Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 20 von 53
  1. #1
    Chefredakteur

    gulli:Redaktion

    Avatar von Ghandy
    Registriert seit
    Jun 2006
    Ort
    Wo es mir gefällt!
    Beiträge
    6.462
    NewsPresso
    278 (Phänomen)

    Standard Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    Keine Atempause - Geschichte wird gemacht: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik.

    Labelchef Stefan Herwig aus Gelsenkirchen ist sowohl in der Netzkultur als auch in der Musikbranche sehr viel unterwegs. Als Beobachter beider Seiten analysiert er heute bei gulli die Netzthesen von Innenminister Thomas de Maizière und hinterfragt kritisch die darauf folgende Reaktion des CCC.

    zur News

  2. #2
    Weltverbesserer ;-) Avatar von vga
    Registriert seit
    Dec 2009
    Beiträge
    987

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    ich bin etwas verwirrt. ist das nun ein kommentar von Stefan Herwig oder von Ghandy oder ist hier beides zusammen gewurschtelt?

    wie auch immer, ich glaube dass der CCC nicht der alleinige bestimmer über die netzthesen sein sollte, aber auch die politik muss einflüsse von außen zulassen. wie immer ist ein kompromiss die lösung.

    schon alleine das verlangen nach unbedingter anonymität ist eine sache für sich, weil diese nur allzugern von millionen schnell aufgegeben wird. schon allein um bei amazon zu bestellen ist anonymität höchst unpraktisch. es ist also eine balance zwischen anonyme user und anbieter sowie nicht anonyme user und anbieter der richtige weg. diese balance muss die politik regeln.

    wann darf man anonym sein oder wann muss man sich identifizieren, wie muss man sich identifizieren.

    nur mal um einen teil rauszugreifen.

    hierbei dürfen es aber auch keine unsinnigen forderungen geben...zb. dass blogger ein impressum haben müssten...wozu denn das eigentlich? damit man sie abmahnen kann? warum nicht einfach löschen?

  3. #3
    Mitglied Avatar von Psyduck
    Registriert seit
    Jun 2009
    Beiträge
    167

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    Sorry, daß es etwas länger wird, aber ich möchte mal ein paar der Aussagen rausgreifen und kommentieren:

    Zitat Zitat von Stefan Herwig Beitrag anzeigen
    Im Vergleich zu dem Gegenwind, der vielen anderen Stellungnahmen von Politikern zum Thema Internet aus der Richtung der Internetgemeinde entgegen bläst , blieb der große „Shitstorm“ im Netz aber aus.
    Die waren zur Abwechslung einfach mal nicht völlig an der Realität vorbei. Die Ansprüche sinken nunmal mit der Zeit, wenn man immer nur hohle Geblubber vorgesetzt bekommt. Ein paar der Thesen sind auch wirklich gut ("Verfallsdatum" für Daten), andere schlicht indiskutabel (Providerhaftung für Viren bei Anwendern). Das meiste ist aber zu vage, so daß man nicht sagen in welche Richtung er damit will.

    Zitat Zitat von Stefan Herwig Beitrag anzeigen
    Die Politik muss auf Dauer Konditionen schaffen, in denen alle Teilnehmer dieselben Möglichkeiten zur Entfaltung haben, denselben Sicherheitsanspruch, dieselben Rechte, aber auch denselben Schutz vor Kriminalität, Fehlinformation oder Ausspähung – ungeachtet ihrer Kompetenz im Umgang mit Computern.
    Das sehe ich ein wenig anders. Das Internet auf das Niveau von DAUs reglementieren zu wollen kann nicht die richtige Lösung sein. So ein Vorgehen würde nur zu einer Spaltung des Netzes in einem "offiziellen Teil" und das echte Internet führen. Viel mehr muß es darum gehen allen Netznutzern gewisse Mindestkompetenzen zu vermitteln, damit sie weder sich selbst noch anderen Schaden zufügen. Im Straßenverkehr gilt ein ähnliches Prinzip. Da fordert auch niemand, daß alle Fahrzeuge/Straßen so konstruiert werden müssen, daß sie ungeachtet der Kompetenz des Nutzers im Umgang damit einwandfrei und sicher funktionieren.

    Zitat Zitat von Stefan Herwig Beitrag anzeigen
    Die Thesen, die Thomas De Maiziere formuliert, beschäftigen sich nicht mit Missständen, wie Netzneutralität, Datenschutz oder Urheberrecht, die lediglich Symptome für das Regulierungsdefizit des gesellschaftlichen Raums Internet sind.
    Das überalterte und unzeitgemäße UrhR ist ein Symptom mangelnder Regulierung des Internets? Die unzureichenden Datenschutzgesetze mit ihren geradezu lächerlichen Konsequenzen für Datenmißbrauch sind ein Symptom mangelnder Regulierung des Internets?

    Zitat Zitat von Stefan Herwig Beitrag anzeigen
    Er fordert eine sinnvolle Balance zwischen Anonymität und Identität
    Das ist einer dieser viel zu schwammigen Punkte. Da kann alles dahinterstehen von allgemeiner "Ausweispflicht" bis zur Identitätsfeststellung beim Abschluß von Verträgen. Letzteres ist meist schon üblich, ersteres inakzeptabel. Ich renne doch auch nicht mit Namensschild auf der Straße rum!

    Zitat Zitat von Stefan Herwig Beitrag anzeigen
    Der Chaos Computer Club veröffentlichte nun am 19.07. seine eigenen Netzthesen und beweist damit trotz guter Ansätze, dass sie lediglich Klientelpolitik für Digital Natives betreiben können.
    Nun, das ist die selbstgewählte Aufgabe des CCC ;-)
    So wie die Content-Mafia Klientelpolitik für sich (nicht die eigentlichen Urheber!) betreibt. Der wesentlich Unterschied ist, daß dem CCC die Mittel fehlen sich genehme Gesetze mittels Lobbying zu verschaffen.

    Zitat Zitat von Stefan Herwig Beitrag anzeigen
    Von verleumderischen und wenig produktiven Forumsbeiträgen anonymer Nutzer über massenhaft begangene Urheberrechtsverletzungen bis hin zu Spamversendung und natürlich der klassischen Internetkriminalität reicht die Palette der unter Anonymität der Netznutzer begangenen Handlungen.
    Interessanter Standpunkt. Nun, der UrhR-Verletzungen sind in meinen Augen eher ein Symptom des kaputten UrhR bzw. der unfähigen Content-Mafia akzeptable Geschäftsmodelle zu etablieren. Der Spamversand wird AFAIK maßgeblich durch Botnetze getragen, die wiederum durch Software-Monokulturen und inkompetente Nutzer erst ermöglicht werden. Dagegen würde selbst eine "Ausweispflicht" nichts nützen, sondern es braucht die vielbeschworene Medienkompetenz.

    Zitat Zitat von Stefan Herwig Beitrag anzeigen
    Für Jugendschutz, für Persönlichkeitsrechtsschutz sowie die gesamte Kreativwirtschaftwirtschaft wäre die Umsetzung dieser Forderungen jedoch verheerend.
    Und dafür gibt es mittlerweile auch Belege? Mal von Gefälligkeits-"Studien" der Content-Mafia und herbeihalluzinierten "entgangenen Gewinnen" (Kopie == entgangener Kauf). Die Umsetzung von Jugendschutz und vor allem dessen Umfang sehe ich zumindest eindeutig in der Kompetenz und Verantwortung der Eltern. Der Staat sollte da höchstens ein Beratungsrolle wahrnehmen.

