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16. 08. 2009, 12:35 #1
Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
Darf Filesharing so teuer werden? 1,92 Millionen US-Dollar Schadensersatz für 24 angebotene Musikstücke - steht diese Summe noch in einem vernünftigen Verhältnis? Das US-amerikanische Justizministerium hat sich jetzt in einem Brief zu der immensen Schadensersatzsumme geäußert, die Jammie Thomas-Rasset auferlegt wurde.
24 Tracks hat die Mutter von zwei Kindern via KaZaA verbreitet. Die Jury war auch bei der zweiten Verhandlung zu dieser Ansicht gelangt. Während sie jedoch im ersten Verfahren "nur" zu 222.000 US-Dollar Schadensersatz verurteilt wurde, stieg dieser Betrag beim erneuten Prozess drastisch an.
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16. 08. 2009, 14:15 #2Mitglied
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Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
Die haben nen "leichten" schaden.
Wie soll ein Mensch eine Summe von 1,92 Mio aufbringen???
Wenn mir ein Richter diese Summe ins Gesicht sagen würde, den würde ich für geisteskrank erklären.
Und dann kann er mich noch wegen Beleidigung belangen, wäre bei den 1,92Mio nicht weiter tragisch
Kranke Menschheit.
Aber Deutschland ist ja nicht besser was den Größenwahn angeht, siehe total Überwachung.
Irgendwann werden die Szenarien aus zahlreichen Filmen Wirklichkeit.....
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16. 08. 2009, 14:25 #3
Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
Kann man mal sehen wie lang der Arm der Musik Mafia ist.
Noch ein Grund mehr den Laden durch Konsumverweigerung zu ruinieren.
mfg
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16. 08. 2009, 14:27 #4
Von blut keine spur
Leyen sagte, ihr blute das Herz, wenn sie Kinder leiden sehe. Fragt man nun aber die gleichen Menschen, die vehement für KP-Sperren sind, was sie davon halten, dass diese Frau und ihre Kinder nun in Armut aufwachsen werden, dann zucken sie nur die Achseln und sagen, so sei das Gesetz.
Jemand, der Kindepornografie aus dem Internet lädt wird auch in den USA niemals zu so einer hohen Strafe verurteilt, er wird eine zweite Chance bekommen. Eine Frau, die 24 Musikstücke lädt, wird zu lebenslänglicher Armut verurteilt.
Ich sehe keine blutenden Herzen, wenn Kinder leiden, nur Dollarzeichen in den Augen.
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16. 08. 2009, 14:27 #5Bedenkenträger
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Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
EMI ist erst der Anfang. Wer sich nicht anpasst der wird eben angepasst.
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16. 08. 2009, 14:31 #6Mitglied
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Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
Schon ein winziges bisschen übertrieben das eine mp3 soviel kostet wie ein Ferrari
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16. 08. 2009, 14:59 #7
Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
Einfach nur widerwärtig und unmenschlich.
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16. 08. 2009, 15:03 #8
Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
Ach in ein äh paar Jährchen hat die das doch alles wieder abgearbeitet^^
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16. 08. 2009, 15:10 #9
Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
1,92 Millionen
*nachrech* 1 920 000 €/ 30 €= 64 000
Hmm wenn die 24 Mp3´s also normaler weise rund 30 € gekostet hätten, wenn man sie kaufen würde, müssten immernoch 64 000 User das zeug ganz runtergeladen haben um den verlust wieder wettzumachen (Anwaltskosten und sojetzt nicht mitgerechnet)...
Also: Entweder ist die strafe mal mehr als sinnlos ODER die frau hatte sehr viele leecher
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16. 08. 2009, 15:10 #10Proxytime :3
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Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
Genauso sinnreich wie 3mal lebenslänglich Gefängnis...
Wirtschaft > (Staat & Menschen)
so war es doch schon immer
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16. 08. 2009, 15:29 #11Back the Fuck up
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Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
Das wir hier in Deutschland die Forderung nicht verstehen können, ist doch ganz klar. Die haben da ein ganz anderes Rechtesystem als wir. Ich bin ziemlich sicher, dass das hier in Deutschland nicht so laufen wird.
Ein Musikstück in Deutschland 4x so teuer zu machen, wie ein Menschenleben, kann kein normal denkender Richter verantworten.
Es sind halt Amis, deren Rechtsprechung verstehen wir sowieso nicht.
