Ergebnis 1 bis 18 von 18
  1. #1
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    Exclamation [NEU!][FAQ] gulli:Knowledgebase - Leitfaden, Konfigurationen, Wissenswertes



    Willkommen zu einer neuen Ausgabe der gulli:Knowledgebase. Alles was das Spieler, Multimedia- oder gar Officeherz begehrt. Du suchst einen neuen Computer? Perfekt, hier bist Du richtig. Inklusive Schritt für Schritt Anleitung welche Informationen für uns wichtig sind und zahlreiche Beispielkonfigurationen, unterteilt in den gängigsten Anwendungsbereichen. Tu uns, also dem Team, bitte den Gefallen und lese für dich relevante Abschnitte sorgfältig durch. Nur so können wir dir helfen ein auf dich abgestimmtes System zusammenzustellen!

    Bitte beachte, dass der Thread zwar relativ alt ist, aber durch regelmäßiges editieren aktuell gehalten wird!

    Kritik, Vorschläge, Anregungen, Mithilfe? Gerne gesehen, aber bitte nur in diesem Thread. Aufgrund des vorgezogenen Release der neuen FAQ Version können sich noch einige Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen haben. Bitte meldet das in dem verlinkten Thread.



    Einleitung

    Konfigurationen

    Wissenswertes



    Changelog:

    Spoiler: 


    17/02/12 #5 AMD Mid-End entfernt, da i5-2400 >>>>>>>>>>> FX-6100 ^^
    17/02/12 #6 Low- durch Office und High- durch Multimedia geändert
    17/02/12 #6 Intel Config überarbeitet
    17/02/12 #5, #6 Wunschlisten Links auf 'de' geändert, so wie eigtl. normal
    16/02/12 #all Kleinigkeiten geändert, uA Verlinkung
    12/02/12 #5 crucial m4 als vorrangige Empfehlung wieder eingefügt
    12/02/12 #6 crucial m4 als vorrangige Empfehlung wieder eingefügt
    12/02/12 #14 crucial m4 wieder hervorgehoben
    11/02/12 #8 ATI ist AMD und daher wurden die letzten 2 verbliebenen ATI nun auch ausgemerzt.
    11/02/12 #15 Vorschläge USB 3.0 Anmerkung geändert
    03/02/12 #16 Man sollte nicht nur die Farben im Bild ersetzen, sondern auch im Text... ._.
    03/02/12 #18 SteelSeries 6G v2 geaddet sowie Verweis auf Geekhack für Schaltertypen
    03/02/12 #all Rechtschreibung sowie Grammatik angefangen zu korrigieren, ziemlich absurde Sachen bei.
    03/02/12 #16 Logikfehler in den Bildern gefixxt, blau = kalt, rot = warm. Logisch eigentlich.
    31/01/12 #14 Formulierung Speicherplatz geändert GiBiByte/GB
    31/01/12 #2 + #17 Battlefield 3 mal durch "neuere Ego-Shooter" geändert
    31/01/12 #8 ATI durch das korrekte AMD/ATI ersetzt
    31/01/12 #9 BIOS-Update Hinweis für AM3+ Vorschlag
    31/01/12 #6 Anmerkung für die potenten Multimedia Konfigurationen
    31/01/12 #5+#6 diverse Lüfteränderungen
    31/01/12 #5 Mid-End Cougar A450W gegen be quiet! Pure Power CM 430W getauscht
    31/01/12 #2 Umformuliert, Fragen umstrukturiert
    31/01/12 #12 DisplayPort als Bildchen auf Wunsch von Sibi_M
    31/01/12 #all Scrollbalken massakrieren durch Vorschläge + In Eigener Sache Spoilern
    31/01/12 #5 AMD High-End in die ewigen Jagdgründe geschickt, leb wohl mein Freund.
    31/01/12 #5 Intel Low-End in die ewigen Jagdgründe geschickt, leb wohl mein Freund.
    Geändert von Fhynn (17. 02. 2012 um 14:50 Uhr)

  2. #2
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    Standard Die ersten Schritte


    Die ersten Schritte

    Im allgemeinen musst Du dir überhaupt erst mal darüber klar werden, was Du überhaupt möchtest. Du willst neuere Ego-Shooter spielen auf möglichst hohen Datails? Du willst am besten mehrere VM Wares parallel laufen lassen? Dir ist es wichtig sämtliche Arten von Fotos und Videos schnell zu bearbeiten?

    Wenn Du also weißt, was Du willst kommt jetzt die nächste Frage: Wie hoch ist überhaupt Dein Budget? Das heißt nichts anderes wie "wie viel Kohle kannst Du ausgeben?" - und bitte, überdenke eventuelles Weihnachts- Oster- oder Geburtstagsgeld. Die Neuerungen im Hardware Bereich kommen fliegend, abwarten lohnt sich zwar selten, aber wenn man zum Release einer neuen Generation vorher noch mal die 20 Euro von der Tante einstecken kann rentiert sich das!

    Eine kleine Liste die zur Entscheidungsfreudigkeit verhilft:

    [1] Ganz ehrlich - brauchst Du wirklich ganz notwendig einen neuen PC?
    [2] Möchtest Du irgendetwas ganz Besonderes was noch gar nicht auf dem Markt oder ggf. noch viel zu teuer ist?
    [3] Willst Du dein System Übertakten (OC)?
    [4] Reicht Dir eine Luftkühlung? In welchem Umfang (erträglich, leise, lautlos)? Oder doch lieber eine Wasserkühlung?
    [5] Wie sieht es mit deiner Bildschirmauflösung aus?
    [6] Hast du alte Komponenten die du weiterbenutzen möchtest? Nenne diese bitte!
    [7] Hast du irgendwelche Sonderwünsche (z.B. SSD, BluRay)
    [8] Was genau ist dein Anwendungsgebiet (Spiele, Multimedia, Office, Video-/Audio-/Bildbearbeitung)?
    [9] Wie viel möchtest du maximal ausgeben bzw. auf wie viel beläuft sich deine Maximalgrenze?

    Wenn Du alle diese Fragen halbwegs beantworten kannst ist dem Team schon mal einiges an Arbeit abgenommen.

    Einen neuen Thread erstellen:

    Halte dich dabei bitte an die gängigen Forenregeln, beantworte wenn es dir möglich ist alle Fragen von oben um eventuelle Nachfragen Großteils zu vermeiden (was die ganze Prozedur dann nur verlangsamt) und wähle bitte einen Aussagekräftigen Titel.

    Es wäre sehr wünschenswert wenn du schon mal vorher etwas Eigeninitiative zeigen würdest und dir selber eine Konfiguration zusammenbastelst. Verbessern oder absegnen tun wir schon, keine Sorge. Orientieren kann man sich ja problemlos an den Beispielkonfigurationen.
    Geändert von Fhynn (03. 02. 2012 um 09:34 Uhr)

  3. #3
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    Standard Garantie und Gewährleistung


    Garantiebestimmungen und Gewährleistung

    Es gibt eine gesetzliche Gewährleistung von 24 Monaten bei gewerblichen Händlern, das ist bei einem Online-Shop nicht anders wie bei großen Elektronikketten um die Ecke. Die ersten sechs Monate besteht die Beweislast-Umkehr. Das heißt, der Verkäufer muss die ersten 6 Monate nachweisen, dass der Defekt durch Dich entstanden ist - und das kann er auf keinen Fall, wenn das Produkt optisch einwandfrei ist. Nach 6 Monaten läuft es allerdings andersrum und Du musst beweisen, dass der Defekt schon von Anfang an vorhanden war.

    Bei gebrauchten Waren kann der Händler die Gewährleistung auf 12 Monate begrenzen.

    Viele Hersteller geben darüber hinaus noch Garantie auf ihre Produkte. Im Falle eines Defekts kann es unter Umständen sinnvoll sein, die Garantie über den Hersteller abzuwickeln.

    BeQuiet! beispielsweise tauscht im ersten Jahr defekte Netzteile Vor-Ab - was wesentlich schneller geht als wenn man es über den Versandhandel macht.

    Im Schadensfall - oder besser schon beim Hardwarekauf - lohnt ein Blick in die Garantiebestimmung des Herstellers.

    Vorsicht: Einige Hersteller wickeln ihre Herstellergarantie nur über den Händler ab - dieser ist aber dem Kunden gegenüber nicht zur Mithilfe verpflichtet.

    Bei Onlinebestellungen besteht die Möglichkeit, ein Produkt ohne Angabe von Gründen innerhalb der ersten 14 Tage zurückzuschicken.
    Man bekommt den vollen Kaufpreis erstattet.
    Wenn die Ware teurer als 40€ war, muss der Händler die Rücksendekosten übernehmen.
    Die Frist beginnt erst ab Erhalt eines funktionierenden Produktes. Es ist dabei egal ob man die Ware schon genutzt hat oder nicht.

    Im Handel allgemein (Discounter etc.) gibt es kein gesetzlich bestimmtes 14-tägiges Rückgaberecht. Wenn tauscht der Händler die Ware nur aus Kulanz.

    Bei eBay liegt die Dauer für das Widerrufsrecht meist bei 4 Wochen.
    Privatverkäufer können die Gewährleistung und das Widerrufsrecht ausschließen.

    Trotzdem: Entspricht die erhaltene Ware nicht der Beschriebenen, kann man Nachbesserung verlangen und danach (wenn keine erfolgt) vom Kauf zurücktreten.

    Eine kleine Übersicht über verschiedene Hersteller und deren Garantiebestimmungen:
    (lebenslänglich in Deutschland rechtlich nicht möglich, da hierzulande ersatzweise 30 Jahre Garantie)

    Spoiler: 


    Hersteller mit vorbildlicher Garantie:
    AMD: 3 Jahre Garantie bei CPU (Boxed), 1 Jahr Garantie bei CPU (Tray)
    Asus: 3 Jahre Garantie auf Grafikkarten und Motherboard, 2 Jahre auf Laufwerke
    be Quiet!: 2-3 Jahre auf Netzteile
    Corsair: 30 Jahre auf RAM, 3-7 Jahre auf Netzteile, 3 Jahre auf SSD, 2-5 Jahre auf Sonstiges
    Cougar: 3 Jahre auf alle Produkte
    Enermax: 3-5 Jahre auf Netzteile, 2 Jahre auf Cases (-> Coolermaster)
    Gigabyte: 2 Jahre Garantie auf alles
    G-Skill: 30 Jahre auf RAM, 3 Jahre auf SSD
    Intel: 5 Jahre auf SSD
    Kingston: 30 Jahre auf RAM, 2-3 Jahre auf SSD, 1-3 Jahre auf Sonstiges
    OCZ: 30 Jahre auf RAM, 3 Jahre auf SSD
    Samsung: 3 Jahre auf Festplatten
    Seagte: 3 Jahre auf Festplatten
    Western Digital: 5 Jahre auf Black und Raptor-Serien, 3 Jahre auf sonstige Interne, 1-3 Jahre auf Externe
    Graue Liste:
    Intel: Auf 3 Jahre verlängerte Gewährleistung (nicht Garantie, es gilt somit Beweislastumkehr!) auf Boxed-CPUs, keine(!) Garantie für Tray-CPUs
    Intel: (mehr oder weniger zufällig) 1-3 Jahre Garantie auf Motherboards
    Schwarze Liste:
    Asrock: KEINE Garantie, nur Gewährleistung!
    Sapphire: KEINE Garantie, nur Gewährleistung!
    Sony: Nur 1 Jahre Garantie auf Laufwerke
    Geändert von Fhynn (03. 02. 2012 um 09:35 Uhr)

  4. #4
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    Standard Online-Shops und Bezahlarten


    Online-Shops und Bezahlarten

    Der Titel ist vielleicht ein wenig unglücklich gewählt. Im Grunde hat man mehrere Möglichkeiten um an seine Komponenten zu kommen. Die gängigsten Varianten sind zwar letztlich logisch, aber auch dort gibt es je Vor- und Nachteile.

    Der Online Versand
    Die Vorteile liegen auf der Hand: eine riesige Auswahl an verschiedenen Händlern, zumeist weit günstigere Preise wie im Einzelhandel. Allerdings muss man je nach Shop regelrechte Briefkriege führen wenn es um Defekte Teile, Falschlieferungen, unvollständige Lieferungen etc. geht - man sieht halt erst ob alles stimmt, wenn man das Päckchen angenommen und geöffnet hat. Das ewige hin und her schicken und die u.U. inkompetenten Hotline Mitarbeiter sollten, gerade wenn Du noch Minderjährig bist, nicht außer Acht gelassen werden.


    Empfehlenswerte Shops mit Zusammenbau
    • Alternate.de - Ein Klassiker, seit Jahren etabliert. Zusammenbau möglich für 99€.
    • Mindfactory.de - Ebenso seit Jahren etabliert. Zusammenbau möglich für 89,90€.
    • Hardwareversand.de - Der Internetableger von Atelco, nur Onlineversand. Zusammenbau möglich für 20€.


    Empfehlenswerte Shops ohne Zusammenbau
    • HoH.de
    • Mix-Computer.de
    • Drivecity.de
    • VV-Computer.de
    • Bestseller-Computer.de
    • kmcomputer.de - K&M, eine recht verbreitete Ladenkette
    • atelco.de - Atelco, eine recht verbreitete Ladenkette


    Selbstverständlich gibt es noch unzählig weitere Shops die man erwähnen könnte, aber das sind so die gängigen. Bitte lest euch vorher auf Bewertungs- und Preisvergleichsportalen die Beurteilungen durch!

    Der Einzelhandel
    Auch hier liegt der Vorteil klar auf der Hand - wenn was kaputt geht, schnappt man sich seinen Computer, knallt den im Laden auf die Theke und braucht sich nicht erst noch mit der Post rumschlagen. Das funktioniert natürlich eher weniger in den großen Elektronikketten, aber bei Selbstständigen Unternehmen etc. geht das auch Ruck Zuck - Kundenbindung und so, die haben es eh schwer genug durch den Onlineversand, da wird man eher im seltensten Fall abgewimmelt sondern findet Gehör - und geschickte Hände die sich das Problem mal ansehen. Der Nachteil ist sicherlich der höhere Preis den die meisten einfach gezwungen sind zu verlangen, aber dafür gibt es halt auch in der Regel einen sahnigen Service.

    Kleinanzeigen, eBay etc.
    Ich würde es nicht unbedingt empfehlen, die Chance einen Stapel Ziegelsteine zugeschickt zu bekommen ist nirgendwo größer wie bei Kleinanzeigen Portalen. Je nach dem kann man aber wirklich gute Schnäppchen machen, aber das sollte man maximal angehen wenn man das notwendige Wissen hat und sich nicht irgendetwas aufschwatzen lässt oder auf fehlerhafte/unvollständige Beschreibungen reinfällt.