    Zitat Zitat von Stefan Herwig Beitrag anzeigen
    In einer weiteren These soll der Schutz von Whistleblowern sichergestellt werden, was sicherlich ein zustimmenswertes Ziel ist, aber bereits im Grundgesetz unter dem Recht auf freie Meinungsäußerung verbrieft ist.
    Die Meinungsäußerung selbst mag das GG garantieren, nur stehen dem üblicherweise harte Konsequenzen für die Betroffenen entgegen. Womit wir übrigens auch wieder beim UrhR angelangt werden. Sei es nur eine Entlassung oder zivilrechtliche Ansprüche auf Schadenersatz, von strafrechtlicher Verfolgung gar nicht zu sprechen falls die "geleakten" Dokumente aus Staatshand stammen (siehe Toll Collect).

    Zitat Zitat von Stefan Herwig Beitrag anzeigen
    Wenn wir Netzneutralität zur Forderung erheben, sollten wir uns vorerst fragen, ob nicht zum Beispiel der Google Suchalgorithmus die größere systemische Gefahr für Netzneutralität ist, als Internet Service Provider, die Skype ungefragt auf mobilen Rechnern unterdrücken.
    Das ist tatsächlich Wahres enthalten - Monopole sind gefährlich. Nur haben beide Themen nichts Gegensätzliches. Netzneutralität (Transport aller Daten ohne Bevorzugung oder Benachteiligung) ist eine Sache, Neutralität/Wert der Informationen eine völlig andere.

    Zitat Zitat von Ghandy Beitrag anzeigen
    Stefan Herwig [...] betreibt [...] eine Agentur für strategisches Consulting für Kreativwirtschaftsunternehmen.
    Das erklärt so einiges

  4. #4
    Mitglied
    Registriert seit
    Sep 2008
    Beiträge
    209

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    Den Beitrag sehe ich etwas kritisch.
    Ein paar Punkte:
    "Bildet uns das Internet wirklich objektiv besser als die Tagesschau, die Süddeutsche, oder fragmentiert die Kommunikation in diesem Raum lediglich die Gesellschaft, die nur glaubt besser Informiert zu sein, weil sie genau das Medium, oder den Blog gefunden hat, der seiner Meinung und seinem Reflektionsniveau entspricht? "

    -> Ich sehe regelmäßig die Tagesschau und lese täglich die Süddeutsche, beides aber ausschließlich online. Mit dem Internet kann ich nicht nur die Süddeutsche, sondern auch den Spiegel, die Zeit, FAZ und andere lesen. Ohne Internet wäre das in dem Maß nicht möglich.
    Auch in der Offline-Welt haben sich leute schon immer die ZEitung herausgesucht, die ihnen am Besten passt. Hohes Reflexionsniveau -> Süddeutsche; niedriges Reflexionsniveau -> BILD. Je nach politischer Meinung gibts auch die passende Zeitung am Kiosk.
    Das Internet hat daran nix geändert.

    "Im Internet basiert Relevanz von Information nahezu ausschließlich auf den Faktor Popularität."
    -> Das ist weitgehend richtig, ist jedoch auch in der Offline-Welt genauso. Unterschiede sehe ich wenige.

    "Wenn wir Netzneutralität zur Forderung erheben, sollten wir uns vorerst fragen, ob nicht zum Beispiel der Google Suchalgorithmus die größere systemische Gefahr für Netzneutralität ist [...]"
    -> Ein Jeder kann eine besseren Suchalgorithmus entwickeln, der den Suchergebnisse nach anderen Gesichtspunkten Relevanz einräumt. Nur dafür ist es zwingend notwendig, dass die darunter liegende Infrastruktur auch für solche neuen Projekte vorhanden ist. Genau darum geht es bei der Forderung nach Netzneutralität. Netzneutralität ist notwendig, damit bessere Angebote entwickelt werden können, die das Internet "besser" machen. Ohne Netzneutralität gewinnen genau die, die hier als die "bösen" dargestellt werden (google z.b.)

    "Oder anders ausgedrückt: es nützt nichts ein sauberes Glas zu fordern, wenn die Qualität des Leistungswassers das wir damit trinken wollen landesweit stark verunreinigt ist."
    -> Wenn es keine Gläser für alle gibt, ist es auch zwecklos sauberes Wasser anzubieten.


    Allgemein halte ich die Thesen des CCC für wesentlich sinnvoller als die vom Innenminister. Klar, Freunde des alten Urheberrechts fühlen sich natürlich vom Minister mehr angesprochen.

  5. #5
    Attere Dominatum Avatar von Juuichi
    Registriert seit
    Jun 2010
    Beiträge
    965

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    Die These, das Internet löse das Medium TV als Informationsmedium Nummer 1 ab, ist noch zu beweisen.
    Tut mir leid, ich habe ab hier aufgehört zu lesen. Was benötigt der mann denn für beweise? Vielleicht sollte er einfach mal online gehen und feststellen, dass das internet dem fernsehen im angebot als auch der vielfalt der informationen haushoch astronomisch hoch überlegen ist.
    Hier wird versucht das internet in etwas anderes umzudefinieren, das es nie war und nie sein wird, lösungen zu symptomen, symptome zu problemen und probleme zu lösungen zu machen und fakten zu thesen sowie thesen zu fakten zu machen. Viel blabla, nichts dahinter.

  6. #6
    Bedenkenträger
    Registriert seit
    Dec 2006
    Beiträge
    802

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    In einer weiteren These soll der Schutz von Whistleblowern sichergestellt werden, was sicherlich ein zustimmenswertes Ziel ist, aber bereits im Grundgesetz unter dem Recht auf freie Meinungsäußerung verbrieft ist. Die Presse arbeitet seit Dekaden erfolgreich mit anonymen Quellen. Whistleblowing ist nicht in Gefahr. Eine presserechtliche Basis für Whistleblower-Portale wie Wikileaks wäre hier wohl die bessere Forderung gewesen, als ein Recht zu fordern, welches bereits besteht.
    Ach ja, und deshalb haben sich die Pressevertreter bei Einführung der anlasslosen Vorratsdatenspeicherung auch beschwert von Wegen Informantenschutz? Es gab schon eine Bedrohung von Whistleblowern namens Vorratsdatenspeicherung, falls der Kommentator dies vergessen haben sollte. Laut den CCC-Thesen soll davon Abstand genommen werden.

    Und nicht weil es im Internet Blogs mit fragwürdigem Inhalt gibt beziehen die Nutzer ihre Informationen von dort. Tagesschau ist im Internet genauso vertreten wie spiegel, stern, focus und ebenso die Bild - eben alles, was es am Zeitschriftenstand auch gibt.

    Und eine 100%-Anonymität ist im Internet nicht wirklich gegeben, in Foren muss man sich anmelden, hinterlässt Spuren - die auch verfolgbar sind, das muss ich hier wohl niemandem nochmal und nochmal sagen, schließlich gibt es auch genug Abmahnopfer in diesem Forum - und durch den kommenden Umstieg auf IP6 wird die Anonymität eh weniger denke ich mal.

  7. #7
    Soluna Avatar von nagini
    Registriert seit
    Apr 2007
    Beiträge
    206

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    Zitat Zitat von Stefan Herwig
    In einer weiteren These soll der Schutz von Whistleblowern sichergestellt werden, was sicherlich ein zustimmenswertes Ziel ist, aber bereits im Grundgesetz unter dem Recht auf freie Meinungsäußerung verbrieft ist. Die Presse arbeitet seit Dekaden erfolgreich mit anonymen Quellen. Whistleblowing ist nicht in Gefahr. Eine presserechtliche Basis für Whistleblower-Portale wie Wikileaks wäre hier wohl die bessere Forderung gewesen, als ein Recht zu fordern, welches bereits besteht.
    Was die im Zweifel wert ist, kann man hier nachlesen. Whistleblowing überschreitet bisweilen deutlich das Recht der freien Meinungsäusserung und tangiert bewusst Straftatbestände wie Geheimnisverrat. Wenn die Anonymität des Whistleblowers nicht konsequent sicher gestellt werden kann, dann ist es schon im Vorfeld jederzeit möglich, die Aufdeckung eines gravierenden Misstandes unter regulärer Anwendung rechtsstaatlicher Mittel zu unterdrücken. Und die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschieht, ist unglücklicherweise noch umso grösser, je gravierender und "höher angesiedelt" ein solcher Misstand ist.

