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27. 04. 2009, 15:49 #1
Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
Anfang des Monats wurde ein Gutachten des Instituts für europäisches Medienrecht (EMR) veröffentlicht. Nach Aussage der Studie ist die Kulturflatrate juristisch wie auch wirtschaftlich durchaus umsetzbar. Wir haben Frau Grietje Staffelt von der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN kurz dazu befragt.
In Zeiten massenhafter Tauschbörsennutzung und rund 10.000 Abmahnungen, die jeden Monat an deutsche Filesharer rausgehen, entschieden sich Die Grünen gemeinsam mit ihrer Europafraktion dazu, diesbezüglich ein Rechtsgutachten in Auftrag zu geben.
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27. 04. 2009, 16:35 #2Mitglied
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Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
Kulturflatrate wäre meiner Meinung nach ne feine Sache -- ganz klar.
Aber bei Äusserungen wiehört man halt ganz genau raus das da Leute am Werke sind die eigentlich keine Ahnung haben. Im ernst, wenn ich was altes Suche was man nirgendwo bekommen kann -- ja dann pack sogar ich nochmal das P2P Programm aus...Dies gilt vor allem für seltene Werke, die wenig in Tauschbörsen kursieren werden.
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27. 04. 2009, 16:41 #3DatenKopierer
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Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
Ich suche zur Zeit etwas aus der Dancehall Szene von 1998, es ist nicht aufzutreiben

Und nein, im p2p habe und werde ich nicht suchen.
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27. 04. 2009, 17:09 #4Mitglied
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Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
Sorry aber wenn ich schon lese "für Filme und Musik" - das ist doch voll für'n Arsch. Mir persönlich z.B. wären nämlich Spiele am wichtigsten - also bitte ganz oder gar nicht sonst ist das unfair!
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27. 04. 2009, 17:17 #5
Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
@re-aktor
Bei diesem Satz musste ich das gleiche denken. ^^
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27. 04. 2009, 17:38 #6
Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
Tatsache ist.. es werden nicht alle damit einverstanden, weil es im Grunde genommen nichts anderes als "GEZ" sein wird..
Für etwas bezahlen, was man nie nutzt.
Es gibt genug Leute, die ein Rechner nur für Emails, surfen oder einfach fürs Einkaufen benutzen.. oder selbst wenn man legal irgendwo was erwirbt.. all diese müssen mehr zahlen, obwohl sie kein p2p o.ä. nutzen
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27. 04. 2009, 18:07 #7Mitglied
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Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
<naiv>Kulturflatgroschen? Ja, da kommt ganz bestimmt das Geld endlich bei den kleinen Künstlern an, die heute von den großen Firmen ausgebeutet werden, oder gar nicht erst unter Vertrag kommen! Dadurch wird alles gut und gerecht!</naiv>
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27. 04. 2009, 18:39 #8Mitglied
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Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
@ Wdo: Eine "Spiele-Flatrate" ist ja wohl das dümmste was ich je gehört habe. Soll da etwa jeder der Arbeitet dafür blechen, dass irgendwelche Arbeitslosen oder Kiddys den ganzen Tag vorm PC hocken können um kostenlos zocken zu können?
Zum Thema:
So eine Kultur-Flatrate hört sich Interessant an, wird aber in der Umsetzung sicher an einigen Stellen anecken.
Das eigentliche Problem, weshalb zum Thema Film und Musik in Verbindung mit Internet und Urheberrecht bisher keine vernünftigen Lösungen gefunden werden konnten, ist die Maßlosigkeit der Film-/Musikindustrie. Solange die dahingehend nicht umdenken wollen (oder zum wollen gezwungen werden), werden sich keine für uns akzeptablen Lösungen finden.
MfG
Tr1umph
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27. 04. 2009, 18:48 #9
Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
Etwa genau so "dumm" wie eine "Kulturflatrate" an sich.
