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24. 06. 2009, 13:03 #1
Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
Eine niederländische Kommission hat die Einführung einer Internetsteuer vorgeschlagen. Damit soll "notleidenden" Zeitungen geholfen werden.
Zwei Euro zusätzlich soll jeder Niederländer jährlich für seinen Internetanschluss bezahlen, so der am Dienstag in Den Haag vorgelegte Bericht der Kommission. Damit könnten bis zu zwölf Millionen Euro jährlich zusammenkommen. Diese sollen den Zeitungen zugute kommen, die nach Ansicht der Kommission im Internet kaum etwas verdienen, obwohl sie zumindest einen Teil ihrer Artikel dort veröffentlichen. Die Steuer mache den Benutzern deutlich, dass auch öffentlich zugängliche Informationen nicht gratis sind.
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24. 06. 2009, 13:05 #2
Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
oh ja und danach wird die internetsteuer angehoben, damit man noch dem einzelhandel unter die arme greifen kann.
super idee.
ne alternative für die zeitungen wäre natürlich
politisch kritsich, unvoreingenommen und seriös berichte zu erstatten. ich denke mal die niederlande werden auch sowas wie die bild zeitung haben, wo es um titten und pseudoskandale geht, aber wenn ein politiker 20 Mio Steuergelder verschwendet wird geschwiegen.
ich finde gute Lektüre in Papierform ist nicht zu ersetzen, sei es eine Zeitung, ein Buch oder sonstwas.
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24. 06. 2009, 13:09 #3
Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
Wenn wir sowas nicht in Deutschland bekommen: Wayne
Und 2 Euro pro Jahr finde ich jetzt auch nicht so schlimm. Internetzugänge sind (im Vergleich zu früher) so günstig geworden 
edit: Finde die GEMA im Vergleich dazu wesentlich dreister
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24. 06. 2009, 13:41 #4
Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
Wenn ich mich unvoreingenommen informieren will, wenn ich mir freie Meinungen zu Gemüte führen will ... nutze ich das Internet.
Zeitungen bedeuten für mich:
-politische Einflußnahme,
-Selbstzensur,
-aufgrund maximal täglicher Auflage nur bedingte Aktualität.
Die letzen 7 Tage haben mir ganz deutlich gezeigt, wozu Tageszeitungen da sind. Um damit Biomüll einzuwickeln oder um die Schuhe im Winter damit auszustopfen.
Für mich selbst sind Zeitungen jetzt schon ein Relikt der Vergangenheit. Sowas muß nicht subventioniert werden.
Wer 30 Euro im Monat für ne Zeitung ausgeben kann, viel Spaß, ich selber kann damit jede Sekunde eine komplette Welt im Internet erforschen, aktiv teilnehmen und muß mir keine vorgefertige Meinung durchlesen, weil der Chefredakteur mit der Schwipschwägerin von Minister XY verheiratet ist.
Es gibt für mich keinen wirklichen Grund, Zeitungen zu subventionieren. Das wäre ja so, als müßte ich als Antialkoholiker eine Brauereisteuer bezahlen, weil ich kein Bier trinke und damit wissentlich zur Umsatzminderung von Brauereien beitrage.
Bei Büchern sehe ich die Sache wieder ganz anders, da geht mir das geschriebene Wort auf Papier immer noch vor. Ein .pdf auf dem Bildschirm durchzulesen kann ich damit nicht vergleichen. Und Hörbücher erst recht nicht.
Aber das ist nur meine persönliche Meinung.
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24. 06. 2009, 13:42 #5
Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
Wiedereinmal ein Problem "alte, Pre-Internet Generation" vs "Internet-Generation". Wenn viele Zeitungen den Sprung ins Internet nicht schaffen, weil sie in alten Strukturen feststecken, ist das nicht/sollte das nicht das Problem der Steuerzahler sein. Eine "bessere" Berichterstattung und mehr Objektivität würden sicherlich dazu beitragen, dass sich die Zeitungen besser verkaufen. Aber in Zeiten, in denen sich ein Reporter mehr sorgen um die nächste Einladung für ein bestimmtes Event macht, als um objektive Berichterstattung, ist es mir egal wenn ein paar Zeitungen von der Bildfläche verschwinden.