  8. #8
    Mitglied
    Registriert seit
    Jun 2010
    Beiträge
    4

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    1. Im Internet suchen und verbreiten die Benutzer bevorzugt die Informationen, die sie interessieren.
    2. Folglich verbreiten sich Informationen, die nur wenige Benutzer interessieren, weniger schnell und weit.
    3. Ergo: Netzneutralität fordern ist unsinnig.

    Bitte was!?

    Wenn ich mir einen Vorschlag erlauben darf: Stefan Herwig sollte nicht wieder zu Gastbeiträgen auf Gulli.com eingeladen werden. Wer absichtlich solche Non Sequiturs aufschreibt, nimmt sein Publikum offensichtlich nicht für voll.

    Der Rest des Beitrags ist auch pure Rabulistik.

  9. #9
    Mitglied Avatar von getyourkicks
    Registriert seit
    Jan 2009
    Ort
    Ganz woanders
    Beiträge
    43

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    Also ich kann mit dem Geblubber auch nichts anfangen.
    Er will erreichen, dass das Internet so weit reguliert wird, das selbst dem letzten Idioten nichts mehr passiert? Und natuerlich muss der Rechtsrahmen auf die Beduerfnisse der Kreativwirtschaft (Contentindustrie) zugeschnitten werden. Information im Netz ist also Populismus, denn nach seiner beschraenkten Meinung wird ja nur populaeres als Information wahrgenommen.Informationen verbreiten sich nicht gleich schnell im Netz? Was hat das bitte mit Netzneutralitaet zu tun? Anscheinend lehrt man an der Uni Essen im Fach Kommunikationswissenschaft, wie man hohle Phrasen absondert. Dem CCC vorwerfen Klientelpolitik zu betreiben aber selbst verklausuliert nichts anderes zu tun. Der Herr sollte bei der FAZ anfragen, ob er dort publizieren darf, da haette er gute Gesellschaft.

    getyourkicks

  10. #10

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    Zitat Zitat von Psyduck Beitrag anzeigen
    Das sehe ich ein wenig anders. Das Internet auf das Niveau von DAUs reglementieren zu wollen kann nicht die richtige Lösung sein. So ein Vorgehen würde nur zu einer Spaltung des Netzes in einem "offiziellen Teil" und das echte Internet führen. Viel mehr muß es darum gehen allen Netznutzern gewisse Mindestkompetenzen zu vermitteln, damit sie weder sich selbst noch anderen Schaden zufügen. Im Straßenverkehr gilt ein ähnliches Prinzip. Da fordert auch niemand, daß alle Fahrzeuge/Straßen so konstruiert werden müssen, daß sie ungeachtet der Kompetenz des Nutzers im Umgang damit einwandfrei und sicher funktionieren.

    Natürlich fordert das jemand. Natürlich gibt es verbindliche Standards bei Strassenbreite und sicherheit (um mal bei deinem Beispiel zu bleiben) m Strassenverkehr an der Kompetenz des DAU. Und nur um die Metapher weiter zu fassen: der "DAU" im Strassenverkehr sind meistens z.B. 6 jährige Schulkinder.


    Das überalterte und unzeitgemäße UrhR ist ein Symptom mangelnder Regulierung des Internets? Die unzureichenden Datenschutzgesetze mit ihren geradezu lächerlichen Konsequenzen für Datenmißbrauch sind ein Symptom mangelnder Regulierung des Internets?
    Nein, die Problematik hinsichtlich des (angeblich unzeitgemässen) URHG ist in der Tat ein Symptom der bisher unvollständigen regulierung des Netzes. ich glaube ehrlich gesagt, dass zum Beispiel ein Ausgleich zwischen Identität und Anonymiersung die Probleme bei der Urheberrechtsdurchsetzung komplett beseitigen könnte. Dass das nicht im Sinne der meisten nutzer dieses Boardes ist, ist mir klar.


    (Identifikation vs. Anonymität)
    Das ist einer dieser viel zu schwammigen Punkte. Da kann alles dahinterstehen von allgemeiner "Ausweispflicht" bis zur Identitätsfeststellung beim Abschluß von Verträgen. Letzteres ist meist schon üblich, ersteres inakzeptabel. Ich renne doch auch nicht mit Namensschild auf der Straße rum!

    Richtig, tust du nicht. Aber trotzdem kann die Polizei deinen Ausweis verlangen, wenn ein Handttaschenräuber auf den deine Beschreibung passt , gerade von der Polizei gesucht wird.
    das erstere wäre wohl masslos übertrieben, aber in diesem Falle wäre deine Identifikation sinnvoll.
    Es geht auch nur darum, darüber zu urteilen, was dort steht. Es geht um eine Abwägung nzwischen Anonymität und Identifikation. Eine Balance dieser Zustände ist in unserer Kohlenstoffwelt, oder auch im Strassenverkehr (dfein Beispiel) längst erreich.

    Nun, das ist die selbstgewählte Aufgabe des CCC ;-)
    So wie die Content-Mafia Klientelpolitik für sich (nicht die eigentlichen Urheber!) betreibt. Der wesentlich Unterschied ist, daß dem CCC die Mittel fehlen sich genehme Gesetze mittels Lobbying zu verschaffen.
    Der Unterschied isr, dass der CCC derzeit mit sienen Netzthesen anmasst eine Lösung für den gesellschafltichen Raum zu skizzieren, aber es nicht schafft gesamtgesellschaftlich akzeptable Lösung zu formulieren - im Gegensatz zum Innenminister. Dem ist das hier gelungen. Wenn der CCC aber in dieser Liga ernst genommen werden will, so muss er schleunigst seine Rolle überdenken. Die "Conbtent Mafia" (hab dich auch lieb!) mast sich nicht an, allgemeingültige Gesellschaftsthesen zu fomulieren.


    Interessanter Standpunkt. Nun, der UrhR-Verletzungen sind in meinen Augen eher ein Symptom des kaputten UrhR bzw. der unfähigen Content-Mafia akzeptable Geschäftsmodelle zu etablieren. Der Spamversand wird AFAIK maßgeblich durch Botnetze getragen, die wiederum durch Software-Monokulturen und inkompetente Nutzer erst ermöglicht werden. Dagegen würde selbst eine "Ausweispflicht" nichts nützen, sondern es braucht die vielbeschworene Medienkompetenz.
    Nun ja, aber überlege doch mal, dass bei Anwendung der Thesen des Innenministers Spamversender zum ersten mal haftbar gemacht werden und auch identifiziert werden können.
    Das würde allen nützen.

    Die Umsetzung von Jugendschutz und vor allem dessen Umfang sehe ich zumindest eindeutig in der Kompetenz und Verantwortung der Eltern. Der Staat sollte da höchstens ein Beratungsrolle wahrnehmen.
    Eben nicht. Natürlich haben die Elktern eine Mitverantwortung bei Jugendschutz, aber manchmal sind sie die Unkompetenten im Netz. Insofern kann man die Verantwortung eben NICHT alleine auf die Eltern abwälzen.

