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  1. #61
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Zitat Zitat von sad_max Beitrag anzeigen
    Wenn die deutsche Nationalmannschaft ein Spiel gewonnen hat, dann hat nicht Deutschland gewonnen, dann haben nicht wir gewonnen, da "wir", also alle Bürgerinnen und Bürger, nichts dazu beigetragen haben.
    Falsch

    Vorhin wurde im Interview nach dem Spiel gesagt, dass diese Jubelszenen ganz unglaublich motivierend sind. Sie wurden sogar kurz vor dem Spiel nochmal vorgeführt, um die Jungs aufzuputschen

  2. #62
    FionaOfAmber
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Zitat Zitat von TBuktu Beitrag anzeigen
    Falsch

    Vorhin wurde im Interview nach dem Spiel gesagt, dass diese Jubelszenen ganz unglaublich motivierend sind. Sie wurden sogar kurz vor dem Spiel nochmal vorgeführt, um die Jungs aufzuputschen
    Also wären die Spiele auf Amateur Niveau wenn keine Zuschauer da wären? Na klar ist es schön zu wissen dass es jemanden interessiert was man macht und dass man selbst was großartiges geleistet hat.

  3. #63
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalsimus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Zitat Zitat von beeze Beitrag anzeigen
    Ich bin FROH dass man endlich mal Flagge zeigen darf zu dieser Zeit, denn so steht DeutSCHLAND für etwas Positives mit dem ICH mich indentifiziere. ich identifiziere mich nicht mit dem Müll den zig Generationen vor mir verzapft haben.
    Und das sagt ein angehender Lehrer!!!

    Er kann sich nicht mit Kant und Hegel identifizieren, oder mit Kopernikus und Gauss, sondern er braucht die Kicker.

    Heiliger Bimbam. Die Deutschen sind drauf und dran, ein Hottentottenvolk zu werden.

  4. #64
    Mitglied Avatar von Lindener
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Zitat Zitat von Neanderberg Beitrag anzeigen
    Gerne

    Feiern?

    Erst mal Klamotten anziehen wie beim Kinderfasching. Und genau so mies geschminkt und genau so armselig die Requisiten.

    Dann vor der Riesenglotze hocken.

    Anschließend stundenlang mit Gehupe, Getute, Gegröhle und Fahnenschwenken im Auto durch die Stadt fahren, immer den gleichen Weg wie der Hamster im Käfig.

    Unter einem Fest stelle ich mir was Besseres vor.
    Oh ja,

    bist bestimmt ne riesige Stimmungskanone...

    Mit so jemandem wie Dir möchten bestimmt viele Feiern...

    Das "lustige Musikantenstadl", das ist doch was für Dich, oder?

    Um ehrlich zu sein, lieber Neanderberg, Du musst schon eine ganz arme Sau sein, wenn Du so etwas verpasst,keine Freunde mit denen man feiern kann, sitzt den ganzen Abend vor dem PC, während die ganze Nation feiert...

    Bis auf ein paar linksradikale Spassten, aber auch die muss es geben.

    Arme Schweine!

    Deutschland, Deutschland....... Vaterland


    Gruss

    Lindener

  5. #65
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Ich glaube die Leute denken sie könnten mit dem rumgehüpfe beim Public Viewing irgendetwas bewirken. Als ob sie Teil des Ganzen würden, eine spirituelle Kraft auf 'ihre' Jungs aus dem Fernsehen springen würde.
    Vielleicht ist so die Existenz dieser Menschen für sie erträglicher.

    Und dann begründen einige das alberne Verhalten auch noch mit Aussagen von Herrn Löw, dass die Bilder aus der 'Heimat' fürchterlich motivieren. Der sagt dann eben genau das, was die Fahnenwedler hören wollen. So wie Ballack der halt wegen der guten Stimmung zum Werksverein von Bayer wechselt.

    Nervig ist auch, dass wenn eben bei dem ganzen Hype nicht mitmacht wird, andere sich anscheinend persönlich beleidigt fühlen.

