Thema: gulli wars: Buchrezension
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30. 12. 2008, 19:59 #1
gulli wars: Buchrezension
Nach beinahe 10 Jahren verabschiedete man sich im Februar in Bochum von einem Baby, dessen Wachstum und Gedeihen man mit Freude und auch Sorge betrachtet hatte. Freude, weil sich jeder Vater darüber freut, wenn der eigene Zögling größer wird. Gleichzeitig nahm die Dimension dieses Projektes irgendwann Formen an, die einem in Anbetracht des Aufwands, der betrieben werden musste, erschauern ließ. Über 700.000 registrierte User im Board und rund eine Million Page Impressions täglich sprechen eine ganz eigene Sprache. Das Abschiedsgeschenk von Korrupt, LexaT und gulli an die Community ist bereits vor einigen Monaten erschienen. Wir wollen kurz vor der Jahreswende trotz der Verzögerung noch einen ausführlichen Blick darauf werfen.
Ich persönlich hatte anfangs vom Verkauf des Portals überhaupt nichts mitbekommen. Wie jeher verrichtete ich meine Arbeit in der Redaktion völlig autonom und von zu Hause aus. Im Laufe der Zeit hatte sich die Zusammenarbeit zwischen Korrupt und mir in dieser Form eingespielt. Nach einer gewissen Einarbeitungsphase verweilte er tagsüber im Büro und ich abhängig von meinen Schichten als Erzieher am heimischen Rechner. Unsere Kommunikation verlief zum Großteil per ICQ inklusive OTR. Interne Absprachen waren irgendwann nicht mehr nötig. Außer, um zu verhindern, dass beide Redakteure mit dem gleichen Thema für eine News beschäftigt waren. Zirka alle sechs Monate zog es mich dann doch ins Bermudadreieck in die Bochumer Innenstadt, um aus erster Hand zu erfahren, was es Neues bei Fliks gab. Was die anderen Kollegen automatisch im Büro mitbekamen, verschloss sich mir als Telearbeiter.
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30. 12. 2008, 22:50 #2Chefredakteur
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Re: gulli wars: Buchrezension
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30. 12. 2008, 22:51 #3
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30. 12. 2008, 22:52 #4im Ruhestand
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Re: gulli wars: Buchrezension
Wollte gerade 'erster!' schrei(b)en, aber du bist mir zuvorgekommen.
Zitat von Ghandy
Normalerweise sagt man ja - "Was lange währt, wird endlich gut", aber Normal ist ja auch langweilig...
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30. 12. 2008, 22:53 #5
Re: gulli wars: Buchrezension
Das Thema braucht keinerlei Kommentare mehr. Das is Abgeharkt und vergessen.

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31. 12. 2008, 00:02 #6Mitglied
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Re: gulli wars: Buchrezension
Man muss nun nicht ewig ein Portal glorifzieren, das seinen Erfolg durch Urheberrechtsverletzungen erreicht hat. Allein die ganzen Börsennachfolger schieben schon jetzt extrem viel Traffic.
Also - was soll's?
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31. 12. 2008, 03:00 #7Mitglied
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Re: gulli wars: Buchrezension
Über was soll man da kommentieren? Man sieht doch was mit dem Board passiert ist. Sie wurde verkauft, die Börse wurde geschlossen, man tut jetzt auf Rechtschaffenheit. Die Community, wie sie von Anfang an bis vor kurzem existierte, gibt es nicht mehr. Wenn man ehrlich ist, dann merkt man es auch. Es gab früher hier einfach viel mehr Action. Gulli war was besonderes. Die Betonung liegt auf war.
Das Buch habe ich nicht gelesen, aber die interessantesten Fakten bekommt man sowieso nicht mit. Auch wenn, ist es jetzt Vergangenheit. Es würde allg. eine ganz andere Meinung herrschen, wenn das Projekt nicht nach Österreich verkauft wäre, sondern eine sinnvollere Lösung gefunden wäre, die die Aktivitäten der letzten 10 Jahre weiterhin gesichert hätte.
