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Kriegsgegner
Registrierungsdatum: Mar 2001
Ort: x
Beiträge: 475
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Arbeitsamt bald arbeitslos?????
moin moin
klingt ja etwas grotesk, aber als ich heute die nachrichten im tv verfolgt habe, dachte ich , ich spinne. laut ard kann jetzt JEDER eine jobvermittlung gründen. die idee als solches mag ja nicht schlecht sein, ( arbeit für alle ) aber da jede firma auch geld verdienen muss, habe ich echt bedenken.
würde mich mal echt interessieren ob ich hier der pessimist bin, da ich diesem system nicht so ganz über den weg traue ?
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27. 03. 2002, 19:24
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#1
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Nö, ich bin auch son Pessimist. Ich hatte ungefähr vor eineinhalb Jahren mit so ner Zeitarbeitsfirma zu tun, und war mir sicher, dass diese Firmen eigentlich illegal sind und wegen Zuhälterei geschlossen würden, sobald die ersten Streitfälle vor dem Arbeitsgericht ausgetragen werden.
Zuhälterei, weil der zu vermittelnde ja keine Wahl hat, den Job abzulehnen, und auch den Kunden für den er arbeitet nicht selbst bestimmen kann. Auch den Lohn bestimmt der Vermittler(Zuhälter!). Der Lohn , den mein Vermittler mir angeboten hat war etwas mehr als die hälfte von dem was ich vorher verdient hab.
Nun gut, ich hab mich geirrt. Bei der Gewerkschaft nichts zu machen, vor dem Arbeitsgericht verloren, drei Monate Sperre. Diese Firmen beschäftigen ne ganze Bande von Juristen, die dafür gesorgt haben, das die auf was für Verschlungenen Wegen nicht mal Mindesttarife bezahlen müssen. Und deswegen vermehren die Firmen sich auch Seuchenartig.
Den Politikern ist das ja nur recht, weil die Leute nach erfolgreicher Vermittlung keine Unterstützung mehr kriegen, und den Firmen ist es Recht weil sie die Leute auf die Art zu beliebigen Zeitpunkten heuern und feuern können.
Und gegen solche Interessen kommt man halt nicht an. Da werden sich sicher noch lustige Sklavenbasare bilden.
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28. 03. 2002, 00:12
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#2
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Cloogshicer®
Registrierungsdatum: May 2000
Ort: fuck'nmiddlofnowhere
Beiträge: 13.215
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Zitat:
Original geschrieben von Distel
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Ich glaub Du wirfst da zwei Sachen in einen Topf, die nicht wirklich zusammengehören.
Das eine nämlich ist ein "privates Arbeitsamt", welches Dir einen Job vermittelt und das, von dem Du redest ist ein Sklavenhändler, der Deine Arbeitskraft verkauft.
Parrallelen kann man zwischen beiden auftun, nur sind da klar preisliche und vertragliche Unterschiede: der Sklavenhändler bekommt von einer Firma ca. 30.- für JEDE (!!!) Stunde, die Du für ihn arbeitest und von den 30.- bekomst Du ca. 5.- (!!!)
das private "Arbeitsamt" vermittelt Dir aber (i.d.R.) einen "normalen" Job und bekommt dafür "nur" eine einmalige (!) feste" Vermittlungsprovision.
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28. 03. 2002, 00:38
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#3
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Da gebe ich Dir Recht. Streng genommen muss man das noch sauber trennen. Ich neige da ein wenig zum pauschalisieren.
Nur ich sehe das so: Wenn das mit der privaten Vermittlung ein Erfolg werden soll, dann nur,
wenn die privaten Arbeitsvermittler die gleichen Rechte bekommen wie die Zeitarbeitsfirmen, die ja letztendlich auch Arbeitsvermittler sind.
Das Geschäft geht doch nur auf, wenn die privaten in die Lage versetzt werden, die Arbeitssuchenden genau wie die Zeitarbeitsfirmen unter derzeitigen Tarifen zu vermitteln.
