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14. 07. 2010, 22:01 #1
Wende in der Finanzierung des Printjournalismus
2009 war eines der schwierigsten Jahre für die Presseverlage, das Anzeigengeschäft ist um 15,9% eingebrochen, der Umsatz sank um rund 7% und die Auflagen um 2,5%. Dafür stiegen die Vertriebserlöse und überholten sogar erstmalig die Anzeigenumsätze.
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14. 07. 2010, 22:19 #2
Re: Wende in der Finanzierung des Printjournalismus
Das würde bedeuten, dass die "Zeitungen" wieder vernünftig schreiben müssen.
Wenn ich wieder irgendwas in einem Printmedium lese, das mich interessiert, gehe ich doch als erstes im Internet nachschauen, was da wieder aus welchem Zusammenhang gerissen wurde, bzw. durch welche Brille da wieder gefiltert wurde.
Auch frage ich mich, ob das System im Zeitalter der Blogs wirklich so effizient sein kann.
Wenn man den Zahlen glauben kann, schön und gut - ich betrachte das ganze aber erstmal etwas skeptisch und lasse mich eventuell später überraschen.
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14. 07. 2010, 23:53 #3
Re: Wende in der Finanzierung des Printjournalismus
Äh Entschuldigung, den suche ich immer häufigerqualitätsjournalistischen „content“
vergeblich bei den sogenannten Mainstream MedienGeändert von Shoprat (15. 07. 2010 um 00:12 Uhr)
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15. 07. 2010, 01:12 #4
Re: Wende in der Finanzierung des Printjournalismus
Die Schweine haben mit juristischen Winkelzügen dafür gesorgt, dass vom Bürger bezahlte Dokus nicht mehr öffentlich abrufbar sein dürfen. Denen werde ich bestimmt kein Geld geben. Selbst wenn die alle freien Informationsquellen im Web totklagen, berzichte ich lieber, als mich erpressen zu lassen.
Man verhandelt nicht mit Content-Terroristen!
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15. 07. 2010, 07:21 #5Mitglied
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Re: Wende in der Finanzierung des Printjournalismus
Haja, wie auch hier gesagt wurde: das bringt nur was, wenn alle mitziehen
die frage ist nur ob die es irgendwie hinkriegen, dass da alle mitziehen oder nicht einer dann sehr niedrige preise ansetzt ;-)
einige werden evtl auch einfach auf mehr werbung setzen und sich dann über die höhere anzahl nutzer freuen die nicht bereit sind für eine schlechte aufbereitung der nachrichten zu zahlen
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15. 07. 2010, 09:26 #6Mitglied
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Re: Wende in der Finanzierung des Printjournalismus
Naja ich meine würded ihr für zb gulli news zahlen?
Also ich brauch mein geld für wohnung, auto, alk und so...
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15. 07. 2010, 10:13 #7
Re: Wende in der Finanzierung des Printjournalismus
Natürlich nicht!
Also nichts gegen Gulli News. Die machen die Sache schon gut. Aber das Netz ist groß. Wenn irgendwo ne Paywall im Weg ist, surft man halt weiter und schon gibts anner anderen Ecke alles für lau. Ich bin zwar zahlendes Mitglied in einem Verein, der ein Informationsportal von und für Hobbyisten betreibt. Aber das ist was anderes: Das ist mir richtig wichtig. Da habe ich viel Content für gemacht und jahrelang SPAM gelöscht. Wenn das kaputtgehen würde, müsste ich selbst ein Backup der Daten hosten, weil es mir einfach zu schade um den ganzen schönen Content wär.
News-Portale sind austauschbar. Die Bindung ist quasi nicht-existent. Stirbt eins oder wird es unzugänglich, geht man einfach zum nächsten. Portale, an denen man selbst mitgearbeitet hat - wo man selbst richtig involviert ist - sind da ein ganz anderes Kaliber. So linke Socken wie mich bekommt man natürlich schlecht nach Facebook gelockt. Aber bei vielen anderen funktioniert das. Ne Menge von denen wären bereit, für virtuelle Geschenke, mehr Bilderplatz oder sonstigen Schnickschnack zu zahlen - vieleicht sogar für den bloßen Zugang.
Leute wie mich bekommt man mit offenen nahezu Obrigkeits-losen Plattformen, auf denen sie sich dann niederlassen und freiwillig Bestehndes verbessern und Neues hinzufügen. Irgendwann sind die dann auch bereit, finanziell die Plattform zu unterstützen...
So einfach sich bedrucktes Papier monetarisieren lässt, so schwer fällt dies gerade bei den klassischen News im Netz. Die Leute bezahlen eben online nicht so gerne für Informationen. Mysteriöserweise zahlen die dort aber für Browsergame-Items, virtuelle Rosen, Porn... und neuerdings sogar freiwillig wenn man sie lieb bittet auch für Informationen (*g*, Widerspruch beabsichtigt).
Aber vieleicht hilft es den Verlagen schon ein gutes stück weiter, wenn sie auf Abo-Zwänge verzichten und die Artikelpreise realistisch wählen. Wenn ein Artikel plötzlich so viel kosten soll, wie eine Viertel-Zeitung, dann fühlt sich auch ein Banker verarscht.
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15. 07. 2010, 11:59 #8
Re: Wende in der Finanzierung des Printjournalismus
ich glaube die dummen gibt es immer.
das sagte glaube ich auch schon mal schattenlos oder so, dass es immer welche geben wird die dafür bezahlen werden.
und man sieht es ja an apple...die leute wollen kontrolliert werden und geld für apps ausgeben. ich denke schon, dass eine große mehrheit auf bezahlinhalte im netz umsteigen wird, sobald sie ihre geliebte zeitung nicht mehr bekommen und die e-book-reader zu e-newspaper-reader werden.
und grade lokale news haben da ganz gute chancen.
Außerdem spiel auch die gewohnheit der geliebten zeitung eine große rolle.
ich selbst habe mir jahrelang die gamestar gekauft. irgendwann habe ich festgestellt, dass die anzahl der gamestar zu hause so groß war, dass ich nicht mehr wusste wie ich das zeug jemals wieder weg bringe
. seit dem liegt das zeug auf dem recyclinghof und ich kaufe mir keine gamestar mehr. danach war ich noch lange zeit leser des onlineportals von gamestar. nachdem der server aber immer langsamer wurde bin ich zur konkurrenz gewechselt, die zugegebener maßen weniger gute artikel schreibt, aber wenigstens erreichbar ist.
Die Mehrheit der Menschen wollen sich nicht im internet ständig überalles informieren, sondern sie wollen ihre geliebten und gewohnten formate haben. und ich wette, dafür sind sie auch bereit jede menge zu bezahlen.....
diese Aussage ist die beste:
schon schlimm wie sich die Welt erpressen lässt.
Zitat von Farzi
Wir haben eben immernoch eine Monarchie. Die Monarchie der Industrie. Huldigt euren König Steve Jobs !!!
(nur repräsentativ für alle wirtschaftsbosse)
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17. 07. 2010, 21:44 #9
Re: Wende in der Finanzierung des Printjournalismus
Besser ist das, wenn die Propaganda nur noch gegen Geld sichtbar sein wird
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