Zitat von Tr1umph
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27. 04. 2009, 18:56 #10
Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
Ist doch super dann gibt es keine Publisher mehr die eh zu nix gut sind. Dann werden direkt die Programmierer und Designer bezahlt. Finde ich eine sehr gute Sache so wie die Kulturflat an sich!
Zitat von Tr1umph
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27. 04. 2009, 18:59 #11Mitglied
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Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
Liest sich ziemlich undruchdacht und iwie wie ein Idee eines Einzelnen ohne eine Ahnung von Plannung, Umsetzung und Verwaltung zu haben
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27. 04. 2009, 19:06 #12
Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
Liegt daran das sie Idee so gut ist. Einfach nur simple.
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27. 04. 2009, 19:32 #13
Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
öhm, kann es sein, dass die letzte antwort der frau sowieso fehlt bzw. irgendwie verschluckt wurde?
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27. 04. 2009, 19:55 #14Chefredakteur
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Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
Auch wenn es schon was älter ist, die Ausarbeitung von Attac zu dem Thema hat mir gut gefallen.
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27. 04. 2009, 23:06 #15
Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
Unter einer Kulturflatrate stelle ich mir einen Service vor, für den zb jeder wie für eine Fernsehsteuer 100 Eu/ Jährlich oder so zahlen kann und dadurch nicht mit straf. Verfolgung zu rechnen hat. Somit könnte man alle Klassen der Geselschaft gleichberechtigt mit Kulturbeliefern und dazu gehöhren halt nicht nur die Wikipedia und Foren sondern auch Filme, Musik, Spiele, Bücher,....
Meiner Meinung nach wäre dies ein weiterer Schritt in richtung Gleichberechtigung unter den Menschen.
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28. 04. 2009, 07:05 #16
Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
Die Einführung einer Kulturflatrate würde auf kurz oder lang den Einbruch des wirtschaftlichen Wettbewerbs bedeuten.
Denn kaum einer, bzw. keiner mehr würde sich dann noch Musik, Filme, Spiele... etc. in diversen Geschäften/ Internetshops kaufen. Warum auch, wenn man all diese Medien im Internet dann legal für einen Obolus downloaden kann.
Viele Wirtschaftszweige die mit solchen Medien direkt und indirekt zu tun haben würden dadurch nur noch rote Zahlen schreiben und müssten zwangsweise den größten Teil ihrer Angestellten entlassen, oder gehen gar komplett Pleite.
Was wiederum bedeutet das die Arbeitslosenzahl sprunghaft in die Höhe schießt und unkontrollierbare Ausmaße annehmen würde.
Eine Kulturflatrate ist absolut Kontraproduktiv für einen gesunden Ablauf der Wirtschaft.
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28. 04. 2009, 10:23 #17user124deaktiviertes Benutzerkonto
Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
ich zahle keine gez weil ich weder fernseher noch radio habe - eine kulturflat hingegen würde ich bezahlen.
die industrie kann es sich aussuchen: entweder geld von mir durch eine bezahlbare flat bekommen oder.... garnichts.
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28. 04. 2009, 10:59 #18
Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
Irgendjemand verliert immer. Vermutlich werden die Wenigkonsumenten viel Geld für etwas zahlen, das sie nie benutzen, und die Hersteller bekommen trotzdem zu wenig um weiter zu existieren. Der einzige Profiteur sind Vielkonsumenten, die für ihre Medien nicht angemessen bezahlen wollen.
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28. 04. 2009, 11:59 #19Mitglied
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Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
oh ja, jetzt werden sie die regierenden das bestimmt nochmal überlegen -.-
Zitat von user124
also im ernst, was dämlicheres als diese kulturflat gibt es nicht... entweder die ist so hoch, dass es sich für kaum einen lohnt, oder aber so niedrig, das die industrie erhebliche verluste einfährt. und damit meine ich nicht verluste im musik- oder filmgeschäft, sondern auch im vertrieb.... tv sender, kinos, musikläden werden fast bedeutungslos und würden zu arbeitslosigkeit führen, da diese kuturflat keine arbeitsplätze schaffen, sondern nur vernichten würde!
das glaubste doch nicht im ernst? auch mit kulturflat ebnötigen die musiker noch ein management, vor allem die newcomer, um beispielsweise ihre sachen zu promoten oder konzerte zu organsisieren...