    Die Meinungsäußerung selbst mag das GG garantieren, nur stehen dem üblicherweise harte Konsequenzen für die Betroffenen entgegen. Womit wir übrigens auch wieder beim UrhR angelangt werden. Sei es nur eine Entlassung oder zivilrechtliche Ansprüche auf Schadenersatz, von strafrechtlicher Verfolgung gar nicht zu sprechen falls die "geleakten" Dokumente aus Staatshand stammen (siehe Toll Collect).
    Quelle? Nochmal, wenn du das einem Medium wie dem öffentlich rechtlichen Rundfunk mitteilst, wirst du bereit von denen anonymisiert, und das funktioniert sehr gut. Bei Wikileaks ist das derzeit umstritten, deswegen sagte ich ja auch, dass man eigentlich bei dem Status von WIkileaks anfangen müsste, nicht beim Quellenschutz an sich. Und in der Tat kann es sein, dass einige Quellen Rechte und Pflichten verletzen. Dürfte ei n Pastor oder ein Arzt Whistleblowerschutz geniessen, wenn er seibn Verschwiegenheitspflicht verletzt? Interessante Frage.


    Das ist tatsächlich Wahres enthalten - Monopole sind gefährlich. Nur haben beide Themen nichts Gegensätzliches. Netzneutralität (Transport aller Daten ohne Bevorzugung oder Benachteiligung) ist eine Sache, Neutralität/Wert der Informationen eine völlig andere.


    Das erklärt so einiges
    Es ist echt schade, dass man lediglcih auf BAsis einer solchen zugehörigkeit sich schon disqualifizert. Ich habe versucvht, hier transparenz zu wagen, und ich glaube das große Teile des Textes mit UrHg und Kreativwirtschaftzsinteressne nicht zu tun haben.

    Ich könnte ja auch mit dem Argument, dass hier nur filesharer rumlaufen, alle Kritik an dem Artikel hier hal diskreditieren- das wäre mir aber persönlich viel zu billig.

    SH

  11. #11

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    Zitat Zitat von OhJunge Beitrag anzeigen
    1. Im Internet suchen und verbreiten die Benutzer bevorzugt die Informationen, die sie interessieren.
    2. Folglich verbreiten sich Informationen, die nur wenige Benutzer interessieren, weniger schnell und weit.
    3. Ergo: Netzneutralität fordern ist unsinnig.

    Bitte was!?

    Wenn ich mir einen Vorschlag erlauben darf: Stefan Herwig sollte nicht wieder zu Gastbeiträgen auf Gulli.com eingeladen werden. Wer absichtlich solche Non Sequiturs aufschreibt, nimmt sein Publikum offensichtlich nicht für voll.

    Der Rest des Beitrags ist auch pure Rabulistik.
    Bitte im Zusammenhang lesen. Ich schrieb, dass die Popularitätszentirierte Informationsverbreitung für Sachen wie "Enteretainment" oder "Soziale Netzwerk" sehr gut funktioniert. Aber für wissenschaftliche und mediale funktionen ist diese Tendenz m.E. problematisch. der CCC fordfert nun trotzdem, dass das Netz zu einem grundlegenden Medium wird, und fordert netzneutralität als staatliche Intervention, und als festschreibung eines Rechtsgutes. In einem Raum in so viele Lücvken klaffe´, halte ich diese Forderung für deutlich verfüht.

    Erst wenn das Netzt das leistet, was wir behauoten, sollte man netzneutralität priorisieren. Das tut es aber derzeit noch nicht.

    SH

  12. #12

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    Zitat Zitat von Shinichi0815 Beitrag anzeigen
    Ach ja, und deshalb haben sich die Pressevertreter bei Einführung der anlasslosen Vorratsdatenspeicherung auch beschwert von Wegen Informantenschutz? Es gab schon eine Bedrohung von Whistleblowern namens Vorratsdatenspeicherung, falls der Kommentator dies vergessen haben sollte. Laut den CCC-Thesen soll davon Abstand genommen werden.
    Das Stoppen der Vorratsdatenspeicherung war in der Tat einer der "Glanztaten" des CCC. Aber das Verfahren ist ja auch imn positiven Sinne abgeschlossen worden.
    Deswegen sgate ich ja auch: Das muss man nicht mehr fordern, es ist bereits durchgesetzt - zumal m.E. die Vorratsdatenspeicherung nie dazu benutzt werden sollte, quellenanonymität auszuhebeln.


    Und nicht weil es im Internet Blogs mit fragwürdigem Inhalt gibt beziehen die Nutzer ihre Informationen von dort. Tagesschau ist im Internet genauso vertreten wie spiegel, stern, focus und ebenso die Bild - eben alles, was es am Zeitschriftenstand auch gibt.
    Dummerweise nicht auf den journalistischen Niveau wie deren Printpendants.


    Und eine 100%-Anonymität ist im Internet nicht wirklich gegeben, in Foren muss man sich anmelden, hinterlässt Spuren - die auch verfolgbar sind, das muss ich hier wohl niemandem nochmal und nochmal sagen, schließlich gibt es auch genug Abmahnopfer in diesem Forum - und durch den kommenden Umstieg auf IP6 wird die Anonymität eh weniger denke ich mal.
    Das stimmmt, dass mit IPv6 sich das wohl in diese richtung ändern wird.
    Aber derzeit ist der Aufwand der Identifikation teilweise dem Schutzniveau nicht angemessen. Deswegen ist das Abmahnbusiness auch so teuer, und so aufwändig. Das muss nicht sein, im Interesse ALLER Beteiligten.

    Es geht nicht um 100%ige Anonitätoder 100%ige
    Identifikation, sondenr um einen angemessenen Ausgleich hinshcitlich dieser Zustände.

    SH

  13. #13
    Zyniker, Wachkomatiker
    Registriert seit
    Dec 2007
    Beiträge
    2.842

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    These 1 – Bewusstsein für gemeinsame Werte schärfen

    Spoiler: 

    Gemeinsame Werte sind das Fundament unseres Zusammenlebens – je stärker sie unser Bewusstsein und Handeln bestimmen, desto weniger brauchen wir staatliche Einflussnahme und Reglementierung.
    Unser Menschenbild und unsere Werte prägen auch die Einstellung zum Internet. Wir sollten uns an den Werten der Freiheit, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung, dem Gebot des gegenseitigen Respekts und der Rücksichtnahme sowie der Chancengleichheit und Solidarität orientieren.
    ... Coole These, aber was benötigt man denn dafür?
    Na klar ... eine gemeinsame Bildungsgrundlage aller Einkommensschichten!
    ... aber die wird jetzt aus Kostengründen eingespart!
    ... ergo keine Bildungsgrundlage -> kein gemeinsames Bewusstsein für Werte!
    1. Punkt schon gescheitert an der aktuellen und zukünftigen Bildungspolitik!

    These 2 – Rechtsordnung mit Augenmaß weiterentwickeln

    Spoiler: 

    Bei der Gestaltung und Weiterentwicklung der Ordnung im Netz sind folgende Prinzipien zu beachten:
    Wir sollten – soweit als möglich – auf das bestehende Recht zurückgreifen und Selbstregulierungskräfte stärken.
    Bei der darüber hinaus notwendigen Weiterentwicklung des Rechts ist darauf zu achten, dass die Rechtsordnung entwicklungsoffen für Innovation und Fortschritt bleibt, technikneutral ausgestaltet wird und Gesetze aufgrund von Einzelfällen vermieden werden.
    Die Entwicklung von nationalem, supranationalem und internationalem Recht muss Hand in Hand gehen.
    Selbstregulierung im Netz?
    Die Selbstregulierung der Banken und des Marktes funktionieren nicht ... der finanziell Schwächere wird rechtlich Schwächer gestellt als der finanziell Stärkere!
    Die aktuell Politik beweist es jeden Tag ... nur derjenige der dem Politischen Supmf Anreize schaffen kann, bekommt auch Milliarden Bürgschaften und Subventionen vom dummen Steuerzahler!
    ... und die Politik schafft auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen, damit Klagen gegen dieses Vorgehen von vornherein zum Scheitern verurteilt sind!

