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20. 06. 2009, 17:31 #1
Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Von Freud wissen wir:
Kleine Kinder machen in ihrer Entwicklung ein Stadium durch, worin sie ihre Scheiße lieben und alles, was damit zusammenhängt. Wer googeln will, sucht das Stichwort „anale Phase“.
Bei Menschen, denen es nicht gelingt, dieses Stadium ganz zu überwinden, spricht man von einer „analen Fixierung“. Darunter leiden gar nicht so wenige Leute, und in Deutschland noch ein bisschen mehr als anderswo. In den meisten Ländern ranken sich Schimpfwörter um Geschlechtsorgane und Geschlechtsverkehr. In Deutschland mit Vorliebe um Verdauungs- und Ausscheidungsorgane.
Interessant ist nun, was die Liebe zur Scheiße beim Erwachsenen bewirkt. Denn schließlich gilt in der Gesellschaft für Erwachsene das Reinlichkeitsgebot. Der Erwachsene muss also dauernd gegen seine heimliche Liebe ankämpfen. Und das tut er, indem er einen wahren Fanatismus beim Schrubben der Kloschüssel entwickelt. In der Fachsprache: Es kommt zu einer Reaktionsbildung.
Der von Putzwut befallene Mensch kämpft also eigentlich weniger gegen den Dreck als gegen seine verdrängte Liebe zu ihm. Er hat dauernd ein schlechtes Gewissen, er ist sich seiner selbst nicht sicher. Und zum guten Gewissen und zur Selbstsicherheit verhilft ihm exzessives Putzen: Hier haben wir doch den Beweis, dass ich ein reinlicher Mensch bin.
Aber das ist noch nicht alles. Unser Verdrängungskünstler ist ein echter Pfiffikus. Denn beim Schrubben der Kloschüssel darf er dem Objekt seiner Begierde, der Scheiße, nahe sein. Das Schönste am Kampf gegen den Dreck ist die unmittelbare Nähe zu ihm.
Wie die Putzwut das Symptom einer analen Fixierung ist, der verdrängten Liebe zur Scheiße, so scheint mir auch die Islamophobie am ehesten verständlich, wenn man sie als eine Reaktionsbildung begreift. Nämlich als Reaktion auf den starken Wunsch nach einem festen Glauben.
Man muss diesen Religionskram einfach mögen, um sich so reinhängen zu können, wie es die Islamophoben tun. Manche von ihnen haben sogar im Koran herumgelesen, und das ist kein spannendes Buch. Um ein Islamophober zu sein, muss man für den Islam eine verdrängte Liebe empfinden, welche der Liebe des Putzteufels zum Dreck und zu Exkrementen entspricht.
Ob das auch für die Bevölkerung generell gilt, weiß ich nicht. Aber zumindest unter den Forenusern hier scheint mir ein tiefes Bedürfnis nach einem festen Glauben so gut wie erwiesen. Denn um keine anderen Themen entwickeln sich so leidenschaftliche geführte Diskussionen unter reger Beteiligung wie um Themen, die irgendwie den Islam tangieren.
Stehen wir etwa vor einer Renaissance des Glaubens?
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20. 06. 2009, 17:35 #2Mitglied
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Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Auch wenn du das bloss als Vergleich nimmst, weißt du hoffentlich, dass die Theorie von der "analen Phase" nichtmal mehr von konservativen Psychoanalytikern vertreten wird.
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20. 06. 2009, 17:49 #3
Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
schwachsinniger Thread ist schwachsinnig.
Der OP hat wohl selbst ein wenig zu oft an seiner linken Hand geschnüffelt (hohoho Insiderwitz, mein kleiner Abdullah
)
Wir Deutschen haben einfach ein Auge für aufstebenede Gesellschaftsformen, die die ganze Welt ins Unglück stützen können.
-> Chamerlain läßt grüßen.
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20. 06. 2009, 17:50 #4
Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Ich weiß alles und noch mehr, grundsätzlich und immer. Wie Du.
Zitat von Habeck
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20. 06. 2009, 17:51 #5·
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Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Bei dem Argument fällt mir doch glatt das Gebiß in die Kloschüssel.Denn beim Schrubben der Kloschüssel darf er dem Objekt seiner Begierde, der Scheiße, nahe sein. Das Schönste am Kampf gegen den Dreck ist die unmittelbare Nähe zu ihm.