    Ein paar nette Tipps:
    Es empfiehlt sich das Preisvergleichsportal gh.de zu nutzen. Das gewünschte Land einstellen, die Artikel suchen und dem Wunschzettel hinzufügen und sich dann ganz bequem berechnen lassen welcher Online Shop alles vorrätig hat und wo es am günstigen ist. Außerdem eine riesige Masse an Bewertungen was die Shops angeht - und die sollte man unbedingt lesen, gerade wenn es ein unbekannter Shop ist.

    Gewisse Shops bieten kleine Rabatte wenn man über geizhals.de bestellt, da sollte man auch immer mal drauf achten.

    Bezahlarten

    Die meisten Shops bieten standardmäßig Vorkasse, Nachnahme und ggf. das zahlen per Kreditkarte an. Es gibt aber mittlerweile auch schon eine Reihe von Shops die den Dienst von Sofortüberweisung.de oder auch PayPal.com anbieten. Bei Vorkasse kann es bedingt durch folgende Probleme - Artikel nicht mehr verfügbar, Päckchen weg, Stornierung - durchaus sein, dass du ewig auf dein Geld warten musst. Manche Shops lassen sich dabei leider sehr viel Zeit.

    Wenn man nur wenige Artikel, die alle auf Lager sind, bestellt, ist Vorkasse aber zumeist kein Problem. Wer dem ganzen potenziellen Ärger von vornherein aus dem Weg gehen möchte, bezahlt einfach und unkompliziert per Nachnahme (was allerdings ordentlich Gebühren kostet) oder Lastschrift.

    Die Zahlung per Rechnung ist so gut wie ausgestorben, nur sehr wenige Händler bieten dies an und das dann auch eher an vertrauensvolle, langjährige Kunden.

    Eine Finanzierung sollte immer sorgfältig überdacht werden und ist aufgrund der Kurzlebigkeit was die Aktualität von Hardware angeht auf gar keinen Fall zu empfehlen.
    Geändert von Fhynn (03. 02. 2012 um 09:36 Uhr)

  5. #5
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    Standard Spiele - Konfigurationen



    Diese Konfigurationen richten sich in erster Linie an Spieler. Die 3 gängigen Budgetklassen liegen Erfahrungsgemäß bei 800 - 900€, 500 - 600€ und dann 300 - 400€. Etwaige Optimierungen sind natürlich kein Problem, die Konfigurationen beschränken sich auf das "Minimum". Die Konfigurationen sind nicht zum Übertakten ausgelegt!

    High-End Intel Konfiguration - 800€
    gh.de Wunschliste: hier.

    CPU: Intel Core i5-2500, 4x 3.30GHz, boxed
    CPU-Kühler: Xigmatek Loki SD963
    Mainboard: ASUS P8P67 Rev 3.1, P67
    Arbeitsspeicher: Kingston ValueRAM DIMM Kit 8GB
    Grafikkarte: ASUS EAH6950 DCII/2DI4S/1GD5
    Gehäuse: Cooler Master CM 690 II Advanced USB 3.0
    Netzteil: be quiet! Straight Power E9 CM 480W
    Laufwerk: Sony Optiarc AD-7280S
    Festplatte: Western Digital Caviar Blue 500GB

    Sinnvolle Upgrades / Alternativen:

    Spoiler: 




    Mid-End Intel Konfiguration - 600€
    gh.de Wunschliste: hier.

    CPU: Intel Core i5-2400, 4x 3.10GHz, boxed
    CPU-Kühler: Xigmatek Loki SD963
    Mainboard: ASRock P67 Pro3, P67
    Arbeitsspeicher: Kingston ValueRAM DIMM Kit 4GB
    Grafikkarte: ASUS EAH6850 DirectCU/2DIS/1GD5/V2
    Gehäuse: Xigmatek Midgard II
    Netzteil: be quiet! Pure Power CM 430W ATX 2.3
    Laufwerk: Sony Optiarc AD-7280S
    Festplatte: Western Digital Caviar Blue 500GB

    Sinnvolle Upgrades / Alternativen:

    Spoiler: 




    Low-End AMD Konfiguration - 400€
    gh.de Wunschliste: hier.

    CPU: AMD FX-Series FX-4100, 4x 3.60GHz, boxed
    CPU-Kühler: Bei der CPU dabei
    Mainboard: ASRock 970 Extreme3, 970
    Arbeitsspeicher: Kingston ValueRAM DIMM Kit 4GB
    Grafikkarte: Sapphire Radeon HD 6670, 1GB GDDR5
    Gehäuse: Xigmatek Asgard III
    Netzteil: Cougar A350 350W ATX 2.3
    Laufwerk: Sony Optiarc AD-7280S
    Festplatte: Western Digital Caviar Blue 250GB

    Sinnvolle Upgrades / Alternativen:

    Geändert von Fhynn (17. 02. 2012 um 14:39 Uhr)

  6. #6
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    Standard Multimedia und Office - Konfigurationen



    Da der Übergang fließen ist, werden Multimedia und Office Konfigurationen hier zusammengefasst. Die Multimedia Konfigurationen sind auf entsprechende Audio-/Video-/Bild Bearbeitung ausgelegt. Die Konfigurationen sind nicht Spieletauglich, sondern zum arbeiten gedacht.

    Multimedia Intel Konfiguration - 700€
    gh.de Wunschliste: hier.

    Anmerkung: Diese Konfiguration richtet sich ausdrücklich an Grafik-/Video-/Audiobearbeiter!

    CPU: Intel Core i7-2600, 4x 3.40GHz, boxed
    CPU-Kühler: Scythe Mugen 3 Rev. B
    Mainboard: ASUS P8Z68-V, Z68
    Arbeitsspeicher: TeamGroup Elite DIMM Kit 16GB
    Grafikkarte: Intel HD Graphics 2000, in CPU integriert
    Gehäuse: Xigmatek Midgard II
    Netzteil: Cougar A350 350W
    Laufwerk: Sony Optiarc AD-7280S
    Festplatte: Western Digital Caviar Blue 500GB
    SSD:

    Sinnvolle Upgrades / Alternativen:

    Multimedia AMD Konfiguration - 700€
    gh.de Wunschliste: hier.

    Anmerkung: Diese Konfiguration richtet sich ausdrücklich an Grafik-/Video-/Audiobearbeiter!

    CPU: AMD FX-Series FX-8150, 8x 3.60GHz, boxed
    CPU-Kühler: Scythe Mugen 3 Rev. B
    Mainboard: MSI 970A-G45, 970
    Arbeitsspeicher: TeamGroup Elite DIMM Kit 16GB
    Grafikkarte: Sapphire Ultimate Radeon HD 6670
    Gehäuse: Xigmatek Midgard II
    Netzteil: Cougar A350 350W
    Laufwerk: Sony Optiarc AD-7280S
    Festplatte: Western Digital Caviar Blue 500GB

    Sinnvolle Upgrades / Alternativen:


    Office Intel Konfiguration - 350€
    gh.de Wunschliste: hier.

    Anmerkung: Die AMD Konfiguration ist zu bevorzugen! Günstiger, weniger Stromhungrig/wärmer!

    CPU: Intel Core i3-2120, 2x 3.30GHz, boxed
    CPU-Kühler: Xigmatek Loki SD963
    Mainboard: ASUS P8H61-M Pro Rev 3.0, H61
    Arbeitsspeicher: Corsair ValueSelect DIMM Kit 4GB
    Grafikkarte: Intel HD Graphics 2000, in CPU integriert
    Gehäuse: Xigmatek Asgard III
    Netzteil: Cougar A300 300W
    Laufwerk: Sony Optiarc AD-7280S
    Festplatte: Western Digital Caviar Blue 500GB


    Office AMD Konfiguration - 320€
    gh.de Wunschliste: hier.

    CPU: AMD A-Series A4-3400, 2x 2.70GHz, boxed
    CPU-Kühler: Xigmatek Loki SD963
    Mainboard: ASUS F1A75-V, A75
    Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance Low Profile blau DIMM Kit 4GB
    Grafikkarte: Radeon HD 6410D, in CPU integriert
    Gehäuse: Xigmatek Asgard III
    Netzteil: Cougar A300 300W
    Laufwerk: Sony Optiarc AD-7280S
    Festplatte: Western Digital Caviar Blue 500GB
    Geändert von Fhynn (17. 02. 2012 um 14:46 Uhr)

  7. #7
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    Standard Übertakten / (OC) Overclocking


    Übertakten, Overclocking (OC)

    Eine Frage, die euch jedes Mal gestellt wird wenn ihr seltsame Kombinationen in eurem Thread postet ist, ob ihr Übertakten möchtet. Eine dieser Kombinationen wäre Beispielsweise ein Intel i5-2500k und dazu keinen oder einen kleinen CPU-Kühler.

    Wir werden hier nun kurz darauf eingehen, wo die Vor- und Nachteile liegen und was zu beachten ist.

    Es gibt im Grunde 2 aktuelle Prozessorreihen, jeweils eine von AMD und eine von Intel, welche über einen sogenannten freien Multiplikator verfügen. Dieser freie Multiplikator ermöglicht es einem sehr unkompliziert die CPU zu Übertakten, d.h. den Takt anzuheben und so mehr Leistung herauszukitzeln. Die jeweiligen AMD CPUs haben in älteren Generationen den Namenszusatz Black Edition - die aktuelle BullDozer Generation gibt es gar nicht mehr ohne freien Multiplikator. Die jeweiligen Intel CPUs sind mit einem 'k' gekennzeichnet. Wie bereits als Beispiel genannt der Intel i5-2500k oder eben auch der AMD Phenom II 965 Black Edition.

    Im Grunde hört sich das ja im ersten Moment richtig gut an - ein paar Werte im BIOS verändern und man kriegt mehr Leistung. Leider haben wir die Schattenseite noch gar nicht betrachtet:

    Fakt ist, die Garantie der CPU erlischt. Wenn ihr irgendetwas kaputt macht, fällt das unter Selbstverschulden. Kein Händler der Welt nimmt die zurück und gibt euch 'ne neue!

    Ihr benötigt einen höheren Kühlaufwand, da die Temperaturen mit erhöhtem Takt natürlich steigen. Mehr Leistung, mehr Abwärme. Das bedeutet, ihr solltet von vornerein ein durchdachtes Kühlsystem am Start haben - angefangen vom CPU-Kühler bis zu einer vernünftigen Durchlüftung des Gehäuses.

    Die Lebensdauer der CPU verkürzt sich. Wer es übertreibt und die CPU oftmals an ihre Grenzen treibt, riskiert die Lebensdauer der CPU rapide zu verkürzen.

    Übertakten bedeutet auch viele Tests - einfach die Werte erhöhen und dann weitermachen wie vorher funktioniert nicht. Es sind umfangreiche Tests mit Prime95, CoreDamage und Temperaturkontrollen zu empfehlen, um wirklich sicher zu sein das alles stabil läuft.

    Wer es übertreibt, riskiert das die CPU anfängt zu throttlen. Das heißt die Leistung wird verringert um die Temperatur zu senken. Gesund ist das nicht.

    Wir wollen keinen davon abbringen - mit Bedacht eingesetzt, kann so ein freier Multiplikator etwas richtig nettes sein. Nur unterschätzen zu viele das Ganze und sind sich über eventuelle Risiken gar nicht bewusst.

    CPU mit freiem Multiplikator wählen oder nicht?

    Zumindest bei der Intel Reihe kommt diese Frage immer und immer wieder auf. Fakt ist, die 'k' Reihe der Intel CPUs, basierend auf dem Sockel 1155, wurde beschnitten. Es gibt zwar einen freien Multiplikator, aber dafür unterstützt z.B. der i5-2500k kein TXT oder VT-d. Letztes ist eher weniger interessant für den Großteil der Nutzer, aber TXT hat durchaus seine Berechtigung und wird mit Windows 8 sehr interessant. Um es mal ganz grob auszudrücken: Es hilft, euren Computer sicherer zu machen was Schadsoftware angeht. Da steckt noch eine Menge mehr hinter, würde aber den Rahmen sprengen.

    Fakt: Wer mit Übertakten liebäugelt und sich das zutraut und die Garantie nicht ganz so wichtig nimmt, weil er auch weiß wie man damit umzugehen hat, soll ruhig zu der 'k' Reihe greifen. Wer das Ganze auf die lange Bank schieben möchte, ist mit der normalen Version besser bedient - wer von vornerein kneift, traut sich auch später nicht.
    Geändert von Fhynn (03. 02. 2012 um 09:39 Uhr)

  8. #8
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    Standard Entscheidungshilfe - Selbstbau oder Fertig-PC, AMD oder Intel, AMDoder Nvidia


    Entscheidungshilfe

    Die Entscheidungshilfe soll euch überwiegend helfen, ob ihr zu einem fertigen PC von der Stange greift oder euch doch lieber daran wagt, eine eigene Konfiguration zusammenzustellen. Es gibt zwar auch einen kurzen Teil zu der ewigen Debatte "AMD oder Intel" bzw. "AMD oder Nvidia", aber der Fokus liegt klar auf dem Fertig-PC bzw. dem Self Build.

    Vor- und Nachteile des Fertig-PC sowie Self Build
    Der Größte Vorteil der den meisten sofort in die Augen springt ist klar: Der Fertig-PC ist fertig montiert und sofort startbereit. Das ist aber auch so das einzig erwähnenswerte an der ganzen Sache. Um mal detailliert an die Sache ranzugehen dröseln wir mal ein typisches Fertig-PC Angebot auf.

    Typisches Fertig-PC Angebot
    Das Angebot ist jetzt wahllos von einem der beliebten Fertig-PC Vertreiber kopiert. Der Preis beträgt 1049,00 € - bezeichnet wird das ganze als "High-End Gaming PC".

    Spoiler: 

    • Intel® Core™ i7-2600 Prozessor (4 x 3.4 GHz - 3.8 GHz)
    • 8192 MB DDR3 Speicher Dual Channel 1333 MHz
    • 1000 GB Festplatte SATA III
    • 20x DVD Double Layer Brenner
    • 1280 MB NVIDIA® GeForce® GTX 570
    • Gigabyte GA-H67MA-USB3-B3 Mainboard

    Zum Vergleich mal, woraus so ein Computer überhaupt besteht im Regelfall:

    Spoiler: 

    • CPU + CPU-Kühler
    • Mainboard
    • Arbeitsspeicher
    • Grafikkarte
    • Festplatte
    • Laufwerk
    • Netzteil
    • Gehäuse

    Es fällt sofort auf, da oben fehlt ja was. Es wird kein CPU-Kühler genannt, kein Netzteil und das Gehäuse wird auch nicht bezeichnet.