    These 3 – Freie Entfaltung im Netz und Ausgleich zwischen kollidierenden Freiheitsrechten Privater ermöglichen

    Spoiler: 

    Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit im Internet. Es ist auf Wissensvermehrung und soziale Teilhabe gerichtet. Durch die freie Entfaltung im Internet ist das Phänomen „persönlicher“ Datenmacht entstanden. Sie muss daher stärker mit den Persönlichkeitsrechten anderer zum Ausgleich gebracht werden.
    Die freie Entfaltung der Persönlichkeit im Internet lässt sich jedoch nicht durch das klassische Datenschutzrecht im Sinne eines Verbots mit Erlaubnisvorbehalt begrenzen. Für den gebotenen Ausgleich müssen wir zuvörderst soziale Regeln entwickeln. Der Staat sollte zur Ergänzung in erster Linie sein zivilrechtliches Instrumentarium zur Verfügung stellen.
    Was zur Hölle ist Datenmacht? -> Link <-
    Zitat Zitat von PDF
    Private Datenmacht und Freiheit
    • Machtunterschiede zwischen Privaten basierten
    bis Ende des 19. Jahrhunderts ausschließlich auf
    der Verfügungsmacht über Produktionsmittel
    und auf sozialem Status. Datenmacht bildete sich
    erst um die Jahrhundertwende, als Unternehmen
    Informationsverbünde bildeten. Genannt
    werden können Arbeitgebervereinigungen zur
    Ausgrenzung „agitatorischer Arbeiter“ sowie
    Auskunfteien und Evidenzzentralen (Schufa)
    zur Risikobegrenzung bei Konsum- und Kleinkrediten.
    • Im Privatrecht fanden sich bis 1977 keine materiellen
    Regelungen zur Beschränkung von Datenmacht.
    Die Verschwiegenheitspflichten von
    Ärzten und Anwälten sind keine Reaktion auf
    Datenmacht, der Schutz von Briefen und etwa
    der Intimsphäre basierte auf dem Ehrschutz sowie
    seit 1954 auf dem Allgemeinen Persönlichkeitsrecht
    (Leserbrief-Entscheidung des BGH).
    Das Arbeitsrecht fand spezifische Lösungen vor
    allem über die betriebliche Mitbestimmung. Das
    Kartellrecht war nicht anwendbar.
    • Vorläufervorschriften des Datenschutzrechts lassen
    sich lediglich im Gewerberecht nachweisen,
    wonach Auskunfteien einer besondern Aufsicht
    unterlagen.
    ... von was spricht dieser Mann und worauf bezieht sich die These mit der Nummer 3?

    These 4 –Selbstbestimmung und Eigenverantwortung stärken

    Spoiler: 

    Selbstbestimmung und Eigenverantwortung der Nutzer müssen gestärkt werden. Die Kontrolle des Einzelnen über sein Handeln in der digitalen Welt muss gewahrt bleiben.
    Wir brauchen hierzu mehr Aufklärung über die Abläufe im Internet, Möglichkeiten der eigenverantwortlichen Selbstkontrolle und die datenschützende Qualität von Diensten. Dies gilt etwa beim Cloud-Computing, dem Umgang mit elektronischen Identitäten und bei der Steuerung eigener IT-Systeme sowie vernetzter Alltagsgegenstände.
    Mehr Wettbewerb im Netz stärkt Selbstbestimmung und Eigenverantwortung der Nutzer. Dafür brauchen wir mehr Verfügungsgewalt über unseren virtuellen Hausrat. Dies ist gegenwärtig in vielen Bereichen nicht gegeben, etwa weil Dienste von einer bestimmten Plattform abhängig sind oder weil es beim Umzug zwischen sozialen Netzwerken keine Möglichkeit gibt, „seinen Datenbestand mitzunehmen“.
    Wir sollten die Ausübung der bestehenden Betroffenenrechte, wie z. B. das Recht auf Auskunft oder das Recht auf Widerspruch, insgesamt vereinfachen, indem wir hierfür bessere Online-Möglichkeiten schaffen.
    Datt iss'n Clown!
    Diese These knallt schon bei dem Begriff "Aufklärung" ... siehe meine Meinung zur These 1 -> Keine gemeinsame Bildung durch alle Schichten -> keine gemeinsame Bildungsgrundlage -> kein gemeinsames Bewusstsein für Werte = keine Selbstbestimmung und Eigenverantwortung!
    ... ich könnte das hier jetzt präzisieren, aber jeder der einen Anflug von Verstand hat, wird zugeben müssen, das Bildung eine der Grundlagen für ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Handeln ist ...

    These 5 – Anonymität und Identifizierbarkeit abwägen

    Spoiler: 

    Der freie Bürger zeigt sein Gesicht, nennt seinen Namen, hat eine Adresse. Gleichzeitig sind wir es gewohnt, im Alltag grundsätzlich unbeobachtet zu handeln. Beides muss auch im Internet normal bleiben. Eine schrankenlose Anonymität kann es jedoch im Internet nicht geben.
    Es muss sichergestellt sein, dass die Anforderungen an die Identifizierung unter Wahrung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes danach ausgestaltet sind, welchem Zweck sie dient, welche Grundrechte betroffen sind, ob der Betroffene sich im privaten, sozialen oder öffentlichen Bereichen des Internets bewegt und ob er einen Anlass für die Identifizierung gegeben hat. Wichtige Rechtsgeschäfte brauchen immer bekannte Gläubiger und Schuldner.
    ... ich bin nicht verpflichtet jedem X-Beliebigen zu sagen wer ich bin und ihm meine Adresse mitzuteilen!
    ... wenn ein Polizist sich zuerst als solcher Ausweist, dann bin ich zur Kooperation, mit Grenzen (z.B. Selbstbelastung), grundsätzlich bereit, werde es aber nicht ohne Anwalt machen, denn wenn du als Zeuge gefragt wirst, kann es schnell mit Knast enden!
    Rechtsgeschäfte wie Abmahnungen benötigen nur Schuldige, die sich, mangels Bildung, mit unserem Rechtssystem nicht auskennen!

    These 6 – Verantwortung zwischen Anbietern und Nutzern gerecht aufteilen Neben den Nutzern haben auch Anbieter eine eigene Verantwortung, zur Sicherheit des Netzes. Die jeweilige Verantwortung richtet sich nach den jeweiligen Risiken und der Zumutbarkeit für den Einzelnen und die Anbieter.
    Für gefahrgeneigte Angebote und Dienste sollte nicht in Bezug auf Inhalte, aber in Bezug auf die „Verkehrssicherheit“ eine Gefährdungshaftung mit Exkulpationsmöglichkeit oder Beweislastumkehr in Betracht gezogen werden. Bei Berücksichtigung anerkannter Sicherheitsstandards oder zertifizierter Verfahren, etwa bei elektronischen Identitäten, könnte diese Haftung reduziert werden.
    Exkulpationsmöglichkeit ... menno, klingt Logisch ... kann man so stehen lassen, ein Anbieter für Serverkapazitäten kann durch den Mieter getäuscht werden ...

