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16. 08. 2009, 17:49 #1
[Immer Aktuell] Orientierungshilfe Computerkauf & Notebooks - FAQ & Konfigurationen
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Orientierungshilfe Computerkauf
Kommentare / Anmerkungen bitte in den dafür vorgesehenen Thread!
Der Thread ist noch Work-in-progress. Es kann gut sein das noch nicht alles komplett ausgefeilt ist.
Dieser Thread stellt eine Orientierungshilfe für den Computerkauf dar. Hier kannst du dich über die Funktionsweise der einzelnen benötigten Komponenten informieren, hier findest du Beispielkonfigurationen für verschiedene Ansprüche und Geldbeutel und hier findest du Tipps zu der Händlerwahl, Fragen in Garantie und Gewährleistung sowie andere hilfreiche Tipps. Zu jeder Komponentenerklärung gibt es auch noch mal spezifische Empfehlungen für verschiedestene Ansprüche und Geldbeutel.
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- Die CPUhttp://wolfgang-kayser.de//Fhynn/faq/heads/4.png
Changelog:
Spoiler:
Änderungen 13. Februar 2010:
- Chipsatz Informationen hinzugefügt @Mainboards.
- Empfehlungen geupdated auf tlw. Mainboards mit USB 3.0 / S-ATA 6G.
- thargor11 hat sich bereiterklärt, sich um Office Konfigurationen zu kümmern. Danke!
Änderungen 03. Februar 2010:
- Konfiguration geupdated
- CPU geupdated
Änderungen 09. Januar 2010:
- Phenom II X2 Low/Mid [ ]
- Brenner ändern? [ ]
- Kerne freischalten [ ]
- C2/C3 Stepping bzw. Stepping allg. erläutern [ ]
- WaKü Artikel lesen & korrigieren [ ]
- Bilder auf priv. Hoster laden [X]
- DarkOrange zu SeaGreen wechseln [X]
- Externe Links / Testberichte / Komponenten Artikel / Empfehlungen [ ]
Alles was noch so mehr oder weniger ansteht.
Änderungen 02. Januar 2010:
- Luftkühlung & Empfehlungen geaddet.
Änderungen 02. Dezember 2009:
- Bilder wieder einfügen nach dem Verlust meines Fotoalbums im Forum
- Kleine Änderungen speziell betreffend Rechtschreibung, Grammatik
- Übernehmen von Destruktoirers Postings bis er mal wieder auftaucht
Änderungen 23. Oktober 2009:
- Bilder soweit wie möglich wieder aktualisiert bzw. eingefügt.
- Paar kleine Formatierungsänderungen.
Änderungen 21. Oktober 2009:
- Inhaltsverzeichnis minimal geändert, nichts was groß auffallen sollte.
- Netzteilempfehlungen überarbeitet.
- Gedanken über weitere mögliche Artikel gemacht - LuKü - / - WaKü, Office, HTPC/Barebone Systeme, mal sehen was mir da noch einfällt.
Änderungen 15. Oktober 2009:
- Diverse Rechtschreibfehler ausgebügelt bzw. Fehler im BB-Code.
- Fertig-PC oder Selbstbau eingefügt.
- Grafikkartenverweis für Destruktoirers FAQ.
- Destru hat mal 'ne Geizhals FAQ geschrieben.
Änderungen 09. Oktober 2009:
- Paar Kleinigkeiten haben sich geändert, aber nichts was ich jetzt Punkt für Punkt hier festhalten werde.
- Hinweise zur Schlampigkeit HWV vor paar Tagen eingefügt gehabt mit Verweis auf 2 sehr aktuelle Threads mit Beschwerden.
- GEiL RAM gegen G.Skill getauscht - die Ausfallquote erscheint mir viel, viel zu hoch als das ich das noch weiter mit meinem Gewissen vereinbaren kann, den weiter zu empfehlen. Beschwerden bitte per PN an mich.
Änderungen 01. Oktober 2009:
- Destru hat was zum RAM geschrieben, Ergänzungen folgen. Danke.
- Bluesonic hat bisschen was zu Notebooks / Netbooks geschrieben und hilft euch so hoffentlich bei der Entscheidung zwischen Notebook und Desktop PC. Danke.
Änderungen 30. September 2009:
- Kurz die Übersicht mal updated bzw. unterteilt... Grafiken gibts jetzt zu jedem Thema. Mäuse und Tastaturen auch. Notebook vs. Desktop Beitrag ist in Arbeit. Fehlt noch: RAM, Grafikkarte, Laufwerke. Ggf.Wasserkühlungsabschnitt aber das überlege ich mir noch stark.
Änderungen 28. September 2009:
- Mal etwas näher auf die CPU eingegangen. Zum technischen Kram kommt noch was dazu (Cache, ALU, MIPS... mal sehen) und wenn Intel sich endlich mal bequemt, ihre i5 und i3 Reihe komplett zu releasen, gibt es auch wieder Empfehlungen die über das High-End Segment herausgehen.
- Gehäuse Abschnitt Generalüberholt! Midi Empfehlungen und Big Empfehlungen.
Änderungen 27. September 2009:
- Rebel9 mal getauscht ggn. Coolermaster 330 wegen Platzproblemen mit dem Mugen2 ...
- Aus ziemlicher Langeweile habe ich mal was zu Mainboard geschrieben + Kaufberatung dazu
- Aus noch weiterer Langeweile habe ich mich mal dazu bequemt, dass ganze grafisch etwas aufzupeppen und hoffe Destru zieht mit.
Änderungen 26. September 2009:
- Destru war so nett und hat was für Festplatten geschrieben, wird wohl soweit ich das sehe noch nach & nach aktualisiert. Danke!
Änderungen 19. September 2009:
- i5 Gamer High-End geaddet. Aus Mangel an verfügbaren i5 CPUs bisher noch keine Alternative i5 CPU eingefügt - kommt noch.
Änderungen 14. September 2009:
- Links gefixt.
- Gaming Bereich aktualisiert, Sharkoon Gehäuse eingebaut für die, die sich gar keine Arbeit mehr machen wollen, Links geaddet zu Drivecity als Händler für die noch fauleren die die Händlertipps nicht lesen.
Änderungen 20. August 2009:
- Netzteil Beratung hinzugefügt, Vorschläge erwünscht.
- Diskussionsthread verlinkt
Änderungen 19. August 2009:
- Destruktoier war so nett und hat ein wenig über die Wahl des richtigen CPU-Kühlers geschrieben
Änderungen 17. August 2009:
- AMD/Intel Unterschied im Spiele-/Multimedia Bereich noch mal etwas präzisiert
- Crossfire Konfiguration hinzugefügt
Änderungen 16. August 2009:
- Komponentenbezeichnung in Konfigurationen hinzugefügt
- Planung für Luftkühlungsabschnitt aufgenommen
Geändert von Fhynn (25. 04. 2010 um 12:37 Uhr)
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16. 08. 2009, 17:50 #2
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen
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Was will ich?
Als erstes muss dir klar sein, wofür du deinen neuen Rechner benutzen möchtest. Die 3 Hauptbereiche zur Anwendung sind:
- Gaming
- Multimedia
- Office
Dann musst du wissen, wie viel du bereit bist auszugeben. Brauchst du noch Peripherie (Maus, Tastatur, Monitor etc.) oder hast du irgendwelche Extrawünsche (Lüftersteuerung etc.). Man sollte sich das schon ein wenig überlegen und sich auch Zeit damit lassen.
[1] Ist ein neuer PC überhaupt notwendig?
[2] Möchte ich irgendetwas ganz besonderes was noch gar nicht auf dem Markt ist oder ggf. noch viel zu teuer ist?
[3] Lohnt es sich vielleicht noch ein wenig zu warten, damit die Preise sinken und das Budget steigt?
[4] Muss es immer AMD sein? Muss es immer Intel sein? Kann ich mich auch mal auf etwas anderes einlassen?
[5] Möchte ich übertakten?
[6] Möchte ich mir Optionen für größere Aufrüstung offen halten?
[7] Reicht mir eine Luftkühlung oder möchte ich später mal eine Wasserkühlung?
[8] Wie wichtig ist mir die Lautstärke?
Die Fragen und noch einige weitere sollte man sich im vornerein mal kurz stellen, damit macht ihr auch uns das Leben leichter, wenn ihr noch mal in einem Thread Beratung sucht.Geändert von Fhynn (09. 01. 2010 um 18:39 Uhr)
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16. 08. 2009, 17:51 #3
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen
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Aufrüstung oder Neukauf?
Wenn du noch einen alten Computer zu Hause stehen hast, wäre es eine Überlegung wert den alten Computer einfach nur aufzurüsten. Ob sich das lohnt, kommt allerdings auf das Alter deiner Hardware an und auf die verbauten Komponenten. Die folgende Liste soll dich bei der Entscheidung unterstützen. Zum auslesen der Informationen gibt es diverse Software (Everest, SiSoft Sandra).
[1] Dein Rechner basiert auf dem Sockel 939 (AMD Sempron, AMD Athlon 64) in Verbindung mit DDR1 Speicher? - Aufrüsten lohnt nicht. Der Sockel ist uralt, der Speicher auch, dass Netzteil hat für neue Computer in der Regel nicht genug Saft.
[2] Dein Rechner basiert auf dem Sockel AM2 und DDR2 Speicher? Hier ist es interessant zu wissen, ob dein Mainboard durch ein BIOS Update auch einen Phenom II unterstützen würde. Wenn ja, ist eine Aufrüstung noch möglich, allerdings wäre eine Neuinvestition zu überdenken. Wirtschaftlich sinnvoll ist das nicht.
[3] Dein Rechner basiert auf dem Sockel AM2+ (AMD Phenom X2 - X4) und DDR2 Speicher? Hier ist ein Aufrüsten eigentlich problemlos möglich, wenn dein Mainboard AM3 kompatibel ist. Allerdings kannst du so keinen DDR3 Speicher nutzen, welcher DDR2 zunehmend verdrängt. Ebenfalls nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll ab einem Budget von ca. 250 €.
[4] Dein Rechner basiert auf dem Sockel 775 (Intel Pentium 4, Intel Celeron D, Core2Duo, Core2Quad) in Verbindung mit DDR2 Speicher? Aufrüsten lohnt sich nicht, da der Sockel 775 gerade am aussterben ist. Wirtschaftlich gesehen ebenfalls unsinnig.
[5] Du hast irgendetwas ganz exotisches wie den Sockel 478 oder Sockel A / Sockel 754? Dann lohnt sich das gar nicht mehr, da die Teile schon antik sind und eher im Museum zu finden sind, als auf dem Markt.Geändert von Fhynn (09. 01. 2010 um 18:39 Uhr)
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16. 08. 2009, 17:52 #4
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen
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Kaufberatungsthread erstellen
Du solltest dich vorher schon informiert haben und im Idealfall eine eigene Beispielkonfiguration präsentieren, dass zeigt uns das du dir Mühe gibst und dir Gedanken gemacht hast. Wir sehen lieber eine fehlerhafte Konfiguration als gar keine Konfiguration.
Nenne uns bitte alle relevanten Informationen:
Dazu gehören eine genaue Angabe deines Budgets, des Anwendungsbereich sowie deine Monitorgröße. Wenn wir dir erst alles aus der Nase ziehen müssen, macht uns das keinen Spaß und du musst länger auf deine Beratung warten. Möchtest du übertakten? Wie wichtig ist dir die Lautstärke?
Nenne uns Dinge, die du wiederverwenden möchtest:
Dazu gehören alle wichtigen Informationen (Festplatten [IDE/SATA], CPU [Sockel, MHz, Typenbezeichnung], Grafikkarte [APG, PCI, PCI-E, Typenbezeichnung], Netzteil [Watt, Hersteller, Typenbezeichnung], Arbeitsspeicher [DDR1, DDR2, DDR3, MHz, Typenbezeichnung] - die Daten lassen sich bis auf das Netzteil mit Everest, Sandra oder CPU-Z auslesen.
Nutze einen informativen Threadtitel:
z.B. „Gaming Rechner 800€“, Threadtitel wie „HILFÄÄ!! NEUE PC!“ schrecken ab und werden nicht ernst genommen.
Gestalte deine Zusammenstellung übersichtlich:
z.B. als Screenshot, oder in Textform lediglich mit Produktbezeichnung und ggf. Preis (Artikelnummer etc. interessieren nicht und machen das ganze unübersichtlich)Geändert von Fhynn (09. 01. 2010 um 18:39 Uhr)
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16. 08. 2009, 17:53 #5
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen
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Händlerwahl
Ich beziehe mich hier nur auf den Online Versandhandel. Eine Möglichkeit besteht darin, www.geizhals.at/de/ aufzurufen.
Dort kann man Wunschlisten anlegen und jener Wunschliste die für den Computer benötigten Komponenten hinzufügen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass eine "Günstigste Anbieter für alle Artikel ermitteln" Funktion vorhanden ist, bei welcher man die Anzahl der Händler (1-3) angeben kann. Auch die Lieferzeiten können angegeben werden.
Geizhals errechnet dir dann den Online-Versand, der am ehesten in Frage kommt.
Bitte unbedingt auf die Bewertungen der Shops achten!
Nettes Gimmick: Einige Händler bieten kleine Rabatte, wenn man die Produkte über geizhals.at/de/ bestellt.
Wer sich partout nicht traut, die einzelnen Komponenten des Computers zu einem Gesamtkunstwerk zusammenzufügen, kann auf Zusammenbau Services zurückgreifen. Diese Dienstleistung kostet natürlich extra.
Aktuell gibt es drei große Händler, wo schon genügend Erfahrungen gesammelt worden sind:
- Alternate.de
Klassiker, teurer aber dafür sehr guter Service und schnell, gute Artikelauswahl
- Mindfactory.de
Annehmbare Artikelauswahl, Zusammenbau-Service 59,90€ inklusive Funktionstest, ordentlicher Service
- Hardwareversand.de
Annehmbare Artikelauswahl (schwankt stark), annehmbarer Service (ebenfalls stark schwankend). Einzelkomponentenbestellung fast immer problemlos, beim Zusammenbau wie Licht und Schatten - mal top, mal flop.
Versandhändler, die keinen Zusammenbau anbieten aber ein gutes Sortiment, faire Preise und einen guten Service haben:
- HoH.de - Home Of Hardware
- Mix-Computer.de - Ableger von Alternate
- DriveCity.de - Gehört zu Mindfactory
- VV-Computer.de - Unübersichtlich, aber großes Sortiment
- Bestseller Computer.de - ordentliches Sortiment, schneller Versand, gute Preise
Changelog:
Spoiler:
23. Oktober 2009:
- Warnung bezüglich Hardwareversand.de vorläufig wieder rausgenommen. Alter Text:
Bestellung auf eigenes Risiko! Immer öfter Probleme, stetig Verkleinerung des Sortiments, immer mehr Schlampigkeitsfälle im Service.
