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  1. #1
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    Standard Motorrad-Weltmeister Simoncelli nach Rennunfall verstorben

    Tödlicher Unfall in Runde eins: Der Italiener Marco Simoncelli war beim MotoGP in Malaysia gestürzt und von zwei Fahrern überrollt worden. Obwohl der ehemalige Weltmeister sofort medizinisch versorgt wurde, starb er kurz nach dem abgebrochenen Rennen an der Strecke.

    Mein Mitgefühl ist bei der Familie. RIP

    http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,793436,00.html

  2. #2
    Mitglied Avatar von linkinpark2020
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    Standard Re: Motorrad-Weltmeister Simoncelli nach Rennunfall verstorben

    Habe es gestern live gesehen, das war schon schockierend. Der Unfall selbst war bereits extrem heftig, die anschließenden Reaktionen der Freundin und des Vaters aber ebenfalls. Ich war gestern für sehr lange Zeit sprachlos und bin es eigentlich immer noch, weil ich ein großer Fan dieser Rennserie bin, nahezu jedes Rennen gesehen habe und Simoncelli sowie Rossi und Edwards daher nicht nur kurz aus Zeitungen oder reinen Ergebnistabellen kenne, sondern seine Entwicklung, seine Interviews etc. schon über einen längeren Zeitraum beobachtet habe. Auch wenn man weiß, dass der Rennsport gefährlich ist, so schiebt man dieses Risiko im Normalfall gerne beiseite und wird dann umso härter getroffen, wenn es doch passiert.

    Unter der Berücksichtigung, dass es dieses Jahr bereits mehrmals Diskussionen um Simoncelli gab , besitzt dieser Fall eine besondere Dramatik. Zwar will ich Simoncelli in diesem Fall keine wirkliche Schuld oder einen groben Fehler unterstellen, aber es ist schon Ironie des Schicksals, dass Lorenzo vor so kurzer Zeit etwas in dieser Richtung vorausgesagt hat

    Unglaublich leid tun mir auch Rossi und Edwards, die beide absolut keine Schuld trifft. Auf den Bildern war deutlich zu sehen, dass beide Fahrer im Rahmen ihrer Möglichkeiten noch probieren, ihr Motorrad weitestgehend aus der Schusslinie zu nehmen, aber gegen die Physik können auch sie nichts machen. Umso bitterer daher, dass die beiden sich nun schuldlos mit dem Gewissen herumplagen müssen, einen Kollegen und aus Rossis Sicht auch Freund überfahren zu haben. Nicht wenige italienische Medien spekulierten heute bereits über einen endgültigen Rücktritts Rossis. Das wäre das bitterste Ende einer solchen MotoGP-Karriere, aber irgendwie auch nachvollziehbar. Ich wünsche es mir als Fan zwar nicht, aber ich könnte es ihm keinesfalls verübeln.

    Die Frage ist, ob und wenn ja wie sich solche Unfälle verhindern lassen. Meines Erachtens nach ist in den letzten Jahren viel in Punkto Sicherheit passiert, egal ob die längeren Auslaufzonen, die Luftpolster an der Streckenbegrenzung, die Airbags und besseren Protektoren in der Lederkombi - meines Erachtens nach kann man der Dorna und der Veranstaltern hier nicht unterstellen, die Sicherheit zu vernachlässigen. Gemessen an der unglaublichen Gefahr, die von dem Sport ausgeht, ist (zumindest im Profisport) in den letzten Jahren ja auch wirklich wenig bedrohliches/lebensgefährliches passiert.
    Nur diese Art Unfälle lassen sich wohl kaum verhindern. Mir fällt keine Lösung ein, die die Fahrer bei 200 Km/h und 150 Kg schweren Maschinen vor dem Überrollen schützt. Der Unfall wäre ohne dahinter fahrende Piloten sicher nicht mal mit Schürfwunden geendet - aber in dem Moment, in dem sich andere Fahrer auf derselben Linie befinden, geht es nun mal übel aus, wie letztes Jahr bei Tomizawa auch

  3. #3
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    Standard Re: Motorrad-Weltmeister Simoncelli nach Rennunfall verstorben

    Genau das selbe habe ich mir auch gedacht, als ich die Meldung hörte. Ich will ihm hier auch keine Schuld unterstellen, aber er war ein Fahrer der das Glück mehr als einmal herausforderte. Und irgendwann schlägt das Schicksal mal zurück.

    In einem anderen Forum wurde schon über Rossi und Edwards diskutiert. Es steht wohl fest das Simoncelli nicht durch den Sturz, sondern das überfahren gestorben ist. Die beiden trifft keinerlei Schuld. Es war einfach ein schrecklicher Unfall. Aber damit Leben zu müssen einen Menschen tot gefahren zu haben, auch wenn ohne Absicht muss schrecklich sein. Habe schon gelesen das Rossi die Rücktrittsmeldungen dementiert hat, er meinte das wäre das falsche Zeichen. Verständliche wäre es aber alle Mal.