    These 7 – Staatliche Grundversorgung sicherstellen

    Spoiler: 

    Das Internet ist eine Basisinfrastruktur unseres Zusammenlebens geworden. Der Staat hat eine Verantwortung dafür, dass das Internet flächendeckend zur Verfügung steht und sichere Basisdienste bereitgestellt werden. Datensicherheit ist eine zentrale Herausforderung für die Zukunft. Bei der Wahl der regulatorischen Mittel und der Festlegung der konkreten Anforderungen sollte der Staat allerdings mit Augenmaß agieren, um die Innovation und Entwicklungsoffenheit des Internets nicht zu gefährden.
    ... tja ... sobald der Staat die Grundversorgung mit Basisdiensten (Einwohnermeldeämter, Steuererklärungsgedöhns und und und ...) in seinen Fingern hat, kontrolliert er diese auch bzw. möchte er diese auch kontrollieren ... ergo wird sich eine zweite Schicht der Internetnutzer etablieren, die sich neben dem Basiszugang, auch einen weniger kontrollierten Zugang leisten kann, eine art "Gentrifizierung" des Internets könnte man schreiben ... also das "freie Internet" wie wir es kennen nur noch für die "Würdigen" ...
    Klingt hart, aber ist der Lauf der Dinge!
    Das aktuelle Internet ist ein "billiger Wohnraum" für einfache Existenzen, der von der Politik zu einem Raum der Wertschöpfung umgebaut werden soll, also teurer wird ... und das nicht unerheblich!

    These 8 – Die gesamte Bandbreite des Ordnungsrechts nutzen

    Spoiler: 

    Der Staat hat das Recht und in manchen Fällen auch die Pflicht, in Internetdienste und Internetnutzungen, wie auch außerhalb des Internets steuernd einzugreifen. Klassische ordnungsrechtliche Maßnahmen können durch neue, „weiche“ Steuerungsinstrumente ergänzt werden. Beispiele sind behördliche Warnungen oder Veröffentlichungen von Ergebnissen ordnungsbehördlicher Kontrollen. Diese dürfen jedoch nicht einem mittelalterlichen Pranger gleichkommen. Auch Transparenz unterliegt dem Gebot der Verhältnismäßigkeit.
    ... knifflig ... aber es kommt doch wieder auf die Kohle raus, kannste Zahlen, dann wird es unter den Teppich gekehrt ... haste keine ... dann "Jedem das seine!"
    Bedeutet das die Verhältnismäßigkeit in harter Währung oder mit Knast beszahlt werden kann, wie auch in Stuttgart mit den Punkten ... liegt keine Gefährdung vor, kannste mehr bezahlen, dann kriegste keine Punkte und auch kein Fahrverbot ... haste die Knete nicht zum Freikaufen, bekommste halt die volle Härte des Verkehrsrechts zu spüren!
    ... Punkte & Fahrverbot + Strafzahlung ...

    These 9 – Auf bewährte Eingriffsbefugnisse zurückgreifen

    Spoiler: 

    Die Eingriffsrechte des Staates zur Abwehr von Gefahren und Bekämpfung der Kriminalität im Internet bestimmen sich nach den herkömmlichen Maßstäben – wir dürfen das Internet weder als rechtsfreien noch in erster Linie als „kriminellen“ Raum betrachten. Der Staat muss sich dabei am milderen Mittel und den Eingriffsbefugnissen der realen Welt orientieren.
    ... da kann man nicht viel gegen sagen ... aber man muss seine Rechte und Pflichten kennen, womit wir wieder bei der Bildung wären ...

    These 10 – Realistische Erwartungen an die Sicherheitsbehörden formulieren und ihre IT-Kompetenz verbessern

    Spoiler: 

    Wo der Staat im Internet hoheitlich handeln will, muss er den damit verbundenen Anspruch tatsächlich erfüllen können. Er sollte sich daher auf Maßnahmen konzentrieren, die in der digitalen Welt wirklich umgesetzt werden können. Hierzu ist die Qualifikation und Ausstattung von Ordnungs- und Sicherheitsbehörden zu überprüfen und zu ergänzen.
    ... dann sollte er dies auch hoheitlich tun und nicht Privatfirmen damit beauftragen!

    These 11 – Technologische Souveränität wahren

    Spoiler: 

    Für die Wahrung der technologischen Souveränität des Staates ist es erforderlich, dass er nationale Kernkompetenzen erhält und fördert. Hierzu braucht unser Land Forscher und Unternehmer, die strategische IT- und Internetkompetenzen erhalten und ausbauen. Ohne eine starke eigene IT-Industrie geraten wir in Abhängigkeiten, die unsere Freiheiten und unsere Verfassungsidentität gefährden können.
    Da stimme ich doch zu ... aber wir "Outcourcen", aus Kostengründen, Kernkompetenzen nach Indien und China ... was soll man unseren Unternehmern sagen?
    Bezahlt eure Loyalen deutschen Angestellten mit einem Teil der Gewinne?
    Könnte klappen ... wenn nur der Geiz nicht wäre!

    These 12 – Online-Angebote nutzerorientiert und kostengerecht ausbauen

    Spoiler: 

    Staatliche Angebote und Innovationen im Netz müssen unserem allgemeinen Staatsverständnis folgen.
    Bei der Frage, ob eine staatliche Aufgabe im Internet erfüllt werden soll, müssen wir uns am Nutzen für Bürger und Wirtschaft orientieren.
    Der Nutzen kann auch in der Teilhabe an der politischen Willensbildung bestehen. Online-Konsultationen können Beteiligungen von Verbänden und Interessengruppen im kommunalen und staatlichen Rechtssetzungsverfahren durch eine zusätzliche Form der Bürgerbeteiligung ergänzen.
    Die klassischen Staatsaufgaben, wie der Kultur- und Bildungsauftrag müssen beim Ausbau der Angebote gebührend berücksichtigt werden.
    Wir müssen bei allen staatlichen Angeboten auf eine gerechte Kostenteilung achten und von Fall zu Fall entscheiden, ob und in welchem Maße die Kosten für ein Online-Angebot vom Nutzer oder von der Allgemeinheit getragen werden soll.
    Das Allgemeine Staatsverständnis äußert sich für mich so ... Bildung, Verständnis und freie Entscheidungsgewalt über den freien Willen nur für Eliten die es sich leisten können!
    ... das Schichten bzw. Klassen "Internet" ist eine logische Konsequenz aus dieser Aussage!
    Dieses kann man mit einem "Internetführerschein" in Verbindung mit einem "Regionet" umsetzen ...
    ... ich bin Böse und darf des ...

    These 13 – Elektronische Behördendienste am Nutzen ausrichten

    Spoiler: 

    Elektronische Behördendienste sind auszubauen – sie dienen einer effizienten, wirtschaftlichen und bürgernahen Verwaltung.
    Bürger und Unternehmen erwarten von der öffentlichen Verwaltung eine rasche, einfache und effektive Abwicklung ihrer Behördenangelegenheiten. In Zeiten knapper öffentlicher Kassen muss die Verwaltung noch wirtschaftlicher arbeiten. Der weitere Ausbau elektronischer Behördendienste muss genutzt werden, um Einspar- und Optimierungspotenziale auszuschöpfen.
    Der elektronische Zugang des Bürgers zur Verwaltung muss als zusätzliches Angebot ausgestaltet werden. Der herkömmliche Zugang zur Verwaltung muss daneben bestehen bleiben. Für Unternehmen kann eine Pflicht zum elektronischen Datenaustausch mit der Verwaltung begründet werden, soweit die elektronische Abwicklung sinnvoll und vorteilhaft ist
    ... jupp, aber des darf dem Steuerzahler kosten was es wolle, Hauptsache einige bestimmt Firmen mit bestimmen Politikern im Vorstand oder als Aktionäre, werden odentlich mit Steuermitteln richtig Fett und Satt geschmiert!
    Ich möchte mich jetzt nicht über den ganzen Biometriekram, RFID gedöhns, den Sicherheitsmängeln bei Planung und Umsetzung hier auslassen, das haben wir hier auf Gulli schon öfters gemacht ... und werden es so oft wiederholen, bis das Internet nicht mehr Existiert bzw. Gentrifiziert ist ...

