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04. 08. 2010, 14:02 #1
Der primitive Mann - kurze Satire
Hallo.
Manchmal schreibe ich.
Jedoch sind meine Leser meist ausgesuchte Kritiker, die ich persönlich kenne.
Jetzt würde es mich interessieren, wie Unbekannte zu meinen literarischen Ergüssen stehen.
Spoiler:
Der primitive Mann
Der primitive Mann oder auch der veraltete, dumme, scheue und hormongesteuerte Mann.
21:00, eine Sommernacht an einem Openair-Konzert.
Einige Männer sind schon betrunken, was heißt, ihre Hemmschwelle gegenüber dem "feindlichen" Geschlecht sinkt mit ihrer Potenz.
Doch das stört sie nicht, denn genau jetzt wollen sie zum Angriff blasen.
Wo, wenn nicht hier, sollte sich die Frau fürs Leben finden? Zugegeben, mit den Social-Networks wie Facebook lässt sich ein Objekt der Begierde auch anschreiben,
ohne betrunken zu sein und ihr in die Augen schauen zu müssen.
Der Nachteil ist, dass dort die Frau nicht im Sturm erobert werden kann und ein Date – nüchtern – fast unausweichlich ist.
Deshalb bevorzugen viele lieber den Weg, betrunken auf einem Fest zu brillieren,
denn dort können sogar mehrere Versuche an einem Abend gestartet werden...
Ist eine Frau erst einmal ausgesucht wird mit den Kumpels diskutiert, wie unglaublich geil sie ist und was alles mit ihr gemacht wird,
wenn sie mit auf den Zeltplatz kommt. Im Kopf ist dieser Schritt längst schon vollzogen.
Doch wie ansprechen? Kein Thema. Heutzutage wird nicht mehr angesprochen – nein, es wird an-getanzt!
Wie brünstige Stiere laufen sie der Kuh hinterher und versuchen direkt im Takt(?) zur lauten Musik von hinten anzudocken.
Wenn es klappt, ist das schon die halbe Miete. Die Kuh schaut kurz auf und wenn sie Lust hat, macht sie mit.
Alles ist komplett aufs körperliche beschränkt. Der Namensaustausch ist jetzt noch weit entfernt - falls er überhaupt stattfindet.
Erst einmal gilt es, den Freunden ein dickes Grinsen zu zusenden, dass die erste Hürde geschafft wurde.
Eventuell kann noch ein Handzeichen mitgegeben werden, dass bald was rein gestoßen wird – gilt allerdings nur für Profis.
Wenn dann die Frau tanzend umgedreht wird, geht der brünftige Stier aufs Ganze. Am Einfachsten klappt das,
wenn eine Hufe der Kuh genommen wird, dann einen richtigen Tanzschritt andeuten und bei halber Drehung wieder zurückziehen.
Der brünftige Stier hat keine Zeit – geschweige Lust oder das Ziel, zu reden. Jetzt wird geschaut, ob die Andockstelle auch mit den Händen angegriffen werden kann.
Profis gehen sanft vor, Anfänger gehen direkt aufs Ganze. Wird die Hand vom Weibchen nicht direkt weggenommen, ist's geschafft!
Jetzt versucht er ihr seine Zunge in den Hals zu stoßen. Meisten klappt es dann auch.
Alles weitere ist Luxus! Sex gibt's in den seltensten Fällen und es reicht auch schon so, um vor den anderen brünftigen Stieren anzugeben.
Wenn ein brünftiger Stier keine hatte, regt er sich auf, gibt die Schuld irgendwem, nur nicht sich, denn das System ist bombensicher!
Die Erfolgreichen kosten ihre Erfolge jede freie Minute aus und als niederschmetterndes Argument wird in Zukunft eingesetzt: "Wann hattest du denn zuletzt ne' Schnegge?".
Das, meine Herren, ist der primitive Mann.
Falls es jemandem gefällt, gibt es "die primitive Frau" als Zusatz!
Konstruktive Kritik ist erwünscht!
GrussHier steht ein Spruch, der dich zum Nachdenken bringt.
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04. 08. 2010, 20:09 #2
Re: Der primitive Mann - kurze Satire
Ich finde weder den Inhalt witzig, noch den Schreibstil interessant.

Du klingst wie ein schlechtes Biologiebuch.
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04. 08. 2010, 20:16 #3
Re: Der primitive Mann - kurze Satire
Ich finde es uninteressant und schlecht geschrieben. Sorry!
Das Auge ißt ja auch mit, sagte das Hühnerauge und setzte sich an den gedeckten Tisch
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04. 08. 2010, 20:23 #4
Re: Der primitive Mann - kurze Satire
Entschuldigen musst du dich dafür nicht.
