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  1. #1
    Ahh... much better! Avatar von DrDuke
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    Standard Kontrast Probleme, oder weshalb verwackeln meine Photos immer?

    Hi liebe gulli User!

    Ich habe seit ein paar Tagen eine Nikon D3000 Kamera quasi geschenkt bekommen, aber ich habe leider keine Kenntnisse wie ich die Kamera Händeln muss, sprich ich habe mal ein Paar Photos von meinem Auto geschossen, und die Bilder sehen dan im Endeffekt so aus:

    So kommt es heraus wenn ich den Auto Modus verwende, aber mit dem Modus Nachtportrait sieht es dann so aus:

    Einfach irgendwie vollkommen verwackelt, ist das normal das ich für Nachtaufnahmen einfach ein Stativ benötige, oder kann man das ganze auf Automatik lassen und dann anschließend einfach ein wenig mit den Kontrast werten spielen?

    Wie gesagt ich bin in diesem Bereich absoluter Anfänger, aber jegliche Hilfestellung würde mich freuen...

    Greetz from Duke.....

    Edit: das Problem stellt sich immer nur bei unzureichender Belichtung, Falls genügend Licht vorhanden ist, werden auch die Photos gut, aber bei wenig Licht wird es leider so...

  2. #2
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    Avatar von Brother-John
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    Standard Re: Kontrast Probleme, oder weshalb verwackeln meine Photos immer?

    Zitat Zitat von DrDuke Beitrag anzeigen
    ist das normal das ich für Nachtaufnahmen einfach ein Stativ benötige
    I.d.R.: Ja.

    Kurz gesagt: du hast drei Stellschrauben, mit denen du die Belichtung beeinflusst.
    • Die Belichtungszeit: je länger der Verschluss offen ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor, desto heller das Bild.
    • Die Blende: Je kleiner die Blendenzahl, desto größer das »Loch« im Objektiv, durch das Licht einfällt. Größeres Loch -> mehr Licht -> helleres Bild
    • Die Filmempfindlichkeit (ISO): Grob gesagt: Je höher der ISO-Wert, desto empfindlicher reagiert der Sensor auf Licht, d.h. desto schneller wird das Bild hell. Allerdings auf Kosten von höherem Rauschen.


    So. Nachts ist verdammt wenig Licht da. Und zwar richtig verdammt wenig. Das menschliche Auge/Hirn kann im Vergleich zur Kamera wahnsinnig gut mit schlechten Lichtsituationen umgehenn. Da du die Blende nicht unendlich weit öffnen kannst (kommt aufs Objektiv an) und die ISO nicht unendlich weit hochdrehen (weil es dann zu sehr rauscht), bleibt nur noch die Belichtungszeit. Was man aus der Hand noch ohne Verwackeln halten kann, kommt sehr drauf an. Als ganz grobe Richtline: Ab 1/30sec wirds langsam kritisch -> Stativ.

    P.S.: Der Auto-Modus macht auch nichts anderes: Blende auf, ISO hoch und zusätzlich wahrscheinlich noch digital aufgehellt; aber das geht – wieder wegen dem Rauschen – auch nur begrenzt.

  3. #3
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    Avatar von DrDuke
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    Standard Re: Kontrast Probleme, oder weshalb verwackeln meine Photos immer?

    Vielen Dank für die Gute Beschreibung

    So ähnlich habe ich mir das leider auch schon gedacht, dann muss ich mir wohl noch ein Stativ zulegen, bin jetzt mit der neuen Camera gerade auf den Geschmack gekommen, und ein bisschen Photographieren kann schon richtig viel Spaß machen!

    Bringt es eigentlich was solche Bilder wie das erste mit Photoshop anzupassen, oder sollte man lieber gleich neue Photos schießen?

    Bin leider auch kein Photoshop pro, aber mit bisschen probieren Kontrast/ etc... kann man schon was herausholen, aber wahrscheinlich nicht so viel wie mit der richtigen Belichtungszeit und einem Stativ, oder?

