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31. 07. 2010, 22:36 #1
Wikileaks - Die Folgen der Afghanistan-Leaks
Seit Wikileaks die Afghanistanprotokolle im Netz veröffentlichte vergeht kein Tag mehr ohne brisante Schlagzeilen über das Thema. Ständig findet man neue Fakten in den Unmengen an Dokumenten und auch Gründer Assange und sein Team werden fortwährend insbesondere von Amerika kritisiert. Nun ist plötzlich eine mysteriöse Datei auf der Webiste zu finden.
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16. 08. 2010, 22:56 #181
Re: Wikileaks - Die Folgen der Afghanistan-Leaks
Zunächst einmal sind die gezielten Tötungen heftig umstritten. Die sueddeutsche.de vertritt diesbezüglich eine andere Position als FAZ.NET. Am Ende deines Links steht übrigens der bemerkenswerte Satz:
Der Autor ist Assistant Legal Advisor am Allied Command Transformation der Nato im amerikanischen Norfolk. Der Beitrag gibt seine persönliche Ansicht wieder.
Die Killertruppe «Task Force 373» untersteht außerdem direkt dem Pentagon und nicht dem Kommando der internationalen Schutztruppe ISAF. Das alleine steht schon im Widerspruch zur Resolution des UN-Sicherheitsrates.Mord oder legale Exekution? Wenn es darum geht, wie Soldaten mit Gegnern umgehen dürfen, drehen Politiker das Recht, wie sie es brauchen. Statt aufzuklären, versucht sich Außenminister Westerwelle in schlechter Propaganda, wenn er gezielte Tötungen für vereinbar mit dem Völkerrecht hält.
Verbrecher, auch Terroristen, müssen grundsätzlich in einem rechtsförmigen Verfahren bestraft werden. Man nennt dieses System Rechtsstaat. Es ist paradox, den Rechtsstaat verteidigen zu wollen, in dem man ihn aussetzt oder kriegsrechtlich überwölbt.
http://www.sueddeutsche.de/politik/s...ndo-1.986705-2
Dass die USA das Völkerrecht im Krieg gegen Afghanistan und Irak missachten, sagt auch der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Manfred Nowak. Der Einsatz von Streubomben, Brandwaffen und DU-Munition ist je nach Anwendung völkerrechtswidrig. Ich weiß nicht, was daran fälschlich sein soll. Die Einhaltung des Völkerrechts gilt zudem für beide Kriegsparteien, auch das habe ich schon mehrfach gesagt.
(…) die USA würden gegen das Völkerrecht verstoßen, sollten sie belastete CIA-Mitarbeiter nicht bestrafen. Im Völkervertragsrecht stehe klar, dass sich die Staaten verpflichten, Folterer strafrechtlich zu verfolgen, sagte Nowak der österreichischen Zeitung Der Standard.
http://www.tagesspiegel.de/politik/i...r/1500290.html
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16. 08. 2010, 23:09 #182Gesperrt
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Re: Wikileaks - Die Folgen der Afghanistan-Leaks
Kriegst Du denn gar nichts mit? Die Geschichte mit den Streubomben ist doch erst seit Anfang des Monats anhängig und es ist die Frage ob die USA das überhaupt unterschrieben/ratifiziert haben.
Brandwaffen und (vor allem) DU-Munition sind in Afghanistan vermutlich gar nciht eingesetzt worden. Abgereicherte Uran-Munition (auch nicht in Afghanistan weil Panzerabwehrwaffe) ist im übrigen auch nicht verboten (gibt ja auch keinen Grund dafür).
Tatsächlich behauptest Du hier am laufenden Band Dinge, die einfach unwahr sind und bestehst darauf auch wenn man dich darauf aufmerksam macht.
Und das mit den gezielten Tötungen ist ja auch nur grotesk. Würde man Dir folgen, müßte man erkannte Gegener erst mal aufs Schlachtfeld locken. Das war beim Bundeswehreinsatz am Anfang auch so. Die mußten erkannte Gegner mühsam nervös machen, weil sie nur zurückschießen durften.