Die gesetzlichen Grundlagen verschlechtern sich hinsichtlich der Zumutbarkeitsgrenzen von Jahr zu Jahr. Wenn ein Privater Vermittler jetzt meinetwegen dieses Jahr sagen wir für 10 €/St
Vermitteln kann, dann kann er vermutlich, je nach wirtschaftlicher Lage, den selben Personenkreis im nächsten Jahr für 9,50 oder weniger vermitteln. Und nur darin seh ich dehnen ihr Geschäftsmöglichkeiten. Die besonderen Problemfälle wie Behinderte z.B sollen die ja nicht bekommen, soweit ich das verstanden habe.
Es ist ja nicht so, dass auf 1 Million Arbeitslose 5 Millionen Jobs warten, die solche Firmen notwendig erscheinen lassen, sondern genau umgekehrt. Und was das für Jobs sind, die da nicht vermittelt werden können, ist ja klar. Ist schon bezeichnet, bei welchen Jobs mans mit 500 Mitbewerbern zu tun hat, und bei welchen man die Seuche von potenziellen Arbeitgebern gar nicht los wird, weil sie ein so dringend brauchen.
Deswegen trenn ich das als etwas pessimistischer Mensch nicht allzu scharf.
Edit: und grade seh ich auf WDR , das die Wuppertaler Arbeitsämter gerade mal eine Handvoll dieser Vermittlergutscheine ausgestellt haben. Es gibt scheinbar doch mehrere Skeptiker. Nich alles was als Gutschein kommt, ist ein nettes Ostergeschenk. /Edit.
Geändert von deleted user (28. 03. 2002 um 02:20 Uhr).
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28. 03. 2002, 02:03
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#4
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still crazy after all
Registrierungsdatum: Mar 2000
Beiträge: 783
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diese ganze aktion ist doch nur propaganda!
wir wissen nun alle, dass die arbeitslosenzahlen getürkt sind. aber hat schon jemand von euch ein korrektur der zahlen gelesen?? NEIN!! es wird weiter beschissen. das BAA nennt immer um die 4mio. arbeitslose. unabhängige institute gehen aber von knapp 6 mio. aus.
das soll aber nicht publik werden, klingt ja nicht sehr rosig. also lenken wir mal schnell ab und erfinden gutscheine für private arbeitsvermittler. eine gute idee eigentlich. wer mal arbeitslos war kennt sicher die inkompetenten knechte und mägde im AA.
AAAABER ! ! !
auch private arbeitsvermittler können keine stellen backen. es gibt nun mal zu wenig offene stellen für zu viele arbeitswillige.
eine abhilfe kann nur durch eine grundlegende reform geschaffen werde. also runter mit den arbeitgeberbeiträgen etc. dann wird es wieder interessant personal einzustellen, anstatt nur zu rationalisieren. drastische kürzung der 630.- dm stellen ( wie heissen die jetzt eigentlich? 315.- euro?). begrenzung der studentischen aushilfen.
welcher unternehmer aus dem mittelstand stellt denn heute noch arbeitskräfte mit vollzeitverträgen ein? leider zu wenige. da nimmt man ein paar studis und ein paar 630er, die schaffen das auch. dann noch ein paar freiberufler und ich habe mein personal zusammen ohne jegliche verpflichtung. kein kündigungsschutz, kein mutterschutz kein gar nix.
durch dieses "system" fehlen uns offene stellen für vollzeitverträge und es kommt nicht genug in die rentenkasse, da die studis und 630er ja kaum was bezahlen.
fazit:
es ist völlig egal, wer die nicht vorhandenen stellen verwaltet!!!!
private arbeitsvermittler, die seriös arbeiten sind sicher gut für leutz, die sich mit ihren bewerbungsunterlagen etc. schwer tun.
gruss chewy
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28. 03. 2002, 09:20
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#5
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Bananenrepublikbewohner
Registrierungsdatum: Sep 2000
Ort: Bananenrepublik
Beiträge: 528
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@chewbaka
Zitat chewbaka
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AAAABER ! ! !
auch private arbeitsvermittler können keine stellen backen. es gibt nun mal zu wenig offene stellen für zu viele arbeitswillige
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Da kann ich Dir nur vollends zustimmen. Wer Leute fest anstellt ist doch selbst schuld.
