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02. 05. 2009, 11:54 #1
Neuseeland: Unschuldsvermutung gerettet
Laut einer aktuellen Meldung der National Business Review wurde in Neuseeland die geplante Gesetzesänderung, die verdächtigte Urheberechtsverletzer bis zum Nachweis ihrer Unschuld für schuldig erklärt hätte, verworfen.
Die neuseeländische Legislative hat laut einem Bericht der National Business Review beschlossen, bis auf Weiteres keinerlei Änderungen an dem Urheberrecht von 1994 vorzunehmen.
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02. 05. 2009, 12:04 #2
Re: Neuseeland: Unschuldsvermutung gerettet
Dafür wird die Schuldvermutung bei uns eingeführt.
Siehe neues ´Telecom-Gesetz' der EU - Stichwort Tribunal
Einführung von Internetsperren bei Copyright-Verstößen auf EU-Ebene erleichtert
Mit der "Kompromissformel" müsste ein betroffener Nutzer dagegen selbst erst den Rechtsweg einschreiten und einer Institution wie der HADOPI nachweisen, dass sie seine Grundrechte auf Basis der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte nicht genügend beachtet habe. Bis zur Erbringung dieses Nachweises und dem Erreichen eines entsprechenden Urteiles gilt die verhängte Kappung des Internetzugangs.
http://www.heise.de/newsticker/Einfuehrung-von-Internetsperren-bei-Copyright-Verstoessen-auf-EU-Ebene-erleichtert--/meldung/137087
Gruss
KrocketGeändert von Krocket (02. 05. 2009 um 15:30 Uhr)
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02. 05. 2009, 12:59 #3Mitglied
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Re: Neuseeland: Unschuldsvermutung gerettet
Warum kürzen die es nicht einfach ab.
Jeder darf auf Vorrat erschossen werden bei dem die Vermutung nahe liegt das er einen Urheberrechtsverstoß begangen hat.
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02. 05. 2009, 13:45 #4
Re: Neuseeland: Unschuldsvermutung gerettet
Naja, es wird denen die Möglichkeiten geben, die eine größere Lobby haben.Es wird Rechteinhabern sowie Konsumenten die Chance geben, angemessenen Einfluss auf die Inhalte des Gesetzes zu nehmen.
Ist ja am Ende des Artikels auch so angedeutet.
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02. 05. 2009, 14:50 #5
Re: Neuseeland: Unschuldsvermutung gerettet
Das Bild is ja mal voll der Bringer ...
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02. 05. 2009, 19:34 #6
Re: Neuseeland: Unschuldsvermutung gerettet
In Neuseeland ist die Globale Verwerter Mafia vorerst gescheitert, in anderen Ländern scheint man erfolgreicher zu sein.
Wenn Frankreich seine Pläne umsetzt... dann Gute Nacht.
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03. 05. 2009, 00:30 #7
Re: Neuseeland: Unschuldsvermutung gerettet
Ja, dann Gute Nacht. Wobei ich den Urheberrechtsschutz ganz in Ordnung finde. Aber dann lässt es sich vorzüglich bei Computer und Software aus der "Lazy-Monday-Produktion" streiten, wenn es einen Absturz gibt und man kein Geld für neue Software und erst recht kein Geld für einen neuen Computer hat.
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03. 05. 2009, 02:18 #8
Re: Neuseeland: Unschuldsvermutung gerettet
wenn es einen Absturz gibt und man kein Geld für neue Software und erst recht kein Geld für einen neuen Computer hat.
CDs? Gekaufte Programme auf eine Disk sichern? Weiß gar nicht was ich darauf noch sagen soll.
Urherberrechtsschutz in bestimmtem Maße find ich ja auch OK, aber es geht um gerechte Entlohnung und allgemein gerechten Vertrieb von Musik und nicht die Abzocke die stattfindet.
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03. 05. 2009, 12:56 #9Mitglied
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Re: Neuseeland: Unschuldsvermutung gerettet
Das große Problem der Musikverwerter ist eigentlich, daß sie durch das Inet ihre Existenzberechtigung verlieren werden. Wer braucht schon einem Mittelsmann, der 60% aller Einnahmen für sich behält und nur 40% an den Urheber auszahlt. Und dann auch noch sowohl Konsumenten, als auch Künstler vorschreibt, wie sie ihre Werke zu vertreiben haben?
