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  1. #1
    Gesperrt Avatar von Ghandy
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    Standard Die sich abzeichnende Neue Weltordnung

    Interview mit Jochen Scholz über die USA, deren Außenpolitik und die politischen und militärischen Folgen von 9/11 sowie der Finanzkrise für die bisherige Weltordnung.

    zur News

  2. #37001
    大麻のゴブリン Avatar von maddog
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    Standard Re: Die sich abzeichnende Neue Weltordnung

    
    Wenn prozesstaktisch bedeutet, den Prozeß zu verlängern, sollte sich einer der ursprünglichen Verteidiger eine schöne, chronische Krankheit zulegen, am besten eine chronische Depression oder Alkoholismus. Erstere erfordert etwas schauspielerisches Talent, zweiteres eine gesunde Leber.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Kriz0

  3. #37002
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    Standard Re: Die sich abzeichnende Neue Weltordnung

    Da die Schlussworte der Zschäpe-Verteidiger wieder mal durch einen Befangenheitsantrag der Wohlleben-Verteidigung hinausgezögert wurden habe ich mal wieder Zeit den zusammenfantasierten Schrott von diesem "Möchte-gern-ein-NSU-Experte-sein"-Thomas Moser auseinanderzunehmen:

    Die Mord-Ceska sollen Ralf Wohlleben und Carsten Schultze beschafft haben. Schultze hat die Waffenbeschaffung gestanden, kann aber nicht mehr zweifelsfrei sagen, dass es sich um die Ceska 83 gehandelt hat. Wohlleben hat gestanden, eine Pistole in der Hand gehabt und einen Schalldämpfer aufgeschraubt zu haben. Es soll sich aber nicht um die Mordwaffe gehandelt haben.

    https://www.heise.de/tp/features/NSU...n-3993925.html
    Das muss Schultze auch gar nicht denn in letzter Instanz ist das absolut nicht ausschlaggebend und von daher unbedeutend! Die ballistischen Untersuchungen der in Zwickau gefundenen CZ83, die Seriennummer wie auch die kriminalistischen Ermittlungen zum Herkunftsweg beweisen eindeutig das es sich um die zentrale Mordwaffe der Ceska-Serie handelt! Und das wiederum passt exakt mit den Aussagen von Schultze mit ihm als Kurier und Wohlleben als Waffenorganisator zusammen!

    Siehe auch: http://board.gulli.com/thread/153749...1#post14872481

    Nach über zwei Jahren des Schweigens vor Gericht hatte Wohlleben, wie Beate Zschäpe, im Dezember 2015 sowie im Januar 2016 Aussagen vor dem Gericht gemacht und Fragen beantwortet. Er hat damals aber nicht vorgetragen, was seine Anwälte nun seit Anfang 2018 geltend machen - nicht nur zwei Jahre später, sondern auch ein halbes Jahr nach Ende der Beweisaufnahme und dem Beginn der Plädoyers: Die fragliche Ceska-Waffe sei über die Personen Jug Puskaric und Sven Rosemann an das Trio gegangen und eben nicht über Wohlleben. Auch Jürgen L. soll von Rosemann einmal eine Waffe bekommen haben. Puskaric, Rosemann und L. gehörten, wie Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe, zum rechtsextremen Thüringer Heimatschutz.

    https://www.heise.de/tp/features/NSU...n-3993925.html
    Das ist vollkommener Blödsinn und nur der schwächliche wie auch klägliche Versuch dieses Neonazi-Bastards seinen mickrigen Hals irgendwie aus der Schlinge zu ziehen, das ist alles! Selbst wenn, und die Betonung liegt hier sehr stark auf dem "Wenn", hier irgendwer irgendwo bei irgendwem eine CZ83 gesehen haben will so ist das noch lange keine Beweis das dies auch tatsächlich so war. Es spielt ohnehin keine Rolle da die normalen Ausführungen dieser Waffe zu tausenden existieren und die haben allesamt nichts mit der Mordwaffe zu tun da diese aus einer Spezialserie stammt. Und die Ermittlungen zum Verlaufsweg der Mordwaffe haben eindeutig die Verwicklung von Wohlleben aufgezeigt!

    Zum Beginn des Verhandlungstages stellte die Verteidigung Wohlleben ihren angekündigten Beweisantrag: Jug Puskaric und Sven Rosemann, beide aktiv in Neonazi-Szene und Rotlichtmilieu, sollen als Zeugen geladen werden, sie würden bestätigen, dass sie und nicht Wohlleben und Schultze die Mordwaffe Ceska besorgt hätten. Die genannten werden dies indes wohl kaum bestätigen – und auch ansonsten spricht inhaltlich nichts für die Richtigkeit der These der Verteidigung.

    So beantragte die Bundesanwaltschaft, den Antrag abzulehnen – tat dies aber, wenn auch wortgewaltig, so doch praktisch allein mit Förmeleien und ohne jeden inhaltlichen Tiefgang. So war es wieder einmal an Nebenklägervertreter Hardy Langer, den Ermittlungsbehörden auf die Sprünge zu helfen und anhand der zu Puskaric und Rosemann bekannten Tatsachen darzustellen, warum gar nichts für eine Besorgung der Tatwaffe durch diese beiden spricht. So hatte etwa die Verteidigung ihren Antrag zentral darauf gestützt, ein anderer Zeuge habe bei Rosemann einmal eine Ceska 83 gesehen – aber verschwiegen, dass diese Waffe auf Grund technischer Merkmale, insbesondere eines verkürzten Laufes, in keinem Fall als die Tatwaffe der Ceska-Morde in Betracht kommt.