Negativ Erfahrungsberichte aus dem Forum: Versand + Service, Zusammenbau - 2 PCs - nix geht
Geändert von Fhynn (09. 01. 2010 um 18:39 Uhr)
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16. 08. 2009, 17:54 #6
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen
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Bezahlart
Die meisten Shops bieten Vorkasse und Nachnahme als Bezahlart, bezahlen per Sofortüberweisung o.Ä. ist langsam am kommen.
Bei Vorkasse kann es bedingt durch folgende Probleme - Artikel nicht mehr verfügbar, Päckchen weg, Stornierung - durchaus sein, dass du ewig auf dein Geld warten musst. Manche Shops lassen sich dabei leider sehr viel Zeit.
Wenn man nur wenige Artikel, die alle auf Lager sind, bestellt, ist Vorkasse aber zumeist kein Problem. Wer dem ganzen potenziellen Ärger von vornherein aus dem Weg gehen möchte, bezahlt einfach und unkompliziert per Nachnahme.
Bei der Bezahlung mittels PayPal ist daran zu denken, dass der Käuferschutz eBay gebunden ist.
Die Zahlung per Rechnung ist so gut wie ausgestorben, nur sehr wenige Händler bieten dies an und das dann auch eher an vertrauensvolle, langjährige Kunden.
Eine Finanzierung sollte immer wohl überdacht werden und ist aufgrund der Kurzlebigkeit im Sinne der Aktualität von Hardware nicht zu empfehlen.Geändert von Fhynn (14. 04. 2010 um 19:01 Uhr)
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16. 08. 2009, 17:55 #7
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen
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Garantie/Gewährleistung und Rückgabe
Es gibt eine gesetzliche Gewährleistung von 24 Monaten bei gewerblichen Händlern, das ist bei einem Online-Shop nicht anders wie bei großen Elektronikketten um die Ecke. Die ersten sechs Monate besteht die Beweislast-Umkehr. Das heißt, der Verkäufer muss die ersten 6 Monate nachweisen das der Defekt durch dich entstanden ist - und das kann er auf keinen Fall, wenn das Produkt optisch einwandfrei ist. Nach 6 Monaten läuft es allerdings andersrum und du musst beweisen, dass der Defekt schon von Anfang an vorhanden war.
Bei gebrauchten Waren kann der Händler die Gewährleistung auf 12 Monate begrenzen.
Viele Hersteller geben darüberhinaus noch Garantie auf ihre Produkte. Im Falle eines Defekts kann es unter Umständen sinnvoll sein, die Garantie über den Hersteller abzuwickeln.
Be Quiet beispielsweise tauscht im ersten Jahr defekte Netzteile Vor-Ab - was wesentlich schneller geht als wenn man es über den Versandhandel macht.
Im Schadensfall -oder besser schon beim Hardwarekauf- lohnt ein Blick in die Garantie.
Vorsicht: Einige Hersteller wickeln ihre Herstellergarantie nur über den Händler ab - dieser ist aber dem Kunden gegenüber nicht zur Mithilfe verpflichtet.
Bei Online-Bestellungen besteht die Möglichkeit, ein Produkt ohne Angabe von Gründen innerhalb der ersten 14 Tage zurückzuschicken.
Man bekommt den vollen Kaufpreis erstattet.
Wenn die Ware teurer als 40€ war, muss der Händler die Rücksende-Kosten übernehmen.
Die Frist beginnt erst ab Erhalt eines funktionierenden Produktes. Es ist dabei egal ob man die Ware schon genutzt hat oder nicht.
Im Handel allgemein (Saturn etc.) gibt es kein gesetzlich bestimmtes 14-tägiges Rückgaberecht. Wenn tauscht der Händler die Ware nur aus Kulanz.
Bei eBay liegt die Dauer für das Widerrufs-Recht meist bei 4 Wochen.
Privatverkäufer können die Gewährleistung und das Widerrufs-Recht ausschließen.
Trotzdem: Entspricht die erhaltene Ware nicht der Beschriebenen, kann man Nachbesserung verlangen und danach (wenn keine erfolgt) vom Kauf zurücktreten.Geändert von Fhynn (10. 03. 2010 um 16:20 Uhr)
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16. 08. 2009, 17:56 #8
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen
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AMD oder Intel?
Der derzeitig aktuelle Stand und die Erfahrung zeigt:
AMD liegt derzeitig im Gaming Bereich eindeutig vorne. Zwar nur bedingt was FPS / Leistung in Spielen angeht, aber durch die optimale Preis-/Leistungskombination. Der Unterschied zum i7 in Benchmarks ist, mal besser mal schlechter, marginal und nicht spürbar - außer im Geldbeutel. Seit einiger Zeit ist jetzt schon die i5 Reihe von Intel verfügbar, mittlerweile ist jene auch Preismässig deutlich attraktiver geworden. Dennoch macht es noch immer einen Unterschied von gut 50€-70€, wenn man das Gesamtpaket in Form von RAM, Mainboard und CPU betrachtet.
Intel bietet aktuell 2 Sockel:
Sockel 1156, für den Mainstream - steht nur noch bedingt zur Debatte.
Sockel 1366, für die Enthusiasten und High-End Nutzer.
Für den Sockel 1366 sind die 6-Kern und höher CPUs geplant noch dazu ist es aktuell der einzige Sockel welcher Triple Channel RAM unterstützt.
Für den Sockel 1156 sind aktuell keine 6-Kerner in Planung und der Sockel unterstützt lediglich Dual Channel - außerdem wird er zu sehr hoher Wahrscheinlichkeit von Intel wieder abgesägt zu Gunsten des Sockel 1155. Demnach lohnt sich ein Kauf eines Sockel 1156 Systems NICHT.
Intel liegt dafür im Multimedia Bereich eindeutig vorne. Das liegt unter anderem an der Unterstützung von der Adobe Creative Suite 4 - die Mehrleistung ist nicht zu verachten und ist eben gerade, wenn man im professionellen Multimedia Bereich arbeitet, ein großes Kaufkriterium. Das bezieht sich allerdings nur auf die 1366 Plattform.
Das kann sich natürlich von Zeit zu Zeit ändern, wenn neue Produktpaletten auf den Markt kommen.
AMD bietet aktuell 2 Sockel die erwähnenswert sind:
AM2+, der Vorgänger von AM3. Unterstützt nur DDR2, allerdings AM3 CPUs. AM2+ neu kaufen ist allerdings mehr als suboptimal. Zwar unterstützt eine AM3 CPU auch DDR2 problemlos, allerdings ist DDR2 RAM tlw. teurer als DDR3 RAM und die Mainboards verfügen auch nicht über ansatzweise so aktuelle Features wie aktuelle AM3 Boards.
AM3, der Nachfolger von AM2+. Unterstützt DDR3 sowie die neuen AM3 Prozessoren. Darunter fallen auch für Privatanwender erschwingliche Six-Cores.
Wir gehen hier in einem Gaming PC (ab 700€) von einem 4-Kern Prozessor aus, da immer mehr Spieleentwickler ihre Spiele mit Mehrkern Unterstützung entwickeln.
Zur Auswahl stehen hier der Phenom II X4 945 im C3 Stepping mit einem Standardtakt von 4x3,00GHz - jener überzeugt durch eine TDP von lediglich 95W. Weiterhin steht zur Auswahl der Phenom II X4 965 im C3 Stepping mit einem Standardtakt von 4x3.40GHz - die TDP beträgt hier 125W, die Besonderheit liegt schlicht und ergreifend im freien Multiplikator, was ein idiotensicheres Übertakten gewährleistet, vorrausgesetzt man kauft sich einen vernünftigen Kühler dazu. Die Empfehlung lautet: 945, wer nicht übertaktet. 965, wer übertaktet. Leistungsmässig sind die 400MHz nur im Benchmark zu spüren, beim spielen hingegen wird man das nur bedingt merken.
Weiterhin steht zur Auswahl der Intel i5-750 mit einem Standardtakt von 4x2,67GHz. Er ist in etwa gleichauf mit dem Phenom II 965, überzeugt in Benchmarks allerdings stellenweise ein wenig mehr. Allerdings besitzt der i5 keinen freien Multiplikator, weißt aber sehr starkes Übertaktungspotenzial auf.
Ob man zu AMD oder Intel greift lässt sich ganz einfach beantworten: Was ist mir wichtiger? Ein solides Preis-/Leistungsverhältnis oder halt eine Intel CPU?
Kurzer Vergleich von 2 nahezu identischen Systemen:
http://wolfgang-kayser.de/Fhynn/amdointel.jpg
Beide mit 1600'er RAM, beide mit USB 3.0 Unterstützung sowie S-ATA 6G und eben auch identische Hersteller.
In einem Multimedia PC (ab 700€) gehen wir davon aus, dass damit Grafik- sowie Videobearbeitung in aufwendigerem Stil praktiziert werden soll.
Die Standardempfehlung ist der kleinste und günstigste Intel aus der Core-i7 Reihe (Intel Core i7-920). Zusammen mit einem Sockel 1366 Mainboard 6 GB Arbeitsspeicher hat man eine starke Basis für jegliche Multimedia Zwecke. Adobe Produkte (z.B. die Adobe Creative Suite 4) profitieren ziemlich vom i7 - was sich eben auch in Leistung etc. wiederspiegelt.
Aber egal, ob AMD oder Intel - immer „Boxed“ und nicht „Tray“ kaufen. „Boxed“ CPUs haben einen Lüfter dabei, der zwar laut und nicht sehr kühlend ist, allerdings sind „Boxed“ CPUs seltsamer weise meist billiger als „Tray“ CPUs (ohne Kühler) und die Garantie ist länger.
Und noch etwas zu informationstechnischen Zwecken:
Der Sockel 775, auf welchem Intels sehr beliebte Core2Duo und Core2Quad Reihe basiert, ist am aussterben. Es lohnt sich nicht mehr, Geld für einen Core2Duo oder Core2Quad auszugeben, da keine Chance zur Aufrüstbarkeit gegeben ist.
Der Sockel ist mittlerweile über 5 Jahre alt und die CPUs welche noch erhältlich sind, sind Restbestände.
Aktuelle Roadmaps (keine Garantie für Richtigkeit, wie immer...):
AMD Ultraportable Roadmap:
http://s2.imgimg.de/uploads/AMDRoadm...cdb8cf2png.png
AMD Desktop Roadmap:
http://s2.imgimg.de/uploads/AMDRoadm...9cbd58dpng.png
Intel Desktop, Mobile, Server Übersicht Roadmap:
http://s2.imgimg.de/uploads/IntelRoa...efc7c34png.png
Intel 22nm Tick-Tock Model:
http://s2.imgimg.de/uploads/IntelRoa...ed5da6ajpg.jpgGeändert von Fhynn (02. 05. 2010 um 10:34 Uhr)
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16. 08. 2009, 17:58 #9
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen
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Nvidia oder ATI?
Die wohl größte Glaubensfrage überhaupt vermag ich hier nicht zu beantworten.
Nvidia gibt Unmengen von Geld dafür aus, damit deren Logo in den Intros von Spielen auftaucht, was aber nicht bedeuten muss, dass sie immer besser sind.
Leider hält sich auch hartnäckig das Gerücht, dass ATI Karten ständig Probleme mit den Treibern hätten etc. - das stimmt so nicht (mehr). Es kann immer mal wieder zu Problemen kommen, gerade GTA IV als auch Anno 1404 waren eher abschreckende Beispiele für ATI Karten. Das liegt aber nicht an ATI selber sondern an der Schlampigkeit mit welcher manche Hersteller ihre Spiele programmieren. Grundsätzlich laufen aktuelle Titel problemlos.
Der aktuelle Stand ist, dass beide Firmen - ATI und Nvidia - ihre DirectX 11 Karten auf den Markt gebracht haben. ATI mit starken Problemen, da die Chipausbeute zu gering war - ob Nvidia vor dem selben Problem stehen wird, lässt sich jetzt noch nicht sagen.
Nvidias Fermi konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Während ATI weitere Schritte Richtung 'Green-IT' gemacht hat, zu leistungsstarken aber dennoch stromsparenden Grafikkarten, hat Nvidia ihre Fermi GPUs zwar mit guter Leistung ausgestattet, dafür aber auch mit einer unglaublichen Hitzeentwicklung die gerade in Sommerzeiten zu massiven Problemen führen könnte. Auch ist der Stromverbrauch erheblich höher. Allerdings punktet Nvidia mit einer weit ordentlicheren Tessellation als ATI - aber ob gut 5% Mehrleistung und ein wenig verbesserte Effekte einen so enormen Aufpreis (bezogen auf den realen Wert der Karte, den Stromverbrauch und die benötigten Mittel zur Kühlung) wert sind?
Zurzeit liegt die Empfehlung klar bei ATI, aufgrund dem sehr guten Preis-/Leistungsverhälnisses.
Wer auf CUDA angewiesen ist, muss zwangsläufig zu einer Nvidia Grafikkarte greifen.
Mehr Informationen zu dem Thema Grafikkarten gibt es in Destruktoierers Thread .Geändert von Fhynn (03. 04. 2010 um 13:22 Uhr)
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16. 08. 2009, 17:59 #10
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen
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Die Wahl des Gehäuses
Grundsätzlich ist die Wahl eines Gehäuses Geschmackssache. Während der eine gar nicht genug Leuchtdioden haben kann, möchte der andere einfach nur ‚das kleine schwarze‘. Beachten sollte man dennoch, abgesehen von der Optik, einige elementare Dinge.
Gehäusetypen
Eine Kurzvorstellung der 3 gängigen Gehäusetypen:
Big-Tower
Spoiler:
Big-Tower sind, wie der Name schon erahnen lässt, recht große Gehäuse. Sie bieten im Gegensatz zu den Midi-Towern durch ihre Größe mehr Unterbringungsmöglichkeiten für 5,25" (Extern) / 3,5" (Intern) Festplatten, Laufwerke etc. Auch sind die Kühlmöglichkeiten besser - durch die Größe ist mehr Platz für leistungsstarke 120 - 140mm Lüfter oder gar für 200mm Lüfter. Ebenso sind die Möglichkeiten für ein ordentliches Kabelmanagement besser - woraufhin sich ein besserer Airflow erzeugen lässt und man auch bessere Möglichkeiten hat, die Kabel zu verstecken bzw. intelligent zu verlegen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man wesentlich mehr Platz im Inneren hat, gerade wenn man doch öfter an seinem Computer rumschraubt. Man läuft weniger Gefahr sich den Handrücken an einer scharfen Metallkante aufzuschlitzen, wenn der Tower genügend Platz hat.
Wasserkühlungen sind auch in einem Big-Tower angenehmer zu installieren bzw. hat man dort meist Platz um den Radiator, AGB, die Pumpen etc. intern unterzubringen. Ordentliche Big-Tower sind allerdings nicht unbedingt günstig und nehmen eben auch eine Menge an Stellplatz weg. Demzufolge eher für Bastler, Wasserkühlungsnutzer oder Luftkühlungsfanatiker zu empfehlen.