    Zum Punkto Sicherheit. Es gab in den letzten Jahren gerade mal drei tödliche Unfälle. Wenn ich mir ansehe, wie viele private Motorradfahrer jedes Jahr verunglücken, kann am schon daran sehen, dieser Sport ist nun mal gefährlich und wird es immer bleiben.
    Man hat das Risiko aber schon auf ein sehr geringes Maß reduziert.

    Nur leider wird es immer wieder solch traurige Momente geben.

  4. #4
    Mitglied Avatar von linkinpark2020
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    Standard Re: Motorrad-Weltmeister Simoncelli nach Rennunfall verstorben

    Zitat Zitat von jezz90 Beitrag anzeigen
    Es steht wohl fest das Simoncelli nicht durch den Sturz, sondern das überfahren gestorben ist.
    Hast du etwas anderes erwartet? Simoncellis Sturz selbst hätte allenfalls in der Rennstatistik Platz gefunden, da es sich dabei ja um "normales" und in der Regel völlig ungefährliches Wegrutschen handelte - nur eben nicht, wenn direkt dahinter 2 Fahrer in derselben Fahrlinie sind
    Zitat Zitat von jezz90 Beitrag anzeigen
    Habe schon gelesen das Rossi die Rücktrittsmeldungen dementiert hat, er meinte das wäre das falsche Zeichen. Verständliche wäre es aber alle Mal.
    Insgesamt stimme ich ihm zu, es wäre das falsche Signal. Bei aller Tragik trifft ihn ja nun wahrlich keine Schuld. Ich hätte es nur nachvollziehen können, weil es eine Mischung aus vielen Aspekten gewesen wäre:

    - er überrollt schuldlos seinen Freund
    - sportlich läuft es auf der Ducati überhaupt nicht, man hätte ihm aber durch einen jetzigen Rücktritt keinen erfolglosen Abgang unterstellt
    - mit 33 Jahren ist er in der nächsten Saison natürlich nicht mehr der Jüngste, der Abschied kommt sowieso in absehbarer Zeit
    - er muss niemandem mehr etwas beweisen, hat finanziell ausgesorgt und wird für mich immer der größte MotoGP Champion bleiben - all das kann ihm keiner mehr nehmen. Durch so einen Unfall wächst vielleicht die Frage, ob man sich diesem Risiko unter den Voraussetzungen von Rossi noch aussetzen muss
    - von der moralischen Seite her ist es fraglich, ob man so ein Ereignis wirklich zukünftig ausblenden kann oder ob es nicht eventuell doch im Hinterkopf bestehen bleibt und dafür sorgt, dass er vorsichtiger, ängstlicher fährt und somit natürlich auch nicht mehr ganz vorne mitfahren kann.

    Die Summe der Argumente hätte einen Rücktritt meines Erachtens nach schon gerechtfertigt, wobei ich ihm insgesamt zustimme: ein falsches Signal wäre es! Ich hoffe nur, dass er dann 2012 auch um die WM mitfährt und sich nicht nachsagen lassen muss, seine große Karriere im Durchschnitt beendet zu haben.
    Auf Edwards treffen die meisten der Argumente übrigens auch zu, weißt du bei ihm etwas von Rücktritt o.Ä.?

    Zitat Zitat von jezz90 Beitrag anzeigen
    Zum Punkto Sicherheit. Es gab in den letzten Jahren gerade mal drei tödliche Unfälle. Wenn ich mir ansehe, wie viele private Motorradfahrer jedes Jahr verunglücken, kann am schon daran sehen, dieser Sport ist nun mal gefährlich und wird es immer bleiben.
    Man hat das Risiko aber schon auf ein sehr geringes Maß reduziert.
    Das ist richtig und habe ich ja oben auch schon geschrieben. Nichtsdestotrotz muss man gerade nach so einem Ereignis natürlich analysieren, ob man weiterhin etwas verbessern kann - gerade gegen diese Art von Stürzen. Die längeren Auslaufzonen uvm. hat ja bereits dafür gesorgt, dass "normale" Stürze meist glimpflich enden, nur gegen das Überrollen hat man bislang keine akzeptable Lösung gefunden. Daher ist es legitim zu hinterfragen, inwieweit man auch in dem Fall das Risiko minimieren kann. Einen Vorschlag habe ich aber natürlich auch nicht. Habe gestern ein Interview mit Waldemar Hartmann gelesen, der sicher nach wie vor um einiges involvierter im Profisport ist als wir beide es sind - auch er hatte keine Idee für das Verhindern dieser Art von Stürzen

  5. #5
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    Standard Re: Motorrad-Weltmeister Simoncelli nach Rennunfall verstorben

    Habs auch live gesehen, war wirklich eine ganz üble Sache. Ich hab gleich befürchtet, dass das wohl alles andere als gut ausgeht und hab leider Recht gehabt. R.I.P.

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