    Edit:
    Lindener - du bist doch sicher Hannover 96 Fan, oder? Wenn ja ist damit alles erklärt

  6. #66
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Zitat Zitat von Vulgaerlinker Beitrag anzeigen
    Nervig ist auch, dass wenn eben bei dem ganzen Hype nicht mitmacht wird, andere sich anscheinend persönlich beleidigt fühlen.
    Keiner fühlt sich beleidigt, die die das nicht mögen können ja einfach zuhause bleiben, aber dieses rumgenörgle daran, das es ja so schlecht sei sich über den Gewinn der Manschaft sich zu freuen und zu feiern und wie schlecht Patriotismus ist, das geht einfach allen auf den Sack.

  7. #67
    Gesperrt Avatar von simpliziss
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Oder umgekehrt.

  8. #68
    Mitglied Avatar von QuentinHabsburg
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Zitat Zitat von Vulgaerlinker Beitrag anzeigen
    Coole Kids solidarisieren sich nicht mit Staaten

    Du scheinst den deutschen Staat ja abzulehnen. Würdest du dich eigentlich in ein städtisches Krankenhaus, welches ja vom Staat finanziert wird, einliefern lassen?

  9. #69
    Mitglied Avatar von Pobeda-Eisberg
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalsimus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Zitat Zitat von sad_max Beitrag anzeigen
    Warum gewinnen wir? Hast du irgendetwas zum möglichen Sieg beigetragen? Bist du ein Spieler der Nationalmannschaft? Warum erlaubst du es dir, ein solches wir zu konstruieren, wo einfach keines ist? Ich sags dir: Völkische Denke.
    "Wir sind wieder wer". "Wir haben den Krieg verloren". "Wir sind Exportweltmeister". "Wir sind die besten Fans". Merkst du's?
    Ich hebe mal weiter die konstruierten "wirs" hervor.
    Das ist ja schon Neanderbergniveau. Sich über jedes Wort aufregen und die Goldwaage aus dem Keller zücken. Wegen den drei Buchstaben werde ich nicht diskutieren. Mit Wir ist Deutschland gemeint, ich kann ja auch anstatt Wir Pumuckl oder Aladin schreiben, Hauptsache man versteht dass ich Deutschland meine.
    Vielleicht solltest du den Roman "Warum wir" schreiben. Du scheinst dir ja wirklich Gedanken darüberzumachen.

    Zitat Zitat von sad_max Beitrag anzeigen
    Was auch komplett ohne scheiß Fahne, Trikot, Vuzuela und sonstige nationale Accessoires geht.
    Kommt auf den Fan an. Manche brauchen Fanmaterial, andere nicht. Ich kann mir mein Feiern ohne Trikot und Fahne nicht mehr vorstellen. Ich muss das haben weil es mein Markenzeichen zum Feiern im Fußball ist. Das ist so als wenn du Manolo die Trommel wegnimmst.

    Zitat Zitat von sad_max Beitrag anzeigen
    Wird es nicht. Nur das nationale Abfeiern nervt.
    Dich und nicht jeden.

    Zitat Zitat von sad_max Beitrag anzeigen
    Es interessiert dich nicht ernsthaft, was andere über dich denken, oder?
    Es gibt so Studien und Umfragen wie beliebt welcher Staat ist. Wenn ich höre Deutschland ist auf dem letzten Platz, interessiert mich das sehr wohl.

    Zitat Zitat von sad_max Beitrag anzeigen
    Weil man sich, so sehr es nur geht, von der Vergangenheit distanziert, wird man vom "Ausland" (im Übrigen wieder ein von dir konstruiertes "ihr") kritisiert? Hä?
    Wenn deutsche Fans fahnenlos feiern ist das schlecht für das Image. Ausländer in Deutschland werden sagen, warum könnt ihr nicht stolz auf euer Land sein.
    Jetzt kannst du das ihr wieder zitieren, ist mir egal. Ist ja selbst ein Beispielzitat gewesen.

    Zitat Zitat von sad_max Beitrag anzeigen
    Du argumentierst gerade, dass das Nicht-Zeigen von Flaggen ein Indikator von Nationalismus sei. Das meinst du ernstens?
    Das Problem des Nationalismus, oder das Problem das man vermutet da könnte einer Nationalismus ausleben, dieses Problem wird vergrößert wenn die Fahnen weniger werden und nicht mehr und ich meine nicht ganz verschwinden, nur weniger. Denk mal darüber nach.
    Wenn 12.000 Menschen auf der Fanmeile sind und alle feiern mit einer Fahne, dann nimmt man es als "Feiern für Deutschland" auf. Wenn unter 12.000 nur ein Mann ist der stolz eine Fahne weht...was könnte man über ihn eventuell denken? Wenn er der einzige von 12.000 ist? Richtig....Heißt: Je mehr Fahnenträger desto mehr werden Nationalisten getarnt. Weniger Fahnenträger, weniger Schutzschirme für die Nationalisten.

