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30. 10. 2009, 23:53 #1Mitglied
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Frau verliert Job wegen Fehler in FBI-Datenbank
Frau verliert Job wegen Fehler in FBI-Datenbank
Eine Frau aus dem amerikanischen Bundesstaat Maryland hat ihren Job verloren, weil in einer FBI-Datenbank ein fehlerhafter Eintrag über sie gespeichert war. Jetzt will sie dagegen klagen.
Amy Studnitz arbeitete seit August 2008 als Buchhalterin bei Corporate Mailing Services (CMS). Im vergangenen Juli gewann das Unternehmen eine Ausschreibung für die Abwicklung von Postverkehrs für die Social Security Administration (SSA). Das ist die Behörde, von der die amerikanische Sozialversicherung verwaltet wird.
Als Teil dieses staatlichen Auftrags wurde von der SSA eine routinemäßige Überprüfung der CMS-Mitarbeiter durchgeführt, die mit dem Projekt beschäftigt sein sollten. Daraufhin erhielt Studnitz' Arbeitgeber eine Mitteilung der Behörde, dass die Buchhalterin "ungeeignet" für Arbeiten an dem Auftrag sei. Warum, wurde darin nicht erwähnt.
CMS warf die Angstellte daraufhin heraus. Man hätte sie auch einfach nicht an dem Auftrag der SSA arbeiten lassen können, doch stattdessen ließ man Studnitz nur wenige Minuten, um ihr Büro freizumachen.
Die Buchhalterin hielt dagegen, sie habe nie eine Straftat begangen. Tatsächlich konnte die Zeitschrift "Baltimore Sun" lediglich ein einziges Gerichtsverfahren finden, in dem Studnitz' Name erwähnt wurde. Es war das Zivilverfahren um Kosten für die frühere Unterbringung ihres verstorbenen Vater im Pflegeheim.
Zwei Wochen später schrieb dann auch die SSA an Studnitz' früheren Arbeitgeber und unterstützte ihre Behauptung, unschuldig zu sein. Die Buchhalterin habe eine erste Überprüfung bestanden und könne nun vorerst an dem Auftrag der Behörde arbeiten, sollten nicht bei der weiteren Analyse doch noch Probleme auftauchen.
Doch das Unternehmen stellte Studnitz nicht wieder ein. Stattdessen sagte man ihr, sie solle sich erneut auf ihren früheren Job bewerben. Als Studnitz das tut, teilte man ihr mit, man sei dabei, die Abteilung umzustrukturieren und würde sich wieder bei ihre melden. Später dann erhielt sie eine endgültige Absage. Man habe nicht vor, sie wieder an ihren Arbeitsplatz zurückzulassen.
CMS brachte noch einige weitere Anschuldigungen gegen die Buchhalterin vor. Sie habe eine Reihe von Rechnungen nicht korrekt bearbeitet oder vergessen, Kunden nach einer neuen Kostentabelle abzurechnen. Studnitz widerspricht dem allerdings.
Mittlerweile ist jedoch herauskommen, warum sie überhaupt von ihrem Job gefeuert wurde - ungefähr zumindestens. Ein nicht genau erklärter Fehler in der Datenbank des "National Criminal Information Center" des FBI war der Grund dafür, dass die SSA Studnitz zuerst als "ungeeignet" eingestuft hatte. In der Datenbank sammelt die Bundespolizei Vorstrafenregister und Informationen über Flüchtlinge, Diebesgut und vermisste Personen. Eingespeist werden die Informationen von Strafverfolgungsbehörden auf Staats- und Bundesebene aus dem ganzen Land.
Studnitz hat seit ihrer Entlassung keinen neuen Job gefunden. Jetzt prüft sie eine Klage. Vielleicht hilft ihr Fall wenigstens, um deutlich zu machen, welches Risiko es bedeutet, blindes Vertrauen in Datenbanken zu setzen. Dahinter stecken nämlich auch nur Menschen, und die können sich bekanntlich irren.
Quelle: Wired: Threat Level
zur News
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31. 10. 2009, 13:06 #2
Re: Frau verliert Job wegen Fehler in FBI-Datenbank
Das ist nur noch krank.
Ich hoffe, dass soeine Klage in Maryland eine Aussicht auf Erfolg darstellt. Zumindest würde ich ihr ein paar Millionen an Schadensersatz zusprechen. Das Vorgehen des FBI und ihrer frühzeitiger Firma ist im großen und ganzen eine Umverschämtheit.tudnitz hat seit ihrer Entlassung keinen neuen Job gefunden. Jetzt prüft sie eine Klage.
Ich wette, dass es wiedermal erstunken und erlogen ist, da man sie sonst viel früher entlassen hätte, wenn man es wollte. Zudem sind bei Fehlbuchungen nicht immer die direkten Mitarbeiter dafür verantwortlich, sondern ausdrücklich die Organisationsstruktur.CMS brachte noch einige weitere Anschuldigungen gegen die Buchhalterin vor. Sie habe eine Reihe von Rechnungen nicht korrekt bearbeitet oder vergessen, Kunden nach einer neuen Kostentabelle abzurechnen. Studnitz widerspricht dem allerdings.
Da hat man die Ironie-Tags vergessen. Lernen werden die es nie. Dafür sind die meisten Behörden zu informations- und tatengierig. Egal ob man einen unschuldigen über die Klippen springen lässt, wenn man dafür auch einen Täter erwischt. Das ist die Realität von heute.Vielleicht hilft ihr Fall wenigstens, um deutlich zu machen, welches Risiko es bedeutet, blindes Vertrauen in Datenbanken zu setzen.
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02. 11. 2009, 08:07 #3Mitglied
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