    Weiterhin fehlt ein Großteil der tatsächlichen Produktbezeichnungen und viele Herstellernamen. Man kauft die Katze im Sack.

    Schlechte Angebote erkennen
    Oben wurde ja schon mal kurz darauf eingegangen. Kommen wir jetzt mal zu den Möglichkeiten, ein schwammiges Fertig-PC Angebot zu erkennen.

    [1] Unvollständige Liste der Komponenten (s.O.)
    [2] Keine oder mangelnde Herstellerbezeichnungen
    [3] Fehlende Produktbezeichnungen insbesondere für Mainboard, Arbeitsspeicher, Festplatte, Netzteil
    [4] Aufdringliches Werben mit Zusatzattributen wie "Ultra Gaming" und "High-End"
    [5] Vorinstallierte Wasserkühlung


    Erläuterung der einzelnen Punkte
    Zu Punkt [1]:

    Spoiler: 

    Viele Vertreiber geizen ganz bewußt an der vollständigen Auflistung der Komponenten, um einen Vergleich zu erschweren. Da werden gerade so wichtige Dinge wie das Netzteil mit voller Absicht nicht aufgelistet. Reiner Kundenfang.

    Zu Punkt [2]:

    Spoiler: 

    Hier kann man es gut mit Mode vergleichen. Eine Markenjeans ist zwar teurer, taugt aber in der Regel auch mehr als das 5€ Pendant aus dem örtlichen Discounter. Auch bei Computerhardware gibt es zahlreiche billig Hersteller, dort ist es halt nicht der verwendete Stoff sondern die verwendete Elektronik. Viele Vertreiber "sichern" sich mittlerweile gegen Nachfragen ab, in dem sie irgendwo eine wahllose Liste erstellen mit zich Anbietern von z.B. Arbeitsspeicher, den sie verbauen würden. Da sind dann qualitativ hochwertige bei aber auch der typische Schrott. Vermutlich kriegt man immer letzteres.

    Zu Punkt [3]:

    Spoiler: 

    Das ist ein Punkt, der besonders störend ist. In dem Angebot von oben stehen kaum Bezeichnungen. Sehr beliebt ist auch "P67 Mainboard mit 7.1 Audio und 1GB LAN". Toll - von wem und was für eine Version überhaupt? 7.1 hat sowieso so gut wie alles und 1GB LAN genau so. Es gibt hunderte verschiedene Mainboards mit dem P67 Chipsatz. Ist ein bisschen wie Lotto spielen. Entweder man gewinnt und kriegt wirklich etwas das taugt, oder man verliert und erhält eine stark abgespeckte Version wo massiv an den Features gespart worden ist (S-ATA III, USB 3.0, Kühlung etc.). Das gleiche kann man auch auf das Laufwerk und die Festplatte beziehen - 20x DVD Double Layer Brenner kann auch aus dem letzten Jahrzehnt stammen. Die sind langsam, laut und mögen z.B. keine günstigen Rohlinge. Das selbe auch für die Festplatte - man weiß nie was dahinter steckt. Es gibt gute wie schlechte Festplatten, ohne genaue Bezeichnung kann man aber schlecht schauen ob die Festplattenserie z.B. massiv von Ausfällen betroffen ist (vor einiger Zeit hatte die Samsung SpinPoint F1 Serie sehr stark mit Ausfällen etc. zu kämpfen - und sowas möchte man doch nicht wirklich in seinem PC haben).

    Zu Punkt [4]:

    Spoiler: 

    Aufdringliches Werben gehört ja mittlerweile zum Geschäft, aber mittlerweile wird auch garantiert nicht Spiele taugliche Hardware als "High-End Gaming" bezeichnet. Lasst euch von solchen Ausschmückungen nicht blenden! Auch wird viel zu oft veraltete Hardware so bezeichnet mit der vollen Absicht das Zeug endlich loszuwerden.

    Zu Punkt [5]:

    Spoiler: 

    Wasserkühlung hört sich immer toll an. Dumm nur, das eine vernünftige Wasserkühlung mal gut mehrere hundert Euros kosten kann. Die meisten Vertreiber schreiben mittlerweile auch ganz dreist "Wasserkühlung" obwohl lediglich die CPU mit einem Fertig-System von Corsair o.Ä. gekühlt wird. Auch wird massivst an den Komponenten gespart - gerade was Pumpe, Kühlblöcke und Verschlüsse angeht. Die Wartung einer Wasserkühlung ist Zeitintensiv und bedarf regelmäßiger Kontrolle - der Laie hat da gar keine Ahnung von und wundert sich am Ende nur das alles unter Wasser steht. Lasst die Finger weg von sowas.



    AMD, Intel - AMD, Nvidia

    Man hat die Qual der Wahl - ein AMD System oder ein Intel System, eine AMD Grafikkarte oder eine Nvidia Grafikkarte. Klar ist: Pauschal kann man gar nichts sagen. Der Anwendungsbereich ist wichtig, das Budget, die benötigten Features.

    Zum Beispiel unterstützen nur Nvidia Grafikkarten PhysX sowie CUDA. Wer darauf angewiesen ist, gerade CUDA ist im Multimedia Bereich präsent, greift in der Regel auf Nvidia zurück.

    Zum spielen geben sich beide nicht viel, wobei aktuell (Stand Januar 2012) AMD die Nase vorne hat was Preis-/Leistung angeht.

    Für CPUs gilt das gleiche - der Anwendungsbereich ist wichtig. Die Bulldozer CPUs, die aktuelle AMD Reihe, ist nicht wirklich der Brüller und Intel legt ordentlich nach. Intel hat hier derzeitig (Stand Ende Dezember 2011) einen leichten Vorteil im Spielebereich, für HTPC und Co sowie Multimedia kann aber auch AMD wieder die Nase vorne haben - eben je nach dem was man macht.

    Pauschalisieren kann man nicht. Natürlich gibt es immer Anhänger für alle 3 Seiten, die vehement ihre Meinung verteidigen. Wenn du dazu gehörst, ist das nicht schlimm, aber deine Wahl sollte nicht alzu absurd sein. Ab und an über den Tellerrand schauen eröffnet einem ganz neue Welten!

    PhysX und CUDA
    Es wird immer wieder argumentiert, dass Nvidia Grafikkarten doch PhysX beherrschen. PhysX dient vorrangig zur Berechnung physikalischer Effekte. Als PhysX bezeichnet man einen speziellen Prozessor zur Physikbeschleunigung oder auch PPU/Physics Processing Unit. Damals noch von Ageia als zusätzliche Erweiterungskarte vertrieben, hat sich Nvidia das ganze 2008 unter den Nagel gerissen und teilt auch nicht mit AMD um die alleinige Vorherschaft zu behalten.

    Es gibt aber nur wenig Titel die überhaupt PhysX unterstützen! Im Grunde ist es ein nettes Feature, aber mehr auch nicht. Die aktuelle Liste unterstützter Titel kann jederzeit auf der offiziellen Website eingesehen werden.

    Ein weiteres Argument was Pro Nvidia immer aufgeführt wird ist CUDA (Compute Unified Device Architecture). CUDA dient grob beschrieben dazu, die CPU zu entlasten. Das ganze ist für den Multimedia Bereich sehr interessant - bei Nutzung von Adobes Photoshop CS 4 und höher zum Beispiel können so Filtervorgänge beschleunigt werden. CUDA ist auch für die SETI@home Projekte sehr interessant. Um mal Wikipedia zu zitieren: "Allgemein lässt es sich dort effizient anwenden, wo Algorithmen hoch parallelisiert werden können."

    Als entsprechendes CUDA Pendant sollte man sich auch mal mit OpenCL befassen, was ebenso sehr oft unterstützt wird - und die reine nVidia Beschränkung so aufhebt.
    Geändert von Fhynn (16. 02. 2012 um 11:53 Uhr)

  9. #9
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    Standard Mainboard


    Mainboard

    Umgangssprachlich auch als MB, Mobo, Board bezeichnet oder schlicht unter dem Namen Hauptplatine bekannt, stellt das Mainboard im Grunde die Verknüpfung eurer Komponenten dar. Alles wird mit dem Mainboard verknüpft - egal ob Festplatten, Laufwerke, ob CPU oder Grafikkarte.

    Wichtig für die Mainboard Auswahl sind verschiedene Faktoren, was für einen wichtig ist, sollte dann allerdings jeder selber herausfinden sollen.

    Schnittstellen
    Ein aktuelles BackPanel eines Mainboards sieht im heutigen Computerzeitalter ungefähr so aus:



    Allerdings kann das je nach Mainboard auch wieder ganz anders aussehen - zum Beispiel noch mit DVI Ausgang bei Mainboards mit integrierter Grafikeinheit etc.

    Das, was so am gängisten ist:

    Spoiler: 

    • PS/2 Anschlüsse: Vor gefühlten Jahrzehnten die normale Anschlussart für Mäuse und Tastaturen, mittlerweile abgelöst durch den USB Standard. In der von Intel und Microsoft festgelegten Hardwarespezifikation PC99 wurde mal festgelegt das grün für die Maus und violett für die Tastatur ist.
    • Optischer S/PDIF out für die elektronisch/optische Übertragung digitaler Stereo-Audiosignale.
    • Bluetooth Modul für die Übertragung von Daten mit einem Bluetooth fähigem Endgerät
    • Infrarot / IrDa Schnittstelle für die Übertragung von Daten mit einem IrDa fähigem Endgerät
    • eSATA
    • USB 2.0 - der alte Standard, aber noch nicht vollkommen verdrängt. Kompatibel zu USB 3.0 Endgeräten.
    • USB 3.0 - 2008 vorgestellt und mittlerweile weitestgehend Standard. USB 2.0 Endgeräte können problemlos angeschlossen werden.
    • LAN / RJ45 - die Netzwerkschnittstelle
    • Audio Connectors, mittlerweile zu großen Teilen 5.1 oder gar 7.1 fähig


    Bei integrierten Grafikeinheiten kommt in der Regel noch folgendes hinzu (und es wird aus Platzgründen zumeist auf S/PDIF, USB, Bluetooth/IrDa und eSATA verzichtet):

    Spoiler: 

    • VGA Schnittstelle zur analogen Bildübertragung zwischen Grafikkarte und Anzeigegerät.
    • DVI (Digital Visual Interface) Schnittstelle zur Übertragung von Videodaten.
    • HDMI (High Definition Multimedia Interface) Schnittstelle zur volldigitalen Übertragung von Audio- und Videodaten.


    CPU Sockel
    In den Sockel kommt eure CPU - und je nach CPU braucht man einen anderen Sockel. Es gibt mittlerweile unzählige, teilweise Auf- oder Abwärtskompatibel, teilweise schon sehr alt.



    Die derzeitig aktuellen in der Übersicht:

    AMD:

    Spoiler: 

    • Sockel FM1 - Die Besonderheit ist, dass die NorthBridge auf dem Mainboard wegfällt, da in der CPU integriert. Der FM1 ist ein Sockel für eine CPU mit integrierter Grafikeinheit und erst im Sommer 2011 erschienen.
    • Sockel AM3+ ist eine Modifikation des AM3 Sockels und speziell für die Verwendung der Bulldozer CPUs entwickelt worden


    Intel:

    Spoiler: 

    • Sockel 2011 - Der neuste Streich von Intel, zum aktuellen Stand noch nicht Serienreif, Quad-Channel für RAM. Der Nachfolger vom Sockel 1366 und für Sandy Bridge-E ausgelegt.
    • Sockel 1155 - Der derzeitig aktuelle Intel Sockel und Nachfolger von 1556 für Sandy-Bridge und Ivy Bridge.


    Chipsatz
    Um es einfach auszudrücken: Der Chipsatz unterstützt eure CPU. Je nach dem welchen Chipsatz euer Mainboard hat, bietet es diverse Funktionen. Das kann sich z.B. um SSD-Caching handeln oder um die Möglichkeit, die in CPUs integrierte Grafikeinheit anzusprechen.

    AMD Chipsatz Übersicht:

    Spoiler: 


    • A55 - Sockel FM1, abgespeckter A75, USB 2.0 / S-ATA 3Gb/s, rest nur über dedizierten Chip, nur Crossfire.
    • A75 - Sockel FM1, mit USB 3.0 und S-ATA 6Gb/s, nur Crossfire.
    • 990FX - AM3+, S-ATA 6Gb/s, USB 3.0 nur über dedizierten Chip, Crossfire/SLI fähig, 2x 16 PCIe 2.0 Lanes, keine IGP. Umgelabelter 800'er Chipsatz, kein Unterschied bis auf SLI Unterstützung.
    • 990X - AM3+, S-ATA 6Gb/s, USB 3.0 nur über dedizierten Chip, Crossfire/SLI fähig, 2x 8 PCIe 2.0 Lanes, keine IGP. Umgelabelter 800'er Chipsatz, kein Unterschied bis auf SLI Unterstützung.
    • 970 - AM3+, S-ATA 6Gb/s, USB 3.0 nur über dedizierten Chip, Crossfire/SLI fähig, 1x 16 PCIe 2.0 Lanes, keine IGP. Umgelabelter 800'er Chipsatz, kein Unterschied bis auf SLI Unterstützung.
    • 890FX - AM3+, S-ATA 6Gb/s, USB 3.0 nur über dedizierten Chip, Crossfire fähig, 2x 16 PCIe 2.0 Lanes, keine IGP.
    • 890GX - AM3+, S-ATA 6Gb/s, USB 3.0 nur über dedizierten Chip, Crossfire fähig, 2x 8 PCIe 2.0 Lanes, HD4290 als onBoard IGP.
    • 880G - AM3+, S-ATA 6Gb/s, USB 3.0 nur über dedizierten Chip, Crossfire fähig, 2x 8 PCIe 2.0 Lanes, HD4250 als onBoard IGP.




    Intel Chipsatz Übersicht:

    Spoiler: 


    • X79 - Sockel 2011, Quad-Channel RAM, Crossfire und SLI, S-ATA 6Gb/s und USB 3.0.
    • B65 - Konzipiert für den OEM-Desktop Markt. Uninteressant für den normalen Anwender.
    • H61 - Konzipiert für den Low-End-Desktop Markt, kann integrierte Grafikeinheiten ansprechen, nur 2 RAM Slots. Kein Übertakten über freien Multiplikator möglich. S-ATA 6Gb/s nur über dedizierten Chip möglich.
    • H67 - Konzipiert für den Mainstream-Desktop Bereich, kann integrierte Grafikeinheiten ansprechen. Kein Übertakten über freien Multiplikator möglich.
    • Q67 - Für den Buisness-Desktop Bereich konzipiert. Uninteressant für den normalen Anwender.
    • P67 - Konzipiert für den Performance-Desktop Bereich mit USB 3.0, S-ATA 6Gb/s. Integrierte Grafikeinheit nicht ansprechbar, Übertakten über freien Multiplikator problemlos möglich.
    • Z68 - Konzipiert für den Performance-Desktop Bereich. Vereint P67 und H67, unterstützt demnach auch das ansprechen der integrierten Grafikeinheit und das Übertakten über den freien Multiplikator. Besonderheit des Z68 Chipsatzes ist das SSD-Caching.