    PS: Damit habe ich dem TE kein Recht gegeben. Nichts Falsches denken.

  10. #70
    Gesperrt Avatar von simpliziss
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Zitat Zitat von Pobeda-Eisberg
    Mit Wir ist Deutschland gemeint, ich kann ja auch anstatt Wir Pumuckl oder Aladin schreiben, Hauptsache man versteht dass ich Deutschland meine.
    Schreib doch einfach "Schland". Das versteht heute jeder.

  11. #71
    Mitglied Avatar von Pobeda-Eisberg
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Zitat Zitat von simpliziss Beitrag anzeigen
    Schreib doch einfach "Schland". Das versteht heute jeder.
    Ja "wir" wird halt synonym für Deutschland benutzt. Ich finde das sogar eine sehr schöne Geste, weil das für mich "Zusammenhalt", "Kameradschaft" und "Gemeinschaft" ausdrückt.

  12. #72
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Ja "wir" wird halt synonym für Deutschland benutzt. Ich finde das sogar eine sehr schöne Geste, weil das für mich "Zusammenhalt", "Kameradschaft" und "Gemeinschaft" ausdrückt.
    Damit hast du ihnen wieder eine Angriffsfläche geboten, aber ich denke genauso wie du

  13. #73
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Ganz ehrlich, ich verstehe diese immer wieder aufkommende Diskussion nicht
    Ist doch nur Fußball, mit dem kleinen Unterschied das diesmal nicht nur einzelne Städte,
    wie z.B. Dortmund (alias BVB) ein WIR-Gefühl für seine Bewohner hervorruft sondern
    das ganze Land, Deutschland.
    Es ist doch im Prinzip immer das gleiche, wenn man klein ist jubelt man
    seiner Klasse zu, WIR die 3b haben sind besser als die 3c. Später jubelt man
    seinem Stadtteil, Dorf zu. UNSER Dorf-Verein ist der beste, WIR haben gewonnen.
    Dann später feiert man mit der ganzen Stadt und später mit dem ganzen Land.
    Das WIR-Gefühl und auch die SEHNSUCHT nach einem WIR-Gefühl ist MENSCHLICH,
    und hat nicht's direkt mit Nationalstolz zu tun, es ist einfach mal entspannend
    die Sorgen zu vergessen und mit allen Deutschen zu feiern egal welcher Sozialen
    Schicht oder Ethnischen Gruppe sie angehören. Und ich werde mit diese Feier
    betsimmt nicht schlecht reden lassen, PROST
    Geändert von Tore231 (04. 07. 2010 um 12:48 Uhr)

  14. #74
    Mitglied Avatar von Aerzte
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Also ich solidarisiere mich ja auch nicht mit Staaten, schließlich lebe ich in der Republik Österreich und trotzdem unterstütz ich die DFB-Mannschaft.

    Genauso wie Schwarz-Rot-Gold, es ist die Fahne für alle ethnischen Deutschen, ob innerhalb der BRD oder in einem anderen Staat. (Rot-Weiss-Rot mag ich aber auch )

  15. #75
    Mitglied Avatar von -SamSoNight-
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/st...hkeit-1.893255

    Von wegen friedlicher/gesunder Patriotismus. Es lässt sich feststellen, dass während/nach einer WM/EM immer mehr rassistische und nationalistische Tendenzen in Deutschland aufweisen lassen.

