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11. 02. 2010, 09:42 #1Gesperrt
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Griechenland-Krise: EU ein Fass ohne Boden?
Heute findet ein EU-Sondergipfel zur Finazlage Griechenlands und etwaigen Unterstützungsmaßnahmen dur andere EU-Länder statt.
Pressestimmen zu Situation (vom Deutschlandfunk):
http://www.dradio.de/presseschau/
Hintergrund: Griechenland hat ein Hauhaltsdefizit über 13 Prozent, dies schon lange, hat über einen langen Zeitraum falsche Zahlen nach Brüssel gemeldet ("Schummelei und Trickserei" ist die Sprachregelung, wenn ein Sozialhilfeempfänger das macht spricht man von Betrug). Mitte des Jahres, wenn Griechenland große Kredite vereinbarungsgemäß zurückzahlen müsste, könnte es in die Lage kommen, in welcher ein Unternehmen Konkurs anmelden müsste.RHEINISCHE POST aus Düsseldorf:
"Die Krise um Griechenland nimmt die Dimensionen der Bankenkrise an. Mit über 290 Milliarden Euro stehen die Hellenen bei internationalen Anlegern in der Kreide. Wenn die EU-Länder nicht helfen, droht den Griechen Zahlungsunfähigkeit. Damit tritt wieder einmal ein zentraler Webfehler der europäischen Währungsunion grell zutage. Denn es gibt im Vertrag keine Möglichkeit, Länder wegen Überschuldung aus der Euro-Gemeinschaft auszuschließen", bedauert die RHEINISCHE POST.
"Athen hat sich mit Verschwendungssucht, Tricksereien und Schummeleien selbst bis vor den Bankrott getrieben", betont die NORDWEST-ZEITUNG aus Oldenburg und beschwert sich:
"Der hinfällige griechische Patient mault derweil herum, bastelt sich allerlei heikle Verschwörungstheorien zusammen und sucht den Herd seines massiven Infektes überall, nur nicht bei sich daheim. Welches Rezept am Ende auch ausgestellt werden mag, welches Heilmittel als geeignet erachtet wird - es wird extrem bitter schmecken, weil es mit Verzicht und Verpflichtungen einhergehen wird. Im maladen Griechenland, wirtschaftlich auf Augenhöhe mit Botswana und Kasachstan, werden sie angewidert das Gesicht verziehen. Aber dann werden sie die Medizin schlucken müssen."
So weit die NORDWEST-ZEITUNG.
Als der EU das aufgefallen ist, war die erste Reaktion der EU: Die Griechen müssen sparen, die EU hilft nicht.
Inzwischen ist durch die drohende Pleite Griechenlands der Euro auf den internationalen Finanzmärkten derart unter Druck geraten, dass die EU sich doch zu einer Reaktion gezwungen sieht.
Was bedeutet das alles? Nichts Gutes, aber was genau weiß keiner, auch nicht die Bürokraten in Brüssel, weil der Fall, dass ein Land der Euro-Zone pleite geht, einfach in keinem Szenarium auftaucht.
Was könnte es bedeuten? Ich sehe diese Alternative:
Entweder die EU legt den Mitgliedsländern die Daumenschrauben an, d.h. Brüssel bekommt weit mehr Macht und Kompetenzen, als wird uns das vorstellen konnten. Und Europa wird so was Ähnliches wie die USA - Ende der Nationalstaaten.
Oder die EU geht paar Schritte rückwärts und versucht, wieder ein lockerer Staatenverband zu werden.
Ich glaube aber nicht, dass letzteres noch möglich ist. Ich glaube eher, es kommen die harten Zeiten einer Staatsgründung auf uns zu.
Bis jetzt war Europa, wenn man ehrlich ist, eine Seifenoper gewesen, einfach zu schön, zu glatt, zu lieblich um wahr zu sein.
Und jetzt wird Europa eben die Krallen ausfahren müssen, es geht gar nicht anders.Geändert von Neanderberg (22. 04. 2010 um 18:39 Uhr)
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11. 02. 2010, 09:54 #2
Re: Griechendland-Krise: EU ein Fass ohne Boden?
Viel Spaß im neuen Super EuropaIch glaube aber nicht, dass letzteres noch möglich ist. Ich glaube eher, es kommen die harten Zeiten einer Staatsgründung auf uns zu.
Das kann nur in die Hose gehen...
Wie wollen Länder die es nicht mal im kleinen schaffen und sich hoch verschuldet haben sich zu einem Staat formen?
Da sind zu viele unterschiedliche Interessen als das es jemals vernünftig funktionieren könnte!
Was bin ich froh das wir bei diesen Spielchen nicht dabei sind...
Das ist schon eher eine Lösung...Oder die EU geht paar Schritte rückwärts und versucht, wieder ein lockerer Staatenverband zu werden.
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11. 02. 2010, 10:07 #3Gesperrt
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11. 02. 2010, 11:34 #4
Re: Griechendland-Krise: EU ein Fass ohne Boden?
Jaja, die freundlichen Griechen .........

