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  1. #1
    gulli:News Redaktion Avatar von gullinews
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    Standard RA Kornmeier: im Interview

    Illegale Musikdownloads sind nicht selten mit entsprechenden Abmahnungen verbunden. Das ist in Deutschland schon seit vielen Jahren der Fall. Und es wird leider auch noch länger so bleiben. In diesem Zusammenhang wurde u.a. häufiger die Frankfurter Rechtsanwaltskanzlei Kornmeier & Partner erwähnt. Wir bringen ein aktuelles Interview der Abmahnwahn-Dreipage. Steffen Heintsch hat sich über dieses Thema intensiv mit Herrn Dr. Kornmeier ausgetauscht.

    Die Kanzlei Kornmeier & Partner arbeitet schon seit Jahren mit den Schweizer IP-Ermittlern von der Logistep AG zusammen. Steffen Heintsch (SH) von der Initiative Abmahnwahn-Dreipage und Dr. Udo Kornmeier kamen im Verlauf des gestrigen Interviews ausführlich ins Gespräch.


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  2. #2
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    Avatar von Ghandy
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    Jegliches Dissen von RA Kornmeier wird nicht toleriert. Ihr könnt offen eure Meinung äußern - aber Beleidigungen gehen nicht. Den gleichen Text kann man auch mit anderen Worten schreiben, dadurch wird die Wirkung nur noch stärker. Dass hier manche keinen Fanclub für solche Leute eröffnen wollen, das kann ich ja verstehen. Aber darüber sollte man nicht seine guten Manieren vergessen. ok?

    Nur schon mal vorab als Info von mir.

  3. #3
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    Jegliches Dissen von RA Kornmeier wird nicht toleriert.
    Hmm, dann brauch hier eigentlich gar keiner was schreiben ...

  4. #4
    Imposter Avatar von Wulk
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    Standard Re: WELT Online Moderatoren

    Demnach brauchen wir diesen Artikel gar nicht erst zu kommentieren.

  5. #5
    Mitglied Avatar von Firebird77
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    Doch? Wer sich hier zivilisiert äußert, dessen Posts bleiben auch stehen. Man kann auch gepflegt seinen Unmut zum Ausdruck bringen, ohne gegen diverse §§ des StGB zu verstoßen

  6. #6
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    "Diebstahl geistigen Eigentums ist Diebstahl und bleibt Diebstahl."

    Soweit ich weiß ist eine Urheberrechtsverletzung kein Diebstahl, auf jedenfall nicht im juristischem Sinne.
    Als Rechtsanwalt sollte man den Unterschied doch kennen, oder wird hier wieder einmal versucht bewusst Unsicherheit zu erzeugen, wie auch mit dem Vergleich Auto-Diebstahl/Urheberrechtsverletzung?

    " Angesichts der Tatsache, dass legale Downloads eines Musiktitels in der Regel nicht mehr als EUR 0,99 kosten, ist es unfassbar, wie viele Menschen nach wie vor Musik konsumieren wollen, ohne dem Kreativen noch nicht einmal eine minimale Vergütung im Austausch für den Konsum deren kreativen Leistungen zu kommen zu lassen."

    Für jemanden mit dem Einkommen eines Rechtsanwaltes mögen 99 Cent / Song kein Geld sein.
    Viele müssen hingegen mit weniger als 500€ im Monat ihr auskommen Finden. Hier sind 20-30€ im Monat für Downloads dann eben doch ein Problem.
    Hinzukommt das die Musikindustrie durch den Vertrieb von Downloads erhebliche Kosten im Vergleich zur CD einspart. Dieser Kostenvorteil wird bei Preisen von 99 Cent pro Download allerdings nicht an die Kunden weitergegeben.
    Und die Kreativen die hier eine Vergütung erhalten sollen sehen von den 99 Cent wohl nicht mehr als 2-3 Cent...

  7. #7
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    Avatar von Ghandy
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    Standard Re: WELT Online Moderatoren

    Zitat Zitat von Wulk
    Demnach brauchen wir diesen Artikel gar nicht erst zu kommentieren.
    Du bist nicht in der Lage andere zu beleidigen oder ihnen deine Meinung zu sagen - und derjenige kann sich nicht mal dagegen juristisch wehren? Muss ich wirklich mal nen Grundkurs dazu verfassen? Leute, das gibts doch überhaupt nicht. Strengt mal euer Hirn an.

    Glaubst du echt, wir kriegen bei gulli so selten Abmahnungen, weil das ein Zufall wäre?????? Halten wir uns mit unserer Meinung zurück? NEIN! Also.. let's go!!