  4. #4
    Mitglied Avatar von user1220
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    Standard Re: Kontrast Probleme, oder weshalb verwackeln meine Photos immer?

    Oberstes Gebot was Nachbearbeitung angeht: Solange die Gelegenheit besteht immer neue Fotos machen, man darf sich nie auf Photoshop verlassen.

    Und hier wirst du mit Korrekturen auch kaum erfolg haben. Aus unscharfen und insbesondere verwackelten Bildern kann man in den seltensten Fällen etwas herausholen - und Kontrast wirkt schon gar nicht gegen die Bewegungsunschärfe, das hat gar nichts miteinander zu tun.

    Dein dunkles Bild könntest du in Photoshop aufhellen, allerdings wirst du dann wieder Bildrauschen und Bildfehler bekommen, sogar deutlich mehr und stärker als wenn du nur die Empfindlichkeit (ISO) an der Kamera höher einstellst. Rauschfilter in Photoshop helfen bei der Menge an Rauschen auch kaum mehr.

  5. #5
    (schein)heilig

    Moderator

    Avatar von Brother-John
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    Standard Re: Kontrast Probleme, oder weshalb verwackeln meine Photos immer?

    Bei dem verwackelten Bild ist tatsächlich nichts zu retten. Aber bei dem unterbelichteten, da geht noch was!

    Das ist mit Photivo bearbeitet. Nix großartiges, aufgehellt, ein bisschen Tonemapping und Kontrastspielereien. Für so eine Extremsituation hält sich das Rauschen noch in Grenzen. Und wenn die Quelle kein Jpeg, sondern Raw wäre, könnte man da sicher noch sinnvoll filtern.

    Also, bevor ich das Foto gar nicht mache, dann lieber so oder High-ISO und schauen, was sich rausholen lässt. Mit Stativ und langer Belichtung wär’s natürlich besser.

    DrDuke, für ernsthafte Nachtaufnahmen kommst du um ein Stativ nicht herum. Und einen Kabel-/Funk-Fernauslöser solltest du dir auch gleich mit anschaffen. Sonst passiert es dir schnell, dass allein die Erschütterung vom Auslöser drücken das Bild verwackelt.

    Wenn du hinterher bearbeiten willst, fotografiere auf jeden Fall in Raw anstatt Jpeg (oder zumindest beides gleichzeitig, weiß nicht, ob das die D3000 kann). Jpegs sind schon von der Kamera bearbeitet und verlustbehaftet gespeichert, Raw sind im wesentlichen die kompletten Sensordaten. Das gibt dir für die Bearbeitung viel mehr Luft.

  6. #6
    BOOZED! Avatar von godlike
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    Standard Re: Kontrast Probleme, oder weshalb verwackeln meine Photos immer?

    Die Frage ist warum du dein Auto unbedingt nachts aufnehmen musst?

    Bringt es eigentlich was solche Bilder wie das erste mit Photoshop anzupassen, oder sollte man lieber gleich neue Photos schießen?
    Auf keinen Fall. PS ist dafür gedacht etwas Staub raus zu stempeln, eine Tonwertkorrektur zu machen oder nach zu schärfen. Für dieses Foto solltest du aber mit Stativ erneut los gehen.

    Einen Funkauslösen brauchst du für den Anfang auch nicht. Einfach die Zeitautomatik nutzen, das klappt ganz gut. Hat deine Kamera Spiegelvorauslösung? Damit kannst du das Verwackeln auch noch einschränken, wird es bei den Fotos aber auch ohne tun.

    Zum Thema Verwackeln bzw. ohne Verwackeln aus der Hand (ohne Bildstabilisator) fotografieren gibt es auch eine kleine Formel:

    Auslösezeit = 1 / Brennweite * Cropfactor

    Viel Spaß beim knipsen...

  7. #7
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    Standard Re: Kontrast Probleme, oder weshalb verwackeln meine Photos immer?

    Die Frage ist warum du dein Auto unbedingt nachts aufnehmen musst?
    Gute frage, erstens weil ich Tagsüber meistens leider am arbeiten bin, oder am weekend am pennen

    Aber das komische ist, das es eigentlich bei dem Photo gar nicht so dunkel war wie es scheint, es war eher so wie in dem bearbeiteten Photo von Brother-John:

    Deshalb war es für mich verwunderlich weshalb das Photo dann so dunkel wurde...

    Ihr habt mir aber schon ordentlich auf die Sprünge geholfen, und ich werde nächstes mal ein wenig mit der ISO/Belichtungszeit herumspielen...

    Da wäre ich aber leider schon beim nächsten Problem, die Nikon D3000 ist eigentlich eine ganz gute Kamera, aber das Display ist eine einzige Katastrophe, ich kann darauf genau nicht erkennen ob das Photo verwackelt/zudunkel/zuhell etc ist.. dafür ist das Display viel zu verpixelt...
    Erst wenn ich die Bilder am PC anschaue sehe ich das richtige Ergebnis, wie machen das die Pros? Sollte ich mal meinen Laptop mitnehmen und dann immer schnell direkt checken wie die Bilder werden? Oder wie ermittelt Ihr die richtigen Einstellungen?

    Ich habe z.b. dieses Bild:

    Um fast die gleiche Zeit erstellt und, es war auch ungefähr gleich dunkel, warum dieses Bild jetzt für meine Zwecke perfekt ist, das andere aber einfach ein "schwarzes Loch" ist für mich schon noch ein bisschen unverständlich...

    Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister, deshalb nochmals Dankeschön für Eure Tipps, und ich werde dann mal fleißig weiterknippsen

    LG DrDuke

  8. #8
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    Standard Re: Kontrast Probleme, oder weshalb verwackeln meine Photos immer?

    Hey
    Ich könnte dir jetzt einen ewigen Vortrag über Blende, Verschlusszeit & Co. halten, aber das übersteigt ehrlich gesagt meine Motivation, hier was zu schreiben

    Also ganz kurz: Du hast dir eine Spiegelreflexkamera gekauft - das löst dich jetzt komplett von der Fotografie mit den kleinen Kompaktkameras.
    Der Hauptunterschied - neben dem Spiegel - ist vor allem die Möglichkeit, Blendenwert, Verschlusszeit und ISO manuell einstellen zu können.
    Deshalb: lies dich in die Funktion einer Kamera ein, am besten in die Funktion einer digitalen Spiegelreflexkamera! Du musst natürlich nicht wissen wie ein Sensor funktioniert, aber du solltest genauestens wissen, was Blende, Verschlusszeit und ISO bedeuten und bewirken. Erst wenn du das wirklich verstanden hast, kannst du die DSLR in vollem Umfang nutzen.
    Also, lies dich da ein, verstehe das Prinzip einer Kamera... und dann benutze nie wieder die Vollautomatik oder eines der Motivprogramme, sondern nur noch die Zeitautomatik, Blendenautomatik oder den Manuellen Modus! Wirklich, das wirst du gar nicht mehr wollen Bei deiner Kamera sind glaub Blendenautomatik [S], Zeitautomatik [A] und Manuell [M]

    So long,

    Sinan

    P.S.: Ach und falls dich dann der Sensor doch noch interessieren sollte, ich hab das mal im Rahmen einer kleinen Schularbeit zusammengefasst (über die Funktion des Spiegels steht da glaub auch was): http://referate.mezdata.de/sj2009/ds...tung/index.htm

  9. #9
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    Standard Re: Kontrast Probleme, oder weshalb verwackeln meine Photos immer?

    Wir man auf Deinem und dem nachbearbeiteten Bild auch erkennen kann hast Du zumindest den internen Blitz benutzt...

    Auf diese Entfernung schafft er genau nichts aufzuhellen... Um den Wald auszuleuchten bedarf es schon ein paar mehr Lampen

    Die einzige Möglichkeiten wurden ja schon beschrieben.

    Gruss

  10.  
     
     

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