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  1. #1
    Zyniker
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    Standard Tutorial: eMule für Paranoide

    GrafZahl bat mich um eine Niederschrift meiner persönlichen Art und Weise der Benutzung der weltbesten Tauschbörsensoftware eMule inklusive Schutz vor Abmahnungen, Fakes und ähnlichem Ungemach. Sie folgt.

    1. Voraussetzungen

    Um diese Anleitung nachvollziehen zu können, braucht ihr natürlich eMule. Theoretisch ist jede Version ungefähr gleichgut, ich empfehle aber diesmal ausnahmsweise meine Mod, da sie einen Fakeschutzmechanismus verwendet, der später noch Erwähnung findet. Ist der Fakeschutz zweitrangig, könnt ihr ansonsten natürlich jede eMule-Version nutzen, nach der euch der Sinn steht. Die Vorgehensweise könnte in einigen Details ein wenig abweichen, dies werde ich mittels * kennzeichnen.

    Bevor ihr eMule startet, braucht ihr eine Nodes-Liste für das Kademlia-Netz. Servers are deprecated, seit Jahren läuft eMule wunderbar dezentral. Ladet euch beispielsweise hier die Datei Nodes.dat herunter und kopiert sie in das Verzeichnis /config im eMule-Verzeichnis. Dies ist nur einmal notwendig, weitere Nodes (Knoten, also Netzteilnehmer) ermittelt eMule fortan automatisch.

    Jetzt könnt ihr eMule starten.

    2. Grundeinstellungen

    eMule weiß üblicherweise noch nichts über eure Verbindung oder euren Router. Zunächst solltet ihr ihm diese Informationen also zukommen lassen. Geht dazu in den Optionen-Dialog (das Zahnrad oben in der Symbolleiste) und wählt dort "Verbindung" ("Connection") aus. Es erwartet euch ungefähr dieses Bild:

    http://img227.imageshack.us/img227/4...leoptionen.png
    • Kapazitäten: Hier sind eure Leitungswerte einzutragen, also welche Geschwindigkeit eure Leitung verträgt. Bei Unklarheiten hilft der Speedmeter.
    • Limits: Da eMule auf dem Filesharing-Prinzip basiert, ist es natürlich empfehlenswert, so etwas wie "Uploadgrenzen" nicht festzulegen. Sollte allerdings mehr Upload für andere Anwendungen frei bleiben müssen, so beachtet: eMule (und die meisten Mods) setzen mindestens 10 KB/s Upload für vollen Download voraus, einige auch 12 KB/s. Bedenkt aber, dass euer Download auch davon abhängt, wie viel ihr hochladet, da ihr mit jedem Upload "Punkte" (credits) bei eurem Gegenüber sammelt.
    • Clientport: Die beiden Ports, die eMule verwendet. Falls ihr einen Router einsetzt, genügt i.d.R. die Aktivierung von UPnP, da die verwendete Implementierung schon recht viele Routermodelle kennt. Ein Klick auf den Button "Ports testen" zeigt euch, ob es funktioniert hat. Deaktiviert auf keinen Fall den UDP-Port.
    • Max. Quellen/Verbindungen: Viele Router stürzen ab, wenn sie mit zu vielen Verbindungen gleichzeitig gequält werden. Die Werte auf dem Screenshot wurden erfolgreich auf einer Fritz!Box getestet und sollten mehr als ausreichend sein. Ansonsten experimentiert einfach ein wenig.
    • Netzwerk: "Kad" (serverlos) genügt, "eD2K" (serverbasiert) ist nur noch in Ausnahmefällen von Bedeutung.


    * Falls ihr meine Mod nutzt, sind alle weiteren Optionen bereits optimal eingestellt. Ansonsten könnt ihr natürlich gern noch ein wenig herumspielen, bevor ihr den Dialog schließt. ("Übernehmen" nicht vergessen!)