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31. 12. 2008, 06:03 #8ArtesiaGast
Re: gulli wars: Buchrezension
Es hat mich schon sein Monaten gewundert, dass dieses interessantes Buch bei Gulli gar nicht rezensiert oder kommentiert wurde. Nun jetzt hat es Ghandy doch noch geschafft - passend zum Abschluß des Jahres ein Kommentar zum Buch über den Abschluß einer Ära bei Gulli abzugeben.
Leider hat sich dabei ein Fehler eingeschlichen:
Das stimmt definitiv nicht. Wie es zu dem Verhältnis zu den Rechtsanwälten Gravenreuth und Syndikus kam, wurde in dem Buch ausführlich berichtet. Auch die Person und Rolle von Mario Dolzer war ausreichend beleuchtet worden. Zumindestens ist dem in meinem gedruckten Exemplar von September 2008 so.
Zitat von guli-news
Sicher bleiben viele Frage offen, aber hey, du kannst ein eigenes Buch als Fortsetzung von "gulli wars" schreiben und die Lücken schließen. Wie wäre es mit "gulli nach gulli" von Ghandy & Crew? Gerne auch in wiener Dialekt verfasst
Was ich dem Buch vorwerfen kann, ist die unglaubliche Menge an Druckfehlern und manchmal etwas chaotische Schilderung der Geschehnisse ohne Rücksicht auf zeitliche Zusammenhänge.
Aber sonst ... kann ich es nur empfehlen. Es ist packend, witzig und informativ zugleich. Nach der Lektüre kann ich sogar den Verkauf des Portals gut nachvollziehen. Menschlich ganz verständlich.Geändert von Artesia (31. 12. 2008 um 23:42 Uhr) Grund: Duden
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31. 12. 2008, 09:08 #9DieRoteZoradeaktiviertes Benutzerkonto
Re: gulli wars: Buchrezension
Ich fand es ganz witzig geschrieben, vor allen Dingen wie sich so das "Gründertrio" zusammengefunden hat. Die Idee überhaupt ein Buch über Gulli zu schreiben ist auch schön, ist ein guter Abschied und macht die Sache rund.
Und jetzt geht es halt weiter...
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31. 12. 2008, 11:37 #10Mitglied
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Re: gulli wars: Buchrezension
Wie erbärmlich muss man als Autor eines Artikels eigentlich sein, wenn man schon nach Aufmerksamkeit, in diesem Fall Kommentare, lechzen muss?
Das Buch ansich ist eine krude Ansammlung von Lügen und Halbwahrheiten.
Ich geh Enten füttern.
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31. 12. 2008, 11:43 #11
Re: gulli wars: Buchrezension
Dito! Zudem kann man sich ja nicht erhoffen, objektive Informationen in diesem Buch zu bekommen....so what??!
Zitat von DukeMan999
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31. 12. 2008, 11:49 #12DieRoteZoradeaktiviertes Benutzerkonto
Re: gulli wars: Buchrezension
@ ententeich: Woher weißt Du, daß es gelogen ist?
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31. 12. 2008, 14:27 #13
Re: gulli wars: Buchrezension
Ein paar Sachen:
- Ich bin sehr für die inoffizielle Weiterverteilung digitaler Medien, im konkreten Fall mag ich den direkten Download von der Quelle aber empfehlen, weil in der Tat die erste Version, die online und im Print erschien, noch nachkorrigiert wurde. Direkt auf gulliwars.com duerfte die dritte Version seit Erscheinen stehen, in der einiges nachkorrigiert wurde.