  16. #76
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Zitat Zitat von -SamSoNight- Beitrag anzeigen
    http://www.sueddeutsche.de/kultur/st...hkeit-1.893255

    Von wegen friedlicher/gesunder Patriotismus. Es lässt sich feststellen, dass während/nach einer WM/EM immer mehr rassistische und nationalistische Tendenzen in Deutschland aufweisen lassen.
    Sommer 2005, irgendeine Großstadt:
    Frage: Denken Sie Deutschland ist besser als LandXYZ?:
    Antwort: Nein wieso auch, blablabla

    Sommer 2006, Public Viewing, erstbester Fußballfan:
    Frage: Denken Sie Deutschland ist besser als Land_gegen_das_gespielt wird?
    Antwort: Ja natürlich, die machen wir fertig, wir sind die besten! SCHLAND SCHLAND!!!!!einself

    Und somit hat man wunderbar eine tolle Studie die belegt dass die WM die Menschen nationalistischer macht, weil sie denken Deutschland wäre besser als andere Länder.

    Die Studie ist im übrigen sowieso interessant, anscheinend ist Bayern Spitzenplatz bei der Fremdenfeindlichkeit. Nur bezieht die Studie das anscheinend auf Ausländer. das ist falsch. Wir finden es sind grundsätzlich mal alle schlechter als die die in unserem Regierungsbezirk wohnen. Wir finden auch dass es zuviele "Preußen" gibt in Bayern und dass grundsätzlich jeder der nicht von hier kommt hier falsch ist. Hört sich schlimm an, ist aber nunmal so.

  17. #77
    Mitglied Avatar von Heidi_vom_Berg
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    In dem Artikel steht:

    Nur noch weniger als die Hälfte (von einst knapp zwei Dritteln) der Befragten sagen heute, der Islam habe eine ,,bewundernswerte Kultur hervorgebracht''. Übrigens nimmt die einfache Fremdenfeindlichkeit generell mit höherer Bildung ab, Islamophobie dagegen nicht.
    Ach, und wenn man nicht sagt, dass der Islam eine bewundertswerte Kultur vorgebracht hat, ist man also gleich "islamophob"? Nach dem Motto: "Wer uns nicht liebt, der hasst uns"!?

    Interessant übrigens der letzte (fett markierte) Satz. Es zeigt, dass Islamkritik keineswegs mit Rassismus gleichgesetzt werden kann. Umso peinlicher, dass immer von "Islamophobie" die Rede ist. Ist jeder, der totalitäre Ideologien ablehnt, ein Phobiker?

    Wer Scientology kritisiert, ist ja auch nicht gleich ein Amerikaner-Hasser. Und wer das Christentum kritisiert, ist ebensowenig ein Deutschen-/Europäer-Hasser.

  18. #78
    Mitglied Avatar von QuentinHabsburg
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Zitat Zitat von agrarbayer Beitrag anzeigen
    Antwort: Ja natürlich, die machen wir fertig, wir sind die besten! SCHLAND SCHLAND!!!!!einself
    Also die Studie ist ja ohne Ende unseriös. Natürlich ist die zweite Antwort alleine auf das Fußballspiel bezogen, was man sich denken kann, wenn man den Anlass bedenkt an dem die Frage gestellt wurde. Nun gut. Was mich viel mehr ersschreckt ist, das so aufgeklärte, tolerante, linke Personen wie du, die sonst immer jede Form von Statistik/Studie/Umfrage anzweifeln, besonders, wenn es um Ausländer(kriminalität) geht, solche Sachen plötzlich bedingungslose glauben. Aber passt ja auch gut in den Kram.

  19. #79
    Mitglied Avatar von Abwaerts
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    Wink Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    Was ich nicht verstehen kann, warum jeder/ jede für Deutschland ist oder sich gar mit dem Land identifizieren kann, nur weil er/ sie Deutsche(r) ist.
    Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber mir ist das einfach zu "plump", zu sagen: "Ich bin in Deutschland geboren, ich lebe hier, jetzt bin ich Deutschlandfan". Das ist für mich wie "Ich hab immer CDU gewählt, ich wähl wieder CDU" oder "Meine Eltern wählen das, also wähle ich das auch".

    Angenommen jedes Land hätte 100 Fans, vereinfacht mit den Ländern Deutschland, Frankreich, Brasilien, Spanien und Portugal. Wäre es nicht viel cooler, wenn sich diese 100 Fans aus je 20 Deutschen, 20 Franzosen, 20 Brasilianer, 20 Spanier und 20 Portugiesen zusammensetzen würden? Dann könnten diese 100 Leute meinetwegen ja auch ihr WIR Gefühl entwicklen, nur das es ein bunter Haufen Leute wär.