  8. #8
    DvD Avatar von Laird_Dave
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    1. Privatkopie =!= Diebstahl. Wer das miteinander vermischt macht in meinen Augen Propaganda und sollte sich einen anderen Beruf suchen. Vielleicht in der Werbeabteilung bei der Musikindustrie

    2. 0,99 EUR pro Download von denen der Großteil bei den Verwertern landet obwohl diese enorme Kosten einsparen indem sie keine CDs mehr pressen müssen? Nein, danke

    3. Warum laden so viele Leute diesen Dreck überhaupt runter?

    www.jamendo.com und schon hat man seine Ruhe. Hier läuft Tag und Nacht der Torrent und keiner kann mir was. Ist doch toll, oder? Abgesehen davon sind die Songs da besser und man kann Künstler direkt unterstützen wenn man das möchte.

    Alles in allem: Ich wünsche Kornmeier und seinen Freunden noch ein schönes Leben aber lasst uns doch bitte in Ruhe. Spätestens nach dem Wahlsieg der Piraten seid Ihr eh arbeitslos. ********.
    Geändert von Ghandy (09. 08. 2009 um 10:37 Uhr)

  9. #9
    Ein Herz für Katzen Avatar von titus_shg
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    Zitat Zitat von maX7C
    Dieser Kostenvorteil wird bei Preisen von 99 Cent pro Download allerdings nicht an die Kunden weitergegeben.
    Und die Kreativen die hier eine Vergütung erhalten sollen sehen von den 99 Cent wohl nicht mehr als 2-3 Cent...
    Das Problem an der ganzen Sache ist, dass die Content-Industrie den grössten Teil des VK-Preises einsackt, und dass für den Künstler selbst fast nix übrig bleibt. Dieses Miss-Verhältnis ist auch den Allermeisten inzwischen sehr wohl bekannt.

    Viele "Raubkopierer" haben meiner Meinung nach sehr wohl Verständnis dafür, dass der Künstler Geld bekommt, aber sie haben halt keinen Bock darauf, mit diesen Kaufpreisen überwiegend ne ganze Industrie durchzufüttern.

    Und was den "erzieherischen" Aspekt der (vermeintlichen) "Schadens"-Ersatzforderungen betrifft: Bestrafen und Abschrecken hat die Aufgabe des Staates mittels Strafrecht zu sein, und nicht die einer dubiosen Content-Industrie und ihrer Anwälte, die sich mit dieser Schutzbehauptung nur selbst die Taschen vollstopfen wollen. In anderen juristischen Bereichen würde sowas schon an Selbstjustiz grenzen.



    MfG Andy
    Geändert von titus_shg (09. 08. 2009 um 10:43 Uhr)

  10. #10
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    Avatar von Ghandy
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    @titus_shg: Das ist ein Problem mit der Weitergabe der Gelder an die Künstler, auf jeden Fall !

    @Laird_Dave: Das mit Jamendo ist ein sehr gutes Beispiel. Dein Schmar******* musste ich aber leider löschen, das geht nicht.

  11. #11
    Mitglied Avatar von Theojin
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    Ich habe mir meine 800 Metal CDs digitalisiert, um sie auf meinem Rechner hören zu können. Sowas Primitives wie eine Stereoanlage besitze ich schon lange nicht mehr.
    Ergo läuft bei mir alles nur noch auf digitalem Weg. Da kann ich voll auf CDs und Cover usw verzichten.

    Mir reichen meine CDs aber auch aus, wenn ich was neues hören will, nutze ich auf jamendo oder schaue mich auf diversen Netlabels um, die gute und wirklich tolle Musik auf andere Art und Weise vertreiben.
    Wenn mir die Musik gefällt, dann gibt es für den Künstler eine kleine Spende, wodurch der Künstler selber mit Sicherheit mehr Geld bekommt, als über die klassischen Musikverwerter.

    Die Abmahnungen sind in meinen Augen nichts anderes als die letzten Zuckungen eines zu Tode gerittenen Pferdes.
    Ich habe keinerlei Mitleid mit Künstlern, die sich den klassischen Musikverwertern so an den Hals werfen, und sich aus Faulheit, Dummheit, Ahnungslosigkeit mit den üblichen Knebelverträgen quasi entrechten lassen.

    Von 100 Musikalben, die ich höre, sind 95 älter als 5-6 Jahre und liegen als Original CDs in Boxen unter meinem Bett. Der Rest kommt von Jamendo und anderen kostenlosen Plattformen.

    http://www.fresh-poulp.net/ kann ich auch empfehlen, da gibt es tolle Musik, auch wenn es weniger mit Metal zu tun hat.

  12. #12
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    Nur 150 Klagen pro Jahr?

    Der Rest hat sicherlich nicht gezahlt sondern nur eine modif. UE abgegeben...