    Jetzt guckt mal, ob ein Klick auf den "Verbinden"-Button (oben links in der Symbolleiste) unten rechts in eurer Statusleiste einen grünen Pfeil erzeugt ("Kad: Verbunden"). Bleibt er gelb, so blockiert noch irgendetwas eure Ports. Lest weiter, wenn er grün ist:

    http://img841.imageshack.us/img841/7066/emulepfeile.png

    3. Allgemeine Verwendung

    Seid ihr einmal erfolgreich mit Kad verbunden, so ist eMule eigentlich schon einsatzbereit, ihr könnt euch jetzt bspw. auf einem beliebigen Linkportal oder mittels der integrierten Suchfunktion Dateien eurer Wahl besorgen; ein Doppelklick im Suchfenster genügt, um den Download anzustoßen. eD2K-Links aus der Zwischenablage könnt ihr entweder mittels Rechtsklick im Übertragungsfenster -> "Download durch eD2K-Link(s)" oder, wenn es einfacher ist, über den Button "Tools" -> "Download durch eD2K-Link(s)" einfügen.

    Aber das schützt euch noch nicht vor Abmahnungen und Fakes. Also schützen wir uns erst einmal:

    4. Schutzmaßnahmen
    4.1. Fakeschutz

    Fakes tun euch nichts, sind nur nervig. Daher gehe ich zuerst mal auf sie ein.
    Ein "Fake" ist, anders, als oft kolportiert wird, nicht jede Datei, die einen Pornofilm beinhaltet. (Ich zum Beispiel mag Pornos; würde mich ärgern, wenn kein Pornofilm drin wäre.) "Fakes" sind vielmehr absichtlich ins Netz eingeschleuste, defekte Dateien, etwa leere Archivdateien oder ähnliches. Hier hilft eigentlich bereits der menschliche Verstand:
    • eMules eingebaute Suchfunktion erlaubt eine detaillierte Filterung der Suchergebnisse bereits im Voraus. Wollt ihr etwa ein Musikalbum herunterladen, so könnt ihr unter "Min. Größe (MB)" einen Wert ab 40 und unter "Max. Größe (MB)" einen Wert unter 600 eintragen. Eine Datei mit 228 KB Dateigröße, wie sie etwa viele aktuelle Fakes besitzen, ist mit Sicherheit kein Musikalbum und wird somit gar nicht erst angezeigt.

      http://img341.imageshack.us/img341/1742/emulesuche.png
    • Ist euch durch euren Filter doch mal ein offensichtlicher Fake geschlüpft, so könnt ihr ihn im Suchfenster mittels Rechtsklick -> "Als Spam markieren" als Spam markieren (logisch), fortan wird dieser Dateihash immer am Ende der Liste angezeigt und entsprechend markiert.
    • Dass ihr eine Datei von einem Linkportal bezogen habt oder dass sie in der Suche als "sauber" erscheint, bedeutet noch nicht, dass sie auch tatsächlich kein Fake ist. Hierfür hat eMule zwei eingebaute Funktionalitäten:

      1. Kommentarfunktion:
      Manchmal tauchen neben den Dateien rote, gelbe oder grüne Kennzeichnungen auf. Sie bedeuten, dass jemand die Datei kommentiert hat. Ein Rechtsklick auf die Datei -> "Zeige alle Kommentare..." zeigt, was genau der Kommentar besagt und für welchen Dateinamen er gilt. Ladet ihr euch etwa die Datei PhotoshopCS5German.rar herunter, es tauchen zwei rote Ausrufezeichen neben dem Dateinamen auf, und in den Kommentaren schreibt jemand, es handele sich um einen Porno, so könnt ihr davon ausgehen, dass euch kein Grafikprogramm erwarten wird. ("Kann die Datei nicht öffnen" hingegen ist übrigens kein klares Zeichen für einen Fake; eher eines für die Dummheit des Kommentierenden.)