Ich arbeitete letztes Jahr bei einem Verlag der Sueddeutschen Verlagsgruppe, die vor 3 Jahren noch 340 Arbeitsplätze hatten, letztes Jahr nur noch 200, aber 28(!!!!!!)
Aushilfen beschäftigen. Als ich vor 2 Wochen mal vorbeischaute hörte ich von weiteren Kündigung wg. der "schwierigen wirtschalftlichen Lage".
Die Wirtschaft ist nunmal am A.sch!
Bei den Postings über private Arbeitsvermittler sollte man zwischen Zeitarbeitsvermittler, Personalvermittler differenzieren.
Viele Personalvermittler dienen auch als Management für Arbeitssuchende u. Arbeitende. Zahlt der Arbeitgeber nicht genug oder stellt man sich mal etwas anderes vor, kann man sich dort anonym vermitteln lassen. Der Vermittler kassiert "nur" Provision.
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28. 03. 2002, 14:32
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#6
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Ich hab mich noch mal versucht schlau zu machen, über den Auftrag der privaten Jobvermittler.
<font face="verdana, arial, helvetica" size="1"> <b></b></font>
<p><font face="verdana, arial, helvetica" size="2"><blockquote><font face="verdana, arial, helvetica" size="1">quote:</font><hr><i>Original geschrieben von Mike®</i>
<br />
<b>das private "Arbeitsamt" vermittelt Dir aber (i.d.R.) einen "normalen" Job und bekommt dafür "nur" eine einmalige (!) feste" Vermittlungsprovision.
<br />
</b><hr></blockquote>
<br />
Das stimmt nach meinem Kenntnisstand so nicht. Die privaten Arbeitsvermittler sind nicht gehalten, jemand einen normal tariflich bezahlten Job zu vermitteln, sondern das Arbeitsamt vermittelnd zu unterstützen, da die sich nicht in der Intensität um die Arbeitslosen kümmern können.
Es steht nirgends geschrieben, das die privaten nicht an Zeitarbeitsfirmen vermitteln dürfen, der private also beim Arbeitsamt kassiert, und die Zeitarbeitsfirma bei der Wirtschaft.
Die Privaten sollen sich am Erfolgsmodell Maatwerk orientieren.
http://www.wildcat-www.de/zirkular/46/z46zwang.htm
<font face="verdana, arial, helvetica" size="1"> <b></b></font>
<p><font face="verdana, arial, helvetica" size="2"><blockquote><font face="verdana, arial, helvetica" size="1">quote:</font<br />
<b>Die Maatwerk-Projekte funktionieren als stadtteilbezogene Anbieter und Kontrolleure billiger Arbeitskraft. Sie vermitteln vor allem die neuen DrecksJobs der Dienstleistungsbranchen, wie Pizzafahren, Regaleinräumen im Supermarkt, Putzen usw. <br />
</b><hr></blockquote>
<br />
Genau darum geht es doch. Die Leute in Billigjobs zu pressen, und mit Aussicht auf Kopfgelder überwachen, wie das dass Arbeitsamt aufgrund von Unlust oder Personalmangel nicht kann. Notfalls mit Kürzung der Unterstützung drohen.
Die nehmen sich für mich nichts gegenüber den Zeitarbeitsfirmen. Die Jobs die selben, die Druckmittel die selben. Ausnahmen, wie das aufspüren und vermitteln hoch- und höchstqualifizierter mags wohl geben, wird dann auch sicher werbewirksam auf allen Kanälen gesendet, die eigentliche Sinnbestimmung der Firmen ist das aber nicht.
Wie chewbaka geschrieben, hat. Erstens Propaganda, man kann darstellen, das was getan wird. Zeitens sind die tariflich geregelten Jobs in ausreichender Menge nicht da.
Und richtig rechnen tut sich das für die Privaten Vermittler, wenn sich der Arbeitsmarkt um die Billigjobs schön dreht.