    https://www.nsu-nebenklage.de/blog/2...018/#more-2085
    Dennoch: Wie es aussieht, gab es eine zweite Lieferkette von Waffen, die zudem den obersten Ermittlungsbehörden seit langem bekannt sein muss. Auffällig ist, dass die Bundesanwaltschaft sich dazu nicht nur nicht äußert, sondern sogar den Eindruck erweckt, es handle sich um eine mutwillige Behauptung. In ihrer Entgegnung auf den ersten Wohlleben-Antrag von Ende Februar 2018 wird Oberstaatsanwältin Annett Greger von den Prozessbeobachtern NSU Watch so zitiert: "Das neue Konstrukt wurde offensichtlich schlichtweg erfunden." Es sei eventuell gar "ein rechtsmissbräuchliches Vorgehen der Verteidigung".

    https://www.heise.de/tp/features/NSU...n-3993925.html
    Und damit steht die Bundesanwaltschaft nicht alleine da denn auch die Nebenklage sieht darin keinerlei Sinn, Logik oder Ernsthaftigkeit:

    Gegen Ende des Verhandlungstages beantragte die Verteidigung Wohlleben erneut die Ladung des Zeugen Sven Rosemann: dieser werde bestätigen, dass Böhnhardt im Sommer 2000 telefonisch eine Waffe bei ihm bestellt und er, Rosemann, über Jürgen Länger eine Ceska 83 besorgt und Böhnhardt übergeben habe. Irgendeinen Grund für die Annahme, dass der Zeuge diese von der Verteidigung zurechtgezimmerte Geschichte tatsächlich bestätigen wird, schilderte die Verteidigung nicht – ein klassischer Fall eines „ins Blaue hinein“ gestellten und daher abzulehnenden Antrags.

    https://www.nsu-nebenklage.de/blog/2...018/#more-2131
    Fazit: Nichts weiter wieder als der typische herbeispekulierte Unsinn wie man ihn seit Jahr und Tag von Moser gewohnt ist!

  4. #37003
    Mitglied Avatar von Kriz0
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    Standard Re: Die sich abzeichnende Neue Weltordnung


  5. #37004
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    Standard Re: Die sich abzeichnende Neue Weltordnung

    omg. dann besser nichts posten und sich geschlossen halten....
    Für diesen Beitrag bedankt sich Kriz0

  6. #37005
    Mitglied Avatar von Kriz0
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    Standard Re: Die sich abzeichnende Neue Weltordnung

    Mhm, in München steht ein Hofbräuhaus, in Düsseldorf ein Arschlochzuchtverein.. sorry for Off-Topic

  7. #37006
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    Standard Re: Die sich abzeichnende Neue Weltordnung

    6. Posten und verlinken von Video Beiträgen

    Dieses ist generell unerwünscht! Geduldet wird allenfalls ein Link mit einer ausführlichen Inhaltsangabe vorab.


    wenn dir das nicht passt siehe oben : "dann besser nichts posten und sich geschlossen halten.... "

  8. #37007
    Mitglied Avatar von Kriz0
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    Standard Re: Die sich abzeichnende Neue Weltordnung

    Junge, geh sterben, ich komm freiwillig mit... 4.5 Mio Hits.. #done

    Geändert von Kriz0 (30. 03. 2018 um 20:41 Uhr)

  9. #37008
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    Standard Re: Die sich abzeichnende Neue Weltordnung

    Zitat Zitat von 3THINKER
    Zitat Zitat von Hansdetektiv
    Wieso hatte eigl. das sächsische Innenministerium die Telefonnummer von Beate Zschäpe, wenn die 3 doch angeblich im Untergrund lebten? Wer kann mir das erklären?
    Obwohl der User, der das Thema anschnitt, bereits der Vergangenheit angehört, ist die Frage nicht weniger interessant. [...] Dann wäre aber nicht von einem Rätsel die Rede und der Untersuchungsausschuss könnte sich wichtigeren Dingen zuwenden.

    https://www.allmystery.de/themen/pr81183-132#id21744017
    Bei Allmystery hängen sie mal wieder mächtig hinten dran! Das kommt davon wenn man veraltete Quellen heranzieht und sich nicht mit den amtlichen Untersuchungsergebnissen beschäftigt - der NSU-Bundestagsuntersuchungsausschuss II hatte sich mit der Frage eingehend beschäftigt und diese aufgeklärt:

    aaa) Ermittlung der Mobiltelefonnummer von Frau „Dienelt“

    Im Rahmen der Suche nach Frau „Dienelt“ wurde auch deren Mobiltelefonnummer ermittelt. Im DFE-Einsatzbericht der PD Zwickau vom 4. November 2011 steht unter
    der Zeitangabe 17.50 Uhr folgender Eintrag:

    Information PHK Mittmann - Frau Dietel [Dienelt, Anm.] hat
    nach Angaben des Nachbar, Herrn W., das Handy, Tel. 0162[…].


    Dazu befragt, ob er die besagte Mobilfunknummer der Polizei mitgeteilt habe, hat der Zeuge L. W. ausgesagt, nach der Telefonnummer nicht gefragt worden zu sein. Die Telefonnummer von Frau „Dienelt“ habe er nach seiner Erinnerung nicht gehabt. Er hätte auch keine Veranlassung gehabt, eine solche Telefonnummer in seinem Mobiltelefon zu speichern. Er hat weiter erklärt:

    „Wenn was war, hätte sie ja rüberkommen können und klingeln,
    oder wenn sie mich sieht, hat sie mir meistens das mitgeteilt,
    wenn sie was hatte […].“

    Auf die Frage, ob Frau „Dienelt“ ihn einmal wegen eines Wasserrohrbruchs in seiner Wohnung angerufen habe, hat der Zeuge geantwortet:

    „Das stimmt. Da hat die mir Bescheid gesagt, dass der junge
    Mann über ihr - - Der war meistens nie da, oder es war wohl so
    ein komischer Typ, sage ich mal. Jedenfalls hat der irgendwie - -
    Ist da ein Heizungsrohr geplatzt bei ihm oben, und das ist dann
    an der Wand runtergelaufen. Und da habe ich gesagt: ‚Da müsst
    ihr halt die Verwaltung anrufen‘.“