Wie ich sehe, war das ein Schuss in den Ofen...
Auch wenn es mir schwer fällt: Danke für das Feedback!Hier steht ein Spruch, der dich zum Nachdenken bringt.
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04. 08. 2010, 20:44 #5
Re: Der primitive Mann - kurze Satire
Schön, daß Du Kritik verstehen kannst.

Ich möchte Dich nicht davon abhalten, weitere Geschichten zu schreiben.
Mache Deine Geschichten interessanter, indem Du einzelne Dinge eingehend beschreibst.
Lese andere Autoren, aktuell würde ich Dir Wilhelm Busch empfehlen, google mal, es lohnt sich.
Das Auge ißt ja auch mit, sagte das Hühnerauge und setzte sich an den gedeckten Tisch
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04. 08. 2010, 20:47 #6
Re: Der primitive Mann - kurze Satire
In Reimform á la W. Busch könnte es sogar was werden mit dem Thema.
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04. 08. 2010, 20:53 #7
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04. 08. 2010, 22:12 #8
Re: Der primitive Mann - kurze Satire
Das ist schon schwere Kost, ich musste mich zur Lektüre zwingen, den Schopenhauer mußt Du Dir jetzt aber auch noch einverleiben.

Lies mal seine autobiographischen Texte.In Reimform á la W. Busch könnte es sogar was werden mit dem Thema.
Für mich ein wahres Vergnügen, vor allem, wenn man bedenkt, zu welcher Zeit diese Texte entstanden.Das Auge ißt ja auch mit, sagte das Hühnerauge und setzte sich an den gedeckten Tisch
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04. 08. 2010, 22:18 #9
Re: Der primitive Mann - kurze Satire
Werd es mir mal vormerken
Hab nen großen SuB derzeit.
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09. 08. 2010, 15:29 #10
Re: Der primitive Mann - kurze Satire
Ich fands eigentlich ganz gut würde die primitive Frau gerne lesen.
Allerdings ist es natürlich nicht wirklich perfekt.
Was ich für die Umschreibung von Facebook besser fände wäre ein Neologismus der social networks betrifft oder ein abschätziges Adjektiv davor.
Sowas les ich persönlich immer gern (was nicht heißt das es nur so richtig ist).Kandosii sa ka'rta, Vode An.
Coruscanta a'den mhi, Vode An.
- Try not! Do or not. There is no try. -
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09. 08. 2010, 15:40 #11Gesperrt
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Re: Der primitive Mann - kurze Satire
Nur so am Rande, Nietzsches Schreibstil gilt als absolut top, auch im heutigen Vergleich. Das hat mit seiner Philosophie und seinem Ruf als Philosophen nichts zu tun.
Deinen Text habe ich mir jetzt nicht gegeben. Aber wenn du je meinst, so gut oder besser schreiben zu können als Nietzsche, dann schreib mir unbedingt eine PM.
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09. 08. 2010, 16:08 #12
Re: Der primitive Mann - kurze Satire
Danke. Natürlich zeige ich dir "die primitive Frau":
Spoiler:
Die primitive Frau
Die primitive Frau oder auch der veraltete, dumme, oberflächliche und akute Frau.
21:00, eine Sommernacht eines Open-Air-Konzerts.
Die Frauen sind mehrheitlich unter sich. Wie die Männer schauen sie sich die Lage an,
jedoch nach anderen Kriterien. Bei den Männern geht es primär um Aussehen und wie-schnell-kann-ich-mit-ihr-rummachen.
Bei der Frau: Status bei Kumpels, Kleidung und kennt-er-meinen-Ex?
Bevor die Frau jedoch zum Open-Air-Konzert geht, trifft sie sich mit ihren 2 besten Freundinnen:
Da der letzte gemeinsame Frisörbesuch schon 4 Wochen zurück liegt, kann am Haaransatz schon die Naturhaarfarbe – meist dunkelbraun bis schwarz – erkannt werden.
Der Rest ist ausnahmslos strohblond.
Für die Freundinnen wäre es eine Schande, ihre braunen Haare zu zeigen. Hat doch jede Frau! Und mit blond ist man jetzt fast alleine, ja, die Frauen bekommen mit blonder Haarfarbe viel mehr Aufmerksamkeit – nicht zuletzt, weil es sie intelligenter und unabhängiger aussehen lässt.
Um bei den Männern zu suggerieren, sie wären wirklich blond, werden die Augenbrauen fast komplett ausgezupft. Mit der entsprechenden Schminke ist nun vom Charakter endgültig nichts mehr zu sehen.
Die 3 Freundinnen unterscheiden sich nur noch an der Farbe der Augenlider und an der Handtasche.