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<p><font face="verdana, arial, helvetica" size="2"><blockquote><font face="verdana, arial, helvetica" size="1">quote:</font><hr><i>Original geschrieben von chewbaka</i>
<br />
<b>fazit:
es ist völlig egal, wer die nicht vorhandenen stellen verwaltet!!!! <br />
</b><hr></blockquote>
<br />
Seh ich nicht so ganz. Auch auf dem Arbeitsmarkt gibt es so was wie Angebot und Nachfrage Die mangelnde Nachfrage nach Billigjobs hält die gezahlten Löhne wenigstens Ansatzweise noch erträglich. Schaffen es die Privaten Vermittler die erzwungene Nachfrage wesentlich zu erhöhen, ist bei der Bezahlung dieser Jobs bald Schluss mit lustig.
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<p><font face="verdana, arial, helvetica" size="2"><blockquote><font face="verdana, arial, helvetica" size="1">quote:</font><hr><i>Original geschrieben von chewbaka</i>
<br />
<b>private arbeitsvermittler, die seriös arbeiten sind sicher gut für leutz, die sich mit ihren bewerbungsunterlagen etc. schwer tun. <br />
</b><hr></blockquote>
<br />
Auch dieser Klientel hat sich schon eine nicht gerade kleine Anzahl von Dienstleistern in Form vom Bewerbungstraining bemüht. Aber die beigebrachten Fähigkeit, möglichst willig mit dem Arsch wackeln und den evtl. Pickel auf dem Bewerbungsfoto zu retuschieren, kann über den Arbeitsplatzmangel kaum weghelfen.
<font face="verdana, arial, helvetica" size="1"> <b></b></font>
<p><font face="verdana, arial, helvetica" size="2"><blockquote><font face="verdana, arial, helvetica" size="1">quote:</font><hr><i>Original geschrieben von chewbaka</i>
<br />
<b>Ausser eine abhilfe kann nur durch eine grundlegende reform geschaffen werde. also runter mit den arbeitgeberbeiträgen etc. dann wird es wieder interessant personal einzustellen, anstatt nur zu rationalisieren. drastische kürzung der 630.- dm stellen ( wie heissen die jetzt eigentlich? 315.- euro?). begrenzung der studentischen aushilfen.<br />
</b><hr></blockquote>
<br />
Wenn Stoiber die nächste Wahl gewinnt, heißen die 400€ Jobs.
<font face="verdana, arial, helvetica" size="1"> <b></b></font>
<p><font face="verdana, arial, helvetica" size="2"><blockquote><font face="verdana, arial, helvetica" size="1">quote:</font><hr><i>Original geschrieben von Killrt0012</i>
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<b>Da kann ich Dir nur vollends zustimmen. Wer Leute fest anstellt ist doch selbst schuld. <br />
</b><hr></blockquote>
<br />
Dann sollte man auch in der Lage sein, das als Problem in der Politik anzusprechen, und nicht mich Pseudolösungen auf dem Rücken der Arbeitslosen auszutragen.
Die nichtgezahlten Steuern der Multis müssen der Mittelstand nun mal aufbringen. Nur eines von vielen Problemen. Dem Bildzeitungsleser den faulen Deutschen vorzuführen ist aber irgendwie immer die angenehm leichteste Variante für die Politiker.
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28. 03. 2002, 15:51
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#7
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Kritiker
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Hamburg
Beiträge: 4.719
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Das die private Arbeitsvermittlung in der Tat mehr als überhastet eingeführt wurde sieht man ja schon an der tatsache, dass Regeln für diesen Zweig erst noch geschaffen werden sollen.
Bis dahin dürfen die munter walten.
Welchen Erfolg die bringen halte ich in der Tat für fraglich, es gibt aber ein paar sehr gute Beispiele, dass solche Systeme durchaus erfolgreich sein können.
Dass das Arbeitsamt unfähig ist Arbeitnehmer zu vermittlern bezieht sich doch auf völlig andere Punkte, als hier angesprochen wurde!
Es geht darum, dass das Arbeitsamt keine vernünftige EDV hat, in die bestehende sind viele Arbeitssuchende unter völlig falschen Schalgwörtern eingetragen und könne dadurch nicht mal Jobs kriegen, die zu ihnen passen würde.