Midi-Tower
Spoiler:
Die Zeiten, wo die Midi-Tower in einem Weißton daherkamen, der aussah als stände das Gehäuse über 2 Jahre lang in einer Pommesbude neben der Fritöse sind lange vorbei. Es ist weiterhin die Standardempfehlung und bietet genügend Platz für alles was wichtig ist. Je nach Preisklasse hat man mehr oder weniger Luxus zur Verfügung - das fängt an bei Festplattenkäfigen die herausnehmbar sind, optionalen > 120mm Lüftern, Möglichkeiten zum Kabelmanagement und diversen Anschlüssen in der Front an. Aufpassen muss man bei eventuellen Seitenlüftern, dass die sich nicht mit dem CPU-Kühler in die Quere kommen und dass eine Grafikkarte mit Überlänge nicht das wegfräsen des Festplattenkäfigs bedeutet. Wasserkühlungen sind möglich, allerdings meistens nicht komplett intern. Für viel Bastler könnte die Enge ein Problem darstellen, allerdings ist das auch von Midi zu Midi unterschiedlich.
Cube bzw. Desktop
Spoiler:
Kleine, schnucklige Gehäuse, wahlweise mit Display - gut zum Transport oder für den dezenten Wohnzimmer PC. Die Kühlmöglichkeiten sind sehr beschränkt, die Möglichkeit 120mm Lüfter zu verwenden sind rar gesäht. Auch können nur µATX Mainboards verbaut werden, durch die Abmessungen ist es auch zumeist nicht möglich eine größere Menge an Festplatten oder gar aktuellen Grafikkarten zu installieren. Man sollte entweder auf Stromsparender Komponenten setzen, die wenig Abwärme erzeugen, oder den Cube in Trockeneis versenken - die Hitzeentwicklung ist nicht zu unterschätzen. Empfiehlt sich daher wirklich nur für Leute, die keine High-End Komponenten darein bauen wollen, die ohne Ende Wärme entwickeln, oder das nötige Kleingeld investieren um einen Cube mit genügend 120mm Lüftern zu kaufen. Da sollten dann aber auch sämtliche Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um den bestmöglichen Airflow zu erlangen (Kabelmanagement Netzteil + allgemein vernünftige Kabelverlegung, vernünftige Kühlung für CPU, Grafikkarte).
Kurz zusammengefasst:
- Genügend Platz, auch für Überlänge Grafikkarten (28cm)
- Optimal: Kabelmanagement Möglichkeiten
- Mindestens 120mm vorne und 120mm hinten, lieber mehr
- Breit genug für große CPU Lüfter (Mugen 2, Noctua, etc.)
- Genügend 3,5" Schächte für Laufwerke, Festplatten
- Bei Bedarf: Möglichkeiten zur Installation einer Wasserkühlung
- Bei Bedarf: Front Anschlüsse oben, unten, seitlich oder im Deckel
- Bei Bedarf: eSATA, USB, Firewire Anschlüsse in der Front/Deckel
Ein paar Empfehlungen, Midi-Tower, schlicht, preisgünstig und schwarz:
Spoiler:
Achtung: Der Scythe Mugen 2 ist zu groß für das Gehäuse.
Cooler Master Elite 330 schwarz - 1x 120mm vorne (optional), 1x 120mm hinten (installiert). Testbericht TweakPC
Die Dämmung der Festplatten ist nicht optimal. Die Vibrationen können gerade bei Lautstärkeempfindlichen Menschen sehr störend wirken.
Sharkoon Rebel9 Economy schwarz - 2x 120mm & 2x 80mm Lüfter (optinal). Testbericht Orthy
Sharkoon Rebel9 Pro Economy schwarz - Der Nachfolger des Sharkoon Rebel9 Economy.
Xigmatek Asgard - 1x 120mm vorne (installiert), 1x 120mm hinten (optional), 2x 120mm seite (optional). Kurzreview tech-review
Xigmatek Asgard II - Der Nachfolger vom Xigmatek Asgard.
Midi-Tower, bunt und blinkend in den schönsten Farben:
Spoiler:
Cooler Master CM 690 NVidia Edition mit Sichtfenster - Schwarz mit grüner Beleuchtung. Testbericht PCGH
NZXT Alpha weiß mit Sichtfenster - Weiß mit blauer Beleuchtung. Testbericht Technic3D
Xigmatek Midgard-W mit Sichtfenster - Schwarz mit weiß / roter Beleuchtung. Testbericht PCGH
Midi-Tower, kostenintensiver, dafür qualitativ hochwertig.:
Spoiler:
Cooler Master CM 690 II Advanced - Der Nachfolger vom CM 690.
Antec P183 schwarz - Anthrazit/Schwarz, Stahl mit Aluminium -Elementen.
Lancool K58 - Schwarz, kleiner Bruder vom K62. Ohne Fenster, ohne Beleuchtung. Testbericht Hartware
Lancool K62 - Pure Black, großes Sichtfenster, blau beleuchtet und trotzdem edel. Testbericht Hardwareluxx
Lian Li PC-A06FB schwarz - Schwarz, Aluminium, Lian Li - Was will man mehr? Testbericht Hardwareluxx
Lian Li PC-A17A silber - Silbernes Aluminium in einer edlen Verarbeitung. Testbericht Dexgo
Big-Tower ohne größere Unterteilungen, einfach nur groß und qualitativ hochwertig:
Spoiler:
Corsair Obsidian 800D mit Sichtfenster - Corsair kann nicht nur Netzteile und RAM! Auch die Gehäuse haben eine ordentliche Qualität und bieten viel Raum. Testbericht PCGH
Lian Li TYR PC-X2000 schwarz, schallgedämmt - Viel edler geht es fast gar nicht mehr - teurer aber auch nicht. Dafür kriegt man auch gut was geboten!
SilverStone Temjin TJ07 schwarz mit Sichtfenster - Viel Platz für Wasserkühlungen, kein Plastik. Testbericht PC-Max
Cube Gehäuse (µATX, klein, handlich):
Geändert von Fhynn (03. 04. 2010 um 13:26 Uhr)
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16. 08. 2009, 18:00 #11
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen
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Beispielkonfigurationen - Gaming
Es folgen einige, sich bewährte, Standard Konfigurationen in verschiedenen Anwendungsbereichen sowie bei verschiedenem Budget. Da die Geschmäcker bei Gehäusen stark verschieden sind, ist lediglich ein simples, aber ausreichendes Standard Gehäuse in der Konfiguration verbaut.
High-End Gaming Konfiguration - AMD - ca. 800 €
Für das genussvolle Spielen in sehr guter Grafikpracht.
Wer übertakten möchte, greift bitte zum Phenom II X4 965 (C3 Stepping) in Verbindung mit einem Scythe Mugen 2 Rev. B.
Geizhals.at/de/ Wunschliste: Hier
CPU: AMD Phenom II X4 945 95W (C3), 4x 3.00GHz, boxed
Mainboard: GigaByte GA-770TA-UD3
Arbeitsspeicher: G.Skill DIMM Kit 4GB PC3-12800U CL9-9-9-24 (DDR3-1600)
Grafikkarte: XFX Radeon HD 5850, 1024MB GDDR5, 2x DVI, HDMI, DisplayPort, PCIe 2.0
Netzteil: Be Quiet 530W BQT L7
Festplatte: 500GB Seagate ST3500418AS 7200 16MB 7200 U/min SATA * 2
Laufwerk: LG GH22NS50 SATA Schwarz bulk
Gehäuse: Xigmatek Asgard
CPU-Kühler: Scythe Shuriken Rev.B (Sockel 478/775/1156/1366/754/939/940/AM2/AM2+/AM3)
High-End Gaming Konfiguration - Intel - ca. 850 €
Für das genussvolle Spielen in sehr guter Grafikpracht. Für die ganzen Intel Liebhaber
Geizhals.at/de/ Wunschliste: Hier
CPU: Intel Core i5-750, 4x 2.67GHz, boxed
Mainboard: MSI P55-CD53, P55
Arbeitsspeicher: G.Skill RipJaws DIMM Kit 4GB PC3-10667U CL9-9-9-24
Grafikkarte: XFX Radeon HD 5850, 1024MB GDDR5, 2x DVI, HDMI, DisplayPort, PCIe 2.0
Netzteil: Be Quiet 530W BQT L7
Festplatte: 500GB Seagate ST3500418AS 7200 16MB 7200 U/min SATA * 2
Laufwerk: LG GH22NS50 SATA Schwarz bulk
Gehäuse: Xigmatek Asgard
CPU-Kühler: Scythe Shuriken Rev.B (Sockel 478/775/1156/1366/754/939/940/AM2/AM2+/AM3)
Mid-End Gaming Konfiguration - ca. 550 €
Für das genussvolle Spielen in guter Grafikpracht
Geizhals.at/de/ Wunschliste: Hier
CPU: AMD Phenom II X4 925, 4x 2.80GHz, boxed
Mainboard: GigaByte GA-770TA-UD3
Arbeitsspeicher: G.Skill DIMM Kit 4GB PC3-10667U CL9-9-9-24 (DDR3-1333)
Grafikkarte: Sapphire Vapor-X Radeon HD 5770, 1024MB GDDR5, 2x DVI, HDMI, DisplayPort, PCIe 2.1, lite retail
Netzteil: Be Quiet 430W BQT L7
Festplatte: 500GB Seagate ST3500418AS 7200 16MB 7200 U/min SATA
Laufwerk: LG GH22NS50 SATA Schwarz bulk
Gehäuse: Xigmatek Asgard
CPU-Kühler: Arctic Cooling Freezer 64 LP (Sockel 754/939/AM2/AM2+/AM3)
Low-End Gaming Konfiguration - ca. 370 €
Für das grafisch nicht ganz so anspruchsvolle Spielen
Geizhals.at/de/ Wunschliste: Hier
CPU: AMD Athlon II X4 630, 4x 2.80GHz, boxed
Mainboard: MSI 770-C45, 770
Arbeitsspeicher: G.Skill DIMM 2GB PC3-10667U CL9-9-9-24 (DDR3-1333)
Grafikkarte: Sapphire Radeon HD 5670, 512MB GDDR5, DVI, HDMI, DisplayPort, PCIe 2.1, lite retail
Netzteil: be quiet Pure Power 350W ATX 2.3
Festplatte: Seagate Barracuda 7200.12 500GB, SATA II
Laufwerk: LG GH22NS50 SATA Schwarz bulk
Gehäuse: Xigmatek Asgard
CPU-Kühler: Bei der CPU dabeiGeändert von Fhynn (14. 04. 2010 um 13:19 Uhr)
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16. 08. 2009, 18:01 #12
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen
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Beispielkonfigurationen - Multimedia
Multimedia ist ein breites Anwendungsgebiet. Die erste Konfiguration ist speziell auf die Adobe Creative Suite ausgerichtet durch die Wahl des Prozessors. Durch die verwendete Core i7 CPU hat man eine nicht zu verachtende Mehrleistung bei der ACS, verglichen mit einem Phenom II. Die Konfiguration richtet sich explizit an Leute, die sowas professionell betreiben / beruflich auf dementsprechende Leistung angewiesen sind.
High-End Multimedia Konfiguration - Intel - Sockel 1366 - ca. 940 €
Für sehr anspruchsvolle, rechenintensive Multimedia arbeiten mit der Adobe Creative Suite. Mit Blu-Ray Brenner und passiver Grafikkarte (nicht zum spielen geeignet)!
Geizhals.at/de/ Wunschliste: Hier
CPU: Intel Core i7-920, 4x 2.67GHz, boxed
Mainboard: ASUS P6T SE, X58
Arbeitsspeicher: Corsair XMS3 DIMM Kit 6GB PC3-10667U CL9-9-9-24
Grafikkarte: MSI N9400GT-MD512H, GeForce 9400 GT, 512MB DDR2, VGA, DVI, HDMI, PCIe 2.0
Netzteil: be quiet Pure Power 430W ATX 2.3
Festplatte: 500GB Seagate ST3500418AS 7200 16MB 7200 U/min SATA
Festplatte: 500GB Seagate ST3500418AS 7200 16MB 7200 U/min SATA
Laufwerk: LG Electronics GH22NS50, SATA, schwarz, bulk
Laufwerk: LG Electronics BH08LS20, SATA, schwarz, bulk
Gehäuse: Xigmatek Asgard
Gehäuse-Lüfter: Noiseblocker NB-BlackSilentFan XL1 Rev. 3.0, 120x120x25mm, 1000rpm, 69m³/h, 13dB
CPU-Kühler: Scythe Mugen 2 (Sockel 478/775/1366/754/939/940/AM2/AM2+/AM3) (SCMG-2000)
High-End Multimedia Konfiguration - Intel - Sockel 1156 - ca. 850 €
Für anspruchsvolle, rechenintensive Multimedia arbeiten. Mit Blu-Ray Brenner und passiver Grafikkarte (nicht zum spielen geeignet)! Alternative zum Sockel 1366 System.
Geizhals.at/de/ Wunschliste: Hier
CPU: Intel Core i5-750, 4x 2.67GHz, boxed
Mainboard: Gigabyte GA-P55A-UD3, P55
Arbeitsspeicher: 2x G.Skill DIMM Kit 4GB PC3-10667U CL9-9-9-24
Grafikkarte: MSI N9400GT-MD512H, GeForce 9400 GT, 512MB DDR2, VGA, DVI, HDMI, PCIe 2.0
Netzteil: be quiet Pure Power 350W ATX 2.3
Festplatte: 500GB Seagate ST3500418AS 7200 16MB 7200 U/min SATA
Festplatte: 500GB Seagate ST3500418AS 7200 16MB 7200 U/min SATA
Laufwerk: LG Electronics GH22NS50, SATA, schwarz, bulk
Laufwerk: LG Electronics BH08LS20, SATA, schwarz, bulk
Gehäuse: Xigmatek Asgard
Gehäuse-Lüfter: Noiseblocker NB-BlackSilentFan XL1 Rev. 3.0, 120x120x25mm, 1000rpm, 69m³/h, 13dB
CPU-Kühler: Scythe Shuriken Rev.B (Sockel 478/775/1156/1366/754/939/940/AM2/AM2+/AM3)
Mid-End Multimedia Konfiguration - ca. 480 €
Für Hobby-Multimediale, die mal ein Filmchen aufnehmen oder Omas Urlaubsfotos bearbeiten wollen.
Geizhals.at/de/ Wunschliste: Hier
CPU: AMD Phenom II X4 945 95W (C3), 4x 3.00GHz, boxed
Mainboard: ASUS M4A785TD-V EVO, 785G
Arbeitsspeicher: G.Skill DIMM Kit 4GB PC3-10667U CL9-9-9-24
Grafikkarte: Auf dem Mainboard integriert (HD4200)
Netzteil: be quiet Pure Power 350W ATX 2.3
Festplatte: 500GB Seagate ST3500418AS 7200 16MB 7200 U/min SATA
Laufwerk: LG Electronics GH22NS50, SATA, schwarz, bulk
Gehäuse: Xigmatek Asgard
Gehäuse-Lüfter: Noiseblocker NB-BlackSilentFan XL1 Rev. 3.0, 120x120x25mm, 1000rpm, 69m³/h, 13dB
CPU-Kühler: Scythe Shuriken Rev.B
Low-End Multimedia Konfiguration - ca. 340 €
Für Hobby-Multimediale, die mal ein Filmchen aufnehmen oder Omas Urlaubsfotos bearbeiten wollen und das möglichst Preisbewusst.