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24. 06. 2009, 13:55 #6
Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
@Theojin
Achso und wo findest du solche komplett unvoreingenommenen/unpolitischen Nachrichten?
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24. 06. 2009, 14:01 #7
Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
Im Internet. So einfach ist das. Ich brauche da keine bestimme Seite zu nennen.
Ich kann im Internet sowohl Nachrichten von Journalisten durchlesen als auch Nachrichten von Bloggern, vielleicht sogar aus dem Umfeld des Nachrichtenthemas.
Wenn ich mir allein meine Tageszeitung anschaue, die ich durch meine Nachbarn kostenlos lesen kann, und die dortige Berichterstattung im Vergleich zum Internet sehe.
Dann ist meine Tageszeitung nicht mehr wert als die warmen Händen, die man beim Abfackeln der Zeitung kurzfristig hat.
Wer den Sprung in das digitale Zeitalter nicht schaffen will, der sollte bei sich selber nach den Gründen suchen und die Schuld nicht anderen in die Schuhe schieben.
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24. 06. 2009, 14:02 #8Mitglied
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Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
Wie schon erwähnt wurde, tendieren die Zeitungen für gewöhnlich in die eine oder andere politische Richtung aufgrund von Beziehungen oder sonstigem Zeug, das ihnen einen Vorteil verschafft, aber im Gegensatz zu dem Internet, in dem man meistens sich die Nachrichten zu Themen raussucht, die einen interessieren, haben sie ein breites Themenangebot und geben so ein größeres (wenn auch leider wegen der erwähnten Sache oft falsches oder verwischtes) Spektrum an Geschehnissen in der Welt wieder.
Deshalb sind Zeitungen nicht ganz verkehrt in meiner Sicht, allerdings müssen sie sich ändern, so dass sie wieder für freien und unabhängigen Journalismus stehen. Dann dürften sie sich auch besser verkaufen und bräuchten gar nicht einmal mehr subventioniert werden.
Bei der Idee der Niederländer stellt sich allerdings die Frage was der gemeine Internethaushalt mit dem Einnahmeverlust der Zeitungen zu tun hat, denn es gibt ja mehr als genug Haushalte, die Nachrichten weder in der Zeitung noch im Internet nachschauen.
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24. 06. 2009, 14:07 #9Mitglied
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Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
Nirgendwo.Achso und wo findest du solche komplett unvoreingenommenen/unpolitischen Nachrichten?
Aber die Menge an unabhängigen Informationsquellen im Internet ermöglicht es jedem Interessierten, sich ein weitgehend objektives Bild zu einem Thema zu "ermitteln" (kommt von Mittelwert).
Und das funktioniert umso besser, wenn man auch noch ausländische Quellen hinzuziehen kann.
Ich kann jedem Deutschsprachigen nur empfehlen sich mindestens aus D, A und CH zu informieren.
Ist natürlich zeit- und hirnaufwendiger als BILD-"schauen".
Deshalb wird uns "BILD für die tumbe Masse" noch lange begleiten.
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24. 06. 2009, 14:10 #10
Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
Verstehe die Begründung überhaupt nicht. Wenn die Zeitungen Artikel auch im Internet veröffentlichen, ist das doch ihre Entscheidung. Dann hinzugehen und zu sagen: Da müsst ihr alle uns jetzt Geld für geben! - Die gleiche schwachsinnige Masche wie die GEZ. Da fragt mich auch keiner, ob ich den Schund sehen will, aber man erwartet, dass ich ihnen mein Geld gebe.
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24. 06. 2009, 14:14 #11
Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
Sind die voll? Ich lese keine Zeitungen mehr, die lügen mir sowieso das Blaue vom Himmel. Einzig der Wirtschaftsteil in einigen Zeitungen taugt was, aber das wars auch.
Sollen die halt aufs WWW umsteigen und sich wie sonst auch durch Werbung finanzieren, fertig.