    SSD-Caching
    Durch den neuen Z68 Chipsatz von Intel kommt immer häufiger die Frage nach dem SSD Caching.

    Das Prinzip:
    Die SSD wird als HDD Cache genutzt, um die Schreib-/Lesegeschwindigkeiten einer langsameren HDD zu beschleunigen. Maximal zugelassen sind 60GB SSDs, wobei man natürlich auch größere SSDs partionieren kann. Ob einem das sinnvoll erscheint oder nicht, muss jeder selber entscheiden. Da wirklich große SSDs (~500GB) preislich noch lange nicht erschwinglich sind, bietet das SSD-Caching einen netten Kompromis. Oft verwendete Daten werden praktisch automatisch auf der SSD abgelegt (gecached) und so Start-/Ladezeiten verringert. Das ganze läuft vollautomatisch und es wird selbstständig entschieden nach Häufigkeit der Nutzung etwaiger Anwendungen was auf die SSD kommt und was nicht.

    Da man zum SSD-Caching derzeitig noch auf Intel Mainboards (speziell den Z68 Chipsatz) angewiesen ist, stehen immer mehr Softwarebasierte Lösungen in den Startlöchern. Bisher hat sich das Konzept noch nicht bewiesen, ist aber durchaus eine Beobachtung wert.

    UEFI
    UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) ist der Nachfolger vom normalen BIOS und legt den Fokus auf 64-Bit Systeme. UEFI ist angenehmer zu bedienen, Systemfestplatten mit 2TB oder größer sind bootbar, allgemein bietet UEFI eine irre Masse an Speicherunterstützung - theoretisch sind 8,8 Millionen TB möglich. Die Initialisierung von CPU, Chipsatz und RAM läuft parallel und nicht wie beim BIOS hintereinander - dadurch läuft der Bootvorgang schneller ab. Auch gibt es eine Mausunterstützung und eine grafische Oberfläche. Ebenfalls enthalten sein können Netzwerktreiber womit ein Online updaten möglich wird. Im Endeffekt gibt es keinen Grund, bei einer Neuanschaffung auf UEFI zu verzichten.

    Vorschläge

    Spoiler: 

    Es wird lediglich auf AM3+, FM und 1155 Bezug genommen. 2011 ist noch nicht wirklich interessant und wird daher nicht berücksichtigt. Die jeweiligen Informationen zu den Chipsätzen sind dem oberen Part zu entnehmen.

    Sockel 1155:
    ASUS P8Z68-V
    ASUS P8H67
    ASUS P8P67

    MSI Z68A-GD55
    ASRock Z68 Pro3 - Achtung bzgl. Garantie/Gewährleistung

    Sockel AM3+:
    ASUS M5A97 u.U. BIOS-Update notwendig, bevor FX- CPUs erkannt werden!
    Geändert von Fhynn (31. 01. 2012 um 08:40 Uhr)

  10. #10
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    Standard CPU (Central Processing Unit)


    CPU
    eben der Grafikkarte ist die CPU die in Sachen Leistung ausschlaggebendste Komponente. Man kann die CPU mit dem Motor eines Autos vergleichen: Ist der Motor schlecht, fährt das Auto lahm und hat einen hohen Verbrauch. Viele Spiele sind mittlerweile sehr CPU lastig. Eine sinnvolle Kombination aus CPU und Grafikkarte ist notwendig, damit es nicht zu einem Flaschenhalssystem kommt und eine der Komponenten ihre Leistung nicht voll ausschöpfen kann.

    Mehrkernprozessoren
    Oberflächlich unterscheidet man Prozessoren nach der Anzahl der Kerne. Hierbei gibt es 6 verschiedene Arten, die da wären:

    Single-Core, ein 1-Kern Prozessor - Stromsparend, wenig Abwärme, geeignet für z.B. Fileserver oder HTPCs.
    Dual-Core, ein 2-Kern Prozessor - Gute Wahl für Büro-/Officerechner.
    Triple-Core, ein 3-Kern Prozessor - AMD vorbehalten und nur bedingt einzuordnen.
    Quad-Core, ein 4-Kern Prozessor - Standardwahl für Spieler sowie Multimedia orientierte PCs.
    Hexa-Core, ein 6-Kern Prozessor - Ebenfalls für Spieler sowie Multimedia.
    Octa-Core, ein 8-Kern Prozessor - Die AMD Prozessoren sind leider nur bedingt zum spielen geeignet, dafür sehr gut geeignet für Multi-Core Optimierte Multimedia Anwendungen.

    Grundsätzlich: 4 Kerne reichen derzeitig voll und ganz zum spielen, da noch immer nicht alles auf Multi-Core optimiert ist.

    Es gibt je nach Architektur allerdings gravierende Unterschiede.

    4 x 3.00GHz = 12GHz
    Auf diversen Online-Portalen werden in Auktionen etc. noch immer CPUs mit 12GHz o.Ä. beworben. Das ist eine Falschaussage - 4 x 3.00GHz sind keine 12GHz. Die 3.00GHz stehen dafür, dass die CPU 3.000.000x pro Sekunde einen Stromstoß bekommt, wobei jedes mal eine Rechenoperation durchgeführt wird.

    Ein kleines Beispiel:
    2 Städte werden mit 4 Bahngleisen (Quad-Core) anstelle von einem (Single-Core) Bahngleis verbunden. Jeder Zug fährt gleich schnell, egal wie viele Gleise es gibt. Allerdings können eben 4 Züge parallel fahren. Dazu müssen die jeweiligen Anwendungen Mehrkernoptimiert sein, dann bekommt jeder Kern einen anderen Teil der zu leistenden Arbeit zugewiesen.

    Boxed oder Tray
    Als Boxed CPU bezeichnet man CPUs, denen ein Kühler beiliegt. Tray CPUs sind nackt und kommen 'ohne' Verpackung - dort gebrauchte Ware, die zurückgegangen ist, zu bekommen ist übrigens recht hoch. Tray CPUs kaufen sollte man vermeiden, da die Garantiezeit stark reduziert ist. Mittlerweile sind Tray CPUs auch meist teurer als die entsprechenden Boxed Varianten, dass war gerade zu Sockel 775 Zeiten nicht immer so.

    Multiplikator
    Ein frei wählbarer Multiplikator ermöglicht das unkomplizierte Übertakten (Anheben des Taktes) der CPU. Die entsprechenden Intel CPUs sind mit einem 'k' gekennzeichnet, die AMD FX-Modelle verfügen alle über einen freien Multiplikator. Mehr dazu auch unter Übertakten / Overclocking.

    Vt-d, TXT, EIST, Turbo Boost, Hyper-Threading
    Das sind nur einige der aktuell populären CPU Features.

    Vt-d oder auch Intel Virtualization Technology for Directed I/O ist interessant, wenn man mit Virtualisierungen arbeitet. So etwas wie DMA für virtuelle Maschinen, bringt einen enormen Performance-Schub bei Virtualisierung (was den XP-Modus von Windows 7 übrigens mit einschließt!). Für Spieler eher uninteressant.

    TXT oder auch Trusted Execution Technology ist ein Sicherheitsfeature, was mit Windows 8 an Bedeutung gewinnt. Es schützt u.A. vor Viren im Bootsektor.

    EIST oder auch Enhanced Intel SpeedStep Technology ist eine Energiesparfunktion. Im Idle Zustand wird so der Takt reduziert und die Spannung gesenkt. Das entsprechende AMD Pendant heißt Cool'n'Quiet.

    Turbo Boost ist eine Art automatisches Übertakten der CPU, je nach Bedarf. Turbo Boost erlaubt die dynamische Erhöhung des CPU Taktes. Das entsprechende AMD Pendant heißt Turbo Core.

    Hyper-Threading, abgekürzt mit HT bzw. HTT, ermöglicht der CPU das bearbeiten mehrerer Threads parallel. Als Thread wird ein Strang eines Programmes bezeichnet, welcher sich einfach ausgliedern lässt und parallel zu anderen Strängen bearbeiten lässt. Dabei spart man u.A. Zeit, Speicher und Ressourcen.

    Durch das Bearbeiten mehrerer Threads parallel steigt die Bearbeitungsgeschwindigkeit.
    Als kleines Beispiel z.B. das rendern von Bildern. Thread 1 rendert das Bild oben, Thread 2 unten.

    HTT ist im Spielebereich so gut wie uninteressant, da die Implementierung zu aufwendig ist. Im Multimedia Bereich dagegen ist es umso wichtiger.

    Grafikeinheiten
    Viele der aktuell auf dem Markt verfügbaren CPUs verfügen über eine integrierte Grafikeinheit. Das ist gerade für nicht-Spieler interessant oder für Leute, die nur wenig spielen und auf volle Details auf maximaler Auflösung verzichten können.
    Die in der CPU integrierte Grafikeinheit löst die altbekannte IGP (onBoard Grafikkarte) auf dem Mainboard ab - und macht sich dabei nicht mal so schlecht. Ein Intel Core i5-2500K beinhaltet eine HD Graphics 3000, welche Leistungstechnisch etwa gleichauf mit der AMD HD 5450 ist. Das reicht zum spielen auf geringen Auflösungen mit wenigen Details problemlos aus.
    Die stärkste AMD Grafiklösung wäre die Radeon HD 6550D, welche z.B. im AMD A-Series A8-3850 zu finden ist. AMD selber nennt die integrierten Grafikeinheiten auch APU (Accelerated Processing Unit). Die HD 6550D ist um ein vielfaches stärker als die HD Graphics 3000!

    Vorschläge

    Spoiler: 

    Die AMD Prozessoren sind nur bedingt Spieletauglich und sollten maximal in Erwägung gezogen werden, wenn es Budgetmässig gar nicht anders hinhaut. Im Multimedia Bereich ist alleridngs je nach Anwendungsbereich (wird HTT unterstützt?) ein aktueller AMD FX- eine gute Wahl!

    AMD Spielen und Multimedia:
    AMD FX-Series FX-4100, 4x 3.60GHz, boxed - Je nach Einstellungen bis zu 40% langsamer in Spielen als der Intel Core i5-2500, allerdings vom Preis sehr attraktiv.
    AMD FX-Series FX-6100, 6x 3.30GHz, boxed - Ebenfalls je nach Einstellungen etwas langsamer als der Intel Core i5-2500.
    AMD FX-Series FX-8150, 8x 3.60GHz, boxed - Gut geeignet für aufwendige Multimedia Sachen die stark Multi-Core optimiert sind.

    Intel Spielen und Multimedia:
    Intel Core i5-2500, 4x 3.30GHz, boxed / 2500k - bietet das beste Preis-/Leistungsverhältnis und ist perfekt zum spielen geeignet.
    Intel Core i7-2600, 4x 3.40GHz, boxed / 2600k - Unterstützt HTT und ist daher im Multimedia Bereich eine sehr gute Wahl.

    AMD Fusion, integrierte Grafikeinheit, Office und Gelegenheitsspieler:
    AMD A-Series A4-3400, 2x 2.70GHz, boxed - Das kleinste Model, vollkommen ausreichend für Office & Co. Integrierte Grafikeinheit ist eine HD6410D.
    AMD A-Series A6-3500, 3x 2.10GHz, boxed - Drei Kern CPU mit HD 6530D, Mittelding zwischen A8-3850 und A4-3500.
    AMD A-Series A8-3850, 4x 2.90GHz, boxed - Integrierte HD6550D, sehr gut zum gelegentlichen Spielen geeignet.

    Intel, integrierte Grafikeinheit, Office und Gelegenheitsspieler:
    Intel Core i3-2105, 2x 3.10GHz, boxed - Integriert eine HD Graphics 3000.
    Geändert von Fhynn (31. 01. 2012 um 08:40 Uhr)

  11. #11
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    Arbeitsspeicher

    Arbeitsspeicher wird auch RAM (Random-Access Memory) genannt und dient als Informations-Speicher. RAM ist flüchtig - dh. alle darin enthaltenen Informationen sind nach dem herunterfahren / einer Unterbrechung der Stromzufuhr weg. RAM dient als Zwischenspeicher von z.B. gerade laufenden Anwendungen.

    Taktraten
    Es ist mehr oder weniger vollkommen egal, ob man 1333MHz RAM nimmt oder 2133MHz RAM. Der Unterschied ist, wenn überhaupt einer vorhanden ist, absolut gering. Eine Ausnahme bildet hier AMD Fusion, wo man eine Leistungssteigerung von bis zu 20% erreichen kann, sofern man 1866MHz RAM anstelle von 1333MHz RAM wählt. Allerdings ist 1866MHz preislich nicht sehr attraktiv, 1600 tut's genau so. Für den Rest ist es vollkommen unerheblich und nur zum Benchen/Übertakten interessant. Im Grunde reicht das günstige 1333MHz Kit.

    Latenzen
    Angegeben wird die Latenz wie folgt : CAS-tRCD-tRP-tRAS (Beispiel: CL7-9-7-21)

    CAS = Column Access Strobe - Latency (CL):
    Gibt an, wie viele Taktzyklen der Speicher benötigt, um Daten bereitzustellen. Niedrigere Werte bedeuten höhere Speicherleistung.
    tRCD = RAS to CAS Delay:
    Dabei wird über die Abtastsignale „Spalten“ und „Zeilen“ eine bestimmte Speicherzelle lokalisiert, ihr Inhalt kann dann bearbeitet werden (Auslesen/Beschreiben). Zwischen der Abfrage „Zeile“ und der Abfrage „Spalte“ befindet sich eine festgelegte Verzögerung ⇒ Delay. Niedrigere Werte bedeuten höhere Speicherleistung.
    RAS = Row Access Strobe - Precharge Delay (tRP):
    Bezeichnet die Zeit, die der Speicher benötigt, um den geforderten Spannungszustand zu liefern. Erst nach Erreichen des gewünschten Ladezustandes kann das RAS-Signal gesendet werden. Niedrigere Werte bedeuten höhere Speicherleistung.
    tRAS = Row-Active-Time:
    Erlaubte Neuzugriffe nach festgelegter Anzahl von Taktzyklen, setzt sich rein rechnerisch aus CAS + tRP + Sicherheit zusammen.