Aber es ist eben nicht nur Griechenland. Italien, Spanien, Portugal und der Musterknabe Irland gehören auch dazu. Und die Finanzkrise macht die Lage nicht einfacher.
2007 hätte man eben doch Gold kaufen sollen.

Jetzt macht das keinen Sinn mehr. Oder doch? Um das Schlimmste zu verhindern? Zur Zeit scheint alles möglich zu sein.
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11. 02. 2010, 12:00 #5Gesperrt
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Re: Griechendland-Krise: EU ein Fass ohne Boden?
Und die baltischen Staaten, Estland, Lettland, Litauen? Und kann ich mir vorstellen, dass es in Rumänien und Bulgarien gut aussieht? Nein, ich nicht. Und hatte nicht neulich Ungarn vor der Staatspleite gerettet werden müssen?
Da hilft nur, alles aufessen was man hat. Nicht mal auf Gold ist Verlass.
Interessant ist auch, wenn es stimmt, dass der Krisengipfel heute von den Finanzmärkten hervorgerufen worden ist.
Nachdem die Lage Griechenland bekannt wurde und die Weigerung der EU, zu stützen, haben die Finanzmärkte gegen den Euro gewettet, also große Wetten darauf abgeschlossen, dass der Euro zu einem bestimmten späteren Zeitpunkt an Wert verloren haben wird.
Diese Wetten haben den Euro-Kurs gedrückt, und deshalb hat die EU nun doch Interventionen in Erwägung ziehen müssen.
D.h. die Finanzmärkte sind der Dackel und die Regierungen sind der Schwanz, und es ist nicht umgekehrt, wie Regierungen und Politiker allgemein gerne glauben mögen.
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11. 02. 2010, 13:07 #6
Re: Griechendland-Krise: EU ein Fass ohne Boden?
Die EU ist zu schnell zu groß geworden.
Das ganze hätte langsamer angegangen werden müssen.
Und so einfach sparen kann man in Griechenland nicht. Die gehen doch jetzt schon auf die Straße. Was meint ihr wie das erst aussieht wenn dort richtig der Rotstift angesetzt wird?
Vielleicht finde ich den Beitrag noch in dem laut EU Vertrag Griechenland eigentlich garnicht geholfen werden darf.
Gestern kam glaube ich auf 3Sat eine Diskussionsrunde zum Thema. Ein Professor meinte, dass es darauf hinaus laufen wird, dass Griechenland nahegelegt wird aus der EU auszutreten und die Drachme wieder einführen solle.
Solange bis der Haushalt auf soliden Füßen steht.
Aber der Steuermichel und die Franzosen werdens mal wieder ausbaden dürfen.
Und dann wundert sich das Politikerpack wenn Leute ihr suaer verdientes Geld in die Schweiz bringen. Mittlerweile sehe ich das als eine Art Notwehr.
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11. 02. 2010, 13:14 #7
Re: Griechendland-Krise: EU ein Fass ohne Boden?
Jo, nach Vertrag darf kein Land direkt helfen.
Griechenland soll auch nicht aus der EU sondern "nur" aus der Euro-Zone austreten (wurde diskutiert).
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11. 02. 2010, 13:25 #8Gesperrt
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11. 02. 2010, 13:35 #9
Re: Griechendland-Krise: EU ein Fass ohne Boden?
Nur ein weltweiter Schuldenerlass und eine Reformierung des Globalen Finanzsystems, kann den Karren noch aus dem Dreck ziehen. Wenn die FED fällt, fällt der Vorhang..
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11. 02. 2010, 13:58 #10
Re: Griechendland-Krise: EU ein Fass ohne Boden?
Wir Deutsche werden natürlich wieder Gelder pumpen