Durch das Inet hätten Künstler endlich die Möglichkeit, ihre Werke direkt dem Konsumenten zu verkaufen. Und zwar genau so, wie Künstler und Konsumenten sich das vorstellen.
Gruß
Bakaroo
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03. 05. 2009, 13:22 #10Mitglied
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Re: Neuseeland: Unschuldsvermutung gerettet
Die Konsumenten sind selber schuld. Wenn keiner mehr Musik kaufen würde dann hätte sich das mit der Musikindustrie ganz schnell erledigt. Quasi am langen Arm verhungern lassen. JA Sabotage nennt man sowas.
Dann würden die Künstler merken das da nichts mehr kommt und dann müßten sie andere Vertriebswege aufbauen. Sprich selber verkaufen auf ihren Homepages zu vernünftigen Preisen.
Ich habe meine letzte CD vor ca. 18 Jahren gekauft. Auch den kauf bei einem Musikportal bin ich immer aus dem Weg gegangen.
Filme habe ich noch NIE gekauft. Wenn ich einen Film sehen wollte bin ich in eine Videothek gegangen.
Jetzt könnten einige sagen "Wenn keiner mehr was kauft dann gibt es auch nichts mehr" Ja völlig richtig. Aber soweit wird es nicht kommen. Die Künstler werden das sehr schnell merken das die Kunden nicht mehr kaufen weil die Musikindustrie da zwischen ist und das Ruder rumreißen und einen anderen Weg einschlagen.
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03. 05. 2009, 13:41 #11Mitglied
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Re: Neuseeland: Unschuldsvermutung gerettet
Das Problem an deiner Idee: die Musikverwerter zwingen _üblichereise_ den Künstler dazu, sämtliche Verwertungsrechte abzutreten - unwiderruflich. Entweder, er will den Plattenvertrag oder nicht. Die Künstler haben dann gar keine legale Möglichkeit mehr, dieses Werk selbst zu verkaufen.
Neuerdings umfassen diese Vertragswerke "alle möglichen Vertriebswege - inklusive zukünfig entstehender".
Einzig neu geschriebene Werke eines Künstlers, dessen Rechte der Künstler nicht veräußert, kann der Künstler selbst vermarkten.
Ein bekanntes Beispiel: Prince / Symbol / TAFKAP
Gruß
Bakaroo
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03. 05. 2009, 14:01 #12
Re: Neuseeland: Unschuldsvermutung gerettet
Der Mensch ist halt so ein Tier, der ohne Musik nicht leben kann. Musik gabs schon in allen Kulturen in allen Zeiten(nur halt in anderen Formen)... Steinzeit, etc.Die Konsumenten sind selber schuld. Wenn keiner mehr Musik kaufen würde dann hätte sich das mit der Musikindustrie ganz schnell erledigt. Quasi am langen Arm verhungern lassen. JA Sabotage nennt man sowas.
Wenn du keine Musik nicht kaufst und Filme auch nicht, wie überlebst du den da? Runterladen? Man sieht ja wie sie das dazu zwingt sich andere Vertriebswege zu überlegen... man sieht es an den ganzen Prozessen.
Ach wenn du in die Videothek gehst, dann kriegt der Mittelsmann nichts oder wie?
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03. 05. 2009, 14:08 #13Mitglied
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Re: Neuseeland: Unschuldsvermutung gerettet
Also ich lebe ganz gut. Radio eben - Klar die müssen Musik kaufen ganz klar. Ich meine das man es soweit das kaufen runterschraubt das die Musikindustrie nicht mehr überleben kann.
Dann überlegen sich die Künstler ob sie sich von der Musikindustrie auslutschen lassen oder ob sie ihre neuen Titel anderst an die Kunden bringen.
Klar wenn ich in die Videotheke gehe bekommt die Filmindustrie auch Geld. Aber nur einmal. Die Videothek kauf den Film und 100erte leihen in aus.
Die Musik und Filmindustrie aushungern eben. Alles runterschrauben.
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