    Single-, Dual-, Triple- und Quad-Channel
    Als 'X'-Channel Betrieb wird die Fähigkeit des Speichercontrollers bezeichnet, Speichermodule mit gleicher Kapazität parallel zu betreiben und so eine höhere Datentransferleistung zu erzielen.
    Hierbei nutzt der Speichercontroller des Mainboards seperate Busse zu dein einzelnen Modulen. Die Farben der RAM Slots auf dem Mainboard geben Ausschluss darüber, wie der RAM eingesetzt werden muss um den jeweiligen Channel Modus zu aktivieren. Nutzt man 2 Riegel und hat 4 Slots, davon 2 blau und 2 weiß, packt man die 2 Riegel jeweils in 2x blau oder 2x weiß. Nutzt man weiß und blau mit je 1 Riegel, gewinnt man diese Leistungssteigerung nicht. Genauen Aufschluss darüber bieten aber auch die jeweiligen Handbücher der Mainboards.
    Aktuell verbreitet ist der Dual Channel Modus, Triple Channel kam bisher nur beim Sockel 1366 (Intel) zum Einsatz. Die neuen Sockel 2011 (Intel) Mainboards unterstützen als erste Boards im Consumer Bereich Quad Channel.
    Beim Dual Channel Modus sind keine 2 baugleichen Module notwendig, lediglich die Kapazität beider Speicherriegel muss identisch sein. Sollte man Dual Channel mit insgesamt 4 Modulen betreiben wollen, ist auch ein Mischbetrieb aus 2 verschiedenen Größen möglich, beispielsweise 2x 512MB in blau und 2x 1GB in weiß (also 3GB Gesamtkapazität). Um Stabilität und Geschwindigkeit zu optimieren, bietet es sich aber an jeweils identische Module zu nutzen mit ebenfalls identischer Geschwindigkeit, da sonst der langsame Riegel limitiert.

    Kühlkörper
    Viele Arbeitsspeicher sind mittlerweile mit Heatspreadern / Kühlkörpern versehen. Diese sollen den Arbeitsspeicher in der Theorie kühlen, in der Praxis ist der Nutzen aber fragwürdig. Überwiegend sind Heatspreader eine optische Angelegenheit oder eine kleine Hilfe, sofern man seinen RAM übertaktet. Je nach Mainboard Layout und RAM Menge kann RAM mit hohen Kühlkörpern das einbauen eines Tower-Kühlers für die CPU stark behindern oder sogar unmöglich machen.

    Mischbetrieb und Vollbestückung
    Grundsätzlich ist ein Mischbetrieb zwar nicht unmöglich, kann allerdings zu Problemen führen. Unter Mischbetrieb versteht man beispielsweise 2 RAM Riegel von Hersteller A zusammen betrieben mit 2 RAM Riegeln von Hersteller B. Sollten die RAM Riegel auch noch unterschiedliche Spezifikationen (z.B. in den Taktraten) aufweisen, gleicht sich der stärkere Riegel an den schwächeren an.

    Unter Vollbestückung versteht man das belegen aller vorhandenen RAM Slots. Das kann funktionieren, muss aber nicht. Spätestens bei so einer Überlegung wäre ein Blick in die QVL-Liste empfehlenswert.

    QVL-Listen
    Jeder Mainboardhersteller hat auf seiner jeweiligen Website eine zum Mainboard gehörige, downloadbare QVL-Liste, welche kompatible Arbeitsspeicher auflistet. Zwar sind diese Listen ein guter Richtwert, aber kein Heilsmittel. ValueSelect RAM der innerhalb der Spezifikationen läuft, funktioniert in der Regel auch wenn das Produkt nicht in der QVL-Liste verzeichnet ist.

    Vorschläge

    Spoiler: 

    Für ein normales Spielersystem reicht der Value RAM voll und ganz aus. Sollte man aus optischen Gründen auf Heatspreader zurückgreifen wollen, sollte man darauf achten das diese einem nicht den Einbau eines großen CPU-Kühlers verhindern. Die Spannung sollte nicht über 1.5V betragen. Wirklich schneller RAM (1866MHz z.B.) bringt selten Vorteile, eine Ausnahme ist AMD Fusion - die Leistung der APU kann mit entsprechend schnellem RAM um gut 20% gesteigert werden.

    Kingston ValueRAM DIMM Kit 8GB PC3-10667U CL9 - läuft sehr stabil und zuverlässig und ist vollkommen ausreichend.
    Corsair ValueSelect DIMM Kit 8GB PC3-10667U CL9 - läuft ebenfalls sehr stabil und zuverlässig.

    Corsair Vengeance blau DIMM Kit 8GB PC3-12800U CL9 - Mit Gartenzäunchen für die Optik, etwas schneller.

    Corsair Vengeance schwarz DIMM Kit 8GB PC3-14900U CL9 - Perfekt zum Zusammenspiel mit einer AMD Fusion CPU geeignet, welche von 1866MHz RAM stark profitiert.
    G.Skill RipJaws-X DIMM Kit 8GB PC3-14900U CL9 - eine Alternative zu den Corsair Vengeance, ebenfalls sehr gut geeignet für AMD Fusion.
    Geändert von Fhynn (31. 01. 2012 um 08:40 Uhr)

  12. #12
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    Grafikkarte

    Die Grafikkarte sorgt dafür das ihr auch ein Bild auf dem Monitor seht - das kann mit einer dedizierten Grafikkarte funktionieren, worauf hier eingegangen wird, oder mit integrierten Grafiklösungen (onBoard Grafikkarte vom Mainboard oder integrierte Grafikeinheit der CPU).

    Grafikspeicher und Speichergröße
    Der Grafikspeicher wird der Speicher der Grafikkarte bezeichnet. Das kann entweder abgezwackter Arbeitsspeicher sein (Shared Memory) oder es befindet sich ein entsprechendes Modul auf der Grafikkarte selber. Im Grafikspeicher werden verschiedene Dinge abgelegt - z.B. Texturdaten oder Geometriedaten. Ein Standard für Grafikspeicher ist GDDR5. GDDR4 konnte sich nie wirklich durchsetzen und GDDR3 ist lange an seine Grenzen angekommen. Low-Budget Karten sparen bevorzugt am Grafikspeicher und verbauen nur DDR3 - was sich erheblich in der Geschwindigkeit bemerkbar macht.

    Anschlüsse
    Jede Grafikkarte hat mittlerweile mehrere Anschlussmöglichkeiten für Monitore, welche genau das sind ist abhängig von der Grafikkarte. VGA Anschlüsse sucht man mittlerweile vergeblich, aktueller Standard ist DVI und auch HDMI verbreitet sich immer mehr.



    [1] HDMI (High Definition Multimedia Interface) ermöglicht eine volldigitale Übertragung von Bild- und Audiosignalen.
    [2] VGA (Video Graphics Array) überträgt ein analoges Bildsignal.
    [3] DisplayPort ebenfalls digitale Übertragung von Bildsignalen.
    [4] DVI (Digital Visual Interface) ermöglicht die Übertragung von digitalen als auch analogen Bildsignalen.

    Taktraten, Speicheranbindung
    Bei den Taktraten unterscheidet man zwischen Speicher- und Chiptakt. Die Grundregel ein höhere Takt = Mehr Leistung trifft nicht immer zu sondern sollte wenn nur auf eine Baureihe bezogen werden, aber nicht übergreifend zwischen 2 Herstellern.

    Die Speicheranbindung, auch Speicherinterface genannt, ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Die Speicheranbindung sorgt für den Durchsatz - ob ein 256 oder 128 Bit Speicherinterface ist ein nicht zu unterschätzender Unterschied. Eine Karte mit lediglich 128 Bit besitzt eben nur 128 Bahnen vom Speicher zum Chip. Das kann man sich wie eine 128 Spuren breite Autobahn vorstellen. Wenn da ein paar mehr Autos hinzukommen, gibt es einen Stau.

    Referenzdesign
    Als Referenzdesign bezeichnet man die vom jeweiligen GPU Hersteller vorgegebene bzw. vorgeschlagene Standard Ausgabe der Grafikkarte. Die diversen Publisher ändern dieses Referenzdesign häufig ab - meistens mit einer alternativen Kühllösung oder leicht erhöhten Taktraten. Ansonsten unterscheidet sich eine Karte im Referenzdesign und beispielsweise einer Direct CU II Karte meist noch im beigelegten Zubehör (wie z.B. Spielegutschein o.Ä.).

    Multi GPU Lösungen
    Realisiert mit SLI (nVidia) oder Crossfire (AMD) beschreibt ein Multi GPU System den Verbund von 2 oder mehreren Grafikkarten - oder alternativ eine einzelne Dual-GPU Grafikkarte. Das hört sich im ersten Moment ja nicht verkehrt an, 2 Grafikkarten parallel zu betreiben für die doppelte Leistung. Leider kommt im allerseltensten Fall auch wirklich die doppelte Leistung an, noch dazu gibt es zahlreiche kleine aber nervige Probleme. Wer die Überlegung anstrebt, eine Multi-GPU Lösung zu nutzen, sollte sich darüber im klaren sein das er ein starkes Netzteil, ein entsprechendes Mainboard mit den jeweiligen Funktionen und Anbindungen und eine gute Kühlung benötigt.

    Das verbreiteste Phänomen dürften wohl die Microruckler sein. Nehmen wir mal an wir haben 30 FPS. Eine einzelne Grafikkarte sollte alle 33 Sekunden ein Bild an den Monitor schicken. Also nach 33s das erste Frame, nach 66s das zweite Frame usw. Bei Multi GPU Systemen kann es aber dazu kommen, dass die Abstände zwischen den Bildern stark varrieren - dadurch entsteht der Eindruck das Bild ruckelt. Das ist kein Phänomen was zu 100% garantiert auftritt, aber wenn nervt es und abschalten geht nur in dem man sein Multi GPU Setup deaktiviert.

    High-End oder obere Mittelklasse
    Im Regelfall bietet sich der Kauf der oberen Mittelklasse eher an, als das absolute Top Produkt. Die Top Produkte sind zumeist nur unwesentlich schneller, aber da sie den Status eines Prestige Objekts haben sind die Preise weit höher. Rentabler ist es, auch in Anbetracht der Entwicklung, lieber regelmäßig (dh. ca. alle 2 Jahre) seine Grafikkarte einfach aufzurüsten. Wenn man 400€ für eine Grafikkarte ausgibt, die nach einem Jahr schon nicht mehr mithalten kann weil sie z.B. die neuste DirectX Version nicht unterstützt, ist das einfach nur ärgerlich.

    Vorschläge

    Spoiler: 

    Für die richtigen Enthusiasten ab 500€ kann man aktuell nur die HD7970 nennen, die entsprechen nVidia Pendante lassen noch auf sich warten.

    Im High-End Bereich für um die 220€ kann man auf Seiten von AMD die HD6950 empfehlen, wer das Prestige Objekt HD6970 haben will muss gut 70€ mehr ausgeben für eine marginale Leistungssteigerung.
    Das entsprechende nVidia Pendant wäre eine gleichteure GTX 560 Ti 448 Cores. Marginal besser, aber um einiges teurer wäre die GTX 570. Das Prestige Objekt ist die knapp 400€ teure GTX 580.

    In der Mittelklasse bis 200 € kann man die GTX 560 Ti nennen sowie die HD6870.

    Für den kleinen Geldbeutel wäre die HD6770 erwähnenswert für ca. 85€ oder die kleinere Variante, die HD6750 für um die 70€.
    Ein entsprechendes nVidia Pendant wäre lediglich die GTX 550 Ti, die aber nur in stark übertakteten Versionen überhaupt eine Wahlmöglichkeit sein sollte - allerdings bekommt man zu dem Preis meist schon eine HD6850!
    Geändert von Fhynn (31. 01. 2012 um 08:36 Uhr)

  13. #13
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    Standard Netzteile


    Netzteil

    Das Netzteil ist im Grunde das eigentlich Herzstück eures Computers. Ohne geht nichts. Das Netzteil ist für eure komplette Stromversorgung zu ständig - und genau deswegen auch so wichtig. Viele unterschätzen einfach die Wichtigkeit eines ordentlichen Netzteils. Das heißt keineswegs, das man die Hälfte seines 500€ Budgets in die Stromversorgung pumpen soll, aber eben das man auch keinen billig Schrott kauft.

    400W sind 400W! Oder nicht?
    Großer Irrtum - 400W sind eben nicht 400W. Gerade billig Hersteller, die ihre Produkte dann für 15€ verticken, sparen an allem was nur geht. Da steht dann zwar 400W drauf, rauskommen tun mit Glück auch 400W, allerdings kann das Netzteil diese 400W eben nicht stabil auf dauer bereitstellen. Die Gefahr das Netzteil zu überlasten ist groß, was meistens in einem hübschen Knall endet. Und mit viel Pech, aufgrund mangelnder Schutzmechanismen (so viel zu den Sparmaßnahmen an billigen Netzteilen), geht euch auch noch andere Hardware flöten.

    Schutzmechanismen
    Aktuelle Netzteile verfügen über eine Reihe von Schutzmechanismen die im Idealfall auch dann greifen wenn es notwendig ist. Eben etwas, woran gerne gespart wird. Beispielsweise ein Überspannungs-(OPP) als auch Unterspannungsschutz (UVP), ein Kurzschlussschutz. Gute Netzteile bieten sogar noch Reserven bevor es sich endgültig abschaltet. Überlastungsschutz Mechanismen sowie ein Überhitzungsschutz gehören auch zu der Basisausstattung die vorhanden sein sollte.

    Effizienz, Wirkungsgrad
    Der Wirkungsgrad ist allgemein das Verhältnis von abgegebener Leistung zu zugeführter Leistung. Die dabei entstehende Differenz von zugeführter und abgegebener Leistung bezeichnet man als Verlustleistung.
    Die nordamerikanische Initiative 80 PLUS stellt entsprechende Messprotokolle zur Verfügung und vergibt ein nettes Zertifikat in verschiedenen Abstufungen. Vorraussetzung dafür ist ein Wirkungsgrad von mindestens 80% bei den 3 gängigen Lastpunkten 20%, 50%, 100%.

    Effizienztabelle:

    Spoiler: 

    20 % 80 % 100%
    80+ 80 % 80 % 80 %
    80+ Bronze 82 % 85 % 82 %
    80+ Silber 85 % 88 % 85 %
    80+ Gold 87 % 90 % 87 %
    80+ Platin 90 % 92 % 89 %

    Kleines Beispiel:
    Unser System verbraucht so um die 200W und unser Netzteil hat eine Effizienz von 80% - also müssen 250W aus der Steckdose gezogen werden, um die 200W zu erreichen. Wenn das Netzteil jetzt 90% Effizienz hätte, wären es 222W die benötigt werden.