- Neben einer Latte Tippfheler, die unter dem extremen Zeitdruck, in der das ganze entstanden ist, schwer zu vermeiden waren, auch zwei faktische Fehler, die es in der Tat gab. Einmal die Sache mit Evrim, die mir verdammt peinlich ist und deren Zustandekommen/Korrektur auch auf dem gulliwars-Blog ausfuehrlich dargestellt wurde. Die andere war ne einigermassen simple Verwechslung vom geb mit dem WBC, iirc. Boeswillig geschehen ist beides nicht, im Gegenteil, sowas vermeide ich an sich gerne.
- Ansonsten kann ich das eine oder andere jetzt nicht nachvollziehen, dass an sich so ziemlich alles drinsteht, was zu unserem Verhaeltnis zu Mario oder GvG zu sagen ist, wurde ja bereits angemerkt. Den taz-Artikel abzudrucken halte ich fuer keine grosse Heldentat, das ist eben Teil unserer Geschichte und es mag sich jeder sein Bild machen und hats, da die Sachen ja publik sind, sich wohl auch gemacht.
- Subjektive Anmerkung zur Zielgruppe: je laenger ich drueber nachdenke, desto mehr scheint mir, dass die Geschichte auch und grade fuer Communityleute einiges zu bieten hat. Natuerlich war das g:b was besonderes in einigen Hinsichten, aber wie Communities entstehen und funktionieren, was so alles an Eigendynamik, Problemen und Loesungen entsteht, gleicht sich dann doch oft. Ich glaub, wer sich dafuer interessiert, wie Gruppen und Gemeinschaften im Netz allgemein funktionieren und was so alles passieren kann, kann da sicher auch einiges spannendes lesen.
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31. 12. 2008, 14:39 #14Gesperrt
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Re: gulli wars: Buchrezension
Manchmal ist es halt doch besser, wenn man nicht mit offenen Karten spielt.
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31. 12. 2008, 15:16 #15
Re: gulli wars: Buchrezension
Kuhl!!! Korrupt und Gulli posten mal wieder, könntet euch öfter hier blicken lassen.

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31. 12. 2008, 17:07 #16:)
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Re: gulli wars: Buchrezension
mit dem CSB! mensch! :))
Zitat von Korrupt
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31. 12. 2008, 18:05 #17
Re: gulli wars: Buchrezension
Ich hatte nachgedacht, dann erst den Text fertiggetippt und dann exakt deswegen das "iirc" hinten noch nachgetragen. Ich weiss, haett ich auch nachsehen koennen - wie gesagt, in der aktuellen pdf ists jedenfalls raus
(das *hab* ich jetzt nachgesehen).
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31. 12. 2008, 19:43 #18
Re: gulli wars: Buchrezension
Das krampfhafte Bemühen, Günnis und Dolzers Machenschaften klein zureden, ist mehr als nur peinlich.
Zitat von Korrupt
Für jemanden, der nicht unbedingt mit dem Geschäftsgebaren von Gulli vertraut ist, wohl aber mit dem von Günni und Dolzer, hat dieses "Buch" jeden Anspruch auf ernsthafte Wahrnehmung verwirkt.
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31. 12. 2008, 20:13 #19
Re: gulli wars: Buchrezension
John, wir schrieben *unsere* Geschichte auf und nicht die von anderen. Vielleicht haetts dir besser gefallen, wenn ich noch ein Dutzend Verflechtungen zwischen fliks, Mario und GvG dazuerfunden haette, aber ich halts wirklich lieber mit der Realitaet und hab mich auf die beschraenkt, die es gab.
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31. 12. 2008, 22:50 #20Mitglied
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Re: gulli wars: Buchrezension
Hammerhart das Gates-Zitat auf S. 46. Höre ich zum ersten mal.
Hier ist das Original falls es zufälig auch gerade jemand sucht: http://articles.latimes.com/2006/apr...i-micropiracy9
BTW.: Ich find das Buch gut, vorallem da ich die Geschichte Gullis lange nicht mitverfolgt habe und immernoch nicht genau weiß warum Gulli.com seit dem Verkauf so verpönt ist. *weiterles*
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