Geizhals.at/de/ Wunschliste: Hier
CPU: AMD Athlon II X4 630, 4x 2.80GHz, boxed
Mainboard: ASUS M4A785TD-V EVO, 785G
Arbeitsspeicher: Kingston ValueRAM DIMM 2GB PC3-10667U CL9
Grafikkarte: Auf dem Mainboard integriert (HD4200)
Netzteil: be quiet Pure Power 300W ATX 2.3
Festplatte: Seagate Barracuda 7200.12 250GB, SATA II
Laufwerk: LG Electronics GH22NS50, SATA, schwarz, bulk
Gehäuse: Xigmatek Asgard
Gehäuse-Lüfter: Noiseblocker NB-BlackSilentFan XL1 Rev. 3.0, 120x120x25mm, 1000rpm, 69m³/h, 13dB
CPU-Kühler: Arctic Cooling Freezer 64 Pro PWMGeändert von Fhynn (14. 04. 2010 um 13:15 Uhr)
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19. 08. 2009, 14:14 #13
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen
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CPU-Kühler
Das hier ist eine kleine Kaufberatung für Leute, die sich einen neuen CPU-Kühler kaufen wollen,
aber bei der großen Auswahl nicht wirklich den Durchblick haben.
Fragen vor dem Kauf:
Passt jeder beliebige Kühler auf meine CPU?
Nein!
Es gibt sehr viele verschiedene Kühler, darunter auch viele, welche nur für einen einzigen Sockel konzipiert sind.
Für den Sockel 1366 gibt es zum Beispiel nich so viele Kühler, was aber daran liegt, dass er noch nicht lange auf dem Markt ist.
Ich habe einen neuen PC mit dem Sockel AM3 kann ich meinen alten AM2-Kühler weiterverwenden?
Ja, AM2- und AM3-Kühler sind vom Sockel her baugleich.
Will ich übertakten?
Was für viele der Hauptgrund zum Wechsel des CPU-Kühlers ist, ist für die anderen nicht relevant.
Will man übertakten, braucht man große schwere Kühler und eine gute Gehäusebelüftung, will man seine CPU einfach nur mit Standardtakt
leise und bei einer gesunden Temperatur betreiben, reicht meist ein kleiner Kühlkörper und
es muss auch nicht zwingend eine gute Belüftung des Gehäuses vorhanden sein.
Wie wichtig ist mir die Lautstärke?
Genau wie das Übertakten für viele der Hauptgrund zum Wechsel: Die Lautstärke!
Fast jeder kennt das Problem: Man will in Ruhe arbeiten oder sich einen Film anschauen,
aber der laute Lüfter der CPU macht einem das ganze zu Nichte.
Hier bietet sich ein (Semi)Passives System, oder eine Wasserkühlung an, dazu später mehr.
Passt mein Wunschkühler in mein Gehäuse?
Es ist sehr schade, wenn man für sein hart erarbeitetes Geld einen teuren Kühler bestellt,
voller Vorrfreude das Päckchen in Empfang nimmt, den Kühler einbaut und dann die Gehäusewand nicht zubekommt, weil er im Weg ist.
Deshalb sollte man immer vorher den Abstand zwischen Mainboard und Gehäusewand abmessen, bevor man sich überhaupt Gedanken um den eigentlichen Kühlkörper macht.
Versperrt der Kühler wichtige Slots am Mainboard(PCIe,PCI oder RAM) oder wird er mit anderen Kühlkorpern kollidieren?
Genau wie so wichtig wie das passende Gehäuse ist der Spielraum auf dem Mainboard.
Der beste Kühler bringt euch nichts, wenn ihr nach seinem Einbau keinen RAM mehr einauen könnt, oder er erst garnicht reinpasst, weil irgendetwas ihm den Weg versperrt.
Deshalb sollte man sich über die Breite und den Abstand vom Kühlerboden bis zum Mainboard informieren und nachmessen.
Der Kühlerkauf:
Hat man alle vorherigen Schritte beachtet, kann man sich nun über ein passendes Modell informieren.
Hier ein paar Kauftipps welche in verschiedene Kategorienen eingeteilt sind
Die Angabe der Maße sind immer in der Reihenfolge BxHxT.
Übertaktung
Will man übertakten, empfielt sich, wie oben beschrieben ein großer Kühlkörper.
Es gibt mehrere Kühler, die eine Empfehlung wert sind.
Man sollte sich je nach Größe des Gehäuses, dem Budget und seinem Sockel entscheiden.
EKL Groß Clockner
Spoiler:
EKL hat zusammen mit dem Scythe Mugen 2, meiner Meinung nach, den Kühler mit dem besten Preis/Leistungs-Verhältnis gemacht.
Seine Maße betragen 83.2x157x125mm, womit er recht handlich ist.
Dazu noch der niedrige Preis von 27 Euro.
Die Kühlleistung ist allerdings schlechter als die vom Scythe Mugen 2, allerdings ist er auch günstiger.
Scythe Mugen 2
Spoiler:
Das schöne an diesem Kühler ist, dass er für alle Sockel geeignet ist und nicht all zu teuer ist.
Das Prachtstück kosten knapp 35 Euro und hat die, leider nicht Traummaße, 130x158x100mm .
Der mitgelieferte Lüfter ist leise, aber für Leute die es (fast) Geräuschlos mögen, möglicherweise nicht genug.
Scythe Orochi Rev. B.
Spoiler:
Er bringt einem noch ein paar Grad weniger als der Mugen, ist aber dafür ein Monster mit den Maßen 120x155x194mm und wiegt stolze 1155g. Der günstigste ist er auch nicht, mit knapp 50 Euro befindet er sich sogar in der oberen Preiskategorie. Man sollte zudem noch 10 Euro für einen anständigen Lüfter mit einplanen, da der mitgelieferte mit nur 500rpm leider nicht viel Luft schaufelt, dafür aber sehr leise ist.
Scythe Yasya
Spoiler:
Der Nachfolger des Mugen, welcher nicht nur vom Design her, sondern auch von der Leistung ein wenig besser ist.
Bis zu sagenhaften 2% mehr Kühlleistung hat Scythe beim Yasya herausgeholt.
Thermalright IFX-14
Spoiler:
Ein Kühler der gut kühlt, gleichzeitig aber nicht so klobig wirkt und auch in Gehäusen mit Fenster einen guten Eindruck macht. Ein Zusatztlüfter muss dazu bestellt werden. Allerdings ist auch noch ein hochwertiger, sogenannter Backside-Kühlkörper beigelegt, welcher mit dem Kühler über eine Heatpipe verbunden, hinter dem Mainboard angebracht wird, und so noch einiges an Wärme ableitet.
Noctua NH-U12P.
Spoiler:
Ein Sehr guter Kühler, bei dem sich die Lüfter bereits im Lieferumfang befinden.
Die beigelegten Lüfter sind fast geräuschlos und nur aus nächster Nähe warzunehmen.
Das alles hat seinen Preis: ca.50 Euro kostet das Schmuckstück.
Leider werden nicht sehr viele Sockel unterstützt und bei einem Gehäuse mit Fenster, wirken die braunen Lüfter nicht wirklich gut.
Noctua NH-D14
Spoiler:
Der absolute Spitzenkühler, allerdings auch übertrieben teuer. Der Noctua D14 steckt alle anderen (unmodifizierten) Kühler in die Tasche - versagt aber eindeutig beim Preis. Ein IFX-14 von Thermalright ist, sofern plangeschliffen, ungefähr gleichstark bzw. lediglich minimal schlechter, dafür aber eine ganze Ecke günstiger. Der D14 punktet vor allem mit seiner Kompatiblität zu allen aktuellen Sockeln und dem beigelegtem Kühler. Der D14 ist ganz klar für hohes Overclocking zu empfehlen, wenn man keine Wasserkühlung verwenden mag. Andernfalls lohnt es sich Preis-/Leistungstechnisch nicht.
Leise, kein Overclocking, günstig
Für Leute, die ihre CPU nicht, oder nur wenig übertakten wollen, sondern es einfach nur leise und günstig wünschen, denen seien folgende Kühler ans Herz gelegt:
Scythe Shuriken
Spoiler:
Er ist mit ca. 20 Euro etwas teurer als die anderen, ist dafür aber sehr flach und leise, womit er in jedes Gehäuse passt.
Der Shuriken ist eine bewährte Low-Budget Lösung vor dem Arctic Freezer. Es gibt ihn auch noch in einer BIG Version, welche noch ein wenig stärker kühlt.
Seine Maße : 105x64x116mm.
Er ist zudem mit um die 350g sehr leicht.
Arctic Cooling Freezer 64 Pro
Spoiler:
Ein sehr günstiger und relativ leiser Kühler, mit dem sogar noch ein paar MHz drin sind.
Der Kühler passt nur auf AMD-Sockel, doch es gibt ihn auch baugleich, aber ein Bisschen teuer für Intel-CPUS unter dem Namen Freezer 7 Pro.
Beide haben die Maße 107x126.5x96.5mm.
Einziges Manko bei beiden: die Lüfter sind nicht austauschbar.
CoolerMaster Hyper TX3
Spoiler:
Er hat sehr viel Ähnlichkeit mit dem oben genannten Freezer, weshalb er warscheinlich auch so gut ist.
Im Idle unhörbar und unter Last leicht hörbar.
Seine Maße sind 123.7x136.5x108.3mm.
OCZ Vanquisher
Spoiler:
Er ist bis 60% der maximalen Umdrehungen angenehm leise.
Darüber ist er störend, aber wenn man nicht übertaktet, wird er nie so hoch aufdrehen.
Auch hier ist die Montage eines anderen Lüfters nicht möglich.
Seine Maße sind 110x140x72mm.
Geändert von Destruktoierer (05. 04. 2010 um 14:12 Uhr) Grund: Korrektur
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20. 08. 2009, 13:30 #14
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen
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Die Wahl des richtigen Netzteils
Die meisten Anwender unterschätzen oft die Notwendigkeit eines vernünftigen Netzteils. Bei der Verwendung eines Billignetzteiles, folgt oft das Durchbrennen von diesem, oder in vielen Fällen sogar Beschädigung an der anderen Hardware. Was lernen wir daraus? Wenn ihr nicht wollt, dass euer System in die Luft geht, kauft euch ein ordentliches Netzteil.
Ein gutes 400-Watt Netzteil ist in der Regel wesentlich Leistungsstärker als ein günstiges 750-Watt No-Name Netzteil. Es kommt nämlich nicht nur auf die Watt Anzahl an, welche aufgedruckt ist, sondern auf die Leistung die auf den 5-V und 12-V Schienen liegt.
Für ein normales Standard System mit einer guten Gaming-Grafikkarte, einer 4-Kern CPU, 4 GB Arbeitsspeicher und diversen Laufwerken sowie Lüftern reichen grundsätzlich 500W. In einem Crossfire oder SLI Verbund sollte man mindestens zu 600-650 Watt greifen. Dabei sollte man allerdings auf die Menge an 6-/8-Pin Steckern für die Grafikkarte achten, einige Modelle benötigen 2 Stromstecker (bei SLI/CF werden demzufolge 4 Stück benötigt). Das hantieren mit Adaptern ist grundsätzlich nicht verkehrt, es erhöht nur den Kabelsalat ungemein. Außerdem setzt der Dual4 Pin auf 6Pin PCI-E Adapter 2 freie Molex Stecker voraus - auch sollten unterschiedliche Kabelstränge genutzt werden für höchstmögliche Leistung.
Beachten sollte man auch den Wirkungsgrad eines Netzteils. Jener ist bei nahezu voller Auslastung (üblich: 80%) am effektivsten. Daher bringt es wenig, ein völlig überdimensioniertes Netzteil zu nutzen.
Achtet auf die Kompatibilität! Für aktuelle Systeme sollte man auf ATX 2.3 Netzteile setzen - diese bieten die heute erforderlichen Anschlüsse. Ratsam ist ein Modell mit Active PFC (Power Factor Correction), welches einen höheren Wirkungsgrad impliziert.
Bei der Anschaffung des Netzteils sollte man auch vorher wissen, was genau benötigt wird. Netzteile mit Kabelmanagement sind was die Kabelmengen im Gehäuse angeht, natürlich sehr flexibel. Durch abnehmen nicht genutzter Kabel kann der Luftstrom unter Umständen wesentlich verbessert werden. Es gibt Netzteile mit aktiver sowie passiver Kühlung, verschiedene Lautstärken, Beleuchtungsfunktionen etc.
PowerSuplyCalculator
Für die Menschen, die sich nicht davon überzeugen lassen wollen, dass 700W bei einer HD5870 und einem handelsüblichen Quad-Core maßlos überzogen sind:
PowerSuplyCalculator
Allgemeine Kriterien zur Auswahl:
- Wirkungsgrad
- Ampere auf der 12-V Leitung
- Leistung
- Steckeranschlüsse
- Aktuelle Sicherheitsmaßnahmen
- PFC
Sekundäre Kriterien zur Auswahl:
- Lautstärke
- Optik
Allgemeine Marken / Modell Empfehlungen ohne Kabelmanagement:
Spoiler:
Allgemeine Marken / Modell Empfehlungen mit Kabelmanagement:
Spoiler:
Es gibt sicher noch wesentlich mehr effektive und stabile Netzteile, nur würde die Liste dann stark unübersichtlich werden. Aufgelistet sind lediglich die Standard Empfehlungen.Geändert von Fhynn (01. 05. 2010 um 14:15 Uhr)
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25. 09. 2009, 23:17 #15
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen - README!
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Festplatten & SSDs
Die Festplatte, auch mit HDD (Hard Disk Drive) abgekürzt, ist die Komponente des PCs, auf der die gesamten Daten samt Betriebssystem gespeichert werden.
Zuerst ein paar Grundlagen zum Thema Festplatten
Der Speicherplatz
Der Speicherplatz einer Festplatte wird angegeben in Bits, Bytes, Kilobytes, Megabytes, Gigabytes und Terrabytes.
Darüber folgen noch größere Anzahlen von Bytes, jedoch ist man heutzutage noch nicht im Stande, eine Festplatte mit so viel Speicherplatz herzustellen.
Hier eine Tabelle mit den Einheiten, in die jeweils andere umgerechnet:
Spoiler:
1 Byte = 8 Bit
1 KB = 1024 Byte = 8192 Bit
1 MB = 1024 KB = 1048576 Byte
1 GB = 1024 MB = 1048576 KB = 1073741824 Byte
1 TB = 1024 GB = 1048576 MB = 1073741824 KB
Wenn ihr euch fragt, warum ihr nicht die volle, vom Hersteller angepriesene Kapazität habt, hier eine Erklärung der ganzen Sache:
Für das Betriebssystem sind 1MB = 1024KB.
Die Hersteller der HDDs sagen 1MB = 1000KB.