    Die Verlustleistungen werden in Wärme umgewandelt - ein effizientes Netzteil wandelt weniger in Wärme um, bleibt also im grunde Kühler und der Lüfter muss nicht so viel arbeiten.

    Kabelmanagement
    Ein sich immer mehr verbreitender Trend ist das Kabelmanagement oder kurz CM (Cable Management). Das äußert sich so, dass man nur die Kabel ins Netzteil steckt, die auch benötigt werden. Dadurch spart man ordentlich Platz im Gehäuse, gerade da viele Kabelstränge mit Sleeve ummantelt sind (aus Schutz- wie auch Stilgründen).



    Anschlüsse
    Ein Netzteil hat in der Regel einen 24-Pin Stromanschluss für das Mainboard. Dadurch das ältere Mainboards mit 20-Pin ausgekommen sind, ist der 24-Pin in 20+4 geteilt.
    Zusätzlich verfügen aktuelle Netzteile über einen 8-Pin Stecker für die CPU Stromversorgung, ebenfalls zweigeteilt in 4+4.
    Standard sind mittlerweile auch 2x 6-/8-Pin Stecker für die Stromversorgung der Grafikkarte, kleine Modelle haben meist nur einen 6-/8-Pin.
    Zusätzlich dazu kommen Molex Anschlüsse, in den seltensten Fällen eine Stromversorgung für ein Floppy Laufwerk und eine Menge S-ATA Stecker für Festplatten, Laufwerke etc.

    Guckt euch vorher an was ihr braucht! Es nutzt nichts, wenn ihr 5 Festplatten und ein Laufwerk habt, euer Netzteil hat aber nur 4 S-ATA Anschlüsse. Da kann man zwar mit Adaptern tricksen, aber das sorgt nur noch für mehr Kabelsalat.

    Der 4+4-Pin bzw. das Kabel der CPU Stromversorgung ist bei kleineren Modellen im 500W Bereich häufig zu kurz um es effektiv hinter dem Mainboard Tray des Gehäuses verlegen zu können, gerade wenn ihr einen Big-Tower euer eigen nennt messt das vorher aus!

    Vorschläge

    Spoiler: 

    Ein Standardvorschlag ist das be quiet! Straight Power E9 CM 480W. Die 480W reichen für so gut wie alle Systeme, wenn es sich nicht gerade um Exoten Konfigurationen mit mehreren Grafikarten handelt.
    Eine Spur günstiger, aber technisch nicht so qualitativ wie das eben genannte Netzteil wäre das be quiet! Pure Power CM 530W.
    Ohne Kabelmanagement kann man guten Gewissens das FSP Fortron/Source Aurum Gold 500W empfehlen. Eine weitere kostengünstige Lösung wäre das Antec High Current Gamer HCG-520 520W.

    Für kleinere Systeme Office PCs reichen meist weit kleinere Netzteile. Hier wären das Cougar A300 / A350 zu erwähnen und das sehr effiziente HuntKey Jumper 300G planet3dnow-Edition - welches auch einen überaus stolzen Preis hat.
    Geändert von Fhynn (31. 01. 2012 um 08:39 Uhr)

  14. #14
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    Standard Festplatten und SSDs


    Festplatten, HDDs

    Die Festplatte oder auch HDD (Hard Disk Drive), ein magnetisches Speichermedium, ist euer - für das Betriebssystem, die Anwendungen, eure Dateien. Handelsübliche Festplatten unterscheiden sich in ihrer Bauform, ihrer Geschwindigkeit, ihren Stromsparmechanismen, Zugriffszeiten, Cachegröße und in der Anschlussart. Daher folgt hier eine kurze, knappe Erklärung zu den einzelnen Abschnitten um eine grobe Übersicht zu gewähren.

    Bauformen
    3,5" Standardgröße für Desktop PCs
    2,5" Standardgröße für Notebooks
    1,8" Sub-Notebooks und MP3 Player

    Anschlussarten
    PATA/IDE 1989. Mittlerweile veraltet und nicht mehr zur Weiternutzung zu empfehlen.
    Serial ATA 1.5 Gbit/s 2002. Datendurchsatz theoretisch 150 MByte/s pro Richtung.
    Serial ATA 3.0 Gbit/s 2005. Datendurchsatz theoretisch 300 MByte/s. HotSwap.
    Serial ATA 6.0 Gbit/s 2009. Datendurchsatz theoretisch 600 MByte/s.

    Zur Veranschaulichung: Eine Seagate Barracuda XT 7200.12 schafft gerade mal 138 MB/s. Serial ATA 6.0 Gbit/s ist sehr für SSDs interessant, normale Festplatten sind zwar mittlerweile auch stark vertreten, können die theoretisch möglichen 600 MByte/s nicht ansatzweise ausreizen.
    HotSwap bezeichnet den Wechsel von S-ATA Geräten im laufenden Betrieb, so z.B. über Festplatten Wechselrahmen.

    Drehzahl oder auch U/Min.
    5.400 U/Min. Stromsparen Festplatten
    7.200 U/Min. Standardwert
    10.000 U/Min. Exotische Datenträger

    Die Drehzahl wird in rpm (rounds per minute) angegeben oder einfach per U/Min. Grundsätzlich:
    Mehr Umdrehungen pro Minute > schneller > lauter > mehr Stromverbrauch > mehr Abwärme.

    Speicherplatz
    Hersteller berechnen nach SI-Einheiten, demnach sind 1 GB genau 1.000.000.000 Byte. Unser Betriebssystem rechnet aber binär, dort sind 2^10 Byte = 1024 Byte = 1 KiBiByte, welche aus Kompatiblitätsgründen aber mit KB bezeichnet werden. Im Grunde ist das vom OS als GB bezeichnete eigentlich ein GiBiByte. Um auf den exakten Wert zu kommen, muss man den angegebenen Speicherwert der Festplatte mit 1,074 dividieren, dann errechnet man das exakte Speichervolumen.

    Als Herstellerangabe die SI-Einheit: 500 GigaByte = 160 * 1000^3 Byte = 500.000.000.000 Byte. Im Betriebssystem: 500.000.000.000 Byte / 1024^3 = 465,66 GiBiByte (GB) die nutzbar sind.

    Die Standardgröße liegt aktuell zwischen 500 GB und 1 TB. Eine normale MP3 mit ca. 3:30 Minuten Laufzeit belegt je nach Qualität um die 5 MB. Seit 2011 sind die ersten 4 TB Festplatten in kleinen Stückzahlen verfügbar. Einige Festplatten die größer als 3 TB sind, benötigen ein UEFI BIOS um die HDDs ansprechen zu können.

    Hinweise zu Festplattenpreisen
    2011 ereignete sich, wie wohl jeder mitbekommen haben sollte, eine große Flutkatastrophe in Thailand. Der Großteil der Hersteller von Festplatten ist dort angesiedelt. Es wurden einige Fabriken durch Überschwemmungen zerstört und es folte eine massive Lieferknappheit, die noch immer nicht auskuriert ist. Dadurch sinken die Festplatten von kurzfristig über 200€ ganz langsam wieder auf ihren normalen Preis zurück. Vor der Überschwemmung waren ca. 50 € für eine 1 TB Festplatte ein guter Preis.

    Stromsparen und ECO
    Die als "ECO" oder "Green" bezeichneten Festplatten sind Stromsparmodelle, die sich mitunter je nach Modell selber in der Geschwindigkeit regulieren und allgemein in der Regel nur 5.400 U/Min. haben. Diese kann man getrost als Datenspeicher für Medien nutzen, aber für Anwendungen (Betriebssystem, Spiele, Multimediasoftware u.Ä.) sollte man doch eher auf die üblichen 7.200 U/Min. HDDs zurückgreifen.

    Vorschläge

    Spoiler: 

    Als Systemfestplatte bietet sich die Western Digital Caviar Blue 500GB, SATA 6Gb/s an, wahlweise gibt es die natürlich auch mit 1.000GB. Auch von Samsung gibt es etwas mit 6GB/s - nämlich die Samsung Spinpoint F3 500GB, SATA 6Gb/s / 1.000GB. Schließlich gibt es noch die Seagate Festplatten, die da wären Seagate Barracuda 7200 500GB, SATA 6Gb/s / 1.000GB.



    SSD: Solide State Disk

    SSDs sind gänzlich anders aufgebaut als HDDs. Die Hauptmerkmale sind wohl die Geschwindigkeiten, die Lautlosigkeit und die weit weniger ausgeprägte Stoßanfälligkeit im Gegensatz zu herkömmlichen HDDs.

    Controller
    Es gibt mittlerweile eine scheinbar unüberschaubare Masse an verschiedenen SSDs, die zwar alle gleich aussehen, aber sich teilweise gravierend unterscheiden.

    Eine Übersicht welcher Controller von welcher SSD genutzt wird, findet man unter anderem hier.

    BSOD, Datenverlust und Co
    Obwohl es die SSDs jetzt schon einige Jahre gibt, sind sie noch nicht lange Massentauglich. Das äußert sich auch in vielen Kinderkrankheiten die sich beispielsweise im Datenverlust äußern, die SSD wird nicht mehr erkannt oder im berüchtigten BSOD. Permanetes einfrieren vom Rechner, Bluescreens soweit das Auge reicht. Meistens reicht ein einfaches Firmware Update um die SSD wieder lauffähig zu bekommen, etwas das man auch konsequent machen sollte, gerade wenn man eine fehleranfällige Baureihe erwischt hat.

    Warum bei den Problemen überhaupt eine SSD?
    Weil der Geschwindigkeitsvorteil einfach wahnsinn ist. Nutzt man SSD Caching Funktionen des Z68 Chipsatzes beispielsweise, kann man enorm mehr Leistung herausholen. Boot- sowie Ladezeiten verkürzen sich teilweise rapide.

    Worauf noch zu achten ist
    Eine SSD niemals voll machen - immer etwas leer lassen. Als Faustwert gelten 20% freier Speicherplatz. SSDs nicht defragmentieren - das wird auch so gut wie jeder Hersteller bestätigen! Durch das Defragmentieren erzeugt man nur unnötig viel Schreibzyklen, was nicht gerade positiv für die Lebensdauer der SSD ist. Die Daten sind ganz anders angeordnet im Vergleich zu einer HDD und machen das Defragmentieren einfach unnötig.

    TRIM
    Eine SSD nutzt zur Datenspeicherung NAND-Flashzellen. In der Regel sind diese Zellen in 4 KB große Speicherseiten unterteilt, 128 Seiten werden in einem Block zusammengefasst der dann auf 512 KB kommt. Die Seiten lassen sich einzeln beschreiben. Wenn da allerdings Daten enthalten sind, müssen die gelöscht werden - löschen funktioniert aber nur in Blöcken. Direktes Überschreiben ist nicht möglich.

    Der Controller der SSD hat ein Problem: er weiß einfach nicht was weg kann und was noch benötigt wird. Wenn man etwas löscht, wird das von Windows nur im Dateisystem vermerkt. Das kriegt der Controller aber nicht mit und behält die Daten in den Zellen. Die SSD wäre ruckzuck voll - mit wunderschönem Datenmüll.

    Und dafür ist TRIM da.

    Mit Hilfe des TRIM-Befehls teilt das Betriebssystem dem Flash-Controller mit, welche Daten gelöscht werden sollen. Diese werden anschließend sofort gelöscht und blockieren keine Speicherseiten mehr. Beim nächsten Schreibvorgang können die freien Speicherseiten sofort beschrieben werden, ohne erst die alten Daten löschen zu müssen.

    Um TRIM nutzen zu können, braucht ihr Windows 7, eine TRIM fähige Firmware auf der SSD, 'n IDE- oder AHCI Controller auf dem Mainboard und TRIM fähige Treiber.

    64GB? 128GB? 256GB?
    Die Speichergröße der SSD ist insofern wichtig, das kleinere SSDs teilweise massiv langsamer sind als ihre großen Brüder. Wer sowieso Caching nutzen will, nimmt eine kleine, da maximal bis 60GB unterstützt werden - oder partitioniert seine große SSD entsprechend. Mittlerweile ist der Preisunterschied zwischen 64GB und 128GB nicht mehr so riesig - wohingegen 256GB noch recht unerschwinglich sind.

    Vorschläge

    Spoiler: 

    Empfehlenswert sind derzeitig die Crucial m4 SSD (nicht! Slim) sowie die ADATA S511 SSDs.
    Auch SSDs mit dem aktuellen SandForce SF-2281 Controller kann man hier nennen, darunter fallen zum Beispiel die Corsair Force Series 3 F (nicht alle dort aufgelisteten SSDs haben auch den 2281 Controller inne!).
    Auch die Samsung 830 Serie oder die Intel 510 Serie sind nennenswert.

    Verkehrt machen kann man wenig, wenn man auf die Aktualität guckt und sich in den jeweiligen Herstellerforen nach Firmware Updates umsieht. Eine SSD bedarf nun mal einiger Pflege. Regelmäßige Firmware Updates sind Pflicht!
    Geändert von Fhynn (12. 02. 2012 um 18:24 Uhr)

  15. #15
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    Standard Gehäuse


    Gehäuse

    Das Gehäuse ist wohl mit eine der am unterschätztesten Komponente eines Computers. Nicht umsonst gibt es zahlreiche Modder oder auch Menschen die ihre Gehäuse in mühevoller Kleinarbeit selber bauen um ein für sie stimmiges Ergebnis zu erschaffen. Das Case beinhaltet eure unter Umständen mehrere hunderte von Euros teuren Komponenten - und ist massiv an der Kühlung und Lautstärke beteiligt.

    Formfaktoren
    Es gibt verschiedene Arten von Gehäusen - die gängigsten sind der normale Midi-Tower, Big-Tower und Cube sowie Desktop Gehäuse.

    In einen Midi-Tower passen in der Regel Mainboards mit dem Formfaktor µATX und ATX.
    In einen Big-Tower passen in der Regel Mainboards mit dem Formfaktor µATX, ATX, E-ATX und XL-ATX.
    In einen Cube passen in der Regel Mainboards mit dem Formfaktor µATX und Mini-ITX.
    In ein Desktop Gehäuse passen in der Regel Mainboards mit dem Formfaktor µATX, Mini-ITX und u.U. ATX.

    Der Großteil der Mainboards für den normalen Desktop Bereich ist im Formfaktor µATX und ATX gehalten.

