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09. 06. 2009, 20:11 #1
Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
Die einen glauben, die Menschen sind zu faul, zum Wählen vor die Tür zu gehen, die anderen wollen Nichtwähler mit Bußgeldern abstrafen: Nach dem Debakel bei der Wahlbeiligung bei der Europawahl wird nun diskutiert, wie man die Wahlbeteiligung anheben kann. Von Wahlpflicht über Internetwahl bis zu mehr Mitbestimmungsrechte ist alles dabei.
Die Europawahl am 7. Juni war für die Sozialdemokraten eine herbe Schlappe. Die Partei hat ihr Rekordtief von unter 21 Prozent einstecken müssen und sucht nun nach Gründen für das schlechte Wahlergebnis. Die Ursache ist der SPD schnell klar geworden: "Wir konnten unsere Wähler nicht hinreichend mobilisieren." So kommuniziert es die Parteizentrale nach außen und gibt sich zuversichtlich. Eine inhaltliche Kursänderung kommt für die Sozialdemokraten so kurz vor der Bundestagswahl nicht mehr in Frage. Nun überlegt die SPD, wie sie ihre Sympathisanten an die Wahlurnen bekommt. Jörn Thießen, Bundestagsabgeordneter der SPD, forderte beispielsweise eine Wahlpflicht in Deutschland, wie sie beispielsweise in Belgien schon existiert.
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09. 06. 2009, 21:44 #2Mitglied
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Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
Um es mal wieder zu betonen: Epic fail
Die wundern sich, dass keiner Wählen geht, bei der Sch****, die sie verzapfen...
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09. 06. 2009, 21:45 #3
Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
Nichtwähler mit bußgeld abstrafen?! Geil. Die wählen dann halt ungültig.
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09. 06. 2009, 21:48 #4Mitglied
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Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
Volksentscheide in Deutschland?? Wers glaubt.
Unsere Politiker könnten ja an Macht verlieren.
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09. 06. 2009, 21:49 #5Mitglied
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Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
Möglicherweise. Dies ist, laut Ansicht des zitierten Abgeordneten, auch völlig legitim und stehe jedem Bürger weiterhin frei.
Zitat von Schlägerei
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09. 06. 2009, 21:56 #6Mitglied
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Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
nichtwähler und stolz drauf
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09. 06. 2009, 21:58 #7
Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
Hmm ich hab ein Rezept gegen die Wahlmüdigkeit:
Man nehme eine Portion neuer - glaubhafter - Politiker, fixiere sie in einer neuen Partei, gebe ein anständiges Wahlprogramm hinzu und verabreiche diese Komposition dem (potentiellen) Wähler in natürlich zu jeder anstehenden Wahl in Form eines Platzes auf dem Wahlzettel.
Wichtig ist, dass betroffene (giftige) Parteien vom Wahlzettel verschwinden (oder sich die entsprechenden Politiker am besten gleich selbst absetzen)..
Ich wette das funktioniert!
Edit: Darf man das überhaupt? Also Leute zur Wahl zwingen..
Also rein logisch gesehen ist es Schwachsinn, wenn nur Schwachsinn* zur Wahl steht, dann kann man doch nicht erwarten, dass da irgendwer gewählt wird..
* Sorry für den Ausdruck, aber die meisten Parteien kann ich einfach nicht als besser bezeichnen. Bei manchen Politikern muss man sich doch fragen, ob die unter Realitätsverlust leiden oder sonstige geistige Schäden haben..Geändert von 0tozero (09. 06. 2009 um 22:07 Uhr)
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09. 06. 2009, 22:00 #8
Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
Der Partei kann man seit dem 1. Weltkrieg nicht wählen, wer die jetzt erst durchsschaut hat ne lange Leitung
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09. 06. 2009, 22:01 #9
Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
@0tozero: Aber gib dieser Partei noch unbegrenzte finanzielle Mittel. Sonst verdrehen die Lobbyisten wieder Gut und Böse.
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09. 06. 2009, 22:06 #10Chronotondeaktiviertes Benutzerkonto
Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
klingt nach einparteienstaat.Hmm ich hab ein Rezept gegen die Wahlmüdigkeit:
Man nehme eine Portion neuer - glaubhafter - Politiker, fixiere sie in einer neuen Partei, gebe ein anständiges Wahlprogramm hinzu und verabreiche diese Komposition dem (potentiellen) Wähler in natürlich zu jeder anstehenden Wahl in Form eines Platzes auf dem Wahlzettel.
Wichtig ist, dass betroffene (giftige) Parteien vom Wahlzettel verschwinden (oder sich die entsprechenden Politiker am besten gleich selbst absetzen)..
Ich wette das funktioniert!
auch frage ich mich, was in diesem ominösen wahlprogramm stehen soll.
mfg
chronoton
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09. 06. 2009, 22:08 #11
Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
Um zu zeigen, dass einem was nicht passt, geht man heutzutage einfach nicht zur Wahl...