Ich bleibe dabei:
Zitat von Mordechai
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17. 08. 2010, 02:37 #183Gesperrt
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17. 08. 2010, 08:36 #184
Re: Wikileaks - Die Folgen der Afghanistan-Leaks
@mordechai
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17. 08. 2010, 09:19 #185
Re: Wikileaks - Die Folgen der Afghanistan-Leaks
Darauf habe ich schon geantwortet und entsprechende Links gesetzt:
Aus deiner Sicht mag es grotesk sein, weil du den Krieg in Afghanistan ohnehin rechtfertigst, egal mit welchen Mitteln er geführt wird. Ich vertrete bezüglich der gezielten Tötungen keineswegs eine Einzelmeinung und lehne diesen Krieg um Einfluss und Rohstoffe unter dem Deckmantel des «War on Terror» grundsätzlich ab.Ein Bericht von Human Right Watch vom 8. Mai 2009 über die Verbrennungen von Kindern in Afghanistan durch weißen Phosphor.
http://www.rawa.org/temp/runews/rawanews.php?id=1070
Untersagt ist die Verwendung von Brandwaffen wie Flammenwerfern und Napalm einschließlich von Phosphorgeschossen gegen Zivilisten. Sie dürfen auch nicht gegen militärische Ziele eingesetzt werden, wenn diese nicht klar von zivilen Zielen abgegrenzt werden können.
http://www.ag-friedensforschung.de/t.../phosphor.html
Experten gehen davon aus, dass die extrem durchschlagskräftige Uranmunition-Munition jetzt auch in Afghanistan eingesetzt wird.
http://www.netzeitung.de/kultur/164391.html
Falls die Urangeschosse Plutonium freisetzen, so wäre Artikel 23 a der Haager Landkriegsordnung (LKO) vom 18. November 1907 einschlägig. Dieser verbietet die Verwendung von Gift und vergifteten Waffen, woran die USA gebunden sind.
http://www.freitag.de/politik/0105-3...rtet-effizient
Die auf dem Balkan durch NATO-Kampfflugzeuge verschossene Uranmunition enthält krebserregendes Plutonium. Dies berichtet das ARD-Magazin MONITOR (…)
http://www.ag-friedensforschung.de/t...plutonium.html
Abgesehen davon, lässt dieses Vorgehen der Nato-Truppen den Krieg noch weiter eskalieren. Zu verurteilen sind auch Kriegsverbrechen durch Aufständische. Man muss aber erkennen, dass die Interventionstruppen mitverantwortlich sind für die Lage in Afghanistan. Das Land ist nach 30 Jahren Krieg zerstört. Das einzige, was sich noch entwickelt, sind die Opiumproduktion, die Korruption, Menschenrechtsverletzungen usw. Mit militärischen Mitteln gibt es keinen Frieden in Afghanistan, es führt zur weiteren Eskalation der Gewalt.Sie müssen den Amerikanern klarmachen, dass solche außergerichtlichen Hinrichtungen weder vom deutschen Recht noch vom Völkerrecht gedeckt sind.
http://www.taz.de/?id=archiv&dig=2007/07/09/a0125Geändert von cathari (17. 08. 2010 um 09:29 Uhr)
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17. 08. 2010, 21:28 #186Gesperrt
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Re: Wikileaks - Die Folgen der Afghanistan-Leaks
In diesen Links wird sehr umfangreich der Konjunktiv verwendet. Und es sind meist Einzelfälle:Die Verwendung des Plurals durch Dich ist insofern eine Lüge als nur ein Fall bekannt geworden ist, durch den ein Kind durch US-Truppen verletzt worden ist. Ehrlich wäre es gewesen, wenn Du die 4 Fälle erwähnt hättest bei denen die Taliban weißen Phosphor verwendet haben (wo aber wohl niemand verletzt worden ist).
Natürlich sind Rauchbomben auf dem Gefechtsfeld erlaubt und die Bombardierung von Zivilisten ist nach Kriegsrecht verboten - mit und ohne Phosphor.
Deine Behauptung ist Unsinn.
Objekt nicht gefunden!
Es gibt auch keine Hinweise darauf, daß Napalm und Flammwerfer in Afghanistan eingesetzt werden.
