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  1. #1
    gulli:News Redaktion Avatar von gullinews
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    Standard Wikileaks.de: Theodor Reppe im gulli-Interview

    Der Domain-Inhaber von Wikileaks.de, Theodor Reppe, stellte sich bei gulli:news einem Exklusivinterview.

    Eines der Top-Themen der vergangenen Tage waren die Geschehnisse rund um Wikileaks.de. Die Domain war über Ostern nicht zu erreichen und schnell verbreiteten sich verschiedene Versionen von den Hintergründen. Mittlerweile haben sich einige der Beteiligten zu den Vorgängen geäußert. Nun erklärte sich auch Domain-Inhaber Theodor Reppe bereit, seine Version der Ereignisse zu schildern: Gegenüber gulli:news äußerte er sich zur Nichterreichbarkeit seiner Domain, zur Bedeutung von Wikileaks und zu digitalen Bürgerrechten im Allgemeinen. (englische Version)

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  2. #2
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    Standard Re: Wikileaks.de: Theodor Reppe im gulli-Interview

    Ganz gutes Interview - nun wissen wir schon wieder etwas mehr. Manchmal ist eine Zuspitzung unumgänglich, damit die Öffentlichkeit und die Medien aufwachen und reagieren. Die medialen Möglichkeiten sind allerdings noch lange nicht voll ausgeschöpft. Neben Heise & Telepolis gibts noch eine Menge mehr von den sogenannten Meanstream-Medien. Und was ist mit TV und Hörfunk - schweigen im Walde. Und Recht hat er - jeder Aktivismus ist nicht zum Nulltarif zu haben. Oder: Ohne Mooossss is nich viel looosss ! In diesem Sinne...

    Atlas Büroteam

  3. #3
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    Standard Entschuldigung?

    Irgendwie fehlt mir eine Entschuldigung oder zumindest die erkennbare Einsicht, dass Reppe die Öffentlichkeit belogen hat. Er wusste von der Kündigung, verbreitete aber lieber Beschuldigungen gegenüber der Denic. Und die sind auch weiterhin online - nur mit einem dürftigen Updte-Link auf seine nächste Märchenstory vom Telefonanruf.

    Wenn er immer noch glaubt, der KK-antrag sei konform gewesen, ist es Zeit für eine Merkbefreiung. Natürlich war das nicht konform, eigentlich sogar illegal. Denn zu jedem KK-Antrag gehört die Versicherung, dass man bereits Inhaber der Domain ist. Das war er nicht. Er kann glücklich sein, dass der Provider den KK-Antrag gar nicht erst weitergeleitet hat.

    Zudem scheint er auch den Unterschied zwischen einem "Link" und einer "Domainleitung" nicht verstanden zu haben - oder er versucht gezielt die Sachverhalte zu verwischen.

  4. #4
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    Standard Re: Wikileaks.de: Theodor Reppe im gulli-Interview

    Zitat von Theodor Reppe:

    "Ich glaube aber auch, dass leider vor allem in Deutschland die Bereitschaft, seine Grundrechte zu verteidigen, da endet, wo man sich ernsthaft anstrengen muss."

    Da wird den Verteidigern der Grundrechte schon geholfen, Schäuble ändert das GG so ab, das selbst der Gedanke an eine Anstrengung zur Vorverurteilung führt ... und eine in Anspruchnahme des widerstandsrechts wird somit zum geplanten Terrorakt gegen die Herrschende Ordnung !

    ... ich sehe Schwarz ? Ich würde mal auf die Rechtssprechung schauen, die hinter uns liegt !


    Gutes Interview ! Ich hoffe inständig, das meine Schwarzseherei nicht eintrifft, aber bisher ist fast alles eingetreten ... und auch kommentare wurden auf Radioutopie gelöscht, wo ich behauptete, das die Erweiterung des Bundeswehrmandats auf 4500 Mann nur noch dem Volk plausiebel machen mußte ... damals wurde noch eine Erweiterung auf max. 3000 Mann diskutiert ...
    Ergo die Pläne lagen schon in der Schublade ... nur das "Verkaufsargument" fehlte noch !

    Ist in Sachen "Internetbefriedung" nicht viel anders ...

  5. #5
    Mitglied Avatar von gayeye
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    Standard Re: Wikileaks.de: Theodor Reppe im gulli-Interview

    Ansonsten ist es der Staatsanwaltschaft bekannt, dass ich "gerade wegen dem Grundanliegen von [WikiLeaks], das Internet frei von Zensur zu halten, nicht bereit sei, die entsprechenden Links zu entfernen" [Zitat Aktenvermerk vom StA], was ich auch gar nicht könnte, da mir ja nur die Domain gehört - ob das die Staatsanwaltschaft inzwischen verstanden hat, kann ich nicht sagen.
    blicke da auch nicht ganz durch und kenne den unterschied nicht.
    kann mir das jmd erklären warum er, als domainihaber nichts löschen kann?

    thx
    mfg

  6. #6
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    gulli:Redaktion

    Avatar von Annika_Kremer
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    Standard Re: Wikileaks.de: Theodor Reppe im gulli-Interview

    Na, es ging um Links auf der Seite (Wikileaks). Diese kann Reppe aber nicht löschen, weil er redaktionell gar nicht für die Seite zuständig ist, sondern nur eine Domain hat, die auf diese Seite weiterleitet.