    Später wurde das Mobiltelefon, das mit der SIM-Karte unter der Telefonnummer von „Susann Dienelt“ am 4. November 2011 in Benutzung war, vom Bundeskriminalamt ausgewertet. In dessen Rufliste findet sich ein „angenommener Anruf“ von „W.“ am 11. April 2010. Die Nummer von L. W. war dort auch als Kontakt - unter der Bezeichnung „W.“ - eingespeichert. Aus der Rufliste ergeben sich Hinweise auf drei Anrufe zum Anschluss von L. W. Darüber hinaus gab es bereits Anfang 2009 eine Anwahl von einem Anschluss, der damals auf L. W. registriert war, zum sogenannten „Zschäpe-Handy“.

    bbb) Anrufversuche auf dem Mobiltelefon

    Ausweislich des Auswertevermerks der BAO Trio vom 11. Juni 2012 bezüglich der auf dem besagten Mobiltelefon am 4. November 2011 eingegangenen Anrufe gab es zwischen 16.32 Uhr und 21.06 Uhr insgesamt 30 Anrufversuche auf das Mobiltelefon. Die Rufnummern der Anrufer konnten nachträglich folgenden Anschlussinhabern zugeordnet werden:

    Sächsisches Staatsministerium, Nutzer: Kriminaldauerdienst (zwei Anrufe),

    PD Südwestsachsen (PR Zwickau West) (drei Anrufe),

    PD Südwestsachsen (IPZB Wilkau-Haßlau (ein Anruf)

    Uwe K., Sozialwerk der Polizei Sachsen (zwei Anrufe),

    Sächsisches Staatsministerium, Nutzer: Diensthandy Einsatzzug (neun Anrufe).

    Der Zeuge PR Philipp hat dazu in seiner Vernehmung erklärt:

    „Es gab insgesamt, glaube ich, 15 Anwahlversuche durch Kräfte der Polizei Südwestsachsen, zum einen vom Festnetztelefon, zum einen auch von Handys. Das war zum einen vom Kriminaldauerdienst, zum Zweiten vom Einsatzzug, vom Lagezentrum, vom Kollegen Müller, meinem Abwesenheitsvertreter, und auch vom Leiter des Lagezentrums. Mir ist erinnerlich, dass die ersten Anwahlversuche nicht zustande kamen, weil das Gegenüber nicht abgenommen hat, und die letzteren Anwahlversuche fehlgingen, weil das Handy ausgeschaltet war. Es war also auch nicht mehr zu orten. Wo jetzt die Schnittstelle war, kann ich jetzt nicht sagen, also wo dann irgendwann das Handy ausgeschaltet worden ist.“

    Abschlussbericht des NSU-Bundestagsuntersuchungsausschuss II, Seite 216 - 218

    „Vernichtete Akten können nicht mehr geprüft werden“

    Insgesamt waren von der Vernichtungsaktion die Akten von sieben Thüringer V-Männern betroffen. Axel M. wurde erst im Oktober 2014 von der Bundesanwaltschaft zu dem Vorgang befragt. Er sagte im Wortlaut: „Vernichtete Akten können … nicht mehr geprüft werden.“ M. gab zudem zu, dass ihm klar gewesen sei, dass die vielen V-Männer des Bundesamtes in Thüringen – M. sprach von „acht, neun oder zehn Fällen“ – in der Öffentlichkeit die Frage aufgeworfen hätte, „aus welchem Grunde die Verfassungsschutzbehörden über die terroristischen Aktivitäten der drei eigentlich nicht informiert worden sind.“

    Mit den dreien meinte der ehemalige BfV-Mitarbeiter Mundlos, Zschäpe und Böhnhardt, die mutmaßlichen Kernmitglieder des NSU. M. sagte außerdem gegenüber der Bundesanwaltschaft: „Die nackten Zahlen sprachen ja dafür, dass wir wussten, was da läuft, was aber nicht der Fall war.“

    Überraschenderweise legt die Kölner Staatsanwaltschaft nun diese Aussage nicht gegen M. aus. Im Gegenteil. In einer langen gewundenen Erklärung nimmt der zuständige Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn den Verfassungsschutzschützer weitestgehend in Schutz. Trotz der belastenden Aussage M.s bei der Bundesanwaltschaft sei nahezu sicher ausgeschlossen, dass M. bei der Aktenvernichtung in verschwörerischer Absicht gehandelt habe. M. habe sich nur Arbeit ersparen und den Aktenbestand bereinigen wollen, so Willuhn.

    Einige andere Aussagen der Staatsanwaltschaft verblüffen gleichermaßen. So seien die V-Mann-Akten wieder alle rekonstruiert worden. Diese Behauptung hatte allerdings bereits der erste NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages widerlegt. Auch sei es in den Akten nur um Randfiguren gegangen, schreibt der Oberstaatsanwalt. Das stimmt ebenfalls nicht, ganz im Gegenteil.

    https://www.welt.de/politik/deutschl...ngestellt.html
    Ich muss zugeben Ich muss zugeben bin etwas überrascht! Dirk Laabs zählt zu den besten NSU-Experten und ich schätze ihn sehr, aber in der obigen markierten Aussage kann ich ihm nicht zustimmen, ganz im Gegenteil ich muss ihm sogar energisch widersprechen! Die Rennsteig-Akten welche "Lothar Lingen" 2011 vernichten ließ, jene sieben V-Mann Akten wurden ausnahmslos rekonstruiert! Das hat der Bundestagsuntersuchungsausschuss I nicht nur in seinem Abschlussbericht festgehalten sondern auch eines seiner damaligen Mitglieder, Clemens Binninger, explizit bestätigt:

    Zitat Zitat von Mouser Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Staatsversagen - Der NSU-Ausschuss und die schwierige Aufarbeitung
    Doch der größte Schock kam gleich am Anfang. Ausgerechnet das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte Akten von V-Leuten in der rechten Szene schreddern lassen.