      http://img64.imageshack.us/img64/225...kommentare.png

      2. Dateinamensüberprüfung:
      Da eMule, wie oben bereits angedeutet, Dateien anhand ihres MD4-Hashwertes, nicht jedoch anhand ihres Dateinamens, erkennt, steht es natürlich jedem frei, eine Datei so zu benennen, wie ihm gerade der Sinn steht. Dies lässt sich über einen Rechtsklick auf die Datei -> "Zeige Dateidetails..." -> "Name" herausfinden. Ist die von euch heruntergeladene Datei PhotoshopCS5German etwa im Netz zwanzigmal auch als mamaficken.avi verfügbar, so könnt ihr davon ausgehen, dass euch kein Grafikprogramm erwarten wird. (Gleiche Situation, darum gleiche Formulierung.)
      * Einige Mods, etwa meine, überprüfen die Dateinamen automatisch und heben Dateien, die unter vielen verschiedenen Namen verfügbar sind, farblich oder mit einem Symbol hervor. In eMule beba und eMule TK4 zum Beispiel ist diese Funktion in den Optionen unter Filename Disparity Check zu finden.


    4.2. Schutz vor Abmahnungen

    Abmahnungen sind schon ein wenig unfreundlicher als Fakes. Man kann ihnen am einfachsten einen Riegel vorschieben, indem man auf einen VPN-Dienst, etwa das sehr empfehlenswerte Perfect Privacy, zurückgreift, um sich um so etwas wie Abmahnungen keine Gedanken mehr machen zu müssen.

    4.2.1. Besonderheiten bei VPN-Nutzung

    Hat man sich entschieden, einen VPN-Dienst für die Verwendung mit eMule zu nutzen, so sollte man darauf achten, dass dieser Schutz nicht durch Neuverbindungen oder etwa IPv6-Tunnel untergraben wird. Vor versehentlichen Neueinwahlen über eine nicht gesicherte Verbindung kann etwa eine Personal Firewall schützen, allerdings ist diese Lösung umstritten. Zudem sollte man das IPv6-Protokoll und die Datei- und Druckerfreigaben für das Netzwerk deaktivieren.

    4.2.2. Alternativen zu VPN-Nutzung

    Nun ist aus unerfindlichem Grund nicht jeder bereit, etwa hundert Euro im Jahr für umfassende Sicherheit und Anonymität zu zahlen (wobei dies eine sehr lohnenswerte Ausgabe wäre!), somit kann man alternativ nur versuchen, einen beinahe lückenlosen Schutzwall zu errichten.
    1. IP-Filter einrichten:
      So lange mein IP-Filter noch regelmäßig aktiv wird, halte ich diesen Tipp weiterhin für wichtig: Mit IP-Filterlisten lassen sich feste IPs großer Konzerne automatisch aussperren. Es existieren mehrere IP-Filterlisten, die unabhängig voneinander gepflegt werden, ich meinerseits nutze "IPFilterX". Diese Liste unterscheidet sich von anderen Filterlisten durch weniger Paranoia, es wird also nur das gefiltert, was nachweislich und tatsächlich (und nicht nur auf Verdacht) eine "gefährliche" IP ist.
      Zur Installation und (unregelmäßigen) Aktualisierung der Filterliste - sie wird im Intervall von wenigen Tagen auf den neuesten Stand gebracht - ist der Optionen-Dialog zu öffnen und die Seite "Sicherheit" aufzurufen.

