Ich hätte ja auch nichts mehr zu dem Thema gesagt. Da du aber so überschwänglich davon schwärmst, wollte ich auch noch mein abschließendes Statement absondern.
Mag sein, dass so was jemanden gefällt. Mein Ding ist das nicht. Auch der Schwierigkeitsgrad ist mir zu hoch. Bei Crysis2 oder Rage muss ich wenigstens nicht ins Gras beißen. Bei Dead Island andauernd und das nervt zusätzlich.
Also ich fand das Spiel absolut gelungen, trotz Bugs und manch Ärgernis. Ich bin beispielsweise 109 mal beim ersten Durchspielen gestorben. Das is schon bitter, resultiert aber aus dem nunmal nicht so gelungenen Respawn-System. Da wird man von ner Horde Zombies überrannt und respawnt dann 2 Meter weiter und kriegt direkt wieder auf den Sack. Das Ganze dann 5-6 mal bis man irgendwie das Gesindel gemeuchelt hat. Ärgerlich, kam aber nun auch wieder nicht so oft vor, dass man gleich die Flinte ins Korn schmeissen müsste. Fürs Ableben lediglich 10% der Kohle zu verlieren und ansonsten quasi keine Konsequenz zu haben, ist eigentlich fair.
Kann auch nicht nachvollziehen, wieso die Spielfigur zu langsam sein soll. Ich hatte diese Schwarze, die Expertin für Schusswaffen ist. Ihr Rage ist wahrscheinlich am effektivsten und macht den stärksten Gegner platt. Wenn man sich entsprechend die Perks wählt, hat man nach paar Kills auch schon wieder die Rage-Leiste voll und kann wieder losballern. Munitionsprobleme hatte ich eigentlich nie und hab, wenns hoch kommt, 2-3 mal selbst Munition hergestellt. Man brauch die Schusswaffen eigentlich nur gegen menschliche Gegner, wer auf Zombies schiesst, brauch sich nicht wundern. Das normale Zombievolk kann man dermaßen leicht mit Sprungkick und Headstomp ausschalten, dass jede Kugel Verschwendung ist.
Ich würde dem Spiel insgesamt etwa 8/10 Punkten geben, gegen Ende dacht ich dann doch des öfteren, dass langsam aber auch mal gut ist und ich langsam gern mal die Credits sehen würde. 4 Stunden Battlefield 3 sind lächerlich, aber zu lang sollte ein Spiel auch nicht dauern. Ich kann das Spiel jedenfalls jedem empfehlen, der ernste Zombie-Action sucht und nicht irgendwelchen selbstironischen Klamauk.
Das Einzige, was mich wirklich genervt hat, war die Tatsache, dass in allen Zwischensequenzen grundsätzlich immer alle Charaktere auftraten, nicht nur der von mir gewählte. Man kämpft und ackert sich allein durchs Spiel, dann tauchen aber jedes mal die anderen Fressen auf. Wo wart ihr Pansen denn, als ich eben von 4 Infizierten angegriffen wurde? Hätt ich mir eher auf den jeweiligen Charakter abgestimmte Sequenzen gewünscht, dann wäre der Wiederspiel-Faktor auch viel höher.
Also die Kritikpunkte von TrentReznor kann ich zu 100% unterzeichnen!
Die sind nicht von der Hand zu weisen. Aber wie er schon geschrieben hat - keiner davon war so nervend, dass ich das Spiel in die Ecke geschmissen hätte.
Was den Schwierigkeitsgrad angeht:
Den empfinde ich ebenfalls als knackig, aber das ist auch gut so!
Einerseits weil man richtig zu kämpfen hat (teilweise wird man richtig richtig gefordert) - und andererseits weil man dadurch eben erst recht eingeladen wird, mit den Waffen und der Umgebung zu experimentieren...
Ich selber habe erst ab dem zweiten Kapitel kapiert, wie sehr man sich die Umgebung zu Nutze machen kann. Sprich Mauern, Auto & Hausdächer, umherliegende Gegenstände, etc...
Nutzt man dies, merkt man auch das extrem geniale Leveldesign - und dass sich sehr wohl jemand was dabei gedacht hat.
Zumindest mehr, als an allen Ecken und Enden die obligatorischen Benzinfässer zu platzieren, wie es Crysis2 zb. exzessiv gemacht hat.
Läuft man stur und auf die hektische Art durch die Gassen, frustriert einen das Spiel definitiv zu Tode - und das kann man wörtlich nehmen
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