  7. #7
    Mitglied Avatar von gayeye
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    Standard Re: Wikileaks.de: Theodor Reppe im gulli-Interview

    Zitat Zitat von Annika_Kremer
    Na, es ging um Links auf der Seite (Wikileaks). Diese kann Reppe aber nicht löschen, weil er redaktionell gar nicht für die Seite zuständig ist, sondern nur eine Domain hat, die auf diese Seite weiterleitet.
    ah ok, danke sehr. jetzt macht das ganze auch sinn! ~~

  8. #8
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    Standard Re: Wikileaks.de: Theodor Reppe im gulli-Interview

    Zitat Zitat von Annika_Kremer
    Na, es ging um Links auf der Seite (Wikileaks). Diese kann Reppe aber nicht löschen, weil er redaktionell gar nicht für die Seite zuständig ist, sondern nur eine Domain hat, die auf diese Seite weiterleitet.
    Falsch. Nach Reppes Schilderung ging es nicht um Links, sondern um die Domain.

    http://wikileaks.org/wiki/Hausdurchs..._Domaininhaber

    Entweder hat er die Polizei oder uns alle angelogen.

  9. #9
    Mitglied Avatar von gayeye
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    Standard Re: Wikileaks.de: Theodor Reppe im gulli-Interview

    Zitat Zitat von huuuuuuuuuuu
    Falsch. Nach Reppes Schilderung ging es nicht um Links, sondern um die Domain.

    http://wikileaks.org/wiki/Hausdurchs..._Domaininhaber

    Entweder hat er die Polizei oder uns alle angelogen.
    hmm.. da ist was drann:

    Zitat Zitat von http://wikileaks.org/wiki/Hausdurchsuchung_bei_WikiLeaks.de_Domaininhaber
    Die Polizei fragte nach Passwoertern zur Wikileaks.de Domain, und forderte die Abschaltung der Domain.

  10. #10
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    Standard Re: Wikileaks.de: Theodor Reppe im gulli-Interview

    Hach wie ist das hier alles schön. Nachdem Wikileaks.org nun alle Tatsachen zu diesem Thema verdreht hat, springt natürlich auch gulli in die Bresche und gibt dem Herrn Reppe eine weitere Möglichkeit seine Version und wirklich nur seine Version der Geschichte in die Welt zu blasen.

    Und anstatt man das mal gegenprüft, was der Herr da so von sich gibt, hält man es lieber wie die Blöd-Zeitung und schreibt erstmal wild drauf los.

    Nun mal zu den Fakten: Reppe hat versucht, die Domain bnd.de zu karpern. Das bestreitet er ja nicht. Dazu hat er sich als Domaininhaber oder Admin-C der besagten Domain gegenüber seinem Provider ausgegeben, oder den Anschein erweckt er wäre dies. Denn gemäß DeNIC-Richtlinien darf das nur der Admin-C oder der Domaineigner entscheiden, ob ein Transfer stattfindet oder nicht. Er hat also seinen Provider in diesem Zusammenhang belogen nicht ganz die Wahrheit erzählt.

    So, der Provider kriegt das ganze mit, sperrt den Kundenaccount und kündigt mit Dreimonatsfrist. (im Dezember 2008)

    Wenn man nun sich die Domainrichtlinien aller, aber wirklich aller Provider in Deutschland anschaut, dann sieht man, dass solche Domainkarperungsversuche regelmäßig eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen, da sie ein Vertragsbruch sind. Man sieht auch, dass bei Domainregistrierungen nie eine Verrechnung bereits zuviel gezahlter Gebühren stattfindet. Warum? Weil die Registrys (DeNIC in diesem Falle) das Geld ebenfalls nicht zurückerstatten, sollte die Domain vor Ablauf gelöscht werden oder aber transferiert werden.

    Wenn man das alles weiß, dann ist dieses ominöse Telefonat, was Herr Reppe meint geführt zu haben, zumindest sehr zweifelhaft. Der Provider selbst bestreitet ja, das es das gibt. Natürlich hat er nur geschrieben, er fragt sich, warum Herr Reppe sich das nicht hat schriftlich geben lassen, was er im Bezug auf dieses Telefonat sagt, aber ich denke, wir dürfen das mal als Verneinung werten, dass es das Telefonat gab.

    Und selbst wenn es das Telefonat gegeben hätte, würde Herr Reppe das wohl kaum beweisen können.

    DE-Domains sind nach Vertragsablauf innerhalb einer Frist von 14 Tagen in Transit zu schicken und je nach dem welcher Provider wie an DeNIC angebunden ist, hat er dort eigene Fristen. Jetzt gucken wir auf den Kalender, gucken, was der Donnerstag denn für ein Tag war und sehen: Aha, genau in der Frist.

    Alles ganz unspektakulär. Wenn man sich mal die Mühe macht, die Fakten zu durchleuchten und zu bewerten.

    Aber das kann man von einem Portal wie Gulli und einer Profijournalistin wie Annika ja nicht erwarten. Das wäre dann ja nicht so schön schlagzeilenträchtig und man hätte nichts, worüber man sich schön aufregen kann.

  11.  
     
     

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