwupps - schon haben wir künstliche Intelligenz. Oder etwa nicht?
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24. 11. 2008, 18:20 #14
Re: Cognitive Computing: IBM und Unis sollen Rechner mit "Gehirn" entwickeln
Gabs nicht von Transmeta mal diese "softverdrahteten" CPUs? Vllt. ließe sich das damit besser nachempfinden. Man müsste natürlich auch hiervon mehrere Milliarden in einfachster Ausführung miteinander (variabel) verknüpfen. Auch schwierig. Vllt. sollen wir es doch mit einfachen "Nanobots" versuchen, denen wir dynamische Verknüpfungen beibringen Die müssten sich einzeln "spezialisieren" können und dynamisch so verknüpfen, wie es ihnen gerade vorteilhaft erscheint. Ab einer gewissen Menge könnt dann vllt. eine Art "übergeordnetes" Inteesse entstehen, dem sich die einzelnen Nanobots unterordnen, da es - auf lange Sicht - ihnen hilft / in ihrem Interesse ist.
Genau genommen sind doch alle größeren und höheren Lebensformen durch den Zusammenschluss mehrerer einfacher entstanden. Aus dem Nebenherleben entwickelt sich ein Zusammenleben, welches schlussendlich zur Integration einzelner oder mehrerer Funktionsbausteine führt, womit die eigentlichen Interessen de einzelnen Einheiten zwar untergeordnet sind, aber insgesamt besser umgesetzt werden können.
Jede Zelle eines menschl. Körpers hat doch in diesem Verbund um Welten bessere Möglichkeiten zur Durchsetzung ihrer "Interessen".
Und ein Staat ist für mich durchaus eine Form von Organismus; um das jetzt mal auf die nächst höhere Stufe zu heben.
Aber bleiben wir beim Gehirn.
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