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03. 07. 2009, 21:01 #1
Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
Bei der Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung ging es heute vor allem um ein Thema: World of Warcraft.
Normalerweise diskutiert Sabine Bätzing, seit 2005 Drogenbeauftragte der Bundesregierung, über Rauschmittel oder Suchtstoffe. Das Thema der alljährlich stattfindenden Tagung der Drogenbeauftragten drehte sich heute aber vor allem um die Suchtgefährdung von Computerspielen und die Sucht nach dem Internet. In der Kritik stand in erster Linie das Spiel "World of Warcraft". Batzing argumentierte, dass es keinen Zweifel gibt, dass Computerspiele süchtig machen können. Daher könne es nur noch um Zahlen und Fakten gehen, also wie man Kriterien festlegt, und wieviel Prozent der Spieler tatsächlich suchtgefährdet sind.
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04. 07. 2009, 15:08 #21
Re: Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
@Lokalrunde
Genau so sieht es doch aber aus... wer zwingt mich denn zur Zigarette oder zum Alkohol oder -um beim Thema zu bleiben- zum Spiel.?Demnach müsste auch folgendes gelten: Keine Zigarette zwingt Dich dazu, sie zu rauchen. Oder: Keine Flasche Wodka zwingt Dich dazu, sie zu trinken.
Richtig...niemand. Einzig und allein ICH entscheide was ich tue oder eben nicht tun will.
Für die Politik ist dies unverständlich, ich weiß... freier Wille und so... das sind nicht unbedingt Begriffe die der Politiker kennt/kennen muß wenn es doch so einfach ist ein Problem mittels Verbot unter den Teppich zu kehren.
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04. 07. 2009, 15:13 #22Anders?
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Re: Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
Das ist schnell daher gesagt, nur so einfach ist das in aller Regel nicht für die Betroffenen. Ich frage mich, ob du nicht irgendeine Angewohnheit hast, die du schlecht findest.Genau so sieht es doch aber aus... wer zwingt mich denn zur Zigarette oder zum Alkohol oder -um beim Thema zu bleiben- zum Spiel.?
Natürlich ist jeder frei, sich zu entscheiden, aber das ist psychologisch gesehen zuweilen ausgesprochen schwierig. Jeder Mensch ist solchen Bedingungen unterworfen und bekommt Probleme, wenn er gegen solche psychologischen (z.B: Sozialpsychologische) Mechanismen ankommen will.
Zu Sagen: "Mach doch einfach!", ignoriert völlig die psychologische Realität des Menschen.
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04. 07. 2009, 15:21 #23Mitglied
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Re: Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
Gibt körperliche und Geistige abhängigkeit, Körperliche Abhänglichkeiten zwingen dich tatsächlich.. (z.B. Alkohol, Heroin u.a.),
Zitat von soricsoon
Geistliche nicht - das ist nur einbildung/gewohnheit - da hast du recht, aber jeder ist Mental etwas Unterschiedlich und die meißten schaffen(+raffen) es, andere aber auch nicht.
Aber das alles unter einem Hut zu verfrachten ist nicht richtig, solltest nicht so großkotzig darüber labern.
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04. 07. 2009, 15:34 #24Mitglied
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Re: Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
"Außerdem forderte er, dass die Spieleindustrie eine Abgabe von 20 Cent pro verkauftem Spiel für Foschungszwecke abführen soll."
An wen soll das Geld gehen, Herr Pfeiffe? Lassen Sie mich raten: An das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen? Bingo!
So long...
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04. 07. 2009, 16:08 #25
Re: Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
@BurnerR
Hier geht es doch gar nicht darum welche Abhängigkeiten es gibt... Abhängikeit ist zudem immer nur Ergebnis einer bestimmten Handlung.Gibt körperliche und Geistige abhängigkeit
Du kannst mich (bzw. niemanden) nun mal nicht zu einer bestimmten Handlung -die möglicherweise abhängig/süchtig macht- zwingen... Punkt.
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04. 07. 2009, 16:27 #26Mitglied
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Re: Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
Ja da hast du recht, hat sich nur so angehört als ob du meinst
"och du bist Alkoholsüchtig, dann hör einfach auf - ist nur dein wille", meinte nur dass man das nicht unter einem Hut bringen kann.
Gilt auch nur wenn man schon abhängig ist, wenn nicht dann hast du natürlich absolut recht.
Wobei nahezu alles süchtig machen kann, wonach einige süchtig sind ist schon manchmal erstaunlich.
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04. 07. 2009, 16:47 #27Mitglied
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Re: Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
WoW macht viele Menschen süchtig. Ich kenne viele Leute die Jahre ihres Lebens mit dem Spiel (nach eigenen Angaben!) verschwendet haben. Es ist ganz einfach eine Tatsache, dass einige Leute in dieser virtuellen Welt aufgehen und da ganz einfach besser zurecht kommen als in der realen Welt. Meiner Meinung nach hat genau das allerdings auch etwas mit der intolleranz unserer Gesellschaft zu tun.
Sucht bleibt aber Sucht. Ob Sucht nach Nikotin, Hasch, Alkohol oder eben nach einem Computerspiel. Die Gefahr ist da, sich mit diesem Computerspiel sein ganzes Leben zu versauen. Grade bei Jugendlichen die wegen dieser WoW-Sucht die Schule nicht schaffen, es sich verpassen eine Ausbildungsstelle zu besorgen, etc.