Versuchs mal mit der archaisch begründeten Angst vor allem Fremden als mögliche Bedrohung.
Menschen brauchen eine gewisse Zeit, um sich an Fremdes zu gewöhnen bis sie von der Ungefährlichkeit überzeugt sind.
Das Gilt für andere Menschen, für Tiere und für Situationen.
Da es nunmal sehr viele Muslime auf der Welt gibt und sie sich nicht nur nach dem Anschein nach sondern auch in ihrem Verhalten von den Platzhaltern unterscheiden, wirkt diese Urangst fort und wird durch Hervorhebung der Unterschiede sogar noch verstärkt.
Selbst der Bauernlümmel hat etwas gegen die Jungs aus dem Nachbardorf; er könnte ja ein Konkurrent werden.
Jedenfalls ist meine These besser als die Anal-Phase.
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20. 06. 2009, 17:51 #6Mitglied
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Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Achso, danke für dein besonderes Lob, aber du solltest angesichts dieser Tatsache den Startpost nochmal überdenken.

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20. 06. 2009, 20:13 #7
Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Das ist halt das Risiko, wenn man mit Freud, Reich, Ferenci, Fromm etc. erst im hohen Alter anfängt.
Zitat von simpliziss
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20. 06. 2009, 20:16 #8·
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Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Und Dein Altersrisiko besteht darin, daß du zu viele Fachleute kennst; jetzt wirfst Du schon alles durcheinander.

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20. 06. 2009, 20:42 #9Mitglied
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Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
@Neandertaler
Was soll denn das Posting bezüglich Freud und Fromm aussagen?
Wilhelm Reich gilt bei den meisten Psychoanalytikern als Trottel, insbesondere wegen seiner Theorie der "orgastischen Potenz".
Und Fromm hat letzendlich die Psychoanalyse für seine eigenen politischen Ansichten verwendet, unabhängig davon, wie man zur Psychoanalyse selbst steht, die auch nicht ganz unumstritten ist.
Achja und solltest du wieder einen Wutanfall bekommen , den man am Text erkennen kann, überlege ich mir , ob ich antworte...
P.S.
Hättest du die Schriften von Freud tatsächlich gelesen, wusstest du, dass Freud selbst seine Theorie bzw Teile der Theorie, insbesondere den "analen Charakter", als Spekulation bezeichnet hat.
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20. 06. 2009, 20:54 #10
Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Oje ich habe auch schonmal versucht auf dieses äußerst bedeutende Thema hinzuweisen (nicht um sonst bezeichnen sich manche gern als braun) und da wurden alle antwortenden User incl. TE gesperrt.
Vielleicht hab ich zu wenig erklärt und der Tiefere Sinn wurde nicht verstanden, bei dem Thema habe ich mehr Hoffnung.
Irgendwas ist im Leben der Spießer extrem schief gelaufen, das sie so sind.
Es muss in der Kindheit eingeprügelte Scham sein oder so. Ich durfte früher zur Geburstagsfeier straflos meinen Puller rumzeigen und auch mal daneben kacken und trotzdem ist was ordentliches aus mir geworden.
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20. 06. 2009, 21:26 #11
Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Junger Freund, Deine Schamlosigkeit beim Hochstapeln ist eine echte Sensation.
Zitat von Habeck
Du musst das nur noch ein bisschen lässiger bringen, nicht so verkrampft.
Dann wirkt das nämlich wie beim Klassenstreber, der immer den Zeigefinger streckt und dazu kräht: "Ich weiß es, Herr Leher!"
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20. 06. 2009, 21:31 #12Mitglied
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Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Welches Hochstapeln?
Hattest du eigentlich vergessen, dass ich dich gebeten hatte, eine ernsthafte Antwort zu verfassen?
Nur soviel:
Falls du meinst, ich hätte nie was von Freud gelesen, ist das eine primitive Unterstellung- ich habe seine Schriften über "Gesellschaft und Religion" und einen Teil von "Zwang, Paranoia und Perversion" gelesen.
Natürlich könnte ich jetzt für dich in dem Wälzer nach dem Zitat suchen, in dem er zugibt, dass die Theorie des "analen Charakters" letzendlich Spekulation ist, die er aus Intuition für richtig hält, oder mich hier über die wissenschaftliche Beweisführung von Freud auslassen, aber das tue ich nur, wenn ich einen Gesprächspartner habe, der auch auf eine ernsthafte Diskussion aus ist und keinen rechthaberischen Soziologen. Daher sehe ich für eine Diskussion mit dir einfach keinen Raum.