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11. 02. 2010, 14:12 #11Gesperrt
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11. 02. 2010, 14:18 #12
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11. 02. 2010, 14:38 #13Mitglied
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11. 02. 2010, 14:42 #14
Re: Griechendland-Krise: EU ein Fass ohne Boden?
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Kein EU-Geld für die Griechen. 
erstmal .....
Wer hätte das gedacht?
Nachtigall, ich hör Dir trapsen.Uneinigkeit besteht bei den EU-Staaten auch über eine mögliche Finanzspritze des Internationalen Währungsfonds (IWF). Griechenland ist gegen solche Hilfen, da sie mit strikten Reformauflagen einhergehen.
Mit anderen Worten wollen die Griechen gar nicht ernsthaft etwas unternehmen. Das alte Lied:
Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht naß.
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11. 02. 2010, 14:49 #15Gesperrt
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Re: Griechendland-Krise: EU ein Fass ohne Boden?
Gut gebrüllt.
Das Dumme ist nur: Wenn durch eine Pleite Griechenlands der Euro ruiniert wird, ist das halt, weil der Euro auch unsere Währung ist, auch unser Ruin.
Wir leben mit Griechenland, Italien, Spanien, Portugal in einer Schicksalsgemeinschaft.
Endlich hat das Wort mal inen Sinn.
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11. 02. 2010, 14:56 #16
Re: Griechendland-Krise: EU ein Fass ohne Boden?
Wenn man pleite ist, kann man eben besser verhandeln.

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11. 02. 2010, 14:57 #17Mitglied
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11. 02. 2010, 18:37 #18Gesperrt
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Re: Griechendland-Krise: EU ein Fass ohne Boden?
Irgendwie hast Du Recht. So hätte es eigentlich auch schon bei der Finanzkrise laufen können. Alle zurück auf Los und jeder mit 200 Euro Startgeld, und der Ex-Millionär fängt mit einem Würstchenstand wieder an.
Das wäre wenn schon kein Sozialismus, dann wenigstens echter Kapitalismus, nicht unsere vermurkste Sorte heute, wo Staatintervention die krisenhafte Umverteilung unterbindet.
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11. 02. 2010, 20:56 #19
Re: Griechendland-Krise: EU ein Fass ohne Boden?
Die Deutschen mit türkischer Abstammung welche in Deutschland fleißig Steuern zahlen, werden bestimmt Freudensprünge machen beim Gedanken daran den Griechen ihre Schulden bezahlen zu dürfenFalls es später doch noch zu finanziellen Hilfen kommen sollte, dürfte auf Deutschland als größte Volkswirtschaft der Euro-Zone die größte Belastung zukommen.


Sind ja nicht gerade wenige...
Ich wäre ja dafür das ein Land das Schulden macht generell eine Hypothek dafür anbieten muss.
Beispielsweise irgendwelche Rohstoffe, staatliche Unternehmen usw. gibt ja wirklich genug.
Und wenn dieses Land dann pleite geht, tja dann gehen eben die Ölfelder oder das staatliche Bahnunternehmen an die Banken...
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11. 02. 2010, 21:10 #20Gesperrt
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Re: Griechendland-Krise: EU ein Fass ohne Boden?
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