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  1. #1
    Mitglied Avatar von Annika_Kremer
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    Standard Staatstrojaner: DigiTask mahnt Wavecon wegen "Diskriminierung" ab

    Die Firma DigiTask, derzeit aufgrund ihrer Urheberschaft für den "Staatstrojaner" in den Schlagzeilen, mahnte am vergangenen Donnerstag das IT-Unternehmen Wavecon ab. Wavecon hatte DigiTask kürzlich aufgrund seiner Trojaner-Programmierung wegen Wettbewerbsverzerrung abgemahnt.

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  2. #2
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    Standard Re: Staatstrojaner: DigiTask mahnt Wavecon wegen "Diskriminierung" ab

    Ich finde hier besteht durchaus begründetes öffentliches Interesse am Wortlaut der Abmahnung, wenn der Hersteller den Zuschlag zum Programmieren diese Software durch Einsatz rechtswidriger Mittel erlangt hat.

  3. #3
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    Standard Re: Staatstrojaner: DigiTask mahnt Wavecon wegen "Diskriminierung" ab

    Diskriminierung? Also das ist ja wohl lächerlich! Noch lächerlicher ist es das sich 2 Unternehmen darüber streiten wer eine illegale Software entwickeln darf und das ein Richter sie genehmigt macht sie für mich nicht legal!

    Das ist lächerlich wie wenn ein Menschenhändler einen Drogendealer verklagt weil er in seinem Gebiet verkauft!

    Des weiteren schließe ich mich Sprechblases Post an: es kann einfach nicht sein das der Dreck von deutschen Unternehmen via Klagen Stumm gemacht werden kann! Dafür sollte man auf die Strasse gehen!

  4. #4
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    Standard Re: Staatstrojaner: DigiTask mahnt Wavecon wegen "Diskriminierung" ab

    digitask und wavecon sind beides firmen die anonymous schnell ausser gefecht setzen sollte

  5. #5
    your root.
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    Standard Re: Staatstrojaner: DigiTask mahnt Wavecon wegen "Diskriminierung" ab

    Hallo,

    Liebe Annika lies doch bitte nochmal die news von mittelhessen.de und auch auf wavecon.de. Wavecon baut KEINE Trojaner und wir auch nie welche bauen. Das ist stark missvertaendlich in deiner news.

  6. #6
    Mitglied Avatar von Shodan_v2-3
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    Standard Re: Staatstrojaner: DigiTask mahnt Wavecon wegen "Diskriminierung" ab

    Ihr versteht da etwas falsch: (Zitat nach update der news entfernt)
    Wavecon mahnte keineswegs ab, weil sie als Konkurrent gerne den Job hätten, sondern wegen §4.11 UWG:
    § 4 Beispiele unlauterer geschäftlicher Handlungen
    Unlauter handelt insbesondere, wer
    11. einer gesetzlichen Vorschrift zuwiderhandelt, die auch dazu bestimmt ist, im Interesse der Marktteilnehmer das Marktverhalten zu regeln
    Die gesetzliche Vorschrift, gegen die DigiTask verstößt ist dabei §202c StGB. Das wird mit mehreren Beispielen begründet u.a. dem Fall Landshut (Screenshots hätten nicht angefertigt werden dürfen)

    Es geht hier imho in erster Linie darum durch ein Gericht fest stellen zu lassen ob DigiTask gegen §202c StGB verstoßen hat. Und dass das ganze über den Umweg des UWG von einer privaten Firma gemacht wird ist absolut klasse. Denn ich wette mit euch, wenn kein privater dahinter steht würde das Verfahren einfach verschwinden.

    Seibert versucht nun das ganze aus dem Blick der Öffentlichkeit zu bekommen. Ich denke nicht, dass Wavecon sich unter kriegen lässt und hoffe, dass sie uns auf dem laufenden halten werden.
    Geändert von Shodan_v2-3 (22. 10. 2011 um 18:48 Uhr)

  7. #7
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    Standard Re: Staatstrojaner: DigiTask mahnt Wavecon wegen "Diskriminierung" ab

    Ist doch klar, dass ein "normales" IT-Unternehmen laut gesetz nicht im direkten Wettbewerb steht. Kann es auch garnicht, weil die Dienstleistung in diesem Bereich gegen geltendes Gesetz verstoßen würde. In dem Moment wo man öffentlich anbietet, derartige Software gegen Geld zu entwickeln macht man sich bereits strafbar und genau da hängt das Problem. Es ist also sehr wohl ein Wettbewerbsverstoß.