Auch hier gilt:
Deine Behauptung ist Unsinn.
Das erste Wort ist Spekulation und in dem Artikel wird überhaupt nur spekuliert. So gut wie jeder Satz wird in Konjunktivform geführt und es werden praktisch keine Fakten dargestellt.
Spekulation bis auf eine Ausnahme:Auch hier gilt:Diese Szenarien sprechen allerdings auch dafür, dass die Bomben bisher noch nicht eingesetzt wurden.
Deine Behauptung ist Unsinn.
Den hier folgenden Artikel halte ich für in allen Punkten falsch.Da das Wort Afghanistan in dem Artikel genau wie in dem folgenden
gar nicht vorkommt gilt auch hier: Deine Behauptung ist Unsinn.
Diese Geschichte mit der Uranmunition ist sowieso antiamerikanische Propaganda dessen technische Grundlage generell komplett falsch dargestellt wird.
Dies trifft auch auf den von Dir zitierten Artikel zu, der im übrigen auch nichts mit Afghanistan zu tun hat.
Ich rechtfertige überhaupt nichts. Ich stelle nur fest, daß Du die ganze Diskussion über mit offensichtlichen Unwahrheiten hantierst und in in dieser Richtung völlig unbelehrbar bist. Es hat den Anschein, daß Du mit aller Gewalt die Position der Taliban vertreten willst.
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18. 08. 2010, 09:12 #187
Re: Wikileaks - Die Folgen der Afghanistan-Leaks
Eine halbwegs sachliche Argumentation kann das nicht sein, da du dich nicht wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt hast. Uranmunition wird aus Atommüll hergestellt und enthält zwangsläufig Plutonium. Das räumen auch US-Behörden ein.
Wie gefährlich Plutonium ist kannst du hier nachlesen:Laut US-Energieministerium, das diese Atomanlagen betreibt, wird das für die Munition verwendete Uran dabei zwangsläufig ("routinely") mit Plutonium verunreinigt.
http://www.ag-friedensforschung.de/t...plutonium.html
Eine gute Dokumentation zum Thema Uranmunition lief im WDR unter dem Titel «Kriegsverbrechen - Einsatz von Uranmunition» http://www.youtube.com/watch?v=qeMe147tRNkBereits die Inhalation von 40 Nanogramm 239Pu reicht aus, um den Grenzwert der Jahres-Aktivitätszufuhr für Inhalation bei Arbeitern zu erreichen. (…) Zur sicheren Entstehung von Krebs reicht vermutlich eine Menge von einigen Mikrogramm aus.
http://de.wikipedia.org/wiki/Plutonium
In Sachen banalem Weltbild ist dieser Satz kaum zu überbieten. Die typische Schwarz-Weiß-Malerei von «Gut und Böse», wobei es dazwischen keine Kompromisse geben kann. Ganz nach dem Motto von Bush: «Entweder seid ihr für uns, oder ihr seid für die Terroristen».
Nun, ich bin weit davon entfernt, die Welt durch die Zerrbrille der Taliban/Al-Qaida oder von Bush zu betrachten. Arundhati Roy kommt mit ihrer Aussage der Wahrheit näher: «Ich sehe bei Bin Laden und bei Bush das gleiche Handlungsmuster.»
Essay von Arundhati Roy
Die Uno, inzwischen auf ein unwirksames Kürzel reduziert, wurde nicht einmal ersucht, die Luftangriffe zu genehmigen. (Wie denn Madeleine Albright einst bemerkte, handeln die USA "multilateral, wenn wir können, und unilateral, wenn wir müssen".) Die "Beweise" gegen die Terroristen wurden in der "Koalition" unter Freunden herumgereicht. Nach dem Treffen ließ man verlauten, es spiele keine Rolle, ob die "Beweise" vor einem ordentlichen Gericht Bestand hätten oder nicht. Auf diese Weise wurden in einem Augenblick Jahrhunderte der Rechtsprechung fahrlässig zunichte gemacht.
http://www.spiegel.de/kultur/literat...165236,00.htmlGeändert von cathari (18. 08. 2010 um 09:22 Uhr) Grund: Ergänzung


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