      http://img13.imageshack.us/img13/1725/emuleipfilter.png

      Dort ist die Adresse http://ip-filter.emulefuture.de/down...e=ipfilter.dat einzutragen und die "Laden"- ("Load"-)Schaltfläche zu betätigen. Um die Liste zu aktualisieren, genügt fortan jeweils ein weiterer Klick auf "Laden".
    2. kluges Suchen:
      Es gibt mancherlei Dinge, deren bloßer Download (ohne VPN) eine Abmahnung geradezu provoziert, etwa aktuelle "Werke" von Bushido, wie unter anderem auch gulli.com zu entnehmen ist. Wenn man derlei Unrat unbedingt braucht, rate ich davon ab, ihn von großen Linkportalen zu beziehen, denn dort sind i.d.R. auch die üblichen Abmahner in der Warteschlange. Die eMule-Suche erlaubt eine Sortierung nach Anzahl der vollständigen Quellen (es gilt: je blauer, desto mehr); in diesem Fall hat es sich bisher als abmahnfrei herausgestellt, lieber eine Datei mit etwas weniger Quellen herunterzuladen. ;-)
    3. Brisantes nicht ewig im Share belassen:
      Habt ihr eine Datei heruntergeladen, könnt ihr sie irgendwohin anders verschieben. Auch, wenn das gegen das Filesharing-Prinzip verstößt, so ist es doch gerade bei halbwegs "heißem" Material eine Überlegung wert. Je länger ihr Material freigebt, desto wahrscheinlicher bemerken es die Rechteinhaber irgendwann.
    4. Finger weg von Servern:
      Ich habe aus gutem Grund hier nur Kademlia erwähnt. Es gibt derzeit nur noch etwa drei oder vier halbwegs stabile eD2K-Server und viele, viele Fakeserver unklarer Umstände (etwa den Betreiber betreffend). Da Server leicht manipuliert werden können, so dass jegliche Such- und Quellenanfragen protokolliert und ausgewertet werden, ist von der Verwendung bis auf Weiteres abzuraten.


    5. Abschließende Tipps

    Auch, wenn Seiten wie Goldesel und Saugstube eMule hierzulande erst "groß" gemacht haben: Man braucht sie meist nicht. Die integrierte Suchfunktion von eMule genügt den meisten Ansprüchen vollkommen, mit geschicktem Filtern (etwa nach Dateigröße und -typ und nach Dateinamensbestandteilen wie etwa "HDRip") kann man so oft schneller an sein Ziel kommen als mittels oft stundenlangen Durchsuchens irgendwelcher Linkportale. Eine Ausnahme stellen spezialisierte Portale wie HQShare dar, die zum Stöbern einladen und für Abmahner schlicht nicht von Bedeutung sind.

    Fröhliches Sharen wünsche ich!
    Geändert von tux- (25. 08. 2010 um 02:00 Uhr)

  2. #2
    bru2k
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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    Bevor mein Kommentar gelöscht und das Tut angepinnt wird: Spitze tux, sehr schön gemacht

    Alles andere und damit meine ich jetzt die Meinungen rund
    um das ed2k Netzwerk bezüglich Sicherheit, welche ja
    bekanntlich weit auseinander gehen, sollten hier
    vermieden werden. Denke mit VPN ist alles gesagt.

  3. #3
    Zyniker

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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    Danke für die Blumen.

  4. #4
    MitGlied Avatar von oszilator
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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    Man merkt die jahrelange "Übung". Beim schnellen Überfliegen konnte ich im ersten Moment nichts entdecken, das einer Überarbeitung bedarf.
    Gute Arbeit - sollte wirklich ge-pint werden.

  5. #5
    Zyniker

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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    Ein paar kleine Dinge, etwa das fehlende .rar nach dem zweiten PhotoshopCS5German, sind mir schon noch aufgefallen (wollte ich nun nicht noch extra editieren), aber inhaltlich sollte ich da nichts wichtiges vergessen haben. (Lese meine Texte ja meist mehrfach durch, nachdem ich sie abgesendet habe. Sicher ist sicher.)

    Auch dir: Danke!

  6. #6
    (Threadschlampe) Avatar von METZGERR
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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    pinnen von emule tuts?
    ich schreib morgen ein windows 98 se tuning guide, der wird dann aber auch gepinnt

  7. #7
    Zyniker

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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    Dann aber bitte nicht unter "Filesharing".

  8. #8
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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    @METZGERR

    Troll dich!