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24. 06. 2009, 14:27 #12
Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
Hey, ich verdiene ja auch nichts mit dem Internet (Auch nicht mit der Werbung). Wen von der Regierung muss ich schmieren damit sie eine Steuer von 1 cent pro Internetanschluss und Monat vorschreiben, die mir zur gute kommt?
Ich bin wirklich notleidend. Bald kann ich mir nicht mal meinen dicken BMW leisten...
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24. 06. 2009, 14:29 #13
Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
klar gibt es auch einseitige bereichte im internet, aber aufgrund der informationsflut zu einem thema, kann man sich quasi aus der schnittmenge der informationen die "wahrheit" raussuchen.
Zitat von Dracul_X
bei zeitungen bekommt man einfach alles als wahrheit aufgedrückt. dann stammen viele zeitungen etc aus dem selben haus, wodurch einfach in verschiedenen der selbe müll steckt. und dann kommt natürlich noch die zensur etc dazu.
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24. 06. 2009, 14:30 #14
Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
was interessieren mich die zeitungen? sollen die doch bleiben wo der pfeffer wächst
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24. 06. 2009, 14:38 #15Projektheini
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Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
Wenn das so ist: Dann eröffne ich ne Zeitung Schreibe nur Senf, und weil ich meinen Schrott nicht verkaufen kann bekomme ich noch Hilfe vom Staat?
Man muss die Kirche im Dorf lassen ... wo hat der Staat mit abgaben von Elektromotoren eingegriffen, als die Hersteller von Dampfmaschienen Pleite gegangen sind? Also leute ... langsam wirds Skuril! Wenn nunmal eine Technik oder ein Produkt überholt ist muss man sich dem neuen zuwenden ... das hilft nichts alte Techniken zu unterstützen wenn der Vortschritt uns neue wege eröffnet oder sieht das hier IRGENDWER anders?
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24. 06. 2009, 14:45 #16Mitglied
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Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
Ich sehe das wie sicDaniel: Keiner zwingt die Verleger Ihre Artikel online zu stellen. Sollen sie es halt lassen.
Wenns ums Geld abknöpfen geht wird das in Deutschland bestimmt auch bald vorgeschlagen.
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24. 06. 2009, 14:58 #17Get to the Choppaaa!
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Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
Dieser Beisatz macht das ganze für mich schon wieder total lächerlich.
Zitat von gullinews
Wenn die Zeitungen so große Probleme mit ihrem Umsatz haben sollte eher nach der Ursache dafür gesucht werden, als alle Internetbenutzer zu zwingen Steuern für ein Medium zu zahlen, dass sie u.U. gar nicht benutzen.
Ich mein es kam auch keiner auf die Idee ne Steuer auf Telegramme einzuführen, weil Botenjungen durch sie weniger Umsatz hatten. Und das ist ein Fall wo das eine mit dem anderen sehr wahrscheinlich etwas zu tun hat...
Außerdem ist es doch eine Frage meines Geschäftskonzepts ob mir beim Anbieten von Informationen für die Öffentlichkeit Kosten entstehen, die ich nicht decken kann.
Die Anforderung an Arbeitnehmer flexibel zu sein scheint im Vorstand nicht wirklich gefragt zu sein?
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24. 06. 2009, 15:10 #18
Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
So ein scheiß.. gibt doch genug Zeitschriften Websiten die Premium Abos haben oder ähnliches.. damit man alles lesen kann.. wie zB Gamestar.. wenn jemand den scheiß von zeitungen lesen will muss er halt einmal 5 euro im jahr überweißen oder so.. das allen aufzuzwingen weil man das ja lesen KÖNNTE is schwachsinnig... ich will kindergeld für 10 Kinder!! weil mein "Gerät" dazu in der lage ist.. und köönnte ja soviele kinder machen.. oda auch mehr

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24. 06. 2009, 15:14 #19
Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
Ich verdiene am Internet auch nichts, krieg ich auch eine Steuer?
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24. 06. 2009, 15:26 #20
Re: Niederlande: Internetsteuer soll Zeitungen helfen
Will auch ham
Zitat von Quineloe
Könnten sie hier aber auch einführen aber bloss dafür das sich irgentnen Verein dafür einsetzt das es sowas wie die Bild Zeitung nicht mehr gibt
mFg
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