Zitat von Shadow27374
topp, was ist mit denen die keinen inet zugang haben? was hindert die daran, diese flat zu nutzen über freunde und bekannte?Prinzipiell ist an eine Pauschalabgabe für alle Internetnutzerinnen und -nutzer gedacht.
was ist mit arbeitgebern, müssen die auch zahlen nur weil die einen zugang haben und ihre arbeitnehmer eventuell hierrüber datein erhalten könnten? was ist mit leuten, die ihren inet zugang nur hinundwieder zum mails abfragen, chatten, onlinebanking, einkaufen und weiss gott was nutzen? werden studiengebühren erhöht, weil man ja an den unis ins internet gehen könnte? werden inet zugänge an schulen gesperrt, weil man hier ja diese kulturflatrates nutzen könnte? sehr gut durchdacht, und auch nicht besser als die GEZ-scheisse....
ach, und wie finanzieren diese anbieter ihre server? wie sollen die datenmengen verwaltet werden? amazon unc co werden sich sicher freuen grosse bandbreiten und speicherplatz für umme anzupreisen, denn zurnot hat man immernoch P2P oder OCH, und OHC sind nur wirklich nicht langsam, ein vernünftiges P2P-netzwerk auch nicht...... vielleicht sollte man sich mal informieren und vor allem nachdenken...Legale Onlineshops können auch weiterhin existieren, wenngleich wohl nicht mehr in der heutigen Form. Gegenüber Tauschbörsen haben sie den Vorteil, dass sie ihre Werke zu jeder Zeit in konstanter Qualität und mit konstanter Übertragungsrate anbieten können. Dies gilt vor allem für seltene Werke, die wenig in Tauschbörsen kursieren werden. Darüber hinaus sind Angebote aus professionellen Shops mit Sicherheit frei von Viren und Schadsoftware.
und hier haben wir den kern es ganzen.... reiner populismus uns heuchelei aufgrund der EU-wahlen demnächst..... seltsam das man grade JETZT mit dieser idee rausrückt und hier interviews gibt...Die Kulturflatrate wird schon länger diskutiert, sie ist vor allem ein wichtiges Thema für die Grünen im Europawahlkampf. Deshalb war es jetzt notwendig, als ersten Schritt die rechtliche Machbarkeit zu prüfen.
lieber ne partei wählen die durch die bank weg dieselben ziele verfolgen und nicht erst kurz der wahl allen und jedem etwas versprechen.... wahrscheinlich wird auf irgenteiner ü50-webpage von einem anderen grünen versprochen das junge menschen mehr steuerabgaben geben müssten, nur um auf wählerfang zu gehen -.-
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28. 04. 2009, 14:54 #20Mitglied
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Re: Grietje Staffelt: Chancen & Grenzen einer Kulturflatrate
Also mal ganz naiv gefragt... Das verstehe ich nicht. Warum sollte den eine Abgabe, die umverteilt wird, Arbeitsplätze vernichten? Schließlich kommt das Geld ja auch irgendwo an. Nach deiner Argumentation (und einigen anderen hier) gäbe es auch kein Privatfernsehen, keine Kinos (da die Filme auch in TV laufen) und vor allem kein DVD-Markt, weil ja alles im Fernsehen kommt. Sollte man mal drüber nachdenken.
Zitat von tnjes
Ich bin der Kulturflat dennoch kritisch eingestellt und versuche mir eine Meinung zu bilden. Ich hoffe der Diskurs wird noch etwas länger andauern.
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