Je nach Größe der Festplatte, fällt also mehr, für euch nutzbarer, Speicherplatz weg.
Dankeschön an dillan-caine
Der Cache
Als Cache bezeichnet man den Zwischenspeicher der HDD, auch Puffer genannt, in dem Inhalte, die schoneinmal vorlagen, kurzfristig gespeichert werden.
Mehr Cache macht sich vorallem beim Kopieren von Dateien bemerkbar.
Die Drehzahl
Die Drehzahl gibt an, mit welcher Geschwindigkeit sich die Platten im Inneren der HDD drehen.
Die Drehzahl wir immer in Umdrehungen pro Minute (rpm > Rounds per minute) angegeben.
Man kann sich merken:
Mehr Umdrehungen pro Minute > schneller > lauter > mehr Stromverbrauch > mehr Abwärme.
Ein gutes Mittelding sind 7200rpm, nicht langsam, meistens leise, keine Vibration und nicht zu heiß.
Weniger sollte eine Platte eigentlich nicht vorweisen, da der Geschwindigkeitsunterschied zu groß ist, um hier zu sparen.
Schnittstellen
Heutzutage verwenden die meisten PCs die Serial-ATA (S-ATA) Schnittstelle, die im Gegensatz zum Vorgänger ATA (IDE) höhere, mögliche Datendurchsätze und das Auswechseln im laufenden Betrieb möglich macht.
Wer noch einen alten PC ohne S-ATA Anschluss auf dem Mainboard besitzt, aber dennoch auf S-ATA umsteigen will, der kommt um eine Controllerkarte für den PCI, oder PCIeX1-Slot nicht herum.
Die Zugriffszeit
Mit der Zugriffszeit bezeichnet man die durchschnittliche Zeit in ms, die die Festplatte für den Zugriff, oder das Schreiben auf einen zufälligen Festplattensektor benötigt, je niedriger dieser Wert, desto besser.
Die Größe (in ")
Die Zollangabe steht für die Größe der Festplatten, es gibt sie in den Größen:
3,5"
Spoiler:
Die gängigste, am häufigsten in Desktop PCs zu findene Größe.
Drehzahlbereich: Alles von 5400 bis 15000rpm ist hier vorzufinden.
2,5"Spoiler:
Meistens in Notebooks vorzufinden.
Der Drehzahlbereich geht hier bis in die 10000, wobei diese meist ein paar Milimeter zu hoch sind um in Notebooks zu passen und in diesen auch zu heiß werden.
1,8"
Spoiler:
HDDs dieser Größe sind eher selten und haben meist eine geringe Drehzahl von 5400rpm oder noch tiefer, weshalb sie eher nicht zu empfehlen sind.
Die SSD
Die SSD (Engl. Solid State Drive) besitzt im Gegensatz zur normalen HDD keine mechanischen Platten, sondern ist ein reines Flashmedium, welches einen geringeren Energieverbrauch, als auch geringere Zugriffszeiten bietet.
Allerdings hinkt sie der HDD mit der Kapazität stark hinterher und der Preis ist unangemessen hoch.
Sie lohnt sich deshalb momentan nur für Leute, die den ein oder anderen Euro übrig haben und sich an einer geringeren Bootzeit erfreuen wollen.
Kaufberatung
HDDs
Western Digital Caviar Black
Spoiler:
Die Western Digital Caviar Black Serie dürften mitunter zu den stärksten, sprich schnellsten, Festplatten im Bereich von 3,5" und mit 7.200 U/Min sein. Grundsätzlich ist Western Digital sowieso empfehlenswert, ob sich der Aufpreis zu einer Caviar Blue rentiert muss jeder für sich selber entscheiden.
Samsung Spinpoint F3
Spoiler:
Nach der Misere mit der Samsung F1 (betreffend vor allem der Rücklaufquote) muss ebenfalls jeder selber entscheiden, ob er das Risiko eingeht, dass es das gleiche Phänomen auch bei der F3 geben könnte. Die F3 ist definitiv eine starke Festplatte.
Seagate Barracuda 7200.12
Spoiler:
Der Standardtipp hier, da die Seagate .12 Serie, eher erschienen als die F3 Reihe, durch Geschwindigkeit und Preis hervorsticht. Sie ist etwas langsamer. Ob man das Risiko eingehen möchte, das es wieder so ein Debakel wie mit der .11 Reihe (Firmware Bug) geben könnte, muss auch hier jeder selber entscheiden.
Western Digital Caviar Blue
Spoiler:
Der letzte Kandidat der empfehlenswerten HDDs und trotzdem nicht schlechter als die vorherigen genannten. Ein solides Preis-/Leistungsverhältnis, nur langsamer als die F3/.12/Black.
Grundsätzlich kann man sagen, Western Digital, Seagate, Samsung sind alles empfehlenswerte Hersteller. Montagsproduktionen bzw. Probleme hat jeder Hersteller schon mal gehabt, daran kann man seine Wahl nur bedingt festmachen. Allerdings: Finger weg, sofern als Systemfestplatte vorgesehen, von jeglichen Eco, Green oder 5900 U/Min Festplatten.
SSDs
SSDs, also Festplatten, die aus Halbleitern ohne jegliche mechanische Innereien bestehen, eignen sich für Leute, die viel Geld übrig haben.
Da SSDs (Im bezahlbaren Bereich, 1000GB kosten 3000€) eine geringere Kapazität besitzen, als ihre größeren Schwestern, eignen sie sich nur als Systemplatte um darauf das Betriebssystem und eventuell einige Programme zu installieren.
Sie sind vorallem beim Lesen schneller als HDDs, weshalb sie sich dafür also perfekt eignen.
3 SSDs gegen eine Highspeed HDD
Hier SSD Empfehlungen:
Intel X25-M/E
Spoiler:
Intel SSDs sind mit Abstand die schnellsten, aber auch teuersten SSDs.
Im Lesen übertrifft sie die WD Raptor, eine überdurchschnittlich schnelle HDD mit 10000rpm, um satte 149%.
Beim Schreiben ist sie jedoch 22% langsamer.
Mushkin Europe 2 Serie
Spoiler:
Eine weitere Empfehlung spreche ich für die Mushkin SSDs aus. Langsamer zwar als die Intel X25, allerdings auch günstiger und immer noch schneller als eine handelsübliche HDD.
Corsair P Serie
Spoiler:
Ebenfalls langsamer als die Intel, aber auch sehr gut.
Externe Platten
Folgt nochGeändert von Destruktoierer (26. 05. 2010 um 20:25 Uhr)
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27. 09. 2009, 12:18 #16
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen - README!
http://wolfgang-kayser.de/Fhynn/faq/banner/13.jpg
Mainboard, Motherboard, Hauptplatine
Die Hauptplatine, oder auf Englisch auch Motherboard bzw. Mainboard, ist der zentrale Punkt in Ihrem Rechner. Auf der Hauptplatine befindet sich die gesamte Steuerungslogik, dass heißt der Prozessor auf einem speziellen Sockel und der Hauptspeicher. Gegebenenfalls befinden sich auf dem Mainboard auch die so genannten Cache-Speicher-Chips, sofern nicht in der CPU befindlich. Mittlerweile ist es aber Standard, dass der Cache im Prozessor steckt.
Schnittstellen:
- PS/2 Schnittstelle für den Anschluss von Maus bzw. Tastatur - zu Zeiten von USB zwar immer noch vorhanden, aber eigentlich so gut wie gar nicht mehr in Verwendung
- USB Anschluss für Peripheriegeräte mit USB Anschluss (Maus, Tastatur, USB-Stick...)
- Anschlüsse für Boxen/Kopfhörer, wenn onBoard Soundkarte, welche eigentlich jedes neuartige Mainboard heutzutage hat - großteils auch schon mit 7.1
- Netzwerk Schnittstelle für LAN-Kabel
- VGA Schnittstelle zur analogen Bildübertragung zwischen Grafikkarte und Anzeigegerät - nur bei OnBoard Grafikkarten
- DVI (Digital Visual Interface) Schnittstelle zur Übertragung von Videodaten - nur bei OnBoard Grafikkarten
- HDMI (High Definition Multimedia Interface) Schnittstelle zur volldigitalen Übertragung von Audio- und Videodaten - nur bei OnBoard Grafikkarten
- Bluetooth Funk-Lan Schnittstelle für Bluetooth Verbindung mit anderem BT- fähigem Gerät
- IrDA Schnittstelle für Infrarot Verbindung mit anderem IrDA- fähigem Gerät
Auf der Hauptplatine werden jegliche Komponenten miteinander verbunden. Dies geschieht durch die Verwendung der einzelnen Steckplätze.
Eine Sockelübersicht:
Spoiler:
Gegebenenfalls sind bei Abwärtskompatiblen CPUs BIOS Updates notwendig! Vorher nachforschen bevor es zur Ernüchterung kommt.
Geordnet nach Aktualität / Erscheinungsdatum
AMD:
Sockel AM3 - Für AM3 CPUs (Phenom II, Athlon II, Sempron) und DDR3 Speicher (Dual Channel Unterstützung)
Sockel AM2+ - Für AM2, AM2+, AM3 CPUs (Phenom II, Phenom I, Athlon II, Athlon64, Sempron, Sempron 64 [...]) und DDR2 Speicher
Sockel AM2 - Für AM2, AM2+ CPUs (Athlon 64, Athlon 64 X2, Sempron 64, Athlon X2 [...]) und DDR2 Speicher
Sockel 939 - Für S939 CPUs (Athlon 64) und DDR Speicher
Sockel 754 - Für S754 CPUs (Athlon 64, Sempron 64) und DDR Speicher
Sockel A - Für S462 / Sockel A CPUs und DDR Speicher
Intel:
Sockel 1156 - Für S1156 CPUs (Core-i5, spezielle Core-i7) und DDR3 Speicher (Dual Channel Unterstützung)
Sockel 1366 - Für S1366 CPUs (Core-i7) und DDR3 Speicher (Tripple Channel Unterstützung)
Sockel 775 - Für S775 CPUs (Core2Duo, Core2Quad, Celeron, Pentium 4, Pentium Dual Core) und je nach Mainboard DDR, DDR2 oder DDR3
Sockel 478 - Für S478 CPUs (Pentium 4, Celeron, Celeron-D) und je nach Mainboard DDR oder DDR2
Eine Chipsatzübersicht:
Intel, Sockel 1156:
http://wolfgang-kayser.de/Fhynn/faq/...tel%201156.jpg
Intel, Sockel 1366:
X58, DDR3 Tripple Channel, bis zu Quad Crossfire/SLI mgl.
AMD, Sockel AM3, AM2+:
http://wolfgang-kayser.de/Fhynn/faq/...AMD%20AM23.jpg
Komponenten:
- CPU Sockel, Sockel auf welchem die CPU gesetzt wird, es gibt verschiedene Sockelarten. Nicht jede CPU passt auf jeden Sockel.
- Chipsatz, Northbridge und Southbridge
- RAM Sockel, für Arbeitsspeicher. Standard sind 4 (bei 1366 Mainboards 6) Steckplätze
- AGP Slot für AGP Grafikkarten, allerdings mittlerweile nicht mehr aktuell. Wurde abgelöst vom PCI-Express Slot.
- BIOS-Chip, so genannter FLASH-Rom welcher das BIOS beinhaltet.
- Super I/O-Chip, welcher zuständig ist für serielle Schnittstellen, PS/2 Ports und Infrarot.
- PCI Slots sind für Erweiterungskarten gedacht, wie Netzwerkkarten, Soundkarten etc. Allerdings wird dieser Standard auch derzeit so langsam von PCI-Express Slots abgelöst.
- ATX Anschluss, dort wird das Netzteil für die Stromversorgung angeschlossen.
- Floppy Anschluss für Diskettenlaufwerke, noch immer fast auf jedem Mainboard vorhanden
- P-ATA / IDE Anschlüsse sind Anschlüsse für optische Laufwerke, sprich Brenner, CD-Laufwerk oder Festplatten. Pro Kanal können zwei Geräte angeschlossen werden. Mittlerweile nur noch 1 Anschluss pro Mainboard vorhanden (= 2 Geräte).
- S-ATA Anschluss für den Anschluss von optischen Laufwerken und Festplatten, hat P-ATA / IDE ersetzt. Kein Master/Slave mehr notwendig.
- Diverse Anschlüsse wie Reset-Taste, Standby-Knopf und LEDs.
OnBoard Lösungen
So gut wie jedes Mainboard hat heutzutage 2 Dinge onBoard vorliegen - die Soundkarte und die Netzwerkkarte. Während früher noch externe Sound- sowie Netzwerkkarten benötigt wurden, ist das heute nicht mehr notwendig - möglich aber noch immer. Grundsätzlich reicht die onBoard Soundkarte vollkommen aus, lediglich für Audiophile oder wenn man mit Musik arbeitet, ist es empfehlenswert sich eine optionale Soundkarte zu holen.
Die Netzwerkkarte reicht in allen Belangen vollkommen aus. Zwar gibt es diverse PCI Erweiterungskarten, wo mit niedrigeren Pings beim spielen im Netzwerk geworben wird, allerdings sind die Karten den Preis einfach nicht wert. Sinn der Karte ist es, die CPU zu entlasten - allerdings ist das in Zeiten von Quad-Cores ziemlicher Unsinn, gerade wenn man sich die Kosten anguckt.
Folgen noch die onBoard Grafiklösungen. Die sprechen vorallem Nutzer von Office PCs und HTPC Nutzer an, die Leistung der aktuellen (ATI: HD4200, Nvidia: GeForce 8300) onBoard Lösungen reichen in allen Belangen für die Wiedergabe von HD Material bzw. auch zum normalen Arbeiten mit Office Programmen und Co. Lediglich die 3D Funktionalität, sprich Spiele, ist alles andere als überragend. Zwar ist es möglich mit den Karten auch aktuellere Titel zu spielen, allerdings muss man auf sehr viele Details verzichten (Schatten, Spiegelungen, Texturdichte, Sichtweite).
Kaufempfehlung Mainboards
Empfehlungen für AM3 Mainboards, ATX Format, ohne onBoard Grafikkarte - sortiert nach Preis:
Spoiler:
- MSI 770-C45, 770 - Einsteiger Mainboard, Technische Spezifikationen im Link.
- GigaByte GA-770TA-UD3 - Neue Version vom UD3P, jetzt auch mit USB 3.0 und S-ATA 6G. Technische Spezifikationen im Link.
- DFI LANparty DK 790FXB-M3H5, 790FX - Sehr gutes Übertakter Mainboard, Tripple Crossfire möglich. Technische Spezifikationen im Link.
- ASUS Crosshair III Formula, 790FX - Solides, ordentliches Mainboard, Crossfire. Technische Spezifikationen im Link.
Empfehlungen für AM3 Mainboards, mATX Format, mit onBoard Grafikkarte - sortiert nach Preis:
Spoiler:
- MSI 785GM-E51, 785G - Preisgünstiges mATX Mainboard mit HD4200. Technische Spezifikationen im Link.