    Clemens Binninger: "Genau solche Aktionen sind geeignet das Vertrauen zu erschüttern und Verschwörungstheorien Nahrung zu geben. Und deshalb haben wir diese Schredderaktion umfassend untersucht".

    [...]

    Heinz Fromm, Chef des Bundesverfassungsschutzes vor dem Ausschuss. Kurz danach tritt er zurück. Fromm selbst ist schockiert über die Schredderaktionen in seinem Amt. Sollte da etwas vertuscht werden? Hatte der Geheimdienst beim NSU seine Finger im Spiel? Am Ende stellt sich heraus: Ein Beamter hatte sich geirrt und die Akten werden auf Druck des Ausschusses rekonstruiert, aus Kopien die bei anderen Ämtern lagern.

    Clemens Binninger: "Wir durften ja auch, was es noch nie gab in der Geschichte, die geschredderten Akten der V-Leute, sieben Stück, konnten ja wiederhergestellt werden. Und wir durften sie dann ansehen und wussten damit über die Klarnamen Bescheid. Und dadurch waren wir wiederum in der Lage, übereinstimmend zu sagen, diese sieben Akten, diese sieben Personen haben nichts mit dem NSU-Trio oder mit den derzeitigen äh Angeklarten oder Beschuldigten zu tun.

    Ab 16.04 Minute
    http://mediathek.daserste.de/sendung...ie?buchstabe=R

    Zitat Zitat von hasi Beitrag anzeigen
    6. Posten und verlinken von Video Beiträgen

    Dieses ist generell unerwünscht! Geduldet wird allenfalls ein Link mit einer ausführlichen Inhaltsangabe vorab.


    wenn dir das nicht passt siehe oben : "dann besser nichts posten und sich geschlossen halten.... "
    Tja sowas geschieht wenn ein Forum nicht mehr moderiert wird und die Betreiber sich einen Dreck darum scheren was dort passiert. Diese inkompetenten Nullen kriegen ja noch nicht mal mehr die Suchfunktion repariert... wer hätte gedacht das diese einst so aktive Forum mal so tief fallen wird...
    Für diesen Beitrag bedankt sich hasi

  10. #37009
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    Standard Re: Die sich abzeichnende Neue Weltordnung

    Dunning und Kruger lassen grüßen

  11. #37010
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    Standard Re: Die sich abzeichnende Neue Weltordnung

    Es gibt doch tatsächlich Neues von der 9/11 Front zu berichten!

    Erinnert ihr euch noch an diese Hulsey-Studie welche im Auftrag von AE911Truth lanciert worden ist? Zur Erinnerung: Die Truther hatten damals 2015 via Crowfunding eine Studie ins Leben gerufen in der sie ankündigten den Einsturz von WTC7 in einem Computermodell "wissenschaftlich" nachzustellen und überprüfen zu wollen. Sie versprachen damals völlige Transparenz und zeitnahe, ausreichende Kommunikation:

    Zitat Zitat von Leeroy Hulsey
    “We are making this study open, and transparent. Whether you are a physicist, engineer, architect, fire expert, or specialist in another field or just an ordinary citizen we want your participation.”

    “We are making all of our data available on-line. Every aspect of our process regarding the model will be shared and we will be giving regular updates from the lab as we continue our work.”

    “Join us in getting to the bottom of why World Trade Center 7 collapsed on September 11th, 2001”. (emphasis added)

    http://www.internationalskeptics.com...postcount=2330
    Für das 9/11 Truthmovement war das wieder so was wie ein neuer Glaubensanker an den sie sich klammern konnten nachdem ihr vormaliger Spitzenreiter, Raketen-Niels, mit seinem Nanothermithoax - wie es von Anfang an zu erwarten gewesen ist - fulminant scheiterte und damit seine Pole Position verlor!

    Schon 2016 als cathari die Studie hier im Forum publik machte gab es ernsthafte, berechtigte Zweifel an derlei Zusagen und Versprechungen denn:

    Zitat Zitat von Mouser Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von cathari Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Mouser Beitrag anzeigen
    Entgegen ihren eigenen Versprechungen und Verkündungen sind sämtliche Videos schon über ein Jahr alt und augenscheinlich tut sich auch überhaupt nichts. Soviel also zur angeblichen Transparenz und der Zusage man würde regelmäßig auf dem laufenden gehalten werden...
    Dr. J. Leroy Hulsey und sein Team bleiben am Ball. [...] Außerdem kann sich jeder für den Newsletter anmelden und wird benachrichtigt, wenn neues Material der Forschung verfügbar ist.
    Das behaupten sie schon seit einem Jahr - augenscheinlich ist keinerlei Fortschritt zu erkennen noch gibt es ausreichend Kommunikation oder Transparenz wie es eigentlich zugesagt worden ist. Wie immer bei diesen ganzen Trutherprojekten sind ihre Worte und Ankündigungen größer als ihre Taten und die tatsächlichen sichtbaren Ergebnisse!
    Jetzt im Jahr 2018, rund zwei Jahre später, hat sich natürlich - wie könnte es bei den Truthern auch anders sein - nichts großartig geändert! Sämtliche Videos auf der Projektseite sind schon bald zwei Jahre alt und die angekündigte Veröffentlichung des finalen Reports für den August 2017 wurde mehrfach nicht eingehalten und immer wieder verschoben, genauso wie auch die Entwurfsstudie. Zuletzt galt der 30. März 2018 als fixer Termin:

    Zitat Zitat von Oystein
    According to the project's page at the University's domain, the project ends on April 30th.

    That's less than 8 weeks from now.

    AE's project page, wtc7evaluation.org states that a "draft report of the study is scheduled for release in early 2018 and will be open for public comment for a six-week period, allowing for input from the public and the engineering community. The final report will then be published in May or June 2018".

