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21. 01. 2009, 14:19 #1
Anonymes Filesharing: das Anomos-Projekt im Interview
Wenn die Abmahnwellen der Rechteinhaber weiterhin so hoch schlagen, wovon auszugehen ist, dann dürfte in absehbarer Zeit das Thema anonymes Filesharing einen immer höheren Stellenwert einnehmen. Die Nutzer der Tauschbörsen wollen weder einen wie auch immer gearteten unangenehmen Schriftverkehr mit ihrem Internet-Anbieter noch einen kostenpflichtigen Briefwechsel mit einer beauftragten Rechtsanwaltskanzlei riskieren. Wir haben den Projektleiter Rich Jones kurz nach seinem Lightning Talk auf dem 25C3 über sein Vorhaben befragt.
Lars Sobiraj: Du und John Schanck, ihr entwickelt derzeit Anomos. Würdest du dich unseren Lesern bitte kurz vorstellen?
Rich Jones: Hallo! Ich bin Rich, zusammen mit John bin ich einer der beiden Entwickler von Anomos. Wir sind beide Studenten an der Universität von Massachusetts.
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21. 01. 2009, 15:54 #2
Re: Anonymes Filesharing: das Anomos-Projekt im Interview
Super, dann hoffe ich doch dass bald die ersten Tracker dafür Sprießen.
Bin ich jetzt schlecht weil ich dabei wieder an File Sharing von Copyright Material denke?
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21. 01. 2009, 16:07 #3c3pGast
Re: Anonymes Filesharing: das Anomos-Projekt im Interview
Auf der Anonmos Seite ist auch nochmal der Talk selbst verlinkt.
Hab ihn über den Stream selbst gesehen, super unterhaltsam.
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21. 01. 2009, 16:11 #4
Re: Anonymes Filesharing: das Anomos-Projekt im Interview
Was ist jetzt der große Vorteil Gegenüber BitTorrent über I2P (außer das die Software vielleicht DAU-sicher einzurichten ist)?
In dem Vortrag auf der 25C3, der sehr wenig auf die Technik eingeht und eher über denn Sinn von Anonymität philosophiert, wird immer wieder betont das es "fast" sei, aber scheinbar ist es genauso ein Onion- bzw. Garlic-Routing Netzwerk wie TOR/I2P, also wird massenhaft "sinnlos" Traffic für das Routing verbraten und die juristische Frage der Störerhaftung, aufgrund derer die MI in Deutschland bereits erfolgreich Leute verklagt hat (Gangsta Bushido vs. Rentner mit offenem WLAN), ist damit auch nicht aus dem Welt.
Also für mich ist nach wie vor RapidShare die aktuelle Spitze der FileSharing-Evolution. DAU-sicher, schnell, umweltfreundlicher (wenn man sich das Watt pro Mbit Verhältnis ansieht) und anonym (zumindest solange der "Tracker" nicht zu Fall gebracht wird).
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21. 01. 2009, 16:45 #5Mitglied
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Re: Anonymes Filesharing: das Anomos-Projekt im Interview
Mit Anonymität hat RapidShare absolut nichts zu tun. Nur, weil eine Firma sagt, sie würde nicht loggen, darf man das nicht mit Anonymität gleichstellen.
Zitat von Tyl3r_Durden
Abgesehen davon geht es hier auch um die Nicht-Zensierbarkeit eines Netzwerkes, wie es bei Anomos gegeben sein soll.
Es ist gut, dass so ein anonymes Netz durch die Internet-Medien gepusht wird - aber ich weiß nicht, ob es mehr Potenzial besitzt als bisherige Ansätze, die schon mehrere Jahre Entwicklung vorweisen können. Dabei will ich gleich noch einmal eine Lanze für GNUnet brechen, das jüngst 32.500$ Unterstützung durch die nlnet-Foundation erhalten hat. In puncto benutzbares und wirklich anonymes zensurresistentes Filesharing ist es für mich das Maß der Dinge ... da es jedoch momentan noch sehr wenige Nutzer hat, gibt es auch nur sehr wenig Inhalte im Netzwerk. Vor diesem Problem steht natürlich jedes P2P-Netzwerk zu Beginn, Anomos nicht ausgenommen.