    Belüftungs-Optionen
    Ein nicht zu unterschätzender Punkt sind die Möglichkeiten zur Belüftung. Das Grundprinzip der Luftkühlung geht von einem mindestens 120mm großen Lüfter vorne sowie hinten aus. Eine Optimierung besteht darin, auch im Deckel oder sogar im Boden Lüfter unterzubringen im Bereich von 120mm - 140mm. Diese 2 Größen sind mit die flexibelsten und ein sehr guter Kompromiss zwischen Lautstärke und Durchsatz. 2 140mm Lüfter im Deckel sind beispielsweise einem 200mm Lüfter vorzuziehen, auch weil es sehr wenige gute 200mm Lüfter gibt.

    Gehäuse Dämmung
    Es gibt viele, auch hochklassige, Gehäuse die über eine eingebaute Dämmung verfügen. Das Innenleben ist mit Dämmmatten (meistens Bitumpappe, Spezialschaum mit Wabenprägung) beklebt und dämpft so die Geräuschkulisse. Allerdings besteht die Gefahr der Überhitzung bei stark wärmeentwickelnden Komponenten - was mittlerweile auf so gut wie alles im Spieler Bereich zutrifft. Durch die Dämmung versperrt man sich die Wege die Luft richtig zirkulieren zu lassen.

    Ausstattung
    Die Basisausstattung besteht in der Regel aus einem entkoppelten, teilweise drehbarem HDD-Käfig. Das drehbar ist eher relevant um Kabel hinter dem Mainboardtray verlegen zu können, aber die Entkopplung nimmt einiges an Lautstärke weg.
    Die Möglichkeiten zum Kabelmanagement sollten auch ausreichend vorhanden sein, dass schließt einen entsprechenden Abstand vom Mainboardtray zur rechten Seitenwand mit ein.
    Bereits erwähnte Lüftungs-Optionen sollten auch an relevanten Positionen in sinnvoller Größe und Menge vorhanden sein. Dazu gehören auch bei teureren Gehäuse herausnehmbare Staubfilter!
    Das Material das verwendet wird sollte auch nicht außer Acht gelassen werden, zu viel Plastik und hauchdünnes Stahlblech/Aluminium können zwar optisch ein Hingucker sein, für die Stabilität ist das aber nicht wirklich ein Bringer.

    Gehäuse mit Netzteil
    Es gibt viele Gehäuse mit integrierten Netzteilen - Finger weg. Die Netzteile sind zu großen Teilen billige OEM Netzteile und ihr Geld nicht wert. Eine Ausnahme bilden Desktop Gehäuse von z.B. Compucase - wobei auch in dem Bereich nicht alles empfehlenswert ist.

    Richtlinien zur Gehäusefindung
    Auf www.caseking.de gibt es einen netten Gehäusefinder der einem die Suche schon mal ein wenig erleichtert.

    Den optischen Aspekt mal außen vor gelassen sollte man auf oben erwähnte Dinge achten:
    • Die richtige Größe des Gehäuses
    • Die Belüftungs-Optionen
    • Das verarbeitete Material
    • Die Möglichkeiten zu Kabelmanagement
    • Die maximal zulässige Länge für Grafikkarten


    Vorschläge

    Spoiler: 

    Ein paar Vorschläge dürfen natürlich nicht fehlen. Allerdings beschränkt sich das nur auf Midi-Tower, da die Nachfrage nach Big-Towern sowie allem was kleiner als ein normaler Midi-Tower ist einfach zu gering ist.

    High-End (bis ~200€)
    Hervorzuheben hier ist ganz klar das Corsair 650D. Erwähnenswert wäre auch noch das recht teure SilverStone Fortress FT02, welches überwiegend durch die Materialqualität und das Belüftungskonzept überzeugt. Ansonsten macht man mit Lian Li grundsätzlich wenig verkehrt, gerade in der gehobenen Preisklasse.

    Mid-End (bis ~90€)
    Erwähnenswert ist hier vor allem das Cooler Master 690 II Advanced. Für Zurschausteller gibt es das auch noch mit Fenster. Ansonsten kann man guten Gewissens das Xigmatek Midgard II erwähnen, wer mehr auf Mesh Spielereien steht ist mit dem Vorgänger (ohne USB 3.0!) gut bedient. Als Schallgedämmte Lösung bietet sich das Fractal Design Define R3 an.

    Low-Budget (bis ~40€)
    Für diejenigen, die eher weniger Wert auf ein qualitativ hochwertiges und langlebiges Gehäuse legen, wäre das Xigmatek Asgard III eine Erwähnung wert. Ein wenig teurer wäre das Sharkoon Rebel9 Pro Window.

    Alle Gehäuse sind annehmbar, wobei die Tendenz eindeutig Richtung Mid-End geht, da grundsätzlich ein sehr angenehmes Preis-Leistungsverhältnis gegeben ist. Alle verlinkten Versionen im High- sowie Mid-Budget Bereich verfügen über min. 1x USB 3.0 im FrontPanel, die Vorgänger dürften teilweise noch ein wenig günstiger zu bekommen sein.


    In eigener Sache

    Spoiler: 

    Ein Gehäuse für um die 100€, teilweise mehr sofern man die Lüfter austauschen möchte (was leider bei fast jedem Gehäuse notwendig wird, wenn man Wert auf eine möglichst geringe Lautstärke legt) schreckt viele erst mal ab. Zu oft wird trotzdem zu LC-Power/MS-Tech gegriffen oder Plastikpur Gehäusen, Hauptsache billig. Resultierend daraus sind u.U. Probleme mit der Belüftung, klappern, wenig Platz, scharfe Kanten (Verletzungsgefahr!) oder schnell zerbrechliche Teile. Bedenkt bei eurem Kauf bitte, dass man ein Gehäuse bequem mehrere PC Generationen lang nutzen kann. Lieber ein mal was ordentliches, als ständig was billiges neues. Gerade wer seinen PC (LAN etc.) viel rumschleppt, wird an seinem extremen billig Gehäuse wie dem Inter-Tech CA-01 (Extrembeispiel) keine Freude haben.
    Geändert von Fhynn (11. 02. 2012 um 14:32 Uhr)

  16. #16
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    Kühler und Lüfter

    Das Belüftungskonzept eines Gehäuses bzw. die generelle Belüftung / Kühlung darf gerade bei hochpotenter Hardware nicht unterschätzt werden. Da man das ganze wunderbar in Bildform darstellen kann, hier einige Beispiele.

    2 Lüfter Konzept
    Ein Gehäuse mit 2 Lüfter Möglichkeiten, idealerweise beide jeweils mit mindestens 120mm:

    Spoiler: 




    Die blauen Lüfter bezeichnen die einziehende Luft - in den derzeitig aktuellen Gehäusen wird das Netzteil unten montiert, so das die kalte Luft vom Boden angezogen wird. Idealerweise sind natürlich Füße und Staubfilter vorhanden, ansonsten zieht das Netzteil verständlicherweise nur Flussen aus dem Teppichboden! Der Lüfter vom CPU-Kühler zieht die Luft von vorne rein, praktisch eine Weiterleitung vom Lüfter in Festplattenregion. Der rot gekennzeichnete Part schubst die verbrauchte Luft wieder raus. Ein 2 Lüfter Konzept ist so mit das gängigste, aber eben auch Zirkulationsmässig eingeschränkt.

    4 Lüfter Konzept

    Spoiler: 


    Selbe wie vorher auch, nur mit 2 Lüftern im Deckel. Dadurch erzeugt man einen Unterdruck, weil durch alle kleinen Ritzen (Mesh etc.) kontinuierlich Luft angesaugt wird. Allerdings zieht das auch Staub an ohne Ende - daher Staubfilter nutzen!

    Kamin Konzept

    Spoiler: 


    Hat sich nie so wirklich durchgesetzt, ist von der Montage auch ungewohnt. Im Grunde wird großflächig kalte Luft vom Boden angesaugt und oben durch einen Lüfter abtransportiert. Das ganze endet dann in einem Überdruck.

    PWM
    PWM steht für Pulsweitenmodulation. Ein PWM-Lüfter regelt sich selbstständig hoch oder runter, je nach dem was benötigt wird. Notwendig dafür sind entsprechende Lüfter Anschlüsse auf dem Mainboard. Der Lüfter auf dem CPU-Kühler ist bspw. ein PWM-Lüfter, der sich je nach Temperatur der CPU selber regelt.
    Eine Alternative zum Verwenden von PWM-Lüftern stellen Adapterkabel von 3-Pin (4-Pin wäre PWM) auf Molex dar, womit man die Lüfter auf z.B. 7V oder 5V drosseln kann. Oder man nutzt eine Lüftersteuerung und regelt die Lüfter manuell hoch- bzw. runter, je nach Situation und Bedarf.

    Über den Sinn und Unsinn von Seitenlüftern
    Sämtliche Slots für Seitenlüfter dürfen in der Regel getrost ignoriert werden. Das seitliche einziehen von Luft ist ineffektiv, da der Luftstrom nun mal von unten/oben und das einziehen von vorne/hinten läuft. Bei einem Dual GPU Setting kann es eine Überlegung wert sein, aber ansonsten verwirbelt der bei einem normalen Lüfter Setting nur die Luft. Und unter Umständen reicht dann der Platz nicht mehr für einen großen Tower-Kühler.

    Vorschläge

    Spoiler: 

    Es gibt eine riesige Menge an Lüftern. Empfehlenswert sind hier die Enermax T.B. Silence (PWM) Modelle.
    Empfehlenswert sind auch sehr viele Produkte von Noiseblocker, wie zum Beispiel der Noiseblocker NB-BlackSilentPRO PL-2. Ebenfalls erwähnentswert sind die be quiet! Silent Wings Produkte.
    Wer es bunt mag, ist mit den Enermax Apollish Vegas gut beraten.

    CPU-Kühler

    Ein CPU-Kühler (das sind diese hübschen, großen mit Lamellen bestückten Metallklötze) ist Pflicht. Es gibt unzählig viele Arten von CPU-Kühlern - die bekanntesten sind selbstverständlich die Boxed Kühler, welche in der Regel der CPU beiliegen.



    Die Kühlleistung ist annehmbar, allerdings sind Boxed Kühler laut. Man kann schon für wenig Geld qualitativ vernünftige CPU-Kühler kaufen und das wird auch angeraten - es ist einfach besser für die CPU, wenn sie ordentlich gekühlt wird.

    Weitere bekannte Lösungen bestehen in dem verbauen eines Tower-Kühlers, welche sich durch ihre ab und an fummelige Montage auszeichnen - und durch ihre gute Kühlleistung. Ein Tower-Kühler kann schon mal gut 500g wiegen, entsprechende Vorsicht ist beim Einbau geboten.



    Exotische Mischformen oder auch Mini Wasserkühlungen sind nicht so stark verbreitet, was zu großen Teilen auch an den absurden Anschaffungspreisen liegt.

    Vorschläge

    Spoiler: 

    Als Tower-Kühler, die sich auch bequem zum übertakten eignen, kann man aktuell 2 Modelle im erschwinglichen Preisbereich nennen.

    Scythe Mugen 3 Rev. B.
    Thermalright HR-02 Macho

    Für den Standardnutzer empfiehlt sich

    Xigmatek Loki SD963
    Scythe Katana 3

    Exotische und entsprechend teure Lösungen wären beispielsweise

    Prolimatech Genesis Kühlkörper (Lüfter nicht im Lieferumfang!)
    Corsair Hydro Series H80
    Geändert von Fhynn (03. 02. 2012 um 14:52 Uhr)

  17. #17
    Luxusproblem

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    Standard Monitor


    Monitor

    Da sich die Fragen nach Monitoren in der letzten Zeit extrem häufen und es im Grunde so oder so ständig die gleich zu beantwortenden Fragen sind, hier eine kleine Einführung in die Welt der TFTs. Wofür ein Monitor zuständig ist sollte klar sein - es gibt allerdings hunderte verschiedene Modelle und zu großen Teilen absurde, nicht wahrheitsgemäße Herstellerangaben.

    Reaktionszeit
    Die Reaktionszeit bezeichnet die Bildaufbauzeit - also die Zeit, die der Monitor braucht um die Bildpunkte bei einem Helligkeitswechsel umzuschalten und so ein neues Bild zu erzeugen. Umso schneller die Flüssigkristallsanordnung von einem Pixel sich ändern kann, umso geringer ist die Schlierenbildung.

    Es gibt verschiedene Messverfahren welche leider oft von der Realität abweichen. Die häufigste Messungsart besteht im GTG (grey to grey). Bei GTG wird die Zeit gemessen die benötigt wird um von einem Grauton zu einem anderen Grauton zu wechseln. Da es keine einheitliche Regelung für das Messverfahren gibt, verfährt da jeder Hersteller anders.

    Input Lag
    Als Input Lag bezeichnet man die Zeit, die zwischen Eingabe und jeweils dazugehörige Bildausgabe vergeht. Wenn der Input Lag zu stark ist macht sich das gerade bei schnellen Spielen bemerkbar bzw. bei allen Anwendungen wo man eine sofortige Reaktion auf dem Bildschirm erwartet nach einem Eingabebefehl. Entsprechende Angaben findet man in der Regel nur auf entsprechenden Testportalen für Monitore.

    Paneltypen
    VA (Vertical Alignment) - VA bietet brilliante Farben, tiefe Schwarzwerte und einen hohen Kontrast. VA Panel sind allerdings sehr träge - zwar kann mittels Overdrive Technik die Schaltzeit verringert werden, aber das führt zu Input Lag. Zum spielen nicht geeignet.

    IPS (In Plane Switching) - IPS bietet eine sehr gute Farbwiedergabe, einen sehr geringen Kontrastverlust bei hohen Blickwinkeln und durch Overdrive Technik ist ein IPS Panel zudem auch noch schnell. Die Kontrastwerte allgemein sind nicht so gut, können aber mit dynamischen Kontrast gut aufpoliert werden. Zum spielen geeignet.

    TN (Twisted Nematic) - TN Panels sind wohl am verbreitesten, da auch am billigsten zu produzieren. Der Vorteil liegt in schnellen Reaktionszeiten. Ein großer Nachteil ist aber die Lichtdurchlässigkeit von TN Zellen, dadurch wirkt schwarz immer ein wenig wie grau. Zudem kann es je nach Blickwinkel zu Farbverfälschungen kommen und zu Kontrastverlust. Zum spielen geeignet.

    Dazu kommen noch von Herstellern optimierte Typen wie PVA, S-IPS, MVA, S-MVA etc. - basierend auf den Standardtechnologien, nur noch etwas modifiziert und erweitert.

    LED Backlight
    Wurden zuvor überwiegend Kaltlichtkathoden zur Hintergrundbeleuchtung verwendet, wird nun immer mehr auf LEDs gesetzt. LEDs ermöglichen eine bessere Ausleuchtung, sind energiesparender und haben eine längere Lebensdauer. Im Grunde gibt es wenig Gründe um auf LED Backlight bewusst zu verzichten.