Aber was bleibt einem anderes übrig
Traurig =(
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09. 06. 2009, 22:12 #12
Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
Es scheitert ja schon an solchen Fabelwesen wie "glaubhafter Politiker" xD
Aber mal zum Thema:
Ich persönlich fände eine Wahlpflicht mal sehr Interessant.
Allerdings würden beim momentanen System wahrscheinlich sowieso nur die großen Parteien davon Profitieren, da die kleinen garnicht die Mittel haben um groß Aufmerksamkeit zu erlangen.
Hier sollte man auch eine Grenze ziehen und jeder Partei die selben Wahlkampf-Möglichkeiten bieten!
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09. 06. 2009, 22:18 #13
Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
Schwachsinn.. Vielleicht hab ich mich ein bisschen undeutlich ausgedrückt. Ich meinte damit nur, dass die Parteien an ihrer Glaubhaftigkeit arbeiten sollen.. Dass man Parteien braucht, die vernünftig handeln und nicht so wie das momentan der Fall ist.
Also gewissen Politikern zu (ver-)trauen finde ich irrsinnig.
Da vertraue ich lieber einem Massenmörder der eine bisherige Rückfallquote von 100% hatte..
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09. 06. 2009, 22:18 #14Chronotondeaktiviertes Benutzerkonto
Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
ich sehe darin aber auch die möglichkeit für die kleineren parteien proteststimmen zu erhaschen. wer wählen gehen muss und nicht mit der jetzigen politik zufrieden ist, der wird seine stimme einer anderen partei geben, wenn er nicht zuhause bleiben kann.Allerdings würden beim momentanen System wahrscheinlich sowieso nur die großen Parteien davon Profitieren, da die kleinen garnicht die Mittel haben um groß Aufmerksamkeit zu erlangen.
mfg
chronoton
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09. 06. 2009, 22:20 #15
Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
CDU ist dagegen.
Zitat von Shanks.Der-Rote
Da weiß man wenigstens woran man ist.
Zitat von 0tozero
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09. 06. 2009, 22:21 #16Mitglied
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Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
Wenn dir [Parteinamen] zu viel Schrott bauen, dann unterstützt du sie also lieber indem du überhaupt nicht wählen gehst statt die Partei zu wählen die deine Interessen am besten vertritt. Das ist mal ne Logik.
Zitat von demonsgalore
Und wenn du meinst das für dich absolut keine Partei wählbar ist, dann such dir die schlimmste aus und wähle einen Gegner dieser Partei. Selbst eine Stimme für eine chancenlose Partei schadet "deinem Gegner" mehr als keine Stimme.
Wenn alle Wählen gehen würden denen die CDU, SPD usw. nicht gefällt, dann könnten die schon längst nur noch von 20% Träumen.
Aber stattdessen wählt man lieber überhaupt nicht und trägt damit dazu bei das diese Parteien nach wie vor die stärksten sind.
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09. 06. 2009, 22:21 #17
Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
Die haben doch nur Angst vor extremistischen Parteien wie die Piratenpartei oder PVV. Nur weil man nicht mit dem Eurodreck schwimmen will. Wäre die Wahlbeteiligung größer gewesen, dachten sie, wären vielleicht mehr Stimmen an etablierte Parteien gegangen, die das System aufrechterhalten.
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09. 06. 2009, 22:23 #18Jimmy93Gast
Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
Ist kacke, dass keiner wählen geht, alles wahr. Aber geld dafür zahlen, dass man ein Recht nicht in Anspruch nimmt. Eher nicht
Bald "zwingt" uns die CDU noch dazu streiken zu gehen.
Mfg
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09. 06. 2009, 22:26 #19Mitglied
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Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
Wahltest wer überhaupt berechtigt ist mit zu Entscheiden.
Es kann doch irgendwie nicht angehen, dass wirklich jeder Hannes hingehen kann zur Wahl ohne den Hauch einer Ahnung und wählt einfach "das selbe wie sonst auch" (meist CDU, SPD,..).
Auf jedem Wahlzettel sollte man - zusätzliche zum eigentlichen Anhaken - Zitate von Politikern deren Parteien zuordnen, und bei einer gewissen Erfolgsquote (zb 6/10 richtig) zählt die Stimme.
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09. 06. 2009, 22:28 #20Mitglied
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Re: Geringe Wahlbeteiligung: Politik sucht Rezept gegen Wahlmüdigkeit
Einfach alle Partein abschaffen.
Jeder Bezirk wählt dann seinen Vertreter und der kann in seinem Bezirk ordentlich Werbung machen. Den kann man dann auch besser bearbeiten bei bestimmten Themen die einem Wichtig sind.
Ein Vorteil wär dann auch gleich das dies Oppositionsgehabe aufhört da es keine Opposition gibt.


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