    Suppose they release the draft today.
    Then add six weeks for comments to come in.
    That period will end April 17th.
    They would then have 13 days left to work the comments into a final report.

    Or they'll break the deadline.

    OK, let's say it loud and clear: Hulsey's team will break the deadline.

    Remember: The draft, which still isn't out today, was as recently as September 2017 promised to be out in the public no later than November 2017, i.e. in under 3 months. We have beem waiting for almost 6 months now.

    Will they also exceed the budget ($316,153)?

    http://www.internationalskeptics.com...postcount=2441
    Heute ist der 31. März 2018 und es ist - wie es von Anfang zu erwarten war - natürlich nichts passiert! Stattdessen gab es vor ein paar Tagen nur ein kleines Update von Hulsey zur aktuellen Situation:

    Dr. Leroy Hulsey gave the following update on March 27, 2018:

    To all who have been following the University of Alaska Fairbanks study on the collapse of World Trade Center Building 7:

    First, I would like to thank you for your interest in and support of the study.

    We had planned to release our findings for public review early this year. However, research often takes unexpected turns, and the more complicated the problem, the more difficult it is to predict the completion date. We are still in the process of studying hypothetical collapse mechanisms and attempting to simulate the building’s failure. Our goal is to determine, with a high degree of confidence, the sequence of failures that may have caused the observed collapse and to rule out those mechanisms that could not have caused the observed collapse.

    We will release our findings for public review when we are sure we fully understand the mechanisms that are likely to have caused the observed collapse and those that clearly did not occur and could not have caused the observed collapse. We expect to publish our findings later this year, but we will refrain from naming a completion date, given the unpredictability of the research process.

    Again, we thank you for your interest in our study and we appreciate your patience as we strive to bring a truly scientific answer to the important question of how WTC 7 collapsed on September 11, 2001.

    Dr. J. Leroy Hulsey

    Chair, Department of Civil and Environmental Engineering

    University of Alaska Fairbanks

    http://www.wtc7evaluation.org/
    Tja ich denke es ist damit für jedermann offensichtlich was das zu bedeuten hat! Zuallererst machen sie eine großspurige Ankündigung von wegen "wissenschaftlicher" Neu-Untersuchung des Einsturzes von WTC7, es werden Transparenz und zeitnahe Updates versprochen, dann tut sich augenscheinlich für bald zwei Jahre absolut nichts, die Versprechungen werden nicht eingehalten, die angekündigten Veröffentlichungstermine werden ebenfalls überschritten und immer wieder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben und nun schreiben sie nur noch das sie im Laufe des Jahres veröffentlichen wollen aber keinen konkreten Zeitpunkt nennen können.

    Mal ganz ehrlich: Es ist doch schon jetzt abzusehen das dies eine absolute Nullnummer werden wird! Das ist doch genau diese typische Truthergebaren wie man es seit beinahe 17 Jahren von ihnen gewohnt ist! Stets irgendwelche angeblich "revolutionären" Veränderungen ankündigen aber das Ende vom Lied ist immmer das gleiche - nichts als heiße Luft und viel Palawer! Mit der Hulsey-Studie wird das nicht anders sein! Die haben in den letzten zwei Jahren nichts veröffentlicht außer ihren großsprecherischen Behauptungen warum sollte jetzt plötzlich etwas kommen nachdem sie gerade erst wieder ihre ursprüngliche Deadline nicht einhalten konnten?
    Für diesen Beitrag bedankt sich ROSELLI

  12. #37011
    Mitglied Avatar von Kriz0
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    Standard Re: Die sich abzeichnende Neue Weltordnung

    Auauaua! https://www.bild.de/unterhaltung/leu...4344.bild.html Frohe Ostern! Gott sei Dank gibts nichmehr viele von eurer Sorte..

    INFLUENC.I.A



    Interessanterweise wurde im selben Gespräch erwähnt, dass China viele Proben des Abfalls vom 11. September 2001 aufbewahrt und auf Kern-, Thermit- und Energiestrahlung getestet hat, neben anderen relevanten forensischen Faktoren.

    Wenn Präsident Donald Trump bereit ist, eine unabhängige Untersuchung des 11. September zu unterstützen, scheinen die Chinesen relevante Informationen von hoher Beweisqualität zur Verfügung zu haben."

    Dieses ist jetzt in hohem Grade relevant, weil letzte Woche ein US-Richter einen saudi-arabischen Regierung Versuch zurückwies, Prozesse gegen ihn betreffend die 9/11 Angriffe zu entlassen.

    http://abcnews.go.com/International/...suits-54084366

    Pentagon-Quellen haben zuvor erklärt, dass die Taktik, Saudi-Arabien zu verklagen, dazu gedacht war, die wahren Täter dieser Angriffe - die khazarische Mafia - aufzudecken.

    Die Räder der Gerechtigkeit mahlen langsam, aber sie mahlen zu Staub und kommen diesen Mördern immer näher.

    http://www.kaleidoscop.com/fulford.htm

    Geändert von Kriz0 (06. 04. 2018 um 00:57 Uhr)

  13. #37012
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    Standard Re: Die sich abzeichnende Neue Weltordnung

    Beginnen heute im NSU-Prozess endlich die Schlussworte der Verteidigung? Es wird sich in wenigen Stunden zeigen aber falls nicht habe ich hier einen tollen Dokutipp, ist schon ein paar Monate her hat jedoch von seiner Brisanz absolut nichts verloren:

    Planet Wissen - NSU - Das Umfeld der Rechtsterroristen
    http://www.ardmediathek.de/tv/Planet...entId=46616828

    Für mich als Insider in der Thematik jetzt nichts Neues aber ich stimme dem Inhalt zu 99,8 % zu wobei ich mir an manchen Stellen gewünscht hätte das sie die ein oder andere Erklärung hinzufügen, Sachen richtigstellen usw. aber im Großen und Ganze wird das alles sehr gut rübergebracht. So ist das halt wenn wahre NSU-Experten wie Dirk Laabs und Katharina König-Preuss zu Wort kommen und nicht solche verschwörungstheoretische Quarktaschen alá Wolfgang Schorlau, Thomas Moser oder Wolf Wetzel welche außer Dummschwatz nichts auf dem Kasten haben!

