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14. 08. 2011, 15:12 #1
Chaos Computer Club zweifelt an "OpenLeaks"-Projekt
Der Netzaktivist und OpenLeaks-Gründer Daniel Domscheit-Berg stößt mit seinem neuen Projekt beim Chaos Computer Club auf wenig Zuneigung. Er forderte die Hacker und IT-Spezialisten beim Chaos Communication Camp 2011 dazu auf, die selbst entwickelte Plattform auf ihre Sicherheit zu überprüfen. Ein Sprecher des Verbandes erachtet dies sogar als „unverschämt“.
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14. 08. 2011, 18:25 #2
Re: Chaos Computer Club zweifelt an "OpenLeaks"-Projekt
Es ist aber nicht wegen DDB nichts passiert. Julian Assange hat nicht auf Bergs Angebot reagiert, die Daten zurückzubekommen.Auf das Angebot des CCC’s, die Rückgabe der Daten an WikiLeaks zu vermitteln hatte Domscheit-Berg zunächst positiv reagiert. „Das war vor 11 Monaten. Seitdem ist nichts passiert. Daher gibt Andy Müller-Maguhn jetzt auf und stellt offiziell das Angebot ein, die Daten übergeben zu wollen“, bloggte CCC-Mitglied Felix von Leitner.
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14. 08. 2011, 18:57 #3
Re: Chaos Computer Club zweifelt an "OpenLeaks"-Projekt
ja mit seiner openleaks geschichte gabs ja schon unangenehme fragen nach seiner präsentation auf der 27C3.
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14. 08. 2011, 19:19 #4
Re: Chaos Computer Club zweifelt an "OpenLeaks"-Projekt
"Security through obscurity" ist in der Tat keine geeignete Maßnahme für ein Whistleblower-Portal, weil Whistleblower die Risiken abschätzen müssen. Skype und Festnetz-Telefon/Fax würde ich gar nicht erst für eine Whistleblower-Plattform anbieten, es könnte dazu verleiten diese Mittel für kritische Daten zu nutzen.Die Experten bemängeln überdies, dass OpenLeaks seine internen Sicherheitsmaßnahmen nicht offenlege. Laut CCC-Sprecher Frank Rieger könne man einen qualifizierten Sicherheitstest nur durchführen, wenn auch die Spezifikationen des Systems vorlägen.
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14. 08. 2011, 19:56 #5
Re: Chaos Computer Club zweifelt an "OpenLeaks"-Projekt
Also ich weiß ja auch nicht recht was ich über dieses Projekt da denken soll..
afaik ist doch die Seite dafür gedacht, dass Hacker die Leaks anonym ins Netz stellen können.
Aber wieso sollten sie das tun, wenn sie doch die Firma mit den Leaks konfrontieren wollen, und die Daten nicht stillheimlich ins Netz stellen wollen?
Gerade weil sie die Daten nicht anonym ins Netz stellen und jemanden als Verursacher/Hacker (z.B "Anonymous") nennen, werden ihnen doch die Leaks zugeschrieben und es können wieder Schlagzeilen "Anonymous hackt den-und-den" kommen.
Also so ist meine Meinung.. =D
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14. 08. 2011, 20:46 #6Schlachtenbummler
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Re: Chaos Computer Club zweifelt an "OpenLeaks"-Projekt
@Bubelig: Der Grundgedanke von Whistleblower-Plattformen ist doch, dass jemand, der brisantes Material besitzt und veröffentlicht sehen möchte, eine sichere Plattform zur Publikation hat. Nicht jeder, der unschöne Dinge aufdecken möchte, ist gleichzeitig technisch versiert genug, sich selber zu schützen. Und an diesem Punkt springen Wl und Ol ein. Also zumindest in der Theorie

Das, worauf du anspielst, ist, zumindest für mich, ein neuzeitliches Phänomen: Organisierte Hackergruppen , die gezielt Schwachstellen in Firmensystemen ausnützen, um ebenjene Firmen bloss zu stellen und/oder Skandale aufzudecken. Im Gegensatz zum klassischen Whistleblower setzen sich diese Hackervereinigungen aber gerne und gezielt ins Rampenlicht. Jedem das Seine....