    Abgesehen davon wüsste ich nicht, dass eine richterliche Anordnung, private Unternehmen vom Gesetz befreit. DigiTask ist keine Polizei bzw. keine Strafverfolgungsbehörde. Demnach ist die "Genehmigung" nicht ganz sauber. Die Behörden hätten die Erlaubnis - ja - allerdings nicht das private Unternehmen.

    Bei der ganzen Geschichte gibt es so viele Ungereimtheiten, dass ich kotzen könnte. Aber es ist gut, wenn Mr. Anwalt öffentlich rumplaudert, denn je mehr Ungereimtheiten entstehen und je mehr sich die jeweiligen Parteien gegenseitig widersprechen, desto mehr Angriffsfläche entsteht.
    § 202c - Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten
    (1) Wer eine Straftat nach § 202a oder § 202b vorbereitet, indem er
    1. Passwörter oder sonstige Sicherungscodes, die den Zugang zu Daten (§ 202a Abs. 2) ermöglichen, oder
    2. Computerprogramme, deren Zweck die Begehung einer solchen Tat ist,

    herstellt, sich oder einem anderen verschafft, verkauft, einem anderen überlässt, verbreitet oder sonst zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
    BASTA! Gesetz ist Gesetz. Mag sein, dass die Behörden entsprechend richterliche Genehmigungen hatten, DigiTask ist aber keine Behörde und steht somit dem Gesetz gegenüber wie jeder normale Bürger auch.


    Im Übrigen:
    Was die meisten Leute bei der ganzen Sache einfach vergessen bzw. außer Acht lassen... Auch wenn es eine richterliche Anordnung gibt, dass bestimmte Personen mit derartige Software belauscht werden dürfen, wer sagt denn, dass nur diese Person den Computer nutzt? Angenommen einem Verdächtigen wird ein Trojaner untergeschoben, um ggf. Strafverfolgung anzustellen. Diese Person hat einen Anwalt im Bekanntenkreis und reicht den Laptop/PC als Leihgerät weiter oder gibt einem Freund/Bekannten die Möglichkeit, das Gerät zu nutzen. Der Anwalt würde genauso ausgespäht werden, wie jede andere Person die das Gerät benutzt. Demnach ist es GARANTIERT weder rechtlich noch moralisch vereinbar was da passiert ist.

    Wenn Behörden ein Telefon abhören, dann besteht die Möglichkeit den Lauschangriff zu beenden, wenn man erkennt, dass nicht die jeweilige Person den Anschluss nutzt. Hier besteht also die Möglichkeit die Rechte unbeteiligter Personen zu schützen. Bei einem PC besteht diese Möglichkeit eben nicht.

    Abgesehen davon, ist es fakt, dass die Software mehr konnte, als sie darf. Demnach ist es grundsätzlich schonmal ein Verstoß gegen das Gesetz. Denn auch wenn wirklich nur die Funktionen benutzt wurden, die richterlich genehmigt worden sind, stellt alleine die Entwicklung der verbotenen Funktionen eine Straftat dar.

    Wenn ich mir Koks als Dekosand in meine Dekoschale auf dem Fensterbrett kippe und meinen Garten mit verschiedenen Pflänzchen schmücke, dann werde ich garantiert auch wegen dem Besitz von Betäubungsmitteln/Rauschgift beschuldigt und entsprechend verklagt. Da hilft es nichts, wenn ich mich drauf berufe, dass die Sachen lediglich zur Deko rumlagen. Es hilft auch nichts, wenn ich sage, dass ich nicht wusste, dass das Koks war - ähnlich der Aussage, dass man von den verbotenen Funktionen nichts wusste bzw. diese nicht nutze - man wird mich verklagen.

    Einfach nur lächerlich, wie sich die jeweiligen Parteien aus der Sache rausreden möchten. Wenn nun auch noch die Richter bei dem Kack mitspielen, dann gehe ich kotzen. Das kann doch wohl alles garnicht wahr sein...
    Geändert von IIWhiteHatII (23. 10. 2011 um 10:33 Uhr)

  8. #8
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    Standard Re: Staatstrojaner: DigiTask mahnt Wavecon wegen "Diskriminierung" ab

    Zitat Zitat von IIWhiteHatII Beitrag anzeigen
    [...]
    kann ich voll und ganz unterschreiben!

  9. #9
    Mitglied Avatar von gerechtigkeit0
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    Standard Re: Staatstrojaner: DigiTask mahnt Wavecon wegen "Diskriminierung" ab

    Zitat Zitat von IIWhiteHatII Beitrag anzeigen
    [...]
    Du hast vollkommen Recht und ich hoffe auf Gerechtigkeit in diesem Fall!

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