  14. #37013
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    Standard Re: Die sich abzeichnende Neue Weltordnung

    Das unnötige Verzögerungstheater der Verteidiger im NSU-Prozess geht auch in dieser Woche weiter. Grund zur Langeweile ist dennoch nicht gegeben denn es ist ein tolles Interview mit Tanjev Schultz, einem erfahrenen Prozessbeobachter, erschienen und dessen Aussagen bringen es so ziemlich auf den Punkt:

    Neonazi-Terror des NSU: „Das war staatliches Organversagen“

    Herr Schultz, zehn Menschen fielen dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) zum Opfer, bevor die Neonazi-Zelle aufflog. Was ist da bei den deutschen Ermittlungsbehörden schief gelaufen?

    Tanjev Schultz: Es war ein komplettes staatliches Organversagen.

    War es ein strukturelles Versagen oder mehr – ein bewusstes Wegschauen von Ermittlern, die auf dem rechten Auge blind sein wollten?

    Tanjev Schultz: Das ist eine der Kernfragen, die viele bewegt. Ich bin vorsichtig mit Aussagen, die zu viel Absicht hineindeuten. Das ist zwar an einigen Punkten nachvollziehbar, aber insgesamt ist mein bisheriges Fazit: multiples Versagen in einer Mischung aus fragwürdigen Methoden, Strukturen und Mentalitäten. Dem Chaos von Ämtern, die sich gegenseitig behindern und misstrauen. Dem V-Mann-Unwesen, das ein heikles Spiel des Staates ist mit Leuten, die ja weiter Extremisten sind. Und dann gab es teils auch Vorurteile von Ermittlern und ein Herunterspielen der Bedrohung durch Neonazis. Was ich bisher nicht erkennen kann, ist, dass der Staat quasi Drahtzieher und Auftraggeber der NSU-Morde war, wie es Verschwörungstheoretiker von ganz rechts und von links behaupten.

    Sollte das System der V-Männer abgeschafft werden?

    Tanjev Schultz: Im NSU-Fall hat es auf jeden Fall überhaupt nicht funktioniert. Es hat im Gegenteil die Situation verschlimmert. Es kann aber sein, dass es in jüngster Zeit Fälle in der Terrorabwehr gab, in denen V-Leute ihren Zweck erfüllt haben und vor konkreten Bedrohungen gewarnt haben. Das ist leider sehr intransparent und kann daher von der Öffentlichkeit und von Journalisten nur sehr schwer bewertet werden.

    Welche Rolle spielte denn der Verfassungsschutz im NSU-Komplex?

    Tanjev Schultz: Es war ein Desaster. Es gab in der fraglichen Zeit, als das NSU-Trio untertauchte, einen völlig obskuren Zustand des Verfassungsschutzes in Thüringen. Der damalige Präsident war damals schon eine höchst umstrittene Figur und ist es heute umso mehr, als er nun – nicht mehr im Amt – in eigene Verschwörungstheorien abgedriftet ist. Das lässt Schlimmes vermuten, belegt aber nicht, dass der Verfassungsschutz den NSU beauftragt hat. Die Neonazis waren bereits bis in die Haarspitzen radikalisiert, die brauchten keine weitere Anleitung. Und was man noch sagen muss: Auch die Polizei hat in dem Fall eine sehr unrühmliche Rolle gespielt.

    In diesem Zusammenhang wird immer wieder auf das Internetcafé in Kassel verwiesen, wo ein Verfassungsschutzbeamter anwesend war, während der türkische Cafébetreiber erschossen wurde. Was steckt hinter diesem Rätsel?

    Tanjev Schultz: Das ist Anlass für viel Unruhe und berechtigte kritische Fragen. Obwohl die Polizei hier energisch war und gegen den Agenten ermittelte, ist nicht hundertprozentig aufgeklärt, wie es war. Welchen Grund hatte der Mann, in dem Café zu sein? Für mich ist es plausibel, dass der Grund war, dass er im Internet auf einer Flirtline chatten wollte, und zwar nicht zum ersten Mal. Das ist belegt. Ich sehe keine Anzeichen, dass er ein Komplize der Mörder war. Was die Sache aber so schlimm macht: Dass er wahrscheinlich etwas von dem Mord mitbekommen oder die Leiche gesehen hat, dann aber nicht eingriff und sich auch nicht als Zeuge meldete.

    Bei den Angehörigen der Opfer herrscht schon jetzt Enttäuschung

    Der Prozess dauert nun beinahe fünf Jahre. Die Erwartungen waren hoch. Was hat er geleistet, was kann er leisten? Wie wird die Bilanz aussehen – auch aus Sicht der Hinterbliebenen?

    Tanjev Schultz: Die hohen Erwartungen führen dazu, dass bereits jetzt große Enttäuschung herrscht bei den Angehörigen der Opfer. Die Mutter des getöteten Halit Yozgat aus Kassel hat in bewegenden Worten gesagt: Im Gericht habe man gearbeitet wie die Bienen, aber keinen Honig produziert. Das ist eine Sicht, die viele Angehörige teilen. Man muss aber auch sagen: In einem Strafprozess kann ein Fall wie dieser nicht restlos aufgeklärt werden. Doch ich denke nicht, dass dieser Prozess gar nichts gebracht hat oder eine Farce war. So mühsam es war und ist: Die Beweisaufnahme hat viel geleistet.

    Was hat der Prozess konkret gebracht?