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21. 01. 2009, 16:59 #6Mitglied
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Re: Anonymes Filesharing: das Anomos-Projekt im Interview
na hoffentlich wird es erfolgreicher, als die anderen anonymen netze.
rapidshare loggt und das sagen sie auch. einfach mal eine email hinschicken!
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21. 01. 2009, 17:20 #7
Re: Anonymes Filesharing: das Anomos-Projekt im Interview
Leider gibt es eine Schwachstelle: die Tracker
Staaten die politisch motivierte Zensur durchführen wie China könnten den Zugang zu den Trackern verwähren. Das sperrt zumindest die DAUs aus.
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21. 01. 2009, 18:54 #8Ì-jUnK
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Re: Anonymes Filesharing: das Anomos-Projekt im Interview
echt? kannst du davon eine kopie online stellen bitte? Privates kannst du ja unkenntlich machen.
Zitat von daemonicus
Das sie loggen ist mir zwar bewusst aber öffentlich zugegeben hab ich das noch nirgends gelesen.
Die Frage ist wie verlässlich ein auf Profit basierender Konzern sein kann wenn staatliche Organe bei ihm anklopfen und mit Strafen oder Geld versuchen Kundendaten herauszufinden?!
Meiner Meinung nach ist es nur eine Frage der Zeit bis das Rapidsharekonstrukt in sich zusammenbricht aufgrund des zu hohen Drucks.
Aber bis dahin hfgl....
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21. 01. 2009, 19:42 #9
Re: Anonymes Filesharing: das Anomos-Projekt im Interview
Ich verstehe echt nicht wie in kommenden Zeiten von Ipv6 und einer GlobalIP so ein zentralisiertes und damit angreifbares System noch ernsthaft als Grundkonzept benutzt wird.
DHT Kademlia ...
Swarming ist doch voll trendy ... Jedenfalls findet man das letzte bisschen Intelligenz der Teutschen in ihrem Schwarmverhalten. Und der Credit dafür gebührt eigentlich der Evolution.
Egal ... aber zentraler tracker is pfuiBäh ...
Der Rest geht ja in die richtige Richtung. Den Zeitaufwand für die Identifikation in Zeitspanne zu treiben die eine realistische Verfolgung von Einzelpersonen verhindert.
Sagt mal warum kommen hier eigentlich solche NEWS nicht mehr ??:
http://www.heise.de/newsticker/BKA-C...meldung/122019
oder
http://www.golem.de/0901/64705.html
egal ...
Vollverschlüsseltes quasianonymes dezentrales Filesharing wird kommen ... Besser heute als Morgen.
mfg
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21. 01. 2009, 19:58 #10
Re: Anonymes Filesharing: das Anomos-Projekt im Interview
Länder wie China werden die Teilnahme an diesem Netzwerk einfach verbieten. Und in Deutschland wird man die Teilnehmer als Störer verklagen. Anonymes Filesharing wird sich daher nicht durchsetzen.
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21. 01. 2009, 20:36 #11
Re: Anonymes Filesharing: das Anomos-Projekt im Interview
Zitat von wolle2
Nicht schon wieder.
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22. 01. 2009, 20:11 #12Mitglied
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Re: Anonymes Filesharing: das Anomos-Projekt im Interview
deswegen einfach stealthnet anschmeissen...

najö.. ich steh dem anomos-projekt vielleicht etwas optimistischer gegenüber als ihr. soll ja in den nächsten tagen nun ein test-tracker laufen, da können wir uns alle selbst überzeugen, ob das ganze läuft oder nicht.
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