    These 14 – Staatliche IT-Systeme attraktiv und sicher ausgestalten

    Spoiler: 

    Staatliche IT-Systeme und Internet-Dienste müssen angesichts der Abhängigkeit der Bürger und der Verwaltung von ihnen sicher und ungestört funktionieren, auf offenen Standards basieren, von allen Menschen plattformunabhängig genutzt werden können und größtmögliche Transparenz bieten.
    Staatliche IT-Systeme müssen so ausgestaltet sein, dass die Integrität und Gesetzesbindung der Verwaltung ebenso gewahrt bleibt wie das Vertrauen des Bürgers in das staatliche Angebot. Die Informationstechnik muss den Anforderungen der Verwaltung und der Bürger folgen und nicht umgekehrt. Es darf z.B. nicht sein, dass bei einer Ermessensentscheidung ein bestimmtes Kriterium nur deshalb nicht berücksichtigt wird, weil das IT-System dies nicht anbietet.
    ... mal sehen, wieviele Milliarden die in diese Eierlegendewollmilchsau versenken ...

    Was soll ich noch weiter Schreiben?
    Der Name ist Programm ... de Maizière ... die Misere!

    "Regionet" ... die einzige Möglichkeit, um diese Thesen in die Realität einfließen zu lassen!
    ... denn ich glaube kaum, das sich die Amerikaner oder irgendein anderes Land, diesen Vorgaben bzw. deren Umsetzungen anschließen werden ... und um unsere Verwaltungssysteme sichern zu können, muss eine Abschottung gegen einen Angriff auf diese Systeme erfolgen ... und jetzt bekommt auch die Forderung nach diesem "Resetknopf" für das Internet einen Sinn ... klar, wenn man nur das "Gateway" lahmlegen muss ... isset recht easy und tangiert das echte Internet recht wenig!

    @Psyduck, na klar soll das aktuelle "deutsche" Internet zu einem "Daunet" ( "Regionet" ) umfunktioniert werden ...

    Wegen dem Rest ... des Gastkommentars ... ich möchte das unkommentiert lassen, denn was für mich bindend ist, ist de Maizière ... nur die Gülle, die aus dieser Richtung abgelassen wird, kann dauerhaft stinken!
    ... naja ... der Mensch ist ein Gewohnheitstier und je länger und doller was stinkt, desto mehr gewöhnt er sich an den Gestank, bis er ihn "überiecht", also den Gestank nicht mehr wahr nimmt, der die Übelkeit verursacht ... aber hey, wozu haben wir unsere Pharmalobby?
    Die haben auch gegen Übelkeit gewisse Pillen ...

    ... im übrigen ... wer bei diesem Text Schreibfehler vermutet und auch finden wird ... darf diese behalten!
    Geändert von Sempralon (24. 07. 2010 um 01:02 Uhr)

  14. #14
    Mitglied
    Registriert seit
    Feb 2007
    Beiträge
    1.220

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    Als Beobachter beider Seiten analysiert er heute bei gulli die Netzthesen von Innenminister Thomas de Maizière und hinterfragt kritisch die darauf folgende Reaktion des CCC.
    Eigentlich hätte ich da schon mit dem Lesen aufhören sollen.

    zu den Thesen des Innenministers:
    M.M.n. stellen diese eine Sammlung von Wünschen da, die bereits von der aktuellen
    Politik verworfen werden.
    "Elena", VDS, ACTA, Swifft", "Netzsperren", "Forderungen zum 3. Korb Urhg sowie das Urhg an sich" usw. usf.
    Geändert von Grazer57 (24. 07. 2010 um 01:28 Uhr)

  15. #15

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    Zitat Zitat von StefanHerwig Beitrag anzeigen
    Eben nicht. Natürlich haben die Elktern eine Mitverantwortung bei Jugendschutz, aber manchmal sind sie die Unkompetenten im Netz. Insofern kann man die Verantwortung eben NICHT alleine auf die Eltern abwälzen.
    Wer kauft und bezahlt den Internetanschluss? Mama und Papa - also haben diese auch darauf zu achten was ihr Kind so treibt. Wenn Sie dazu keine Lust/Zeit haben müssen die Eltern die Konsequenzen ziehen - Internet ohne Zensur oder keins.
    Ich kann ja auch nicht erwarten das Vater Staat meinem Kind laufen, radfahren oder wie man sich im Straßenverkehr zu verhalten hat beibringt.
    Als Elternteil habe ich mich darum zu kümmern und wenn ich davon keine Ahnung habe muss ich es (Medienkompetenz) erlernen um es an meine Kinder weiterzugeben.
    Aber heutzutage muss natürlich alles der Staat Regeln, Überwachen und reglementieren.

    Mal ganz davon abgesehen - wer braucht so einen Quatsch bitteschön noch? Es gibt genug Seiten im Ausland und da greift der deutsche Jugendschutz nicht.

    Wenn mein Kind Informiert, Aufgeklärt und vorbereitet ist kommt es auch damit klar wenn es mal ausversehen etwas sieht was es nicht sehen sollte.

    Eine "Identitätsfestellung" im Netz (Netzausweis) bringt gegen Botnetzbetreiber etc. nichts. VPN (notfalls nen Proxy auf einem der Opfer) und schon kann man sich die Sache schenken.

    Hinzukommt das Äußerungen in Foren die unter freie Meinung fallen nur einigen zu frei sind und sinnlose Abmahnungen heranrollen.

  16. #16
    Weltverbesserer ;-) Avatar von vga
    Registriert seit
    Dec 2009
    Beiträge
    987

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    Zitat Zitat von StefanHerwig Beitrag anzeigen
    Und nur um die Metapher weiter zu fassen: der "DAU" im Strassenverkehr sind meistens z.B. 6 jährige Schulkinder.
    welcher im strassenverkehr sofort platt gemacht wird, wenn er nicht vorsichtig und umsichtig ist, da helfen auch die regeln wenig. selbst leute die die regeln kennen werden schnell mal opfer an einem stauende(so geschehen vor ein paar wochen auf der A92)...das ist im internet nicht anders.
    Zitat Zitat von StefanHerwig Beitrag anzeigen
    Nein, die Problematik hinsichtlich des (angeblich unzeitgemässen) URHG ist in der Tat ein Symptom der bisher unvollständigen regulierung des Netzes. ich glaube ehrlich gesagt, dass zum Beispiel ein Ausgleich zwischen Identität und Anonymiersung die Probleme bei der Urheberrechtsdurchsetzung komplett beseitigen könnte. Dass das nicht im Sinne der meisten nutzer dieses Boardes ist, ist mir klar.
    Es tut mir leid, aber du scheinst einiges noch immer nicht begriffen zu haben.
    hier mal ein "relativ kurzer" thread dazu:http://board.gulli.com/thread/157793.../#post13095667
    Und nein "Urheberrechtsdurchsetzung" werden nicht durch eindeutige identifizierbarkeit gelöst, denn dann wird es vermehrt geschlossene VPN's und eigene Amateurfunktnetzwerke geben, an die ihr nicht so leicht ran kommt. Das Problem beim Urheberecht ist, dass es Ausmaße angenommen hat, die nicht mehr feierlich sind.
    zb:
    http://board.gulli.com/thread/158022.../#post13119737
    Moralisch gesehen ist das Urheberecht schon lange ein Werkzeug für unmoralisches verhalten der Urheber. Und dazu zähle ich auch die tatsache, dass es unmorlisch ist, für etwas geld zu verlangen, für dessen vervielfälltigung keine kosten entstehen.
    Zitat Zitat von StefanHerwig Beitrag anzeigen
    zumal m.E. die Vorratsdatenspeicherung nie dazu benutzt werden sollte, quellenanonymität auszuhebeln.
    Die Terrorgesetze in UK waren auch nie dafür gedacht, den einfachen Touristen das Fotografieren zu verbieten und denn noch nutzt man es dazu, wie man hier schon lesen konnte. sobald ein gesetz verabschiedet wurde, MUSS man davon ausgehen, dass es in allen variationen genutzt wird. hier reichen die ziel der gesetzgeber nicht aus, wenn sie nicht verbindlich im gesetz stehen.