- Gigabyte GA-MA785GMT-UD2H, 785G - mATX Mainboard mit HD4200. Technische Spezifikationen im Link.
- ASUS M4A785TD-M EVO, 785G - Standardtipp, gute Verarbeitung, mATX mit HD4200. Technische Spezifikationen im Link.
Empfehlungen für 1156 Mainboards, ATX Format, ohne onBoard Grafikkarte - sortiert nach Preis:
Spoiler:
- MSI P55-CD53, P55 - Einsteigerboard. Technische Spezifikationen im Link.
- Gigabyte GA-P55A-UD3, P55 - Mittelklasse. Nachfolger vom UD3R. Mit USB 3.0 und S-ATA 6G. Technische Spezifikationen im Link.
- DFI DK P55 T3eH9, P55 - Übertakter Mainboard. SLI und Crossfire tauglich, leider keine optimale Anbindung. Technische Spezifikationen im Link.
- ASUS Maximus III Formula, P55 - Klassiker - die Maximus Serie von ASUS in der 3. Version. 3-Way SLI und Crossfire, leider nicht gerade mit atemberaubender Anbindung. Spezifikationen im Link.
Empfehlungen für 1366 Mainboards, ATX Format, ohne onBoard Grafikkarte - sortiert nach Preis:
Spoiler:
- ASUS P6T SE, X58 - Einsteigerboard. Technische Spezifikationen im Link.
- DFI LANparty UT X58-T3eH8, X58 - Bunt, bunter, DFI. Ordentliches OC Potentzial. Crossfire und 3-Way SLI. Technische Spezifikationen im Link.
- Gigabyte GA-X58A-UD3R, X58 - Mittelklasse mit USB 3.0 und S-ATA 6G, SLI/CF mit x16, Three Way nur mit x16/x8/x8. Technische Spezifikationen im Link.
- MSI Eclipse Plus, X58 - Quad Crossfire & Quad SLI - Anbindung der 4. Grafikkarte allerdings suboptimal. Technische Spezifikationen im Link.
- EVGA X58 SLI Classified 4-Way SLI, X58 - Quad SLI/Crossfire mit je x16 Lanes. Absolutes Top Mainboard, aber auch sehr teuer - und weder USB 3.0 noch S-ATA 6G. Technische Spezifikationen im Link.
Für den Sockel 775 gibt es keine Vorschläge mehr, da einfach zu alt. AM2+ folgt vielleicht noch, allerdings dürfte es kostentechnisch keinen großen Unterschied mehr machen zwischen AM3 (+ DDR3) und AM2+ (+ DDR2). Von der Aktualität mal abgesehen.
Die Boards sind nur grobe Empfehlungen, es gibt weitaus mehr. Jeder muss selber wissen, wieviele S-ATA Anschlüsse etc. er benötigt und welche zusätzlichen Features ihm wichtig sind. Jemand, der kein OC betreibt und auch kein Interesse an Crossfire / SLI hat, wird kaum auf ein DFI Board zurückgreifen, da reicht ein günstiges von MSI / Gigabyte. Firmenmässig kann man beruhigt zu ASUS, DFI, EVGA, Gigabyte, MSI greifen. Gegebenenfalls Tests wälzen!Geändert von Fhynn (13. 02. 2010 um 15:54 Uhr)
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28. 09. 2009, 05:33 #17
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen - README!
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CPU (Central Processing Unit)
Die CPU ist im Endeffekt mit das Herzstück des Computers. Neben der Grafikkarte ist die CPU die in Sachen Leistung ausschlaggebendste Komponente. Man kann die CPU mit dem Motor eines Autos vergleichen: Ist der Motor schlecht, fährt das Auto lahm und hat einen hohen Verbrauch. Viele Spiele sind mittlerweile sehr CPU lastig, prominentes Beispiel: GTA IV. Eine sinnvolle Kombination aus CPU und Grafikkarte ist notwendig, damit es nicht zu einem Flaschenhalssystem kommt und eine der Komponenten ihre Leistung nicht voll ausschöpfen kann.
Mehrkernprozessoren
Die Entwicklung zeigt: Mehrkernprozessoren sind im Gaming Bereich nicht mehr wegzudenken. Angefangen hat dieser "Hype" mit Intels Q6600, einem Vierkern Prozessor mit 4x 2,4 GHz Leistung. Zu erscheinen dieser CPU war noch gar nicht so klar, dass immer mehr Spiele auf Mehrkern Prozessoren ausgelegt wurden und ein Dual-Core wurde stellenweise einem Quad-Core vorgezogen. Blickt man allerdings heute auf die Spieleindustrie, kann man einen Quad-Core nicht mehr wegdenken. Der Trend geht eindeutig Richtung Multicore Support.
Für den Heimanwender, der nur ein wenig im Internet surft und mal die ein oder andere Runde in Word einen Brief tippt bzw. generell mit Office Programmen arbeitet, reicht die Leistung eines Zweikern Prozessors mehr als aus.
Für den Spieler, jener, der Crysis in vollen Zügen genießen möchte, ist ein Vierkern Prozessor Pflicht.
Was heißt den jetzt eigentlich Quad-Core bzw. Vierkern Prozessor? 4 x 2,4 GHz = 9,6 GHz?
Auf gar keinen Fall. Zwar wird jene "Rechnung" bevorzugt bei eBay und Co eingesetzt, allerdings ist es ziemlicher schwachsinn und absolut realitätsfern. Es bedeutet, dass der Prozessor 2.400.000x in der Sekunde einen Stromstoß bekommt, wobei er jedes mal eine Rechenoperation durchführt. Erwähnter Prozessor rechnet also mit fast zweieinhalbmilliarden (! man stelle sich das mal vor...) mal in der Sekunde. Auch wenn er 4 Kerne hat, wird der Prozessor immer noch 2,4 Milliarden mal in der Sekunde angesprochen, man hat nur 4 Kerne zur Verfügung stehen. Also sind 4 Rechenintensive Programme ohne Performance Einbuße möglich, parallel, aber die Rechenarbeit kann nicht einfach auf 4 Kerne verteilt werden. Als Beispiel:
2 Städte werden mit 4 Bahngleisen anstelle von einem Bahngleis verbunden. Jeder Zug ist immer noch genau so schnell wie mit einem Gleis, nur es können 4 Züge parallel fahren bzw. auf ein mal. Dazu muss die Anwendung Multitaskingfähig sein (so wie Frauen ... ), dass heißt jeder Kern bekommt einen anderen Teil der Arbeit zugewiesen.
Daraus folgt: Die typische eBay Beschreibung (9,6 GHz) ist einfach falsch.
Boxed oder Tray, dass ist hier die Frage...
Boxed CPUs zeichnen sich dadurch aus, dass man einen hübschen Pappkarton inklusive einem Kühler geliefert bekommt, samt Garantiebestimmungen in Broschürenform. Eine Tray CPU kommt in einer behelfsmässigen Plastikverpackung ohne jegliches Zubehör. Vor nicht mal alzu langer Zeit war es noch möglich, dass man, wenn man eine Tray CPU gekauft hat, einfach B-Ware bzw. Rückläufer bekommen hat - konnte man ja sowieso nicht überprüfen. Alles was per Fernabsatzgesetz zurückkommt, schmeisst man ja nicht weg. Wenn dem Nutzer die Übertaktungsmöglichkeiten nicht zugesagt haben, zurück an den Händler damit und er konnte dann sehen wohin damit ... also ab dem nächsten Kunden in den Rechner bauen. Wird heute nicht großartig anders sein - außerdem sind Boxed CPUs mittlerweile großteils sogar billiger als Trays - will halt keiner mehr haben, warum nur?
Kerne freischalten (AMD)
Es ist bekannt, dass AMD aufgrund von gelegentlichen Produktionsmängeln oder defekten ihre eigentlichen 4-Kern CPUs kastriert und einfach die Kerne deaktiviert - obwohl sie in großen Teilen voll funktionstüchtig sind. So kann man mit etwas Glück einen Phenom II X2 550 in der Black Edition in einen Vier-Kern Prozessor verwandeln. Das ganze funktioniert aber nur wenn das Mainboard die so genannte ACC (Advanced Clock Calibration) Funktion unterstützt. Stellt man diese auf "All Cores" oder "Hybrid" - kann man entweder Glück oder Pech haben. Entweder der 3. oder 4. oder gar beide Kerne laufen, man hebt die Spannung ein wenig an und hat einen Vierkern Prozessor für wenig Geld - oder das ganze System wird instabil da die Kerne defekt sind. Da hilft dann nur noch ein CMOS Reset und das ganze ruhen lassen. Aber: Auch wenn es im ersten Moment problemlos läuft ist das keine Garantie dafür, dass der aktivierte Kern auch fehlerlos ist. Unbedingt Stabilitätstests machen. Eure Garantie ist dann natürlich ebenso weg, wie beim übertakten - insofern muss jeder selbst abwiegen ob er das Risiko eingehen möchte.
Was ist ein Stepping
Ein Stepping gibt mehr oder minder die Revision der CPU an. Nehmen wir mal den AMD Phenom II 965. In der "alten" Version hatte der noch eine TDP von 140W und das C2 Stepping. Er hat viel Strom gefressen, viel Abwärme erzeugt und hatte Probleme mit der Vollbestückung (alle RAM Bänke belegt) - es kam zu Abstürzen, Bluescreens, etc.. AMD brachte dann das C3 Stepping, praktisch den Phenom II 965 in einer neuen Version. Dies mal mit einer TDP von 125W und dem C3 Stepping. Der Bug mit der Vollbestückung wurde beseitig, die Übertaktbarkeit noch ein wenig gesteigert.
Intel haben bei ihren Sockel 775 CPUs gerade im Bereich der Q6600/Q9550 verschiedene Steppings rausgebracht, welche unter anderem auch die Übertaktbarkeit verbessert haben. Da hat jeder darauf geachtet, einen Q9550 im E0 Stepping zu bekommen - geringerer Stromverbrauch, bessere OC Möglichkeiten. Aktuell ist der i7-920. Den gibt es im D0 Stepping und im C0 Stepping. Das D0 Stepping ist die aktuellste Version des 920 und auch hier wurde die Übertaktbarkeit gesteigert.
Generell weisen die verschiedenen Steppings u.A. auf Verringerungen des Stromverbrauchs, bessere Übertaktbarkeit und das beseitigen kleinerer Bugs hin. AMD geht hier nach Zahlen vor (C2 -> C3), im Zweifel greift man also zu der höheren Zahl. Intel macht das ganze alphabetisch (C0 -> D0).
Lieferumfang:
Boxed: Mit Originalverpackung, Kühler, Garantiebestimmungen.
Tray: Nackt.
Garantiebestimmungen:
AMD Tray: Klick & Read
AMD Boxed: 3 Jahre
Intel Tray: Klick & Read
Intel Boxed: 3 Jahre
Kaufempfehlungen
AMD Prozessoren:
Spoiler:
High-End Segment:
AMD Phenom II X4 965 Black Edition 125W, 4x 3.40GHz, boxed - Übertakter CPU und AMDs aktuelles Flagschiff
AMD Phenom II X4 955 Black Edition, 4x 3.20GHz, boxed - Übertaktbar, aber weniger lohnend als der 965.
AMD Phenom II X4 945 95W, 4x 3.00GHz, boxed - Stromsparender und dadurch weniger Abwärme. Alternative für alle, die nicht übertakten wollen.
Mid-End Segment:
AMD Phenom II X3 720 Black Edition 3x 2.80GHz, boxed - Tripple Core mit freiem Multiplikator, beste Entscheidung im Mittelklasse Bereich.
AMD Phenom II X4 925, 4x 2.80GHz, boxed - Quad-Core, eine Stufe unter dem 945. Teils als Ablösung des X3 720 zu sehen bis die neuen X3 released werden.
AMD Athlon II X4 630, 4x 2.80GHz, boxed - Preisgünstiger Quad-Core, aber durch fehlenden L3 Cache im Gaming einen Rang unter dem X3.
Low-End Segment:
AMD Phenom II X2 550 Black Edition, 2x 3.10GHz, boxed - Starker Zweikerner mit freiem Multiplikator.
AMD Athlon II X2 250, 2x 3.00GHz, boxed - Günstiger und potenter Zweikerner.
AMD Sempron 140, 2.70GHz, boxed - Stromspar CPU mit einem Kern - perfekt für den Office PC der Großeltern
Intel Prozessoren:
Spoiler:
High-End Segment:
Intel Core i7-860, 4x 2.80GHz, boxed - Potenter S1156 Quad-Core, recht teuer, aber gute Leistung.
Intel Core i7-920, 4x 2.67GHz, boxed - Intel S1366 Flagschiff in der bezahlbaren Variante. Perfekt für Multimedia und Übertaktet (D0 Stepping).
Intel Core i7-980X Extreme Edition, 6x 3.33GHz, boxed - Die erste 6-Kern CPU für normale Anwender.
Mid-End Segment:
Intel Core i5-750, 4x 2.67GHz, boxed - Die Antwort auf den Phenom II! Solide, ordentlicher Preis, gute Leistung. Sehr gute Mittelklasse CPU für den Sockel 1156.
Intel Core i5-650, 2x 3.20GHz, boxed - 160€ für einen Zweikerner. Nun ja.
Low-End Segment:
Intel Core i3-530, 2x 2.93GHz, boxed - Mit integrierter Grafikeinheit, dennoch zu teuer. Auch wenn er in 32nm gefertigt ist.
Geändert von Fhynn (14. 04. 2010 um 13:21 Uhr)
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28. 09. 2009, 17:46 #18
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen - README!
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Mäuse und Tastaturen
Die Maus. Der kleine Nager ist einfach wegzudenken, wir klicken tagtäglich einige tausend Mal. Doch worauf genau kommt es jetzt eigentlich an? Erst mal ein wenig theoretischen Input zur Funktionsweise.
Kugelmaus
Ausgestorben, aber historisch wertvoll.