    Die Leute sind aber keine Deutschland Fans, weil sie objektiv eine Wahl zwischen den (bekannten) Ländern machen und dann zum Entschluss kommen, Deutschland mag ich am meisten; sondern weil sie Deutsche sind und alle Deutschland Fans sind und man anscheinend Deutschland fan sein muss, wenn man Deutscher ist.
    Das ist wie: "Die und die Kleidung ist IN, jetzt kauf ich sie mir".
    Und alles was darüber hinaus geht, nur für das Team zu sein, à la Identifikation mit dem Land/ der Mannschaft versteh ich gar nicht. Ich spür da absolut keine Verbundenheit. Wenn ich für Deutschland wäre, würde ich sagen "Schade sie haben verloren" oder "cool sie haben gewonnen, weiter so"; aber ich seh da auch kein Grund zu sagen "Wir haben gewonnen", das Team und die Fans sidn zwei paar Schuhe (auch wenn natürlich Fans und Heimvorteil etc pp eine nicht zu verachtende Komponente sein kann).


    Dazu muss ich aber auch sagen, dass Artikel in denen es um Deutschlandfahnen und Hitlergruß geht auch Blödsinn sind, weil das doch eher die Ausnahme ist bzw. würden so Leute den Gruß über kurz oder lang auch ohne die WM machen.


    Wenn die WM dann die Bürger ablenkt und vergessen lässt, mit der Mistgabel auf die Straße zu gehen, ist das nicht gut, aber nicht zangsläufig Schuld der Politik, da müsste man eher die Schuld beim Bürger suchen.


    Mein ganzer Artikel wär ja nicht der Rede wärt...


    Da ist nun die Situation, dass ich als nicht Deutschland Fan die WM erlebe. Ich habe nichts gegen Deutschland Fans, ich denk zwar "Mit der Fahne würde ich jetzt nicht rumlaufen", aber ich hab nichts gegen Leute, nur weil sie für Deutschland sind.
    Ich spür aber, wie die Leute mich sehen und da ist der springende Punkt. Und ich rede jetzt nicht von potenziellen Hitlergruß Menschen; aggressiven Jugendlichen oder Leute mit einer gewissen politischen Meinung. Ich rede von Leuten aus allen Altersklassen, verschiedenen Berufen, religiös und nicht religiös, unpolitische, CDU- oder Grüne Wähler, Menschen die absolut in Ordnung sind. Aber durch die Selbstverständlichkeit "Deutscher = Deutschlandfan" guckt man mich an, als ob ein Außerirdischer wär, aber ein böser. Wenn ich sie fragen würden "Habt ihr was gegen mich, weil ich nicht für Deutschland bin?", würden sie natürlich nein sagen, weil sie mich im Grunde ja mögen, aber ich sehe es Ihnen an, wie da innerlich was gegen mich spricht.

    Das ganze würde mich einfach nicht stören, wenn man sagen würde "Da kommt ja unser nicht Deutschlandfan, Deutschland gewinnt heute, aber mach dir nix draus", aber so ist einfach nicht. Es gibt einfach kaum Deutschlandfans die tolerant sind. Und nochmal: Es liegt nicht daran, dass ich die falschen Leute kennen würde, oder den falschen begegnen würde, es ist einfach Tatsache auch bei netten Menschen afugrund der Selbstverständlichkeit, dass man Deutschlandfan sein muss.

  20. #80
    Gesperrt Avatar von unpolitisch
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    Standard Re: Von Fußball, Politik, Wir-Gefühl, Nationalismus, Fahnenschwenkern und Fahnendiebe

    @QuentinHabsburg: Natürlich sind empirische Studien nicht gleichzusetzen mit der "absoluten Wahrheit" und natürlich müssen auch solche hinterfragt werden. Bemerkenswert ist allemal, dass alle Studien, die diese Zusammenhänge untersucht haben, zu ähnlichen Ergebnissen gekommen sind (ich kenne jedenfalls keine mit gegenteiligen). Und gesellschaftstheoretisch sind die Ergebnisse ja auch kein Zufall. Und die Behauptung, das ganze WM-Gefeiere würde die Einstellungen der Leute in keinster Weise beeinflussen, würde ich anhand der Studien durchaus als widerlegt bezeichnen.

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