In verschiedenen Tests hat sich gezeigt, dass der Erfolg einer Arbeitsvermittlung im wesentlichen davon abhängt, ob sich der Typ im Arbeitsamt an Dich erinnern kann.
Diese unzulänglichkeiten sind so massiv, dass abhilfe geschaffen werden muss.
Das Softwarelösungen für den Staat durchweg inflexibel, nicht funktionsfähig und völlig überteuert sind, ist ja wohl allgemein bekannt.
In diesem Punkt besteht die Möglichkeit, dass private Arbeitsvermittler bessere Lösungen schaffen können.
Der Erfolg oder Misserfolg wird sich aber erst noch zeigen.
Einen Punkt möchte ich aber bezüglich der 320€ Jobs noch ansprechen.
Bitte tut nicht so, als ginge es hierbei um hochqualifizierte Jobs.
Von Handlangertätigkeit zu sprechen ist vielleicht etwas vermessen, aber das sind nun mal
Tätigkeiten für die man im Allgemeinen keine Ausbildung braucht.
Solche Jobs dürfen nicht die Basis sein, auf die sich unsere Gesellschaft stützt.
Diese Jobs verschwinden so schnell wie sie kommen, je nach wirtschaftlicher Lage.
Es sind ganz einfach Nebenjobs, nicht mehr und nicht weniger!
Und in diesem Zusammenhang möchte ich noch mal auf die Zahlenpfuscherei bei den Arbeitslosenzahlen bzw. Arbeitszahlen hinweisen.
Herr Schröder nimmt ja ungerne die 4,3 Millionen Abreitslosen (die tatsächlich kleingerechnet sind, aber das sind halt Statistiken) an und wenn er es tut, erwähnt er immer, dass er aber 1 Millionen Sozialabgabenpflichtige Jobs mehr geschaffen hat.
Ist richtig!
Das sind nämlich die 320€ Jobs!
Die waren bis 98 ja noch Sozialabgabefrei und sind es jetzt eben nicht mehr und schon peppen sie die Zahlen massiv auf!
Schöngerechnet hat bisher aber jede Regierung und es wird auch weiterhin jede tun, gerade vor der Wahl!
so long
Sevenger
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29. 03. 2002, 00:39
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#8
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<p><font face="verdana, arial, helvetica" size="2"><blockquote><font face="verdana, arial, helvetica" size="1">quote:</font><hr><i>Original geschrieben von Sevenger </i>
<br />
<b>Dass das Arbeitsamt unfähig ist Arbeitnehmer zu vermittlern bezieht sich doch auf völlig andere Punkte, als hier angesprochen wurde!
Es geht darum, dass das Arbeitsamt keine vernünftige EDV hat, in die bestehende sind viele Arbeitssuchende unter völlig falschen Schalgwörtern eingetragen und könne dadurch nicht mal Jobs kriegen, die zu ihnen passen würde.
In verschiedenen Tests hat sich gezeigt, dass der Erfolg einer Arbeitsvermittlung im wesentlichen davon abhängt, ob sich der Typ im Arbeitsamt an Dich erinnern kann. <br />
</b><hr></blockquote>
<br />
Ist doch voll Arm, wenn das nach so vielen Jahren festgestellt wird. Verstehen tu ich es trotzdem nicht. Schließlich programmieren die Arbeitsvermittler ja nicht selber, sondern beziehen Computer und Software aus der Privatwirtschaft.
Die Arbeitsvermittler hätten ja auch die Aufgabe, Missstande anzusprechen und auf Abstellung zu beharren. Das tun sie aber aus Bequemlichkeit nicht, insoweit hätte ich nichts dagegen, wenn die Arbeitsvermittler, die bis jetzt im Dienst gewesen sind, sich ein Job in der Privatwirtschaft suchen müssten. Ich wage mal die Prognose, das jeder Bäcker oder Kundenberater bei einer Bank dein Fall nach dem dritten Besuch im wesentlichen die Verhältnisse und Wünsche seiner Kunden richtig einordnet, obwohl die mindestens auch 500 Kunden und mehr zu betreuen haben. Im Falle des Arbeitslosen hilft da der Computer schon, Daten und Notizen ablesen gibt die Software schon her.