    120Hz / 3D
    Gerade bei Spielern erfreut sich die 120Hz Technologie an großer Beliebtheit, was nur bedingt an der Option besteht Spiele mithilfe des nVidia 3D Vision Kits zu genießen. Das Bild eines 120Hz Monitors wirkt insgesamt flüssiger, was sich auch in Spielen bemerkbar macht.

    Sollte man 3D nutzen wollen, ist eine nVidia Grafikkarte Pflicht und das entsprechende Brillen Kit. Auch sollte man bedenken das die FPS geteilt werden, dadurch das 2 Bilder parallel generiert werden müssen. Wer jetzt schon neuere Ego-Shooter nur auf niedrigen Details spielen kann mit 35FPS wird an 3D keine Freude haben.

    Vorschläge

    Spoiler: 

    Die Monitorvorschläge beziehen sich auf die Spieletauglichkeit, Grafiker- & Co werden eher zu anderen, weit teureren Produkten greifen.

    27 Zoll
    Im 27" Bereich wäre der Samsung SyncMaster S27A550H, 27" zu erwähnen wie auch der iiyama ProLite E2773HDS schwarz, 27".

    24 Zoll
    Im Bereich bis 250€, sowohl zum spielen als auch zum arbeiten bietet sich der Dell UltraSharp U2412M schwarz, 24" an. Dieser hat ein IPS Panel und ist dennoch voll Spieletauglich.
    Den Dell gibt es auch eine Nummer kleiner, Dell UltraSharp U2312HM schwarz, 23" für ca. 190€.
    Eine günstigere Variante für ca. 170€, allerdings mit TN-Panel, wäre der iiyama ProLite E2475HDS, 23.6".
    Ebenfalls erwähnenswert ist der ASUS VS248H, 24" für ca. 170€.

    3D/120HZ Monitor
    Das Flagschiff im 24" Bereich ist der BenQ XL2420T, 23.6". Im 27" Bereich wäre das dann der ASUS VG278H, 27".

    Als günstigere Alternative im 24" Bereich wäre der ASUS VG236HE, 23" zu nennen sowie der Samsung SyncMaster S23A700D.
    Geändert von Fhynn (31. 01. 2012 um 08:38 Uhr)

  18. #18
    Luxusproblem

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    Standard


    Mäuse

    Grundsätzlich sollte man gerade Mäuse IMMER in einem Elektronikdiscounter seiner Wahl ausprobieren. Die ergonomischen Anforderungen sind für jede Hand anders und eine verkehrte Maus kann durchaus Probleme machen - bis hin zu Sehnenscheidentzündungen. Daher ist es wichtig, dass die Maus optimal in der Hand liegt. Auch das einschlafen von Fingern ist etwas, das durchaus an einer suboptimalen Maus liegen kann.

    Sensor
    Mittlerweile unterscheidet man beim Sensor nur noch zwischen optisch und Laser, Kugellager gehören der Vergangenheit an. Wobei im Grunde auch Laser unter optisch fällt, es wird einfach nur ein Laser zur Beleuchtung der Kontaktoberfläche verwendet anstelle von einer LED Lichtquelle. Eine optische Maus, welche eine normale rote LED als Beleuchtung nutzt, hat u.U. Schwierigkeiten bei der Ermittlung der Bewegungsgeschwindigkeit / Bewegungsrichtung auf einfarbigen, transparenten, spiegelnden oder glatten Oberflächen. Bei Laser bzw. einer Leuchtdiode besteht das Problem nicht, da die Struktur der Mausunterlage deutlicher aufgelöst wird. Allerdings sind Laser weit anfälliger für Unebenheiten, Schmutz und anderen Oberflächenstörungen.

    Empfindlichkeit / Auflösung
    Die Empfindlichkeit wird in dpi angegeben. Gemeint ist die Strecke, über die man die Maus führen muss um eine bestimmte Strecke mit dem Mauszeiger auf dem Bildschirm zurückzulegen. Umso höher die Empfindlichkeit, umso weniger muss man die Maus bewegen für eine Bewegung auf dem Bildschirm. Eine Maus mit bspw. 5.000 dpi muss man im Grunde nur ein mal anstupsen um den Mauszeiger von links nach rechts zu bewegen.
    Umso mehr Punkte auf einer bestimmten Strecke aufgelöst werden können, desto empfindlicher ist die Maus. Das ist gerade im Gamer Bereich nicht uninteressant, um sich mit möglichst wenig Mausbewegung schnell mit dem Mauszeiger umorientieren zu können (bpsw. in Shootern).

    Tastenanzahl, Scrollrad
    Jemand der nicht spielt, wird ziemlich sicher keine Tasten zum einstellen der dpi benötigen, geschweige den 12 Sondertasten an der Seite. Für Spieler ist das ganze aber gar nicht so uninteressant - wie viele Sondertasten man benötigt, sollte trotzdem jeder für sich selber rausfinden. Standard sind zumeist 2 Daumentasten und unter Umständen ein 4-Wege Scrollrad (hoch/runter sowie rechts/links). Beliebt ist es z.B. sich Waffenwechsel auf das Scrollrad zu legen, Zoomfunktionen/Autorun auf die Daumentasten. Es gibt auch Mäuse mit bis zu 17 Tasten, welche allerdings überwiegend auf den MMORPG Spieler ausgerichtet sind.

    Kabelgebunden und Kabellos
    Im Grunde gilt für Spieler - Kabelgebunden. Bei Kabellosen Mäusen mit Akku ist der in der Regel immer im falschen Moment leer, wobei es mittlerweile auch einige Kombi Mäuse gibt, die sowohl Kabel als auch Akku bieten. Je nach dem kann man dann fix umstecken. Weniger verbreitet ist der Betrieb über Batterien, die meisten Kabellosen Mäuse mit Akku kommen gleich mit einer Ladestadion daher.

    Zusätzliche Features
    Die da wären u.A. Gewichte, um die Maus zu beschweren oder Beleuchtung, Macrofunktionen / interner Speicher, Links- oder Rechtshänder Design, ausziehbares Kabel. Da nicht wirklich verbreitet fasse ich Darkfield und BlueTrack auch mal unter Features - ersteres von Logitech, zweiteres von MicroSoft. Beides soll die jeweiligen Vorteile von Laser und Optisch vereinen, dh. Nutzung auf jeder Oberfläche mit präziser Abtastrate.

    Vorschläge

    Spoiler: 

    Grundsätzlich macht man mit Logitech, Microsoft, Razer wenig verkehrt, wobei es immer zu Materialfehlern kommen kann.
    Testet bitte unbedingt im Elektronikmarkt o.Ä. aus ob euch die Maus in der Hand liegt!
    Günstig aber gut wäre die Sharkoon FireGlider . Kabelgebunden und Akkubetrieb bietet die Microsoft SideWinder X8 Gaming Mouse ebenso wie die weit schmalere Razer Mamba Elite Ergonomic Gaming Mouse. Für MMORPG Spieler wäre die Razer Naga Gaming Mouse erwähnenswert.
    Wer auf schlicht und simpel steht, wird mit der Logitech G500 Gaming Mouse glücklich.


    Tastaturen

    Das wichtigste Eingabemedium - und auch hier gibt es viele Unterschiede.

    Tastenhöhe
    Es gibt sowohl flache Tasten - mit geringem Widerstand - die in etwa das Feeling einer Notebook Tastatur aufkommen lassen als die typischen hohen Tasten mit höherem Widerstand. Diese sind meist lauter beim tippen. Was einem eher liegt ist Geschmackssache, wobei flache Tasten aufgrund des geringeren Druckaufwands weniger Belastung für die Finger bedeuten. Kann ergonomisch gesehen also durchaus sinnvoll sein, flache Tasten zu wählen.

    Multimedia- und Macrotasten
    Unzählig viele Tastaturen verfügen mittlerweile zumindest über Multimedia Tasten um die Lautstärke zu regeln oder um einen beliebigen Media Player zu steuern. Ebenfalls unter Multimedia Tasten fallen solche, um den Browser oder Mail Client zu öffnen. Im beiliegenden Tastaturtreiber kann man in der Regel die zu startenden Anwendungen auswählen. Das ganze ist ein nettes Gimmick, aber einen höheren Zweck erfüllt das nicht.

    Macrotasten sind u.U. recht interessant für Spieler sein. In der beliegenden Software kann man für jede Taste individuelle Aktionen einstellen. Das können z.B. Automatisierungen sein (viele MMORPG Hersteller mögen das allerdings nicht, man bewegt sich in einer Grauzone). Oder auch das öffnen von Programmen, Copy & Paste Funktionen etc.

    Mechanische Tastaturen
    Mechanische Tastaturen zeichnen sich vorallem durch ihre weit höhere Lebensdauer aus. Das Prinzip der mechanischen Tastaturen selber gibt es schon ewig und sie waren auch mal stark verbreitet. Mittlerweile ist dem nicht mehr so. Der signifikante Unterschied, dass Spiralfedern unter den mechanischen Einzelschaltern genutzt werden, welche die Taste wieder nach oben drücken. Der Großteil der aktuell erhältlichen Tastaturen setzt auf Rubberdomes und nur halbmechanisch, dort drückt eine Gummi-/Silikonkuppe die Taste wieder nach oben. Rubberdomes halten so um die 5 Millionen Anschläge aus, mechanische Einzeltasten packen aber das 10-fache. Insofern ein starker Anstieg der Lebensdauer.

    Allerdings kommen mechanische Tastaturen in der Regel ohne großen SchnickSchnack daher (Multimedia-/Macrotasten, Display, Beleuchtung), wobei es auch da Ausnahmen gibt.

    Unterscheidet wird auch noch in der Art der Kontakte - da gibt es MX Browns, MX Blues sowie MX Blacks. Weiterhin gibt es noch MX Clears und MX Reds sowie Trope (Hybrid mechanisch/Rubberdome) und Buckling Spring (Schreibmaschinenfeeling durch Knickfedern).

    Schaltertypen
    Alle Schalter haben eine Gemeinsamkeit: Man kann sie bis 4mm runterdrücken, ausgelöst wird aber bei ca. 2mm. Bei Rubberdomes muss man die Taste ganz durchdrücken. Mechanische Tastaturen werden durch die Feder und ggf. eine Metallplatte häufig als sehr laut empfunden, da eine gewisse Resonanz erzeugt wird beim tippen. Da müsste jeder selber gucken ob es einen stört. Welcher Schalter für welchen Typ geeignet ist kann man pauschal nicht sagen. Ausprobieren lassen sich zumindest die MX Blue oft im örtlichen Elektronikdiscounter an der Black Widow von Razer.

    Spoiler: 

    MX Brown: Erzeugen ähnlich wie Rubberdomes ein spürbares Feedback beim auslösen.
    MX Blue: Erzeugt ein markantes klicken sowie ein spürbares Feedback, sehr beliebt bei Vielschreibern.
    MX Black: Erzeugen kein spürbares Feedback, man kann die Taste praktisch zum Boden drücken ohne Feedback darüber zu kriegen ob man die Taste ausgelöst hat oder nicht. Dadurch das man den spürbaren Widerstand nicht überwinden muss, kann das durchaus positiv beim zocken sein.
    MX Clear: Nicht sonderlich verbreitet, mit den Browns zu vergleichen, allerdings ist hier ein größerer Kraftaufwand erforderlich um die Taste zu drücken.
    MX Reds: In Asien sehr weit verbreitet, in Europa eher weniger. Schwächere Feder.


    Animationen und ausgereiftere Erklärungen dazu findet man z.B. auf Geekhack (Achtung, englisches Wiki!).

    n-Key Rollover / NKRO / Ghosting
    NRKO bzw. n-Key rollover (wobei n als Variable zu sehen ist) bedeutet, dass man alle Tasten der Tastatur drücken kann und auch alle Tastendrücke registriert werden. Sollte das nicht möglich sein, wird das 'n' entsprechend durch die Zahl der maximal registrierbaren Tastendrücken ersetzt. Ein 18-key rollover bzw. 18KRO bedeutet dann eben das man 18 Tasten parallel drücken kann und sie werden auch alle registriert, die 19. gedrückte Taste hingegen wird entweder nicht registriert oder der 1. Druck wird überschrieben.

    Nicht zum KRO gehören Modifier (ALT, STRG, Shift, Win - sowohl links als auch rechts). Wobei es auch hier Tastaturen gibt die alle Modifier registrieren oder eben nur 2.
    Dann gibt es noch Tastaturen mit 2-geteilitem KRO. Dh. rund um den WASD Bereich gibt es ein 6KRO und auf der restlichen Tastatur lediglich 2KRO - zum spielen vollkommen ausreichend, da der Focus in Shootern ja so oder so auf dem WASD Bereich liegt.
    Um den KRO zu bestimmen wird immer die kleinste Kombination von gemeinsam drückbaren Tasten gewertet. Die Razer Black Widow z.B. hat diese 2KRO Bereiche - 6KRO im WASD Bereich, 2 KRO beim Rest (Pfeiltastenbereich z.B.). Da 2KRO hier die kleinste Kombination ist, wird bei der Black Widow grundsätzlich immer nur 2KRO angegeben.

    Wer jetzt mitgezählt hat, kommt darauf das wir bei einer 6KRO Tastatur mindestens 8 Tasten gleichzeitig drücken können. Da wohl kaum einer hier mehr als 5 Finger pro Hand hat, ist man mit einer 6KRO Tastatur gut bedient und auf der sicheren Seite.

    Oft wird mit sogenanntem Anti-Ghosting geworben - als Ghosting bezeichnet man den Effekt einer Fehlschaltung in der Tastaturmatrix. Es wird eine Taste ausgelöst, die gar nicht gedrückt wurde. Das kann z.B. passieren wenn man 'A' und 'W' gleichzeitig drückt - es wird ein 'S' registriert, was man gar nicht gedrückt hat. Mittlerweile sind selbst die billigsten Tastaturen von der Tastaturmatrix so ausgelegt das genau das nicht mehr passiert, im Grunde ist das werben mit Anti-Ghosting nur eine nette Werbekampagne, mehr aber auch nicht.

    Ergonomische Tastaturen
    Ergonomisch geformte Tastaturen erkennt man sehr leicht an dem Wellenartigen Layout, welche die natürliche Handhaltung der Hände simulieren soll. Dadurch sollen z.B. die Handgelenke geschont werden. Allerdings ist es starke Gewöhnungssache und nicht jeder kommt damit klar. Für Vielschreiber, die jeden Tag mehrere Stunden tippen, ist eine ergonomische Tastatur aber allein gesundheitlich gesehen nicht verkehrt.

    Vorschläge
    Geändert von Fhynn (03. 02. 2012 um 09:42 Uhr)

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