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12. 03. 2009, 02:26 #1
Zeitungszeugen: Erfolg vor Gericht absehbar
Im Rechtsstreit um das Projekt Zeitungszeugen und die dabei abgedruckten Zeitungen aus der Nazizeit zeichnet sich ein Erfolg für die Projektverantwortlichen ab.
Zwar wird das zuständige Landgericht München sein Urteil in dieser Sache erst am 25. März sprechen. In Stellungnahmen ließ man aber bereits durchblicken, dass man sich den meisten Argumenten des britischen Zeitungszeugen-Verlegers Peter McGee anschließt.
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12. 03. 2009, 09:20 #2Mitglied
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Re: Zeitungszeugen: Erfolg vor Gericht absehbar
Wie kommt es eigentlich, dass Bayern Urheberrechtsanspruch auf anscheinend sämtliche Machwerke Adolf Hitlers erhebt?
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12. 03. 2009, 09:51 #3DasFragezeichendeaktiviertes Benutzerkonto
Re: Zeitungszeugen: Erfolg vor Gericht absehbar
Die Frage sollte eher lauten, wieso Bayern das überhaupt will. Hat in meinen Augen etwas mit Sympathiebekundung zu tun. Ich meine, wenn ich jemandem verachte, dann will ich doch auch nicht seine Urheberrechte mein eigenen nennen und von Hitler schon zweimal nicht.
Zitat von TwilightKitten
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12. 03. 2009, 11:44 #4
Re: Zeitungszeugen: Erfolg vor Gericht absehbar
Weil er hier zuletzt gemeldet war und alle Rechte auf den Freistaat Bayern übergegangen sind.
Zitat von TwilightKitten
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12. 03. 2009, 11:48 #5Mitglied
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Re: Zeitungszeugen: Erfolg vor Gericht absehbar
Ah. Danke.
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12. 03. 2009, 13:38 #6Bedenkenträger
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Re: Zeitungszeugen: Erfolg vor Gericht absehbar
Ich habe endlich mal eine Ausgabe von den Zeitungszeugen hier liegen. Recht interessant, auch wenn es ungewohnt zu lesen ist. Schade, das einige Kioske die Zeitungszeugen wohl nicht mehr ins Sortiment nehmen aus Angst, die Ausgaben könnten wieder beschlagnahmt werden.
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12. 03. 2009, 17:28 #7
Re: Zeitungszeugen: Erfolg vor Gericht absehbar
Jaja, mit den Nazis ist es wie mit den Alien, die sind einfach überall.
Wenn der Freistaat Bayern sich nicht so selten dämlich angestellt hätte, wäre der Verleger sowas von auf seinen Exemplaren sitzen geblieben, aber Umsatztreiben mit Tabuverletzen klappt wohl auch noch im Jahr 2008. So ein Verhalten hätte ich eher den rolackierten ****** im Berliner Senat zugetraut, peinlich peinlich.
Frage 1: Gabs einen besonderen Erlass eine "casa hitler" für die Urheberrechte?
Frage 2: Waren die Inhalte der Zeitung überhaupt alle UHR bei Hitler??? Ich dachte das wären Zeitungen die zu seiner Zeit gerdruckt wurden? Hat er für 10 Zeitungen parallel geschrieben?
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12. 03. 2009, 18:18 #8
Re: Zeitungszeugen: Erfolg vor Gericht absehbar
Die Nazizeit ist eine Teil unserer Geschichte. So bitter wie es klingen mag. Man kann die Zeit nicht wegradieren, verleugnen oder die Dokumentation hierüber zensieren oder unterbinden.
Es kommt immer darauf an, wie man solch eine Zeitung liest und was beim Leser hängen bleibt, bzw. aus welchem Interesse heraus man ein Original Nachdruck liest. Um die Geschichte und ihren Lauf zu verstehen, oder mit nationalsozialistischen Hintergrund.
Die breite Masse soll verstehen, wie die Menschen damals Gelebt haben und welche Gedankengänge sie hatten, bzw. welche fatale Propaganda auch zwischen den Zeilen steckt.
Wenn dumme Menschen sich an den Zeitungen aufgeilen, dann wird das sicherlich ein kleiner Prozentsatz zu diejenigen sein, die solch Nachdrucke mit Hinterfragung lesen.
Wie soll man nun herausfinden, wer nun solch eine Zeitung lesen darf und wer nicht? Und was bitte schön hat es mit neuer Rechts-Propaganda zu tun, wenn Historikerberichte in die Zeitung mit eingelassen sind, um die Dinge "aus heutiger Sicht" besser zu beschreiben?!
Das ist meine Meinung.
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12. 03. 2009, 21:16 #9Mitglied
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Re: Zeitungszeugen: Erfolg vor Gericht absehbar
Hat jemand Lust auf eine Verschwörungstheorie?
1933 wurde das Reichskonkordat vom deutschen Reich und der Römisch-katholischen Kirche unterschrieben. Damit erlangte die Kirche in Deutschland einige Annehmlichkeiten, auf die sie verständlicherweise nicht mehr verzichten möchte.