Selbst ihre Namen ändern nicht: Schätzchen, Baby oder Schönheit werden die beiden besten Freundinnen liebevoll genannt.
Wobei jede Frau von sich weiß, eigentlich besser als die beiden Anderen zu sein. Denn ihr blond ist blonder, ihre Handtasche größer und ihre Absatzschuhe höher.
Der ewige Zickenkrieg wird aber gekonnt durch hohle Oberflächlichkeit überspielt. Dafür werden "beste Freundinnen für immer"-Nachrichten, tausende Herzchen und Liebeserklärungen regelmäßig über Social Networks versendet.
Damit alle sehen – die kennen sich.
Da solche Mädchen mit ihren hohen Schuhen nicht tanzen können, geschweige wollen, sind sie mehr für das alternative Bewegen. Dabei bleiben die Füße an gleicher Stelle,
Gesäß und Oberkörper werden mit möglichst wenig Anstrengung im Takt der Musik bewegt.
Jede Bewegung muss kontrolliert sein, denn wenn die Absätze von den Schuhen brechen würden, wäre das ein kleiner Weltuntergang.
Leicht schwitzen, weil getanzt wird, wäre allerdings der reinste Horror – die Schminke könnte verlaufen!
Welcher Mann sie anspricht und welcher erfolgreich, ist schon im Vorhinein klar.
Männer die nicht zu ihrer Zielgruppe gehören, werden gekonnt ignoriert. Meist solche, die ihnen nicht mehr als einen Blick widmen und solche,
die in einer Gruppe nicht zuoberst in der Hierarchie angesiedelt sind. Die Typen sind natürlich nicht auf dem selben Niveau.
Wenn die "Blondine" dann einmal angesprochen wurde, lassen sich die Gesprächsthemen auf ein Minimum beschränken:“Hast du eine Zigarette?“
Geraucht wird nicht, weil es alle machen, nein, es ist eine Beschäftigung, eine Ausrede, um nicht etwa Tanzen oder Reden zu müssen.
Zugleich müssen sie nicht ständig ihr Handy kontrollieren und auf die Zeit schauen, weil sie "gemütlich" eine Rauchen.
Weil die Frau wegen ihres Aussehens angesprochen wurde, wird der Persönlichkeit nicht viel nachgefragt: Ein wenig Smalltalk über die Bands am Open-Air-Konzert, Ortschaft, Alter und andere sehr wichtige Informationen für die Zukunft werden ausgetauscht.
Beim passenden Lied wird dann langsames Tanzen simuliert, um dem Typ den letzten Schritt zum Knutschen zu erleichtern. Gesprächsstoff gibt es jetzt keinen mehr.
Am nächsten Tag wird mit den Freundinnen telefoniert und spekuliert, wie der „Eroberte“ sich vor seinen Kollegen brüstet und ob den der Ex,
der sie mit 15 nach einer Woche Beziehung entjungfert hat - um sie 2 Tage darauf zu verlassen, davon etwas mitkriegt.
Vielleicht kommt er wieder zurück?
Das meine Herren, ist die primitive Frau!
Auch bei der primitiven Frau habe ich wieder "Social Networks" benutzt. Hättest du einen Vorschlag, wie es bissiger klingen würde?
Das habe ich nirgends angedeutet. Lediglich wurde meinerseits erwähnt, dass ich Nietzsche lese.
Ich bin nicht größenwahnsinnig.Hier steht ein Spruch, der dich zum Nachdenken bringt.
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09. 08. 2010, 16:14 #13Gesperrt
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- Beiträge
- 295
Re: Der primitive Mann - kurze Satire
Das hat mit Grössenwahn nichts zu tun. Nietzsches Zeug ist jetzt ja etwa 200 Jahre alt. Zum Vergleich: Jeder Gymnasiast lernt heute mehr im Physik Unterricht als Isaac Newton bei seinem Ableben über Physik gewusst hat. Na ja, und ein bisschen von seinem eigenem Gekritzel überzeugt muss man wohl schon sein. Aber das muss nicht unbedingt was schlechtes (oder gutes) sein.
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11. 08. 2010, 14:22 #14
Re: Der primitive Mann - kurze Satire
Kandosii sa ka'rta, Vode An.
Coruscanta a'den mhi, Vode An.
- Try not! Do or not. There is no try. -
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07. 09. 2010, 10:51 #15
Re: Der primitive Mann - kurze Satire
Sorry, erst heute entdeckt, Deine zweite Story finde ich erheblich besser.
Es wird.
Das Auge ißt ja auch mit, sagte das Hühnerauge und setzte sich an den gedeckten Tisch
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