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08. 10. 2009, 11:58 #1
Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
Im Zuge der heftigen Diskussionen, wie man "illegalem Filesharing" in Großbritannien begegnen könnte, hat sich nun das UK Music Managers Forum eingeschaltet. Deren Vorschlag ist simpel.
"Wenn die kreative Industrie und die Provider nicht freiwillig eine Lizenzvereinbarung abschließen können, um Dienste anzubieten, die illegales P2P beseitigen, dann sollte die Regierung eingreifen und entsprechende Lizenzlösungen durchsetzen. Diese können pauschale Gebühren enthalten, so wie dies auch beim Radio der Fall ist", so das Music Managers Forum (MMF) gegenüber MusicAlly, "Es sollte aber auch mehr Experimente mit Lizenzierungsdiensten (durch das Technology Strategy Board) geben, um weitere kundenfreundliche Angebote zu entwickeln."
Pauschale Lizenzierung wie beim Radio klingt vielleicht auf den ersten Blick verlockend. Es wirft jedoch neue Probleme auf, die bereits hierzulande mehr als einmal erschöpfend diskutiert wurden. Die GEZ-Gebühr für Radio, Fernsehen und internetfähige PCs ist nicht umsonst höchst umstritten. Nicht alle sind bereit zu zahlen, diejenigen, die zahlen, sind mit dem "Programm" oft unzufrieden. Eine pauschale Abgabe, um Filesharing von urheberrechtlich geschützter Musik per se zu legalisieren, wäre vermutlich eine Lösung, die aber in zweiter Instanz nur neue Probleme aufwirft. Was ist mit Internetusern, die den PC bestenfalls zum Surfen benutzen? Eine erneute Zwangsabgabe würde bei vielen sicherlich sehr negativ aufgenommen. Was auch bleibt, ist die Frage, wie die Beträge letzten Endes verteilt werden. Wer kümmert sich darum, wie wird all dies analysiert und fair unter die Musiker gebracht?
Natürlich gibt es auch hier Lösungsansätze. Das Problem liegt jedoch vielmehr darin, dass dies kein Ansatz ist, der sich über Nacht realisieren läst. Es müssten alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Hier fordert das MMF darüber hinaus, dass den Musikern endlich mehr Rechte zugestanden werden müssen. Diese sollen endlich wieder mehr Einfluss auf die Art und Weise, wie ihre Werke vermarktet werden, haben. (Firebird77)
(via zeropaid, thx!)
(Bild via musicmanagersforum, thx!)
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08. 10. 2009, 12:57 #2
Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
BPI und Konsorten wollen die Kunden in legalen Stores haben.
Annahme: GNUTELLA ist wirklich das elementare Problem.
Vorschlag: Der Teilnehmer bezahlt £15 im Monat und darf im Gegenzug Downloaden. Das Verzeichnis wird am Ende des Monats gescannt und der Beitrag wird unter den heruntergeladenen Dateien aufgeteilt.
Aktiven Usern ohne Add-on wird das Angebot unterbreitet. Wer nicht einwilligt sollte das Downloaden einstellen, sonst drohen Konsequenzen.
Problem: Digitales Chaos, System wird unterwandert. Die Bürokratie ist zu träge und zu starr. Außerdem ist es inzwischen zu spät, die Industrie hat sich dazu entschlossen die Angebote zu bekämpfen und auszutrocknen, dann kann man das natürlich schlecht im nächsten Augenblick vermarkten.
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08. 10. 2009, 13:14 #3Mitglied
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Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
Hört sich nach einer Kulturflatrate an, nur etwas anders formuliert.
Über das Programm könnte sich bei einer echten KF ja keiner beschweren...
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08. 10. 2009, 13:25 #4
Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
Da hab' ich ja was aus dem Zusammenhang gerissen...
Zitat von gullinews
Aber ja - GEZ-Gebühren endlich für was sinnvolles einsetzen, nämlich Downloads von GUTEN Filmen, Serien und anderen Sendungen aus dem Internet!!! Danke, Gulli!!!! 
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08. 10. 2009, 13:38 #5
Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
ich versteh nicht warum die nicht schnallen wie man ne pauschale richtig anwendet. einfaches opt-in und gut is. wer sich dafür anmeldet zahlt die pauschle und darf ungestraft saugen/uppen. wer dies nicht tut soll es lassen oda saugt halt wie bisher auch weiter auf eigenes risiko. was is da jetzt so schwer umzusetzen?
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08. 10. 2009, 13:42 #6ich bin anti gegen alles
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Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
Mein Ansatz wäre folgender...
Jeder der diese Gebühr bezahlt bekommt damit eine Seriennummer mit der er eine vom Staat/Musikindustrie zur Verfügung gestellte Filesharingsoftware installieren und benutzen kann. Bei jedem Programmstart wird die Seriennummer zur Überprüfung verschlüsselt an eine zentrale Stelle übermittelt. Es wird nun überprüft ob diese Serial überhaupt herausgegeben wurde und bis wann die Gebühren bezahlt wurden. Und dann auf auf zum frohen Downloaden. Wer was runterläd, kann anahnd der Serienummer festgestellt werden, die vor einem Download übermittelt wird...
Wenn die FDP meine Idee klaut, werde ich sie abmahnen lassen...
http://pics.nase-bohren.de/fdp-verlaufen.jpg
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08. 10. 2009, 14:17 #7Mitglied
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Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
meiner meinung nach ist das größte Problem wenn es legal werden sollte werden es alle machen. Aber wenn alle ihre Sachen nur noch tauschen wer soll dann die Orginale kaufen und zur Verfügung stellen?
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08. 10. 2009, 14:21 #8
Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
Die "Musik"Industrie vllt?
Zitat von elduderino09

