Der ehemalige Verfassungsrichter Winfried Hassemer freut sich, dass es viele Bürger in Deutschland aufregt, dass mit dem Datenschutz so lax umgegangen wird. Er fordert auch Grundlagenforschung.
Anlässlich der Veröffentlichung des "Grundrechte-Report 2009" äußerte sich der ehemalige Verfassungsrichter Hassemer zum aktuellen Status der Grundrechte, vor allem in Zusammenhang mit der gegenwärtigen Politik. Mit Sorge sieht er, wie der Staat in Bezug auf den Umgang mit Daten und Privatsphäre sehr sorglos umgeht, und dadurch nach und nach Grundrechte der Bürger aushöhlt. Erfreut dagegen sei er darüber, dass sich die Bürger darüber aufregen und sich gegen Datensammelwut und Überwachung einsetzen. Er denkt dabei vor allem an die jüngsten Datenskandale von Lidl, der Deutschen Bahn, sowie der Telekom. "In den 80er-Jahren dachten wir, die gefährlichsten Eingriffe in den Datenschutz gehen vom Staat aus. Das war falsch." Denn offenbar gehören die Unternehmen mittlerweile zu den schwärzesten Schafen: "Die Skandalisierung solcher Übergriffe gelingt allerdings nur, solange wir glauben, dass die meisten Unternehmen sich korrekt verhalten. (...) Wenn jedoch alle den Datenschutz missachten, dann können wir nur noch nach Hause gehen und weinen".
Also so eine Studie wäre sicherlich sehr interressant . Nach Beendigung würden sich manche Leute vielleicht mal mehr Gedanken, wie viel sie wo von sich preisgeben bewusst, sowie unbewusst (viele merken es ja heute nicht einmal).
Das einzige was ich schade finde, dass Herr Hassemer sich nicht zu dem wohl schwerwiegensten Problem aktuell, Eingriffe in das Grundgesetz, geeußerst hat. Naja als das Buch gedruckt wurde, kam die Diskussion wahrscheinlich gerade erst richtig auf. Aber dennoch, schade.
"Wenn jedoch alle den Datenschutz missachten, dann können wir nur noch nach Hause gehen und weinen"
HrHr xD
Gut, dass das thema weiter aufgegriffen wird und die kritik auch an die öffentlichkeit gelangt - das alles im stillem stübchen zu bemängeln bringt nix ...
Also ich finde das auch gut, vor allem die Forderung, mal konsequentere Nachforschungen anzustellen, anstatt immer wieder mit denselben Argumenten in diesem oder jenem Kontext abzuprallen.
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