    @tux
    Auch wenn ich deine ständigen BT Bashes ziemlich nervig finde, halte ich dein Tutorial für gut geschrieben und ziemlich informativ.
    Vielleicht schreibst du im diesen Forum noch mehr über Emule ansich bzw. News die es da zum Thema gibt ( was ich persönlich sehr interessant fände) und legst deine Energie nicht so stark auf das verteufeln von BT.

    Finde auch das das TuT gepinnt werden sollte.

    Mfg
    Geändert von paulraul (16. 08. 2010 um 01:15 Uhr)

  9. #9
    Zyniker

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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    Zitat Zitat von paulraul Beitrag anzeigen
    halte ich dein Tutorial für gut geschrieben und ziemlich informativ.
    Erneut: Danke!

    Zitat Zitat von paulraul Beitrag anzeigen
    Vielleicht schreibst du im diesen Forum noch mehr über Emule ansich bzw. News die es da zum zum Thema gibt ( was ich persönlich sehr interessant fände)
    Na, News gibt's eigentlich nur zu neuen Versionen. Ich traue mich nicht, hier allzu viel über neue Mods oder prima Linkportale zu schreiben; der Thread würde binnen Sekunden auf mehrere Seiten getrollt.

    Zitat Zitat von paulraul Beitrag anzeigen
    und legst deine Energie nicht so stark auf das verteufeln von BT.
    Das muss ich nicht verteufeln, das ist auch allein schon teuflisch genug. Nein, im Ernst: Der Filesharing-Bereich im g:b ist ein wenig zu einer BT-Hypezone verkommen, da muss auch mal ein wenig Ausgleich her.

    Find ich.

  10. #10
    Mitglied
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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    Schliesse mich den Vorrednern mal an. Zu Emule gab es hier schon länger keine interessante Lektüre mehr, daher vielen Dank für dieses einsteigerfreundliche Tutorial.

    Du könntest aber vielleicht noch Links zum Thema Portforwarding hinzufügen, da UPNP meiner Erfahrung nach nicht immer einwandfrei funktioniert, zumindestens was meine bisherigen Bittorrent Clienten bzw Router anbelangt.

    Was desweiteren noch interessant wäre:

    Du schreibst ja, dass es gerade bei "heißem" Material empfehlenswert ist auf Versionen mit weniger Peers zu setzen.

    Daher mal die Frage an den Experten ob es auch private Emule Linkseiten gibt, denn dadurch könnte man durchaus sicherstellen dass nur kleine Benutzerkreise interessante Releases im Emule Netzwerk wiederfinden (cryptische filenames würden eine direkte Emule Suche erschweren bzw unmöglich machen, bekannte Hashwerte von gängigen Releases kann man durch Archivdateien verfremden).

    Ich kenne deine Meinung zu Anti Leech Trackern und ja klar bietet eine pseudo private Community keinen 100% Schutz vor Abmahnungen, allerdings verringert es die Wahrscheinlichkeit doch erheblich. Auch haben kleine sub communitys oftmals den Vorteil dass man sein gegenüber, also auch den Uploader der Datei ggf. persönlich ansprechen kann und dadurch vermeintlich tote Dateien auch nach Jahren noch mit annehmbarer Geschwindigkeit beziehen kann.

    Auf solch einer imaginären Seite könnte man durchaus auch ein Ranking System vergleichbar mit BT ALT's nutzen, z.B. nur Mitglieder akzeptieren die regelmässig eigene Dateien neu einstellen, was wiederum auch wie auf BT ALT's das ganze für Abmahner uninteressant machen könnte.

    Vielleicht weisst du ja ob es solche privaten "Klein" Communitys mit Spezialisierung auf gewisse Genres auch im Emule-Bereich gibt.