<font face="verdana, arial, helvetica" size="1"> <b></b></font>
<p><font face="verdana, arial, helvetica" size="2"><blockquote><font face="verdana, arial, helvetica" size="1">quote:</font><hr><i>Original geschrieben von Killrt0012</i>
<br />
<b> Wer Leute fest anstellt ist doch selbst schuld<br />
</b><hr></blockquote>
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Die mangelnde Flexibilität und Bereitschaft vorübergehend einen geringer bezahlten Job anzunehmen, ist ein oft gehörtes Argument aus der Wirtschaft und Politik.
Nun wäre das ja an sich nichts unmögliches, bringt dem Arbeitswilligen aber unter Umständen soviel Probleme mit sich, das es Schlicht an Zumutung grenzt.
Wenn der Arbeitslose ein halbes Jahr als Aushilfe gearbeitet hat, und wird dann wieder Arbeitslos, und die Wahrscheinlichkeit in den Berufsgruppen ist ja hoch, dann wird er auch vom dem Arbeitsamt in der Berufsgruppe, eben Aushilfe eingestuft, und als Solche weitervermittelt.
Zudem ist er mit Sicherheit schon mal Sozialfall, da das Arbeitslosengeld das aus dem Aushilfsjob gebildet wird, wohl nicht mehr zum Leben reicht.
Im Grunde werden die Arbeitswilligen, die während ihrer Arbeitslosigkeit bereit währen, einen Aushilfsjob anzunehmen, so bestraft, das es eigentlich unzumutbar ist.
Wer kann sich das leisten oder ist willens, nach Berufsausbildung oder gar Studium innerhalb von einem oder einem halben Jahr zum Pizzafahrer degradiert zu werden ? Und das alles nach den ohnehin schon hohen finanziellen Einbußen .
Andererseits werden unglaubliche Summen in Bildungsmaßnahmen investiert, darunter so überragende wie Bewerbungstraining.
Diese Missstände offen auszusprechen, und die rechtliche Situation derer zu verbessern, die zumindest vorübergehend bereit wären, in solchen Jobs zu arbeiten, und entsprechend Abhilfe zu schaffen, darin würde ich eine der Hauptaufgaben des Arbeitsamtes sehen.
Denkbar wäre doch zum Beispiel, das die Arbeitslosen diesen angeblich so wertvollen Gutschein für sich selber gegen Cache einlösen. Für ein paar tausender würde es sich ja eventuell rechnen, begrenzt in einem geringer bezahlten Job zu arbeiten, vor allem wenn er seinen beruflichen Status, den er vor dem Aushilfsjob hatte behält.
Aber es wird lieber mit Verlogenen Scheinargumenten hantiert, wie die, das der Arbeitslose diese Billigjobs gar nicht finden könnte, und deswegen jetzt professionelle, gut bezahlte Kopfgeldjäger braucht.
Aber letztendlich wird der Bonus der billigen Arbeitskräfte an die Wirtschaft auch bald aufgebraucht sein, siehe die Zumutbarkeitsregeln, Blüms Winterbau- und Schlechtwettergeldgesetze e.t.c., und schon bald wird die nächste Schippe hinterher geschüttet werden müssen.
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29. 03. 2002, 17:04
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#9
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2000
Beiträge: 349
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Zitat:
Original geschrieben von chewbaka
durch dieses "system" fehlen uns offene stellen für vollzeitverträge und es kommt nicht genug in die rentenkasse, da die studis und 630er ja kaum was bezahlen.
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dem kann ich nicht ganz zustimmen, ich arbeite auch als studentische aushilfe und zahle mit arbeitgeberanteil die normalen 19,irgendwas % an Renten- und Sozialversicherung. mit den 630dm-jobs hast du natürlich recht, da gibts nur nen kleinen arbeitgeberanteil soweit ich weiss.
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02. 04. 2002, 11:39
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#10
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Alle Zeitangaben in UTC +1. Es ist jetzt 06:49 Uhr.
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