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08. 10. 2009, 14:33 #9
Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
Immerhin scheint sich langsam die Meinung durchzusetzen das eine Pauschale die einzig Praktikable Lösung ist.
Das ist doch schonmal gut.
Bleibt eigentlich nur noch die Frage wie die Gelder anteilig zur Nutzung verteilt werden. Und wie die Nutzung (anonym) erfasst wird.
Das scheint so als ob durch die Krise Drogen zu teuer geworden sind und die Branche wieder in die Realität zurückgecrashed ist.
mfg
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08. 10. 2009, 14:42 #10
Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
Ie das finde ich ja garnicht gut, dann weiß ja Brother Staadt ja ständig was ich für Medien nutze. Auf der anderen Seite könnte man sich so den Bundestrojaner sparen. Außerdem solche Angebote wo man gegen Bezahlung Musik läd, gibt es doch schon lange und zu hauf.
Zitat von _asbest_
Kulturflat wäre da schon besser, gleich abgebucht mit dem Internetgebüren beim Provider. Für alle gleich, dafür aber billig.
Die Künstler könnte man doch dann einfach nach Downloadratings entlohen. So würde auch sichergestellt das sie weiterhin qualitative Arbeit leisten. All die, die nicht bei der Kontentindustrie unter Vertrag stehen müssen dann eben weiterhin ihre CD's an den Mann bringen. Die Nutzer werden entkrimminalisiert und alles ist Feinie Feinie
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08. 10. 2009, 14:58 #11
Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
es ist ja nicht so als würde NUR mehr gesaugt werden. ich zieh mir zb erstmal alles um ne brauchbare (=kopierschutzfreie) version zu haben (egal ob spiel, film oda musik) und wenns mir dann wirklich gefällt wirds gekauft. da geh ich einmal alle paar monate RICHTIG shoppen, knall nenn stapel cds aufn tisch und zück die karte, da geht gleich n dreistelliger betrag drauf. is ja nicht so das ich nichts zahlen wollen würde, aber heutzutage kauft einfach keiner mehr die katze im sack. von dem guten zeug holt ich mir immer ne hardcopy.
Zitat von elduderino09
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08. 10. 2009, 15:09 #12
Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
Ich glaube da wurde eine Purpur-Tentakel zur Grün-Tentakel
Ich glaube beiden kein Wort.
Geändert von TRON2 (08. 10. 2009 um 17:35 Uhr)
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08. 10. 2009, 15:31 #13
Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
dafür wirst du als erster geschrumpfstrahlt erdenwurm !
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08. 10. 2009, 15:50 #14
Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
Nicht wirklich, die BPI hält "immer noch" an Three-Strikes usw. fest?
Zitat von Mr.Harmlos
Und die Idee mit den Pauschalabgaben ist auch alles andere als neu.
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08. 10. 2009, 15:53 #15
Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
So'n misst
nich schon wieder
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08. 10. 2009, 15:55 #16
Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
"gelöscht"
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08. 10. 2009, 19:30 #17Mitglied
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Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
Und was wäre, wenn ich als Musiker ein total tolles Lied zusammenklicke und es nur für Geld an andere ausgeben möchte? Bin ich dann gezwungen, die Datei kostenlos anzubieten? Oder wenn ich auch einfach die Datei nicht veröffentlichen möchte, sie jedoch leakt, muss ich mich damit abfinden? Darf man dann alles kopieren und wiederverwenden, ohne vorher zugestimmt zu haben?
Und wie sieht es mit anderen Urheberrechtsverketzungen aus?
Software ist meistens nicht gerade günstig. Vorallem für Windows findet man einfache und eigentlich kleine Programme für ein ganzes Vermögen.
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08. 10. 2009, 19:49 #18
Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
Keine Angst das ganze geht sowieso nicht, dafür wird es auch keine rechtliche Vorraussetzungen geben. Dazu müssten international Alle Kontentinhaber unter einer Lizenz zusammenarbeiten. Kaum vorstellbar das da USA, Japan usw. eintreten würden. Auch die Verteilung und die Missbrauchsgefahr sind unüberwindliche Hürden. Da ist nix zu machen
Zitat von hseryoga

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09. 10. 2009, 10:58 #19
Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
Die GEZ-Werbung ist eh am besten!
Vorallem ja "...gute Filme - ohne Werbeunterbrechung..." ja ist klar, es läuft doch fast mehr Werbung als (gute)Filme.
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09. 10. 2009, 11:58 #20
Re: Großbritannien: Filesharinggebühr als Lösung?
Ich werd die Dateien bestimmt nicht bis zum Ende vom Monat im Verzeichnis lassen.
Zitat von Sonnentier

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