    EDIT:

    Kann es sein dass die Angaben zur Bandbreite auf deinem Screenshot nicht korrekt sind? Links bei deiner Kapazität scheinst du ja Werte in kilobit eingetragen zu haben und rechts dann in kilobyte? Ist das so richtig oder hast du tatsächlich nur 40kbit an Uploadbandbreite freigegeben, was ja gerademal 5 kilobyte entspricht?
    Geändert von sonny85 (14. 08. 2010 um 14:25 Uhr)

  11. #11
    Zyniker

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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    Zitat Zitat von sonny85 Beitrag anzeigen
    Schliesse mich den Vorrednern mal an. Zu Emule gab es hier schon länger keine interessante Lektüre mehr, daher vielen Dank für dieses einsteigerfreundliche Tutorial.
    De nada!

    Zitat Zitat von sonny85 Beitrag anzeigen
    Du könntest aber vielleicht noch Links zum Thema Portforwarding hinzufügen
    Problem: Ich habe bisher noch keine Seite gefunden, die wirklich ausreichend viele Portforwarding-Möglichkeiten beschreiben würde. Möchte ungern 100 Links für 100 Router dort unterbringen.

    Zitat Zitat von sonny85 Beitrag anzeigen
    Daher mal die Frage an den Experten ob es auch private Emule Linkseiten gibt
    Gibt es, zum Beispiel eben das auf Musik spezialisierte HQShare, wo Dateinamen grundsätzlich bei Release obfuskiert werden. Darf ich aber nicht direkt verlinken, nehme ich an.

    Zitat Zitat von sonny85 Beitrag anzeigen
    Auf solch einer imaginären Seite könnte man durchaus auch ein Ranking System vergleichbar mit BT ALT's nutzen, z.B. nur Mitglieder akzeptieren die regelmässig eigene Dateien neu einstellen
    Das Problem hieran ist: eMule kommuniziert nicht mit Webseiten, wenn du ihm das nicht explizit einprogrammierst. Eine "Auth"-Funktion gibt es da nicht. (Was natürlich auch ein Vorteil ist: Man bleibt auch für die Linkseiten selbst anonym.)

    Zitat Zitat von sonny85 Beitrag anzeigen
    Kann es sein dass die Angaben zur Bandbreite auf deinem Screenshot nicht korrekt sind?
    Die stimmen. 40 Kilobyte Upload, meine Leitung gibt etwa 47 her. Die "Kapazitäten" sind ein wenig höher, da ich eMule auch auf Arbeit nutze, wo ich nicht mit DSL 3000 herumkriechen muss.

  12. #12
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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    geht das auch mit Ivacy VPN ohne gleich unliebsame Post zu bekommen? (PP ist mir zu teuer)

  13. #13
    Zyniker

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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    Ivacy VPN kenne ich nicht, aber es dürfte ähnlich funktionieren.

    Wer deine IP nicht kennt, kann dich nicht abmahnen. Jeder Dienst, der sie verschleiert, schützt dich gleichermaßen; insbesondere, wenn nicht einmal die Betreiber wissen, wer du bist.
    (Ivacy bietet - ich habe das gerade mal angeschaut - Volumentarife an. Für eMule wäre das Blödsinn.)

  14. #14
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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    Gibt auch für 10€ ne flat

  15. #15
    Zyniker

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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    10€ im Monat. Das sind 120€ im Jahr.
    Und PP ist dir zu teuer?

  16. #16
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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    Pp =150€

  17. #17
    Zyniker

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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    We confirm that we received your payment of €99.95.
    Es gibt Ermäßigung für "Studenten und sozial Schwache". Musst es halt beantragen bei der Anmeldung.

  18. #18
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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    Auch für schüler?

  19. #19
    Zyniker

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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    Ehrlich: Ich weiß es nicht. Ich nutze es erst, seit ich fauler Student bin.
    Schick doch mal eine Anfrage per Mail.

  20. #20
    Mitglied Avatar von b00ns
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    Standard Re: Tutorial: eMule für Paranoide

    Ehre wem Ehre gebührt, gut gemacht, beide Daumen hoch!
    Super tux-!

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