Oder eine kurze Zusammenfassung deines Diskussionsstils zur Veranschaulichung:
1)Irgendeine mehr oder weniger originelle These, die natürlich möglichst weit vom "Mainstream" abweicht, publizieren ,
2)dafür berühmte Autoren anführen, die du
3)nie gelesen hast und
4)dann Kritiker beschimpfen.
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20. 06. 2009, 21:40 #13Gesperrt
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Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Der Islam ist nun mal scheiße, deshalb hat die "Islamophobie" schon seine Rechtfertigung.
Du sagst, dass die Gegner des Islams, ihn heimlich Lieben, weil sie z.B. den Koran lesen. Entweder bist du nur dumm oder willst provozieren.
Sich mit etwas zu beschäftigen, heißt nicht, es zu lieben. Vielmehr zeigt es, dass die Herren, die den Islam verteufeln, wohl recht haben, da sie sich ja ausreichend damit beschäftigt haben.
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20. 06. 2009, 21:51 #14·
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Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Eine wirklich seltsame Methode, wie Du Dein Verhalten begründest.Der Islam ist nun mal scheiße, deshalb hat die "Islamophobie" schon seine Rechtfertigung.
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20. 06. 2009, 22:31 #15
Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Wie soll bei einem neunmalklugen Dreikäsehoch ernst bleiben?
Zitat von Habeck
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20. 06. 2009, 22:39 #16Mitglied
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Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Letzendlich hast du doch keine substantiellen Argumente, weil du vermutlich nur rudimentäres Wissen von Freud aus deinem Soziologiestudium hast, das ja nun angesichts deines (von mir geschätzten) Alters auch etwas länger her sein muss.
Insofern versuchst du jetzt einfach, den Mangel deiner seltsamen Theorie zu ignorieren und wirst persönlich. Oder hast du doch ein Argument und willst es mir nur aufgrund deiner unheimlichen Überlegenheit nicht verraten?
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20. 06. 2009, 22:46 #17Mitglied
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Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Ymmd!

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20. 06. 2009, 22:54 #18
Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Zitat von Habeck
Junge, hochgestochen Schwafeln bringt dich auch nicht weiter.
Islamophobie ist genauso wie naziphobie oder kommunistenphobie eine jeweils mit argumenten untermauerte abneigung gegen etwas.
Zu diesem Thema stand heute in der SZ übrigens ein Artikel über Geert Wilder, dessen Partei in den Niederlanden wehement gegen den Islam Politk betreibt.
Fazit des Artikel: Wilders ist _natürlich_ ein Rattenfänger bla blub. Und das alles nur weil die Gesellschaft den armen _muslimischen_ Einwanderern keine Chance gibt ausser $beliebiges Verbrechen. Alle andern Sorten von Einwanderer sind schon bald 110% Niederländer, werden reich, studieren, gehen in die Politk...
Der Artikel hat Wilders diskreditiert aber nicht darauf hingewiesen, dass die Niederländer nunmal die Schauze voll haben von den ganzen Dingen die der Islam so mitbringt (Frauenrechte/Schwulekillen/Dorfgerichte/Korruktion/Gewalt/Vergewaltigungen/.....
Du kannst die Propheten ruhig beschimpfen. Aber wunder dich nicht wenn sie doch nicht so unrecht haben.Geändert von zord911 (20. 06. 2009 um 23:01 Uhr)
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20. 06. 2009, 22:57 #19·
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Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
Es ist bestimmt nicht das Thema des Thread, jetzt alle Vourteile gegen den Islam aus allen PI-Ecken zusammenzukramen und hier zum hundertsten Mal breitzutreten.
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20. 06. 2009, 23:03 #20Mitglied
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Re: Ursprung der Islamophobie: Sehnsucht nach einem festen Glauben?
@Zord
Ich habe mich in diesem Thread nicht dazu geäussert, was die Ursachen einer etwaigen "Islamophobie" sind oder ob ich glaube, dass es das gibt, sondern mir ging es nur darum, Neandertalers seltsame Argumentation zu kritisieren(bisher).
Außerdem haben in Deutschland auch viele die "Schauze voll" vom "Islam" und wählen nicht die NPD, daher halte ich deine These bezüglich Wilders für verkürzt.
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