Spoiler:
Öffnet man die optomechanische Maus, so erkennt man zwei wichtige Elemente: die Mikroschalter und die Abgreifzylinder. Die Mikroschalter werden über die Maustasten bedient und reagieren auf Druck. Die Gummikugel leitet die Bewegung der Maus über Abgreifzylinder weiter. Die Aufgabe der Maus besteht nun darin, die Informationen aus Druck und Bewegung in elektrische Signale umzuwandeln. Die Kugel der optomechanische Maus wird durch eine gefederte Rolle an zwei Abgreifzylindern angedrückt, die im rechten Winkel zu einander stehen. Der eine Zylinder überträgt die Bewegungen in Richtung x- der andere in Richtung y-Achse. Jeder Zylinder ist mit jeweils einer kleinen Lochscheibe verbunden, die so gebaut ist, dass sie abwechselnd Licht durchlässt bzw. abschirmt. Vor jeder Lochscheibe befindet sich eine kleine Lichtquelle (Leuchtdiode). Hinter der Lochscheibe ist ein optischer Sensor (je zwei Phototransistoren) angeordnet, der die Bewegung der Lochscheibe über Lichtimpulse erfasst, die durch die Rotation der Lochscheibe entstehen. Die Leuchtdiode sendet einen Lichtstrahl, dieser fällt auf die Lochscheibe. Der optische Sensor besitzt nun zwei Sensorpunkte; diese Tatsache ermöglicht es der Maus sowohl die Bewegung an sich als auch deren Richtung festzustellen... Die Impulse werden nun in Bewegungen entlang der Achsen übertragen. In der Fachliteratur wird beschrieben, dass jeder der beiden Abgreifzylinder mit einem "Digitalisierer" verbunden ist, der die Impulse in eine für die CPU verständliche Sprache, d.h. in 0 bzw. 1 übersetzt. Das ist etwas missverständlich, da dieser kleine Baustein kein Digitalisierer im herkömmlichen Sinn ist, sondern es handelt sich dabei um den eben beschriebenen optischen Sensor, der bei Auftreffen des Lichtstrahls auf eines seiner "Augen" Spannung an einen Microchip weiterleitet, die dort als 0 bzw. 1 interpretiert wird. Die Kommunikation der Maus mit dem Computer erfolgt über einen Gerätetreiber, der entweder in der Systemsoftware bereits integriert ist oder extra geladen werden muß (bei Modernen Gaming Mäusen mit speziellen Funktionen, aber eher bei Lasermäusen...). Die sehr praktischen Scrollräder zwischen den Maustasten entsprechen den Lochscheiben, die auf den Achsen mit den Abgreifzylinder ruhen. Bewegt man das Schrollrad, bewegt man in Wirklichkeit eine gummierte Lochscheibe. Auch hier wird die Bewegung aus dem Zusammenspiel von Leuchtdiode und Phototransistoren erfasst und an den Computer weitergeleitet. Das Geräusch, das man beim Bewegen des Rades vernimmt, kommt durch eine kleine Feder zustande, die auf der Innenseite des Scrollrades entlang rutscht. Sie dient lediglich der akustischen und sensorischen Orientierung der Benutzerin bzw. des Benutzers und soll ihm/ihr das Gefühl der Einheit aus Bewegung des Rades und Hinunterblättern am Bildschirm vermitteln. Anschlussarten: PS2, USB, USB-PS2 Adapter, RS-232-Anschluss.
Quelle: http://board.gulli.com/thread/848229...owledgebase/#8 - Evil Fighter
Optische Maus mit Leuchtdioden
Spoiler:
Die Mausunterlage wird von einer Leuchtdiode (LED) beleuchtet. Das von der Unterlage reflektierte Licht wird mit einer Linse gebündelt und gelangt in die Minikamera des Maussensor-Chips. Die Bildinformation kommt als Graustufenbild in den DSP (Digitaler Signal-Prozessor) des Maussensor-Chips und wird dort zunächst in Geschwindigkeiten umgerechnet. Dann werden aus den Geschwindigkeiten schließlich die Bewegungsdaten für die x- und y "Achsen" berechnet. Diese Maus benötigt kein Mauspad mehr und funktioniert auf fast jeder Oberfläche. Lediglich reflektierende Oberflächen wie Glas oder verspiegelte Oberflächen bereiten dieser Maus Schwierigkeiten. Selbst wenn man die Maus auf einer unebenen Fläche, wie der Innenhand, bewegt, hat sie keinerlei Probleme. Da die optische Maus auf der Unterseite keine mechanischen Teile besitzt, kann sie weniger verschmutzen als eine optomechanische Maus. Allerdings verbraucht sie durch die Beleuchtung, im Vergleich zu einer Kugelmaus "sehr viel" Strom. Anschlussarten: PS2, USB, USB-PS2 Adapter.
Quelle: http://board.gulli.com/thread/848229...owledgebase/#8 - Evil Fighter
Optische Maus mit Laserdioden
Spoiler:
Eine Lasermaus ist eine optische Maus, die zur Beleuchtung der Oberfläche einen Laser verwendet. Dadurch unterscheidet sie sich von herkömmlichen o.g optischen Mäusen, die eine LED als Lichtquelle verwenden. Die Funktionsweise bleibt dieselbe. Vorteile gegenüber einer Kugel bzw. optischen Maus mit Leuchtdioden währen: höhere Genauigkeit, kürzere Reaktionszeit und das beste, sie funktionieren auf glatten Oberflächen wie Spiegeln oder Glas. Anschlussarten: PS2, USB, USB-PS2 Adapter.
Quelle: http://board.gulli.com/thread/848229...owledgebase/#8 - Evil Fighter
Kabellose Mäuse
Spoiler:
Kabellose Mäuse übertragen ihre Informationen nicht mehr durch ein manchmal störendes Mauskabel. Stattdessen werden die Daten von der Maus via Infrarot oder Funk zu einer Basisstation übertragen, die wiederum überträgt das Signal auf klassischem Weg per Kabel, zum Beispiel über die serielle, PS/2 oder über eine USB-Schnittstelle an den Computer. Kabellose Mäuse benötigen eine eigene Stromversorgung, meist über Batterien oder Akkus. Diese führen zu einem höheren Gewicht. Ein weiterer Nachteil ist der regelmäßige Verbrauch von Batterien oder die Notwendigkeit, Akkus nachladen zu müssen. Durch entladene Akkus kommt es zu erhöhten Reaktionszeiten und zu einem "stottern" des Mauszeigers. Sicherheitstechnisch sind Kabellose Mäuse ebenfalls ein Problem, da sie meist relativ leicht abgehört werden können. Zudem haben Kabellose Mäuse im Vergleich zu kabelgebundenen Mäusen, i.d.R. oft eine langsamere Reaktionszeit. Mittlerweile sind auch kabellose Mäuse verfügbar, die keine interne Stromversorgung benötigen, sondern über Induktion von einem speziell mitgelieferten, an einem USB-Anschluss angeschlossenen Mauspad mit Energie versorgt werden. Diese Mauspads sind aber sehr hoch und nicht für den Dauereinsatz zu empfehlen.
Quelle: http://board.gulli.com/thread/848229...owledgebase/#8 - Evil Fighter
Entscheidungshilfe
Eine Bürotippse wird wohl kaum eine 5.000 DPI Maus mit 4-Wege Scrollrad, Gewichten und Macro Aufzeichnung benötigen. Dort reicht eine Standard OEM Maus von Logitech o.Ä.
Spieler hingegen sollten, gerade wenn man auf Geschwindigkeit und Präzision angewiesen ist, zu den "Gaming Mäusen" greifen. Aber auch hier: Nicht jede Maus passt in jede Hand, gerade Linkshänder haben nicht so die riesige Auswahl. Es empfiehlt sich ganz klar, mal zum Media Markt / Saturn / etc. zu fahren und die ausliegenden Mäuse in die Hand zu nehmen. Einschlafende Finger und Sehnenscheidentzündungen sind alles andere als angenehm.
Gaming Mäuse - Kaufempfehlungen
Spoiler:
Razer Mamba Wireless Laser Gaming Mouse, USB - Testbericht - Die geilste Sau am Mäusehimmel.
Roccat Kone Laser Gaming Mouse, USB - Testbericht - Meins. Absolut geniale Maus. Mausradbug ist gefixxt.
Logitech G500 Gaming Mouse, USB - Nachfolger der G5 und G5 Refresh.
Sharkoon FireGlider, USB - Testbericht - Der absolute Low Budget Tipp.
Grundsätzlich kann man vorbehaltslos Razer, Logitech und Roccat empfehlen. Die 3 Mäuse sind aktuell die Creme de la Creme am Mäusehimmel.
Office & Co Mäuse - Kaufempfehlungen
Spoiler:
Logitech OEM Optical Wheel Mouse White, USB - Klassiker. Günstig aber sehr robust.
Microsoft OEM Laser Mouse 6000, USB - Auch Microsoft kanns in Sachen günstigen Mäusen.
Die Auswahl ist auch hier riesig. Also auch hier - ab zum Elektronikgroßhandel und testen!
Die Tastatur - unser wichtigstes Eingabemedium. Den ganzen Kram zur Funktionsweise spare ich mir vorerst mal.
Es gibt verschiedene Arten von Tastaturen - Gaming, Standard, Ergonomisch, Kabelgebunden und Kabellos, die Auswahl ist riesig. Zuerst muss man wissen, was man überhaupt braucht! Tastaturen mit Macrotasten, mit Beleuchtung und Displays, mit USB Ports und Multimedia Tasten? Oder eine geschwungene ergonomische Tastatur? Vielleicht doch eher die Standardausführung ohne jeden Schnick Schnack? Flache Tasten, hohe Tasten, Notebook Feeling oder intensives Klick Geräusch?
Merkmale Gaming Tastatur
Die meisten Gaming Tastaturen zeichnen sich mittlerweile durch folgendes aus:
- Display: User des Teamspeak Channels anzeigen lassen, CPU & RAM Auslastung, Systemtemperaturen oder auch Videos gucken, vieles ist möglich
- Macrotasten: Komplette Vorgänge auf eine Taste legen oder auch nur bei Druck auf die 12. Macro Taste das starten von FireFox, die Möglichkeiten sind (fast) unbegrenzt.
- Beleuchtung: Ob blau, ob grün, ob gelb, Hauptsache bunt. An, aus, dimmen - für jeden Geschmack ist was dabei.
- Multimediatasten: Schnell mal bei der CS-Runde das Lied im Mediaplayer wechseln durch einen Tastendruck, optimal. Haben nicht nur Gaming Tastaturen.
Kaupfempfehlung Gaming Tastatur
Spoiler:
Logitech G19 Gaming Keyboard, USB, DE - Das neuste Flagschiff von Logitech, leider noch viel zu teuer.
Logitech G15 Gaming Keyboard Refresh, PS/2 & USB, DE - Der Vorgänger, leider nicht ganz so hübsch wie die Version davor.
Logitech G11 Gaming Keyboard, PS/2 & USB, DE - Sieht aus wie die alte G15, nur das Display fehlt. Preisgünstige Alternative.
Razer Arctosa Gaming Keyboard Black, USB - Touchpanel, Profile, keine Beleuchtung. Preisgünstige Lösung.
Razer Lycosa Gaming Keyboard, USB - Razer kann's auch mit Tastaturen. Ohne Display, dafür blau.
Razer Tarantula Gaming Keyboard, USB - Anderes Layout, mit 32kb Speicher und gewohnten Macrotasten.
Roccat Valo Gaming Keyboard, USB - Roccats Antwort auf Razer und Logitech, leider nicht sehr erfolgreich. Könnte sich allerdings nach Änderungen zum Knaller entwickeln.
Kaufempfehlung Office, Standard, Ergonomie
Spoiler:
Ergonomie
Microsoft Comfort Curve Keyboard 2000 Black, USB, DE - Ergonomisch geschwungen, preisgünstige Alternative zum Logitech Wave Board.
Logitech OEM Comfort Wave 450 Keyboard, USB, DE - Ergonomisch geschwungen.
Microsoft Natural Ergonomic Keyboard 4000, USB - Ergonomisch geteiltes und im Winkel von 14 Grad angeordnetes Tastenfeld.
Standard + Office + Multimedia
Logitech OEM Internet 350 Keyboard Black, USB, DE - Für Preisbewusste. Multimediatasten.
Logitech OEM UltraX Premium Keyboard, USB, DE - Flaches Design. Multimediatasten.
Cherry INFINITY Corded MultiMedia Keyboard, USB, DE - Hochglanz, flach und multimedial.
Cherry G84-5500LUMDE-2 XS Touchpad Keyboard, USB, DE - Mit integriertem Touchpad.
Weitere Empfehlungen per PN gerne gesehen oder im dafür vorgesehenen Thread.Geändert von Fhynn (09. 01. 2010 um 18:42 Uhr)
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01. 10. 2009, 15:24 #19
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen - README!
http://wolfgang-kayser.de/Fhynn/faq/banner/17.jpg
Arbeitsspeicher
Der Arbeitsspeicher, oder auch RAM (Engl. Random Access Memory = Speicher mit wahlfreiem Zugriff), ist der Teil eines PCs, in dem oft verwendete Daten kurzzeitig gespeichert werden, damit man schneller darauf zugreifen kann.
Der durchschnittliche PC von heute besitzt zwischen 2 und 6 Gigabyte RAM.
Kann ich jeden beliebigen RAM kaufen?
Nein!
Es gibt viele verschiedene Arten von RAM die gängigsten heutzutage sind DDR2, DDR3 und manchmal noch der alte DDR1 RAM. Ganz selten sogar SD-RAM.
Die Module unterscheiden sich alle auch noch durch Sachen wie Latenz, Spannung und Taktrate.
Es kommt immer auf die Unterstützung durch das Mainboard und den Speichercontroller an.
Was sind Latenzen?
Die Latenz (CL=CAS Latency) eines Speichers gibt an, wie lange der Speicher von der Anfrage bis zur Bereitstellung des Speicherplatzes benötigt.
Je niedriger die Zahl hinter dem CL, desto besser.
DDR2 oder DDR3?
Obwohl die Leistungsdifferenz nicht sehr groß ist und man meist keinen Unterschied bemerkt, sollte man ab einem gewissen Preisbereich auf DDR3 setzen, da er noch nicht seine volle Leistung entfaltet hat und die Differenz zu DDR2 noch ansteigen wird.
Sieht man sich die Preise an, bemerkt man, dass DDR2-Speichermodule rapide mit dem Preis in die Höhe geschnellt sind, genauer gesagt um über 50% in den lezten 6 Monaten.
Der Preisunterschied ist von daher nicht mehr ganz so groß und man kann gewissenhaft DDR3-Speicher kaufen ohne das Gefühl zu haben, Geld zu verschwenden.
Desweiteren liegt in DDR3 die Zukunft und man wird, sowohl bei der Herstellung von Prozessoren, als auch bei Mainoards zum Hauptteil auf DDR3 setzen.
1,2,3 oder 4 Module?
Eigentlich ist es ziemlich egal, wieviele Module man verbaut, alles funktioniert.
Nur sollte man darauf achten, Dual/Triple Channel zu nutzen, das heißt, dass die Gesamtmenge des Speichers in 2, respektive 3 äquivalente Teile teilbar ist.
Damit kann der PC die Speicherbandbreite um einiges erhöhen, was einen Geschwindigkeitsschub nach sich zieht.
Die Gesamtkapazität des Speichers muss in allen Kanälen gleich sein:
z.B. sohttp://www.compuram.de/bilder/dual2.jpg
Oder so:http://www.compuram.de/bilder/dual32.jpg
Kaufempfehlungen
DDR-RAM:
Spoiler:
Will man seinen alten Rechner ein bischen auf Trab bringen, hilft meisens schon ein Gigabyte zusätzlicher RAM.
Die Empfehlung lautet Kingston ValueRAM 1GB.
Wer mehr will, der kauft einfach das selbe Kit mit der doppelten Größe.