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14. 08. 2011, 21:16 #7fights for the Users
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Re: Chaos Computer Club zweifelt an "OpenLeaks"-Projekt
Domscheit-Berg wurde aus den Reihen des "CCC" entfernt.
Geändert von TRON2 (14. 08. 2011 um 23:31 Uhr)
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14. 08. 2011, 22:39 #8Mitglied
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Re: Chaos Computer Club zweifelt an "OpenLeaks"-Projekt
Ach ja, ist schon lustig, was für Figuren in dieser Leak-Szene sich so tummeln.
Egal ob Assange oder Domscheit-Berg, irgendwie scheinen das alles egozentrische Typen ohne nennenswerte Sozialkompetenz zu sein - und das verhindert den Erfolg ihrer Sache.
Da bewirft man sich und alle anderen lieber mit Dreck, anstatt sich auf die Sache selbst zu konzentrieren...
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14. 08. 2011, 22:56 #9Mitglied
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Re: Chaos Computer Club zweifelt an "OpenLeaks"-Projekt
Naja bisher hat man aber auch noch nicht viel von der Seite gehört.
Nicht das ich wüßte das die Seite jemals offen war und geleakt wurde auch noch nichts.
Ich dachte eigentlich nach dem kurzen medialen Hype über das "deutsche Wikileaks" wäre das Projekt schon wieder untergegangen.
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14. 08. 2011, 23:10 #10
Re: Chaos Computer Club zweifelt an "OpenLeaks"-Projekt
Vor einigen Tagen kam hier die Meldung, das Projekt sei jetzt in der Alpha-Phase.
Dh., es ist noch weit davon entfernt, Leaks weitergeben zu können.
zum thema:
ich versteh nicht, was alle hier gegen ddb haben. habe ich irgendwas verpasst?
ich hab nur mitbekommen, dass er (mMn berechtigerweise) die (nicht vorhandene) Struktur bei WL kritisiert hat, ausgestiegen ist und seit dem immer wieder von JA öffentlich diskreditiert wurde. Nun macht er sein Alternativ-Projekt, welches viele "Mängel" von WL ausbessert und nicht unter den Charakterschwächen von JA leidet.
Folglich müsster er doch alles richtig gemacht haben?
Was hab ich übersehen?
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14. 08. 2011, 23:30 #11fights for the Users
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14. 08. 2011, 23:41 #12
Re: Chaos Computer Club zweifelt an "OpenLeaks"-Projekt
Whistleblower != Hacker... theoretisch kann jeder ein whistleblower sein der interessante geheime Dokumente oder ähnliches der Öffentlichkeit zur verfügung stellt.. das hat mit Hacker mal überhaupt nichts zu tun.. Manning war schließlich auch kein Hacker sondern Soldat..
und außer Kreditkarteninformationen oder Email Konten samt passwörtern hab ich bisher noch nichts interessantes von diversen Hackergruppen gehört..
Hoffe WL bringt mal wieder was.. aber ich glaub im Moment traut sich da keiner besonders nachdem was sie mit Manning anstellen..
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15. 08. 2011, 00:58 #13
Re: Chaos Computer Club zweifelt an "OpenLeaks"-Projekt
Manning war IT-Analyst und hat diese Tätigkeit mit der US Army als Arbeitgeber ausgeführt.
Das ist auch einer der Gründe, warum er Zugriff zu den Informationen hatte und das Kopieren bis zum "Herausschmuggeln" auf einer CD mit der Aufschrift "Lady Gaga" für ihn so einfach war.
Wenn die Chatlogs mit Lamo echt sind.
Aber grundsätzlich stimmt natürlich die Aussage, dass Leaker nicht zwangsläufig aus dem IT-Bereich kommen müssen.
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15. 08. 2011, 01:53 #14Mitglied
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