Mit um die 70% römisch-katholischer Bevölkerung war dem Freistaat Bayern 1945 viel daran gelegen, diesen Zustand beizubehalten.
Während der Rest Deutschlands nach und nach immer säkularer wird, hängen die Bayern und ihre Regierenden immer noch dem Vatikan am Rockzipfel. Doch Unheil zieht auf. Hitler fällt und die Verbreitung der Wahrheit über seine Besessenheit lässt sich nicht mehr aufhalten.
Doch halt! Die Menschen lassen sich zwar nicht mehr so leicht Märchen als Wahrheit verkaufen, aber das heißt nicht, dass sich nicht einige Wahrheiten unter den Teppich kehren lassen!
Hitler hat einige Schriftstücke verfasst und mit juristischen Tricks lassen sich auch Zeitungen und ein paar andere wichtige Zeitzeugen wegschließen.
Zeitungen, eine gewisse Autobiographie... Welche Beziehung bestand zwischen dem Papst und Adolf Hitler? Das niemals jemand erfahren. Wie dachte der Führer? Was ging in seinem Kopf vor? So etwas wird nie im Geschichtsunterricht gelehrt werden.
Dadurch bleibt ein kleines aber gemeines Hintertürchen, hinter dem Rücken von Demokratisierung und Aufklärung bleibt immer noch die Möglichkeit, eines Tages einen neuen Totalitarismus zu installieren und der Kirche in Deutschland zu neuem Aufschwung zu verhelfen.

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Bitte nicht (allzu) ernst nehmen.Geändert von TwilightKitten (13. 03. 2009 um 06:57 Uhr)
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13. 03. 2009, 14:28 #10
Re: Zeitungszeugen: Erfolg vor Gericht absehbar
Diese Verschwörungstheorie ist schon sehr abgefahren. Aber das Verbot der Zeitungszeugen wird andere Verschwörungstheorien herbeirufen. Es ist verboten, gewisse Dinge des Dritten Reiches zu verherrlichen, es ist verboten, gewisse Dinge des Dritten Reiches zu leugnen, und nun wird es quasi auch noch verboten, sich ein eigenes Urteil über die Vorgänge im Dritten Reich zu bilden, was mit mehr als fragwürdigen Urheberrechten begründet wird. Man könnte auf die Idee kommen, dass da was unter den Teppich gekehrt werden soll.
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13. 03. 2009, 19:03 #11Mitglied
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Re: Zeitungszeugen: Erfolg vor Gericht absehbar
LoL , dieser HITLER , ein richtiger allrounder . schreibt mal so mehrere komplette zeitungen von vorne bis hinten , ganz allein . und das wo jeden tag grossdemo und leute durch die strassen jagen angesagt war . vielleicht kommt ja im bezahlfernsehen bald eine doku vom pauschal guido "hitlers schlaflose nächte" .
eigentlich hatte ja unser geliebter Führer verboten , mit seinen namen unfug zu veranstalten . wie zigarretten nach ihm zu benennen oder schnickschnack . aber mal ernsthaft .
die zeiten seit ,vor , der 1. republik , waren zu RADIKAL . ALLE damaligen parteien vertraten extrem radikale ansichten oder begingen radikale taten . einige parteien gibs immer noch . man möchte eben eine schöne vergangenheit haben . GESCHICHTE is nich so einfach .
ein LUSTIGES beispiel ->
SCHEIDEMANN - Ausrufung der Republik
http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Scheidemann
dazu -> Waldemar Pabst -
http://de.wikipedia.org/wiki/Waldemar_Pabst
oder lest mal "briefe an hitler" , rofl
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14. 03. 2009, 01:53 #12
Re: Zeitungszeugen: Erfolg vor Gericht absehbar
Ich habe mir die erste Ausgabe gekauft und gelesen
sehr interessant was da stand, beispielsweise der Artikel von Goebbels.
Da muss ich aber dazu sagen, dass dieser Artikel relativ anspruchsvoll geschrieben ist -> der durchschnittliche Neonazi mit Springerstiefeln ist doch viel zu bescheuert um den Inhalt wirklich zu verstehen der ihm da präsentiert wird. Neonazis von heute bedienen sich an Hetzschriften auf Bild-Niveau aus den USA, intelektuell können die mit den alten Nazis doch überhaupt nicht mithalten, geschweige denn die Zusammenhänge verstehen.
Mal ganz abgesehen davon muss man sich wirklich konzentrieren um die Schrift zu lesen wenn man sie nicht gelernt hat. Da klappt doch das stärkste Faschohirn nach 3 Zeilen zu.
Übrigens, wurde der wirtschaftliche Schaden des zweiten Weltkriegs mittlerweile durch die Musik- und Videospielindustrie die sich ja so intensiv mit dem Thema auseinandersetzt wieder rückgängig gemacht?


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