DDR2-RAM
Spoiler:
Ich empfehle hier in den Taktbereichen 800 und 1066MHZ jeweils ein 4- und ein 2GB-Kit (Standard und OC)
800MHZ
Standard:
A-DATA Value DIMM KIT 2GB
Kingston Value DIMM Kit 4GB
OC:
A-DATA XPG+ 2GB
Geil Ultra 2GB
4GB Corsair XMS2
A-DATA XPG+ 4GB
1066MHZ:
Standard und OC:
Kingston HyperX 2GB
OCZ Platinum XTC 4GB
DDR3-RAM
Spoiler:
Triple Channel = Sockel 1366 (bis zu 1.65V)
Dual Channel = Sockel 1156 (1.5 - 1.65V), AM3 (max. 1333MHz, 1.5V)
4GB-Dualchannel:
Standard:
A-DATA Value DIMM Kit 4GB PC3-10667U CL9 (DDR3-1333)
GG.Skill RipJaws DIMM Kit 4GB PC3-10667U CL9-9-9-24 (DDR3-1333) ( Vorsicht, die Ripjaws sind Intel zertifiziert, sprich sie können Probleme mit AM3 machen)
6GB-Triplechannel:
Standard:
G.Skill DIMM Kit 6GB PC3-10667U CL7-7-7-18 (DDR3-1333)
Corsair XMS3 DIMM Kit 6GB PC3-10667U CL9-9-9-24 (DDR3-1333)
OC:
Corsair XMS3 Dominator DIMM Kit 6GB PC3-12800U CL8-8-8-24 (DDR3-1600)
Patriot Viper DIMM Kit 6GB PC3-16000U CL9-9-9-27 (DDR3-2000)
Geändert von Destruktoierer (01. 04. 2010 um 21:53 Uhr)
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15. 10. 2009, 13:29 #20
Re: Orientierungshilfe Computerkauf - Mini FAQ + Beispiel Konfigurationen - README!
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eBay PC, Komplett-PC oder doch Selbstzusammenstellen?
Obwohl es durchaus bekannt sein dürfte, dass die Angebote zu 95% einfach nicht ihren Preis wert sind, wird hier im Forum doch immer noch häufig genug gefragt, wie viel das eBay Angebot taugt bzw. das Angebot der Woche vom Saturn/Mediamarkt. Beliebt sind auch Links zu Angeboten von CSL, One, XMX oder gar Neckermann.
Es sind zumeist minderwertige Komponenten verbaut, was einem auf den ersten Blick allerdings gar nicht auffällt und eben da liegt das Problem. Der Laie lässt sich von 8 GB Arbeitsspeicher beeindrucken, allerdings stehen da keinerlei technischen Spezifikationen bei. Was den Laien sowieso nicht interessiert und wo er nichts mit anfangen kann – dennoch sind solche Spezifikationen unumgänglich wenn man einen ordentlich aufeinander abgestimmten PC haben möchte. Es stellt sich zumeist heraus, dass bestimmte Komponenten einen Flaschenhals darstellen und demzufolge die anderen Komponenten ausbremsen. Dann bringt einem auch die beste Grafikkarte nichts. Viel zu oft wird mit schwammigen Beschreibungen gelockt, die sich ja auf den ersten Blick total toll anhören.
Wie erkennt man so ein schwammiges Angebot?
- Keinerlei Bezeichnung des verbauten Mainboards: 7.1 HD Sound und 1GB LAN reicht nicht.
- Keine Angaben zum Arbeitsspeicher außer der verbauten Menge und ggf. der Art (DDR, DDR2, DDR3).
- Keine Angaben zur Festplatte abgesehen von Größe (500GB, 1TB) und „Geschwindigkeit“ (7.200U/Min.)
- Keine Angaben zum Netzteil außer der Watt Anzahl (700W Gaming Netzteil o.Ä.).
- Sockel 775 / AM2(+) Angebot – veraltet und nicht mehr aktuell.
- Wasserkühlung.
Was ist daran jetzt verkehrt?
Gehen wir mal auf den ersten Punkt ein:
Spoiler:
Es gibt auch Mainboard Hersteller, die einfach nicht (gerade im sogenannten High-End Gaming Bereich) empfehlenswert sind. Davon mal abgesehen, fehlen die technischen Spezifikationen in Form von USB Anschlüssen, S-ATA, IDE, eSATA, Firewire.
Auch fehlen Informationen zur Kühlung (Northbridge!), Übertaktbarkeit bzw. dem BIOS, der Anzahl der RAM Plätze. Möglicherweise ist es ein OEM Mainboard – eine radikal abgespeckte Version für Fertigproduktionen von beispielweise Fujitsu Siemens o.Ä. – möglicherweise sind Prozessoren Upgrades nur mit Hilfe eines BIOS Updates möglich oder gar nicht. In jener Hinsicht ist auch der verwendete Sockel wichtig. Von Sockel 775, AM2(+), 939 oder gar noch älteren sollte man tunlichst Abstand nehmen. 1156, 1366 und AM3 ist zur Zeit das, was aktuell ist.
7.1 onBoard Sound hat jedes aktuelle Mainboard, genau so wie 1GB LAN, dass ist einfach keine treffende Aussage. Wichtig ist der Hersteller und die Modellbezeichnung. Es reicht nicht einfach nur ein „ASUS Mainboard“. Richtig wäre „ASUS P5N-E SLI“ – da kann man dann auch entsprechende Testberichte o.Ä. googlen.
Der zweite Punkt:
Spoiler:
Der verwendete Arbeitsspeicher. Es ist durchaus wichtig, von welcher Marke der RAM ist und welche Latenzen jener Arbeitsspeicher hat. Angaben wie „8GB DDR2 von einem Markenhersteller“ sind grundsätzlich mit vorsichtig zu betrachten. Im Endeffekt kann es alles sein. Richtig wäre eine Bezeichnung der Form: „Corsair XMS2 DIMM Kit 2GB PC2-6400U CL5-5-5-18“ – da hat man auf einen Blick die MHz Anzahl (6400U -> 800MHz) und die Latenzen (CL5), die Größe des Arbeitsspeichers sowie ob es mehrere Module sind (Kit) und natürlich der Hersteller sowie die Modellbezeichnung. In dem Falle Corsair hat unendlich viele Produkte mit verschiedensten Latenzen und Speichergeschwindigkeiten, dass alleine die Aussage „8 GB Corsair DDR2“ nichts wert ist.
Auch wird DDR2 abgelöst durch den DDR3 Speicher. Die Preisunterschiede sind nicht mehr so groß, da der DDR2 Preis im Laufe des Jahres (seit Anfang 2009) wieder extrem angezogen wurde. Daher sollte man gleich auf die neue Technologie setzen.
Der dritte Punkt:
Spoiler:
Die Festplatte. Es ist grundsätzlich so, dass die Festplatte sowieso immer ausbremst, es ist eben ein sehr langsames Medium. Allerdings nimmt da die Entwicklung langsam aber sicher auch „fahrt auf“. Das heißt, es werden Möglichkeiten entwickelt, um möglichst viel Geschwindigkeit herauszuholen. Das ist gerade beim Nachladen, Starten etc. von Anwendungen nicht zu verachten. Jetzt ist es so, es gibt natürlich noch viele, viele alte Modelle, die durchweg langsamer sind als das aktuelle und eben jene werden zumeist in den Fertig-PC Angeboten verbaut. Die Aussage „500GB Festplatte“ bringt einem also nicht viel, weil sich da alles hinter verbergen kann. Es kann sowohl eine uralte IDE Festplatte sein, mit unterirdischen Schreib-/Lesegeschwindigkeiten als auch eine topaktuelle Festplatte aus der .12, Cblue/Cblack oder der F3 Reihe sein. Wahrscheinlicher ist es aber, dass es eine „uralte“ F1, .10 oder ähnlichem ist. Mit geringem Cache und schlechten Schreib-/Lesewerten im Vergleich zu den aktuellen Festplatten. Auch kann es eine Stromspar Festplatte sein, beispielweise die Caviar Green von Western Digital. Diese regeln die Umdrehungen zwischen 5.400 U/Min und 7.200 U/Min selbst und die Lebenszeit verkürzt sich unter Linux rapide da es dort diverse Probleme mit diesen selbstregelnden Festplatten gibt. Darauf ist besonders acht zu geben! Kann man aber eben nicht, wenn keinerlei Bezeichnungen dabei stehen.
Der vierte Punkt:
Spoiler:
Eine Beschreibung wie „700W Gaming Netzteil“ sagt rein gar nichts aus. Wichtig ist die Marke und das Modell. Es gibt solche und solche Hersteller – ein 700W Netzteil bringt einem rein gar nichts, wenn es nicht über vernünftige Schutzmechanismen verfügt! Auch sind die Werte auf den 12V Schienen unheimlich wichtig. Wenn die 12V Schiene nur 16A liefert, wird sich die Grafikkarte freuen – viel zu wenig! Davon mal abgesehen, dass ein ordentliches 500W Netzteil in 95% aller Fälle reicht bei einem Single GPU System, ist dies einfach nur Augenwischerei. Grundsätzlich hat man letztendlich dann solch tolle Netzteile Marke LC-Power oder Xilence Power, wo man bei jedem Rechner Start beten darf, dass das Netzteil nicht durchbrennt und andere Komponenten mit in den tot reißt.
Der fünfte Punkt:
Spoiler:
Bezogen auf Intel Prozessoren:
Es ist ein Core2Quad oder sogar nur ein Core2Duo verbaut. Sprich ein Prozessor aus der Exxxx Reihe oder der Qxxxx Reihe. Beliebt sind hier die Modelle E7200, E7300 sowie der E8400, als auch der (sehr alte) Q6600, Q8200 oder gar Q9550. Es sind keine schlechten Prozessoren, aber sie sind alt. Sehr alt. Diese CPUs basieren auf dem Sockel 775, für welchen nichts mehr hergestellt wird. Stutzig werden muss man auch, wenn es heißt, beispielsweise Q8200 + DDR3 RAM. Das ist möglich, allerdings nichts halbes und nichts ganzes. Es ist im Endeffekt die Verknüpfung zwischen alter Technik und neuer Technik, um die alte noch besser an den Mann zu kriegen.
Das Problem was sich bei dem Sockel 775 bietet, ist in der Regel: Nur DDR2 Unterstützung, absolut keine Aufrüstbarkeit und auch die teuren Preise. Es wird nichts mehr für den Sockel 775 hergestellt, es handelt sich also um Restbestände, die jetzt für viel Geld verramscht werden sollen.
Aktuell sind hier die auf Sockel 1156 basierenden Intel core-i5 bzw. Intel core-i7 sowie der Sockel 1366 mit dem Intel core-i7 (es gibt sowohl i7 für den 1156 als auch für den 1366).
Bezogen auf AMD Prozessoren:
Es werden noch immer liebend gerne CPUs der ersten Phenom Generation verbaut. Dies wären dann zum Beispiel der Phenom X3 8750, ein Phenom X4 9850 oder gar, was noch schlimmer ist, ein Phenom ohne die '50' am Ende - beispielsweise ein Phenom X4 9600. Diese Prozessorengeneration ist ebenso alt. Sehr alt. Die CPUs sind radikal kastriert worden. Sie waren selbst zu Zeiten, als sie noch aktuell waren, nur bedingt zu empfehlen. Gerade die Generation ohne der erwähnten 50 am Ende "litt" unter dem sogenannten TLB-Bug, welcher die Leistung enorm senkte. Das wurde zwar gefixxt, allerdings ändert das nichts daran, dass die Prozessoren zur heutigen Zeit einfach zu alt sind - was sich eben in Leistung, Abwärme und gerade auch dem Stromverbrauch sehr gut zeigt.
Aktuell sind hier die auf Sockel AM3 basierenden Phenom II, welche auch abwärtskompatibel auf AM2+ sind und demnach mit DDR2 Speicher laufen. Bei einer Neuanschaffung sollte man aber definitiv auf AM3 und DDR3 setzen.
Zum sechsten Punkt:
Spoiler:
Natürlich hört es sich erst mal verlockend an, so eine Wasserkühlung im 600 € Fertig-PC. Nur: So viel kostet eine vernünftige Mittelklassewasserkühlung (abgestimmt auf Overclocking und eine möglichst geringe Lautstärke) schon ohne PC (Grafikkarte, CPU, Northbridge)! Es ist mitunter eine sehr fummelige, zeitintensive Arbeit, eine ordentliche Wasserkühlung zusammen zu stellen, die im Betrieb sowohl angenehm leise ist als auch vernünftig kühlt. Wenn in der Beschreibung schon keinerlei Angaben zur verwendeten Schlauchgröße, dem Radiator und den übrigen Teilen der Wasserkühlung gegeben sind, kann man es absolut vergessen. Am Ende kann man das Wasser aus seinem Gehäuse schöpfen, weil diese billige Massenproduktion Wasserkühlungen einfach alles andere als dicht sind und einfach qualitativ minderwertig.
Der Vorteil eines Selbst zusammengestellten PCs liegt also klar darin:
Man entscheidet eigenständig, was drin ist! Man hat die Gewissheit, dass nur ausgewählte Markenkomponenten verbaut sind. Man kann eigenständig über die Kühlung entscheiden, über das Aussehen, über die „Features“ in Form von beispielsweise einem Blu-Ray Laufwerk oder Front eSATA. Man kann sich darüber selbst vergwissern, dass keine Komponente einen Flaschenhals darstellt. Man ist also wesentlich besser dran.
Kurzfassung:
Fertig-PC:
- günstige, featurearme Mainboards bzw. OEM Mainboards,
- billiger sowie langsamer Arbeitsspeicher,
- langsame und möglicherweise stark veraltete Festplatten,
- angebliche High-End Gaming Netzteile, welche allerdings komplett ineffizient sind und nicht annähernd die Leistung bringen, die drauf steht und über keine Schutzmechanismen verfügen,
- veraltete CPUs, etwa Sockel 775 oder AM2(+) in Verbindung mit altem DDR2 Speicher,
- angebliche Top Wasserkühlungen, undicht und keinerlei Angaben zu verwendeten Komponenten, wesentlich leistungsärmer als eine vernünftige Luftkühlung.
Selbstbau-PC Vorteile:
- Selbstbestimmen über Komponenten,
- Aufrüstbarkeit gewährleistet,
- Zukunftssicherheit soweit wie zu bestimmen gewährleistet,
- Aktualität,
- Preis,
- Features die benötigt werden,
- harmonieren der Komponenten ohne das eine Komponente einen Flaschenhals darstellt.
Absolute Negativbeispiele und nicht zum Nachahmen empfohlen:
http://board.gulli.com/thread/149304...ur-verfuegung/ Ein User der meint, er müsse sich mit seinen 5k € profilieren und das Geld sprichwörtlich zum Fenster rauswerfen - für einen miesen eBay PC mit einem PLV jenseits von gut und böse. Da sieht man wieder, wie sehr eine "gut" aufgemachte Artikelbeschreibung die naiven Leute dazu bringt, ihr Geld hinauszuwerfen. In 4 Wochen ist das Geheule wieder groß, warum das System so wenig Leistung bringt.Geändert von Fhynn (09. 01. 2010 um 18:50 Uhr)



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