    Kornmeier verklagt anscheinend nur größere Fälle wo es sich "lohnt".

  13. #13
    Mitglied Avatar von Firebird77
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    Nur 150 Klagen pro Jahr?
    Der Rest hat sicherlich nicht gezahlt sondern nur eine modif. UE abgegeben...
    Kornmeier verklagt anscheinend nur größere Fälle wo es sich "lohnt".
    Soweit mir bekannt ist, klagt er eben gerade die an, die seine Kosten nicht bezahlt haben und mod. UE abgegeben haben. Und 150/Jahr. Respekt, damit ist er statistisch gesehen alle 2,43 Tage bei ner Verhandlung im Gericht.

  14. #14
    Ein Herz für Katzen Avatar von titus_shg
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    Zitat Zitat von gulli:news-Interview
    Es gibt Katzen, die über Tastaturen laufen und Hunde, die die Original-CDs gefressen haben, weshalb sich der Tierhalter die entsprechende Aufnahme nochmals im Internet besorgen durfte.
    Die gibt es wirklich, (hab ja selbst zwei von der Sorte...), ich weiss gar nicht, warum der das so in´s Lächerliche zieht.

    MfG Andy

    PS: Apropos Hunde, die CDs fressen: Greift da dann nicht die Hunde-Haftpflicht, wenn ne Schadensersatz-Forderung kommt?


  15. #15
    Holzauge Avatar von Roter_Milan
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    Ich finde das Interview mit RA Kornmeier sehr interessant. Zeigt es uns doch einmal die Beweggründe und Gedanken des "Feindes", um es mal mal mit einem Wort Kornmeiers zu sagen, auf und lässt uns die Sache aus seinem Verständnis und Blickwinkel sehen.
    Und genau das haben die Mods gemeint, er hat niemanden beleidigt, wir sind so taktvoll, es genauso handhaben zu können.

    Rein rechtlich gesehen hat der Mann Recht, daran gibt es nichts zu deuteln, egal wie jeder einzelne das für sich bewertet. Doch die rechtliche Grundlage ist alles andere als gut oder gar produktiv, ich als Anwalt muss zivilrechtlich nicht etwas vertreten, was ich evtl. nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann.
    Auffällig ist, dass für die Auswüchse des Abmahnwahns sehr schnell andere Rechteinhaber plus deren Interessenvertreter verantwortlich gemacht werden.
    Die Vergleichsangebote, die hier gerühmt werden, zahlen oftmals junge Menschen mit sehr geringem oder gar keinen Einkommen. Wirklich edel...
    Ob Herr Kornmeier schon mal darüber nachgedacht hat, dass wohl die allermeisten Filesharing nicht betreiben, um den Rechteinhabern boshaft eins auszuwischen, sondern schlicht und ergreifend, weil sie es sich nicht leisten können!?

    "...Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte...." - Diesen Satz sollten Kornmeier besser seiner Mandantschaft jedesmal am Anfang eines jeden Treffens sagen, denn ich kenne niemanden ausser der Contentindustrie, auf die diese Worte besser zutreffen.
    Geändert von Roter_Milan (09. 08. 2009 um 11:21 Uhr)

  16. #16
    The Oncoming Storm Avatar von SPMan
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    Aus meiner Sicht besteht das Problem darin, dass die Indizien (denn nach wie vor ist es nicht mehr und nicht weniger) von einer dubiosen Unternehmung aus der Schweiz kommen.

    Seitens dieser Unternehmung wurde benutzte Software durch ein (nicht unabhängiges) Gutachten als fehlerfrei hingestellt, was nachweislich nicht der Fall war. Auch ein Gutachten, dass behauptet eine Software bzw. dessen Funktion wäre fehlerfrei ist nicht ernst zu nehmen.
    Meine Frage:
    Wie soll man sich wehren, wenn man ungerechter Weise beschuldigt wird, aber keine Möglichkeit hat dies ebenso mit Indizien bzw. durch Beweise zu untermauern?

    Wird nicht seitens der Mandanten einfach davon ausgegangen, dass "ob man schuldig ist oder nicht" im Großteil der Fälle gezahlt wird? Denn oftmals stehen der zeitliche, monetäre und psychische Aufwand nicht im Verhältnis zu der zu zahlenden Forderung.

    Gerade weil in der Regel Otto-Normal-Bürger, auch trotz Anwalt, nicht die Möglichkeiten hat das Gericht vom Gegenteil zu überzeugen, glaubt das Gericht oftmals nicht der Beklagten, sondern der Klägerin, auch wenn die Indizien aus dieser Quelle kommen.