Anderes Beispiel für eine völlig unlogische Entscheidung:
Ein Kunde kauft sich einen Wohnwagen und fährt damit durch die Gegend. Während!! der Fahrt steht er auf und macht sich einen Kaffee, natürlich baut er einen Unfall und er verklagt doch tatsächlich den Hersteller. Begründung:
Es stand nicht im Handbuch, dass man während der Fahrt nicht das Steuer aus der Hand legen darf um sich einen Kaffee zu machen.
Er bekam recht sowie 1,75 mio Dollar und einen neuen Wohnwagen.
Zum nachlesen
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16. 08. 2009, 15:46 #12Mitglied
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Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
Irgendwann wirst du hingerichtet, wenn deine Kids ein paar MP3s saugen.
So etwas in der Art wird kommen.
Man kann doch schon jetzt deutlich perverse Züge erkennen.
2030 wird es dann vermutlich eigene Gefängnisse der Content-Industrie geben
Die mischen sich doch immer mehr in staatliche Angelegenheiten ein und die Politiker segnen das noch nickend ab (Siehe 3-Strikes Gesetz).
Die Industrie versucht doch mit allen Mitteln den Staat die Kontrollen aus der Hand zu nehmen damit sie selbst die Zügel halten können.
So long ...
-loop-
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16. 08. 2009, 15:51 #13
Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
Nö, wird es auch nicht. Wobei man sich schon Fragen darf, ob 10.000 Euro Streitwert für eine MP3 angemessen sind. Ich entsinne mich an einen Rasch-Fall wo es um 100 MP3s ging...Da kommt am Ende natürlich nicht 1,92 Millionen raus. Aber vernichtend ist es so oder so.Ich bin ziemlich sicher, dass das hier in Deutschland nicht so laufen wird.
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16. 08. 2009, 15:55 #14
Re: Von blut keine spur
So ganz stimmt das nicht, denn in den usa wurde 2006 glaube ich, ein Urteil von 100 Jahren Haft für Besitz von Kinderpornographie bestättigt. Übrigens wurde auch in den usa einm Kinderschänderfreigesprochen weil die Richterin der Meinung war dass er es im Knast schwer haben könnte.
Zitat von TierGottes
Und um auf die Schadensersatzforderung zurückzukommen: Wer im Monat ein paar hunderttausender durch Lobbybestechung "verdient", der hat eine völlig andere Einstellung zum Wert des Geldes als ein Normalo.
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16. 08. 2009, 15:56 #15
Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
Wahnsinn, was dann Welche mit tausenden mp3s zahlen müssten
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16. 08. 2009, 16:08 #16DasFragezeichendeaktiviertes Benutzerkonto
Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
In Österreich gibt´s erstmal gar nix mehr für die Rechteinhaber (Artikel auf Heise) Besonders gut gefällt mir folgender Satz:
(Hervorhebung von mir)
Zitat von Heise.de
Denen bietet man freundlich einen Stuhl an.
Zitat von Suspect14
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16. 08. 2009, 16:46 #17Mitglied
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Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
Das sind doch nur extrem Beispiele. In den USA gibt es genau so "normale" Urteile. Aber die vielen Skurillen Urteile rühren auch aus dem Gesundheitssystem der Amis. Wenn der Mann nicht versichert war (was in den USA absolut üblich ist) kann er weder den Wohnwagen noch die Arztrechnungen ect bezahlen, logische Folge ist natürlich das der Mann den pösen Wohnwagenhersteller verklagt. Bei den ganzen Übergewichtigen die MC ect verklagen sit das auch nichts anderes...
Zitat von TuxHWI
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16. 08. 2009, 16:54 #18Odgendeaktiviertes Benutzerkonto
Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
2.400 Dollar wären doch schon hoch genug angesetzt, oder? Wie kann man von einer Privatperson 1.920.000 Dollar wegen 24 mickrigen mp3s fordern?
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16. 08. 2009, 17:02 #19
Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
Die Frau tut mir leid aber mehr noch die Kinder.
Wie kann ein Staat so etwas seiner ZUKUNFT antun. Die Kid's werden in Armut aufwachsen. Ich weiß schon warum ich Amis nicht mag.
Die Strafe steht in keiner Verhätlnismäßigkeit zum tatsächlich entstandenen Schaden. Oder will die Contnentindustrie wirklich glauben machen, dass sie wegen 24 Tracks verhungern?
Aber das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Auch bei uns nicht.
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16. 08. 2009, 17:20 #20Mitglied
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Re: Justizministerium vs. Thomas-Rasset: 80.000 US-Dollar Schadensersatz angemessen
Fix'd
Zitat von itsnotforme


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