Online-Rollenspiele erst ab 18 freizugeben halte ich deshalb für richtig.
Wer dennoch WoW und co zocken will, kann sich das dann ja nach absprache mit den Eltern über diese Organisieren. Dagegen kann man sowieso nichts machen.
Im Endeffekt würde man durch dieses Verbot also lediglich die Eltern zwischen einem Jugendlichen und das Spiel. Die Eltern haben demnach die volle Verantwortung und stehen somit auch in der Pflicht aufzupassen, dass das spielen nicht zur Sucht wird.
MfG
Tr1umph
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04. 07. 2009, 19:39 #28
Re: Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
@Tr1umph
Und warum ist das so, warum kommt jemand in der virtuellen Welt besser zurecht als im realen Leben.?Es ist ganz einfach eine Tatsache, dass einige Leute in dieser virtuellen Welt aufgehen und da ganz einfach besser zurecht kommen als in der realen Welt.
Weil man in der virtuellen Welt jedem Problem immer auch aus dem Weg gehen kann.? Weil man in der virtuellen Welt trotz Game Over immer weiter machen kann.?
Weil man sich die virtuelle Welt so schaffen kann wie man möchte.?
Persönlich spiele ich auch sehr gerne und mitunter auch sehr ausdauernd... WOW gehört dabei nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Spielen... trotz all der Spiele, mir ist das reale Leben mit all seinen Problemen und "Schikanen" mit all den Arschlöchern die mir tagsüber gelegentlich über den Weg laufen immer noch lieber, als eine virtuelle Welt in der ich tatsächlich völlig allein bin...
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04. 07. 2009, 21:26 #29Mitglied
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Re: Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
schön für dich... im übrigen isses schwer in einem mmo allein zu spielen... selbst in wow
Zitat von soricsoon
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04. 07. 2009, 23:09 #30
Re: Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
Und wieder sowas typisches. Immer schön andere Sachen suchen, um ja nicht die Verantwortung zu übernehmen.
soricsoon hat da schon recht. Wer geht denn in den Spielen auf? Sind das nicht wirklich die, die im "RL" nicht so die Chancen haben?
Im Spiel ist das eben leichter.
Und da fängts an....wieso? Wieso müssen Kids sowas suchen? Warum müssen sie sich jedes Wochenende ins Koma saufen? Warum prügeln sie rum? Warum hängen sie rum, anstatt was zu lernen/arbeiten usw?
Wann fängt endlich mal einer an, der Jugend was zu bieten? JEDEM! Nicht nur denen mit Geld/Vetternwirtschaft?
Wenn man sie sich selbst überlässt, isses kein Wunder, dass sowas rauskommt.
Und das ist nicht nur den Eltern ihre Schuld, nein da hängen wir alle mit drin.
und diese dummen Politiker und Beauftragten labern und labern, aber ändern nichts!
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04. 07. 2009, 23:58 #31Mitglied
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Re: Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
Ich hab in meinem Beitrag ja selber gesagt das bestimmte gesellschaftliche Probleme eine große Mitschuld tragen. Das gleiche lässt sich aber für die meisten Alkoholabhängigen auch sagen. So eine Sucht hat meist eine Geschichte.
@Atraxia:
Die Gesellschaft sind wir, nicht die Politiker. Wenn die Gesellschaft scheiße ist sind wir scheiße. Es liegt an uns uns zu ändern
Ich bleibe soweit bei meiner Meinung. Spiele mit Suchtfaktor erst ab 18 freigeben. Wer dennoch zocken will, kann sich das ja über die Eltern besorgen lassen, welche dann aber halt auch die Verantwortung haben.
MfG
Tr1umph
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06. 07. 2009, 14:17 #32
Re: Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
Dann brauchst du auch keine USK mehr.
Zitat von Tr1umph
Man könnte ja alles so regeln das es nur die Eltern kaufen können. Ich glaub das ist aber der falsche Ansatz.
Eltern sollten sich viel mehr mit den Kindern auseinander setzen, gerade was die virtuelle Welt angeht. Ich hoffe nur das unsere Generation das besser machen wird.
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06. 07. 2009, 14:27 #33Mitglied
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Re: Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
Die Geltungssucht so mancher Politiker ist auch eine Sucht.
Leider gibt es dafür keine nicht-tödliche Heilung.
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06. 07. 2009, 14:52 #34
Re: Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
Tja, das haben wir vor 30 bis 40 Jahren auch gehofft....
Zitat von G0l3m
Und es ist alles nur viel, viel schlimmer geworden.
Die jeweils Regierenden züchten sich ihren Nachwuchs schon so heran, wie sie ihn brauchen, damit sich bloss nix (zum Guten) ändert.
MfG Andy
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06. 07. 2009, 15:00 #35
Re: Drogenbeauftragte: Tagung über Computerspielsucht
@Atraxia
Da fängt es doch an schwierig zu werden...schwierig für so manchen Politiker der lieber einen Jugendclub schliessen lässt, der lieber eine Schule "platt macht" anstatt mit Vernunft und Weitsicht dafür zu sorgen, dass die Jugend sich eben nicht in's Koma säuft und/oder zu Hause vor der Glotze verblödet. Dann doch lieber durch nichts begründete Verbote...da braucht man nicht so viel nachdenken,die machen nicht so viel Arbeit...Wann fängt endlich mal einer an, der Jugend was zu bieten?


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