    Aus meiner Sicht ist auffällig, dass Strafverfahren (zumindest in der Öffentlichkeit) in solchen Fällen eingestellt werden.
    Sprich weder Methoden der Erfassung, noch die Indizien, stehen zur Disposition, da nur in einem Strafverfahren die Beklagte bis zum Beweis des Gegenteils unschuldig ist.

    Aus diesem Grund sehe ich persönlich nach wie vor als "legale Erpressung", da man (wie erwähnt trotz Anwalt bzw. aufgrund von fehlendem Geld, Zeit, Nerven) bei einem Zivilprozess sowieso eine geringe Chance hat zu gewinnen. Darum das "kleinere" Übel, trotz (möglicher) Fehlerquote...

  17. #17
    Muuh Avatar von Suddel
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    Hier scheint insgesamt sehr viel Verunsicherung zu herrschen. Anders lässt es sich ja auch nicht erklären, dass Abgemahnte für den eigenen Rechtsanwalt teilweise deutlich höhere Summen bezahlen als die von den Rechteinhabern angesetzten Ver-gleichssummen. Wenn von mir jemand EUR 450,00 fordert, zahle ich doch einem anderen doch keine EUR 500,00 oder mehr damit ich die EUR 450,00 (angeblich) nicht bezahlen muss!
    Er verkennt, wie unglaublich unbeliebt sich die Musikindustrie und ihre Abmahnanwälte gemacht haben. Ich wäre sofort dazu bereit, meinem Hausanwalt 50,00 Euro mehr zu zahlen, nur um dieses Geschäftsmodell Abmahnung nicht weiter zu unterstützen. Und das ist es schlicht und einfach, eine lukrative Einnahmequelle. Als ob die Abmahnanwälte sich über einen erzieherischen Erfolg freuen würde, in meinen Augen ist das einfach nur geheuchelt.

  18. #18
    23 items - 0,00 € Avatar von Sonnentier
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    Angesichts der Tatsache, dass legale Downloads eines Musiktitels in der Regel nicht mehr als EUR 0,99 kosten, ist es unfassbar,
    Naja, dieses "großzügige" Angebot hat aber auch lange genug auf sich warten lassen. Jahre lang gab es nur DRM-verseuchte Dateien, am Anfang auch zu ungünstigsten Konditionen.

    Klar, die Musikindustrie wollte nicht, dass sich die Musik in Richtung Rechner/Internet/MP3-Player verlagert, schließlich kann man da problemlos Kopien erzeugen -> Einnahmeverluste.

    Inzwischen sind sie so verzweifelt, dass sie sogar den Verkauf von zersplitteten Songs im MP3-Format erlauben. Diese Vorgeschichte kennen/spüren die Verbraucher.

    ----------------------------

    Im übrigen sind die Abmahnungen ein gutes Geschäft, auch wenn darauf im Interview nicht eingegangen wird. Gut die Hälfte der Forderungen gehen an die Abmahnindustrie und landen nicht beim Künstler oder dessen Label.
    Geändert von Sonnentier (09. 08. 2009 um 11:22 Uhr)

  19. #19
    Mitglied Avatar von Theojin
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    Ich sehe aber mittlerweile auch genug Kinder und Jugendliche, sogar Erwachsene, die es sich aufgrund ihres sozialen Hintergrunds nicht leisten können, auch nur eine CD im Monat zu kaufen.

    Ich vergleiche das gern mit meiner Zeit in der DDR, wo ich als 10jähriger 1986 vor dem Intershop in Bernburg stand und ein schönes Matchbox-Auto gesehen habe, aber wußte, ich das ich mir das niemals leisten kann, weil ich kein Westgeld hatte.

    Nun ist die Mentalität unter jungen Menschen aber leider so, das man ausgegrenzt oder sogar gemobbt wird, wenn man gewisse Standards nicht erfüllen kann.

    Das man dann zum Beispiel auf illegalem Weg versucht, sich zum Beispiel mal ein paar Lieder oder einen Film zu besorgen, kann ich absolut nachvollziehen.

    Die Musikindustrie hat es einfach versäumt, rechtzeitig vernünftige neue Vertriebsmodelle anzubieten.

  20. #20
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    Standard Re: RA Kornmeier: im Interview

    Zitat Zitat von Sonnentier
    Naja, dieses "großzügige" Angebot hat aber auch lange genug auf sich warten lassen. Jahre lang gab es nur DRM-verseuchte Dateien, am Anfang auch zu ungünstigsten Konditionen.
    10 Jahre haben die seit der Entstehung von Napster damit gewartet. Amazon hat deren komplett DRM-freien Online-Shop erst im April 2009 eröffnet. Napster ging 1999 ans Netz. Davor haben das nur einzelne Labels gemacht.

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