    Tanjev Schultz: Die Täterschaft der Neonazis ist, entgegen vielen Legenden, nach meiner Bewertung erwiesen. So hat der Prozess eine Basis geschaffen für ein solides Urteil, das Bestand haben kann. Das ist bei einem solch schwierigen Prozess nicht wenig. Zudem wurden viele Facetten und Absurditäten offengelegt: Viele Zeugen aus der rechten Szene haben sich selbst demaskiert. Auch das störrische Verhalten mancher Verfassungsschutzbeamter wurde sichtbar. Und die historische Misere nach der Wiedervereinigung, als in Ostdeutschland die Neonazi-Szene rasch erstarken konnte.

    Gab es für Sie ergreifende Momente im Prozess?

    Tanjev Schultz: Man darf natürlich nicht zu sehr eigenen Emotionen freien Lauf lassen, wenn man als Berichterstatter in so ein Verfahren geht. Es gab aber immer wieder ergreifende Momente. Ich erinnere mich, wie der Vater des getöteten Halit Yozgat aus Kassel sich auf den Boden geworfen hat, um zu zeigen, wie er seinen toten Sohn gefunden hat. Er lag da vor den Richtern und Angeklagten als gebrochener älterer Mann.

    Gegen Feinde des Rechtsstaats hilft nur, bei seinen Regeln zu bleiben

    Dauert der Prozess schon zu lange?

    Tanjev Schultz: Solange die Strafprozessordnung in dieser Form gilt, halte ich gar nichts von Forderungen wie „jetzt macht mal kurzen Prozess“. Gerade gegen die Feinde des Rechtsstaats hilft nur, bei seinen Regeln und Prinzipien zu bleiben. Andererseits heißt das ja nicht, dass man nicht Dinge verbessern und reformieren kann. Vielleicht könnte man die Kaskade an Befangenheitsanträgen eindämmen, ohne einen Verlust an Rechtsstaatlichkeit zu haben.

    Welchen Eindruck haben Sie von der Hauptangeklagten Beate Zschäpe gewonnen. Ist sie eine Mitläuferin oder eine eiskalte Nazibraut?

    Tanjev Schultz: Es ist generell komisch, wenn man einen Prozess so lange verfolgt und nie mit der Angeklagten reden kann. Was man auf jeden Fall merkt, ist, dass sie selbstbewusst ist und manipulative Fertigkeiten hat. Das konnte sie nicht verbergen.

    Was man ihr in Bezug auf ihre Rolle im NSU-Trio negativ auslegen kann...

    Tanjev Schultz: Das hat auch der psychiatrische Gutachter so in Bezug gesetzt.

    Welches Urteil wird am Ende Ihrer Ansicht nach fallen?

    Tanjev Schultz: Die Plädoyers der Verteidiger stehen ja noch aus. Nach derzeitigem Stand rechne ich mit einer lebenslangen Haftstrafe, alles andere wäre eine Überraschung.

    Und was passiert nach dem Urteil. Ist das Thema NSU in Deutschland dann abgehakt und vergessen?

    Tanjev Schultz: Nein, es wird weitergehen. Es gibt viele Leute, die darauf dringen, dass die Aufarbeitung weitergeht, es gibt noch laufende Untersuchungsausschüsse. Ich glaube, das Thema wird immer wieder auftauchen, auch weil es von historischer Dimension ist. Ich sehe aber die Gefahr, dass dadurch die Mythen- und Legendenbildung zunehmen wird und zum Problem werden könnte.

    https://www.augsburger-allgemeine.de...d50874116.html
    Für diesen Beitrag bedankt sich ROSELLI

  15. #37014
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    Standard Re: Die sich abzeichnende Neue Weltordnung

    Tja es ist soweit: Mit Beginn der Verteidigerplädoyers hat nun der finale Akt im NSU-Prozess vor der Urteilsverkündung begonnen! Den Anfang machte heute Zschäpes Wahlverteidiger Hermann Borchert und was davon zu halten ist davon zeugt eine erste fachliche Einschätzung:

    Das Plädoyer der Verteidigung Zschäpe beginnt endlich – und ist noch absurder als befürchtet

    So konnte dann gegen 13 Uhr endlich das Plädoyer des Zschäpe-Verteidigers Borchert beginnen. Dieser teilte mit, er werde sich mit der Beweiswürdigung auseinandersetzen, die rechtliche Würdigung werde sein Kollege übernehmen– eine überraschende Aufgabenverteilung angesichts der Tatsache, dass Borchert noch weniger von der Beweisaufnahme mitbekommen hatte als Grasel. Borchert teilte zu Beginn mit, die Einlassungen Zschäpes habe im Wesentlichen er formuliert. Und so verwundert es insgesamt nicht, dass sich seine „Auseinandersetzung“ mit der Beweiswürdigung der Bundesanwaltschaft in substanzlosen, dafür aber umso schärfer formulierten Angriffen erschöpfte, die den Großteil der seine Mandantin belastenden Beweismittel und Indizien schlicht ignorierte.

    Wir wollen das hier nur an einem Beispiel deutlich machen: Zu Beginn des Plädoyers „widerlegte“ Borchert die Angaben der Bundesanwaltschaft zum Plan des NSU, durch Morde und Sprengstoffanschläge ohne Tatbekennung Menschen mit türkischen Wurzeln zu verunsichern und letztlich dazu zu bringen, Deutschland zu verlassen, mit folgenden „Argumenten“: Die Bundesanwaltschaft habe nicht erklärt, wie dieser Plan habe funktionieren sollen. Zwischen 2000 und 2007 habe wegen der Morde kein einziger türkischer Gewerbetreibender Deutschland verlassen oder nicht betreten, jedenfalls habe das die Beweisaufnahme nicht ergeben. Und das Ziel einer Verunsicherung durch Anschläge mache doch gar keinen Sinn, wenn die Opfer gar nicht wüssten, wer die Morde begangen hat. Dass Anschläge ohne Bekenntnis damals eine vieldiskutierte Strategie in der neonazistischen Szene waren, dass entsprechende Dokumente auch bei den drei NSU-Kernmitgliedern gefunden worden waren, dass das von Zschäpe mit erstellte und verschickte NSU-Video genau diese Strategie widerspiegelt, dass die durch die Taten verursachte Verunsicherung der migrantischen Communities von zahlreichen Zeug_innen im Verfahren geschildert wurde – alles Schnickschnack: Rechtsanwalt Borchert kann sich das nicht vorstellen, es hat sich auch keiner der verunsicherten türkeistämmigen Menschen bei ihm abgemeldet, mehr ist aus Sicht des Zschäpe-Verteidigers nicht zu sagen.