  17. #17
    Viersaitig
    Registriert seit
    Nov 2007
    Ort
    Flensburg S.-H.
    Beiträge
    3.051

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    Um mal einen anderen Ton anzuschlagen:

    Es ist ein Gastkommentar. Man muss damit nicht konform gehen. Jedoch finde ich es mehr als erschütternd welchen Ton hier einige Leute anschlagen. Gulli ist nun ab und an mal in interessanten Bereichen vertreten und hat auch das eine oder andere mal das Licht der öffentlichen Berichterstattung gesehen (zumindest in Form von Erwähnungen) - leider wird hier mal wieder ein Bild gezeichnet das für jeden Außenstehend mehr als abschreckend ist.
    Jemand nimmt sich die Zeit etwas zu verfassen und als Gastkommentar abzugeben und wird hier mehr als dumm angefeindet.
    Mal ganz im ernst? Wer solche Reaktionen an den Tag legt sollte sich nicht wundern das er im Grunde nicht ernst genommen wird und für das System keine Relevanz mehr besitzt.

    Ich danke auf jeden Fall Stefan Herwig denn er hat einiges auf den Punkt gebracht - gerade den CCC betreffend. Denn der Verein wird seit langem mehr als überbewertet was einige Dinge angeht. Und es ist durchaus vieles in dem Beitrag dem man zustimmen kann. Nicht allem, das hängt aber auch von der jeweiligen Betrachtungsweise ab, aber durchaus einiges.

    Was das Recht der freien Meinungsäußerung angeht: Die Umsetzung des Rechts bzw. die Wahrung obliegt jedem Staat. Grundlegend jedoch schützt dies Seiten wie WL durchaus.

  18. #18
    Mitglied Avatar von getyourkicks
    Registriert seit
    Jan 2009
    Ort
    Ganz woanders
    Beiträge
    43

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    Zitat Zitat von Hasron Beitrag anzeigen
    Um mal einen anderen Ton anzuschlagen:

    Es ist ein Gastkommentar. Man muss damit nicht konform gehen.
    Danke.
    Jedoch finde ich es mehr als erschütternd welchen Ton hier einige Leute anschlagen. Gulli ist nun ab und an mal in interessanten Bereichen vertreten und hat auch das eine oder andere mal das Licht der öffentlichen Berichterstattung gesehen (zumindest in Form von Erwähnungen) - leider wird hier mal wieder ein Bild gezeichnet das für jeden Außenstehend mehr als abschreckend ist.
    OGottOGott
    Jemand nimmt sich die Zeit etwas zu verfassen und als Gastkommentar abzugeben und wird hier mehr als dumm angefeindet.
    Zu Recht und nicht dumm sondern konkret seine Vorstellungen.
    Mal ganz im ernst? Wer solche Reaktionen an den Tag legt sollte sich nicht wundern das er im Grunde nicht ernst genommen wird und für das System keine Relevanz mehr besitzt.
    Bildest du dir ein, eine Relevanz fuer das "System" zu haben, guter Witz.
    Ich danke auf jeden Fall Stefan Herwig denn er hat einiges auf den Punkt gebracht - gerade den CCC betreffend. Denn der Verein wird seit langem mehr als überbewertet was einige Dinge angeht. Und es ist durchaus vieles in dem Beitrag dem man zustimmen kann. Nicht allem, das hängt aber auch von der jeweiligen Betrachtungsweise ab, aber durchaus einiges.
    Hier blubberst du genau wie er. Jetzt mal Butter bei die Fische.
    Zeigt doch mal ein Paar Beispiele, wo der CCC ueberbewertet wird und vor allem warum.
    Was das Recht der freien Meinungsäußerung angeht: Die Umsetzung des Rechts bzw. die Wahrung obliegt jedem Staat. Grundlegend jedoch schützt dies Seiten wie WL durchaus.
    Du lebst in einer Traumwelt, wie es scheint. Wuerde WL in DE gehostet, waere Stunden spaeter, nach Veroeffentlichung der TollCollect Vertraege, die Staatsanwaltschaft mit Polizei im Serverraum gestanden und haette beschlagtnahmmt was nur geht, natuerlich nur auf der Suche nach der Quelle. Das scheinst du naemlich auszublenden, den Schutz des Informanten, dem sich WL verpflichtet sieht.

    getyourkicks

  19. #19
    Zyniker, Wachkomatiker
    Registriert seit
    Dec 2007
    Beiträge
    2.842

    Standard Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    Die Frage ist doch hier, welcher der drei Parteien ist der wahre Luther?
    Welche der Thesen, die zum Anschlag gekommen sind entsprechen der Realität bzw. sind zum wohle des Volkes (der Netzgemeinde) realisierbar und welche davon nur Begünstigungen für wenige Geschäftemacher?
    z.B. Herr Stefan Herwig findet, dass das Problem nicht im veralteten URHG liegt, sondern Zitat:
    "ist in der Tat ein Symptom der bisher unvollständigen regulierung des Netzes"
    Er möchte also die Vollständige Regulierung des Netzes, damit das veraltete und auf Hardware (anfassbare Datenträger wie Schallplatten, CDVDs, Bücher usw.) angewiesene URHG wieder bestand hat ...
    Was würde dies bedeuten?

    Wäre das Internet eine Bibliothek, dann wären die Leihbaren Inhalte nur in begrenzter Zahl vorrätig und man müsste evtl. ewig warten (gehen wir mal von 45 Millionen Interessierten bei 200 Lizenzen [Leihinhalte] aus), bis dieser die URHG geschützten Dokumente studieren darf ...
    Man könnte auch sagen, das man das Internet Sperren sollte, um die Bibliotheken im aktuellen Format (du gehst hin, leihst dir den Inhalt aus und bringst es nach 3 Wochen wieder zurück ...) zu erhalten!
    ... somit wäre das URHG komplett gewahrt und der Zugang wäre für alle "frei"!
    Klar muss man hingehen und den Inhalt evtl. bestellen, aber immerhin ... irgendwann kann man diesen dann in dieser schnelllebigen Zeit sich zu Gemüte führen ...
    Btw. ich gehe gern mal in eine Bibliothek ...

    ... ich weiß nicht ob das richtig rüber gekommen ist?

    Unser Staat propagiert die "Bildungsgesellschaft", nicht?
    ... und gleichzeitig macht er alles, um den Zugang zu Wissen all jenen zu verwehren, die nicht über die finanziellen Mittel verfügen!

    ... unser Staat (vielmehr unsere Politiker als Staatslenker oder soll ich mittlerweile Führer schreiben?) weiß das Wissen Macht ist ... und welcher Staat teilt schon gerne seine Macht?

  20. #20

    Thumbs up Re: Zwei Paradigmenwechsel in vier Wochen beim Thema Netzpolitik (Gastkommentar)

    @Hasron:

    Ein kritischer beitrag zur Diskussionkultur auf Gulli.com. das ich das nch erleben darf! Vielen Dank.

    @sempralon
    Er möchte also die Vollständige Regulierung des Netzes, damit das veraltete und auf Hardware (anfassbare Datenträger wie Schallplatten, CDVDs, Bücher usw.) angewiesene URHG wieder bestand hat ...
    Was würde dies bedeuten?
    Wo lesen sie denn das heraus? Habe ich weder bhauptet, noch ist das meine Meinung.

    Gruß,

    SH

  21.  
     
     
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •