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15. 10. 2011, 17:53 #1
Frankfurter Buchmesse: Staatliche Hilfe gegen Piraterie gefordert
Wie das ZDF Blog Hyperland aktuell berichtet, zeichnet sich ein seltsame Stimmung am vorletzten Tag der Frankfurter Buchmesse 2011 ab. Mit "fragwürdigen Statistiken" wettert man gegen illegale Kopien und fordert parallel staatliche Hilfe. Auch die Piratenpartei war ein Thema.
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15. 10. 2011, 18:49 #2Mitglied
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Re: Frankfurter Buchmesse: Staatliche Hilfe gegen Piraterie gefordert
Meine Güte, lasst doch alle die Bücher lesen, wenn sie sich weiterbilden wollen oder sonstiges!
Besser als wenn sie in den Laden gehen und klauen.
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15. 10. 2011, 18:53 #3
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15. 10. 2011, 19:34 #4DasFragezeichendeaktiviertes Benutzerkonto
Re: Frankfurter Buchmesse: Staatliche Hilfe gegen Piraterie gefordert
Rofl, staatliche Hilfe. Wie wäre es mit Geschäftsmodell anpassen. Die Musikindustrie forderte auch staatliche Hilfe, bekam größtenteils schon ihre Wunschgesetze und trotzdem geht die Branche den Bach runter. (Wenn auch leider nicht mehr ganz so steil, wie es schon war)
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15. 10. 2011, 20:09 #5
Re: Frankfurter Buchmesse: Staatliche Hilfe gegen Piraterie gefordert
als die ersten fließbänder eingesetzt wurden, schrie man auch nach staatlicher hilfe...
ewig gestrige, die meinen ihr umsatzrückgang hätte irgendwas mit unerlaubten kopien zutun.
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15. 10. 2011, 21:06 #6Mitglied
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15. 10. 2011, 21:35 #7Mitglied
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Re: Frankfurter Buchmesse: Staatliche Hilfe gegen Piraterie gefordert
Gibt es in der Branche überhaupt so viele Buchautoren die nur von ihren verkauften Büchern leben?
Mir kam es zumindest bisher auch nur so vor, als wen die Meisten mir Bekannten Autoren Bücher neben ihrer Regulären Arbeit schreiben.
Der Erlös und der Verkauf ist für diese leute nur ein netter dazu Gewinn.
All zu viel können die da eigentlich auch nicht verdienen von dem man Leben kann.
Der Anreiz ist doch meist die Zahl der Leser.
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15. 10. 2011, 21:36 #8
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15. 10. 2011, 21:43 #9Mitglied
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Re: Frankfurter Buchmesse: Staatliche Hilfe gegen Piraterie gefordert
Die Musikindustrie jammert doch nur auf hohem Niveau. Da geht grade gar nichts den Bach runter. Die machen weiter ihre fetten Gewinne.
Die gleichen, wie bevor es das Urheberrecht gab. Ist ja nicht so, dass es aus der Zeit keine überlieferte Literatur gäbe...
Wer kein Geld hat, muss Zeit investieren: sich in P2P einlesen und alles ordentlich konfigurieren. Saugen über Cryptonetze dauert auch etwas. Oder man zieht sich freies Zeug rein - Project Gutenberg ist da die erste Anlaufstelle.
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15. 10. 2011, 22:50 #10
Re: Frankfurter Buchmesse: Staatliche Hilfe gegen Piraterie gefordert
^^ oder man meldet sich eben bei der Bücherei an --bezahlt ca 10-15 euro im jahr und kann sich zig tausende bücher und oft auch musikalben und dvds ausleihen
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15. 10. 2011, 22:59 #11
Re: Frankfurter Buchmesse: Staatliche Hilfe gegen Piraterie gefordert
Ganz richtig. Die idee, man muesse mit allem geld verdienen koennen, ist ein auswuchs der letzten ~150 Jahre. Protip: Das Urheberrecht wurde nicht - wie so oft von der Industrie behauptet - von Autoren erfunden, ganz im gegenteil. Aber jahrzehntelange propaganda von eben jener industrie hat dazu gefuehrt, diesen schwachfug zu popularisieren. Wie war das noch gleich mit dem wiederholen einer Luege?
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15. 10. 2011, 23:20 #12
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15. 10. 2011, 23:34 #13
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15. 10. 2011, 23:37 #14
Re: Frankfurter Buchmesse: Staatliche Hilfe gegen Piraterie gefordert
In welchen Städten wurden denn welche geschlossen? Ich habe davon noch nichts mitbekommen (zum Glück) und auch über Google wurde ich nicht fündig
Das Urheberrecht in der heutigen Funktion schützt in denmeisten Fällen nicht wirklich den Autoren sondern eher den Verkäufer (Plattenfirmen, Verleger etc.)
Genau das wollen die Piraten gerne zugunsten der Autoren, Musiker, usw ändern...und das ist auch gut so.
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16. 10. 2011, 01:51 #15Mitglied
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Re: Frankfurter Buchmesse: Staatliche Hilfe gegen Piraterie gefordert
Bücherei ist irgendwie so 80er.
Aber ja, man kann auch in die Bücherei und sich dort seinen Stoff besorgen. CDs und DVDs kann man dann auch gleich digitalisieren udn der verteilten Kulturerhaltung zuführen - Bücher natürlich auch, aber das ist noch etwas umständlich für den Normalbürger...
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16. 10. 2011, 02:56 #16
Re: Frankfurter Buchmesse: Staatliche Hilfe gegen Piraterie gefordert
Was sagte ich grade zum Thema Propaganda? Das ist dummer bullshit, den die Industrie verbreitet. Das war noch nie so, und ist es auch heute nicht.
Das einzige, was wir durch ein abschaffen des urheberrechts (nebst dem absurden konzept von geistigem eigentum) verlieren wuerden, waere eine laengst ueberfluessige Industrie. Nothing of value was lost - wie wir auf diversen imageboards sagen wuerden.
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16. 10. 2011, 05:44 #17
Re: Frankfurter Buchmesse: Staatliche Hilfe gegen Piraterie gefordert
Mal was von jemandem, der sich mit dem Problem auskennt.
1. Das was der Börsenverein jetzt versucht, gleicht 1:1 dem Napster Phänomen bei MP3s vor zig Jahren.
2. Hätte es die Piraterie (freiwillige Scanner, K-Leser, Editoren) nicht gegeben, gäbe es heute keinen Markt für Lesegeräte, als weitere Distributionsform. Hätte es die mp3 damals nicht gegeben, hätte es keine Entwicklung hin zu portablen Playern gegeben, hätte es kein iTunes gegeben. Wie Zahlen aus hier veröffentlichten News vor wenigen Wochen zeigten, übersteigt der Kauf legaler Downloadmukke mittlerweile die der illegalen.
Die Prognose ist also alles andere als unrosig.
Allerdings stamme ich aus einer scheinbar aussterbenden Art von Buchpiraten. Zu früheren Zeiten, gehörte es zum guten Ton, den Belletristikern zwei, den Fachliteraten mindestens ein Jahr zu gewähren, bevor die Dateien public wurden. So wurde allen, Autoren wie Verlagen, genug Zeit gegeben, Profite zu erwirtschaften. Das änderte sich natürlich mit der Einführung von verlagseigenen eBooks, wo man eben nicht mehr Scannen musste, sondern lediglich das DRM zu entfernen war. Es gab nie mehr reine eBook-Blogs und Boards, als jetzt, was aber in der Natur der Sache liegt.
Piraten legen vor, am Ende reicht es für die Industrie.
Aber zeigt mir bitte einen eBook Distributor, der Euch die vollständige Atlan-Reihe, oder Terra-Reihe bietet. Ohne die Buchpiraten, wären viele Werke schlicht vergessen worden. Liebhaber haben einst damit angefangen, für Liebhaber zu Scannen, K-zu lesen und zu editieren.
Mittlerweile hatten einige Verlage sogar Piraten-Versionen im Onlineangebot, ohne an den richtigen Stellen zu verschleiern, woher ihre Quelle stammt.
Wir reden hier von Verlagen, die mittlerweile jedes Buch in Druckvorstufe als PDF vorlegen müssen (spätestens für den Druck ohnehin!), es aber nicht schaffen, den Namen des Scanners zu entfernen?!
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16. 10. 2011, 11:30 #18
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16. 10. 2011, 17:55 #19Mitglied
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Re: Frankfurter Buchmesse: Staatliche Hilfe gegen Piraterie gefordert
Jap, das halte ich auch für angemessen.Allerdings stamme ich aus einer scheinbar aussterbenden Art von Buchpiraten. Zu früheren Zeiten, gehörte es zum guten Ton, den Belletristikern zwei, den Fachliteraten mindestens ein Jahr zu gewähren, bevor die Dateien public wurden.
Aber desto größer die "Szene" und desto einfacher das "Rippen/Scannen" wird, desto kürzer werden diese Zeiträume. Ich hätte nichts dagegen, wenn sich die großen Releasegruppen auf einen Ehrenkodex einigen würden, der z.B. besagt:
- Computerspiele werden erst drei Monate nach Veröffentlichung gecrackt.
- Musik-CDs werden erst drei Monate nach Veröffentlichung gerippt.
usw.
Einfach, damit die Leute auch einen Anreiz haben, das Spiel oder die CD zu kaufen - wer es schnell haben will, sollte auch Geld dafür ausgeben. Ich jedenfalls hätte kein Problem damit, drei Monate auf Spiele zu warten, die es mir offensichtlich nicht wert sind, 60 Euro dafür auszugeben...
Leider ist die Szene aber so groß, dass ein solche Kompromiss gar nicht mehr durchsetzbar wäre. Ich bin daher weiterhin für eine Kulturflatrate mit eigener Einflussmöglichkeit, wohin das Geld gehen soll. (bsp: 1% Sondersteuer auf das zu versteuernde Gehalt, über ein Internetportal hat der Steuerzahler die Möglichkeit festzulegen, wofür seine Abgabe aufgewendet wird...)
Auch schwierig umsetzbar, aber die einzige Chance Fehlentwicklungen aka GEMA zu vermeiden....
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16. 10. 2011, 18:09 #20
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