    Ähnlich sophistische und verbohrte Pseudo-Argumente brachte Borchert auch zur sonstigen Beweiswürdigung der Bundesanwaltschaft vor – die tatsächlichen Ergebnisse der Beweisaufnahme ließ er dabei praktisch durchgängig beiseite. Borchert verlas immer wieder Teile der von ihm verfassten Einlassung Zschäpes, ganz so, als sei damit alles Notwendige gesagt. Und wo ihm nicht einmal ein „Gegenargument“ der eben beschriebenen Art einfiel, verlegte er sich eben auf die Feststellung, die Ausführungen der Bundesanwaltschaft „bedürften keiner Widerlegung“.

    Von dieser absoluten Minusleistung waren augenscheinlich auch die „Altverteidiger_innen“ Zschäpes wenig begeistert, wie deren Mienen und regelmäßigen Blickkontakten untereinander zeigten.

    https://www.nsu-nebenklage.de/blog/2...018/#more-2171
    Und nicht vergessen: Borchert ist Zschäpes Vertrauensanwalt... jetzt hat sie den Salat! Ihre damaligen Erstverteidiger Heer, Stahl & Sturm haben sie explizit davor gewarnt eine Aussage zu tätigen und es als "prozessualen Selbstmord" bezeichnet! Aber Zschäpe glaubte ja es besser zu können und mit Borchert/Grasel eine erfolgreichere Strategie zu fahren aber Pustekuchen! Sie kann jetzt nur noch darauf hoffen das Heer, Stahl & Sturm es besser machen werden aber auch das wird ihr letztendlich natürlich nicht helfen, dafür war allein die Beweislage zu Beginn schon zu erdrückend und hat sich im Verlauf des Prozesses bis heute immer mehr erhärtet und verfestigt! Ich frage mich gerade ob ich diese Selbstdekonstruktion der Zschäpe-Verteidiger möglicherweise gar als siebzehnten Beweis für die erwiesene Schuld Zschäpes in meine Liste mit aufnehmen kann...

    Aber wo wir gerade wieder an diesem Punkt sind, Bull sag mal wie war das doch gleich...?

    11. 12. 2013, 07:33
    Zitat Zitat von Sitting-Bull Beitrag anzeigen
    Dabei hatte die Staatsanwaltschaft bisher keine wirklich überzeugenden Argumente vorgebracht, die belegen, dass Tschäpe gleichberechtigtes Terrormitglied war, von den Verbrechern wusste, sie billigte, oder selbst dran beteiligt war.
    11. 12. 2013, 22:53
    Zitat Zitat von Sitting-Bull Beitrag anzeigen
    Einen tatsächlichen Beweis für irgendeine Kenntnis der Morde oder irgendeine Beteiligung an diesen wird ihr nicht nachzuweisen sein.

    Ist bisher nicht, und es ist auch nicht absehbar, woher die Beweise dafür kommen sollten
    .
    17. 03. 2015, 19:32
    Zitat Zitat von Sitting-Bull Beitrag anzeigen
    Tschäpe mag schuldig sein, aber sie ist nur ein Bauern-Opfer-Sündenbock für eine viel größere Sache.
    20. 11. 2015, 11:11
    Zitat Zitat von Sitting-Bull Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich, die Staatsanwaltschaft muss ziemlich verzweifelt sein [...] sowie drauf hingewiesen, wie schwer es für die Staatsanwaltschaft werden dürfte, eine konkrete Tatbeteiligung oder unangezeigtes Vor/-Mitwissen zu beweisen.
    09. 12. 2015, 11:39
    Zitat Zitat von Sitting-Bull Beitrag anzeigen
    Kein Mitglied einer Terrororganisation nach 129a. Keine Beteiligung an Bombenanschlägen oder Morden. Im Wesentlich auch kein Vorwissen .
    09. 12. 2015, 11:39
    Zitat Zitat von Sitting-Bull Beitrag anzeigen
    Zu großen Teilen halte ich die Aussage für glaubwürdig.
    10.12.2015, 08:01
    Zitat Zitat von Sitting-Bull Beitrag anzeigen
    Bis heute jedenfalls gibt es keine Beweise für ihre Mittäterschaft.
    17. 03. 2016, 13:12
    Zitat Zitat von Sitting-Bull Beitrag anzeigen
    Nur ihr das konkret nachzuweisen wird schwer sein und bleiben. Bis jetzt hat das Gericht keine überzeugende Beweise dafür gesehen, nicht mal mit ihrer lächerlichen Einlassung.
    17. 03. 2016, 13:12
    Zitat Zitat von Sitting-Bull Beitrag anzeigen
    PS: Heute noch soll das Urteil in Sachen Brandanschlag Salzhemmendorf gefällt werden [...] Ich verwette 100 Besen drauf, dass Schepäs Strafmaß das von diesem Prozess nicht übersteigen wird
    12. 09. 2017, 14:36
    Zitat Zitat von Sitting-Bull Beitrag anzeigen
    Noch ist Zschäpe nicht verurteilt...der Prozess bleibt eine Farce...
    Für diesen Beitrag bedankt sich hasi

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